Bezirk Reinickendorf

Aus Demo Wiki
Version vom 6. September 2025, 19:37 Uhr von ~2025-134878 (Diskussion) (Wertung raus.)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springenZur Suche springen

Vorlage:Infobox Ortsgliederung

Reinickendorf ist der zwölfte Verwaltungsbezirk von Berlin.<ref name="Bezirksschlüssel">Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel</ref> Am Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE hatte er Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE Einwohner. Der im Norden der Stadt gelegene Bezirk wurde 1920 durch Eingemeindung zahlreicher Gebiete im Zuge des Groß-Berlin-Gesetzes geschaffen. Im Bezirk liegt der Tegeler See, ein Nebengewässer der Havel.

Der Firmensitz der August Storck KG, eines der umsatzstärksten Produzenten von Süßwaren in Europa, befindet sich im Bezirk.<ref>Nettoumsatz der führenden europäischen Unternehmen in der Süßwarenindustrie im Jahr 2014. Statista; abgerufen am 11. Januar 2020</ref>

Zu den bekanntesten Bauwerken des Bezirks zählen u. a. das Schloss Tegel, der im Baustil des Backsteinexpressionismus errichtete Borsigturm sowie die Wohnbauten der Weißen Stadt, die zu den Siedlungen der Berliner Moderne gehören.

Geographie

[Bearbeiten]

Der Bezirk befindet sich im Nordwesten Berlins. Die Nachbarbezirke sind im Südwesten Spandau, im Süden Charlottenburg-Wilmersdorf, im Südosten Mitte und im Osten Pankow. Der gesamte Norden grenzt an den brandenburgischen Landkreis Oberhavel.

Siedlungsstruktur

[Bearbeiten]

Sein Charakter ist von Wäldern und Gewässern geprägt, seine südlichen Teile haben aber in der Bebauung viele Ähnlichkeiten mit dem angrenzenden Ortsteil Wedding des Bezirks Mitte. Darüber hinaus liegt in Reinickendorf die zwischen 1929 und 1931 erbaute Siedlung Weiße Stadt und das von 1963 bis 1974 als Großbausiedlung geschaffene Märkische Viertel, in dem über 30.000 Menschen wohnen. In den restlichen Ortsteilen herrscht Einzelhausbebauung vor, die in einigen Bereichen wie Hermsdorf und insbesondere Frohnau auch villenartigen Charakter annimmt.

Naturdenkmale

[Bearbeiten]
Datei:Tegeler See 1a.jpg
Tegeler See

Die Dicke Marie, eine Stieleiche im Tegeler Forst, gilt als ältester lebender Baum in Berlin.<ref>Die Dicke Marie im Tegeler Forst. Senatsverwaltung; abgerufen am 17. Januar 2020.</ref> Ihr Alter wird auf 500–800 Jahre geschätzt. Ebenfalls im Tegeler Forst steht der höchste Baum auf Berliner Boden. Die sogenannte Burgsdorf-Lärche wurde 1795 gepflanzt und erreichte 2012 eine Höhe von 42,5 m.<ref>Die dicksten, höchsten und ältesten Bäume in Berlin. Monumentale Bäume; abgerufen am 24. Januar 2020.</ref> Die Humboldteiche im Schlosspark Tegel erreicht mit 7,75 m den größten Stammumfang eines in Berlin stehenden Baums.

Vorlage:Siehe auch

Gewässer

[Bearbeiten]

Die Teiche 2–18 sind Gewässer in Frohnau und liegen im Bereich der dortigen Binnendüne, aufgrund der runden Form werden sie auch die „Blauen Augen von Frohnau“ genannt. Auch in den anderen Ortsteilen finden sich runde und nahezu runde Teiche, teilweise sind Pfuhle in den feuchten Grünflächen eingebettet. Die Becken sind oft Regenrückhaltebecken (RHB) und daher nur zeitweise mit Wasser gefüllt.

