Eisenhüttenstadt

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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland

Datei:PanoramaI.jpg
Historischer Teil der Stadt Eisenhüttenstadt, der Ortsteil Fürstenberg, im Jahr 2009

Eisenhüttenstadt ist eine Stadt im Landkreis Oder-Spree des Landes Brandenburg am Westufer der Oder. Sie entstand als Planstadt nach einem Beschluss ab Juli 1950 als sozialistische Wohnstadt für das Eisenhüttenkombinat Ost (EKO), das seitdem ein bedeutender Arbeitgeber in der Stadt ist. Gebaut wurde nahe dem historischen, seit dem 13. Jahrhundert bestehenden Ort Fürstenberg (Oder), aus dem der neue Stadtkreis 1953 herausgelöst und kurz darauf in Stalinstadt umbenannt wurde. 1961 wurden beide Verwaltungseinheiten zu Eisenhüttenstadt vereint. Die Stadt ist ein Mittelzentrum und war bis 1993 eine kreisfreie Stadt. Seitdem hat sie den Status einer amtsfreien Großen kreisangehörigen Stadt.

Durch seine Geschichte als komplette Stadtneugründung und den städtebaulichen Aufbau mit diversen Baudenkmalen gilt Eisenhüttenstadt als besonderes Bauensemble.

Geografie

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Eisenhüttenstadt liegt auf einer Talsandterrasse des Warschau-Berliner Urstromtals. Im Süden ist es vom Hügelland einer Endmoräne, den Diehloer Bergen, begrenzt. In Eisenhüttenstadt mündet der Oder-Spree-Kanal in die Oder.

Die Stadt liegt etwa 25 Kilometer südlich von Frankfurt (Oder), 25 Kilometer nördlich von Guben und 110 Kilometer von Berlin entfernt.

Eisenhüttenstadt befindet sich im äußersten Norden der Niederlausitz und ist nach Cottbus und Żary (Sorau) deren drittgrößte Stadt. Im Landkreis Oder-Spree ist Eisenhüttenstadt, nach Fürstenwalde/Spree, die zweitgrößte Stadt.

Nachbargemeinden

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Vorlage:Nachbargemeinden Die Gemeinden auf der östlichen Oderseite in Polen sind nur über die Brücken in Frankfurt (Oder), Coschen oder Guben zu erreichen, da die zerstörte Oderbrücke nicht wieder errichtet worden ist.

Stadtgliederung

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Datei:Glockenturm Friedensstraße.jpg
Glockenturm der Heilig-Kreuz-Kirche in Schönfließ

Die Stadt besteht aus dem nach 1950 entstandenen Stadtzentrum und den eingemeindeten Ortsteilen:<ref>Vorlage:Webarchiv</ref>

Das Stadtzentrum ist wiederum in sieben Wohnkomplexe unterteilt, die ursprünglich mit Geschäften und Dienstleistungseinrichtungen sowie Schulen und Kindergärten ausgestattet waren.

Wohnplätze

  • Diehloer Ziegelei
  • Schrabischmühle
  • Waldsiedlung

Geschichte

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Historischer Überblick

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Bereits nach 1251 wurde auf dem heutigen Stadtgebiet im Rahmen der Territorialpolitik des meißnischen Markgrafen Heinrichs des Erlauchten die Stadt Fürstenberg im Verband der Niederlausitz gegründet. 1286 ist sie als Civitas und Zollstätte bezeugt. Im 14. Jahrhundert veranlasste Kaiser Karl IV. den Bau einer Stadtmauer. Von 1316 bis 1817 stand die Grundherrschaft mit geringen Unterbrechungen dem Kloster Neuzelle zu. Der in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts gebildete Rat hatte die Niedergerichte inne, gemeinsam mit dem Abt von Neuzelle auch die Obergerichte.

Nach dem Prager Frieden 1635 kam Fürstenberg mit der Niederlausitz zum Kurfürstentum Sachsen, 1815 fiel es an Preußen. Das abseits der Fernstraße Frankfurt (Oder) – Guben an einer wenig bedeutenden Oderfähre gelegene, aber als Zollstätte wichtige Städtchen, in dem auch Fischerei und Schifffahrt betrieben wurden, hatte im Jahr 1830 1686 Einwohner. Mit dem Bau der Bahn von Frankfurt (Oder) nach Breslau 1846 und im Anschluss an den hier in die Oder mündenden Oder-Spree-Kanal (1891) begann eine industrielle Entwicklung mit Glashütten, Werften, Säge-, Öl- und Getreidemühlen. Die jüdische Gemeinde der Stadt nahm 1890 ihren Friedhof in Nutzung, der später von den Nazis zerstört wurde. Zwischen 1871 und 1900 verdoppelte sich die Bevölkerungszahl auf 5.700, bis 1933 stieg sie auf 7.054. Im Jahre 1925 wurde ein Oderhafen angelegt.

