Wacholder
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Die Wacholder (Juniperus) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Cupressoideae innerhalb der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Mit den etwa 50 bis 70 Arten, die dieser Gattung zugerechnet werden, stellen sie fast 40 Prozent der Arten innerhalb der Zypressengewächse. In Mitteleuropa kommen in freier Natur nur zwei Arten vor: der Gemeine Wacholder und der Sadebaum.
Name
[Bearbeiten]Der deutsche Name Wacholder (von althochdeutsch wechalter, mittelhochdeutsch wëcholtër)<ref name="Mildenberger" /> hat verschiedene etymologische Deutungen erfahren. Sicher ist, dass der Teil „-der“ der Reflex der indogermanischen Baumbezeichnung ist, wie sie in Holunder, Affolter (Apfelbaum), Flieder, Heister und anderen vorkommt. Unsicher ist der erste Teil. Hier wird entweder ein Zusammenhang mit wachsen angenommen, unter Verweis auf den immergrünen Baum, oder mit wickeln, nach einer (wahrscheinlich vom früheren hebräischen Namen abgeleiteten)<ref>Vorlage:Literatur</ref> Verwendung zum Binden bzw. für rituell genutzte Wacholdersträuße.<ref name="Kluge" /><ref name="Marzell" /><ref>Vgl. auch Ute Obhof: Rezeptionszeugnisse des „Gart der Gesundheit“ von Johann Wonnecke in der Martinus-Bibliothek in Mainz – ein wegweisender Druck von Peter Schöffer. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018, S. 25–38, hier: S. 36 („Juniperus – wegholler“).</ref> Weiter zurück reicht die Form queckolder, in der der Baum als der Lebenskräftige (zu queck) gefasst wird, schon ahd. belegt.<ref>Vorlage:DWB</ref> Die hin und wieder anzutreffende Deutung als Wach-Halter ist hingegen wohl eine Volksetymologie.
Im Niederdeutschen wird der Wacholder auch als Machandelbaum bezeichnet.<ref name="Joneleit" /> Daraus hat sich dann als Nebenform die Bezeichnung Machangelstrauch (oder nur Machangel)<ref name="Schmitz1954" /> entwickelt. Diese Bezeichnung ist vor allen Dingen in Grimms Märchen und einigen Gedichten anzutreffen. Der Begriff Machangel findet sich mehrfach in der Erzählung „Der Wehrwolf“ von Hermann Löns.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Der botanische Name ist ebenfalls nicht sicher gedeutet. Favorisiert wird die Lesart als lateinisch *iūni-perus aus älterem *iuveni-paros in der Bedeutung „(zu) früh gebärend, abortierend“ nach der Verwendung von Juniperus sabina.<ref name="Genaust1996" /> Der altgriechische Name ἄρκευθος (arkeuthos) erscheint in der Historia plantarum.<ref>Vorlage:Literatur</ref>
Der heute nur selten vorkommende Name Juniper, welcher als Vor- und Nachname existiert, leitet sich von Juniperus ab.
In Deutschland finden sich in althochdeutschen Glossen vorwiegend ab dem 10. Jahrhundert aus den von Spohra/Spurcha entwickelten Namensformen der Begriff „Spurk“ für Wacholder.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Unter anderem in Österreich und Teilen Bayerns ist der Wacholder unter der Bezeichnung Kranewitt bekannt, das über mhd. kranewite auf ahd. kranawitu, chranawita, welches Kranichholz bedeutet, zurückgeht. Den gleichen Ursprung besitzt das gleichbedeutende Krammet.<ref>Wacholder-Beeren auf Gewürzkarawane abgerufen am 14. August 2020.</ref> Von der Bezeichnung Kranewitt leiten sich die Familiennamen Kranewitter, Kranebitter, Kronawitter, Kranevitter und Granovetter ab.
Der Wacholderschnaps ist demgemäß in Österreich unter Kranewitter bekannt.
Beschreibung
[Bearbeiten]Vegetative Merkmale
[Bearbeiten]Wacholder-Arten sind immergrüne Sträucher oder Bäume. Als größtes Einzelexemplar gilt ein Syrischer Wacholder (Juniperus drupacea) in der Türkei mit einer Wuchshöhe von 40 Metern. Das Holz besitzt einen schmalen Splint und einen rötlich-braunen Kern und duftet oft aromatisch, wobei die Namensgebung wie „stinkend“ andeutet, welche Arten besonders intensiv riechen. Die Zweige sind rund oder vier- bis sechsflügelig. Die Blätter sind im Allgemeinen kurz und liegen eng an den Zweigen an. Sie sind in der Jugend nadelförmig, später schuppen- oder nadelförmig. Die Blätter sind in gegenständigen Paaren in vier Reihen oder in wechselständigen Quirlen in drei bis sechs Reihen oder selten in Quirlen mit vier bis acht Reihen an den Zweigen angeordnet.
Die Sämlinge besitzen zwei bis acht Keimblätter (Kotyledonen).
Generative Merkmale
[Bearbeiten]Die zu den Nacktsamigen Pflanzen gehörenden Arten sind meist zweihäusig (diözisch), selten einhäusig (monözisch) getrenntgeschlechtig. Die männlichen Zapfen besitzen drei bis vier Paare oder Trios Sporophylle. Jedes Sporophyll besitzt zwei bis acht Pollensäcke.
