Steven Spielberg

Aus Demo Wiki
Zur Navigation springenZur Suche springen
Datei:MKr25402 Steven Spielberg (Berlinale 2023).jpg
Datei:Steven Spielberg Signature.svg
Steven Spielberg (2023)

Steven Allan Spielberg (* 18. Dezember 1946 in Cincinnati, Ohio) ist ein US-amerikanischer Filmregisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor.

Neben seinem Debütfilm Duell (1971) gehören zu Spielbergs bekanntesten Filmen Der weiße Hai (1975), Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977), E.T. – Der Außerirdische (1982), Jurassic Park (1993), Schindlers Liste (1993), Der Soldat James Ryan (1998), Catch Me If You Can (2002), Lincoln (2012), Ready Player One (2018) und die ersten vier der fünfteiligen Indiana-Jones-Reihe (1981–2023). Als Produzent war Spielberg u. a. für die Filmreihen Zurück in die Zukunft, Men in Black und Transformers verantwortlich.

Der 22-fach für den Oscar nominierte Spielberg erhielt den Filmpreis für seine Regiearbeiten bei Schindlers Liste und Der Soldat James Ryan sowie als Produzent für Schindlers Liste. Insgesamt erhielten seine Filme 140 Oscar-Nominierungen und konnten 35 Mal die weltweit wichtigste Filmtrophäe gewinnen.<ref>Imanuel Marcus: Berlin International Film Festival To Honor Steven Spielberg. berlinspectator.com, 23. November 2022.</ref> Mit seiner Nominierung für West Side Story im Jahr 2022 ist Spielberg der erste und bislang einzige Regisseur, der in sechs Jahrzehnten (1970er bis 2020er Jahre) für den Oscar nominiert war oder ausgezeichnet wurde.

Der Mitbegründer der Filmproduktionsfirmen Amblin Entertainment und Dreamworks ist mehrfacher Golden-Globe-, BAFTA- und Emmy-Preisträger. Außerdem wurde er mit zahlreichen Ehrungen für seine philanthropischen Bemühungen außerhalb des Filmgeschäfts bedacht. Mit seinen Filmen spielte er mehr als zehn Milliarden US-Dollar ein und gilt damit als der kommerziell erfolgreichste Regisseur der Filmgeschichte.<ref>Pamela McClintock: Box-Office Milestone: Steven Spielberg Is First Member of $10B Directors’ Club, in: The Hollywood Reporter vom 17. April 2018, abgerufen am 18. Dez. 2020.</ref>

Biografie

[Bearbeiten]

Familie und Privates

[Bearbeiten]

Steven Allan Spielberg wurde 1946 im The Jewish Hospital in Cincinnati geboren.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 35.</ref> Sein Vater war der Elektroingenieur und Computer-Pionier Arnold Spielberg (1917–2020), seine Mutter Leah Frances Posner (1920–2017) wirkte bis zu ihrer Heirat 1945 als studierte Konzertpianistin. Spielbergs Eltern gehörten dem orthodoxen Judentum an. Steven Spielberg hat drei jüngere Schwestern: Anne (* 1949), Susan (* 1953) und Nancy (* 1956). Spielbergs Eltern ließen sich am 20. April 1966 scheiden. Die Mutter heiratete 1967 Bernard Adler (1919–1995), einen ehemaligen Assistenten Arnold Spielbergs.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 133.</ref> Arnold Spielberg heiratete 1997 Bernice Goldsmith Colner (1920–2016).<ref>Kathi Jackson: Steven Spielberg: A Biography. Greenwod Press, 2007, ISBN 978-0-313-33796-3, Timeline xxii / xxiv</ref>

Spielbergs Großeltern väterlicherseits stammten aus der zum russischen Kaiserreich gehörenden westukrainischen Oblast Chmelnyzkyj. Die Wurzeln der Familie lagen in der Stadt Spielberg in der Steiermark. Spielbergs Vorfahren wanderten in die Ukraine aus und gaben sich den Nachnamen „Spielberg“.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Sein Großvater Shmuel Spielberg (1873–1945) emigrierte 1906 unter dem anglisierten Namen Samuel aus Kamjanez-Podilskyj nach Cincinnati und betrieb dort einen Gemischtwarenhandel. Spielbergs Großmutter Rebecca Chechik (1884–1969) folgte ihrem Mann 1908 aus Sudylkiw in die USA.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 22–24.</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Spielbergs Großvater mütterlicherseits Philip „Fievel“ Posner (1884–1961) lebte zunächst in Odessa (Ukraine) und wanderte nach Pogromen während der Russischen Revolution 1905 nach Cincinnati aus. 1915 heiratete der jüdisch-orthodox praktizierende Bekleidungshändler die in Cincinnati geborene Jennie Fridmann (1882–?).<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 24–26.</ref>

Spielberg heiratete 1985 die Schauspielerin Amy Irving, mit der er einen gemeinsamen Sohn (* 1985) hat. Nach der Scheidung im Februar 1989 heiratete er im Oktober 1991 die Schauspielerin Kate Capshaw, die er bei den Dreharbeiten zu Indiana Jones und der Tempel des Todes kennengelernt hatte. Das Paar lebt in Hollywood. Zusammen mit Kate Capshaw hat Spielberg die Stieftochter Jessica Capshaw (* 1976) und drei leibliche Kinder, darunter Sasha Spielberg (* 1990), einen 1992 geborenen Sohn sowie eine 1996 geborene Tochter. Er adoptierte zwei 1996 geborene Kinder. Spielbergs Patenkinder sind die Schauspielerinnen Drew Barrymore und Gwyneth Paltrow.

Zu seinem beruflichen Freundeskreis zählen Regisseure wie George Lucas, Robert Zemeckis, Barbra Streisand, Chris Columbus, Peter Jackson und Barry Levinson sowie die Schauspieler Tom Hanks und Tom Cruise. Eine enge Freundschaft verbindet Spielberg zudem seit 1974 mit dem amerikanischen Filmmusikkomponisten John Williams.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Spielberg hatte im Mai 2025 ein Vermögen von rund 10 Milliarden US-Dollar.<ref>Steven Spielberg bei bloomberg.com, abgerufen am 1. Juni 2025.</ref>

Kindheit und Jugend

[Bearbeiten]

Spielberg verbrachte seine frühe Kindheit zunächst in seiner Geburtsstadt Cincinnati. Im Juni 1949 nahm der frisch von der Universität graduierte Vater ein Angebot des von David Sarnoff geleiteten Elektronikkonzerns RCA an und die Familie Spielberg zog nach Camden (New Jersey). In Philadelphia, das sich gegenüber von Camden am anderen Ufer des Delaware River befindet, erlebte Spielberg im Jahr 1952 den ersten Kinobesuch seines Lebens. Mit seinem Vater sah er den Film Die größte Schau der Welt von Meisterregisseur Cecil B. DeMille.<ref>Steven Awalt: Steven Spielberg and Duel – The Making of a Film Career. ISBN 978-0-8108-9261-3, Seite 12.</ref> Im Verlauf des Jahres 1952 folgte ein weiterer Umzug in das nur wenige Meilen entfernte Viertel Haddon Township.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 46 bis 48</ref> Nach der Geburt seiner dritten Schwester zog die Familie im Februar 1957 aufgrund eines beruflichen Wechsels des Vaters zu General Electric in Richtung Westküste der USA nach Scottsdale, einem exklusiven Vorort von Phoenix im US-Bundesstaat Arizona. Spielberg wuchs gutsituiert auf, war ein durchschnittlicher Schüler, entwickelte bereits als Kind eine ausgeprägte Leidenschaft für Film, Fernsehen und Filmsoundtracks, las Science-Fiction-Comichefte, spielte jahrelang Klarinette in der Ingleside Thunderbird Band und interessierte sich nicht für Sport. Spielberg litt während seiner Kindheit bis hinein in die Jugend unter den zunehmenden Spannungen und Streitereien seiner Eltern, die 1966 in eine Scheidung mündeten. Laut eigener Aussage hatte er zu seinen drei Schwestern und seinem beruflich bedingt häufig abwesenden Vater bis hinein ins Erwachsenenalter ein vorwiegend schwieriges Verhältnis.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 132.</ref> Zudem hatte er in den verschiedenen Schulen, an denen er im Laufe seiner Kindheit und Jugend unterrichtet wurde, aufgrund seines schmächtigen Körpers und seiner jüdischen Herkunft in unregelmäßigen Abständen Probleme mit Mitschülern, die sich über ihn lustig machten, ihn beleidigten oder physisch angingen. Spielberg fand an allen Schulen aber auch Freunde, Gleichgesinnte und Verbündete.

