Landkreis Spree-Neiße

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Vorlage:Infobox Landkreis

Der Landkreis Spree-Neiße (Vorlage:DsbS, amtlich Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa)<ref>Hauptsatzung des Landkreises Spree-Neiße vom 20. September 2019. § 1 (Name, Gebiet, Kreissitz), Absatz 1. (PDF; 123 kB).</ref> ist ein Landkreis im Südosten des Landes Brandenburg. Sitz der Kreisverwaltung ist die Stadt Forst (Lausitz).

Geografie

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Der Landkreis Spree-Neiße liegt in der Niederlausitz und umschließt die kreisfreie Stadt Cottbus vollständig (Kragenkreis). Im Kreisgebiet liegen Teile des Oberspreewaldes im Nordwesten, die Lieberoser Heide im Norden und der Muskauer Faltenbogen im Südosten. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Oder-Spree, im Osten die Republik Polen mit den Landkreisen Krosno und Żary, im Süden die sächsischen Landkreise Görlitz und Bautzen, im Westen der Landkreis Oberspreewald-Lausitz und im Nordwesten der Landkreis Dahme-Spreewald. Der Landkreis Spree-Neiße ist der östlichste Landkreis Brandenburgs.

Gemeinden

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Seit der Auflösung der Gemeinde Hornow-Wadelsdorf am 1. Januar 2016 umfasst der Landkreis Spree-Neiße noch 29 Gemeinden, darunter sieben Städte. Nach der amtlichen Feststellung 2016 waren 20 Gemeinden und zwei weitere Ortsteile von ansonsten deutschsprachigen Städten oder Gemeinden offiziell zweisprachig (Deutsch, Niedersorbisch).<ref>MWFK: Vorlage:Webarchiv, abgerufen am 7. Dezember 2016.</ref>

Vorlage:Siehe auch

(Einwohner am {{#time: j. F Y |Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BB }})<ref>Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BB</ref>

Amtsfreie Städte

  1. Drebkau – Drjowk (Vorlage:EWZ)
  2. Forst (Lausitz) – Baršć (Vorlage:EWZ)
  3. Guben (Vorlage:EWZ)
  4. Spremberg – Grodk (Vorlage:EWZ)
  5. Welzow – Wjelcej (Vorlage:EWZ)

Weitere amtsfreie Gemeinden

  1. Kolkwitz – Gołkojce (Vorlage:EWZ)
  2. Neuhausen/Spree – Kopańce (Vorlage:EWZ)
  3. Schenkendöbern (Vorlage:EWZ)

Ämter und zugehörige Gemeinden
¹ Gemeinde führt keinen amtlichen sorbischen Namen, hat aber einen zweisprachigen Ortsteil

1. Amt Burg (Spreewald) – Amt Bórkowy (Błota) (Vorlage:EWZ)

  1. Briesen – Brjazyna (Vorlage:EWZ)
  2. Burg (Spreewald) – Bórkowy (Błota) (Vorlage:EWZ)
  3. Dissen-Striesow – Dešno-Strjažow (Vorlage:EWZ)
  4. Guhrow – Góry (Vorlage:EWZ)
  5. Schmogrow-Fehrow – Smogorjow-Prjawoz (Vorlage:EWZ)
  6. Werben – Wjerbno (Vorlage:EWZ)

2. Amt Döbern-Land – Amt Derbno-kraj (Vorlage:EWZ) (Amtssitz: Döbern)

  1. Döbern – Derbno, Stadt (Vorlage:EWZ)
  2. Felixsee – Feliksowy Jazor¹ (Vorlage:EWZ)
  3. Groß Schacksdorf-Simmersdorf (Vorlage:EWZ)
  4. Jämlitz-Klein Düben (Vorlage:EWZ)
  5. Neiße-Malxetal – Dolina Nyse a Małkse¹ (Vorlage:EWZ)
  6. Tschernitz – Cersk (Vorlage:EWZ)
  7. Wiesengrund – Łukojce (Vorlage:EWZ)