Die beerenförmigen weiblichen Zapfen, oft als Beeren bzw. Wacholderbeeren bezeichnet, sind bei einem Durchmesser von 0,3 bis 2 Zentimetern ei- bis kugelförmig. Sie benötigen bis zur Reife ein bis zwei Jahre, bleiben geschlossen und werden bläulich. Die meist dicken, fleischigen Zapfenschuppen sind aus Deck- und Samenschuppen verwachsen und besitzen ein bis drei Samen. Die ungeflügelten, hartschaligen Samen sind rund bis kantig. Die beerenförmigen Zapfen werden von Vögeln als ganzes geschluckt, und die Samen verlassen den Darmtrakt unversehrt. Der bittere Geschmack der Zapfen (bei den meisten Arten) ist wohl eine Anpassung gegen Fraß durch Säugetiere.
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 11.
Vorkommen
[Bearbeiten]Wacholder-Arten kommen vorwiegend auf der Nordhalbkugel der Erde vor. Nur das Verbreitungsgebiet des Ostafrikanischen Wacholders reicht im östlichen Afrika bis 18° Süd.
Wacholder-Arten sind sehr anpassungsfähig. Sie gedeihen in Klimaregionen, die von der subarktischen Tundra bis zu Halbwüsten reichen. Nahezu alle Arten sind gut an regenarme Zeiten angepasst. In Bergregionen sind es häufig Wacholder-Arten, die noch an der Baumgrenze gedeihen. Der auf den Azoren gedeihende Kurzblättrige Wacholder ist die einzige Nadelholzart, die sich auf einer mitten im Ozean liegenden Inselkette vulkanischen Ursprungs etablieren konnte.<ref name="Tudge107" /> Die Samen der Vorfahren dieser Art gelangten vermutlich im Verdauungstrakt von Vögeln dorthin.
Sie kommen vielfach auf trockenen Böden (Sand, Heide, Steppe, Halbwüste) vor.
In vielen semiariden Gebieten wie in den westlichen USA, im nördlichen Mexiko, im zentralen und südwestlichen Asien sind sie die dominante Waldbedeckung in weiten Bereichen der Landschaft. Die Untergattung Juniperus ist hauptsächlich eurasisch mit einer holarktischen Art (Juniperus communis). Sie ist auch die einzige Art dieser Untergattung in Nordamerika und Mitteleuropa und überhaupt die am weitesten verbreitete Koniferenart. Die Untergattung Caryocedrus ist endemisch in Südwestasien und Südosteuropa. Die Untergattung Sabina besiedelt fast alle Areale, die auch für die ganze Gattung gelten – außer nördlich von 50° Nord in Europa und 60° Nord in Asien.
In stark beweideten Gebieten ist Wacholder aufgrund seiner Unverträglichkeit für Weidetiere oft der einzige vorkommende Baum.
Die häufigere der beiden Wacholder-Arten in Deutschland, der Heide-Wacholder, war der Baum des Jahres 2002.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Inhaltsstoffe
[Bearbeiten]Die Zusammensetzung der ätherischen Öle unterscheidet sich je nach Art und Pflanzenteil. α-Thujen und γ-Terpinen finden sich in den Nadeln, während (−)-Camphen nur in den Früchten zu finden ist. (±)-α-Pinen und (±)-β-Pinen, Myrcen, (+)-Sabinen, (+)-3-Caren, (±)-Limonen, β-Phellandren und Terpinolen sind sowohl im Öl der Nadeln als auch der Früchte zu finden.<ref name="FFJ_1995_203" /> Neben ätherischen Ölen enthalten die Beeren Flavonoide und Biflavonoide.<ref name="Innocenti" />
Giftwirkung des Wacholders
[Bearbeiten]Die in den Beeren und Nadeln des Gemeinen Wacholders enthaltenen ätherischen Öle können bei Hautkontakt und Verzehr zu Reizerscheinungen führen.<ref name="InfoGift" /> Im Gegensatz zu den anderen Wacholdergewächsen ist beim Juniperus communis nur die Beere (Fructus Juniperi) giftig. Reif ist sie im zweiten Jahr. Eine Überdosierung des Teeröls des Stech-Wacholders führt zu Nierenschmerzen, Nierenversagen, Hautreizungen und Leberschädigung.<ref name="Koruk" /> Ferner wird die Herztätigkeit und Atmung gesteigert; seltener können Krämpfe auftreten. Äußerlich kommt es zur Rötung der Haut bis zur Blasenbildung. Die maximale Dosierung liegt bei erwachsenen Menschen bei 2 g.
Systematik
[Bearbeiten]Die Gattung Juniperus wurde durch Carl von Linné aufgestellt.<ref name="GRIN" /> Die Gattung gehört zur Unterfamilie Cupressoideae innerhalb der Familie Cupressaceae.
Die Gattung Wacholder (Juniperus) enthält etwa 50 bis 70 Arten. Die wissenschaftlichen Diskussionen über die Artenzahlen, die Rangzuordnungen nach Varietäten, Unterarten oder Formen werden teilweise kontrovers geführt. Untersuchungen auf DNA-Basis (RAPD und Genetischer Fingerabdruck – Fingerprinting) und bezüglich der Blattölzusammensetzung halten die Diskussion in Bewegung; auch in der Feldforschung gefundene neue Arten lassen die Taxonzahlen schwanken.