Als Zehnjähriger erhielt er von seinem Vater dessen 8-mm-Filmkamera vom Typ Eastman Kodak Brownie Movie Camera II mit einer 13-mm-Festbrennweite.<ref>Steven Awalt: Steven Spielberg and Duel – The Making of a Film Career. ISBN 978-0-8108-9261-3, Seite 13.</ref> Spielbergs Vater war der Kritik seines Sohnes überdrüssig, da Steven ständig die Qualität der von ihm gedrehten Familienfilme bemängelte. Fortan übertrug der Vater an Steven die Aufgabe, die Familienfilme zu drehen.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 68 bis 70</ref> 1958 drehte Spielberg im Alter von elf Jahren seinen ersten Kurzfilm, der die Kollision zweier Züge seiner Spielzeugeisenbahn zeigte. Im selben Jahr erhielt er von den Pfadfindern ein Verdienstabzeichen für den von ihm gedrehten 8-mm-Film The Last Gunfight. Mit vierzehn Jahren spannte er seine Nachbarskinder und Klassenkameraden für die Dreharbeiten des 40-minütigen Kriegsfilms Escape to Nowhere ein. Der Kriegsfilm zeigt den Kampf von Generalfeldmarschall Erwin Rommel und den deutschen Truppen gegen einen amerikanischen Armeeverbund.<ref>Kathi Jackson: Steven Spielberg: A Biography. Greenwod Press, 2007, ISBN 978-0-313-33796-3, Seite 8.</ref> Spielberg gewann mit dem Werk das Arizona Amateur Film Festival und erhielt als Preis eine 16mm-Kodak-Filmkamera sowie eine umfangreiche Sammlung mit Fachliteratur für Filmemacher. Auf Anraten seines Vaters verkaufte Spielberg die Kamera und investierte den Erlös stattdessen in eine vollausgestattete 8mm-Bolex H-8 de luxe mit Stop-Motion- und Zeitlupenfunktion, mehreren Filmoptiken und einem 400-Fuß-Magazin, so dass Spielberg in der Lage war, alles so drehen zu können, wie er es wollte. Zusätzlich spendierte der Vater ihm noch einen passenden Bolex-Projektor und ein gerade auf dem Markt gekommenes Bolex-Sonerizer-Tonsystem, mit dem es Spielberg erstmals möglich war, seine Filme zu vertonen.<ref>Kathi Jackson: Steven Spielberg: A Biography. Greenwod Press, 2007, ISBN 978-0-313-33796-3, Timeline xxi</ref><ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 102.</ref> Spielberg experimentierte von nun an mit allen Einstellungsgrößen, Stop-Motion und Zeitlupen. Die immensen Kosten für Negative und Filmentwicklung übernahm der Vater.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 84.</ref> Zeitzeugen erinnern sich, dass Spielberg fest davon überzeugt und gewillt war, Filmregisseur zu werden.

In seiner Zeit als Teenager drehte Spielberg insgesamt 15 Kurzfilme.<ref name="Biographie Seite 137">Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 137.</ref> Hauptthema war zumeist der Zweite Weltkrieg, sodass Filme wie Fighter Squad gespickt mit Flugzeugen, deutschen Soldaten und deutschen Nazis waren.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 92.</ref> Als begeisterter Filmemacher ging Spielberg jeden Samstagnachmittag mit seinen Freunden ins Kiva Theatre-Kino in Scottsdale. Hier sah er neben den Filmen von John Ford und John Huston zahlreiche B-Movie-Western, Tarzan-Filme, Zorro-Filme und Cartoons, die ihn nachhaltig inspirierten. Zu seinen Lieblingsfilmen zählten Hitchcocks Psycho, Ben Hur und insbesondere Die Brücke am Kwai sowie der mit sieben Oscars prämierte Historienfilm Lawrence von Arabien aus dem Jahr 1962.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 81 bis 82.</ref> Im Garten seiner Eltern veranstaltete er für die Kinder aus der Nachbarschaft mit Unterstützung seiner Familie Kinovorführungen mit einem 16-mm-Projektor, den sein Vater ihm geschenkt hatte. Die hier erzielten Einnahmen investierte er wieder in seine zunehmend aufwändigeren Filmprojekte.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 85 bis 86.</ref>

Bereits im Jahr 1960 hatte er sich als 13-Jähriger in Phoenix einen Namen als Nachwuchsfilmemacher gemacht, und seine Dreharbeiten wurden ab und an vom lokalen Fernsehsender besucht. Nachdem der mittlerweile dauerhaft mit Filmemachen beschäftige Spielberg im September 1961 auf die Arcadia High School in Scottsdale gewechselt war, folgte im Alter von 17 Jahren sein 1963 innerhalb von sechs Monaten realisierter, aufwändig gedrehter, 140 Minuten langer Science-Fiction-Film Firelight, im Wesentlichen eine Amateurfilmfassung der 1977 von Spielberg gedrehten Unheimlichen Begegnung der dritten Art. Beide Filme sind inspiriert durch die meist sternenklaren Nächte Arizonas und die zahlreichen dort zu sehenden Sternschnuppen. Sie weckten bereits als Kind Spielbergs Begeisterung für Astronomie und riefen bei ihm gleichzeitig Fantasien und Sehnsüchte über UFOs hervor. Der von seinen Eltern mit weniger als 600 US-Dollar finanzierte Spielfilm Firelight wurde einmalig am 24. März 1964 in dem von seinem Vater angemieteten Phoenix Little Theatre vor ausverkauftem Haus aufgeführt. Die Zuschauer zahlten jeweils 75 Cent Eintritt, und Spielberg konnte einen kleinen Gewinn erwirtschaften. An den Dreharbeiten beteiligten sich erneut zahlreiche Schulkameraden seiner High School und Spielbergs Familienmitglieder. Im Vorfeld hatte Spielberg während eines Besuchs in den Universal Studios den Kontakt zum Universal-Mitarbeiter Chuck Silvers aufgenommen, der ihm fortan als Mentor beratend zur Seite stand und das außergewöhnliche Potenzial des Filmemachers bereits erkannte. Spielberg hoffte, dass der Film seine Eintrittskarte für Hollywood werden würde und dass Universal seine Amateurproduktion mit großem Budget wiederverfilmen würde – mit Spielberg als Regisseur.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 11 bis 14.</ref>

