Gemeine Schafgarbe
Die Gemeine Schafgarbe oder Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium), kurz auch Schafgarbe genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist auch die namensgebende Art für die Gruppe Achillea millefolium aggregata.
Merkmale der Artengruppe
[Bearbeiten]Es sind ausdauernde, krautige Pflanzen oder Halbsträucher, die eine Wuchshöhe von sieben bis 100 Zentimetern erreichen. Das dünne und waagrechte Rhizom bildet bis zu 50 Zentimeter lange unter- oder oberirdische Ausläufer mit sterilen Trieben. Die Laubblätter sind zwei- bis vierfach fiederteilig und haben über 15 Fiederpaare erster Ordnung. Die unteren Blätter sind gestielt, die oberen sind sitzend und haben vergrößerte basale Fiedern. Die Stängelblätter haben einen lanzettlichen bis linealischen Umriss und sind drei- bis zwölfmal so lang wie breit. Ihre Fiedern sind einander genähert oder berühren sich sogar. Die Grundblätter sind stärker geteilt als die Stängelblätter.
Der doldenrispige Gesamtblütenstand enthält zahlreiche körbchenförmige Teilblütenstände. Die Blütenkörbchen besitzen eine 3 bis 6 Millimeter hohe becherförmige Hülle, deren Durchmesser breiter als 2 Millimeter ist. Die mehrreihig angeordneten Hüllblätter sind hautrandig. Die Blütenkörbchen enthalten Röhren- und Zungenblüten. Es gibt vier bis sechs Zungenblüten, deren Zunge circa so lang wie breit ist und ein Drittel so lang bis gleich lang wie die Hülle. Die Kronröhre der Zungenblüten ist höchstens so lang wie die Zunge (Ausnahmen: Achillea setacea und Achillea collina). Die Zungenblüten sind oberseits weiß, selten rosa. Die Röhrenblüten sind ebenfalls weißlich oder rötlich. Die Blütezeit reicht meist von Mai bis Juni.
Kleinarten der Artengruppe
[Bearbeiten]Fischer<ref name="Fischer">Manfred A. Fischer (Red.): Exkursionsflora für Österreich. 2005, S. 898ff.</ref> führte 2005 folgende Kleinarten auf:
- Achillea setacea Vorlage:Person: Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.<ref name="Oberdorfer2001" />
- Achillea pannonica, Ungarische Wiesen-Schafgarbe Vorlage:Person: Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 72.<ref name="Oberdorfer2001" />
- Achillea collina Vorlage:Person: Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.<ref name="Oberdorfer2001" />
- Achillea styriaca Vorlage:Person: Sie kommt in Tschechien und Österreich vor.<ref name="Euro+Med" />
- Achillea distans Vorlage:Person s. str.: Sie kommt von Frankreich und Italien bis Südosteuropa und Vorderasien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Achillea pratensis Vorlage:Person: Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.<ref name="Oberdorfer2001" /> Sie kommt von Frankreich und Italien bis zur Slowakei und Rumänien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Achillea aspleniifolia Vorlage:Person: Sie kommt in Mittel- und Südosteuropa vor.<ref name="Euro+Med" />
- Achillea roseoalba Vorlage:Person: Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.<ref name="Oberdorfer2001" /> Sie kommt von Mitteleuropa bis Slowenien und Rumänien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Achillea „raxensis“ (nom. ined.)
