Hoppegarten

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Vorlage:Dieser Artikel Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland

Hoppegarten (amtlich: Rennbahngemeinde Hoppegarten) ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg, Deutschland.

Geografie

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Das Gemeindegebiet ist durch einen nach Osten hervorragenden „Sporn“ des Berliner Bezirks Marzahn-Hellersdorf zweigeteilt: im Norden der Ortsteil Hönow, im Süden die Ortsteile Dahlwitz-Hoppegarten und Münchehofe. Die Gemeinde grenzt im Nordwesten und Norden an die amtsfreie Gemeinde Ahrensfelde, im Osten an die amtsfreie Stadt Altlandsberg und an die amtsfreie Gemeinde Neuenhagen bei Berlin, im Südosten an Schöneiche bei Berlin, im Süden an den Berliner Bezirk Treptow-Köpenick und im Westen an den Bezirk Marzahn-Hellersdorf (Berlin).

Gemeindegliederung

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Die Gemeinde gliedert sich laut Hauptsatzung<ref name="Hauptsatzung" /> in die drei Ortsteile

und die Wohnplätze Heidemühle, Hönow Dorf, Hönow Nord, Hönow Süd, Mönchsheim, Neubirkenstein und Ravenstein.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Geschichte

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Der Name Hoppegarten leitet sich vom Wort Hopfen her.

Die Geschichte der Gemeinde Hoppegarten ist bis 2003 die Geschichte von ursprünglich vier, später drei ehemals selbstständigen Gemeinden und weiteren kleineren Siedlungen (heute Gemeindeteile und Wohnplätze) (siehe: entsprechende Ortsartikel).

Die Orte gehörten seit 1451 zum Niederbarnimschen Kreis, ab 1815 zum Kreis Niederbarnim in der preußischen Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Strausberg im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder). Seit 1993 liegen sie im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland.

Zur Verwaltung der vielen, z. T. sehr kleinen Gemeinden wurde 1992 in Brandenburg die Ämterverwaltung eingeführt. Am 11. September 1992 erteilte der Minister des Innern des Landes Brandenburg seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Hoppegarten.<ref name="Zustimmung" /> Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 15. September 1992 festgelegt. Das Amt hatte seinen Sitz in der Gemeinde Dahlwitz-Hoppegarten und bestand zunächst aus drei Gemeinden im damaligen Kreis Strausberg:

  • Hönow
  • Dahlwitz-Hoppegarten
  • Münchehofe

Zum 26. Oktober 2003 wurden die drei amtsangehörigen Gemeinden per Gesetz zur neuen Gemeinde Hoppegarten zusammengeschlossen. Das Amt Hoppegarten wurde aufgelöst und die Gemeinde Hoppegarten amtsfrei.<ref name="Gemeindereform" /> Die ehemaligen Gemeinden Dahlwitz-Hoppegarten und Hönow klagten erfolglos gegen den „Zusammenschluss von oben“ vor dem Landesverfassungsgericht; die Klagen wurden zurückgewiesen.<ref name="Hönow" /><ref name="Dahlwitz-Hoppegarten" />

Am 22. März 2018 beschloss die Gemeindevertretung den Namenszusatz „Rennbahngemeinde“.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Bevölkerungsentwicklung

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Jahr Hönow Dahlwitz-
Hoppegarten
Münchehofe Jahr Hoppegarten
1875 Vorlage:0607 Vorlage:0465 240 2003 13.958
1910 1.593 Vorlage:0546 224 2005 14.715
1939 3.799 2.618 346 2010 16.802
1946 3.544 2.351 309 2015 17.636
1950 4.061 2.426 350 2020 18.202
1971 4.286 2.487 287 2021 18.322
1990 3.844 2.203 236 2022 18.202
1995 4.554 2.565 260 2023 18.300
2000 5.741 6.122 358 2024 18.218
2002 6.091 6.990 401

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991),<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 22–25.</ref><ref>Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7</ref><ref>Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)</ref> ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Politik

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Gemeindevertretung

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Die Gemeindevertretung von Hoppegarten besteht entsprechend der Einwohnerzahl der Gemeinde<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> aus 28 Gemeindevertretern und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 69,8 % zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024</ref>