3. Amt Peitz – Amt Picnjo (Vorlage:EWZ)

  1. Drachhausen – Hochoza (Vorlage:EWZ)
  2. Drehnow – Drjenow (Vorlage:EWZ)
  3. Heinersbrück – Móst (Vorlage:EWZ)
  4. Jänschwalde – Janšojce (Vorlage:EWZ)
  5. Peitz – Picnjo, Stadt (Vorlage:EWZ)
  6. Tauer – Turjej (Vorlage:EWZ)
  7. Teichland – Gatojce (Vorlage:EWZ)
  8. Turnow-Preilack – Turnow-Pśiłuk (Vorlage:EWZ)

Vorlage:Imagemap Landkreis Spree-Neiße

Geschichte

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Der Landkreis Spree-Neiße entstand am 6. Dezember 1993 im Zuge der Kreisreform in Brandenburg aus den Landkreisen Cottbus, Guben, Forst und Spremberg. Der Landkreis Guben, in dem eine Fusion mit dem Landkreis Eisenhüttenstadt und der damals kreisfreien Stadt Eisenhüttenstadt bevorzugt wurde, legte Verfassungsbeschwerde gegen die Kreisreform ein, die jedoch abgelehnt wurde.

Im Rahmen der Gemeindegebietsreform 2003 musste der Landkreis gegen seinen erklärten Willen die Gemeinden Gallinchen, Groß Gaglow und Kiekebusch (vorher Amt Neuhausen/Spree) zur Eingemeindung an die Stadt Cottbus abtreten. Nach dem Willen der Landesregierung sollten gleichzeitig die restlichen Gemeinden dieses Amtes zur amtsfreien Gemeinde Neuhausen/Spree zusammengeschlossen werden. Aufgrund von Formfehlern wurde dieser Zusammenschluss erst mit Wirkung vom 19. September 2004 wirksam.

Bei der für 2019 geplanten Verwaltungsstrukturreform in Brandenburg sollte der Landkreis Spree-Neiße nach einem im Oktober 2016 vorgelegten Entwurf der Landesregierung mit den Landkreisen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz sowie der kreisfreien Stadt Cottbus in einem neuen Landkreis Niederlausitz zusammengeschlossen werden. Nach Kritik an den Plänen wurde im Juli 2017 ein Gesetzentwurf vorgestellt, der eine Fusion des Landkreises Spree-Neiße mit der Stadt Cottbus zu einem neuen Landkreis Cottbus-Spree-Neiße vorsah. Nach heftigen Protesten auf kommunaler Ebene wurden die Pläne zur Verwaltungsstrukturreform im November 2017 wieder verworfen.

Bevölkerungsentwicklung

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Jahr Einwohner
1993 152.241
1995 153.493
2000 153.827
2005 136.896
2010 126.400
2015 117.635
Jahr Einwohner
2020 113.011
2021 111.955
2022 111.083
2023 110.580
2024 109.635

Gebietsstand und Einwohnerzahl am 31. Dezember des jeweiligen Jahres<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Spree-Neiße. S. 8–9</ref><ref>Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7</ref><ref>Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 1, A II 4. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg. (jeweilige Ausgaben des 4. Quartals)</ref>, von 2011 bis 2021 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Durch die Gemeindegebietsreform vom 26. Oktober 2003 verlor der Kreis etwa 5300 Einwohner an Cottbus.

Politik

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Kreistag

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Vorlage:Wahldiagramm Vorlage:Sitzverteilung Vorlage:Sitzverteilung

Die 50 Sitze im Kreistag verteilen sich seit der Wahl vom 9. Juni 2024 wie folgt auf Parteien und Wählergruppen:<ref>Ergebnisse Kreistagswahl Landkreis Spree-Neiße 2024</ref>