- Achillea millefolium Vorlage:Person: Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 54.<ref name="Oberdorfer2001" />
Weitere Kleinarten der Artengruppe sind<ref name="Euro+Med" />:
- Achillea apiculata Vorlage:Person: Sie kommt im nördlichen europäischen Russland vor.<ref name="Euro+Med" />
- Achillea asiatica Vorlage:Person: Sie kommt im nördlichen und östlichen europäischen Russland vor.<ref name="Euro+Med" />
- Achillea carpatica Vorlage:Person: Sie kommt in der Slowakei und in der Ukraine vor.<ref name="Euro+Med" />
- Achillea euxina Vorlage:Person: Sie kommt in der Ukraine vor.<ref name="Euro+Med" />
- Achillea inundata Vorlage:Person: Sie kommt in Rumänien, in der Ukraine und in Russland vor.<ref name="Euro+Med" />
- Achillea nigrescens Vorlage:Person: Sie kommt im nördlichen europäischen Russland vor.<ref name="Euro+Med" />
- Achillea stepposa Vorlage:Person: Sie kommt in der Ukraine und in Russland vor.<ref name="Euro+Med" />
Eigentliche Gewöhnliche Schafgarbe
[Bearbeiten]Merkmale
[Bearbeiten]Die Eigentliche Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium s. str.) hat längliche Grund- und untere Stängelblätter. Diese stehen dicht bis entfernt. Die Fiedern der Blätter sind höchstens zweimal so lang wie breit. Die Laubblattspindel (Rhachis) ist ganzrandig und besitzt nie Zwischenfiedern.
Der Hauptschirm ist weniger dicht und nie von seitlichen Schirmkorbrispen übergipfelt. Er hat einen Durchmesser von vier bis 15 Zentimetern. Die Internodien in der Stängelmitte sind sehr selten verkürzt.
Die Art bildet keine Proazulene. Diese Sippe ist hexaploid.
besitzt weiße Blüten
besitzt violette Blüten
Vorkommen
[Bearbeiten]Die Gewöhnliche Schafgarbe kommt ursprünglich in Eurasien, in Nord- und Mittelamerika vor.<ref name="GRIN" /> In Südamerika, Afrika, Australien, Neuseeland und in Hawaii ist sie ein Neophyt.<ref name="GRIN" />
Als Standort werden Wiesen, (Schaf-)Weiden, Halbtrockenrasen, Acker- und Wegränder bevorzugt. In den Alpen steigt sie auf Höhenlagen von etwa 1900 Metern. In den Allgäuer Alpen steigt sie in Vorarlberger Teil an der Üntschenspitze in Gipfelnähe bis zu einer Höhenlage von 2139 Metern auf.<ref name="Dörr-Lippert" /> Sie ist fast kosmopolitisch verbreitet. Nur in mediterranen Gebieten ist sie selten.
Die Gemeine Schafgarbe gehört zu den Wurzelkriechern und Pionierpflanzen. Sie gilt als Bodenfestiger und Nährstoffzeiger vor allem für stickstoffhaltige Böden.
Unterarten
[Bearbeiten]Traditionell werden bei der Eigentlichen Gewöhnlichen Schafgarbe zwei Unterarten unterschieden, die jedoch keine einheitlichen Sippen sind. Die genauere Erforschung ist noch nicht abgeschlossen.<ref name="Fischer" />
- Sudeten-Schafgarbe (Achillea millefolium subsp. sudetica Vorlage:Person) hat meist dunkelbraun berandete Hüllblätter. Die Zungen sind oft (dunkel)rosa und meist so breit bis breiter als lang. Die Kronröhre ist kürzer als die Zunge. Sie erreicht eine Wuchshöhe von acht bis 60 Zentimetern. Die Chromosomenzahl ist 2n = 54, seltener 18.<ref name="IPCN" /> Sie wächst in subalpinen bis alpinen Rasengesellschaften. In den Allgäuer Alpen steigt sie von 900 Metern bis zu einer Höhenlage von 2090 Metern am Diedamskopf-Gipfelgrat im Vorarlberger Teil auf.<ref name="Dörr-Lippert" /> Sie zerfällt in Österreich in mindestens zwei Sippen.<ref name="Fischer" />
- Die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium subsp. millefolium) hat grünlich bis hellbraun berandete Hüllblätter. die Zungen sind weiß bis rosa, selten dunkelrosa. Die Wuchshöhe beträgt 20 bis 100 Zentimeter. Sie wächst auf Wiesen und Halbtrockenrasen sowie an Wegrändern auf nährstoffreichen, frischen bis mäßig trockenen, lockeren Böden in der collinen bis montanen (subalpinen) Höhenstufe. Diese Sippe ist sehr vielgestaltig und uneinheitlich. Wahrscheinlich ist es eine aus mehreren Unterarten bestehende Gruppe von Kleinarten.<ref name="Fischer" /> Die Chromosomenzahl ist 2n = 54.<ref name="IPCN" />
Bilder
[Bearbeiten]-
Blatt der Schafgarbe
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Makro eines Schafgarbenblattes von oben
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Makro eines Schafgarbenblattes von unten
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Achänen
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Querschnitt durch die Sprossachse (Vergrößerte Aufnahme mit Lichtmikroskop)
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Makro Blütenkörbchen
Verwendung
[Bearbeiten]Die Gemeine Schafgarbe wird als Gewürz- und Arzneipflanze verwendet.