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil
2014<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014</ref>
Sitze
2014
Stimmenanteil
2019<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Sitze
2019
Stimmenanteil
2024
Sitze
2024
AfD 13,7 % 4 23,8 % 6
CDU 20,6 % 6 18,1 % 5 19,3 % 6
Die Linke 29,2 % 8 22,1 % 6 11,9 % 3
SPD 15,5 % 4 Vorlage:08,5 % 2 11,1 % 3
Bündnis 90/Die Grünen Vorlage:07,3 % 2 16,8 % 5 10,1 % 3
Freie Mitte<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Vorlage:07,1 % 2
Siedlergemeinschaft Birkenstein Vorlage:05,0 % 1 Vorlage:03,0 % 1 Vorlage:04,9 % 1
FDP Vorlage:03,2 % 1 Vorlage:04,5 % 1 Vorlage:04,0 % 1
Bündnis Hoppegarten für Vernunft und Gerechtigkeit Vorlage:03,9 % 1
Bündnis für Hoppegarten Vorlage:05,1 % 1 Vorlage:03,0 % 1 Vorlage:03,9 % 1
Freie Wähler Hoppegarten Vorlage:03,5 % 1 Vorlage:02,7 % 1
Vereinigte Bürgerbewegung Hoppegarten Vorlage:03,5 % 1 Vorlage:02,6 % 1
Initiativgruppe der Eigenheimbesitzer Hoppegarten Vorlage:02,9 % 1 Vorlage:02,0 % 1
Bürgerkomitee Vorlage:02,3 % 1 Vorlage:01,7 %
Einzelbewerber Sven Siebert Vorlage:01,5 %
Pro Zukunft Märkisch-Oderland Vorlage:01,8 % 1
Insgesamt 100 % 28 100 % 28 100 % 27

Bei der Wahl 2024 entfielen auf die AfD sieben Sitze, von denen einer unbesetzt bleibt, weil die Partei nur sechs Kandidaten nominiert hatte.

Bürgermeister

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Datei:Dahlwitz-Hoppegarten Rathaus.JPG
Rathaus
Datei:Dahlwitz-Hoppegarten Gemeindesaal.JPG
Gemeindesaal

Siebert wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 15. September 2019 mit 67,5 % der gültigen Stimmen gewählt.<ref name="Bürgermeisterwahl 2019" /> Seine Amtszeit beträgt acht Jahre.<ref>Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74</ref>

Wappen

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Vorlage:Wappenbeschreibung

Flagge

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„Die Flagge ist Grün – Weiß – Grün (1:4:1) gestreift und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.“

Dienstsiegel

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Das Dienstsiegel zeigt das Wappen der Gemeinde mit der Umschrift Vorlage:Inschrift.

Gemeindepartnerschaften

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Hoppegarten unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu den Gemeinden Iffezheim in Baden-Württemberg, wo es ebenfalls eine Pferderennbahn gibt, sowie zu Rzepin in Polen.

Sehenswürdigkeiten

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  • Am Bahnhof Hoppegarten (Mark) befindet sich das Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Gebäude vom ehemaligen Kaiserbahnhof, welches umfassend saniert wurde und unter Denkmalschutz steht. Heute beherbergt das repräsentative Gebäude die Touristeninformation des Vereins „Märkische S5-Region“.
  • In Hoppegarten befinden sich zahlreiche Villen, welche oft mit Stallanlagen verbunden sind. Sie wurden im Zuge der Entwicklung des Pferdesports in der Linden- und Goetheallee erbaut. Die Bauzeit der oft mehrstöckigen Villen und Wohnhäuser begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Bauten sind für die Entwicklung zu einem Zentrum des Rennsports und die damit in Verbindung stehenden Belange der Pferdezucht charakteristisch.
  • Auf dem Friedhof Hoppegarten wurden namhafte Trainer, Jockeys, Futtermeister, Tierärzte und Stallburschen vieler Nationen, die im Rennsport beschäftigt waren, bestattet. Man findet dabei auch viele Grabmale, die in Englisch beschriftet sind. Einige der historischen Grabstätten gelten heute als wichtiges Zeugnis der Rennbahngeschichte von Hoppegarten sowie des Pferdesports.
  • siehe dazu auch: Liste der Kulturdenkmale in Hoppegarten

Wirtschaft und Infrastruktur

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Verkehr

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Datei:Hoppegarten- Bahnhof Hoppegarten (Mark)- Eingang 8.8.2013.jpg
Eingang zum Bahnhof Hoppegarten (Mark)
Datei:Hoppegarten- Bahnhof Hoppegarten (Mark)- Busbahnhof 8.8.2013.jpg
Busbahnhof am Bahnhof Hoppegarten (Mark)

Hoppegarten liegt an der Bundesstraße 1 / 5 zwischen der Berliner Stadtgrenze (Ortsteil Mahlsdorf) und Müncheberg. Die Landesstraße L 339 zwischen Ahrensfelde und der Berliner Stadtgrenze (Ortsteil Friedrichshagen) durchquert das Gemeindegebiet in Nord-Süd-Richtung.

