Landkreis Jerichower Land

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Vorlage:Infobox Landkreis

Der Landkreis Jerichower Land ist ein Landkreis im Nordosten des Landes Sachsen-Anhalt.

Datei:Elbe-Parey, JL - Ferchland - Elbe v O 161022.jpg
Elbe bei Ferchland

Geographie

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Die wichtigsten Gewässer im Landkreis Jerichower Land sind – neben der Elbe – der Elbe-Havel-Kanal, der Mittellandkanal, die Ehle, die Nuthe, die Ihle und der Tucheim-Parchener Bach. Der Landkreis hat Anteile an den eiszeitlich gebildeten Hochflächen Fläming und Karower Platte. Die höchste Erhebung ist mit Vorlage:Höhe der Jerusalemberg.Vorlage:GeoQuelle

Bis zum Inkrafttreten eines Staatsvertrags über die Änderung der gemeinsamen Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg im Oktober 2024 lagen fünf kleine Enklaven, die zu den brandenburgischen Gemeinden Buckautal und Ziesar im Landkreis Potsdam-Mittelmark gehörten, im Stadtgebiet Möckerns, und umgekehrt gab es eine Exklave, die zu Möckern gehörte, in Ziesars Stadtgebiet.

Nachbarkreise

Nachbarkreise sind im Nordwesten und Norden der Landkreis Stendal, im Nordosten der brandenburgische Landkreis Havelland, im Osten der ebenfalls brandenburgische Landkreis Potsdam-Mittelmark, im Süden der Landkreis Anhalt-Bitterfeld, im Südwesten der Salzlandkreis und die kreisfreie Stadt Magdeburg sowie im Westen der Landkreis Börde.

Geschichte

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Der Landkreis entstand zunächst 1994 durch die Vereinigung der Kreise Burg und Genthin sowie der Gemeinde Mangelsdorf des Kreises Havelberg. Er führte die Tradition der alten preußischen Landkreise Jerichow I und Jerichow II fort. Als Kreisstadt setzte sich in einer Volksabstimmung Burg gegen Genthin durch.

Bei der Kreisreform Sachsen-Anhalt 2007 wurde dieser Landkreis aufgelöst und ein neuer, größerer Landkreis mit gleichem Namen gebildet. Der Süden des neuen Landkreises besteht aus Gemeinden, die zuvor zum Landkreis Anhalt-Zerbst gehörten, früher aber bereits dem alten Landkreis Jerichow I angehört hatten.

Bevölkerung

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Jahr Einwohner
2007 99.693
2010 96.251
2015 91.693
2020 89.403
2021 89.118
2022 90.256
2023 89.914

Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Politik

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Kreistag

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Vorlage:Wahldiagramm Aus dem rechts dargestellten Ergebnis der Kreistagswahl vom 09. Juni 2024 ergab sich folgende Sitzverteilung für den Kreistag: Vorlage:Sitzverteilung Vorlage:Absatz

Ergebnisse vergangener Kreistagswahlen<ref>Vorlage:Webarchiv</ref><ref>Vorlage:Webarchiv</ref><ref>Ergebnis der Kreistagswahl 2004</ref><ref>Vorlage:Webarchiv</ref>
Parteien und Wählergemeinschaften Prozent
2024
Sitze
2024
Prozent
2019
Sitze
2019
Prozent
2014
Sitze
2014
Prozent
2007
Sitze
2007
Prozent
2004
Sitze
2004
Prozent
1999
Sitze
1999
Prozent
1994
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 27,7 12 24,2 10 34,1 14 29,8 14 37,0 16 38,2 18 29,8
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 14,6 6 18,3 8 21,2 9 25,5 12 22,7 10 27,0 13 35,7
AfD Alternative für Deutschland 28,8 12 14,6 6 - - - - - - - - -
LINKE DIE LINKE 6,5 3 14,2 6 17,5 7 15,8 8 18,8 8 16,1 8 16,0
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 3,3 1 7,0 3 5,5 2 2,9 2 3,0 1 2,3 1 4,9
FDP Freie Demokratische Partei 4,6 2 6,3 2 4,6 2 6,5 3 8,4 3 7,9 4 7,3
FWG-J Freie Wählergemeinschaft Jerichow 4,7 2 6,0 3 4,4 2 2,5 1 1,7 1 - - -
WG Fläming Wählergemeinschaft Fläming 5,6 2 4,9 2 1,3 1 - - - - - - -
LWG Ländliche Wählergemeinschaft Jerichower Land 3,6 2 2,7 1 2,5 1 2,6 1 4,2 2 4,0 2 3,9
FWG Endert JL Freie Wählergemeinschaft / Endert Jerichower Land - - 1,8 1 4,9 2 3,6 2 - - - - -
FW FREIE WÄHLER - - - - 4,0 2 - - - - - - -
Aktiv JL Aktiv für das Jerichower Land - - - - - - 4,6 2 - - - - -
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands - - - - - - 2,3 1 - - - - -
FWG Freie Wählergemeinschaft Burg - - - - - - 1,6 1 2,9 1 1,5 1 -
Bildung Initiative Schulbildung mit Zukunft Jerichower Land - - - - - - 1,6 1 - - - - -
WASG Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit - - - - - - 0,6 - - - - - -
NEUES FORUM Neues Forum - - - - - - - - - - 1,7 1 2,1
WG AWV Allgemeiner Wählerverein Genthin e. V. - - - - - - - - - - 0,8 - -
EB Einzelbewerber - - - - - - - - 1,1 - 0,5 - -
Sonstige Sonstige 1,0 - - - - - - - - - - - 0,3
Gesamt 100 42 100 42 100 48 100 42 100 48 100
Wahlbeteiligung 54,2 % 48,1 % 36,3 % 42,8 % 49,5 % 67,4 %
  • Die Linke ist bis 2004 als PDS angetreten.
  • EB: Einzelbewerber 2004: Frank Endert; 1999: Roland Richter (0,2 %), Wolfgang Schulze (0,3 %).
  • Die Ergebnisse der Wahlen 1994 bis 2004 beziehen sich auf den Gebietsstand vor 2007.
  • Für die Wahl 1994 liegt keine Sitzverteilung vor.