Als Arzneidroge werden oberirdische Teile der Gemeinen Schafgarbe (kurz auch Garbe genannt<ref>Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 386 (Garbe, Garbensaft, Garbenwurtz).</ref>) wie Stängel, Blätter und die Blüten genutzt (Schafgarbenkraut, lateinisch Millefolii herba; Schafgarbenblüte, lateinisch Millefolii flos). Sie können als Aufguss oder als Frischpflanzenpresssaft bzw. aus den grünen Bestandteilen gepresster Saft (Garbensaft) verarbeitet werden. Zubereitungen aus Schafgarbenkraut wirken gallenflussanregend (choleretisch), antibakteriell, zusammenziehend (adstringierend) und krampflösend (spasmolytisch).<ref name=kommE>Monographie der Kommission E; Bundesanzeiger Nr. 22a vom 1. Februar 1990. Text hier einsehbar.</ref>
Innerlich wird Schafgarbenkraut vorwiegend bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden verwendet (Völlegefühl, krampfartigen Erscheinungen im Verdauungstrakt, Flatulenzen [Blähungen]). Weitere Anwendungsgebiete sind schmerzhafte Krampfzustände psychovegetativen Ursprungs im kleinen Becken der Frau, hierzu werden aus dem Schafgarbenkraut Sitzbäder bereitet.<ref name=kommE />
Volksheilkundlich wird Schafgarbenkraut zur Anregung der Gallensaftproduktion eingesetzt<ref name="teusch">E. Teuscher: Biogene Arzneimittel. 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 1997. ISBN 3-8047-1482-X. S. 250 f.</ref> sowie bei Blasen- und Nierenerkrankungen und Menstruationsbeschwerden.<ref name=Hager>Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis - Band 2 (Hrsg.: F. von Bruchhausen), 5. Auflage, Springer Verlag 1992, S. 48 ff.</ref> Äußerlich werden Schafgarbenauszüge aufgrund ihrer antibakteriellen und adstringierenden Wirkung bei Entzündungen,<ref name="ding">T. Dingermann, K. Hiller, G. Schneider, I. Zündorf: Schneider Arzneidrogen. 5. Auflage. Elsevier, 2004. ISBN 3-8274-1481-4. S. 233 f.</ref> Wunden, Hämorrhoiden und zur Minderung übermäßiger Schweißbildung verwendet, eine Wirksamkeit ist nicht belegt.<ref name=Hager /> Gesichert gilt die hepatoprotektive (die Leber schützende) Eigenschaft von Achillea millefolium und deren Extrakten.<ref name="achi">M. Akram: Minireview on Achillea millefolium Linn. In: The Journal of membrane biology. Band 246, Nummer 9, September 2013, Vorlage:ISSN, S. 661–663, Vorlage:DOI, PMID 23959026 (Review).</ref>
Weiters soll die Gemeine Schafgarbe schweißtreibend und blutdrucksenkend (vor allem bei Arterieller Hypertonie [Bluthochdruck] mit Neigung zur Thrombose) sein und gegen Fieber helfen.<ref>Vorlage:Literatur</ref>
Schon im Altertum war die Schafgarbe bekannt als Heilpflanze bei den Germanen, der indigenen Bevölkerung Amerikas und in China, wo sie auch für das Schafgarbenorakel verwendet wurde. In der Ilias wird sie genannt als Mittel zur Wundheilung und zur Stillung von Blutungen.<ref>Dieter Schittenhelm: Schafgarbe, Darstellung der Website naturmedizin.lauftext.de, abgerufen am 13. Oktober 2013</ref>