Für die Kriegsvorbereitungen der Nationalsozialisten entstand zwischen dem Kanal, der Bahnlinie und der Schönfließer Chaussee (heute Beeskower Straße) das Chemische Zentralwerk der DEGUSSA, in dem während des Zweiten Weltkrieges Häftlinge eines Außenlagers des KZ Sachsenhausen und Kriegsgefangene des M-Stammlager III B (Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlager) Zwangsarbeit verrichteten, bei der Tausende ums Leben kamen. Außerdem wurden sie im Oder Gerätebau eingesetzt, einer ausgelagerten Rüstungsfabrik von Rheinmetall-Borsig, im Kraftwerk Vogelsang an der Oder, im Forst und beim Straßenbau. Zwischen 1940 und 1943 wurde am Oder-Spree-Kanal der GBI-Hafen errichtet, mit einem Granitlager für die geplante Reichshauptstadt, der heutige Hafen Eisenhüttenstadt.

Am 24. April 1945 besetzte die Rote Armee die Stadt. Fürstenberg (Oder) wurde Garnisonsstadt der sowjetischen Truppen. Die Industrieanlagen wurden zum großen Teil als Reparationsleistung demontiert.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Datei:Bundesarchiv Bild 183-07610-0050, Rodung.jpg
Rodung des Geländes durch einen sowjetischen SChTS-NATI-Kettentraktor nach dem symbolischen ersten Axthieb
Datei:Bundesarchiv Bild 183-09117-005, Grundsteinlegung im Hüttenkombinat Ost.jpg
Grundsteinlegung im Hüttenkombinat Ost durch Minister Selbmann

Auf dem III. Parteitag der SED vom 20. bis 24. Juli 1950 wurde der Beschluss zum Bau des Eisenhüttenkombinats Ost (EKO) und einer sozialistischen Wohnstadt bei Fürstenberg (Oder) gefasst. Die neue Wohnstadt sollte nach den „16 Grundsätzen des Städtebaus“ und im architektonischen Stil des Sozialistischen Klassizismus errichtet werden (erste sozialistische Stadt Deutschlands).

Am 18. August 1950 erfolgte der symbolische erste Axthieb zum Baubeginn des Eisenhüttenkombinats. Am 1. Januar 1951 legte Minister Fritz Selbmann den Grundstein für den ersten Hochofen, der am 19. September 1951 den Betrieb aufnahm. Bis 1955 entstanden fünf weitere Hochöfen. Am 1. Februar 1953 wurde die Wohnstadt als selbstständiger Stadtkreis aus dem Kreis Fürstenberg herausgelöst und am 7. Mai 1953 aus Anlass des Todes von Stalin in Stalinstadt umbenannt. Ursprünglich sollte die Stadt zum 70. Todestag von Karl Marx den Namen Karl-Marx-Stadt erhalten,<ref>Mario Frank: Walter Ulbricht. Eine deutsche Biografie, 2000, Siedler-Verlag, ISBN 3-88680-720-7.</ref> den dann stattdessen Chemnitz erhielt. Ende des Jahres 1953 hatte die Stadt 2.400 Einwohner, im Jahre 1960 bereits 24.372. Fürstenberg (Oder) wurde 1952 Kreisstadt und hatte 1960 eine Einwohnerzahl von 6.749.

Am 13. November 1961 wurden die Städte Fürstenberg (Oder) (mit dem Ortsteil Schönfließ) und Stalinstadt zu Eisenhüttenstadt zusammengeschlossen, um im Rahmen der Entstalinisierung den unerwünscht gewordenen Namen zu tilgen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Dabei wurde die Stadt Fürstenberg (Oder) aus dem Landkreis Fürstenberg herausgelöst und der bereits unter dem Namen Stalinstadt bestehenden kreisfreien Stadt zugeschlagen. Eisenhüttenstadt war dann bis zur Bildung des Landkreises Oder-Spree sowohl kreisfreie Stadt als auch Kreisstadt des Kreises Eisenhüttenstadt im Bezirk Frankfurt (Oder).

Am 19. September 1986 wurde unter großer politischer Anteilnahme in der Bundesrepublik ein Abkommen über die erste deutsch-deutsche Städtepartnerschaft zwischen Saarlouis und Eisenhüttenstadt unterzeichnet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Mit dem Ausbau des Hüttenwerks stieg die Einwohnerzahl bis 1988 auf den historischen Höchststand von über 53.000. Im Jahre 1993 erfolgte die Eingemeindung des Ortes Diehlo. 1996 wurde die Neue Deichbrücke über den Oder-Spree-Kanal wiederaufgebaut. Mit dem Strukturwandel nach der Wiedervereinigung hat sich die Einwohnerzahl nahezu halbiert. Um den Schrumpfungsprozess zu beherrschen, wurde ein Stadtumbauprogramm begonnen, das mit dem Abriss und der Sanierung zahlreicher Wohnungen verbunden ist.