Landrat ist seit 2014 der SPD-Politiker Steffen Burchhardt.

Von 1994 bis 2001 bekleidete Detlev Lehmann (SPD) das Amt des Landrates. 2001 wurde als erster PDS-Landrat Lothar Finzelberg gewählt. Er trat 2003 aus der PDS aus, wurde 2007 erneut gewählt und blieb Landrat bis 2014.

Wappen

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Vorlage:Wappenbeschreibung

Datei:Flagge Landkreis Jerichower Land.svg
Flagge des Jerichower Lands

Die Wappen der Verwaltungsgemeinschaften, Städte und Gemeinden des Landkreises finden sich in der Liste der Wappen im Landkreis Jerichower Land.

Flagge

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Die Flagge wurde am 3. April 2008 durch das Ministerium des Innern des Landes Sachsen-Anhalt genehmigt.

Die Flagge ist weiß-blau (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Landkreiswappen belegt.<ref name="Amtsblatt" />

Wirtschaft

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Das Jerichower Land ist heute neben dem Saalekreis und dem Landkreis Börde einer der wirtschaftlich stärksten Landkreise von Sachsen-Anhalt. Zum einen profitiert der Landkreis durch seine Nähe zu Magdeburg. Zum anderen hat sich besonders im Raum Burg eine stetig wachsende Wirtschaft entwickelt. Ungeachtet dessen wird das Jerichower Land im Zukunftsatlas 2019 im Vergleich aller deutschen Kommunen auf Rang 399 von 401 gelistet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Als Schwerpunkte sind zu nennen:

Verkehr

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Die Kreisstadt Burg wurde – ebenso wie Genthin – schon 1846 mit dem Bau der Bahnstrecke Berlin–Magdeburg durch die Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahngesellschaft an das Fernbahnnetz angeschlossen. Dieses Unternehmen eröffnete 1874 auch die Bahnstrecke Biederitz–Trebnitz, die sich in Biederitz mit der älteren vereinigte.

Die erste Nebenstrecke wurde von der Preußischen Staatsbahn 1892 erbaut und verlief von Biederitz über Möckern nach Loburg. Dort fand sie Anschluss an das ausgedehnte Schmalspurnetz der Kleinbahnen des Kreises Jerichow I, das 1896 von der Kreisstadt Burg ausgehend auf zwei parallelen Trassen, die sich in Magdeburgerforth vereinigten, nach Ziesar führte. Die Verbindung Groß Lübars–Loburg–Gommern folgte im Jahre 1903. Wegen des Truppenübungsplatzes in Altengrabow wurde die Trasse zur Staatsbahn nach Loburg als Dreischienengleis ausgebaut.

In Ziesar – jetzt zum Land Brandenburg gehörig – schloss sich an die Schmalspurbahnen das normalspurige Kleinbahnnetz der Genthiner Eisenbahn AG an, das aus mehreren selbständigen Betrieben zusammengewachsen ist. Den Kreis Jerichower Land betreffen folgende Teilstrecken (mit Eröffnungsjahr):

Damit waren Eisenbahnstrecken in einer Länge von rund 260 Kilometer im heutigen Kreisgebiet vorhanden; davon sind inzwischen über 160 Kilometer für den Personenverkehr stillgelegt worden:

Jahr Strecke Spurweite Länge
1951 Rogäsen–Karow 1435 mm 2 km
1960 Loburg–Kressow–Gommern 750 mm 7 km
Burg Klb–Magdeburgerforth–Ziesar Ost 750 mm 34 km
1965 Burg Zerbster Tor–Großlübars 750 mm 28 km
Altengrabow–Magdeburgerforth Bf 750 mm 6 km
1967 Genthin–Kuxwinkel–Milow 1435 mm 16 km
Loburg–Lübars–Altengrabow 1435 mm 7 km
1999 Güsen–Jerichow 1435 mm 21 km
1999 Güsen–Paplitz–Ziesar 1435 mm 23 km
Genthin Klb–Jerichow–Schönhausen–Sandau 1435 mm 20 km

Die Kleinbahn und Kraftwerk Pretzien GmbH war eine Schmalspurbahn, die nur dem Güterverkehr diente.

