Afrikanische Union

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Vorlage:Überarbeiten Vorlage:Infobox Zwischenstaatliche Organisation

Die Afrikanische Union (Vorlage:ArS, Vorlage:EnS, Vorlage:FrS, Vorlage:PtS, Vorlage:EsS, Vorlage:SwS)<ref>Vorlage:Webarchiv.</ref> ist eine Internationale Organisation, die 2002 die Nachfolge der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) angetreten hat und sich für Kooperation auf allen Gebieten einsetzt. Sie ist ein Zusammenschluss von anfangs 53, inzwischen 55<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>  afrikanischen Staaten (Westsahara ist Mitglied der Afrikanischen Union, sein völkerrechtlicher Status allerdings umstritten). Mitgliedstaaten der AU sind alle international allgemein anerkannten afrikanischen Staaten, einschließlich Westsaharas. Marokko wurde am 30. Januar 2017 nach 33 Jahren Abwesenheit wieder in die Organisation aufgenommen.<ref name="Marokko_wieder_aufgenommen">Marokko nach 33 Jahren wieder in der Afrikanischen Union. Welt Online, 30. Januar 2017; abgerufen am 30. Januar 2020.</ref>

Der Hauptsitz der Organisation befindet sich im äthiopischen Addis Abeba, das Panafrikanische Parlament im südafrikanischen Midrand.

Geschichte und Entwicklung

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Datei:Organisation of African unity.svg
Farbe entspricht dem jeweiligen Beitrittsjahr zur OAU, der Vorgängerorganisation der AU, bzw. zur AU

Auf der 4. OAU-Sondersitzung am 9. September 1999 im libyschen Sirte verabschiedeten die Teilnehmer eine Gründungsabsichtserklärung. Das diesem Beschluss zugrundeliegende Dokument wird Sirte-Deklaration genannt.<ref>Vorlage:Webarchivau2002.gov.za</ref> In Lomé (Togo) beschlossen die Vertreter des 36. turnusgemäßen Gipfeltreffens am 11. Juli 2000 das Gründungsstatut (Constitutive Act of the African Union) der Afrikanischen Union (AU).<ref name="AU transition">Vorlage:Internetquelle</ref>

Ein Beschluss des Gipfeltreffens vom Juli 2001 in Lusaka (Sambia) sah dann einen Maßnahmenplan für den Übergang zur neuen Organisation vor.<ref>Vorlage:Webarchiv (PDF; 286 kB).</ref> Mit dem gemeinsamen Gipfeltreffen (First Ordinary Session of the Assembly of Heads of State and Government of the AU) der Staatsoberhäupter der AU und der Afrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft vom 9. bis 11. Juli 2002 im südafrikanischen Durban nahm die AU ihre reguläre Arbeit auf.<ref>Vorlage:Webarchiv. In: au.int, abgerufen am 22. September 2013.</ref><ref name="AU transition" />

Damit löste sie die Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) ab, hatte aber mehr Kompetenzen als diese. Die Verträge zur Auflösung der am 25. Mai 1963 gegründeten OAU waren zuvor von 45 der 54 Staaten ratifiziert worden. Marokko, das wegen des Konfliktes um die Demokratische Arabische Republik Sahara 1984 aus der Vorgängerorganisation OAU ausgetreten war, ist nach drei Jahrzehnten im Januar 2017 als Mitglied in die Afrikanische Union aufgenommen worden.

Die Initiative zur Gründung der neuen Afrikanischen Union geht auf den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi zurück. Er war vehement für die Idee einer Union eingetreten und hatte mit großem finanziellen Aufwand bei den afrikanischen Staatschefs dafür geworben. Der Gründungsvertrag der Afrikanischen Union (Constitutive Act) orientiert sich vor allem am Vorbild der Europäischen Union (EU).<ref>Magliveras/Naldi (siehe unter Literatur, ICLQ 2002, S. 415).</ref> Weitere Gründungsakte enthalten unter anderem Erklärungen zur Achtung der Menschenrechte und zur Souveränität der Mitgliedstaaten, aber auch einen Absatz zum Eingreifen der Union in Mitgliedstaaten unter bestimmten Voraussetzungen. Artikel 30 des Gründungsvertrags knüpft an die innerstaatliche Legitimität der Staatsgewalt der Mitgliedstaaten an. Demnach sollen Regierungen, die verfassungswidrig an die Macht gekommen sind, von der Teilnahme an den Aktivitäten der Afrikanischen Union ausgeschlossen werden. Gemäß Art. 33 Abs. 1 des Gründungsvertrags ging zudem die Afrikanische Wirtschaftsgemeinschaft in der AU auf.