Hier wird meist und vorzugsweise den Ausführungen von Robert Phillip Adams gefolgt, der 2008<ref name="Adams-Phytologia90" /> annähernd 70 Arten und 27 Varietäten anerkennt, aber die Kategorie Unterart nicht verwendet.<ref name="JuniperusWorld" />
Die Gattung Juniperus s. l. wird in drei Sektionen eingeteilt, die in der Literatur manchmal auch als Untergattungen geführt werden:<ref name="GymnospermDb" />
- Sektion Caryocedrus Vorlage:Person (Syn.: Gattung Arceuthos Vorlage:Person): Sie enthält nur eine Art:<ref name="GymnospermDb" />
- Syrischer Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus drupacea Vorlage:Person): Er kommt in Griechenland, in der Türkei, in Syrien im Libanon und in Israel vor. Am häufigsten kommt er im Taurusgebirge (Kilikischer Taurus) in der südlichen Türkei bis ins nördliche Syrien vor. In den anderen Gebieten ist er selten.<ref name="GymnospermDb" />
- Sektion Juniperus (Syn.: Gattung Juniperus sect. Oxycedrus Vorlage:Person): Mit zehn Arten:
- Kurzblättriger Wacholder<ref name="Zander2008" />, auch Azoren-Wacholder genannt, (Juniperus brevifolia Vorlage:Person, Syn.: Juniperus oxycedrus var. brevifolia Vorlage:Person): Er kommt nur auf den Azoren vor.<ref name="GymnospermDb" />
- Zedern-Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus cedrus Vorlage:Person) auf den Kanarischen Inseln und auf Madeira.
- Gemeiner Wacholder<ref name="Zander2008" /> oder Heide-Wacholder (Juniperus communis Vorlage:Person) mit sieben Varietäten:
- Juniperus communis Vorlage:Person var. communis
- Juniperus communis var. charlottensis Vorlage:Person: Sie ist auf den kanadischen Queen-Charlotte-Inseln endemisch.
- Kanadischer Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus communis var. depressa Vorlage:Person) bzw. in manchen Quellen auch als homonyme Unterart (Juniperus communis subsp. depressa Vorlage:Person) angegeben, ist in ganz Kanada und den USA verbreitet.
- Juniperus communis var. jackii Vorlage:Person in Nordamerika.
- Juniperus communis var. megistocarpa Vorlage:Person in Kanada.
- Juniperus communis var. nipponica Vorlage:Person in Japan.
- Alpen-Wacholder,<ref name="Zander2008" /> auch Zwerg-Wacholder genannt (Juniperus communis var. saxatilis Vorlage:Person, Syn.: Juniperus communis var. montana Vorlage:Person, Juniperus communis var. nana Vorlage:Person, Juniperus nana Vorlage:Person): Er ist in der nördlichen Hemisphäre weitverbreitet (von Europa über das westliche, zentrale, nördliche Asien bis in den Fernen Osten, weiters im westlichen Teil Nordamerikas und in Grönland).
- Juniperus deltoides Vorlage:Person: Die Heimat liegt ab Italien im östlichen Mittelmeerraum und weiter bis zum Iran.
- Formosa-Wacholder (Juniperus formosana Vorlage:Person, Syn.: Juniperus taxifolia Vorlage:Person non Vorlage:Person, Juniperus mairei Vorlage:Person, Juniperus formosana var. mairei Vorlage:Person, Juniperus formosana var. concolor Vorlage:Person, Juniperus formosana var. sinica Vorlage:Person, Juniperus chekiangensis Vorlage:Person): Sie ist in China und Taiwan verbreitet.<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus macrocarpa Vorlage:Person: Er ist entlang der Mittelmeer- und Schwarzmeerküsten in Nordafrika, Europa und Kleinasien beheimatet.
- Juniperus navicularis Vorlage:Person ist nur in Portugal beheimatet.
- Stech-Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus oxycedrus Vorlage:Person): Er ist im Mittelmeerraum westlich von Italien heimisch.
- Igel-Wacholder oder Nadel-Wacholder (Juniperus rigida Vorlage:Person): Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Ostasien mit China, Korea, im südöstlichen Russland sowie in Japan.
- Luchu-Wacholder (Juniperus taxifolia Vorlage:Person, Syn.: Juniperus lutchuensis Vorlage:Person): Dieser Endemit kommt nur auf den japanischen Ogasawara-Inseln vor und gedeiht von der Küste bis in Höhenlagen von 300 Metern an sonnigen, steinigen Standorten.<ref name="GymnospermDb" />
- Sektion Sabina Vorlage:Person (Syn.: Gattung Sabina Vorlage:Person): Mit etwa 56 Arten:
- Juniperus angosturana Vorlage:Person (Syn.: Juniperus monosperma var. gracilis Vorlage:Person): Sie gedeiht in Höhenlagen von 1100 bis 2140 Metern in der Sierra Madre Oriental in den mexikanischen Bundesstaaten Coahuila, Hidalgo, Nuevo León, San Luis Potosí sowie Tamaulipas.<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus arizonica Vorlage:Person (Syn.: Juniperus coahuilensis var. arizonica Vorlage:Person): Den Rang einer Art hat sie 2006 erhalten. Sie kommt an voneinander isolierten Standorten in den südwestlichen US-Bundesstaaten in Arizona sowie New Mexico und in den nördlichen mexikanischen Bundesstaaten Chihuahua sowie Sonora vor. Sie gedeiht in Höhenlagen von 980 bis 1600, selten bis zu 2200 Metern.<ref name="GymnospermDb" />
- Ashes Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus ashei Vorlage:Person, Syn.: Juniperus sabinoides Vorlage:Person non Vorlage:Person, Juniperus sabinoides Vorlage:Person non Vorlage:Person, Juniperus occidentalis var. texana Vorlage:Person, Juniperus occidentalis var. conjugens Vorlage:Person, Juniperus tetragona var. oligosperma Vorlage:Person): Es gibt zwei Varietäten:<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus ashei Vorlage:Person var. ashei: Sie kommt in den US-Bundesstaaten Arkansas, Missouri (in den Ozark Bergen), Oklahoma, Texas (nur auf dem Edwards Plateau) und im mexikanischen Bundesstaat Coahuila vor. Hauptsächlich kommt sie Oklahoma, Arkansas und in den Ozark Bergen vor.<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus ashei var. ovata Vorlage:Person: Sie wurde 2007 erstbeschrieben.<ref name="AdamsPhytologia89ash" /> Sie kommt hauptsächlich in Coahuila and im westlichen Texas vor.<ref name="GymnospermDb" />
