Getränk

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Vorlage:Weiterleitungshinweis

Datei:Tea with lemon and a glass of water, 2012.jpg
Tee (links) ist – nach Wasser (rechts) – das am zweit­häufigsten konsumierte Getränk der Welt.

Getränk (Kollektivum zu Trank), auch Trunk, ist ein Sammelbegriff für zum Trinken bestimmte,<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> zumeist aufbereitete<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> oder zubereitete Flüssigkeiten.<ref>Eintrag zu Getränk in der Bertelsmann Lexikothek Online, abgerufen am 26. April 2009.</ref> Getränke werden entweder zum Stillen von Durst und damit zur Wasseraufnahme des Körpers, als Nahrungsmittel oder auch als reine Genussmittel aufgenommen. Die englische Entsprechung Drink wird im deutschen Sprachgebrauch auch als Oberbegriff für Cocktails sowie für Einzelportionen von Spirituosen verwendet. Mit Mixgetränk sind ebenfalls oft Cocktails gemeint, Mischgetränk deutet auf die Zubereitung aus verschiedenen Flüssigkeiten wie bei Milchshakes oder Biermischgetränken hin.

Systematik

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Datei:Reingoldbarberlin (retuschiert).jpg
Alkoholische Cocktails

In der Warenkunde bezeichnet man bestimmte genießbare Flüssigkeiten allgemein als Getränk, andere Flüssigkeiten werden je nach Tradition und Eigenschaft teilweise dazugezählt.

Allgemein zählt man hierzu:

Teilweise zählt man hierzu:

Nicht hierzu zählt man:

  • Arzneiwaren,
  • Körper- und Schönheitsmittel.<ref>Erläuterungen zum Kapitel 22 des Harmonisierten Systems / Kombinierte Nomenklatur (Zolltarif) RZ 08.5 – 10.1.</ref>

Alkoholfreie Getränke

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Als alkoholfrei bezeichnete Erzeugnisse dürfen maximal 0,5 Volumenprozent Alkoholgehalt aufweisen (Traubensaft bis zu einem Volumenprozent<ref name="Lutz Bertling">Vorlage:Literatur</ref><ref>Vorlage:RömppOnline</ref>). Eine Besonderheit sind alkoholreduzierte Getränke, die bis zu vier Volumenprozent Alkohol enthalten dürfen.<ref>Vorlage:RömppOnline</ref>

In der Europäischen Union besteht laut Lebensmittel-Informationsverordnung allgemein eine Verpflichtung zur Kennzeichnung des Alkoholgehalts ab 1,2 Vol.-%.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Wasser

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Andere

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Teilweise hinzugezählt wird:

Alkoholische Getränke

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Vorlage:Anker

Datei:Interesting alcoholic beverages.jpg
Diverse Alkoholika, von links nach rechts: Rotwein, Single-Malt-Whisky, Bier, Sekt, wieder Bier, Likör und nochmals Rotwein

Alkoholische Getränke oder alkoholhaltige Getränke, auch Alkoholika oder (vor allem in Bezug auf Spirituosen) geistige Getränke genannt,<ref>Gerhard Eisenbrand, Peter Schreier, Alfred Hagen Meyer: RÖMPP Lexikon Lebensmittelchemie. 2. Auflage, Thieme Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-13-736602-7, S. 34, S. 323.</ref> enthalten Trinkalkohol (Ethanol). In Lebensmitteln wird dieser meist nur als Alkohol bezeichnet.

Im chemischen Sinn bilden Alkohole eine ganze Stoffgruppe. Alkoholische Getränke werden aus kohlenhydrathaltigen Flüssigkeiten durch alkoholische Gärung erzeugt.<ref name="belitz_921">Hans-Dieter Belitz, Werner Grosch, Peter Schieberle: Lehrbuch der Lebensmittelchemie. 6. Auflage, Springer, 2007, ISBN 978-3-540-73201-3, S. 921.</ref> Nach geltendem Lebensmittelrecht kommen als Rohstoffe für den Alkohol nur landwirtschaftliche Produkte in Frage. Alkoholische Getränke dürfen also weder Alkohol synthetischen Ursprungs noch anderen Alkohol nicht landwirtschaftlichen Ursprungs enthalten.<ref>Vorlage:EU-Verordnung, Kap. 1, Art. 3.</ref>