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:01. Hubertussee (Vorlage:Coordinate) Frohnau

Vorlage:02. Pilzteich (Vorlage:Coordinate)
Vorlage:03. Scheringteich (Vorlage:Coordinate)
Vorlage:04. Neubrückerteich (Vorlage:Coordinate)
Vorlage:05. Mehringteich (Vorlage:Coordinate)
Vorlage:06. Ludwig-Lesser-Teich (Vorlage:Coordinate)
Vorlage:07. Neurandteich (Vorlage:Coordinate)
Vorlage:08. Nibelungenteich (Vorlage:Coordinate)
Vorlage:09. Eichenpfuhl (Vorlage:Coordinate)
10. Stolzingteich (Vorlage:Coordinate)
11. Laurinteich (Vorlage:Coordinate)
12. Amselteich (Vorlage:Coordinate)
13. Edelteich (a+b) (Vorlage:Coordinate und Vorlage:Coordinate)
14. Dammteich (Vorlage:Coordinate)
15. Fürstenteich (Vorlage:Coordinate)
16. Artuspfuhl (Vorlage:Coordinate)
17. Welfenteich (Vorlage:Coordinate)
18. Teich im Rosenanger (Vorlage:Coordinate)
19. Lindengrabenteich (Vorlage:Coordinate) Heiligensee
20. Ceciliengraben mit Teich (Vorlage:Coordinate) Hermsdorf
21. Waldsee (Vorlage:Coordinate) Hermsdorf
22. Sylvesterteich (Vorlage:Coordinate) Hermsdorf
23. Dominicusteich (Vorlage:Coordinate) Hermsdorf
24. Golzteich (Vorlage:Coordinate) Hermsdorf
25. Hohenfeldteich (Vorlage:Coordinate) Hermsdorf
26. Großer Torfstich(Vorlage:Coordinate) Hermsdorf
27. Sprintwiesenteich (Vorlage:Coordinate) Lübars
28. Rathenowbecken (Vorlage:Coordinate) und daneben

Teich (Vorlage:Coordinate) Lübars
28a Mäusewinkelbecken (Vorlage:Coordinate)Lübars

29. Rosenthalbecken (Vorlage:Coordinate) Lübars
30. Ziegeleisee (Vorlage:Coordinate), Lübars
31. Lehmgrubenteich (Vorlage:Coordinate) Lübars
32. Ehemalige Tongruben (Vorlage:Coordinate und Vorlage:Coordinate), Hermsdorf
33. Hermsdorfer See (Vorlage:Coordinate), Hermsdorf
34. Erlengrabenteich (Vorlage:Coordinate), Heiligensee
35. Ziegeleibecken (Vorlage:Coordinate), Waidmannslust
36. Langer Deichpfuhl (Vorlage:Coordinate) Hermsdorf
37. Mittelfeldteich (Vorlage:Coordinate) Heiligensee
38. Wernickepfuhl (Vorlage:Coordinate) Hermsdorf
39. Brandpfuhl (Vorlage:Coordinate) Hermsdorf
40. Gartenteich (Vorlage:Coordinate) Hermsdorf
41. Wickengartenteich (Vorlage:Coordinate) Hermsdorf
42. Wolfsteich (Vorlage:Coordinate) Hermsdorf
43. Albtal-Park Waidmannslust:

Bräuningsbecken (Vorlage:Coordinate)
Vierrutenteich (Vorlage:Coordinate)

44. Buchholzendenbecken (Vorlage:Coordinate /Vorlage:Coordinate) Waidmannslust
45. Klötzbecken (Vorlage:Coordinate) Lübars
46. Nieder Neuendorfer See (Havel Vorlage:Coordinate), Heiligensee
47. Birkholzbecken (Vorlage:Coordinate) Lübars
48. Mittelfeldbecken (Vorlage:Coordinate) Märkisches Viertel
49. Seggeluchbecken (Vorlage:Coordinate) Märkisches Viertel
50. Herrnholzbecken (Vorlage:Coordinate) Wittenau und dazu