- Karibischer Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus barbadensis Vorlage:Person): Es gibt zwei Varietäten:<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus barbadensis Vorlage:Person var. barbadensis (Syn.: Juniperus virginiana var. barbadensis Vorlage:Person: Dieser Endemit kommt nur auf der karibischen Insel St. Lucia (Petit Piton) vor.<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus barbadensis var. lucayana Vorlage:Person (Syn.: Juniperus virginiana var. australis Vorlage:Person, Juniperus lucayana Vorlage:Person, Juniperus australis Vorlage:Person): Sie kommt nur auf den Großen Antillen auf Hispaniola, Jamaika und in Kuba nur in der Sierra de Nipe und auf der Isla de la Juventud vor.<ref name="GymnospermDb" />
- Bermuda-Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus bermudiana Vorlage:Person, Syn.: Juniperus oppositifolia Vorlage:Person, Juniperus pyramidalis Vorlage:Person, Juniperus virginiana var. bermudiana Vorlage:Person): Dieser gefährdete Endemit kommt nur auf den Bermuda-Inseln vor.<ref name="GymnospermDb" /> Er soll auf der südatlantischen Insel St. Helena ein Neophyt sein.<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus blancoi Vorlage:Person: Seit 2006 gibt es drei Varietäten:<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus blancoi Vorlage:Person var. blancoi:<ref name="GRIN" /> Sie kommt in den mexikanischen Bundesstaaten Durango, México, Michoacán sowie Tlaxcala vor. Einige der Fundorte sind vielleicht durch Aussamen gepflanzter Exemplare entstanden.<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus blancoi var. huehuentensis Vorlage:Person<ref name="Adams-BiSyEc2005" />: Sie wurde 2006 erstbeschrieben. Dieser Endemit ist nur aus dem Gebiet um dem Gipfel des Cerro Huehuento, südlich von Huachichiles im mexikanischen Bundesstaat Durango bekannt. Sie gedeiht auf Felsen und sehr dünnen Substratansammlungen in Höhenlagen von 3150 bis 3270 Metern.<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus blancoi var. mucronata Vorlage:Person (Syn.: Juniperus mucronata Vorlage:Person): Dieser Endemit ist nur aus dem Gebiet Maicoba/Yecora bekannt, in der Nähe der Grenze der mexikanischen Bundesstaaten Sonora sowie Chihuahua. Sie gedeiht an Hängen 30 bis 60 Meter über dem Fluss Maicoba und benachbarter Fließgewässer über Basaltgestein.<ref name="GymnospermDb" />
- Kalifornischer Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus californica Vorlage:Person, Juniperus pyriformis Vorlage:Person, Juniperus cerrosianus Vorlage:Person, Juniperus cedrosiana Vorlage:Person, Juniperus occidentalis Vorlage:Person): Er kommt in den südwestlichen US-Bundesstaaten südliches Nevada, Kalifornien sowie nördliches Arizona und im mexikanischen Bundesstaat Baja California Norte sowie ihre vorgelagerten Inseln Isla de Cedros sowie Isla Guadalupe.<ref name="GymnospermDb" />
- Chinesischer Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus chinensis Vorlage:Person): Je nach Autor gibt es zwei bis vier Varietäten:<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus chinensis Vorlage:Person var. chinensis (Syn.: Juniperus sinensis Vorlage:Person orth. var., Juniperus barbadensis Vorlage:Person, Juniperus cabiancae Vorlage:Person, Juniperus cernua Vorlage:Person, Juniperus dimorpha Vorlage:Person, Juniperus erectopatens Vorlage:Person, Juniperus flagelliformis Vorlage:Person, Juniperus fortunei Vorlage:Person, Juniperus gaussenii Vorlage:Person, Juniperus jacobii Vorlage:Person, Juniperus keteleeri Vorlage:Person, Juniperus neaboriensis Vorlage:Person, Juniperus reevesiana Vorlage:Person, Juniperus sphaerica Vorlage:Person, Juniperus shepherdii Vorlage:Person, Juniperus sheppardii Vorlage:Person, Juniperus struthiacea Vorlage:Person, Juniperus thunbergii Vorlage:Person, Juniperus virginica Vorlage:Person, Juniperus japonica var. pyramidalis Vorlage:Person, Juniperus japonica var. variegata Vorlage:Person, Juniperus virginiana var. keteleeri Vorlage:Person, Juniperus sabina var. erectopatens Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. aurea Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. aureoglobosa Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. corneyanus Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. foemina Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. gaussenii Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. glauca Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. globosa Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. horizontalis Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. japonica Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. keteleeri Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. leeana Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. mas Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. mascula Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. pendula Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. plumosa Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. sheppardii Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. smithii Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. torulosa Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. variegata Vorlage:Person): Sie ist in Japan, Korea, Myanmar, in der Inneren Mongolei und in den chinesischen Provinzen Anhui, Fujian, südliches Gansu, Guangdong, nördliches Guangxi, Guizhou, Hebei, Henan, westliches Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, südliches Shaanxi, Shandong, Shanxi, Sichuan, Yunnan sowie Zhejiang verbreitet.<ref name="FoC" />