Barack Obama sprach am 28. Juli 2015 als erster US-Präsident vor der Afrikanischen Union in Addis Abeba.<ref>Thomas Scheen: Rede vor Afrikanischer Union – Obama kritisiert afrikanische Staatsführer. In: faz.net. 28. Juli 2015, abgerufen am 15. Februar 2020.</ref>

2023 beschloss die Gruppe wichtiger Industrie- und Schwellenländer im Rahmen des Gipfels in Indien die AU als G20-Mitglied aufzunehmen. Sie ist nach der EU die zweite Regionalorganisation, die Mitglied der Gruppe ist.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Organe und Organisationen

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Überblick

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Die Organe der Union sind in Artikel 5 der Gründungsakte aufgezählt und werden in weiteren Artikeln näher bestimmt. Neben den ausdrücklich genannten Organen – Unionsversammlung als oberstes Organ (Art. 6 ff.), Exekutivrat (Art. 10 ff.), Panafrikanisches Parlament (Art. 17), Gerichtshof (Art. 18), Kommission (Art. 20), ständiger Vertretungsausschuss (Art. 21), sieben spezielle Ausschüsse für Technik (Art. 14 ff.), Wirtschafts-, Sozial- und Kulturrat (Art. 22) sowie die drei Finanzinstitutionen Afrikanische Zentralbank, Afrikanischer Währungsfonds und Afrikanische Investmentbank (Art. 19) – wird der Generalversammlung die Errichtung weiterer Organe vorbehalten.

Ergänzend gelten die Bestimmungen des Vertrages zur Gründung der Afrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft, so etwa Art. 18 in Bezug auf den Gerichtshof.

Der erste Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, der bisherige Generalsekretär der OAU und frühere Außenminister der Elfenbeinküste Amara Essy, wurde bei dem Gipfeltreffen in Lusaka (Sambia) in sein Amt gewählt.

Im Februar 2003 einigte sich die AU auf die Errichtung einer Afrikanischen Bereitschaftstruppe (ASF) und eines Friedens- und Sicherheitsrates (PSC) nach Vorbild der Vereinten Nationen mit Interventionsrecht, welcher am 25. Mai 2004 offiziell eingerichtet wurde. 2008 kam die ASF auf den Komoren zum Einsatz.

Im März 2004 wurde die erste Sitzung des Panafrikanischen Parlaments innerhalb der AU feierlich eröffnet. Erste Parlamentspräsidentin ist Gertrude Mongella aus Tansania. Das AU-Parlament hat beratende Funktion und hat seinen Sitz in der südafrikanischen Stadt Midrand, wo am 16. September 2004 die erste Arbeitssitzung stattfand.

Seit Dezember 2004 engagierte sich die AU drei Jahre lang mit der friedensüberwachenden Mission AMIS bzw. seit Dezember 2007 mit der UNAMID (gemeinsam mit den Vereinten Nationen) in der Krisenregion Darfur im Sudan.

Das wirtschaftliche Entwicklungsprogramm wird in der AU über die NEPAD geleitet. Die Afrikanische Union nutzt das Programm African Peer Review Mechanism zur gegenseitigen Evaluation der Qualität des Regierungshandelns.

Für die Energiewirtschaft wurde die Afrikanische Energiekommission gegründet.

Zur gemeinsam koordinierten Vorbeugung und Bekämpfung von Epidemien in Afrika gründete die AU 2016 die Africa Centres for Disease Control and Prevention (Africa CDC) mit ihren aktuell fünf regionalen Zentren auf dem Kontinent.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Im April 2025 nahm die Afrikanische Weltraumorganisation ihren Betrieb auf.