Partei/Wählergruppe Ergebnis
2024
Sitze
2024
Ergebnis
2019
Sitze
2019
Ergebnis
2014
Sitze
2014
Ergebnis
2008
Sitze
2008
Ergebnis
2003
Sitze
2003
Ergebnis
1998
Sitze
1998
AfD style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei"| 38,2 % style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei"| 19 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei"| 26,5 % style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei"| 13 Vorlage:01,8 % 1
CDU 20,1 % 10 20,5 % 10 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei"| 29,5 % style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei"| 15 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei"| 23,7 % style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei"| 12 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei"| 35,9 % style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei"| 18 28,3 % 16
SPD 13,0 % 6 15,0 % 8 20,9 % 10 23,0 % 11 20,7 % 11 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei"| 34,6 % style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei"| 19
Die Linke (bis 2007 PDS) Vorlage:06,8 % 3 12,3 % 6 17,7 % 9 21,8 % 11 20,1 % 10 20,3 % 11
Unabhängige Wählergemeinschaft Spree-Neiße Vorlage:05,4 % 3 Vorlage:05,4 % 3
BVB/Freie Wähler (bis 2009 BVB/50Plus) Vorlage:05,3 % 3 Vorlage:03,1 % 2 Vorlage:02,9 % 2 Vorlage:00,8 %
FDP Vorlage:03,3 % 2 Vorlage:04,9 % 3 Vorlage:06,8 % 3 Vorlage:09,1 % 5 Vorlage:07,8 % 4 Vorlage:03,8 % 2
Bündnis 90/Die Grünen Vorlage:02,1 % 1 Vorlage:04,6 % 2 Vorlage:02,3 % 1 Vorlage:01,8 % 1 Vorlage:01,7 % 1 Vorlage:02,4 % 1
Mittelstandsinitiative Brandenburg Vorlage:01,6 % 1
Wählergruppe Landwirtschaft und Umwelt Vorlage:01,5 % 1 Vorlage:01,9 % 1 Vorlage:02,2 % 1 Vorlage:01,9 % 1 Vorlage:02,0 % 1 Vorlage:01,3 % 1
Gruppe Unabhängige Bürger Spree-Neiße Vorlage:01,3 % 1 Vorlage:02,4 % 1 Vorlage:01,5 % 1 Vorlage:02,7 % 1 Vorlage:02,7 % 1
Die PARTEI Vorlage:00,7 %
Wählergemeinschaft Gemeinsam für Guben Vorlage:00,5 %
Bürger für die Lausitz – Klinger Runde Vorlage:02,3 % 1 Vorlage:03,7 % 2 Vorlage:04,8 % 2
NPD Vorlage:04,4 % 2 Vorlage:04,0 % 2
Spremberger Bürgerinitiative SPB Vorlage:01,3 % 1
Vereinte Sozialgemeinschaft Vorlage:00,9 % 1 Vorlage:01,8 % 1 Vorlage:02,6 % 1 Vorlage:01,2 % 1
Wählergemeinschaft Turnow-Preilack Vorlage:01,4 % 1 Vorlage:01,5 % 1
Wählergemeinschaft Spremberg-Land Vorlage:01,4 % 1
DSU Vorlage:01,3 % 1 Vorlage:02,6 % 1 Vorlage:03,7 % 2
Einzelbewerber Eberhard Müller Vorlage:00,5 % Vorlage:00,6 %
Schill-Partei Vorlage:01,6 % 1
Einzelbewerberin Nonka Schupp Vorlage:00,2 %
BürgerBündnis freier Wähler Vorlage:03,1 % 2
Wählergruppe Alternative Spree-Neiße Vorlage:01,0 % 1
Einzelbewerberin Cornelia Schulz Vorlage:00,3 %
Wahlbeteiligung 67,6 % 60,8 % 48,8 % 53,9 % 44,2 % 78,4 %

Bei der konstituierenden Sitzung des Kreistages wurden folgende Fraktionen gebildet: Die Linke (3 Sitze), SPD (7 Sitze), Freie Bürger (Bündnis 90/Die Grünen, BVB/Freie Wähler, FDP und GUB-SPN; 7 Sitze), CDU/Landwirtschaft und Umwelt (11 Sitze) und AfD (19 Sitze); drei Kreistagsabgeordnete sind fraktionslos. Ein für die Unabhängige Wählergemeinschaft Spree-Neiße gewählter Abgeordneter hatte sich der SPD-Fraktion angeschlossen.<ref>Kreistag Spree-Neiße. Bürgerinformationssystem, abgerufen am 23. Juli 2024.</ref>

Datei:ForstTuchfabrikCattienNO.jpg
Sitz der Kreisverwaltung und des Kreistages

Sitz des Kreistages ist die ehemalige Tuchfabrik Cattien in Forst.