Durch das Jerichower Land verlaufen außerdem die Bundesautobahn A 2 sowie die Bundesstraßen 1, 107, 184, 246 und 246a.

Schutzgebiete

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Datei:Blick vom Beobachtungsturm NSG 0043.jpg
NSG Bucher Brack–Bölsdorfer Haken

Im Landkreis befinden sich neun ausgewiesene Naturschutzgebiete (Stand Juli 2022). Des Weiteren liegen vier EU-Vogelschutzgebiete und acht Landschaftsschutzgebiete ganz oder teilweise im Kreisgebiet.

Vorlage:Siehe auch Vorlage:Siehe auch Vorlage:Siehe auch

Gemeinden

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Vorlage:Imagemap Landkreis Jerichower Land Einheitsgemeinden
(Städte sind fett hervorgehoben)
(* Sitz des Landkreises)

Wappen Gemeinde Einwohner<ref>Vorlage:EWQ</ref>
(Vorlage:EWD)
Fläche
in km²<ref name="Statistik">regionalstatistik.de Regionaldatenbank des Bundesamtes für Statistik (Stand: 31. Dezember 2016)</ref>
Datei:DE-ST 15-0-86-005 Biederitz 2010 COA.png
Biederitz Vorlage:EWZ Vorlage:FL
Datei:Wappen Burg.svg
Burg* Vorlage:EWZ Vorlage:FL
Datei:DE-ST 15-0-86-035 Elbe-Parey COA.svg
Elbe-Parey Vorlage:EWZ Vorlage:FL
Datei:Wappen der Stadt Genthin.png
Genthin Vorlage:EWZ Vorlage:FL
Datei:DEU Gommern COA.svg
Gommern Vorlage:EWZ Vorlage:FL
Datei:DE-ST 15-0-86-080 Jerichow COA.svg
Jerichow Vorlage:EWZ Vorlage:FL
Datei:DE-ST 15-0-86-140 Moeckern 2009 COA.svg
Möckern Vorlage:EWZ Vorlage:FL
Datei:DE-ST 15-0-86-145 Moeser 2010 COA.svg
Möser Vorlage:EWZ Vorlage:FL

Gebietsveränderungen

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Seit 1995 fanden im Landkreis Jerichower Land viele Gebietsveränderungen statt.

Von den ursprünglich zehn Verwaltungsgemeinschaften besteht keine mehr. In der gleichen Zeit verringerte sich die Anzahl der Gemeinden auf acht.

Änderungen bei Verwaltungsgemeinschaften

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Änderungen auf Gemeindeebene

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Gemeindeneugründungen

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Eingemeindungen

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  • Auflösung der Gemeinde Friedensau, Stegelitz und Wörmlitz – Eingemeindung nach Möckern (1. Januar 2002)
  • Auflösung der Gemeinde Ihleburg – Eingemeindung nach Burg (25. Mai 2002)
  • Auflösung der Gemeinde Lübars – Eingemeindung nach Möckern (1. Juli 2002)
  • Auflösung der Gemeinde Mangelsdorf – Eingemeindung nach Jerichow (6. August 2002)
  • Auflösung der Gemeinden Büden und Ziepel – Eingemeindung nach Möckern (1. Januar 2003)
  • Auflösung der Gemeinde Hohenziatz – Eingemeindung nach Möckern (1. Januar 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Mützel – Eingemeindung nach Genthin (1. März 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Reesen – Eingemeindung nach Burg (1. Juli 2009)
  • Auflösung der Gemeinde Loburg – Eingemeindung nach Möckern (1. Januar 2009)
  • Auflösung der Gemeinden Magdeburgerforth und Reesdorf – Eingemeindung nach Möckern (1. Juli 2009)
  • Auflösung der Gemeinden Drewitz, Grabow, Krüssau, Rietzel und Wüstenjerichow – Eingemeindung nach Möckern (1. Januar 2010)
  • Auflösung der Gemeinde Stresow – Eingemeindung nach Möckern (1. September 2010)
  • Auflösung der Gemeinde Schopsdorf – Eingemeindung nach Genthin (1. Juli 2012)

Kfz-Kennzeichen

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Am 1. Juli 1994 wurde dem Landkreis das Unterscheidungszeichen JL zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Bis etwa zum Jahr 2000 erhielten Fahrzeuge aus den Gebieten der ehemaligen Kreise Burg und Genthin jeweils besondere Erkennungsnummern:

Gebiet Buchstaben Zahlen
Altkreis Burg A bis N 1 bis 999
AA bis NZ 1 bis 99
Altkreis Genthin P bis Z 1 bis 999
PA bis ZZ 1 bis 99

Seit dem 29. November 2012 sind in Zusammenhang mit der Kennzeichenliberalisierung auch die Unterscheidungszeichen BRG (ehemals Landkreis Burg) und GNT (ehemals Landkreis Genthin) erhältlich.

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Vorlage:Commonscat Vorlage:Wikivoyage

Einzelnachweise

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<references />

Vorlage:NaviBlock

Vorlage:Normdaten