Ein letzter Versuch, die kriselnde Ehe der Eltern zu retten, sollte mit einem beruflichen Wechsel des Vaters zu IBM in eine neue, unbelastete Lebensumgebung einhergehen, und so zog die Familie Ende März 1964 ins Silicon Valley in die Kleinstadt Saratoga in unmittelbarer Nähe zu San Francisco.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 101, 115.</ref> Im Sommer 1964 folgte Spielbergs erster Schritt nach Hollywood. Als unbezahlter Assistent arbeitete er mit Unterstützung von Chuck Silvers in den Ferien in der Schnittabteilung der damals zu den weltweit größten TV- und Filmproduktionsstätten zählenden Universal Pictures.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 111.</ref> Am 18. Juni 1965 erlangte Spielberg an der hervorragend beleumundeten Saratoga High School seinen High-School-Abschluss und verbrachte die darauffolgenden Monate erneut in der Schnittabteilung bei Universal. Kurz darauf trennten sich seine Eltern endgültig. Während seine drei Schwestern mit der Mutter und ihrem neuen Mann Bernard Adler zurück nach Phoenix zogen, ging Spielberg mit seinem Vater, mit dem er mittlerweile ein gutes Verhältnis hatte, nach Brentwood / Los Angeles.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 75, 115, 133.</ref> Nachdem er sich aufgrund seiner mittelmäßigen Abschlussnoten erfolglos an den Universitäten USC und UCLA für ein Filmstudium beworben hatte, schrieb er sich im September 1965 für ein Studium an der California State University, Long Beach in der Nähe der Universal Studios ein, nicht zuletzt, um nicht in den Vietnam-Krieg eingezogen werden zu können. Doch die Ablehnung an den Filmuniversitäten trotz Intervention von Universals Chuck Silvers nagte an Spielberg. Schließlich studierten hoffnungsvolle Regisseure wie George Lucas, Robert Zemeckis, Bob Gale und John Milius an der USC und spätere Meisterregisseure wie Francis Ford Coppola zur selben Zeit an der UCLA.<ref name="Biographie Seite 137" /> Spielberg besuchte die Vorlesungen nur sehr selten und war nicht an seinem Studium interessiert. Stattdessen verbrachte er drei Tage die Woche in den Universal Studios, um anderen Regisseuren bei der Arbeit zuzuschauen und Kontakte zu knüpfen. Einige Wochen assistierte er dem Independent-Filmemacher John Cassavetes bei den Dreharbeiten seines Filmes Faces.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 150.</ref>

Am 20. April 1966 ließen sich seine Eltern scheiden. Seine Bemühungen, als Regisseur ernst genommen zu werden, stagnierten. Als er einigen Verantwortlichen bei Universal vorschlug, sich seine bisherigen 8mm-Filme anzuschauen, lehnten diese mit der Begründung ab, dass die Arbeitsproben zumindest auf 16mm-Film und besser noch auf 35mm-Film gedreht sein müssten.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 143.</ref> 1966 gründete Spielberg mit seinem Vater eine Filmproduktionsfirma mit dem Namen Playmount Productions – in englischsprachiger Anlehnung an den Familiennamen.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 22, 141.</ref> Im Frühjahr 1967 stand die erste Produktion an. Der zuvor exmatrikulierte Jura-Student Ralph Morris hatte sich 3.000 US-Dollar (2026: ca. Vorlage:Inflation US-Dollar) von seinen Eltern geliehen und wollte nun als Produzent mit Spielberg als Regisseur seinen ersten professionellen Film auf 35 mm in Farbe drehen. Der Film hieß Slipstream und handelte von zwei verfeindeten Radrennfahrern, die sich mit ihren High-End-Hochgeschwindigkeitsrädern Downhill über die Serpentinen auf den Highways rund um Los Angeles ein Rennen liefern. Als einer der beiden im engen Windschatten eines LKW fährt, stößt sein Rivale ihn gegen das Heck des LKW, schlägt ihn dann zusammen und wirft ihn schließlich von der Straße. Als Kameramann konnte Spielberg Allen Daviau gewinnen, mit dem er später E.T. drehen sollte. Der Film blieb letztlich unvollendet, da das Budget für Equipment und Personal vor der Fertigstellung ausgeschöpft war und sich keine weiteren Geldgeber mehr fanden. Spielberg bezeichnet Slipstream als seine unvollendete Symphonie.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 154–155.</ref> Spielberg fehlte damit weiterhin ein Projekt, das er bei Universal als 35mm-Referenzprojekt präsentieren konnte.

Filmkarriere

[Bearbeiten]

1968 bis 1974

[Bearbeiten]

Ab dem 6. Juli 1968 drehte Spielberg mit einem Gesamtbudget von 20.000 US-Dollar (inflationsbereinigt 2026: ca. Vorlage:Inflation US-Dollar) an zehn Drehtagen den von ihm geschriebenen 35-mm-Technicolor-Kurzfilm Amblin’, erneut mit Allen Daviau an der Kamera. Die 26-minütige dialogfreie Liebesgeschichte eines trampenden Hippiemädchens und eines Trampers, der sich lediglich als Hippie ausgibt, konnte nach seiner Premiere am 18. Dezember 1968 im Loews Crest Theater in Westwood mehrere Filmpreise gewinnen und wurde für Spielberg die Eintrittskarte nach Hollywood.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 154–155, 167.</ref> Zunächst nahm ihn der etablierte und gut vernetzte Künstleragent Mike Medavoy unter Vertrag.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 165.</ref> Durch Spielbergs Universal-Mentor Chuck Silvers gelangte eine Kopie des Filmes an den überaus einflussreichen, erst 33-jährigen Universal-Television-Vize-Präsidenten Sidney Sheinberg. Sheinberg war voller Begeisterung für Spielbergs Werk und stattete das gerade erst 22-jährige Regietalent im Dezember 1968 mit einem Siebenjahresvertrag als TV-Regisseur und einem monatlich garantierten Gehalt in Höhe von 1200 US-Dollar (2026: ca. Vorlage:Inflation US-Dollar) aus.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 163–169.</ref> Nie zuvor hatte ein Major-Studio einen jüngeren Regisseur engagiert. Fortan inszenierte Spielberg für Universal-Produktionen vertragsgemäß einzelne Episoden verschiedener Fernsehserien, mitunter in Spielfilmlänge.

Seine erste Produktion wurde die im Februar 1969 gedrehte Episode Eyes aus der dreiteiligen Pilotfolge für die neue NBC-Serie Night Gallery des renommierten Twilight Zone-Erfinders und -Produzenten Rod Serling mit der berüchtigten Hollywood-Diva Joan Crawford in der Hauptrolle. Sheinberg warf – in Absprache mit dem ebenfalls von Spielberg überzeugten Produzenten William Sackheim – den Regieneuling Spielberg somit direkt ins kalte Wasser. Als man Crawford darüber informierte, dass der erst 22-jährige Spielberg Regie führen würde, war sie „zuerst sprachlos und dann entsetzt“ bei dem Gedanken an einen jungen und unerfahrenen Neuankömmling, der sie als Regisseur leiten würde. Spielberg versuchte seine zumeist arrivierten Universal-Kollegen mit ausgefallenen Kameraeinstellungen und außergewöhnlicher Choreographie zu beeindrucken. Aber die Führungskräfte des Studios befahlen ihm stattdessen schnell und effektiv zu drehen. Spielbergs innovative Arbeitsweise wurde bei den anderen Filmschaffenden, die noch in den seit Jahrzehnten bewährten Arbeitsabläufen verharrten, nicht gut aufgenommen. Die Hauptdarstellerin Joan Crawford, die sich Spielberg gegenüber am Set unerwartet sehr zugewandt zeigte, sagte jedoch:

Vorlage:Zitat

Datei:Amblin Entertainment.jpg
1969 gründet Spielberg seine eigene Filmproduktionsfirma

Bei den Universal-Mitarbeitern war mittlerweile bekannt, dass Sheinberg sich stark um den mitunter skeptisch beäugten Spielberg und seine Entwicklung als Regisseur kümmerte. Des Weiteren galt Spielberg vor allem bei den zahlreichen älteren Mitarbeitern als Jüngling, der zwar alles über Filmoptiken wusste und Dolly-Fahrten liebte, aber von Schauspiel und Schauspielerführung wenig Ahnung hatte. Dementsprechend kursierte für Spielberg auf dem Studiogelände der Spitzname „Sheinbergs Folly“ (dt.: „Sheinbergs Wahnsinn“).<ref>Steven Spielberg and Duel – The Making of a Film Career, Kapitel 3, Seite 52.</ref> Doch Spielberg hatte auch etliche Fürsprecher aus den progressiven Reihen der Universal-Welt und viele schätzten Spielbergs Enthusiasmus, Kreativität und seine entspannte, unaufgeregte, aber bestimmte Art sowie vor allem seine technischen Fachkenntnisse im Bereich Bildgestaltung.

