Weidengewächse

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Die Weidengewächse (Salicaceae) sind eine Familie in der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida).

Beschreibung

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Datei:Xylosma congesta SZ88.png
Illustration von Xylosma congesta

Erscheinungsbild und Blätter

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Es handelt sich um laubabwerfende oder immergrüne verholzende Pflanzen, die als Bäume oder Sträucher wachsen. Manche Arten bilden Klone durch Wurzeltriebe, Rhizome, Absenker oder Teilung der Sprossachse. Die Verzweigung ist monopodial oder sympodial. Die aufrechten bis hängenden Sprossachsen besitzen eine kahle oder flaumig behaarte Rinde.<ref name="FoNA" />

Bei manchen Arten ist Heterophyllie vorhanden: es gibt unterschiedliche Blätter bei der Jugend- und Altersform. Die meist wechselständig und meist spiralig, manchmal zweizeilig, aber selten mehr oder weniger gegenständig (beispielsweise Salix purpurea) angeordneten Laubblätter sind meist gestielt. Die einfachen Blattspreiten besitzen gezähnte oder glatte Blattränder und manchmal Drüsen. Nebenblätter können vorhanden sein.<ref name="FoNA" />

Blütenstände und Blüten

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Allen in Mitteleuropa heimischen Arten und auch fast allen anderen Arten der Weidengewächse im ursprünglichen Umfang (Salicaceae s. str.) gemeinsam ist, dass sie zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch) sind, das bedeutet, dass auf einem Pflanzenexemplar nur entweder weibliche oder männliche Blüten ausgebildet werden. Bei den Salicaceae s. str. befinden sich meist viele Blüten eines Geschlechtes zusammengefasst in länglichen, traubigen oder ährigen Blütenständen, den so genannten Kätzchen, die aufrecht stehen oder hängen. Die neu hinzugekommenen Gattungen sind öfter zwittrig oder seltener einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch) und die Blüten befinden sich nicht in kätzchenförmigen Blütenständen. Wenn die Blütenstände nicht kätzchenförmig sind, dann sind sie manchmal bündelig oder traubenähnliche Zymen. Es können Blütenstandsschäfte vorhanden sein. Blütenstiele sind vorhanden oder fehlen.<ref name="FoNA" />

Männliche Blüten enthalten zwei bis viele Staubblätter. Weibliche Blüten enthalten einen Fruchtknoten mit einem Griffel.

Die Pappel-Arten werden durch den Wind bestäubt, während die Weiden-Arten überwiegend insektenbestäubt sind („Bienenfutterpflanzen“ im Frühjahr).<ref name="Heß" /> Die Blütezeit liegt mindestens bei den windbestäubten Arten vor der Entwicklung der Laubblätter, ansonsten erfolgt die Blütezeit je nach Art zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr.<ref name="FoNA" />

Früchte und Samen

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Es werden bei den Salicaceae s. str. zwei- bis vierfächerige (selten fünffächerige) Kapselfrüchte, die vier bis viele Samen enthalten, oder bei den ehemaligen Flacourtiaceae Beeren oder seltener Steinfrüchte gebildet. Die Samen werden bei den Arten mit Kapselfrüchten durch den Wind verbreitet und haben oft einen grundständigen Haarschopf oder sind geflügelt, auch können sie einen Arillus besitzen.<ref>Salicaceae bei IDTools.</ref>