- Juniperus chinensis var. sargentii Vorlage:Person (Syn.: Juniperus procumbens Vorlage:Person nom. illeg., Juniperus sargentii Vorlage:Person, Juniperus chinensis subsp. sargentii Vorlage:Person, Juniperus sargentii var. coeruleum Vorlage:Person, Juniperus sargentii var. cyanus Vorlage:Person): Sie kommt in Japan, im östlichen Russland (nur in Sachalin sowie auf den Südlichen Kurilen) und in der chinesischen Provinz Heilongjiang vor.<ref name="FoC" /><ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus chinensis var. tsukusiensis Vorlage:Person (Syn.: Juniperus tsukusiensis Vorlage:Person, Juniperus sargentii sensu Vorlage:Person, Juniperus chinensis var. sargentii Vorlage:Person non Vorlage:Person): Sie kommt nur auf der südlichen japanischen Insel Yakushima und im Landkreis Hualien im östlichen Taiwan vor.<ref name="FoC" /><ref name="GymnospermDb" /> Sie wird 2011 als eigenen Art Juniperus tsukusiensis Vorlage:Person angesehen.<ref name="Adams-Phytologia93" />
- Rotbeeren-Wacholder (Juniperus coahuilensis Vorlage:Person): Sie kommt nur im US-Bundesstaat Texas und im mexikanischen Bundesstaat Coahuila vor.<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus comitana Vorlage:Person: Sie kommt in den mexikanischen Bundesstaaten Chiapas sowie Hidalgo und in Guatemala in Baja Verapaz, Huehuetenango sowie Zacapa vor. Sie gedeiht in Höhenlagen von 1300 bis 1775, selten bis zu 2300 Metern.<ref name="GymnospermDb" />
- Mekong-Wacholder (Juniperus convallium Vorlage:Person): Es gibt zwei Varietäten:<ref name="FoC" /><ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus convallium Vorlage:Person var. convallium (Syn.: Juniperus mekongensis Vorlage:Person, Juniperus ramulosa Vorlage:Person): Sie gedeiht auf hohen Bergen in Höhenlagen von 2200 bis 4300 Metern im östlichen Tibet und in den chinesischen Provinzen südliches Qinghai sowie nordwestliches Sichuan.<ref name="FoC" /><ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus convallium var. microsperma Vorlage:Person (Syn.: Juniperus microsperma Vorlage:Person): Sie gedeiht auf hohen Bergen in Höhenlagen von 3200 bis 4000 Metern nur im östlichen Tibet.<ref name="FoC" /><ref name="GymnospermDb" />
- Alligator-Wacholder (Juniperus deppeana Vorlage:Person): Nach Adams und Schwarzbach 2006 gibt es vier Varietäten:<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus deppeana Vorlage:Person var. deppeana (Syn.: Juniperus thurifera Vorlage:Person nom. illeg., Juniperus foetida Vorlage:Person, Juniperus foetida var. multicaulis Vorlage:Person, Juniperus gigantea Vorlage:Person, Juniperus pachyphlaea Vorlage:Person, Juniperus deppeana subsp. pachyphlaea Vorlage:Person, Juniperus deppeana subsp. sperryi Vorlage:Person, Juniperus deppeana var. pachyphlaea Vorlage:Person, Juniperus deppeana var. sperryi Vorlage:Person, Juniperus deppeana f. sperryi Vorlage:Person, Juniperus deppeana f. elongata Vorlage:Person): Sie ist von den südlichen US-Bundesstaaten Arizona sowie westliches Texas bis Mexiko verbreitet.<ref name="Adams-Phytologia95b" /> Innerhalb dieser Varietät wurden drei Formen beschrieben, die nicht von allen Autoren anerkannt werden.
- Juniperus deppeana var. gamboana Vorlage:Person: Sie gilt bei manchen Autoren als Art Juniperus gamboana und kommt von Mexiko bis Guatemala vor.
- Juniperus deppeana var. patoniana Vorlage:Person (Syn.: Juniperus patoniana Vorlage:Person, Juniperus deppeana subsp. patoniana Vorlage:Person, Juniperus deppeana var. obscura Vorlage:Person, Juniperus patoniana f. obscura Vorlage:Person): Sie kommt nur im mexikanischen Bundesstaat Durango vor.<ref name="Adams-Phytologia95b" />
- Juniperus deppeana var. robusta Vorlage:Person: Sie gedeiht in Mexiko nur in der Sierra Madre Occidental.<ref name="Adams-Phytologia95b" />
- Juniperus durangensis Vorlage:Person: Sie gedeiht in Höhenlagen von 1600 bis 2900 Metern in den mexikanischen Bundesstaaten Aguascalientes, Chihuahua, Durango, Jalisco, Sonora sowie Zacatecas.<ref name="GymnospermDb" />
- Griechischer Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus excelsa Vorlage:Person, Syn.: Juniperus olivieri Vorlage:Person, Juniperus isophyllos Vorlage:Person, Juniperus taurica Vorlage:Person non Vorlage:Person, Juniperus sabina var. taurica Vorlage:Person, Juniperus sabina var. excelsa Vorlage:Person, Juniperus foetida var. excelsa Vorlage:Person, Juniperus excelsa var. depressa Vorlage:Person): Sie ist vom östlichen Mittelmeerraum über die Schwarzmeerregion und die Kaukasusregion bis zum iranischen Elburs-Gebirge verbreitet.<ref name="GymnospermDb" /> Der bei manchen Quellen als Unterart behandelte Juniperus excelsa subsp. polycarpos Vorlage:Person wird hier als Art Juniperus polycarpos geführt.