Nach der von Spielberg aufgrund der Einschränkungen seiner Kreativität eher als negativ wahrgenommenen Erfahrung bei den Dreharbeiten zu Night Gallery legte Spielberg eine kurze Pause vom Studio ein und gründete seine eigene Filmproduktionsfirma Amblin Production Company, die er nach seinem Kurzfilm Amblin benannte. 1970 drehte Spielberg lediglich die Episode The Daredevil Gesture der überaus populären ABC-Serie Dr. med. Marcus Welby, dem seinerzeit größten Einschaltquotenhit im US-Fernsehen. 1971 brachte dann die erhoffte Wende für den weiterhin mit den kreativen Beschränkungen des Fernsehproduktionsbetrieb hadernden Spielberg. Nachdem er 1971 fünf weitere Episoden für verschiedene Serien inszenierte, drehte Spielberg die Premierenfolge Tödliche Trennung aus der für die NBC-Mystery-Movie-Reihe produzierten Kriminalfilmserie Columbo. Für die 72-minütigen Episode erntete Spielberg von allen Seiten viel Lob.<ref name="NYT">Brooks Barnes: Sidney Sheinberg, a Force Behind Universal and Spielberg, Is Dead at 84. In: The New York Times. 8. März 2019. (nytimes.com)</ref>

Im Anschluss an den allseits äußerst positiv bewerteten Columbo-Dreh erhielt Spielberg von Universal die Chance, seinen ersten Spielfilm zu realisieren. Im Herbst 1971 drehte Spielberg für das samstagabendliche Hauptprogramm des US-TV-Senders ABC den Movie of the Weekend-Fernsehfilm Duell. Der von Spielberg minimalistisch inszenierte und virtuos in Szene gesetzte Thriller wurde ein riesiger Publikums- und Kritikererfolg und sollte über die Jahre zum Filmklassiker mit Kultcharakter avancieren. Universal war von dem Fernsehfilm derart überzeugt, dass man ihn in einer mit Zusatzszenen verlängerten Fassung ab Oktober 1972 weltweit im Kino vermarktete. Spielbergs Werk spielte an den Kinokassen stattliche acht Millionen Dollar (2026: ca. Vorlage:Inflation US-Dollar) ein und machte erstmals die internationale Filmszene auf den Nachwuchsregisseur aufmerksam.<ref>Steven Spielberg and Duel – The Making of a Film Career, Kapitel 9, Seite 202.</ref> Obwohl Spielberg einen Festvertrag bei Universal besaß, wurde für Duell gemäß den Vorgaben der Directors Guild of America ein gesonderter Kontrakt aufgesetzt. Spielberg erhielt zunächst eine separate Gage in Höhe von 5000 US-Dollar (2026: ca. Vorlage:Inflation US-Dollar). Des Weiteren wurden zusätzliche Vergütungen für TV-Wiederholungen und einer eventuellen Kinoauswertung vereinbart.<ref>Steven Spielberg and Duel – The Making of a Film Career, Kapitel 3, Seite 52, Vertragsname: The Duell, Production #34111</ref>

Nach dem einschlagenden Erfolg von Duell änderte sich alles für Spielberg. Er erhielt nun zahlreiche Angebote, Kinofilme zu drehen. Nach insgesamt elf TV-Produktionen wurde 1973 Spielbergs Festvertrag bei Universal einvernehmlich aufgelöst. Trotzdem blieben Universal und Spielberg bis heute persönlich und geschäftlich engstens miteinander verbunden. 1974 begeisterte Spielberg im Alter von 27 Jahren mit seinem ersten von Anfang an als Kinofilm produzierten Werk The Sugarland Express die internationalen Kritiker, die ihn trotz des kommerziell eher enttäuschenden Ergebnisses als Wunderkind betrachteten. Es folgten zwischen Mai und Oktober 1974 die nervenaufreibenden Dreharbeiten für seinen zweiten Kinofilm: die Verfilmung von Peter Benchleys Bestsellerroman Der weiße Hai.

1975 bis 1992

[Bearbeiten]

Am 20. Juni 1975 lief Der weiße Hai in den amerikanischen Kinos an und entwickelte sich in wenigen Monaten zum bis dato gewinnträchtigsten Film mit einem weltweiten Einspielergebnis von 260 Millionen US-Dollar (2026: Vorlage:Inflation Mrd. US-Dollar).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Nie zuvor hatte ein Film einen derartig großen Publikumszuspruch und damit kommerziellen Erfolg erfahren. Der weiße Hai gilt seither als erster Blockbuster der Filmgeschichte.<ref>Der weiße Hai: Er war der erste Sommer-Blockbuster. Deutschlandfunknova, 18. Juni 2015. (deutschlandfunknova.de, abgerufen am 17. November 2022)</ref>

Für Spielberg folgten nach dem Weißen Hai dutzende weltweit erfolgreiche Kinohits, wie zunächst 1977 Unheimliche Begegnung der dritten Art. 1979 folgte jedoch ein erster erheblicher Rückschlag für Spielberg mit der Komödie 1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood, die von der Kritik durchweg negativ rezensiert wurde. Spielberg hatte plötzlich Probleme, Produzenten für weitere Projekte zu finden. Erst 1981 gab ihm sein Freund George Lucas eine weitere Chance und so führten die beiden im Duett Regie bei der ersten Indiana-Jones-Verfilmung Jäger des verlorenen Schatzes. Lucas und Spielberg hatten zuvor die Figur des Indiana Jones entwickelt und durch ihre gemeinsame Faszination das Genre des Abenteuerfilms neu belebt. Durch den Welterfolg war Spielberg zurück im Geschäft. 1982 folgte mit E. T. – Der Außerirdische ein weiterer weltweiter Kinohit und blieb elf Jahre lang der umsatzstärkste Film der Kinogeschichte. Sein Horrorfilm Poltergeist aus dem Jahr 1982 und sein Beitrag zum Mystery-Episodenfilm Unheimliche Schattenlichter aus dem Jahr 1983 verfestigten sein Image als Disney-Erbe. 1980 wurde seine bisherige Unternehmung Amblin Production Company zunächst in Amblin Productions umbenannt, um dann 1984 ein weiteres Mal zu dem bis heute bestehenden Namen Amblin Entertainment mit den weiteren Teilhabern Kathleen Kennedy und Filmproduzent Frank Marshall umfirmiert zu werden. Der Firmensitz liegt bis heute auf dem Gelände der Universal Studios.