Ortsname

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Datei:Bundesarchiv Bild 183-75141-0002, Eisenhüttenstadt, Leninallee, Neubauten.jpg
Errichtete Planstadt unmittelbar am Hüttenwerk, 1960

Der Name der Stadt hat immer schon dazu animiert, griffigere Bezeichnungen zu kreieren. In der Umgangssprache wird die Stadt oft verkürzt mit „Hüttenstadt“ oder „Hütte“ bezeichnet. Aufgrund des Verfalls seit 1989 wird die Stadt heute im Volksmund bisweilen „Schrottgorod“ genannt.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref> Schrott verballhornte darin das Eisen als ein zur Wiederverwertung anstehendes Material, die Endung -gorod die russische Endung für -stadt.<ref name="Mopo">Vorlage:Internetquelle</ref>

Eingemeindungen

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Die Gemeinde Diehlo wurde im Jahr 1993 Ortsteil von Eisenhüttenstadt.

Bevölkerungsentwicklung

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Datei:Eisenhuettenstadt asv2020-09 img06 SaarlouiserStr.jpg
„Wohnkomplex II“ – Saarlouiser Straße
Jahr Einwohner
1953 Vorlage:02400
1955 15.157
1958 19.629
1960 24.372
1961 32.970
Jahr Einwohner
1965 38.138
1970 45.410
1975 47.414
1980 48.253
1985 48.810
1988 53.048
Jahr Einwohner
1990 50.216
1995 47.376
2000 41.493
2005 34.818
2010 31.132
2015 30.416
Jahr Einwohner
2020 23.373
2021 22.919
2022 24.790
2023 25.202
2024 24.703

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oder-Spree (PDF) S. 14–17</ref> <ref>Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)</ref>, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Es handelt es sich um amtliche Fortschreibungen der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik der DDR (bis 1989) und des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg (ab 1990).

Religion

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Datei:Evangelische Stadtkirche St. Nikolai, gesehen von der Alten Brückenstraße 6.jpg
Nikolaikirche Fürstenberg, 2019

Die evangelische Friedensgemeinde Eisenhüttenstadt nutzte für Gottesdienste in Schönfließ zunächst einen Raum in einer Gaststätte. In der Neustadt waren zunächst ein sogenannter Evangeliumswagen, zwischenzeitlich ein Zelt und ab 1952 eine Baracke vorhanden. Für die geplanten Wohnsiedlungen, damals noch als Stalinstadt, waren seitens Walter Ulbricht keine kirchlichen Einrichtungen und insbesondere Kirchtürme vorgesehen. Das heutige evangelische Kirchengebäude und Gemeindezentrum in der Neustadt wurde 1981 vollendet und geht mit auf den langjährigen Einsatz des späteren Ehrenbürgers Pfarrer Heinz Bräuer zurück.<ref>Heinz Bräuer: Vorlage:Webarchiv</ref>

Im Ortsteil Fürstenberg wurde die im Krieg stark zerstörte Nikolaikirche provisorisch aufgebaut und nach der Wende grundlegend saniert.

Die neuapostolische Gemeinde in Eisenhüttenstadt hat eine Kirche im Stadtteil Fürstenberg.

Seit den 1920er Jahren gab es eine baptistische Gemeindearbeit, aus der 1990 die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde als selbstständige Gemeinde hervorging.<ref>Vorlage:Webarchiv Abgerufen am 14. April 2017.</ref>

Zur römisch-katholischen Pfarrei Beata Maria Virgo in Neuzelle im Bistum Görlitz gehören in Eisenhüttenstadt die Herz-Jesu-Kirche in Fürstenberg und die 1994 geweihte Kirche Heilig Kreuz in Schönfließ, die bis 2019 eine eigene Pfarrei bildeten.<ref>Pfarrei Heiligstes Herz Jesu-Heilig Kreuz Eisenhüttenstadt. Bistum Görlitz, abgerufen am 27. Juli 2020.</ref><ref>Vorlage:Webarchiv Märkische Oderzeitung, abgerufen am 27. Juli 2020.</ref>

Politik

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Stadtverordnetenversammlung

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Die Stadtverordnetenversammlung von Eisenhüttenstadt besteht entsprechend der Einwohnerzahl der Stadt<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> aus 28 Stadtverordneten und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 56,5 % zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024</ref>