Die Gemeine Schafgarbe enthält hauptsächlich folgende Inhaltsstoffe, da verschiedene Chemotypen existieren, in sehr variablen Mengen: ätherische Öle (enthält etwa Campher, α- und β-Pinen, 1,8-Cineol, α-Caryophyllen und Sabinen), azulenogene Sesquiterpenlactone (Proazulene) der Guajanolid-Reihe und nichtazulenogene Sesquiterpenlactone der Germacranolid-Reihe.
Als Begleitstoffe treten Flavonoide, Cumarine, Polyine, Kaffeesäurederivate und stickstoffhaltige Verbindungen (Achillein) auf.<ref name=ding /><ref name=teusch /> Chamazulen und andere Azulene bilden sich erst bei der Wasserdampfdestillation aus Proazulenen. Für das Guajanolid Achillinin A wurden zytotoxische Eigenschaften beschrieben.<ref name="achill"> Y. Li, M. L. Zhang, B. Cong, S. M. Wang, M. Dong, F. Sauriol, C. H. Huo, Q. W. Shi, Y. C. Gu, H. Kiyota: Achillinin A, a cytotoxic guaianolide from the flower of Yarrow, Achillea millefolium. In: Bioscience, Biotechnology, and Biochemistry. Band 75, Nummer 8, 2011, Vorlage:ISSN, S. 1554–1556, Vorlage:DOI, PMID 21821943.</ref>
Beim Liegen mit nackter Haut auf frischem Schafgarbenkraut kann es zu Irritationen vom Typ Wiesendermatitis kommen.
In früheren Zeiten wurde Schafgarbe zum Gelbfärben von Wolle verwendet. Dazu verwendete man getrocknete Blätter, Stängel und Blüten. Die Wolle musste vor dem Gelbfärben mit Alaunen gebeizt werden.<ref>E. Prinz: Färberpflanzen - Anleitung zum Färben, Verwendung in Kultur und Medizin. Verlag Schweizerbart, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-510-65258-7, S. 53.</ref>
Der interdisziplinäre Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde hat die Gemeine Schafgarbe aufgrund ihrer vielfältigen Verwendung in der Geschichte und ihres Potenzials für weitere Forschungen zur Arzneipflanze des Jahres 2025 gekürt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Namensherkunft
[Bearbeiten]Der Gattungsname Achillea geht auf Achilleus, den sagenhaften Helden des Trojanischen Krieges zurück, der die Pflanze als Droge entdeckt und zur Wundheilung verwendet haben soll (Ilias, 11. Gesang, Vers 822ff.), während der lateinische Artname millefolium (= „Tausendblatt“) auf die fein zerteilte Blattspreite anspielt. Im Mittelalter meinte lateinisch millefolium<ref>Vgl. etwa Wouter S. van den Berg (Hrsg.): Eene Middelnederlandsche vertaling van het Antidotarium Nicolaï (Ms. 15624–15641, Kon. Bibl. te Brussel) met den latijnschen tekst der eerste gedrukte uitgave van het Antidotarium Nicolaï. Hrsg. von Sophie J. van den Berg, N. V. Boekhandel en Drukkerij E. J. Brill, Leiden 1917, S. 242 (Millefolium).</ref> die Art Gemeine Schafgarbe.<ref>Vgl. Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 386 (Garbe).</ref><ref>Siehe auch Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 203.</ref>
Der deutsche Pflanzenname „Garbe“ beruht auf mittelhochdeutsch garwe.