Nachdem er im Jahr 1984 Indiana Jones und der Tempel des Todes als Regisseur erneut zu einem Multimillionen-Dollar-Welterfolg gemacht hatte, führte er in seiner Eigenschaft als Produzent den Schauspieler Michael J. Fox und den Film Zurück in die Zukunft und seine beiden Fortsetzungen ebenfalls zu weltweiten Kassenschlagern. 1987 schlossen Universal-Präsident Sid Sheinberg und Steven Spielberg einen Vertrag, der Spielberg für den Rest seines Lebens an Universal bindet. Dafür erhält Steven Spielberg von den Universal Pictures alljährlich 2 % aller Erlöse aus den verkauften Eintrittskarten der Universal Themen Parks in Florida und Japan. Dadurch generiert Spielberg seither jährliche Einnahmen von mehr als 30 Millionen US-Dollar.<ref>Spielberg’s Universal Deal Lasts ‘In Perpetuity’. The Wrap, 9. Februar 2009.</ref><ref>Universal delays huge potential Spielberg theme parks payout. In: Los Angeles Times. 20. Oktober 2009. (latimes.com)</ref>

1993 bis 2006

[Bearbeiten]

1993 sollte für Spielberg das bisher erfolgreichste Jahr seiner Karriere werden: In diesem Jahr wurden sowohl sein Blockbuster Jurassic Park als auch der für ihn sehr persönliche Schindlers Liste veröffentlicht. Während Jurassic Park erneut zahlreiche Box-Office Rekorde brach und mit 920 Mio. eingespielten Dollar über fünf Jahre lang als erfolgreichster Film der Welt galt, war Schindlers Liste auch der ersehnte Kritikererfolg. In Schindlers Liste setzt sich Spielberg erstmals offen mit seiner jüdischen Identität und dem Antisemitismus in ganz Europa auseinander und konnte diesen mit einfach gehaltenen Dreharbeiten, keinerlei Kranfahrten und lediglich der Benutzung von Handkameras erfolgreich inszenieren. Seine Eltern, Arnold Spielberg und Leah Posner, sind Nachfahren jüdischer Flüchtlinge, die aus Furcht vor russischen Pogromen nach Amerika auswanderten. Diese Geschichte verarbeitete er zudem verschlüsselt in dem von ihm produzierten Zeichentrickfilm Feivel, der Mauswanderer. 1994 wurde Schindlers Liste mit sieben Oscars ausgezeichnet, unter anderem in den Kategorien Regie und Bester Film, die beide an Spielberg gingen. Sein Image als großer kleiner Junge und Märchenonkel, das ihm seit E.T. anhing, konnte er damit endgültig abstreifen. Die meiste Zeit seiner bisherigen Filmkarriere verbrachte Spielberg mit handwerklich begabten und technisch brillanten Unterhaltungsfilmen.

1994 gründete er mit seinen Freunden Jeffrey Katzenberg und David Geffen das unabhängige Filmstudio DreamWorks SKG, das allerdings 2005 wegen finanzieller Probleme an Paramount Pictures verkauft wurde. 1997 folgte mit Vergessene Welt: Jurassic Park der zweite Teil aus der Jurassic-Park-Reihe. Der 1998 veröffentlichte Spielfilm Der Soldat James Ryan brachte Spielberg seinen zweiten und bisher letzten Regie-Oscar ein. Mit den 2001 in den Kinos angelaufenen A.I. – Künstliche Intelligenz und Minority Report folgten zwei Filme mit unterschiedlichen Zukunftsvisionen. Es folgte 2002 mit Catch Me If You Can und Terminal wieder etwas leichtere Unterhaltung. Krieg der Welten und München erschienen 2005 in den Kinos.

2007 bis heute

[Bearbeiten]

Anfang 2007 begann Spielberg seine Arbeit an Die Abenteuer von Tim und Struppi, einer 3D-Adaption (als Trilogie geplant). Spielberg arbeitete dabei erstmals mit Peter Jackson zusammen. Der erste Teil wurde von Spielberg inszeniert und von Jackson produziert, beim zweiten soll Jackson Regie führen.

Datei:Steven Spielberg Cannes 2013 3.jpg
Steven Spielberg (2013)

2013 leitete er die Wettbewerbsjury der 66. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Am 16. Dezember 2015 wurde von ihm zusammen mit Jeff Skoll von Participant Media, Anil Ambani von der Reliance Anil Dhirubhai Ambani Group und Darren Throop von Entertainment One das Unternehmen Amblin Partners gegründet.<ref>Michael Cieply: Steven Spielberg and DreamWorks Studios in Deal to Form New Company. In: New York Times. 16. Mai 2015. (nytimes.com)</ref>

Spielberg kündigte 2016 an, das Leben von Lynsey Addario mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle verfilmen zu wollen.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Das Projekt wurde aber bislang nicht fertiggestellt. Stattdessen bemühte sich Spielberg um die Neuverfilmung des Musical West Side Story mit Ansel Elgort, Rachel Zegler und Ariana DeBose in den Hauptrollen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde das Werk erst im Jahr 2021 in den Kinos veröffentlicht und bei den Golden Globe Awards 2022 als bestes Filmmusical ausgezeichnet.

Im Jahr 2022 folgte die Veröffentlichung des autobiografisch geprägten Filmdramas Die Fabelmans. In diesem wird der jugendliche Hollywood-Regisseur von Gabriel LaBelle verkörpert, während Spielbergs Eltern von Michelle Williams und Paul Dano dargestellt werden.

Im Februar 2023 erklärte Spielberg bis ins hohe Alter noch viele Filme drehen und damit Manoel de Oliveira übertreffen zu wollen.<ref name=":0">Vorlage:Literatur</ref>

Einflüsse

[Bearbeiten]

Spielbergs Entwicklung ist vor allem von Filmemachern wie Stanley Kubrick, Walt Disney, Alfred Hitchcock, John Ford, Frank Capra, David Lean, Orson Welles und Akira Kurosawa beeinflusst; zu vielen von ihnen hatte er persönlichen Kontakt. Aber auch seine Begeisterung für Zeichentrickfilme, Comics, Bilder von Norman Rockwell und besonders das Fernsehen haben in seinen Arbeiten sichtbare Spuren hinterlassen. Vor jedem neuen Filmdreh schaut sich Spielberg nach eigenen Angaben immer die Filme Die sieben Samurai, Lawrence von Arabien, Ist das Leben nicht schön? und Der schwarze Falke an.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Als Fan der Fernsehserie Twilight Zone produzierte er einen Kinofilm zur Serie. Als bekennender Trekkie teilt Spielberg die völkerverbindende Sicht der Fernsehserie Raumschiff Enterprise und spielte in seinen Filmen darauf an, zuletzt mit dem Vulkanier-Gruß zwischen einer Afroamerikanerin und einem Latino in Terminal oder von Marty McFly (gespielt von Michael J. Fox) in Zurück in die Zukunft.

Filmstil

[Bearbeiten]

Vorlage:Belege fehlen Spielberg entwickelte seinen eigenen Stil. Als zentrales Motiv für einen Großteil seiner Filme sollte der Protagonist seiner Filme der ganz normale amerikanische Bürger werden, der durch außergewöhnliche Umstände vor außergewöhnlichen Herausforderungen gestellt wird und heldenhaft über sich hinauswächst. Hierdurch bot sich dem Massenpublikum eine gemeinsame Identifikationsfigur.<ref>Joseph McBride: Steven Spielberg: A Biographie. 2. Auflage. University Press of Mississippi, 2010, Seite 17.</ref>

Zu den typisch stilistischen Markenzeichen von Spielberg-Filmen gehört hauptsächlich die Befriedigung der Interessen und Wünsche des Massenpublikums sowie präzise Beobachtung von Alltagssituationen, Konfrontation amerikanischer Durchschnittstypen mit höchst außergewöhnlichen Ereignissen, eine einerseits kindlich naive, andererseits ernsthaft humanistische Botschaft der Versöhnung, eindrucksvolle Licht- und Spezialeffekte wie Feuerwerke, die in Filmen wie Unheimliche Begegnung der dritten Art und 1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood zu sehen sind. Viele ungewohnte Perspektiven, ein zumeist durchchoreographiertes Verhältnis zwischen Kameraführung und Schauspielern sowie eine Inszenierung, die intensiv an die Gefühle der Zuschauer appelliert (Suspense, Lachen, Gruseln, auch Ekel und Weinen), sind weitere spezifische Merkmale Spielbergs.