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil
2014<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014</ref>
Sitze
2014
Stimmenanteil
2019<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019</ref>
Sitze
2019
Stimmenanteil
2024
Sitze
2024
AfD Vorlage:09,5 % 2 24,0 % 8 32,7 % 6
SPD 29,1 % 9 25,3 % 8 19,5 % 5
Bürgervereinigung Fürstenberg (Oder) 13,2 % 4 11,7 % 4 13,8 % 4
CDU 15,4 % 5 11,3 % 3 13,4 % 4
Die Linke 23,6 % 8 17,7 % 6 Vorlage:09,5 % 3
Bündnis 90/Die Grünen Vorlage:02,5 % 1 Vorlage:05,8 % 2 Vorlage:03,2 % 1
Einzelbewerber Egon Niemagk Vorlage:02,7 % 1
FDP Vorlage:01,5 % Vorlage:02,4 % 1
Piraten Vorlage:02,4 % 1 Vorlage:02,2 % 1 Vorlage:01,1 %
Einzelbewerber Christian Friedrich Vorlage:01,0 %
Einzelbewerber Ronny Claus Vorlage:00,7 %
Einzelbewerber Rainer Bublak Vorlage:02,0 %
Die Republikaner Vorlage:03,0 % 1
Insgesamt 100 % 31 100 % 32 100 % 25

Bei der Wahl 2014 entfielen auf die AfD drei Sitze, von denen einer unbesetzt blieb, weil die Partei nur zwei Kandidaten nominiert hatte. Bei der Wahl 2024 entfielen auf die AfD neun Sitze, von denen drei unbesetzt bleiben, weil die Partei nur sechs Kandidaten nominiert hatte.

Vorlage:Siehe auch

Datei:Eisenhuettenstadt asv2020-09 img07 Haus der Parteien.jpg
Rathaus

Bürgermeister

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Bürgermeister von Stalinstadt beziehungsweise seit 1961 Eisenhüttenstadt:

  • 1953–1956: Albert Wettengel (SED)
  • 1956–1965: Max Richter (SED)
  • 1965–1969: Siegfried Sommer (SED)
  • 1969–1985: Werner Viertel (SED)
  • 1985–1988: Manfred Sader (SED)
  • 1988–1990: Ottokar Wundersee (SED)
  • 1990–1993: Wolfgang Müller (CDU)
  • 1993–2009: Rainer Werner (SPD)
  • 2010–2018: Dagmar Püschel (Die Linke)
  • seit 2018: Frank Balzer (SPD)

Balzer wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 8. Oktober 2017 mit 67,9 % der gültigen Stimmen gewählt.<ref>Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 8. Oktober 2017</ref> Seine Amtszeit beträgt acht Jahre.<ref>Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74</ref>

Wappen

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Das Wappen wurde am 31. Januar 1992 genehmigt.

Blasonierung: „In goldenem Feld über drei blauen Wellenfäden in Rot rechts ein Hochhaus, links ein Hochofensystem überhöht von dem bandförmig blauen Teilumriss einer links gewandten Friedenstaube.“<ref>Wappenangaben. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg</ref>

Eisenhüttenstadt führt seit 1973 ein Wappen, das von Johannes Hansky (1925–2004) entworfen wurde. Im Vordergrund werden ein rotes Hochhaus und daneben ein roter Hochofen dargestellt, die für das metallurgische Zentrum stehen. Darüber schwebt stilisiert eine Friedenstaube. Im Schildfuß symbolisieren drei blaue Wellen die Lage an der Oder.<ref>Wappen von Eisenhüttenstadt und Ortsteilen</ref>

Städtepartnerschaften

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Sehenswürdigkeiten und Kultur

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Datei:Wandmosaik von Walter Womacka am Linden-Zentrum.jpg
Mosaik von Walter Womacka am heutigen Linden-Zentrum
Datei:Robert Riehl - Bewahrende.jpg
Bewahrende (Sich schützende Frau) von Robert Riehl

In der Liste der Baudenkmale in Eisenhüttenstadt und der Liste der Bodendenkmale in Eisenhüttenstadt stehen die vom Land Brandenburg unter Denkmalschutz gestellten Kulturdenkmale der Stadt.

Bauwerke

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Datei:Eisenhuettenstadt asv2020-09 img09 Soviet memorial.jpg
Sowjetisches Ehrenmal
  • Flächendenkmal Wohnstadt des Hüttenwerks (Größtes Flächendenkmal Deutschlands)
  • Großgaststätte Aktivist, 1953 erbaut und mittlerweile als Baudenkmal geführt.
    Das Gebäude im Stil des sozialistischen Klassizismus wurde nach der Wende privatisiert und bis August 2010 für rund fünf Millionen Euro restauriert. Auf einem Teil der bisherigen Fläche konnte eine neue Gaststätte mit 100 Plätzen eingeweiht werden. Die verbleibende größere Fläche wurde in Büroräume umgebaut.<ref>DDR-Gaststätte „Aktivist“ in Eisenhüttenstadt restauriert. Kurzinformation in: Berliner Zeitung, 11./12. September 2010, S. 33.</ref>
  • Hotel Lunik, erbaut 1959–1963 als Hotel- und Gesellschaftsbau. Verfall des Gebäudes nach 2000. Seit 2002 Baudenkmal.
  • Technisches Denkmal Zwillingsschachtschleuse (erbaut von 1925 bis 1929)