Statistikarbeiten

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Das African Statistical Yearbook (ASYB) (deutsch etwa: „Statistisches Jahrbuch Afrikas“) führt Statistikdaten aus den Mitgliedsländern der Afrikanischen Union auf. Es ist ein unter Leitung des African Statistical Coordination Committee (ASCC) erstelltes Produkt. Die darin enthaltenen Statistikdaten sind das Resultat der Zusammenarbeit zwischen der Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB), der African Union Commission (AUC) und der Wirtschaftskommission für Afrika der Vereinten Nationen (United Nations Economic Commission for Africa UN/ECA), um das Risiko inkonsistenter Informationen, die sonst von den drei Organisationen erstellt würden, zu minimieren und verringert zudem die Berichtspflicht der Mitgliedstaaten, die andernfalls verpflichtet wären, Daten separat an jede Institution zu übermitteln, womit Kosten, Zeit gespart und die statistische Qualität und Übersicht erhöht wird.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Die zentrale Koordinierung liegt beim African Centre for Statistics der Vereinten Nationen. Die Herstellung des Jahrbuchs erfolgt am Sitz der AU in Addis Abeba unter Herausgeberschaft der ECA.<ref>African Statistical Yearbook (seit 2009) Afrikanische Entwicklungsbank (englisch)</ref><ref>Bibliografischer Nachweis. Jisc Library Hub Discover (englisch)</ref> In eigener Herausgeberschaft der AU erschien 2017 erstmals ein Labour Migration Statics Report (deutsch etwa: „Statistikbericht der Arbeitsmigration“).<ref>Statistics. Afrikanische Union (englisch)</ref>

Mitglieder der AU

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Datei:Supranational African Bodies-de.svg
Mitgliedschaften der einzelnen Staaten
(Stand: 29. Dezember 2020)

Durch die europäisch-koloniale Vergangenheit Afrikas werden in den meisten Mitgliedstaaten neben den traditionell verwendeten auch eine oder mehrere europäische Verkehrssprachen verwendet. Am verbreitetsten sind diesbezüglich Französisch (vor allem im Norden und Westen) und Englisch (vor allem im Osten und Süden), die auch als Arbeitssprachen der AU fungieren. Die größte Volkswirtschaft Afrikas ist Südafrika, die zusammen mit denen Nigerias, Ägyptens, Algeriens und Marokkos knapp zwei Drittel des gesamten AU-Bruttoinlandsprodukts (Bruttoregionalprodukt) generiert. Die Bevölkerungen der Mitgliedsländer sind in ihrer Größe sehr unterschiedlich. Nigeria besitzt den höchsten Anteil an ihrer Gesamtzahl, gefolgt von Äthiopien, Ägypten, Demokratische Republik Kongo und Südafrika. Bis 2025 werden voraussichtlich 1,5 Mrd. Menschen auf dem Kontinent leben und bis 2050 fast doppelt so viele. Die Lebenserwartung lag 2013 bei nur 59 Jahren und ist damit im globalen Vergleich sehr niedrig. Dementsprechend war der Anteil der über 60-Jährigen mit 4 % gering, wohingegen 41 % der Bevölkerung zu den unter 15-Jährigen zählten.<ref>Vorlage:Webarchiv Zugriff am 28. Februar 2014.</ref>