Die meisten seiner Filme sind durch seine technische Vorliebe, sehr gute Beherrschung des filmischen Handwerks und viel Bewegung (Stunts) geprägt. Dadurch fällt es ihm mit seiner Imagination leicht, das Publikum zu manipulieren und die Zuschauer in die Actionszenen hineinzuziehen. Das Verknüpfen von Angst und Staunen, wie bei E.T. durch Auftreten des Mutterschiffes und bei Jurassic Park durch Auftreten der Dinosaurier, soll den Zuschauer ständig in Spannung halten. Bei Spielberg sind in vielen Filmen, besonders den Kriegsfilmen, melodramatische Effekte zu entdecken, die oft durch starkes Gegenlicht, Rauch und Nachtszenen zum Vorschein kommen. Auffallend ist auch, dass in seinen Filmen Kinder selten sterben und häufig im Zentrum der Handlung stehen – und zwar in Genres, in denen dies zuvor untypisch war: Kriegsfilm (Das Reich der Sonne), Science-Fiction (E.T., Jurassic Park) und Utopie (A.I. – Künstliche Intelligenz).

Datei:MKr25425 Steven Spielberg (Berlinale 2023).jpg
Steven Spielberg im Februar 2023 bei der Berlinale

Ein weiteres Merkmal von Spielberg ist, dass er der Weiterentwicklung seiner Filmfiguren keinen großen Raum lässt und eher an technischen Film- und Hilfsmitteln interessiert ist. Bis heute bleibt Spielberg seinem Prinzip treu, im Wechsel sowohl anspruchsvolle als auch hauptsächlich unterhaltende Filme zu drehen: Im Juni 2005 kam die Neuverfilmung von Krieg der Welten in die Kinos; München (2005) ist ein Film über den umstrittenen Rachefeldzug des israelischen Geheimdienstes Mossad nach dem palästinensischen Angriff auf die Olympischen Sommerspiele 1972, bei dem elf israelische Sportler getötet wurden. Seit vielen Jahren arbeitet er mit der Produzentin Kathleen Kennedy, dem Filmkomponisten John Williams und dem Filmeditor Michael Kahn zusammen. Seit Schindlers Liste ist Janusz Kamiński sein fester Kameramann. Filmeditorin Sarah Broshar gehört seit Die Verlegerin (2017) zu seinem Stab.

Im Februar 2023 sagte Spielberg in seiner Dankesrede auf der 73. Berlinale anlässlich des Erhalts des Goldenen Ehrenbären, dass er dem deutschen Kino „viel verdanke“, und nannte die Filmpioniere und Regisseure Friedrich Wilhelm Murnau, Ernst Lubitsch, Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Margarethe von Trotta, Wim Wenders, Wolfgang Petersen, Volker Schlöndorff und Tom Tykwer. Er sei „inspiriert worden von ihnen allen, von ihren Filmen“.<ref name=":0" />

Filmografie

[Bearbeiten]

Kurzfilme

Buch und Regie

Vorlage:Mehrspaltige Liste

Regie

[Bearbeiten]

Spielfilme

[Bearbeiten]

Vorlage:Mehrspaltige Liste

Fernsehserien

[Bearbeiten]

Vorlage:Mehrspaltige Liste

Drehbuch

[Bearbeiten]

Vorlage:Mehrspaltige Liste

Filmproduktionen

[Bearbeiten]

Vorlage:Mehrspaltige Liste

Executive Producer

[Bearbeiten]

Spielfilme

[Bearbeiten]

Vorlage:Mehrspaltige Liste

Fernsehserien

[Bearbeiten]

Vorlage:Mehrspaltige Liste

Schauspieler

[Bearbeiten]