Becken (Packereigraben) (Vorlage:Coordinate) Waidmannslust
51. Stubbichtbecken (Vorlage:Coordinate) Waidmannslust

52. Mühlenfeldteich (Vorlage:Coordinate) Waidmannslust
xx. Becken am Treiberpfad<ref>Das Becken von 380 m² wurde in den 1970er Jahren auf dem Grundstück Treiberpfad 28/30 (vorher Planstraße 7 Nr. 12) angelegt. Ein absperrbarer Graben verbindet mit dem Tegeler Fließ</ref> (Vorlage:Coordinate) Waidmannslust
xx. Teich (Treiberpfad) 3/5 (Vorlage:Coordinate) Waidmannslust
53. Bumpfuhl (Vorlage:Coordinate) Heiligensee
54. Heiligensee (Vorlage:Coordinate) Heiligensee
55. Mühlenteich (Vorlage:Coordinate) Tegel
56. Steinbergsee (Vorlage:Coordinate) Wittenau
57. Parkgrabenteich (Vorlage:Coordinate) Wittenau
58. Tegeler See (Vorlage:Coordinate) Tegel mit
59. Große (Vorlage:Coordinate) und kleine Malche (Vorlage:Coordinate)

Borsighafen (Vorlage:Coordinate) sowie
RHB Gaswerkhafen (Vorlage:Coordinate)

60. Achtrutenteich (Vorlage:Coordinate) Wittenau
61. Feldgrabenteich (Vorlage:Coordinate) Reinickendorf
62. Koldischteich (Vorlage:Coordinate) Wittenau
63. Flughafensee (Vorlage:Coordinate) Tegel mit

Vorbecken (Vorlage:Coordinate) und
Schwarzer-Graben-Kanalbecken (Vorlage:Coordinate)

64. Kiesteich am Flughafensee (Vorlage:Coordinate) Tegel
65. Kleiner Kiesteich am Flughafen (Vorlage:Coordinate) Tegel
66. Seidelbecken (Vorlage:Coordinate) Reinickendorf
67. RHB Lienemannbecken (Vorlage:Coordinate) Reinickendorf
68. Breitkopfbecken (Vorlage:Coordinate) Reinickendorf
69. Schwanenteich (Vorlage:Coordinate) Reinickendorf
70. Septimerbecken (Vorlage:Coordinate) Reinickendorf
71. Schäfersee (Vorlage:Coordinate) Reinickendorf

Vorlage:Klappleiste/Ende

Ortsteile

[Bearbeiten]

Der Bezirk unterteilt sich in elf Ortsteile:

Datei:Edelhofdamm 45 (Berlin-Frohnau).JPG
Einfamilienhaus in Frohnau
Datei:Berlin MaerkViertel Seggeluchbecken 09-2017.jpg
Großbausiedlung im Märkischen Viertel
Datei:PferdeBerlin.jpg
Reiterhof in Lübars
Datei:Weisse Stadt Aroser 121.jpg
Weiße Stadt in Reinickendorf, UNESCO-Welterbe
Datei:Bootshaus.JPG
Bootshaus in Heiligensee
Datei:09011895 Berlin-Waidmannslust, Dianastraße 22 Fürst-Bismarck-Straße 21 008.jpg
Mietshaus in Waidmannslust
Ortsteil
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Ein­wohner<ref>Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE</ref>
Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE
Ein­wohner
pro km²
Lage
1201 Reinickendorf 10,5 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/10,5 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
1202 Tegel 33,7 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/33,7 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
1203 Konradshöhe 2,2 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/2,2 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
1204 Heiligensee 10,7 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/10,7 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
1205 Frohnau 7,8 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/7,8 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
1206 Hermsdorf 6,1 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/6,1 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
1207 Waidmannslust
  • Schwarzwald-Siedlung
2,3 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/2,3 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
1208 Lübars 5,0 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/5 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
1209 Wittenau 5,9 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/5,9 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
1210 Märkisches Viertel 3,2 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/3,2 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
1211 Borsigwalde 2,0 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/2,0 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin

Geschichte

[Bearbeiten]

1920–1945

[Bearbeiten]
Datei:Borsigwerke B-Tegel 07-2017 img3.jpg
Borsigturm in Tegel, erbaut 1924

Im Rahmen der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 wurde aus den folgenden Gemeinden und Gutsbezirken des Kreises Niederbarnim der 20. Verwaltungsbezirk gebildet:<ref>Berlin in Zahlen 1946/47, S. 26</ref>

Bei der Bezirksreform vom 1. April 1938 erhielt der Bezirk Reinickendorf vom Bezirk Charlottenburg den nördlich des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals gelegenen Teil der Jungfernheide. Gleichzeitig gab der Bezirk die Kolonie Wilhelmsruh an den Bezirk Pankow ab.<ref>Amtsblatt Berlin 1938, S. 280; neue Bezirksgrenze Pankow/Reinickendorf</ref>

1945–1990

[Bearbeiten]

Der Bezirk Reinickendorf gehörte nach 1945 in der „Vier-Mächte-Stadt“ Berlin zum Französischen Sektor und damit zu West-Berlin. 1946 wurde erstmals wieder seit der Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933 ein kommunales Parlament in Reinickendorf gewählt. Seit dieser Zeit sind auch Konradshöhe und Waidmannslust eigene Ortsteile.

Seit 1990

[Bearbeiten]

Bei der Bezirksreform von 2001 blieb die äußere Abgrenzung des Bezirks Reinickendorf unverändert. Aus Teilen des Ortsteils Wittenau wurde 1999 der neue Ortsteil Märkisches Viertel und 2012 der neue Ortsteil Borsigwalde gebildet.

2022 wurde wegen hoher Flüchtlingszahlen aus der Ukraine ein Ankunftszentrum in den ehemaligen Terminals A und B des Flughafens Tegel eröffnet. In der Anlage wurden seither mehr als 100.000 Flüchtende erfasst. Rund 5000 Menschen bietet sie Unterkunft.<ref>Vor zwei Jahren wurde Ankunftszentrum für ukrainische Geflüchtete in Tegel eröffnet, DRK, abgerufen am 30. Juli 2024.</ref>

Bevölkerung

[Bearbeiten]

Überblick

[Bearbeiten]

Am Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE zählte der Bezirk Reinickendorf Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE Einwohner. Er hat nach dem Bezirk Spandau die zweitniedrigste Einwohnerzahl aller Berliner Bezirke.

Bedingt durch den Anteil von Wasser- und Waldflächen (Tegeler See und -Forst) an der Gesamtfläche von 89,5 km² in Verbindung mit der lockeren Bebauung vieler Ortsteile lag am Stichtag die durchschnittliche Bevölkerungsdichte bei {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/89,48 round 0}} Einwohnern pro Quadratkilometer, was den drittniedrigsten Wert aller Berliner Bezirke darstellt.<ref>Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE</ref>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Jahr Einwohner
1925 105.467
1933 164.319
1939 200.531
1946 192.201
1950 205.930
1955 214.399
1961 215.892
1965 218.925
1970 243.762
1975 Vorlage:0240.536Vorlage:FN
1980 Vorlage:0234.399Vorlage:FN
1985 Vorlage:0228.971Vorlage:FN
1990 249.642
2000 245.644
Jahr Einwohner
2001 246.507
2002 246.793
2003 246.577
2004 246.498
2005 245.122
2006 243.276
2007 242.150
2008 241.432
2009 241.203
2010 242.084
Jahr Einwohner
2011 244.727
2012 247.887
2013 251.325
2014 254.000
2015 256.617
2016 261.919
2017 263.597
2018 264.826
2019 266.408
2020 266.123
Jahr Einwohner
2021 265.772
2022 268.308
2023 268.792
2024 274.098