Staat Hauptstadt Bevölkerung Fläche BIP (Mio. USD; 2016)<ref>United Nations Statistics Division (Hrsg.): National Accounts. Dezember 2017 (unstats.un.org).</ref> Amtssprache(n) Beitritt
(zu OAU oder AU)<ref>Vorlage:Literatur</ref>
Suspendierung
(2017)a<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> % (km²) %
Flagge der afrikanischen Union Afrikanische Union Addis Abeba 1.255.134.369 100 30.093.154 100 2.365.243 (2018) Arabisch, Englisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch, Swahili, jede andere afrikanische Sprache
Vorlage:EGY Kairo 97.553.151 7,77 1.001.449 3,33 266.653 Arabisch Vorlage:DatumZelle 2013–2014
Vorlage:DZA Algier 41.318.142 3,29 2.381.741 7,91 153.515 Arabisch, Kabylisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:AGO Luanda 29.784.193 2,37 1.246.700 4,14 108.746 Portugiesisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:GNQ Malabo 1.267.689 0,10 28.051 0,09 10.680 Portugiesisch, Spanisch, Französisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:ETH Addis Abeba 104.957.438 8,35 1.127.127 3,75 65.691 Amharisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:BEN Porto-Novo 11.175.692 0,89 112.620 0,37 8.025 Französisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:BWA Gaborone 2.291.661 0,18 582.000 1,93 14.176 Englisch, Setswana Vorlage:DatumZelle
Vorlage:BFA Ouagadougou 19.193.382 1,53 274.200 0,91 10.668 Französisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:BDI Bujumbura 10.864.245 0,86 27.834 0,09 2.732 Englisch, Französisch, Kirundi Vorlage:DatumZelle
Vorlage:DJI Dschibuti 956.985 0,08 23.200 0,08 1.710 Arabisch, Französisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:CIV Yamoussoukro 24.294.750 1,93 322.461 1,07 33.031 Französisch Vorlage:DatumZelle 2010–2011
Vorlage:ERI Asmara 5.068.831 0,40 121.144 0,40 5.235 Arabisch, Tigrinya Vorlage:DatumZelle 2008–2011
seit 2021
Datei:Flag of Eswatini.svg Eswatini Mbabane 1.367.254 0,11 17.363 0,06 3.813 Englisch, Siswati Vorlage:DatumZelle
Vorlage:GAB Libreville 2.025.137 0,16 267.667 0,89 13.149 Französisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:GMB Banjul 2.100.568 0,17 11.295 0,04 934 Englisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:GHA Accra 28.833.629 2,30 238.537 0,79 40.012 Englisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:GIN Conakry 12.717.176 1,01 245.857 0,82 6.395 Französisch Vorlage:DatumZelle seit 2021
Vorlage:GNB Bissau 1.861.283 0,15 36.125 0,12 1.103 Portugiesisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:CMR Yaoundé 24.053.727 1,91 475.442 1,58 29.639 Englisch, Französisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:CPV Praia 546.388 0,04 4.033 0,01 1.403 Portugiesisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:KEN Nairobi 49.699.862 3,97 582.646 1,94 66.596 Englisch, Swahili Vorlage:DatumZelle
Vorlage:COM Moroni 813.912 0,06 1.862 0,01 1.129 Arabisch, Französisch, Komorisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:COD Kinshasa 81.339.988 6,47 2.345.410 7,79 37.675 Französisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:COG Brazzaville 5.260.750 0,42 342.000 1,14 7.505 Französisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:LSO Maseru 2.233.339 0,18 30.355 0,10 2.020 Englisch, Sesotho Vorlage:DatumZelle
Vorlage:LBR Monrovia 4.731.906 0,38 111.370 0,37 2.999 Englisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:LBY Tripolis 6.374.616 0,51 1.775.500 5,90 40.209 Arabisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:MDG Antananarivo 25.570.895 2,03 587.041 1,95 10.517 Französisch, Malagasy Vorlage:DatumZelle 2009–2014
Vorlage:MWI Lilongwe 18.622.104 1,48 118.480 0,39 4.780 Chichewa, Englisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:MLI Bamako 18.541.980 1,48 1.240.192 4,12 12.942 Französisch Vorlage:DatumZelle 2012
seit 2020
Vorlage:MAR Rabat 35.739.580 2,84 446.550 1,48 91.358 Arabisch, Marokkanisches Tamazight Vorlage:DatumZelle/
31. Januar 2017
Vorlage:MRT Nouakchott 4.420.184 0,35 1.030.700 3,43 4.292 Arabisch Vorlage:DatumZelle 2005–2009
Vorlage:MUS Port Louis 1.265.138 0,10 2.040 0,01 10.841 Englisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:MOZ Maputo 29.668.834 2,36 801.590 2,66 10.214 Portugiesisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:NAM Windhoek 2.533.794 0,20 824.292 2,74 10.177 Englisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:NER Niamey 21.477.348 1,71 1.267.000 4,21 7.096 Französisch Vorlage:DatumZelle 2010–2011
seit 2023
Vorlage:NGA Abuja 190.886.311 15,20 923.768 3,07 400.365 Englisch, Hausa, Igbo, Yoruba Vorlage:DatumZelle
Vorlage:RWA Kigali 12.208.407 0,97 26.338 0,09 7.876 Englisch, Französisch, Kinyarwanda, Swahili Vorlage:DatumZelle
Vorlage:ZMB Lusaka 17.094.130 1,36 752.614 2,50 20.090 Englisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:STP São Tomé 204.327 0,01 1.001 0,00 334 Portugiesisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:SEN Dakar 15.850.567 1,26 197.722 0,66 12.725 Französisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:SYC Victoria 94.737 0,01 455 0,00 1.196 Englisch, Französisch, Seychellenkreol Vorlage:DatumZelle
Vorlage:SLE Freetown 7.557.212 0,60 71.740 0,24 3.568 Englisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:ZWE Harare 16.529.904 1,32 390.757 1,30 14.263 Chewa, Chibarwe, Englisch, Kalanga, Khoisan, Nambya, Ndau, Nord-Ndebele, Shangani, Sotho, Shona, Tonga, Tswana, Venda, Xhosa Vorlage:DatumZelle
Vorlage:SOMc Mogadischu 14.742.523 1,17 637.657 2,12 1.158 Arabisch, Somali Vorlage:DatumZelle
Vorlage:ZAF Pretoria
Kapstadt
Bloemfontein
56.717.156 4,52 1.219.912 4,05 263.648 Afrikaans, Englisch, Süd-Ndebele, isiXhosa, isiZulu, Nord-Sotho, Sesotho, Setswana, Siswati, Tshivenda, Xitsonga Vorlage:DatumZelle
Vorlage:SDN Khartum 40.533.330 3,23 1.886.068 6,26 83.004 Arabisch, Englisch Vorlage:DatumZelle 2019
seit 2021
Vorlage:SSD Juba 12.575.714 1,00 619.745 2,06 6.444 Englisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:TZA Dodoma 57.310.019 4,57 945.087 3,14 45.548 Englisch, Swahili Vorlage:DatumZelle
Vorlage:TGO Lomé 7.797.694 0,62 56.785 0,19 3.880 Französisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:TCD N’Djamena 14.899.994 1,19 1.284.000 4,27 10.418 Arabisch, Französisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:TUN Tunis 11.532.127 0,92 163.610 0,54 38.955 Arabisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:UGA Kampala 42.862.958 3,42 241.040 0,80 23.294 Englisch, Swahili Vorlage:DatumZelle
Vorlage:ESHd El Aaiún (de jure) 552.628 0,04 266.000 0,9 Arabisch, Spanisch Vorlage:DatumZelle
Vorlage:CAF Bangui 4.659.080 0,37 622.984 2,07 1.780 Französisch, Sango Vorlage:DatumZelle 2013–2016