Auszeichnungen

[Bearbeiten]
Datei:SpielbergGraumansChinese.jpg
Spielbergs Hand- und Fußabdrücke vor dem Grauman’s Chinese Theatre
Datei:Steven Spielberg - Walk of Fame.jpg
Stern für Spielberg auf dem Hollywood Walk of Fame
Zivil
  • 2001 wurde Spielberg ehrenhalber von Queen Elizabeth zum Knight Commander des Order of the British Empire ernannt. Da er kein Untertan der britischen Königin ist, wurde er allerdings nicht zum Ritter geschlagen und darf seinem Namen kein Sir voranstellen. Spielberg ist jedoch berechtigt die Abkürzung KBE hinter seinem Namen anzufügen.
  • 2021 wurde Spielberg zu seinem 75. Geburtstag vom Internationale Auschwitz Komitee gewürdigt. Spielberg „sei zu einem der wichtigsten Botschafter und zu einer weltweit gehörten Stimme der Holocaust-Überlebenden geworden, der ihre Erinnerungen bewahre und in die Zukunft trage“.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
  • 2021 wurde Spielberg der Genesis-Preis zuerkannt. Der auch als jüdischer Nobelpreis bezeichnete Preis wird an Juden vergeben, die durch Leistungen in den Bereichen Wissenschaft und Kunst internationale Anerkennung erreicht haben, dadurch andere Menschen inspirieren und sich für das jüdische Volk oder den Staat Israel engagieren. Ziel sei es, die Beiträge von Juden zur Weltgeschichte hervorzuheben und die jüngere jüdische Generation dazu zu bringen, sich stärker mit dem Staat Israel und dem Judentum zu identifizieren.<ref>„Jüdischer Nobelpreis“ In: Israelnetz.de, 27. Juni 2012, abgerufen am 17. August 2018.</ref><ref>Vorlage:Webarchiv. deutschlandfunkkultur.de, erschienen und abgerufen am 12. Februar 2021.</ref>
  • 2024 wurde Spielberg mit der National Medal of Arts (für 2023) ausgezeichnet.
Film
  • 1986 wurde Spielberg mit dem Irving G. Thalberg Memorial Award für sein langjähriges, konsequentes Bemühen um hohe künstlerische Qualität bei der Produktion von Filmen geehrt.
  • 1995 wurde Spielberg mit dem Ehrenpreis des französischen Filmpreises César ausgezeichnet.
Filmpreise
Jahr Preis Kategorie Film Ergebnis
1971 Avoriaz Fantastic Film Festival Grand Prize Duell Vorlage:Gewonnen
1974 Filmfestival von Cannes Bestes Drehbuch Sugarland Express Vorlage:Gewonnen
1978 Saturn Awards Bestes Drehbuch Unheimliche Begegnung der dritten Art Vorlage:Gewonnen
Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Oscar Beste Regie Vorlage:Nominiert
1979 British Fantasy Award Bester Film Vorlage:Gewonnen
1982 Oscar Beste Regie Jäger des verlorenen Schatzes Vorlage:Nominiert
Saturn Awards Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Boston Society of Film Critics Award Beste Regie Vorlage:Gewonnen
American Movie Awards Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Kinema Junpo Awards Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Gewonnen
British Fantasy Award Bester Film Vorlage:Gewonnen
Los Angeles Film Critics Association Award Bester Film E.T. – Der Außerirdische Vorlage:Gewonnen
ShoWest Convention Regisseur des Jahres Einzelpreis Vorlage:Gewonnen
1983 Jupiter Bester Film E.T. – Der Außerirdische Vorlage:Gewonnen
Kansas City Film Critics Circle Award Beste Regie Vorlage:Gewonnen
David di Donatello Beste Regie – ausländischer Film Vorlage:Gewonnen
Boston Society of Film Critics Award Beste Regie Vorlage:Gewonnen
National Society of Film Critics Awards Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Fotogramas de Plata Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Gewonnen
Blue Ribbon Awards Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Gewonnen
Kinemy Junpo Awards Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Gewonnen
Sant Jordi Award Bester Kinderfilm Vorlage:Gewonnen
Oscar Beste Regie Vorlage:Nominiert
Bester Film Vorlage:Nominiert
Hasty Pudding Theatricals Mann des Jahres Einzelpreis Vorlage:Gewonnen
1984 Giffoni Film Festival Nocciola d’Oro Einzelpreis Vorlage:Gewonnen
1986 David di Donatello Bester Produzent – ausländischer Film Zurück in die Zukunft Vorlage:Gewonnen
Directors Guild of America Herausragende Regieleistung in einem Spielfilm Die Farbe Lila Vorlage:Gewonnen
Blue Ribbon Awards Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Gewonnen
Kansas City Film Critics Circle Awards Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Oscar Bester Film Vorlage:Nominiert
1987 Irving G. Thalberg Memorial Award künstlerische Leistung Vorlage:Gewonnen
Christopher Awards Bester Film Das Reich der Sonne Vorlage:Gewonnen
National Board of Review Bester Film Vorlage:Gewonnen
National Board of Review Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Kansas City Film Critics Circle Awards Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Boston Society of Film Critics Awards Beste Regie Vorlage:Gewonnen
1990 British Fantasy Award Bester Film Indiana Jones und der letzte Kreuzzug Vorlage:Gewonnen
1993 Boston Society of Film Critics Awards Beste Regie Schindlers Liste Vorlage:Gewonnen
1994 People’s Choice Awards Bester Film Jurassic Park Vorlage:Gewonnen
Český lev Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Gewonnen
Blue Ribbon Awards Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Gewonnen
Saturn Awards Bester Science-Fiction-Film Vorlage:Gewonnen
Beste Regie Vorlage:Gewonnen
People’s Choice Awards People’s Choice Awards Honoree Einzelpreis Vorlage:Gewonnen
Young Artist Awards Jackie Coogan Award Einzelpreis Vorlage:Gewonnen
ShoWest Convention Regisseur des Jahres Einzelpreis Vorlage:Gewonnen
Chicago Film Critics Association Beste Regie Schindlers Liste Vorlage:Gewonnen
Golden Globe Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Bester Film – Drama Vorlage:Gewonnen
National Society of Film Critics Awards Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Dallas Fort Worth Film Critics Association Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Kansas City Film Critics Circle Awards Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Oscar Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Bester Film Vorlage:Gewonnen
BAFTA Awards Bester Film Vorlage:Gewonnen
Directors Guild of America Herausragende Regieleistung in einem Spielfilm Vorlage:Gewonnen
Amanda Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Gewonnen
Hochi Film Awards Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Gewonnen
1995 Kinema Junpo Awards Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Gewonnen
Mainichini Film Concours Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Gewonnen
PGA Golden Laurel Awards Bester Produzent Vorlage:Gewonnen
London Critics Circle Film Awards Beste Regie Vorlage:Gewonnen
César Ehrenpreis Einzelpreis Vorlage:Gewonnen
American Film Institute Lebenswerk Einzelpreis Vorlage:Gewonnen
1998 Bundesverdienstkreuz (für die Auseinandersetzung mit dem Holocaust) Schindlers Liste Vorlage:Gewonnen
PGA Golden Laurel Awards Theatrical Motion Pictures Amistad Vorlage:Gewonnen
Rembrandt Awards Beste Regie Vergessene Welt: Jurassic Park Vorlage:Gewonnen
Los Angeles Film Critics Association Awards Beste Regie Der Soldat James Ryan Vorlage:Gewonnen
Las Vegas Film Critics Society Awards Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Toronto Film Critics Association Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Russian Guild of Film Critics Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Nominiert
European Film Awards Screen International Award Vorlage:Nominiert
1999 Chicago Film Critics Association Beste Regie Vorlage:Nominiert
Oscar Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Bester Film Vorlage:Nominiert
Golden Globe Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Bester Film – Drama Vorlage:Gewonnen
Empire Awards Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Southeastern Film Critics Association Awards Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Kansas City Film Critics Circle Awards Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Broadcast Film Critics Association Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Online Film Critics Society Awards Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Directors Guild of America Awards Beste Filmregie Vorlage:Gewonnen
PGA Golden Laurel Awards Bester Produzent Vorlage:Gewonnen
Italian National Syndicate of Film Journalists Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Gewonnen
Český lev Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Gewonnen
Amanda Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Nominiert
London Film Critics’ Circle Regisseur des Jahres Vorlage:Nominiert
Satellite Awards Beste Regie Vorlage:Nominiert
Bester Film – Drama Vorlage:Nominiert
BAFTA Awards David Lean Award für Regie Vorlage:Nominiert
Bester Film Vorlage:Nominiert
Directors Guild of America Herausragende Regieleistung in einem Spielfilm Vorlage:Gewonnen
2000 Directors Guild of America Lifetime Achievement Award Einzelpreis Vorlage:Gewonnen
NAACP Image Award Vanguard Award Einzelpreis Vorlage:Gewonnen
PGA Golden Laurel Awards PGA Hall of Fame – Motion Picture E.T. – Der Außerirdische Vorlage:Gewonnen
2001 Internationale Filmfestspiele von Venedig Future Film Festival Digital Award A.I. – Künstliche Intelligenz Vorlage:Gewonnen
2002 Emmy Beste Mini-Serie oder Fernsehfilm Band of Brothers – Wir waren wie Brüder Vorlage:Gewonnen
Golden Globe Beste Mini-Serie oder Fernsehfilm Vorlage:Gewonnen
PGA Golden Laurel Awards Bester Produzent des Jahres Vorlage:Gewonnen
Christopher Awards Television and Cable Vorlage:Gewonnen
AFI Awards Fernsehfilm oder Mini-Serie des Jahres Vorlage:Gewonnen
Saturn Awards Beste Regie A.I. – Künstliche Intelligenz Vorlage:Nominiert
Bestes Drehbuch Vorlage:Gewonnen
Empire Awards Beste Regie Vorlage:Nominiert
Golden Globe Beste Regie Vorlage:Nominiert
Online Film Critics Society Awards Bestes adaptierte Drehbuch Vorlage:Nominiert
Mainichini Film Concours Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Gewonnen
Hollywood Film Festival Hollywoodfilm des Jahres Minority Report Vorlage:Gewonnen
European Film Awards Screen International Award Vorlage:Nominiert
2003 Italian National Syndicate of Film Journalists Bester fremdsprachiger Regisseur Vorlage:Nominiert
Cinema Writers Circle Awards Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Nominiert
César Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Nominiert
Online Film Critics Society Awards Beste Regie Vorlage:Nominiert
Saturn Awards Bester Science-Fiction-Film Vorlage:Gewonnen
Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Empire Awards Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Broadcast Film Critics Association Beste Regie Vorlage:Gewonnen
2004 Broadcast Film Critics Association Beste Regie Catch Me If You Can Vorlage:Gewonnen
Akira Kurosawa Award Tokyo International Film Festival Einzelpreis Vorlage:Gewonnen
2005 Washington DC Area Film Critics Association Awards Beste Regie München Vorlage:Gewonnen
Kansas City Film Critics Circle Awards Beste Regie Vorlage:Gewonnen
2006 Golden Eagle Awards Bester fremdsprachiger Film Vorlage:Nominiert
Broadcast Film Critics Association Beste Regie Vorlage:Nominiert
Online Film Society Awards Beste Regie Vorlage:Nominiert
Directors Guild of America Beste Regie Vorlage:Nominiert
Oscar Beste Regie Vorlage:Nominiert
Bester Film Vorlage:Nominiert
Golden Globe Beste Regie – Drama Vorlage:Nominiert
Saturn Awards Beste Regie Krieg der Welten Vorlage:Nominiert
Empire Awards Beste Regie Vorlage:Nominiert
International Emmy Award Founders Award Einzelpreis Vorlage:Gewonnen
2007 Oscar Bester Film Letters from Iwo Jima Vorlage:Nominiert
2009 Saturn Awards Beste Regie Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels Vorlage:Nominiert
Golden Globe Lebenswerk (überreicht durch Martin Scorsese) Einzelpreis Vorlage:Gewonnen
2010 Motion Picture Sound Editors Filmmaker’s Award Einzelpreis Vorlage:Gewonnen
Emmy Beste Mini-Serie The Pacific Vorlage:Gewonnen
2011 PGA Golden Laurel Awards Bester Produzent des Jahres Vorlage:Gewonnen
AFI Awards TV-Programm des Jahres Vorlage:Gewonnen
Satellite Awards Beste Regie Gefährten (War Horse) Vorlage:Nominiert
Southeastern Film Critics Association Bester Animationsfilm Die Abenteuer von Tim und Struppi Vorlage:Nominiert
Phoenix Film Critics Society Awards Bester Animationsfilm Vorlage:Nominiert
Toronto Film Critics Association Bester Animationsfilm Vorlage:Gewonnen
Washington DC Area Film Critics Association Bester Animationsfilm Vorlage:Gewonnen
2012 Robert Festival Bester amerikanischer Film Vorlage:Nominiert
Saturn Awards Beste Regie Vorlage:Nominiert
Bester Animationsfilm Vorlage:Nominiert
BAFTA Awards Bester Animationsfilm Vorlage:Nominiert
Online Film Critics Society Awards Bester Animationsfilm Vorlage:Nominiert
Central Ohio Film Critics Association Bester Animationsfilm Vorlage:Nominiert
Chicago Film Critics Association Bester Animationsfilm Vorlage:Nominiert
Golden Globe Bester Animationsfilm Vorlage:Gewonnen
PGA Awards Bester Animationsfilm Vorlage:Gewonnen
Christopher Awards Feature Films Gefährten Vorlage:Gewonnen
Oscar Bester Film Vorlage:Nominiert
Empire Awards Beste Regie Vorlage:Nominiert
Broadcast Film Critics Association Beste Regie Vorlage:Nominiert
AFI Awards Film des Jahres Vorlage:Gewonnen
Film des Jahres Lincoln Vorlage:Gewonnen
Satellite Awards Beste Regie Vorlage:Nominiert
Washington DC Area Film Critics Association Beste Regie Vorlage:Nominiert
2013 Broadcast Film Critics Association Beste Regie Vorlage:Nominiert
Golden Globe Beste Regie Vorlage:Nominiert
Bester Film – Drama Vorlage:Nominiert
Oscar Beste Regie Vorlage:Nominiert
Bester Film Vorlage:Nominiert
Gilder Lehrman Lincoln Prize Special Achievement Award Vorlage:Gewonnen
2016 Oscar Bester Film Bridge of Spies – Der Unterhändler Vorlage:Nominiert
2018 Golden Globe Beste Regie Die Verlegerin Vorlage:Nominiert
Oscar Bester Film Vorlage:Nominiert
2022 Golden Globe Beste Regie West Side Story Vorlage:Nominiert
Bester Film – Musical/Komödie Vorlage:Gewonnen
Oscar Bester Film Vorlage:Nominiert
Beste Regie Vorlage:Nominiert
Toronto International Film Festival People’s Choice Award Die Fabelmans Vorlage:Gewonnen
2023 Golden Globe Bester Film – Drama Vorlage:Gewonnen
Beste Regie Vorlage:Gewonnen
Bestes Drehbuch Vorlage:Nominiert
2023 Oscar Bester Film Vorlage:Nominiert
Beste Regie Vorlage:Nominiert
Bestes Originaldrehbuch Vorlage:Nominiert
2024 Oscar Bester Film Maestro Vorlage:Nominiert
Spielbergs Filme in den Top 250 der IMDb<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Platz Film
Vorlage:06 Schindlers Liste
Vorlage:024 Der Soldat James Ryan
Vorlage:058 Jäger des verlorenen Schatzes
116 Indiana Jones und der letzte Kreuzzug
143 Jurassic Park
173 Catch Me If You Can
203 Der weiße Hai