Zu den alkoholischen Getränken gehören Getränke, deren Alkohol lediglich durch alkoholische Gärung entstanden ist (zum Beispiel Bier und Wein), Destillate aus solchen Getränken oder aus vergorenen Maischen sowie deren Mischprodukte. Getränke, deren Alkoholgehalt direkt oder indirekt auf Destillation zurückgeht und mindestens 15 % vol. beträgt, werden in der EU als Spirituose bezeichnet.<ref>Vorlage:EU-Verordnung, Kap. 2, Art. 1.</ref>

Datei:Drug danger and dependence-de.svg
Vergleich von Abhängigkeitspotential und Verhältnis zwischen üblicher und tödlicher Dosis verschiedener Drogen<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>R. S. Gable: Acute toxicity of drugs versus regulatory status. In: J. M. Fish (Hrsg.): Drugs and Society: U.S. Public Policy. Rowman & Littlefield, Lanham MD 2006, S. 149–162.</ref>

Alkoholische Getränke sind gesundheitsschädlich, weil das giftige Ethanol auf das zentrale, das periphere Nervensystem, die Leber und andere Organe wirkt. Einen risikofreien Alkoholkonsum gibt es nicht<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>, selbst ein mäßiger Konsum hat keine gesundheitsfördernden Eigenschaften.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Alkohol verkürzt den REM-Schlaf messbar: Wer vor dem Zu-Bett-Gehen Alkohol trinkt, verschlechtert damit die Qualität seines Schlafs.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Als es noch keine Narkotika zur Anästhesie bei Operationen gab, tranken Patienten viel Alkohol, weil dieser das zentrale Nervensystem dämpft und dadurch schmerzlindernd wirkt, solange der Alkoholrausch anhält.<ref>H. Orth, I. Kis: Schmerzbekämpfung und Narkose. In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung. Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 1–32, hier: S. 1 f. und 5.</ref> Regelmäßiger und hoher Alkoholkonsum kann eine Alkoholkrankheit und ernsthafte Folgekrankheiten verursachen.

Vorlage:Belege Regelmäßiger Alkoholkonsum von mehr als 36 Gramm täglich führt dazu, dass der Gedächtnisverlust durchschnittlich fast sechs Jahre früher eintritt bzw. voranschreitet als bei Abstinenzlern.<ref name="DOI10.1212/WNL.0000000000000063">S. Sabia, A. Elbaz, A. Britton, S. Bell, A. Dugravot, M. Shipley, M. Kivimaki, A. Singh-Manoux: Alcohol consumption and cognitive decline in early old age. In: Neurology, doi:10.1212/WNL.0000000000000063.</ref> Auch die exekutiven Funktionen des Gehirns leiden unter dem Alkoholkonsum. Bei einer Depression oder Angststörung kann der Konsum von Alkohol eine symptomverstärkende Wirkung haben.<ref name="Depression/Angst">Vorlage:Internetquelle</ref>

Da Alkohol desinfizierend wirkt, wurde Alkoholkonsum früher mit der Vorbeugung gegen durch unsauberes Wasser übertragene Krankheiten gerechtfertigt. Die desinfizierende Wirkung von Ethanol-Wasser-Mischungen ist jedoch nur bei einem Alkoholgehalt zwischen 50 und 80 % signifikant;<ref name="frey">H.-H. Frey, F. R. Althaus: Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie für die Veterinärmedizin. S. 469, Georg Thieme Verlag, 2007, ISBN 978-3-8304-1070-6.</ref> bei unter 20 % Ethanolgehalt fehlt sie völlig.

Inhaltsstoffe

In alkoholischen Getränken sind neben Ethanol und Wasser auch die bei der Gärung entstehenden Nebenprodukte enthalten, etwa Aldehyde, die Alkohole Glycerin, Methanol und 1-Propanol sowie auch höhere einwertige Alkohole. Zusätzlich finden sich aliphatische Carbonsäuren, Milch- und Bernsteinsäure sowie Carbonsäureester darin. Diese Stoffe beeinflussen das Aroma der Getränke. Beim Brennen alkoholhaltiger Flüssigkeiten oder von Maische entstehen Spirituosen mit einem Alkoholgehalt ab 15 % – mit Ausnahme von Eierlikör, der mindestens 14 Volumenprozent haben muss.<ref name="roemppag">Vorlage:RömppOnline</ref>

Siehe auch

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Einzelnachweise

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<references />

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