- Mexikanischer Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus flaccida Vorlage:Person): Seit 2015 gibt es keine Varietäten mehr<ref name="Adams-Phytologia97" /><ref name="GymnospermDb" />: Er kommt im US-Bundesstaat Texas (dort nur im südwestlichsten Teil) und in weiten Teilen Mexikos vor.<ref name="Adams-Phytologia97" /><ref name="GymnospermDb" />
- Stinkender Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus foetidissima Vorlage:Person, Syn.: Juniperus phoenicea Vorlage:Person non Vorlage:Person, Juniperus sabinoides Vorlage:Person, Juniperus foetida var. squarrulosa Vorlage:Person, Juniperus foetidissima var. pindicola Vorlage:Person): Sie kommt von Albanien, Nordmazedonien bis Griechenland (bis zum Peloponnes, Berg Athos, auf Thásos), auf Zypern im Libanon, über den asiatischen Teil der Türkei (aber nur selten auf dem Zentralplateau) und im südöstlichen Kaukasusraum bis zur Küste des Kaspischen Meeres in Aserbaidschan und entlang der Küste des schwarzen Meeres in der Nähe von Novorossiysk und auf der Krim vor.<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus gracilior Vorlage:Person: Es gibt drei Varietäten auf der karibischen Insel Hispaniola:<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus gracilior Vorlage:Person var. gracilior: Dieser Endemit kommt in der Dominikanischen Republik nur in der Nähe von Costanza und dem Dorf Yaque vor.
- Juniperus gracilior var. ekmanii Vorlage:Person (Syn: Juniperus ekmanii Vorlage:Person): Dieser Endemit kommt in Haiti nur auf dem Pic la Selle sowie Morne la Visite vor.<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus gracilior var. urbaniana Vorlage:Person (Syn.: Juniperus urbaniana Vorlage:Person, Juniperus barbadensis var. urbaniana Vorlage:Person, Juniperus barbadensis subsp. urbaniana Vorlage:Person): Dieser Endemit kommt in Haiti nur auf dem Pic la Selle vor.<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus grandis Vorlage:Person (Syn.: Juniperus occidentalis subsp. australis Vorlage:Person, Juniperus occidentalis var. australis Vorlage:Person): Sie wurde 2006 erstbeschrieben und kommt in den südwestlichen US-Bundesstaaten westliches Nevada sowie Arizona vor.
- Kriech-Wacholder (Juniperus horizontalis Vorlage:Person, Syn.: Juniperus horizontalis var. douglasii hort., Juniperus horizontalis var. variegata Vorlage:Person): Sie ist in sämtlichen Regionen Kanadas und in nördlich gelegenen US-Bundesstaaten Alaska, Montana, Wyoming, Nebraska, South Dakota, North Dakota, Minnesota, Iowa, Illinois, Wisconsin, Michigan, New York, Vermont, Massachusetts, New Hampshire sowie Maine weitverbreitet.<ref name="GymnospermDb" />
- Schwarzer Wacholder (Juniperus indica Vorlage:Person): Es gibt seit 2005 zwei Varietäten im Himalaya:<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus indica Vorlage:Person var. indica (Syn.: Juniperus wallichiana Vorlage:Person)<ref name="GymnospermDb" />: Sie kommt in nördlichen Pakistan, Nepal sowie nordwestlichen Yunnan vor.
- Juniperus indica var. caespitosa Vorlage:Person: Sie wurde 2005 erstbeschrieben und kommt im südlichen Tibet, Bhutan sowie Nepal vor.<ref name="GymnospermDb" />
- Jalisco-Wacholder (Juniperus jaliscana Vorlage:Person): Sie kommt nur in den mexikanischen Bundesstaaten südliches Durango sowie nordwestliches Jalisco vor.<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus komarovii Vorlage:Person (Syn.: Juniperus glaucescens Vorlage:Person): Sie kommt in den chinesischen Provinzen südliches Qinghai sowie nordwestliches Sichuan und in Russland um den Ussuri.<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus maritima Vorlage:Person: Sie kommt nur an den Küsten rund um den Puget Sound von Whidbey Island bis Lesqueti Island und den angrenzenden Küsten von Vancouver Island im westlichen Nordamerika im kanadischen British Columbia sowie im US-Bundesstaat Washington vor. Sie gedeiht bis auf eine Ausnahme, einer Düne, nur auf küstennahen Felsen.<ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus martinezii Vorlage:Person (Syn.: Juniperus flaccida var. martinezii Vorlage:Person, Juniperus flaccida subsp. martinezii Vorlage:Person): Seit Adams und Schwarzbach 2015 gibt es keine Subtaxa mehr. Dieser Endemit kommt nur in der Sierra Cuatralba im mexikanischen Bundesstaat Jalisco vor.<ref name="Adams-Phytologia97" />
- Einsamiger Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus monosperma Vorlage:Person, Juniperus occidentalis var. monosperma Vorlage:Person, Juniperus occidentalis var. gymnocarpa Vorlage:Person, Juniperus californica var. monosperma Vorlage:Person, Juniperus mexicana var. monosperma Vorlage:Person, Juniperus gymnocarpa Vorlage:Person): Sie kommt in den US-Staaten Arizona, Colorado, New Mexico, Oklahoma sowie Texas und in den angrenzenden mexikanischen Bundesstaaten nördliches Sonora sowie Chihuahua vor.<ref name="GymnospermDb" />
- Berg-Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus monticola Vorlage:Person, Syn.: Juniperus mexicana Vorlage:Person nom. superfl.,Juniperus tetragona Vorlage:Person nom. illeg., Juniperus sabinoides Vorlage:Person nom. illeg., Juniperus sabinoides Vorlage:Person nom. illeg., Juniperus monticola subsp. orizabensis Vorlage:Person, Juniperus monticola f. orizabensis Vorlage:Person): Es wurden Formen beschrieben, diese werden von einigen Autoren nicht anerkannt. Er ist in Mexiko verbreitet.