Datei:Chosenia arbutifolia leaves and catkins.jpg
Zweig mit Laubblättern von kätzchenförmigen Blütenständen von Chosenia arbutifolia
Datei:Azara dentata (8643642489).jpg
Azara dentata
Datei:Casearia gladiiformis, loof, KZN NBT.jpg
Zweig mit ledrigen Laubblättern von Casearia gladiiformis
Datei:Dovyalis caffra01.jpg
Zweig mit Blüten von Dovyalis caffra
Datei:Hasseltia floribunda.jpg
Zweig mit Laubblättern und Blütenstand von Hasseltia floribunda
Datei:Idesia leaves fruit 041181.jpg
Orangenkirsche (Idesia polycarpa)
Datei:Oncoba spinosa flower 1.jpg
Blüte mit vielen Staubblättern von Oncoba spinosa
Datei:Pineda incana.jpg
Zweig mit ledrigen Laubblättern und Blüten von Pineda incana
Datei:Poliothyrsis sinensis inflorescence.jpg
Laubblätter und Blütenstand von Poliothyrsis sinensis
Datei:Salix herbacea.jpg
Salix herbacea
Datei:Samyda dodecandra.jpg
Blüten von Samyda dodecandra
Datei:Scolopia mundii MountainSaffron RedPear tree Cape Town 5.JPG
Zweig mit ledrigen Laubblättern und Früchten von Scolopia mundii
Datei:Starr 060225-8732 Xylosma hawaiiense.jpg
Habitus von Xylosma hawaiiense

Systematik und Verbreitung

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Die Familie der Salicaceae wurde 1815 durch Charles François Brisseau de Mirbel in Elémens do Physiologie Végétale et de Botanique, Volume 2, S 905 aufgestellt, dort unter dem Namen „Salicineae“.<ref name="tropicos" /> Während man früher nur drei Gattungen, nämlich die Weiden (Salix), Pappeln (Populus) und Chosenia in die Salicaceae einordnete, gehören nun auch zahlreiche ehemals in der Familie der Flacourtiaceae eingeordnete Gattungen dazu. Die Familie Salicaceae s. l. enthält damit etwa 55 Gattungen mit etwa 1010 Arten. Synonyme für Salicaceae Vorlage:Person s. l. sind: Bembiciaceae Vorlage:Person, Caseariaceae Vorlage:Person, Flacourtiaceae Vorlage:Person, Homaliaceae Vorlage:Person, Patrisaceae Vorlage:Person, Prockiaceae Vorlage:Person, Samydaceae Vorlage:Person, Scyphostegiaceae Vorlage:Person<ref name="GRIN" />

Die Salicaceae s. l. sind fast weltweit verbreitet. Sie fehlen ursprünglich in Australien nur an der Ostküste und in Neuseeland. Pappel-Arten und Weiden-Arten kommen vorwiegend in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel an feuchten Standorten vor; man findet sie auch in Tundren und im Gebirge oberhalb der Baumgrenze. In Nordamerika gibt es vier Gattungen mit etwa 123 Arten.

Literatur

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  • Cheng-fu Fang, Shi-dong Zhao & Alexei K. Skvortsov: Salicaceae s. str., S. 139 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi & Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 4 - Cycadaceae through Fagaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1999. ISBN 0-915279-70-3 und Qiner Yang & Sue Zmarzty: Flacourtiaceae, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 13 - Clusiaceae through Araliaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2007, ISBN 978-1-930723-59-7
  • George W. Argus, James E. Eckenwalder & Robert W. Kiger: Salicaceae - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 7 - Magnoliophyta: Salicaceae to Brassicaceae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2010, ISBN 978-0-19-531822-7 (Abschnitt Systematik und Beschreibung im neuen Umfang)
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Einzelnachweise

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<references> <ref name="FoNA"> George W. Argus, James E. Eckenwalder & Robert W. Kiger: Salicaceae - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 7 - Magnoliophyta: Salicaceae to Brassicaceae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2010, ISBN 978-0-19-531822-7 </ref> <ref name="FoM"> [[[:Vorlage:Tropicos]] Eintrag bei Catalogue of the Vascular Plants of Madagascar.] </ref> <ref name="Heß"> Dieter Heß: Die Blüte. 2. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1990, ISBN 3-8001-6434-5 </ref> <ref name="GRIN"> Vorlage:GRIN </ref> <ref name="tropicos"> Vorlage:Tropicos </ref> </references>

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