Sauce

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Geflügelrahmsauce in einer Sauciere

Sauce oder Soße (von Vorlage:FrS), auch Tunke genannt, ist eine flüssig bis sämig gebundene, würzende Beigabe zu warmen und kalten Gerichten, Salaten und Desserts.

Allgemeines

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Unterteilung von Saucen

Bereits im Altertum gab es Würzsaucen wie Garum und dessen Vorläufer, die aufwendig zubereitet und für viele Gerichte verwendet wurden. Auch die Rezeptsammlung Maestro Martinos aus dem 15. Jahrhundert, eine wichtige Quelle für die Esskultur im Mittelalter, beschreibt vor allem Saucen. Die heutige Systematik der Saucen und ihre Verwendung in der Haute Cuisine geht auf die französische Küche zurück. In der modernen Küche ergänzen Saucen Speisen wie Fisch, Fleisch oder Teigwaren, um den Geschmack abzurunden oder zu kontrastieren und den Genuss zu steigern. Bei Ragouts und manchen Salaten sind sie das verbindende Element verschiedener fester Zutaten. In vielen Fällen ist das jeweilige Gericht auch schöner anzusehen. Des Weiteren wirken sie mitunter appetitanregend und verdauungsfördernd.

Saucen basieren grundsätzlich auf aromatischen Flüssigkeiten wie Fonds, Weinen, Ölen oder Milcherzeugnissen, die durch verschiedene Verfahren gebunden bzw. angedickt (siehe auch Abbinden) oder reduziert werden. Hierfür benutzt man typischerweise Mehl (Mehlschwitze oder Mehlbutter), Stärke, Ei oder kalte Butter. Durch die veränderte Viskosität werden die anderen Speisebestandteile verbunden und Inhaltsstoffe direkt mit ihnen kombiniert, so dass der Geschmack positiv beeinflusst wird.<ref>This-Benckhard: Rätsel und Geheimnisse der Kochkunst. Naturwissenschaftlich erklärt. München: 2001. S. 131.</ref>

Da die Sauce durch die Zusammenstellung der enthaltenen Zutaten und Konzentration der Aromen den Charakter und Geschmack eines Gerichts maßgeblich mitbestimmt, wird in der Küchenbrigade die Position des Sauciers meist mit dem erfahrensten Koch besetzt.

Der Duden empfiehlt die Schreibweise des Lehnwortes „Soße“,<ref>Duden: Stichworteintrag „Soße“</ref> während in der deutschsprachigen Fachliteratur die Verwendung von Sauce überwiegt.

Grundsaucen

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Grundsaucen dienen als Basis für zahlreiche Ableitungen, die durch die Zugabe von Würzmitteln, geschmacksgebenden Zutaten und anderen Lebensmitteln entstehen. Sie werden nach Färbung, Rohstoff und Herstellungsmethode unterschieden. Das Konzept der Grundsaucen entstand in der klassischen Küche Frankreichs und gehört bis heute zum Standard in der internationalen Gastronomie. Hauptzutaten von Grundsaucen sind je nachdem Knochen und Parüren, Brühen oder Fonds, Wurzelgemüse, Tomaten, Tomatenmark, Mehl, Butter, Milch und Sahne.

Grundsätzlich unterscheidet man warme und kalte Grundsaucen, wobei zu letzteren nur die Mayonnaise gezählt wird. Warme Grundsaucen wiederum unterteilt man in weiße, braune und warm aufgeschlagene:

Auch die Tomatensauce wird oft zu den Grundsaucen gezählt, während andere Systematiken sie als selbständige Sauce ansehen.

Selbständige warme Saucen

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Bei den sogenannten selbständigen Saucen sind nur geringe Abwandlungen möglich. Dazu gehören: Tomatensauce, Paprikasauce und warme englische Saucen.

Kalte Saucen

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Kalte Saucen werden als Bestandteil von Vorspeisen, Salaten, Zwischengerichten und Desserts betrachtet. Besondere Bedeutung haben sie bei der individuellen Gestaltung von Buffets, wo sie das Angebot durch Geschmack- und Farbkombinationen bereichern. Viele klassische Saucen werden von der Lebensmittelindustrie als verzehrfertiges Convenience-Produkt angeboten, einige sind sogar nur so verfügbar (etwa Würzsaucen wie die Worcestershiresauce). Als „Dips“ bezeichnet man angedickte kalte Saucen, Mayonnaisemischungen und Käsecremes. Diese dienen zum Eintunken (Vorlage:EnS, norddeutsch stippen) kleiner Imbisse und Vorspeisen.

Dessertsaucen

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Dessertsaucen werden zu Süßspeisen, wie Pudding, Flammeri, Mehlspeisen, süßen Aufläufen, pochierten Früchten, roter Grütze oder Eis serviert. Die Grundlage bilden oft frische oder gefrorene Früchte, Konfitüren, Fruchtsäfte und Schokolade. Häufig finden außerdem Sahne und Milch, Eier und Läuterzucker Verwendung. Liköre und Spirituosen dienen der Aromatisierung. Dessertsaucen können kalt oder warm serviert werden.

Siehe auch

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Literatur

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  • Auguste Escoffier: Kochkunstführer. 15. deutsche Auflage. Haan-Gruiten 1993.
  • Richard Hering: Lexikon der Küche. Wien 1907.
  • Emil Reimers: Das Große Saucen-Kochbuch. Erprobte Rezepte für über 350 Saucen, Fonds, Mayonnaisen und Farcen – und wozu man sie serviert. Mit ausführlichem Register. Heyne, München 1968, ISBN 978-3-4534-0050-4.
  • Autorenkollektiv: Speisenlehre. Leipzig 1987.
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Einzelnachweise

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<references />

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