- Juniperus morrisonicola Vorlage:Person: Dieser Endemit gedeiht nur in der zentralen Bergkette in Höhenlagen oberhalb von 3000 Metern in Taiwan. Sie wurde vor 2000 als Varietät Juniperus squamata var. morrisonicola Vorlage:Person betrachtet. Ihre Eigenständigkeit wurde durch molekulargenetische und phytochemische Untersuchungen erkannt.<ref name="AdamsBSaE2000" />
- Westlicher Wacholder (Juniperus occidentalis Vorlage:Person, Syn.: Juniperus andina Vorlage:Person, Juniperus pseudocupressus Vorlage:Person): Er kommt in westlichen US-Bundesstaaten vor.
- Utah-Wacholder (Juniperus osteosperma Vorlage:Person): Er kommt in westlichen US-Bundesstaaten vor.
- Phönizischer Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus phoenicea Vorlage:Person): Mit zwei Varietäten, die in verschiedenen Quellen auch als Unterarten genannt werden:
- Juniperus phoenicea Vorlage:Person var. phoenicea in Portugal, an den Küsten der Mittelmeerregion, auf der Balkanhalbinsel, der Türkei, in Saudi-Arabien und in Israel. Auch in den südlich des Mittelmeeres gelegenen Staaten Nordafrikas ist die Varietät anzutreffen.
- Juniperus phoenicea var. turbinata Vorlage:Person von den atlantischen Inseln Madeira und den Kanaren über die Küstenregionen Frankreichs, weiters in Italien, Griechenland und auf den Inseln der Mittelmeerraumes und im westlichen Nordafrika.
- Texas-Wacholder (Juniperus pinchotii Vorlage:Person): Er kommt in südlichen US-Bundesstaaten und im nördlichen Mexiko vor.
- Juniperus pingii Vorlage:Person: Es gibt vier Varietäten:<ref name="GRIN" />
- Juniperus pingii Vorlage:Person var. pingii: Sie gedeiht in Wäldern an Berghängen in Höhenlagen von 2600 bis 3800 Metern in den chinesischen Provinzen südwestliches Sichuan sowie nordwestliches Yunnan.<ref name="FoC" />
- Juniperus pingii var. chengii Vorlage:Person (Syn.: Juniperus chengii Vorlage:Person<ref name="FoC" />): Sie wurde 1998 als Art erstbeschrieben<ref name="FoC" /> und hat den Rang einer Varietät seit 2005. Dieser Endemit kommt nur in der chinesischen Provinz nordwestlichen Yunnan vor.<ref name="GRIN" />
- Juniperus pingii var. miehei Vorlage:Person: Sie wurde 2005 aus dem südlichen Tibet erstbeschrieben.<ref name="GRIN" />
- Juniperus pingii var. wilsonii Vorlage:Person (Syn.: Juniperus squamata subsp. wilsonii Vorlage:Person, Juniperus squamata var. wilsonii Vorlage:Person, Juniperus wallichiana var. loderi Vorlage:Person, Juniperus squamata var. loderi Vorlage:Person, Juniperus pingii var. carinata Vorlage:Person, Juniperus carinata Vorlage:Person): Sie kommt in Tibet und in den chinesischen Provinzen südliches Gansu, nordwestliches Hubei, südliches Qinghai, südliches Shaanxi, Sichuan sowie Yunnan.<ref name="FoC" /><ref name="GRIN" />
- Persischer Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus polycarpos Vorlage:Person)<ref name="AdamsBiSyEc29" />: Mit drei Varietäten in einem weiten Verbreitungsgebiet vom Oman auf der Arabischen Halbinsel über Vorderasien und die Kaukasusregion in Gebiete Zentralasiens und im Norden des Indischen Subkontinents.
- Juniperus polycarpos Vorlage:Person var. polycarpos
- Juniperus polycarpos var. seravschanica Vorlage:Person
- Juniperus polycarpos var. turcomanica Vorlage:Person
- Juniperus poblana Vorlage:Person (Syn.: Juniperus flaccida var. poblana Vorlage:Person): Diese Neukombination erfolgte 2006. Seit 2015 gibt es zwei Varietäten:<ref name="Adams-Phytologia97" />
- Juniperus poblana var. decurrens Vorlage:Person<ref name="Adams-Phytologia97" />
- Juniperus poblana Vorlage:Person var. poblana<ref name="Adams-Phytologia97" />
- Ostafrikanischer Wacholder (Juniperus procera Vorlage:Person ex Endl.): Er kommt in Ostafrika und in den Bergen Jemens und Saudi-Arabiens entlang des Roten Meeres vor.
- Kriechender Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus procumbens Vorlage:Person): Er kommt nur auf den japanischen Bonininseln und auf Kyūshū vor.
- Juniperus przewalskii Vorlage:Person: Er kommt in den chinesischen Provinzen Gansu, Qinghai und Sichuan vor.
- Juniperus pseudosabina Vorlage:Person ist eine in Asien weit verbreitete Art vom südlichen Sibirien über Gebiete Zentralasiens und des nordwestchinesischen Uigurischen Autonomen Gebiets Xinjiang bis nach Pakistan und Afghanistan.