Landrat

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Altekrüger unterlag in der Landratsstichwahl am 24. Januar 2010 seinem Mitbewerber Dieter Friese (SPD), der 51,3 % der gültigen Stimmen erreichte. Allerdings verfehlte Friese durch die geringe Wahlbeteiligung von 26,4 % das erforderliche Quorum von 15 % der Wahlberechtigten. Infolgedessen hatte der Kreistag zu entscheiden. Er wählte Altekrüger am 19. April 2010 entsprechend § 72 (3) des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes für eine Amtszeit von acht Jahren zum Landrat.<ref>Harald Altekrüger neuer Landrat im Spree-Neiße-Kreis. In: Märkische Oderzeitung, 19. April 2010</ref>

Altekrüger wurde in der Landratsstichwahl am 6. Mai 2018 mit 60,8 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von acht Jahren<ref>§ 126 der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg</ref> in seinem Amt bestätigt.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref>

Der Landrat ist stimmberechtigtes Mitglied des Kreistages.

Wappen, Flagge und Dienstsiegel

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Der Landkreis Spree-Neiße führt Wappen, Flagge und Dienstsiegel. Der Innenminister des Landes Brandenburg genehmigte das Wappen am 6. September 1995,<ref name="BLHA-17154" /> die Flagge im Jahre 1997.

Wappenbeschreibung
„Gevierteilt; oben vorn in Silber ein aufrechter roter Krebs, hinten in Rot ein steigender, doppelt geschwänzter, gekrönter silberner Löwe; unten vorn in Blau eine dreiblättrige goldene Krone, hinten in Gold eine aufgerichtete, nach außen gebogene rote Hirschstange mit vier Enden und kleeblattförmiger Rose.“<ref name="BLHA-17154">BLHA: Wappen des Landkreises Spree-Neiße</ref><ref name="Hauptsatzung-2">§ 2 der Hauptsatzung des Landkreises Spree-Neiße</ref>
Flaggenbeschreibung
„Geviert von Rot und Weiß, mit dem in der Mitte aufgelegten Kreiswappen.“<ref name="Hauptsatzung-2" />
Dienstsiegel
„Der Landkreis Spree-Neiße führt folgendes Dienstsiegel: In der Mitte das Wappen des Landkreises Spree-Neiße und als Umschrift, Landkreis Spree-Neiße, Der Landrat.“<ref name="Hauptsatzung-2" />

Die Wappen der Ämter, Städte und Gemeinden des Landkreises befinden sich unter der Liste der Wappen im Landkreis Spree-Neiße, die Flaggen unter der Liste der Flaggen im Landkreis Spree-Neiße.

Partnerkreise

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Der Landkreis Spree-Neiße unterhält Partnerschaften mit folgenden Landkreisen:

Der Landkreis Spree-Neiße pflegt bereits seit 1998 Partnerschaften mit Landkreisen anderer Länder. Hauptzweck der Partnerschaften ist es, den Bürgern des Landkreises durch vielseitige Projekte und persönliche Begegnungen mit den Partnerregionen die Gelegenheit zu geben, andere Kulturen kennen und verstehen zu lernen, Grenzen zwischen Völkern abzubauen und auf diesem Wege ein tolerantes Miteinander zu fördern.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Wirtschaft

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Datei:Aussichtsturm Teichland-08-Aussicht Kraftwerk Jänschwalde.jpg
Kraftwerk Jänschwalde

Im Land Brandenburg zählt der Landkreis Spree-Neiße zu den industriellen Ballungsgebieten. Die Wirtschaftsstruktur ist traditionell durch die Braunkohle- und Energiewirtschaft geprägt. Aber auch die Kunststoff- und Chemieindustrie, die Ernährungswirtschaft, die Metallbearbeitung sowie die Papier-, Bau- und Baustoffindustrie sind als zukunftsfähige Branchen vorhanden. Bedeutende Industrie- und Gewerbegebiete befinden sich in den Städten Spremberg (Regionaler Wachstumskern), Forst (Lausitz), Guben und Welzow.

Der Landkreis Spree-Neiße hatte im Jahr 2016 ein Bruttoinlandsprodukt von 30.723 Euro je Einwohner.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Der Wirtschaftsstandort Spremberg ist einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert.