Weitere bekannte Namen sind: Achilleskraut, Blutstillkraut, Gänsezungen, Grützblume, Kachel, Zangeblume, Feldgarbenkraut, Grundheil.
Darüber hinaus bestehen bzw. bestanden auch die häufig nur regional gebräuchlichen Bezeichnungen Achillenkraut, Barbune (mittelhochdeutsch), Bauchwehkraut (Österreich o. d. Ems.), Wilder Bienenpfeffer, Bolick, Dusendblad (Oldenburg, Ostfriesland, mittelniederdeutsch), Edelgarb, Fasankraut (Österreich), Fase, Feldgarbe, Gabl (mittelhochdeutsch), Gachheil (mittelhochdeutsch), Gachelkraut (Österreich), Gahrl (mittelhochdeutsch), Gärwel (mittelhochdeutsch), Gahel (mittelhochdeutsch), Garawa (althochdeutsch), Garb (mittelhochdeutsch), Garbe (mittelhochdeutsch und später), Garbenkraut, Garbewurz (Schweiz), Garwa (althochdeutsch), Garwe (mittelhochdeutsch), Garwel (mittelhochdeutsch), Graue Genge, Gerbel, Gertel (mittelhochdeutsch), Gerwel, Gliedkraut, Gollenkraut (Salzburg), Gor (Siebenbürgen), Gotteshand (Österreich), Gransine (mittelhochdeutsch), Graw (mittelhochdeutsch), Grensing (Göttingen), Grillenkraut (Salzburg), Grünsingkraut, Grüttblom (Mecklenburg), Guer (Siebenbürgen), Harwe (althochdeutsch), Hasenschardele (Loccum, mittelniederdeutsch), Heil allen Schaden (Straßburg), Herigottruckenkraut (Österreich), Reine Jase (Sachsen), Judenkraut, Jungfrauaugbroen, Jungfrauenaug, Jungfraukraut, Kachl (Kärnten), Kachelkraut (Kärnten), Karbe, Karpenkraut, Karwekraut (Schlesien), Katzenkraut (Eifel, Dreis), Katzenagel (mittelhochdeutsch), Katzenschwanz (Eifel), Katzenohl (Eifel), Kelke (Mark Brandenburg), Kerbel (mittelhochdeutsch), Kervele (mittelhochdeutsch), Lämmlizungen (Kanton Graubünden, St. Gallen), Margarethenkraut (Österreich), Mannsleuterl, Nisch/Nischkraut (Schweiz<ref>Alfred Helfenstein: Das Namengut des Pilatusgebietes. Keller, Luzern 1982, ISBN 3-85766-004-X, S. 42 (Nieschwald).</ref>), Poorblöme (Spiekeroog), Quer (Siebenbürgen), Rälk (Münsterland), Reinfase, Weiss Reinfaren, Relicken, Relek (Bremen, Unterweser), Releke (Hannover), Relik (Sachsen), Relitz (Altmark), Rels (Fallersleben), Rippel (Schlesien), Weiss Reinfert (Saschiz in Siebenbürgen), Röhlk (Mecklenburg, Norddithmarschen, Helgoland), Röhlke (Hamburg), Röleke (Mecklenburg), Rölitz (Altmark), Rölk (Holstein, Mecklenburg), Rölken (Pommern, Bremen, Unterweser), Rötlich (Grafschaft Mark), Rohlegg (Oldenburg), Rohlei (Oldenburg), Roleg (Bremen, Unterweser), Roleggen (Münsterland), Rolegger (Münsterland), Rolick (niederdeutsch), Rolyk (mittelhochdeutsch), Rülkers (Wangerooge), Rüppel, Rulk (Münsterland), Sachfrist, Sägkraut, Schabab, Schabgrab (mittelhochdeutsch), Schapfgerwe, Schafgarbe (Schweiz), Schaffgarbe (mittelhochdeutsch), Schafkarwe (Schlesien), Schafrippe, Schafschier, Schafzunge (Eifel, Daun), Schapgarbe (Göttingen), Schapgarwer (Mecklenburg, Ostfriesland), Schenken, Schiufkraut (Siebenbürgen), Schnitzelquäck (Eifel, Altenahr), Schofgarb (mittelhochdeutsch), Schweinbauch, Schelkraut (Werfen), Tausendaugbraun, Tausendblatt (Pommern), Tausendplat (mittelhochdeutsch), Tausendspalt (mittelhochdeutsch), Tusendblat (mittelniederdeutsch), Tusendplat (mittelniederdeutsch), Wuntkrut und Zeiskraut.<ref>Carl Jessen, Die deutschen Volksnamen der Pflanzen, Verlag von Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 6 f.</ref>