a Schätzungen
b Anteil am BIP von 2009.
c Aufgrund des anhaltenden Bürgerkrieges sind Daten aus Somalia grob geschätzt (mit Ausnahme des BIP).
d Anders als die AU als Ganzes erkennen die meisten Mitgliedstaaten die Republik nicht an (nur 19 AU-Staaten erkennen sie an, 17 weitere haben eine frühere Anerkennung zurückgezogen). Das von einer Exilregierung in Algerien beanspruchte Staatsgebiet steht fast vollständig unter der Kontrolle Marokkos.

Suspendierte Mitglieder

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Mitgliedschaftsanträge

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  • Vorlage:MAR trat 1984 wegen des Westsaharakonflikts aus der OAU aus. Am 22. September 2016 wurde ein offizieller Aufnahmeantrag bei der AU gestellt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Am 30. Januar 2017 wurde das Land in die AU aufgenommen.<ref name="Marokko_wieder_aufgenommen" />
  • Vorlage:Somaliland, das sich 1991 von Somalia ohne internationale Anerkennung für unabhängig erklärte, hat 2005 einen Mitgliedschaftsantrag gestellt, der zunächst nicht bearbeitet wurde.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Weitere Kennzahlen

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Aufgrund der großen Mitgliedschaftszahl der AU werden einige Daten regional aufgelistet (Bevölkerungsdaten Stand 2023. Räumliche Definitionen können je nach Quelle variieren):<ref>Länderdatenbank. Abgerufen am 30. April 20214.</ref>

Region Bevölkerung
in Mio.
Bevölkerungs-
wachstum
Wanderungs-
saldo
Lebens-
erwartung

in Jahren
CO2-
Emission
in Mio.
Waldfläche
in Tsd.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Nordafrika 256 1,7 % −1 ‰ 74 139 t 78.814 ha
Ostafrika 483 2,6 % −1 ‰ 65 17 t 73.197 ha
Südliches Afrika 70 0,9 % −2 ‰ 64 128 t 194.320 ha
Westafrika 442 2,5 % 0 ‰ 58 33 t 73.234 ha
Zentralafrika 202 3 % −1 ‰ 60 14 t 254.854 ha
Gesamt 1.453 2,4 % 0 ‰ 64 331 t 674.419 ha