Im gesamten Innenstadtbereich fallen zahlreiche Kunstwerke auf, die als Auftragsarbeiten bei der Errichtung der Wohnviertel als Kunst im öffentlichen Raum entstanden. Unter anderem steht auf dem Platz vor dem Museum Utopie und Alltag (Erich-Weinert-Allee 3) eine etwa 150 cm große bronzene Erdkugel auf einem Metallstab, deren Oberfläche reliefartig gestaltet ist und mit Symbolen wie Palmen, einer Eisbärengruppe auf dem Nordpol oder Elefanten am Äquator das Interesse der Betrachter weckt. Sie wurde von dem Künstlerpaar Axel und Cornelia Schulz entworfen und hergestellt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Flächendenkmale

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Eisenhüttenstadt besteht aus mehreren nacheinander geplanten (Wohn-)Komplexen der sozialistischen Stadtplanung.

Wohnkomplex I (ab 1951)

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Der älteste Wohnkomplex (WK I) entstand ab 1951 und bildet den Ursprung der Stadt. Die ersten Bauten waren einfach und schmucklos, gedacht für die Arbeiter des Eisenhüttenkombinats Ost.

Hier befindet sich auch der „Platz des Gedenkens“ mit dem sowjetischen Ehrenmal und der Grabstätte für etwa 4000 Personen.

Ab 1952/53 wurden die Gebäude größer und architektonisch aufgewertet, um Familien Platz zu bieten. Heute ist der WK I Teil des denkmalgeschützten Zentrums. In den 2010er Jahren wurden viele Wohnungen barrierefrei saniert und für generationenübergreifendes Wohnen umgebaut. Die „Alte Ladenstraße“ dient als soziales Zentrum.<ref>[1]</ref>

Wohnkomplex II (1952–1954)

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Der WK II wurde zwischen 1952 und 1954 südlich der Straße der Republik errichtet. Er steht exemplarisch für den sozialistischen Klassizismus mit aufwendigen Fassaden, Ornamenten, Arkaden und Balkonen. Hier befinden sich das Rathaus, das Krankenhaus und die Erich-Weinert-Grundschule. Die ehemalige Kinderkrippe II beherbergt seit 1994 das Dokumentationszentrum „Museum Utopie & Alltag“.<ref>[2]</ref>

Wohnkomplex III (1954–1956)

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Im WK III, gebaut zwischen 1954 und 1956, erfolgte der Stilwechsel vom Klassizismus zum Heimatstil: Satteldächer, Fachwerkerker und Reliefs mit Märchenmotiven prägen das Bild. Die Heinrich-Heine-Allee ist ein begrünter Anger mit Brunnen und Kunstwerken. Hier befindet sich die Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe sowie ein Ladenzentrum und der Sportplatz „Aufbau“.<ref>[3]</ref>

Wohnkomplex IV (1957–1964)

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Der WK IV wurde ab 1957 als letzter Teil der ursprünglichen Planstadt errichtet und 1964 vollendet. Hier kam erstmals die Großblockbauweise zum Einsatz, ein Vorläufer der späteren Plattenbauten. Das Amtsgericht, die Polizeiwache und das Albert-Schweitzer-Gymnasium sind hier zu finden. Der WK IV ist nicht Teil des Denkmalbereichs, wurde aber in den 2010er und 2020er Jahren umfangreich saniert und barrierefrei umgebaut.

Wohnkomplex V (ab 1957)

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Mit dem WK V begann ab 1957 die erste Erweiterung der Planstadt. Rund 2.000 Wohnungen entstanden, überwiegend in Plattenbauweise. Der Komplex liegt naturnah an der Insel und den Diehloer Bergen. Hier befinden sich die evangelische Friedensgemeinde (Gemeindezentrum von 1981) und die Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe.<ref name=":0">[4]</ref>

Wohnkomplex VI (ab Mitte der 1960er)

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Der WK VI wurde ab Mitte der 1960er Jahre östlich der bestehenden Planstadt in mehreren Etappen errichtet und ist der größte aller Wohnkomplexe. Charakteristisch sind Wohnblöcke mit „Schmetterlingsdach“ und Bauten vom Typ P2. Die Diesterweg-Grundschule und eine Förderschule befinden sich hier. Der Komplex liegt direkt am Oder-Spree-Kanal und ist durch eine Fußgängerbrücke mit dem Naherholungsgebiet Insel verbunden.<ref name=":0" />

Wohnkomplex VII (1984–2009)

