Schafgarben

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Die Schafgarben (Achillea) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Einige Achillea-Arten finden als Heilpflanzen Verwendung. Im deutschsprachigen Raum bezeichnet Schafgarbe meist Achillea millefolium.

Beschreibung

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Datei:15 Achillea ptarmica.jpg
Illustration der Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)

Vegetative Merkmale

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Bei den Achillea-Arten handelt es sich um ausdauernde krautige Pflanzen, selten Halbsträucher, die Wuchshöhen von 6 bis zu 80 Zentimetern erreichen. Meist duftet die ganze Pflanze aromatisch. Im Frühling treibt das Rhizom eine Blattrosette aus. Später wächst ein Stängel, auf dem sich die Blüten bilden. Der glatte bis behaarte Stängel ist zäh und innen markhaltig.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind gestielt bis sitzend. Die Blattspreiten sind schmal und gefiedert.

Generative Merkmale

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Der einfache oder zusammengesetzte scheindoldige Blütenstand besteht aus vielen kleinen körbchenförmigen Teilblütenständen. 10 bis 30 Hüllblätter stehen in (ein bis) zwei bis drei (bis vier) Reihen. Die Blütenkörbchen weisen meist einen Durchmesser von 2 bis 3 (selten 5) Millimeter auf und enthalten (5 bis) 15 bis mehr als 75 Röhren- und selten keine, meist aber drei bis fünf (bis zwölf oder selten mehr) Zungenblüten. Die Farbe der Zungenblüten der meisten Arten ist weiß bis schwach gelblich, auch rosa Färbungen kommen vor.

Die Achänen besitzen meist zwei Rippen.

Inhaltsstoffe

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Inhaltsstoffe der Schafgarben-Arten sind Proazulen, ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavonoide, Chamazulen (in seiner Vorstufe Matricin), Kampfer, Achillein und andere Bitterstoffe sowie verschiedene Mineralien (vor allem Kalium).<ref name="Pahlow1993" />

Datei:Achillea abrotanoides. Asteraceae (44957268912).jpg
Achillea abrotanoides
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Achillea ageratifolia
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Farnblättrige Echt-Schafgarbe (Achillea aspleniifolia)
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Bittere Schafgarbe (Achillea clavennae)
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Clusius-Schafgarbe (Achillea clusiana)
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Goldquirlgarbe (Achillea clypeolata)
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Gold-Schafgarbe (Achillea filipendulina)
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Achillea ligustica
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Großblättrige Schafgarbe (Achillea macrophylla)
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Achillea maritima
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Zwerg-Schafgarbe (Achillea nana)
Datei:Achillea nobilis 001.JPG
Edle Schafgarbe (Achillea nobilis)
Datei:Achillea oxyloba.jpg
Dolomiten-Schafgarbe (Achillea oxyloba)
Datei:Achillea tomentosa OB10.jpg
Gelbe Schafgarbe (Achillea tomentosa)

Systematik und Verbreitung

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Die Gattung Achillea wurde durch Carl von Linné aufgestellt. Der botanische Gattungsname Achillea leitet sich von dem griechischen Helden Achilles ab<ref name="Burkhardt2022" />, welcher der Legende nach mit Hilfe dieser Pflanze einst seine Wunden behandelt haben soll. Synonyme für Achillea L. sind: Leucocyclus Vorlage:Person, Ptarmica Vorlage:Person<ref name="GRIN" />

Die Achillea-Arten sind in der subtropischen bis gemäßigten Zone Eurasiens beheimatet, einige Arten aber auch in Nordafrika und in Amerika. In ganz Europa sind sie bis zum Polarkreis und auch in den Alpen heimisch.

In der Gattung Achillea gibt es 115 bis 200 Arten (Auswahl):<ref name="GRIN" /><ref name="Euro+Med" />

Verwendung

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Verwendung finden die blühenden Schafgarben als Bitter-Tonika bei Verdauungsstörungen und Koliken. Zudem werden die Blüten zur Pflege der Gesichtshaut in Dampfbädern eingesetzt. Die frischen Triebe und Blätter können außerdem als Beigabe zu Salaten verwendet werden und die ätherischen Öle wirken schleimlösend.<ref name="Kothe2004" />

Die Schafgarbe ist nach Achilles benannt<ref name="Burkhardt2022" />: er hatte beim heilkundigen Kentaur Chiron gelernt, die Eigenschaften des Krautes zu nutzen und heilte damit eine eiternde Wunde des Königs Telephos. Im Altertum wurde die Schafgarbe zur Wundheilung und zur Stillung von Blutungen verwendet. In Nordamerika und in China wird sie schon seit 4000 Jahren benutzt. Die Germanen schrieben ihr offensichtlich schützende Eigenschaften gegen praktisch alle Krankheiten zu.

Aus den Stängeln wurden Stäbchen für das traditionelle chinesische Schafgarbenorakel gefertigt, siehe auch I Ging.

Literatur

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Einzelnachweise

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<references> <ref name="GRIN"> Vorlage:GRIN </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter: Compositae (pro parte majore): Achillea. In: Werner Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2006–2009. </ref> <ref name="Schönfelder2008"> Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008. ISBN 978-3-440-10742-3. S. 90.</ref> <ref name="Kothe2004"> Hans W. Kothe: Lexikon der Kräuter. Komet, Köln 2004, ISBN 3-89836-406-2.</ref> <ref name="Pahlow1993"> Mannfried Pahlow: Das große Buch der Heilpflanzen. Gräfe und Unzer, München 1993, ISBN 3-7742-3848-0. </ref> <ref name="FoNA"> Debra K. Trock: Achillea. In: Vorlage:BibISBN, online (engl.). </ref> <ref name="FoPakistan"> Abdul Ghafoor: Flora of Pakistan, Band 207: Asteraceae (I) - Anthemideae. University of Karachi, Department of Botany, Karachi 2002, Achillea, S. 36, online (engl.). </ref> <ref name="Burkhardt2022">Lotte Burkhardt 2022: Eine Enzyklopädie zu eponymischen Pflanzennamen: Von Menschen & ihren Pflanzen – Berlin: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin. – Vorlage:DOI, Berlin 2022. </ref> </references>