Im Zukunftsatlas, den die Schweizer Prognos AG in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt erstellt, belegte der Landkreis Spree-Neiße 2004 den 424. Platz von 439 untersuchten Regionen. 2007 belegte er den 414. und letzten Platz. In der Untersuchung 2010 erreichte man mit Platz 392 von 412 Regionen eine Verbesserung um 28 Plätze.<ref>Prognos Zukunftsatlas 2010 – Deutschlands Regionen im Zukunftswettbewerb</ref> Weitere drei Jahre später erreichte man Platz 394 von 402 Regionen.<ref>Brandenburgs Randgebiete sacken ab. In: Potsdamer Neueste Nachrichten, 9. November 2013, abgerufen am 12. November 2013</ref> 2016 fiel man auf Platz 396 von 402 zurück.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref> Im Zukunftsatlas 2019 wurde der Landkreis Spree-Neiße auf Platz 397 von 401 gelistet. Der Landkreis schneidet damit innerhalb Brandenburgs am schlechtesten ab.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Verkehr

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Datei:Klein Gaglow, Drebkauer Straße (4 of 7).png
Bundesstraße 169 bei Klein Gaglow

Die Bundesautobahn 15 durchquert den Landkreis in westöstlicher Richtung. Des Weiteren verlaufen die Bundesstraßen 97, 112, 115, 156, 168, 169 und 320 im Kreisgebiet.

Wichtige Eisenbahnstrecken im Landkreis sind die Strecken Berlin–Görlitz, Cottbus–Forst, Cottbus–Guben und Großenhain–Cottbus.

Tourismus

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Datei:Kahnfahrt durch Hochwald 20170618 134811.jpg
Kahnfahrt im Spreewald bei Burg

Der Landkreis Spree-Neiße hat Anteil an den Reisegebieten Spreewald, Niederlausitz und Lausitzer Seenland. Touristischer Hauptort ist der Kurort (Ort mit Heilquellenkurbetrieb) Burg (Spreewald).

Die Flüsse Spree und Lausitzer Neiße sind für den Kanutourismus prädestiniert. Zwei tätige Braunkohletagebaue prägen ebenfalls das Bild und sind nicht nur für Technikinteressierte beeindruckend. Hervorzuheben ist das dichte Radwegenetz (ca. 1000 km, größtenteils asphaltiert) mit sieben Radfernwegen (Oder-Neiße-Radweg, Spree-Radweg, Tour Brandenburg, Niederlausitzer Bergbautour, Fürst-Pückler-Weg, Seenlandroute und Gurkenradweg).

Schutzgebiete

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Im Landkreis befinden sich 22 ausgewiesene Naturschutzgebiete (Stand Februar 2017). Vorlage:Siehe auch

Kfz-Kennzeichen

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Am 1. Januar 1994 wurde dem Landkreis das Unterscheidungszeichen SPN zugewiesen und seitdem ausgegeben.

Bis etwa zum Jahr 2000 erhielten Fahrzeuge aus den Altkreisen besondere Erkennungsnummern:

Gebiet Buchstaben Zahlen
Altkreis Spremberg A bis E 1 bis 999
Y
AA bis EZ 1 bis 99
YA bis YZ
Altkreis Forst H bis L 1 bis 999
X
HA bis HZ 1 bis 99
XA bis XZ
Altkreis Guben M bis R 1 bis 999
Z
MA bis RZ 1 bis 99
ZA bis ZZ
Altkreis Cottbus S bis W 1 bis 999
SC bis WZ 1 bis 99

Im Rahmen der Kennzeichenliberalisierung sind seit dem 19. März 2013 zudem die Unterscheidungszeichen FOR (Forst), GUB (Guben) und SPB (Spremberg) erhältlich, welche die Kennzeichen der drei Altkreise zwischen 1990 und 1993 widerspiegeln.