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Der WK VII entstand ab 1984 als Plattenbausiedlung und bildete den Lückenschluss zum Stadtteil Fürstenberg. Mit über 2.800 Wohnungen war er einer der größten Komplexe, wurde jedoch zwischen 2003 und 2009 fast vollständig abgerissen, da der massive Leerstand nach der Wende einen Rückbau erforderlich machte. Heute entstehen auf den Flächen neue Einfamilienhäuser und Wohnformen.<ref>[5]</ref>

Geschichtsdenkmale

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  • Sowjetisches Ehrenmal am Platz des Gedenkens für mindestens 4109 sowjetische Kriegsgefangene. Das Ehrenmal wurde 1951 errichtet und in eine Gruft unter dem Ehrenmal die Gebeine aus den ursprünglichen Massengräbern umgebettet, da diese dem Stahlwerk weichen mussten.
  • Gedenkanlage auf dem Friedhof des Ortsteils Fürstenberg an der Kastanienstraße für 101 Kriegsgefangene des Stammlagers.
  • Gedenkstein auf dem Gelände des Stalag III B, aus Granitblöcken, die für die „Soldatenhalle“ der Welthauptstadt Germania vorgesehen waren.
  • Gedenkstein auf dem Jüdischen Friedhof am Kirchhofweg für die ermordete Fürstenberger jüdische Kaufmannsfamilie Fellert
  • Gedenktafel am Geburtshaus des erschossenen jüdischen Bürgers Siegfried Fellert und seiner Frau Emma in der Königstraße 61
  • Sowjetisches Ehrenmal in Fürstenberg für 23 Soldaten der Dnjepr Flottille, die im Kampf um den Brückenkopf Erlenhof gegen die Russische Befreiungsarmee gefallen sind.
Datei:Eisenhuettenstadt asv2020-09 img29 Fuerstenberg Soviet memorial.jpg
Sowjetisches Ehrenmal, Rossplatz, Eisenhüttenstadt OT Fürstenberg Oder

Im Ortsteil Fürstenberg sind an der Königstraße 61 durch den Künstler Gunter Demnig Stolpersteine für Emma und Siegfried Fellert verlegt worden.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Kultur- und Veranstaltungsorte

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Datei:Eisenhuettenstadt asv2020-09 img08 FWolfTheater.jpg
Friedrich-Wolf-Theater

Regelmäßige Veranstaltungen (Auswahl)

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  • Stadtfest (in der Regel am letzten Augustwochenende, 2007 mit 250.000 Besuchern)
  • Brückenfest im Stadtteil Fürstenberg/Oder
  • Schönfließer Heimatfest im Stadtteil Schönfließ
  • Drachenbootrennen am Trockendock
  • Tanzwoche für Amateurtänzer, professionelles Tanztheater und Solokünstler
  • Musical Schneemann Snowys Abenteuer (im Dezember jeden Jahres im Friedrich-Wolf-Theater)

Musik

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Vermutlich seiner Sperrigkeit wegen, die zahllose Assoziationen weckt und eines gewissen Rhythmus’ nicht entbehrt, existieren verschiedene Musiktitel mit dem Stadtnamen:

In Eisenhüttenstadt gedrehte Filme

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Wirtschaft und Infrastruktur

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Wirtschaft

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Datei:Eisenhüttenstadt Weg zum Hochofen 2012.jpg
Blick von der Lindenallee zum Hochofen Va des Hauptarbeitgebers der Stadt, 2012

Am 18. August 1950 gab der Minister für Industrie der DDR, Fritz Selbmann, mit den ersten Axtschlägen zum Fällen einer Kiefer den Start frei für den Bau des Eisenhüttenkombinats Ost (EKO).

Die Wirtschaft in Eisenhüttenstadt wird heute von der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH dominiert. ArcelorMittal Eisenhüttenstadt ist ein integriertes Hüttenwerk und gehört zu ArcelorMittal, dem weltweit größten Stahlkonzern. Das aus dem VEB Eisenhüttenkombinat Ost bzw. der EKO Stahl GmbH hervorgegangene Unternehmen ist gegenwärtig das größte in Brandenburg.

Das kanadische Rohstoffunternehmen 5N Plus eröffnete 2008 ein Werk in Eisenhüttenstadt.

Die Neue Oderwerft fertigt und repariert Binnenschiffe aller Art. Sie ist aus mehreren in Fürstenberg angesiedelten Werften hervorgegangen.

Seit dem Frühjahr 2011 produziert die Firma Progroup AG Wellpappen-Rohpapiere für die Verpackungsindustrie in Europa. Im Zuge der Ansiedelung der neuen Papierfabrik wurden auf dem Gelände ein neues Heizkraftwerk von der Firma EnBW Propower GmbH sowie eine neue Kläranlage des örtlichen Trink- und Abwasserzweckverbandes in Betrieb genommen.