Vorlage:FNZ Vorlage:Klappleiste/Ende

Die unten stehenden Einwohnerzahlen ab 1991 (Stand: jeweils am 31. Dezember) basieren, abweichend von der Bevölkerungsfortschreibung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, auf Daten des Einwohnermelderegisters des Berliner Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten.<ref name="Bevölkerung 2024">Statistischer Bericht A I 5-hj 2/24. Einwohnerregisterstatistik Berlin 31. Dezember 2024. Bestand-Grunddaten. (PDF; 0,7 MB) Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Potsdam 2025.</ref>

Bevölkerungsstruktur

[Bearbeiten]

Die folgende Tabelle zeigt Angaben zur Struktur der Bevölkerung des Bezirks Reinickendorf am 31. Dezember 2024.<ref name="Bevölkerung 2024" />

Geschlecht Anzahl Anteil
männlich 135.775 Vorlage:049,5 %
weiblich 138.323 Vorlage:050,5 %
insgesamt 274.098 100,0 %
 
Altersgruppen
unter 20 Vorlage:052.073 Vorlage:019,0 %
20 bis unter 40 Vorlage:071.181 Vorlage:026,0 %
40 bis unter 65 Vorlage:088.403 Vorlage:032,2 %
ab 65 Vorlage:062.441 Vorlage:022,8 %
insgesamt 274.098 100,0 %
Herkunft Anzahl Anteil
Deutsche ohne Migrationshintergrund 160.426 Vorlage:058,5 %
Deutsche mit Migrationshintergrund Vorlage:047.673 Vorlage:017,4 %
Ausländer Vorlage:065.999 Vorlage:024,1 %
insgesamt 274.098 100,0 %
 
Wohnlagen
einfache Wohnlagen bzw. ohne Angabe 148.623 Vorlage:054,2 %
mittlere Wohnlagen Vorlage:095.788 Vorlage:035,0 %
gute Wohnlagen Vorlage:029.687 Vorlage:010,8 %
insgesamt 274.098 100,0 %
Religion Anzahl Anteil
evangelisch Vorlage:045.554 Vorlage:016,6 %
römisch-katholisch Vorlage:022.723 Vorlage:08,3 %
sonstige bzw. keine 205.821 Vorlage:075,1 %
insgesamt 274.098 100,0 %

Das Durchschnittsalter im Bezirk lag am 31. Dezember 2024 bei 44,5 Jahren (Berliner Durchschnitt: 42,8 Jahre).

Wirtschaft

[Bearbeiten]

Unternehmen

[Bearbeiten]
Datei:2023 Baton kokosowy Knoppers (2).jpg
Schokoriegel der August Storck KG

Im Jahr 2013 waren im Bezirk Reinickendorf 9168 Unternehmen registriert. Die Branche des verarbeitenden Gewerbes ist besonders stark vertreten. Zu den größten Arbeitgebern (Stand: 2020) im Bezirk gehören unter anderem

Handwerk

[Bearbeiten]

Im Jahr 2012 waren von den 30.862 in Berlin ansässigen Handwerksbetrieben insgesamt 2.279 in Reinickendorf gemeldet.<ref>Berliner Wirtschaft in Zahlen – Ausgabe 2013. (PDF) Hrsg. von der IHK Berlin; abgerufen am 29. Juni 2017.</ref>

Verkehr

[Bearbeiten]

Individualverkehr

[Bearbeiten]

Die Autobahn A 111 (mit Anschluss an die A 10) und die A 100 sowie die Bundesstraße B 96 führen durch den Bezirk Reinickendorf.