Literatur
[Bearbeiten]Aktuelle Literatur
[Bearbeiten]- Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.
- Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv. (CD-Rom), Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6.
Historische Literatur
[Bearbeiten]- Plinius der Ältere, Naturalis historia 25,42 (Ausgabe König).
- Heidelberg Cpg 620, Rezeptsammlung – Nordbayern um 1450, Blatt 75r-95v „Galgant-Gewürz-Traktat“. Blatt 90v Tausent pleter. Digitalisat Zur komplizierten Entstehungs- und Überlieferungs-Geschichte des „Galgant-Gewürz-Traktats“ siehe: Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon, Bd. III, Sp. 476–479: G. Keil. Henrik Harpestraeng und Bd. VI, Sp. 988–990: William C. Crossgrove. Niederdeutscher Gewürztraktat.
- Herbarius Moguntinus. Mainz 1484, Cap. 85 Digitalisat
- Gart der Gesundheit. (Mainz 1485). Ausgabe Augsburg (Schönsperger) 1485, Cap. 254 Digitalisat
- Hieronymus Brunschwig. Kleines Destillierbuch. Straßburg 1500, Blatt 54r Digitalisat
- Otto Brunfels. Ander Teyl des Teütschen Contrafayten Kreüterbůchs. Straßburg 1537, S. 21 Digitalisat
- Hieronymus Bock. New Kreütter Buch. Straßburg 1539, Buch I, Cap. 160 Digitalisat
- Leonhart Fuchs. New Kreütterbuch. Straßburg 1543, Cap. 278 Digitalisat
Weblinks
[Bearbeiten]- Vorlage:FloraWeb
- Vorlage:BiolFlor
- Vorlage:BIB
- Vorlage:InfoFlora
- Vorlage:InfoFlora
- Thomas Meyer: Schafgarbe Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben) Achillea collina
- Thomas Meyer: Schafgarbe Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben) Achillea pratensis
- Thomas Meyer: Schafgarbe Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben) Achillea roseoalba
- Thomas Meyer: Schafgarbe Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben) Achillea setacea
- W. Arnold: Die Art als Heilpflanze
Einzelnachweise
[Bearbeiten]<references> <ref name="GRIN"> Vorlage:GRIN</ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Vorlage:BibISBN </ref> <ref name="Dörr-Lippert">Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 602.</ref> <ref name="Euro+Med">Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter & Eckhard von Raab-Straube (ed.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Achillea millefolium agg. In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.</ref> <ref name="IPCN">Vorlage:Tropicos</ref> </references>
Vorlage:Navigationsleiste Heilpflanze des Jahres in Deutschland Vorlage:Navigationsleiste Arzneipflanze des Jahres in Deutschland Vorlage:Normdaten