Vorlage:Siehe auch

Herausforderungen

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Ein dauerhafter Wandel hin zu demokratischer Stabilität wird in einigen Ländern durch bewaffnete Konflikte, politische, religiöse und ethnische Spannungen, Grenzstreitigkeiten und instabile staatliche Strukturen gefährdet. Auch Korruption, Kapitalflucht, Staatsverschuldung, Abhängigkeit von globalen Rohstoffmärkten, internationaler Raubbau an natürlichen Rohstoffvorkommen, Abwanderung qualifizierter Fachkräfte und ungerechte Regelungen des Welthandels verlangsamen Fortschritte in den Bereichen Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Darüber hinaus leben fast 40 Prozent der Bevölkerung ohne ausreichende Wasserversorgung, knapp 70 Prozent ohne angemessene Sanitärversorgung.

Dennoch hat der Kontinent im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts die längste Wachstumsperiode seit den 1960er Jahren erlebt. Die durchschnittliche Wachstumsrate lag bei fast sechs Prozent, mehrere afrikanische Länder zählten zu den weltweit am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften. Auch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise erwirkte nur eine kurzfristige Abschwächung des Wachstums in Subsahara-Afrika. Nach Angaben der Weltbank lag es im Jahr 2010 bei 5,1 %.<ref>Afrika südlich der Sahara. Regionale Zusammenarbeit fördern. BMZ. Abgerufen am 31. Dezember 2014.</ref> Für das Jahr 2018 wies die Weltbank ein Wachstum von 2,8 % aus.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Damit lag das Wirtschaftswachstum des Subsahara-Raumes über dem kontinentalen Bevölkerungswachstum, welches im selben Jahr 2,7 Prozent betrug.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Eine weitere Aufgabenstellung sind die mangelnde medizinische Versorgung vieler ländlicher Bereiche Afrikas und die gravierenden Auswirkungen der Immunschwächekrankheit AIDS sowie weiterer Infektionskrankheiten wie Malaria, Tuberkulose und Ebola. Verschärft wird dieses Problem durch Wegzug ausgebildeter Ärzte aus einzelnen Regionen in entwickelte Länder. So ist die Zahl behandelnder Ärzte für dringende Bedarfsfälle – wie bei der Ebola-Epidemie ab 2014 – sehr gering.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Präsidenten der Afrikanischen Union

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Datei:Jakaya Kikwete and Muammar al-Gaddafi, 12th AU Summit, 090202-N-0506A-678.jpg
Muammar al-Gaddafi (rechts), führender Initiator der AU, zusammen mit Jakaya Kikwete (links) auf dem 12. AU-Gipfeltreffen (2009)
Amtszeit Präsident/in Mitgliedstaat
Juli 2002 – Juli 2003 Thabo Mbeki Vorlage:ZAF
Juli 2003 – Juli 2004 Joaquim Alberto Chissano Vorlage:MOZ
Juli 2004 – Jan. 2006 Olusegun Obasanjo Vorlage:NGA
Jan. 2006 – Jan. 2007 Denis Sassou-Nguesso Vorlage:COG
Jan. 2007 – Feb. 2008 John Agyekum Kufuor Vorlage:GHA
Feb. 2008 – Jan. 2009 Jakaya Kikwete Vorlage:TZA
Feb. 2009 – Jan. 2010 Muammar al-Gaddafi Vorlage:LBY-1977
Jan. 2010 – Jan. 2011 Bingu wa Mutharika Vorlage:MWI
Jan. 2011 – Jan. 2012 Teodoro Obiang Nguema Mbasogo Vorlage:GNQ
Jan. 2012 – Jan. 2013 Boni Yayi Vorlage:BEN
Jan. 2013 – Jan. 2014 Hailemariam Desalegn Vorlage:ETH
Jan. 2014 – Jan. 2015 Mohamed Ould Abdel Aziz Vorlage:MRT-1959
Jan. 2015 – Jan. 2016 Robert Mugabe Vorlage:ZWE
Jan. 2016 – Jan. 2017 Idriss Déby Vorlage:TCD
Jan. 2017 – Jan. 2018 Alpha Condé Vorlage:GIN
Jan. 2018 – Feb. 2019 Paul Kagame Vorlage:RWA
Feb. 2019 – Feb. 2020 Abd al-Fattah as-Sisi Vorlage:EGY
Feb. 2020 – Feb. 2021 Cyril Ramaphosa Vorlage:ZAF
Feb. 2021 – Feb. 2022 Félix Tshisekedi Vorlage:COD
Feb. 2022 – Feb. 2023 Macky Sall Vorlage:SEN
Feb. 2023 – Feb. 2024 Azali Assoumani Vorlage:COM
Feb. 2024 – Feb. 2025 Mohamed Ould Ghazouani Vorlage:MRT
seit 15. Februar 2025 João Lourenço Vorlage:AGO