Öffentliche Einrichtungen

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Datei:Krankenhaus an der Friedrich-Engels-Strasse.jpg
Krankenhaus Eisenhüttenstadt, 2017

Die Stadt war Sitz des Amtsgerichts Eisenhüttenstadt, das zum Bezirk des Landgerichts Frankfurt (Oder) gehörte. Seit 2023 ist das Gericht eine Zweigstelle des Amtsgerichts Frankfurt (Oder).

Das städtische Krankenhaus betreibt neben sieben Kliniken, drei Tageskliniken und einem MVZ in Eisenhüttenstadt auch Tageskliniken in Beeskow (Psychiatrie) und Guben (Geriatrie).<ref>Interneite des Klinikums</ref> Das städtische Krankenhaus ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität für Medizin, Pharmakologie, Naturwissenschaften und Technik Neumarkt am Mieresch.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Verkehr

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Straßenverkehr

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Eisenhüttenstadt wird von der Bundesstraße 112 durchquert, die aufgrund des Ausbaus der Neiße-Trasse seit 2015 eine schnelle Verbindung nach Frankfurt (Oder) ermöglicht. In der Stadt beginnt die Bundesstraße 246 nach Beeskow. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Frankfurt (Oder)-Mitte an der A 12.

Zwar liegt Eisenhüttenstadt direkt an der polnischen Grenze, hat aber keinen direkten Grenzübergang. Die nächsten Grenzübergänge befinden sich in Coschen (15 km), Frankfurt (Oder) (25 km) und in Guben (30 km).

Schienenverkehr

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Datei:Bahnhof (Straßenseite).jpg
Ehemaliges Bahnhofsgebäude im Stadtteil Fürstenberg

Der Bahnhof Eisenhüttenstadt liegt an der Bahnstrecke Frankfurt (Oder)–Cottbus und befindet sich im Stadtteil Fürstenberg. Jeweils zweistündlich gibt es Verbindungen mit der Regional-Express-Linie RE 10 Frankfurt (Oder)CottbusLeipzig und der Regionalbahnlinie RB 43 Frankfurt (Oder)–Cottbus–Falkenberg (Elster), die sich zwischen Frankfurt (Oder) und Cottbus über Eisenhüttenstadt zu einem Stundentakt überlagern.

Hinzu kommt im Berufsverkehr eine weitere Regionalexpresslinie RE 1 mit einzelnen Zügen, die eine Direktverbindung nach Berlin, Brandenburg und Magdeburg herstellt.

Schifffahrt

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Eisenhüttenstadt liegt an einer Bundeswasserstraße der Ausbauklasse III, der Oder-Spree-Kanal mündet hier in die Oder. Auf dem Wasserweg sind die Küsten der Nord- und Ostsee sowie viele europäische Metropolen zu erreichen. Die Stadt betreibt den Hafen Eisenhüttenstadt mit Bahnanschluss und Straßenanbindung.

Luftverkehr

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Der nächstgelegene Flughafen ist Berlin Brandenburg. Ein Verkehrslandeplatz liegt am Nordwestrand der Stadt im zur Gemeinde Siehdichum gehörenden Pohlitz.

Kfz-Kennzeichen

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Ab 1994 wurde das Unterscheidungszeichen EH durch das kreisweite Zeichen LOS abgelöst.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Aufgrund der Kennzeichenliberalisierung kann seit 2017 bei Zulassungen auch wieder das Zeichen EH gewählt werden, nachdem sich die Eisenhüttenstädter in Umfragen mehrheitlich für die Wiedereinführung des Altkennzeichens ausgesprochen hatten.<ref>Vorlage:Literatur</ref><ref>Kennzeichen EH auf kennzeichen-auto.de, abgerufen am 18. November 2021.</ref>

Bildung

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Datei:Schule in der Maxim-Gorki-Strasse.jpg
Ehemalige 3. POS „Wilhelm Pieck“ / Oberschule III im III. Wohnkomplex in der Maxim-Gorki-Straße, 2017

Heute existieren in Eisenhüttenstadt fünf Grundschulen, eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe und ein Gymnasium. Weiterhin gibt es ein Oberstufenzentrum mit angeschlossenem beruflichem Gymnasium, drei berufliche Schulen und Fachoberschulen, zwei Förderschulen und zwei weitere Weiterbildungseinrichtungen. Träger der Schulen sind die Stadt Eisenhüttenstadt, der Landkreis Oder-Spree und private Träger.

Albert-Schweitzer-Gymnasium

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1991 entstand das durch die kreisfreie Stadt Eisenhüttenstadt getragene Gymnasium als Städtisches Gymnasium Eisenhüttenstadt. Mit Neubildung des Landkreises Oder-Spree wechselte 1993 die Trägerschaft. Am 30. Oktober 1996 erhielt die Schule den Namen Albert-Schweitzer-Gymnasium. Die Namensgebung erfolgte im Beisein von Bundespräsident Roman Herzog und Ministerpräsident Manfred Stolpe. Seit Mai 2009 kann auf dem Schulgelände eine Albert-Schweitzer-Ausstellung besucht werden, die auf zahlreichen Dauerleihgaben des Niederlausitzer Albert-Schweitzer-Freundeskreises beruht.