Eingliederungen und Zusammenschlüsse von Gemeinden

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In der Tabelle sind die Eingliederungen und Zusammenschlüsse von Gemeinden seit der Bildung des Landkreises am 5. Dezember 1993 erfasst.<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Spree-Neiße, S. 34–37.</ref>

Gemeinde Datum Eingliederung von nach Zusammenschluss von zu
Burg (Spreewald) 31.12.2001 Müschen Burg (Spreewald)
Cottbus 26.10.2003 Gallinchen
Groß Gaglow
Kiekebusch
Cottbus
Dissen-Striesow 31.12.2001 Dissen
Striesow
Dissen-Striesow
Drebkau 01.10.1996 Kausche Drebkau
Drebkau 31.12.2001 Casel
Domsdorf
Drebkau
Greifenhain
Jehserig
Laubst
Leuthen
Schorbus
Siewisch
Drebkau
Felixsee 31.12.2001 Bloischdorf
Bohsdorf
Friedrichshain
Klein Loitz
Felixsee
Felixsee 26.10.2003 Reuthen Felixsee
Forst (Lausitz) 06.12.1993 Bohrau
Briesnig
Groß Bademeusel
Groß Jamno
Mulknitz
Naundorf
Forst (Lausitz)
Groß Schacksdorf-Simmersdorf 31.12.2001 Groß Schacksdorf
Simmersdorf
Groß Schacksdorf-Simmersdorf
Guben 06.12.1993 Bresinchen
Deulowitz
Schlagsdorf
Guben
Heinersbrück 26.10.2003 Grötsch Heinersbrück
Jämlitz-Klein Düben 31.12.2001 Jämlitz
Klein Düben
Jämlitz-Klein Düben
Jänschwalde 27.09.1998 Horno Jänschwalde
Jänschwalde 26.10.2003 Drewitz
Grießen
Jänschwalde
Jänschwalde
Kolkwitz 06.12.1993 Babow
Eichow
Glinzig
Gulben
Hänchen
Klein Gaglow
Kolkwitz
Krieschow
Limberg
Milkersdorf
Papitz
Kolkwitz
Neiße-Malxetal 31.12.2001 Groß Kölzig
Jerischke
Jocksdorf
Klein Kölzig
Preschen
Neiße-Malxetal
Neuhausen/Spree 19.09.2004 Bagenz
Drieschnitz-Kahsel
Frauendorf
Gablenz
Groß Döbbern
Groß Oßnig
Haasow
Kathlow
Klein Döbbern
Komptendorf
Koppatz
Laubsdorf
Neuhausen
Roggosen
Sergen
Neuhausen/Spree
Schenkendöbern 28.05.1998 Groß Gastrose
Kerkwitz
Gastrose-Kerkwitz
Schenkendöbern 31.12.1998 Lübbinchen
Pinnow
Reicherskreuz
Staakow
Pinnow-Heideland
Schenkendöbern 31.12.1998 Grano
Groß Drewitz
Krayne
Lauschütz
Schenkendöbern
Sembten
Lutzketal
Schenkendöbern 26.10.2003 Gastrose-Kerkwitz Schenkendöbern Atterwasch
Bärenklau
Grabko
Lutzketal
Pinnow-Heideland
Schenkendöbern
Schmogrow-Fehrow 31.12.2001 Fehrow
Schmogrow
Schmogrow-Fehrow
Spremberg 27.09.1998 Schwarze Pumpe
Sellessen
Spremberg
Spremberg 31.12.2002 Graustein
Groß Luja
Lieskau
Türkendorf
Spremberg
Spremberg 31.12.2001 Hornow
Wadelsdorf
Hornow-Wadelsdorf
Spremberg 01.01.2016 Hornow
Wadelsdorf
Spremberg
Tauer 06.12.1993 Schönhöhe Tauer
Teichland 31.12.2000 Bärenbrück
Maust
Neuendorf
Teichland
Tschernitz 26.10.2003 Wolfshain Tschernitz
Turnow-Preilack 31.12.2001 Preilack
Turnow
Turnow-Preilack
Welzow 26.10.2003 Proschim
Welzow 01.01.2006 Haidemühl
Devastierung
Welzow
Wiesengrund 31.12.2001 Gahry
Gosda
Jethe
Mattendorf
Trebendorf
Wiesengrund

Literatur

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  • Karl Bankmann: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Brandenburg. Landkreis Spree-Neiße 16.1 = Städte Forst (Lausitz) und Guben, Amt Peitz und Gemeinde Schenkendöbern. Wernersche Verlagsgesellschaft Worms 2012, ISBN 978-3-88462-334-3.
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Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

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<references />

Vorlage:Navigationsleiste Landkreise und kreisfreie Städte in Brandenburg Vorlage:Normdaten