Kommission der Afrikanischen Union

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Die Kommission übernimmt exekutive Aufgaben. Sie besteht seit 2021 aus sechs<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>, davor acht Kommissaren, einem Vorsitzenden und einem stellvertretenden Vorsitzenden.<ref>The Commission. In: au.int, abgerufen am 7. April 2023.</ref>

Mitglieder der Kommission mit Stand von April 2023<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Aufgabenbereich Name Mitgliedstaat
Vorsitzender Moussa Faki Vorlage:TCD
Stellvertretender Vorsitzender Monique Nsanzabaganwa<ref>https://au.int/en/articles/au-assembly-elects-leaders-au-commission-2021-2024 abgerufen am 7. April 2023.</ref> Vorlage:RWA
Soziale Angelegenheiten (HHS) Minata Samaté Cessouma<ref>https://au.int/en/hhs abgerufen am 7. April 2023.</ref> Vorlage:BFA
Handel und Industrie (ETTIM) Albert M. Muchanga<ref>https://au.int/en/videos/20220711/interview-he-albert-m-muchanga-auc-commissioner-ettim abgerufen am 7. April 2023.</ref> Vorlage:ZMB
Politik, Frieden und Sicherheit (PAPS) Bankole Adeoye<ref>https://au.int/en/paps abgerufen am 7. April 2023.</ref> Vorlage:NGA
Infrastruktur und Energie (IE) Amani Abou-Zeid<ref>https://au.int/en/ie abgerufen am 7. April 2023.</ref> Vorlage:EGY
Personalwesen, Wissenschaft und Technologie (ESTI) Mohamed Belhocine<ref>https://au.int/en/esti abgerufen am 7. April 2023.</ref> Vorlage:DZA
Ländliche Wirtschaft und Landwirtschaft (ARBE) Sacko Josefa Leonel Correa<ref>https://au.int/en/arbe abgerufen am 7. April 2023.</ref> Vorlage:AGO
Vorsitzende der Kommission
Amtszeit Vorsitzender<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Mitgliedstaat
2002–2003 Amara Essy (Interim) Vorlage:CIV
2003–2008 Alpha Oumar Konaré Vorlage:MLI
2008–2012 Jean Ping Vorlage:GAB
2012–2017 Nkosazana Dlamini-Zuma Vorlage:ZAF
seit 2017 Moussa Faki Vorlage:TCD

Siehe auch

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Literatur

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  • Yassin El-Ayouty (Hrsg.): The Organization of African Unity After Thirty Years. Westport/New York 1994.
  • Christof Hartmann: Demokratie als Leitbild der afrikanischen Staatengemeinschaft? Zur Theorie und Praxis demokratischer Schutzklauseln in der Afrikanischen Union. In: Verfassung und Recht in Übersee (VRÜ). 38. Jg., 2005, Vorlage:ISSN, S. 201–220.
  • Christof Heyns, Evarist Baimu, Magnus Killander: The African Union. In: German Yearbook of International Law. Band 46, 2004, S. 252–283.
  • Konstantinos D. Magliveras, Gino J. Naldi: The African Union – A New Dawn for Africa? In: International and Comparative Law Quarterly. Band 51, 2002, S. 415–425.
  • Peter Meyns: Von der OAU zur „Afrikanischen Union“. Khadafis Engagement für die afrikanische Einheit. In: Internationale Politik. Heft 11/2001, S. 45–52.
  • Désiré Nzisabira: Von der Organisation der Afrikanischen Einheit zur Afrikanischen Union. Hamburg 2006.
  • Corinne A. A. Packer, Donald Rukare: The New African Union and Its Constitutive Act. In: American Journal of International Law. Band 96. 2002, S. 365–379.
  • Omar Touray: The African Union: The First Ten Years. Rowman and Littlefield, Lanham 2016, ISBN 978-1-4422-6897-5.
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Einzelnachweise

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