Öffentlicher Personennahverkehr

[Bearbeiten]
Datei:Berlin- U-Bahn-Station Alt-Tegel- auf Bahnsteig zu Gleis 2- Richtung Berlin-Frohnau- U-Bahn BVG Baureihe F 2684 7.8.2009.JPG
Zug im U-Bahnhof Alt-Tegel

Dank der schrittweise in den Norden Berlins verlängerten U-Bahn-Linien U6 und U8 sowie der S-Bahn-Linien S1, S25 und S26 verfügt der Bezirk über eine flächenwirksame Erschließung mit leistungsfähigen Stadtschnellbahnen. Abweichend davon wird das Märkische Viertel, das als hochverdichtete Großwohnsiedlung ein großes ÖPNV-Nachfragepotential aufweist, bis heute nur mit Bussen erschlossen. Wichtige Bus-Bahn-Verknüpfungspunkte sind der U-Bahnhof Alt-Tegel sowie der S- und U-Bahnhof Wittenau, beide nachts mit gesicherten Anschlüssen zwischen den Linien. Straßenbahnen existieren nicht mehr.

Luftverkehr

[Bearbeiten]

Der ehemalige Flughafen Tegel befindet sich im Südwesten des Bezirks im gleichnamigen Ortsteil. Im Zuge der Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) wurde der Flughafen Tegel am 8. November 2020 außer Betrieb genommen und bis Mai 2021 in Bereitschaft gehalten.

Politik

[Bearbeiten]

Bezirksverordnetenversammlung

[Bearbeiten]

Die Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks Reinickendorf am 12. Februar 2023 führte zu folgendem Ergebnis:

Vorlage:Wahldiagramm Vorlage:Sitzverteilung

Aus der ersten Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) im Jahr 1946 ging die SPD als Wahlsieger mit der absoluten Mehrheit hervor. Ihren Höhepunkt erreichte sie bei der Wahl 1948 mit einem Wahlergebnis von 67,9 % der Stimmen – das höchste Wahlergebnis einer Partei in Reinickendorf seither. Die Mehrheit als stärkste Fraktion konnte sie sich durchgehend bis zur Wahl 1981 in der BVV erhalten. Die Reinickendorfer CDU schaffte es dann 1981, sich die Mehrheit im Bezirksparlament zu sichern, 1985 und 1999 sogar die absolute Mehrheit.

2011 bildeten CDU und Bündnis 90/Die Grünen, 2016 CDU und SPD eine Zählgemeinschaft in der BVV.<ref>Wahl 2016 Berlin – Reinickendorf. rbb; abgerufen am 11. Januar 2020.</ref> Seit der Wahl 2021 besteht eine Zählgemeinschaft aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Im Jahr 2023 trat eine Bezirksverordnete der Linken aus ihrer Partei aus und ist seitdem fraktionslos.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Bezirksbürgermeister

[Bearbeiten]

Der Bezirk Reinickendorf ist auf Landesebene im Rat der Bürgermeister und in der AG Ressourcensteuerung vertreten.<ref>Rat der Bürgermeister. berlin.de; abgerufen am 18. Mai 2019</ref><ref>Kleine Anfrage der FDP. Bei: kleineanfragen.de; abgerufen am 18. Mai 2019</ref>

Bezirksamt

[Bearbeiten]
Datei:Ratusz Reinickendorf.jpg
Rathaus Reinickendorf

Mitglieder des Bezirksamtes sind (Stand: 2025):<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Partei Funktion Geschäftsbereich
Emine Demirbüken-Wegner CDU Bezirksbürgermeisterin Finanzen, Personal und Bürgerdienste
Uwe Brockhausen SPD Stellvertretender
Bezirksbürgermeister
Soziales und Gesundheit
Korinna Stephan Bündnis 90/Die Grünen Bezirksstadträtin Stadtentwicklung
Harald Muschner CDU Bezirksstadtrat Bildung, Sport, Kultur und Facility Management
Alexander Ewers SPD Bezirksstadtrat Jugend und Familie
Julia Schrod-Thiel CDU Bezirksstadträtin Ordnung, Umwelt und Verkehr

Für das allgemeine Zivilrecht des Bezirks Reinickendorf ist das Amtsgericht Wedding zuständig.

Wappen

[Bearbeiten]

Vorlage:Hauptartikel

Datei:Coat of arms of borough Reinickendorf.svg

Das heutige Wappen des Bezirks Reinickendorf wurde vom Senat von Berlin am 28. November 1955 verliehen.