Philanthropie

[Bearbeiten]

1994 entstand auch auf Spielbergs Initiative hin die Survivors of the Shoah Visual History Foundation – eine gemeinnützige Organisation, die Aussagen von Überlebenden der Shoah für Bildungszwecke archiviert.<ref name="bundesverdienstkreuz">Amerikanischer Filmregisseur für „Schindlers Liste“ mit Bundesverdienstkreuz geehrt. In: Leipziger Volkszeitung. 11. Sep. 1998, Seite 2, online abgerufen über GBI-Genios am 19. April 2020.</ref>

Spielberg fördert durch persönliches und finanzielles Engagement den Nachwuchs in Hollywood, zum Beispiel an den Universitäten, die ihn damals abgelehnt hatten. Ein erneuter Generationswechsel kündigt sich an, und so sind es u. a. Spielberg-Filme, die nun Jungtalente der MTV-Generation dazu bringen, Regisseur werden zu wollen.

Ein weiteres seiner vielen Stiftungsprojekte ist die Starbright Foundation, die schwerkranken Kindern hilft. Auch im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft machte Spielberg seinen inzwischen erheblichen gesellschaftspolitischen Einfluss geltend – durch aktive Unterstützung demokratischer Kandidaten wie John Kerry und zuvor Bill Clinton.

Literatur

[Bearbeiten]
  • Antje Goldau, Hans Helmut Prinzler: Spielberg. Filme als Spielzeug. (= Edition Filme, Reihe. 3). Mit Beitr. von Fritz Göttler. Filmland, München 1985, ISBN 3-88690-062-2. (Mit Literaturverzeichnis).<ref>nicht in DNB gelistet unter Spielberg</ref>
  • Tony Crawley: Steven Spielberg. Die Erfolgsstory. (OT: The Steven Spielberg Story.) Heyne, München 1989, ISBN 3-453-03409-0.
  • Frank Schnelle: Die Spielberg-Factory. Kindheitsträume im Kino. Heyne, München 1993, ISBN 3-453-06548-4.
  • Andrew Yule: Steven Spielberg. Die Eroberung Hollywoods. (OT: Steven Spielberg. Father of the Man. His Incredible Life, Tumultuous Times and Record-Breaking Movies.) Lichtenberg, München 1997, ISBN 3-7852-8400-4.
  • Georg Seeßlen: Steven Spielberg und seine Filme. Schüren, Marburg 2001, ISBN 3-89472-335-1.
  • Susan Goldman Rubin: Steven Spielberg – crazy for movies. Harry N. Abrams Verlag, New York 2002, ISBN 0-8109-4492-8. (Bildband in englischer Sprache)
  • Roberto Daniel: Erinnerung und Erlösung: Religiöse Spuren im Werk von Steven Spielberg. In: Thomas Bohrmann, Werner Veith, Stephan Zöller (Hrsg.): Handbuch Theologie und Populärer Film. Band 1, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2007, ISBN 978-3-506-72963-7, Seite 189–200.
  • Drew Bassett, Marcus Stiglegger: Steven Spielberg. In: Thomas Koebner (Hrsg.): Filmregisseure. Biographien, Werkbeschreibungen, Filmographien. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Reclam, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-15-010662-4, Seite 703–708. [mit Literaturhinweisen].
  • Joseph McBride: Steven Spielberg : a biography. Univ. Press of Mississippi, Jackson, Miss. 2010, ISBN 978-1-60473-836-0.
  • Richard Schickel: Steven Spielberg. Seine Filme, sein Leben. Knesebeck, München 2012, ISBN 978-3-86873-421-8. (Retrospektive seiner Tätigkeit als Regisseur bei 28 Kinofilmen von Duell bis Lincoln mit über 400 Fotos).
  • Molly Haskell: Steven Spielberg : a life in films. Yale University Press, New Haven [2017], ISBN 978-0-300-18693-2.
  • Jörg Breitenfeld, Jörg Liemann: Steven Spielberg – Tiefenscharfe Analysen. epubli, 2018, ISBN 978-3-7467-3215-2.
  • Lester D. Friedman, Brent Notbohm (Hrsg.): Steven Spielberg: Interviews, Revised and Updated (Conversations with Filmmakers Series). University Press of Mississippi, 2019, ISBN 978-1-4968-2402-8.
  • Ian Nathan: Steven Spielberg - Der ikonische Filmemacher und sein Werk, Edition Olms, Zürich, 2025, ISBN 978-3-283-01335-6
[Bearbeiten]

Vorlage:Commons

Einzelnachweise

[Bearbeiten]

<references responsive />

Vorlage:Navigationsleiste Filme von Steven Spielberg

Vorlage:Normdaten

Vorlage:Personendaten