Oberstufenzentrum Oder-Spree

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Das Oberstufenzentrum Oder-Spree mit über 3500 Auszubildenden und Schülern ist die größte Bildungseinrichtung im Landkreis Oder-Spree und betreibt den Außenstandort Gottfried Wilhelm Leibniz in der Waldstraße 10. Die Einrichtung vereint Bildungsgänge der Berufsschule, der Berufsfachschule, der Fachoberschule und des beruflichen Gymnasiums. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Bildungs- und Erziehungsarbeit ist die Pflege vielfältiger internationaler Beziehungen mit Partnerschulen unter anderem in Japan, Schweden, Frankreich, Holland, Dänemark und Polen. Die Schule fusionierte 2012 mit dem OSZ Palmnicken in Fürstenwalde/Spree, wo die Schulleitung und das Sekretariat ihren Sitz haben.

Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe e. V.

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Die Schule ist seit dem Jahr 1954 eine staatlich anerkannte Fachschule für Gesundheits- und Pflegeberufe. Ihr früherer Name ist Medizinische Fachschule Eisenhüttenstadt – MeFa. Sie wird von einem Verein getragen, dessen Mitglieder Gesundheitseinrichtungen der Region sind<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>.

Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz LSTE

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Die LSTE ist der Aus- und Fortbildung von Angehörigen der Feuerwehren und Katastrophenschutzeinheiten gewidmet. Weiterhin werden spezielle Wartungen von Geräten und Fahrzeugen des Brand- und Katastrophenschutzes durchgeführt sowie Technik und Fachpersonal im Fall von Großschadensereignissen vorgehalten.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Medien

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In Eisenhüttenstadt erscheint als tägliche Regionalzeitung die Märkische Oderzeitung mit einem eigenen Lokalteil. Daneben werden die Anzeigenblätter Märkischer Markt und Märkischer Sonntag herausgegeben.

Außerdem wird in der Stadt mit dem Oder-Spree-Fernsehen (OSF) ein lokales Fernsehprogramm produziert, das in Eisenhüttenstadt, Neuzelle und Beeskow über Kabel zu empfangen ist.

Sport

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In den Sportanlagen Waldstraße befindet sich das Stadion der Hüttenwerker.

Mit dem Eisenhüttenstädter FC Stahl, dem FSV Dynamo Eisenhüttenstadt, der SG Aufbau Eisenhüttenstadt und dem 1. FC Fürstenberg stellte die Stadt bis zum 30. Juni 2016 vier Vereine im Bereich Fußball. Diese waren von der Brandenburg-Liga bis zur Kreisliga vertreten. Zum 1. Juli 2016 fusionierten der Eisenhüttenstädter FC Stahl, die SG Aufbau Eisenhüttenstadt und der 1. FC Fürstenberg und starteten als FC Eisenhüttenstadt den Spielbetrieb auf der 6. Spielebene (Brandenburg-Liga), der er auch in der Saison 2018/2019 angehört.

Persönlichkeiten

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Ehrenbürger

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  • Heinz Bräuer (1916–2007), erster Pfarrer von Stalinstadt 1953 bis 1983

Söhne und Töchter der Stadt

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darunter Sportler:

Mit Eisenhüttenstadt verbundene Persönlichkeiten

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Datei:Bundesarchiv Bild 183-1989-1216-014, Berlin, SED-Sonderparteitag, Bahro.jpg
Rudolf Bahro im Jahr 1989

Literatur

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  • Karl Mundstock: Helle Nächte. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 1952. (Roman über den Bau des Eisenhüttenkombinats Ost)
  • Hans Marchwitza: Roheisen. Verlag Tribüne, Berlin 1955. (Roman über den Bau des Eisenhüttenkombinats Ost)
  • Vorlage:WdH
  • Rosmarie Beier (Hrsg.): aufbau west – aufbau ost. Die Planstädte Wolfsburg und Eisenhüttenstadt in der Nachkriegszeit. Wissenschaftlicher Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung. Stuttgart 1997.
  • Andreas Ludwig: Eisenhüttenstadt. Wandel einer industriellen Gründungsstadt in fünfzig Jahren, Brandenburger historische Hefte Nr. 14. Landeszentrale für politische Bildung, Potsdam 2000, ISBN 3-932502-24-8.
  • Martin Maleschka: Architekturführer Eisenhüttenstadt. DOM publishers, Berlin 2021, ISBN 978-3-86922-094-9.
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Einzelnachweise

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<references /> Vorlage:Gesprochene Version Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Oder-Spree Vorlage:Normdaten