Wappenbeschreibung: In schwarzem Schild ein goldener Schrägbalken, belegt mit einem laufenden roten Fuchs und begleitet von sechs (3 : 3) goldenen Ähren. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit einem kleinen Berliner Wappenschild belegt ist.<ref>Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen. berlin.de; abgerufen am 17. Januar 2020.</ref>

Wappenbegründung: Das Motiv des „Reineke Fuchs“ als redendes Wappen, wurde aus dem Wappen Reinickendorfs übernommen. Die goldenen Ähren symbolisieren zum einen die landwirtschaftliche Prägung der ehemaligen selbstständigen Gemeinden des Bezirkes. Zum anderen symbolisieren sie in ihrer Anzahl die sechs eingemeindeten Gemeinden: Heiligensee, Hermsdorf, Lübars, Reinickendorf, Tegel, Wittenau.

Partnerschaften

[Bearbeiten]
Städtepartnerschaften International
Datei:Léglise (4891368102).jpg
Antony in Frankreich ist seit 1966 Partnerstadt von Reinickendorf
Vorlage:FRA, Frankreich, seit 1966
Vorlage:GBR, England, seit 1966
Vorlage:ISR, Israel, seit 1976
Städtepartnerschaften National
Freundschaftliche Kontakte

Über die Städtepartnerschaften hinaus pflegt Reinickendorf freundschaftliche Kontakte mit Breslau, Burkina Faso, Dénia, Katalonien, Kiew, Meseritz, Minsk, Orkney, Sankt Petersburg, Sulęcin (deutsch: Zielenzig), Templewo, Washington, D.C., Wolgograd, Woltschja Gora, Lichtenfels (Bayern), dem Landkreis Oberhavel (Brandenburg), dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen (Thüringen) und Zeltingen-Rachtig (Rheinland-Pfalz).

Polizei und Militär

[Bearbeiten]

Die Direktion 1 der Berliner Polizei ist für die Bezirke Reinickendorf und Pankow zuständig. Am Flughafen Tegel übernimmt die Bundespolizei Aufgaben des Grenzschutzes und der Luftsicherheit.

Hubschrauber der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung sind auf dem militärischen Teil des Flughafens in Tegel stationiert und werden dort bis voraussichtlich 2029 verbleiben.<ref>Hubschrauber der Flugbereitschaft bleiben in Tegel</ref>

Bildung

[Bearbeiten]

Schulen

[Bearbeiten]
Datei:Waidmannslust Fürst-Bismarck-Straße Salvator-Schule-001.JPG
Katholische Schule Salvator, Waidmannslust

Im Schuljahr 2019/20 gab es in Reinickendorf 70 allgemeinbildende Schulen.<ref>Anzahl der allgemeinbildenden Schulen* in Berlin nach Bezirken im Schuljahr 2019/2020. Statista; abgerufen am 24. Oktober 2020.</ref>

(Auswahl)

Hochschule

[Bearbeiten]
Datei:Humboldt-Bibliothek Raumeindruck von der östlichen Galerie.jpg
Humboldt-Bibliothek

Bibliotheken

[Bearbeiten]

Der Bezirk verfügt im Bibliothekssystem Stadtbibliothek Reinickendorf über fünf öffentliche Bibliotheken. Im Jahr 2012 verzeichnete die Stadtbibliothek Reinickendorf etwa 1,5 Millionen Entleihungen bei einem Bestand von rund 300.000 Medien.