Hoppegarten liegt an der Bahnstrecke Berlin–Küstrin-Kietz Grenze und besitzt zwei Stationen (Birkenstein und Hoppegarten (Mark)) der Linie S 5 der S-Bahn Berlin. Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Hoppegarten–Altlandsberg wurde 1965 eingestellt.

Über die U-Bahn-Linie U5 ist der Ortsteil Hönow an das Berliner U-Bahn-Netz angeschlossen. Zudem ist Hoppegarten durch einige Buslinien an das Umland angebunden.

Behörden

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In Hoppegarten, auf dem ehemaligen Gelände des Zentralen Chiffrierorgans (ZCO) des Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), hat das Bundesarchiv seit 1997 ein Zwischenarchiv für die obersten Bundesbehörden in Berlin. In einem Spezialmagazin sind auch Teile des Bundesfilmarchivs mit rund 70.000 Rollen Zellulosenitratfilme gelagert. Der Magazinneubau kann 65.000 laufende Meter Akten aufnehmen.

Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg hat seinen Sitz ebenfalls in Hoppegarten.

Im Ortsteil Hönow befindet sich eine Geschäftsstelle der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG).

Gesundheit

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Im Ortsteil Dahlwitz-Hoppegarten befindet sich die Median Klinik Hoppegarten, eine Rehabilitationsfachklinik für Orthopädie, Rheumatologie, Unfallverletzungen und Schmerztherapie.

Sport

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Der Ortsteil Dahlwitz-Hoppegarten wurde durch die 1868 eröffnete Galopprennbahn Hoppegarten berühmt. Sie entwickelte sich bis zum Ersten Weltkrieg zur wichtigsten deutschen Rennbahn. Jetzt finden pro Jahr unter internationaler Beteiligung bis zu elf Renntage statt.

1976 gewannen der Schütze Norbert Klaar und 1980 der Judoka Dietmar Lorenz eine olympische Goldmedaille. Beide traten für den SC Dynamo Hoppegarten an.

Persönlichkeiten

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Ehrenbürger

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Söhne und Töchter der Gemeinde

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Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

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Literatur

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  • Magda-Lena Eppinger: Hoppegarten. Die Rennbahn – moderne Sport- und Freizeitstätte der ersten Stunde. In: Brandenburgische Denkmalpflege. Neue Folge, Jahrgang 8, Heft I (2022), S. 43–55
  • David Misselwitz: Hoppegarten. Die Landschaft der Rennbahn – Geschichte, Bedeutung und Ausblick für Rennbahngeläuf und Umfeld. In: Brandenburgische Denkmalpflege. Neue Folge, Jahrgang 8, Heft I (2022), S. 56–68
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Einzelnachweise

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<references> <ref name="Hauptsatzung">Vorlage:Webarchiv</ref> <ref name="Zustimmung"> Bildung der Ämter Friedland/Niederlausitz und Hoppegarten. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 11. September 1992. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nr. 75, 5. Oktober 1992, S. 1869. </ref> <ref name="Bürgermeisterwahl 2011"> Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 25. September 2011 </ref> <ref name="Bürgermeisterwahl 2019"> Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 15. September 2019 </ref> <ref name="Gemeindereform"> Fünftes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Barnim, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Uckermark (5.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S. 82), geändert durch Gesetz vom 1. Juli 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr.10, S. 187) </ref> <ref name="Hönow"> Kommunales Verfassungsbeschwerdeverfahren gegen die Auflösung der Gemeinde Hönow (Amt Hoppegarten) durch Eingliederung in die neu gebildete amtsfreie Gemeinde Hoppegarten </ref> <ref name="Dahlwitz-Hoppegarten"> Kommunales Verfassungsbeschwerdeverfahren gegen die Auflösung der Gemeinde Dahlwitz-Hoppegarten (Amt Hoppegarten) durch Eingliederung in die neu gebildete amtsfreie Gemeinde Hoppegarten </ref> </references>

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