Hopfen

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Datei:Köhler's Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen mit kurz erläuterndem Texte (Plate 58 a) BHL303680.jpg
Illustration von Humulus lupulus

Hopfen (Humulus) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Alle Hopfen-Arten kommen auf der Nordhalbkugel vor. Der bekannteste Vertreter der Gattung ist der Echte Hopfen, dessen Sorten vor allem zum Bierbrauen verwendet werden.

Beschreibung

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Die Humulus-Arten sind laubabwerfende, schnellwachsende einjährige bis ausdauernde, krautige Kletterpflanzen, die – von oben betrachtet – im Uhrzeigersinn winden, namengebend für diesen als „hopfisch“ bezeichneten Windesinn von Schlingpflanzen. Sie gehören also, wie z. B. auch die Geißblatt-Arten, zu den rechtswindenden Schlinggewächsen. Die Stängel und Blattstiele besitzen steife, zweiarmige oder hackige, gestielte „Kletterhaare“ (Klimmhäkchen, -haare; Stacheln).<ref>Otto Stocker: Grundriss der Botanik. Springer, 1952, S. 66.</ref><ref>Leopold Dippel: Das Mikroskop und seine Anwendung. Zweiter Theil, Vieweg, 1869, S. 186.</ref> Die Stängel sind grob, sechsrippig bis geflügelt.

Die gegenständigen, gestielten Laubblätter sind mehr oder weniger herzförmig und meist drei- bis sieben-, selten bis neunlappig. Die Blätter sind gesägt und unterseits drüsig und harzig. Es sind verwachsene Nebenblätter vorhanden.

Humulus-Arten sind zweihäusig (diözisch). Die männlichen Blüten stehen in lockeren, rispigen Blütenständen zusammen. Die weiblichen Blüten stehen in zapfenförmigen, ährigen oder traubigen und zymösen Blütenständen zusammen. Ihre Hochblätter vergrößern sich nach der Blütezeit. Die duftenden Blüten mit einfacher Blütenhülle (Perigon, Kelch) sind fünfzählig, die Kronblätter fehlen. Die männlichen und gestielten Blüten enthalten fünf Staubblätter. Die weiblichen und sitzenden Blüten mit minimalem Perigon, mit je einem Deckblatt stehen paarig oder einzeln am Tragblatt mit zwei langen Narbenästen des oberständigen, einkammerigen Fruchtknotens mit sehr kurzem Griffel.

Die einsamigen Nussfrüchte (Achänen) sind eiförmig bis rundlich im beständigen, drüsigen Perigon am teils drüsigen Deckblatt, sie stehen paarig im teils drüsigen Tragblatt zu vielen in einem zapfenförmigen Fruchtstand mit zickzackförmiger Spindel.

Systematik und Verbreitung

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Datei:Humulus japonicus kz04.jpg
Habitus und Laubblätter des Japanischen Hopfen
(Humulus scandens)

Die Gattung Humulus wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 1028 aufgestellt.

Die Gattung Humulus enthält verschiedene Arten, deren Anerkennung von Quelle zu Quelle variiert:

Nutzung

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Zur Nutzung und wirtschaftlichen Bedeutung siehe Hauptartikel Echter Hopfen (Humulus lupulus).

Literatur

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  • Eduard Winkler: Vollständiges Real-Lexikon. Erster Band: A–L, Brockhaus, 1840, S. 776 f, Vorlage:Google Buch.
  • Köhler’s Medizinal-Pflanzen. Band I, 1887, S. 69 f, Plate 58a, online auf biodiversitylibrary.org.
  • Comparative Morphological Studies On The Hop (Humulus Lupulus L.) And The Japanese Hop (H. Japonicus Sieb. ET ZUCC.). I und II, In: Journal of the Faculty of Agriculture, Kyushu University, 10(3), 1955, 209–232, doi:10.5109/22655 und Journal of the Faculty of Agriculture. Kyushu University 10(4), 1956, 307–324, doi:10.5109/22660.
  • Luke R. Tembrock, J. M. McAleer, Todd M. Gilligan: A revision of native American Humulus (Cannabaceae). In: Journal of the Botanical Research Institute of Texas. Volume 10, 2016, S. 11–30, online.
  • Zhengyi Wu, Zhe-Kun Zhou & Bruce Bartholomew: Cannabaceae in der Flora of China: Volume 5, S. 74: Humulus - textgleich online wie gedrucktes Werk.
  • Heinrich J. Barth, Christiane Klinke, Claus Schmidt: Der große Hopfenatlas: Geschichte und Geographie einer Kulturpflanze. Fachverlag Hans Carl 1994, ISBN 978-3418007441.
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Einzelnachweise

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<references> <ref name="Tembrock2016">Luke R. Tembrock, J. M. McAleer, Todd M. Gilligan: A revision of native American Humulus (Cannabaceae). In: Journal of the Botanical Research Institute of Texas, Volume 10, 2016, S. 11–30. online.</ref> </references>