  • Humboldt-Bibliothek
  • Bibliothek im Märkischen Viertel
  • Bibliothek am Schäfersee
  • Stadtteilbibliothek Reinickendorf-West
  • Stadtteilbibliothek Frohnau

Kultur

[Bearbeiten]
Datei:Schloss Tegel1.JPG
Schloss Tegel
Datei:Berlin-Frohnau - Osterfeuer - 2017.jpg
Osterfeuer in Frohnau

Bauwerke

[Bearbeiten]

Feste und Feiern

[Bearbeiten]
  • Schlagerolymp in Lübars
  • Tegeler Hafenfest auf der Greenwichpromenade in Tegel
  • Osterfeuer in Frohnau<ref>Osterfeuer in Frohnau. Kindaling.de; abgerufen am 19. Januar 2020.</ref>

Sport

[Bearbeiten]
Datei:Nils Lichtlein 2023.jpg
U21 Handball-Nationalspieler von den Füchsen Berlin

Im Bezirk sind etwa 200 Sportvereine ansässig,<ref>Sportvereine in Reinickendorf. berlin.de; abgerufen am 11. Januar 2020.</ref> darunter auch Vereine des Spitzensports. Aus den Füchsen Berlin Reinickendorf ist der Profiklub Füchse Berlin hervorgegangen. Gegenwärtig spielt er in der Handball-Bundesliga. Die Berlin Flamingos sind in der 2. Baseball-Bundesliga vertreten (Stand: 2025). Aus dem Ruder-Club Tegel 1886 und dem Leichtathletikverein LG Nord Berlin sind einige Europa- und Weltmeister hervorgegangen. Aus dem Wassersportclub Blau Weiß Tegel sind einige Deutsche Meister im Kanu-Rennsport hervorgegangen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Auf dem Gebiet des Breitensports sind die Reitsport- und Wassersportvereine bezirkstypisch. Im nördlich gelegenen Ortsteil Lübars befindet sich eine Vielzahl von Reiterhöfen. Reiten als Freizeitaktivität, Springreiten und Dressurreiten haben hier eine lange Tradition. Auch Turnierveranstaltungen im Reitsport werden in Lübars abgehalten.<ref>Ruhig, Brauner! In: Der Tagesspiegel; abgerufen am 16. August 2017.</ref>

Reinickendorf zählt mit seinen vielen Wassergebieten zu den beliebten Zielen für Angler.<ref>Angelgewässer in Berlin. (PDF) Bei: stadtentwicklung.berlin.de; abgerufen am 1. Juli 2017.</ref> Zahlreiche Anglervereine sind im Bezirk vertreten.

Im Bezirk gab es im Jahr 2016 außerdem mindestens 14 Fitnessstudios. Muskelaufbauprogramme, Ausdauertrainings, aber auch Aerobic- und Pilates-Kurse werden dort angeboten.<ref>Fitnessstudios in Reinickendorf. Bei: Berlin.de; abgerufen am 1. Juli 2017.</ref>

Sonstiges

[Bearbeiten]

In Reinickendorf leben im Bezirksvergleich die meisten Berliner Hunde je Einwohner. Auf 1000 Bewohner kamen im Jahr 2018 rund 41 Hunde.<ref>Anzahl der Hundehalter und Hunde im Bundesland Berlin nach Bezirken im Jahre 2018. Bei: Statista; abgerufen am 17. Januar 2020.</ref> Zu den am meisten gehaltenen Hunderassen in Reinickendorf zählen u. a. der Labrador und der Golden Retriever.

Literatur

[Bearbeiten]
  • Michael Zaremba: Reinickendorf im Wandel der Geschichte. Bezirks-Chronik. Bebra, Berlin 1999, ISBN 3-930863-63-4.
  • Ralf Schmiedecke: Berlin-Reinickendorf. Sutton 2003, ISBN 978-3-89702-587-5 (Reihe Archivbilder).
  • Gerd Koischwitz (Hrsg.): Sechs Dörfer in Sumpf und Sand – Geschichte des Bezirkes Reinickendorf von Berlin. Der Nord-Berliner, Berlin 1983.
[Bearbeiten]

Vorlage:Commonscat Vorlage:Wikivoyage Vorlage:Wiktionary

Einzelnachweise

[Bearbeiten]

<references responsive />

Vorlage:NaviBlock

Vorlage:Normdaten