- Hänge-Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus recurva Vorlage:Person, Syn.: Juniperus butanensis Vorlage:Person, Juniperus canescens Vorlage:Person, Juniperus incurva Vorlage:Person, Juniperus lambertiana Vorlage:Person, Juniperus lorulasi Vorlage:Person, Juniperus nepalensis Vorlage:Person, Juniperus procumbens Vorlage:Person, Juniperus religiosa Vorlage:Person, Juniperus repanda Vorlage:Person, Juniperus squamosa Vorlage:Person nom. nud., Juniperus uncinata Vorlage:Person, Juniperus uvifera Vorlage:Person, Juniperus recurva var. tenuifolia Vorlage:Person, Juniperus recurva var. typica Vorlage:Person, Juniperus recurva var. uncinata Vorlage:Person<ref name="Adams-Phytologia91" />): Es gibt zwei Varietäten:<ref name="FoC" /><ref name="GymnospermDb" /><ref name="Farjon2010" />
- Juniperus recurva var. coxii Vorlage:Person (Syn.: Juniperus coxii Vorlage:Person):<ref name="Farjon2010" /> Sie kommt im Himalaja in Bhutan, Sikkim, im nördlichen Myanmar, südöstlichen Tibet und im nordwestlichen Yunnan vor.<ref name="FoC" /><ref name="GymnospermDb" />
- Juniperus recurva Vorlage:Person var. recurva: Sie kommt im Himalaja in Nepal, Bhutan, Sikkim, in nördlichen indischen Bundesstaaten Arunachal Pradesh sowie Kumaun, in Kaschmir, Pakistan, Afghanistan, im südöstlichen Tibet und im nordwestlichen Yunnan vor.<ref name="FoC" /><ref name="GymnospermDb" />
- Sadebaum<ref name="Zander2008" /> (Juniperus sabina Vorlage:Person): Seit 2005 gibt es vier Varietäten:
- Juniperus sabina Vorlage:Person var. sabina ist eine weit verbreitete Art, die neben Afrika und dem Großteil Europas auch in vielen Regionen Asiens anzutreffen ist.
- Juniperus sabina var. arenaria Vorlage:Person in der Mongolei und einigen nördlich gelegenen Provinzen Chinas.
- Juniperus sabina var. davurica Vorlage:Person<ref name="AdamsPhytologia89" /> (Syn.: Juniperus davurica Vorlage:Person<ref name="FoC" />): Sie hat seit 2005 den Rang einer Varietät. Sie ist in Sibirien, im südöstlichen Russland, im nordöstlichen China und in der nördlichen Mongolei verbreitet.<ref name="GRIN" />
- Juniperus sabina var. mongolensis Vorlage:Person in der Mongolei.
- Juniperus saltillensis Vorlage:Person<ref name="GRIN-saltillensis" /> in vorwiegend nördlich gelegenen Bundesstaaten Mexikos.
- Sichuan-Wacholder (Juniperus saltuaria Vorlage:Person) verbreitet in den chinesischen Provinzen Gansu, Qinghai, Sichuan und Yunnan sowie dem Autonomen Gebiet Tibet.
- Juniperus saxicola Vorlage:Person: Sie ist ein Lokalendemit in der kubanischen Sierra Maestra in Höhenlagen von 1600 bis 1700 Metern.
- Rocky-Mountain-Wacholder oder Felsengebirgs-Wacholder (Juniperus scopulorum Vorlage:Person) in einem breiten Streifen entlang der Rocky Mountains von Kanada über die Vereinigten Staaten von Amerika bis nach Nordmexiko.
- Halbkugeliger Wacholder (Juniperus semiglobosa Vorlage:Person): Es gibt seit 2012 zwei Varietäten:<ref name="Adams-Phytologia94a" />
- Juniperus semiglobosa var. jarkendensis Vorlage:Person (Syn.: Juniperus jarkendensis Vorlage:Person,<ref name="Adams-Phytologia93" /> Juniperus sabina var. jarkendensis Vorlage:Person): Diese Neukombination erfolgte 2012.<ref name="Adams-Phytologia94a" /> Sie kommt im nordwestchinesischen Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang vor.
- Juniperus semiglobosa Vorlage:Person var. semiglobosa (Syn.: Juniperus talassica Vorlage:Person, Juniperus shugnanica Vorlage:Person, Juniperus excelsa auct. non Vorlage:Person, Juniperus macropoda auct. non Vorlage:Person): Sie gedeiht im Hochgebirge im westlichen Zentralasien (Kirgisistan, Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan), Hindu Kush im nordöstlichen Afghanistan und entlang des Karakorums bis Kaschmir in Pakistan und im nordwestlichen Himalaja in Indien bis Garhwal.<ref name="GymnospermDb" />
- Beschuppter Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus squamata Vorlage:Person) mit vier Varietäten in weiten Teilen Zentralasiens, in Ostasien, in nördlichsten Teilen Südasiens und auch im südostasiatischen Myanmar.
- Juniperus squamata Vorlage:Person var. squamata
- Juniperus squamata var. fargesii Vorlage:Person
- Juniperus squamata var. hongxiensis Vorlage:Person
- Juniperus squamata var. parviflora Vorlage:Person
- Juniperus standleyi Vorlage:Person im Hochland von Guatemala und in Mexiko.
- Spanischer Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus thurifera Vorlage:Person) in Spanien, Frankreich, Marokko und Algerien:
- Juniperus thurifera Vorlage:Person var. thurifera
- Juniperus thurifera var. africana Vorlage:Person wird von anderen Quellen lediglich als Synonym für Juniperus thurifera Vorlage:Person geführt.<ref name="GymnospermDb_thurifera" />
- Tibet-Wacholder<ref name="Zander2008" /> (Juniperus tibetica Vorlage:Person): Er kommt in den chinesischen Provinzen Gansu, Qinghai, Sichuan und im Autonomen Gebiet Tibet vor.
- Virginischer Wacholder (Juniperus virginiana Vorlage:Person): Es gibt zwei Varietäten:
- Juniperus virginiana Vorlage:Person var. virginiana in östlichen Regionen Kanadas und der USA.
- Juniperus virginiana var. silicicola Vorlage:Person in den USA nur in den südöstlichen Bundesstaaten Florida, Georgia, South Carolina und North Carolina.
- Juniperus zanonii Vorlage:Person (Syn.: Juniperus compacta Vorlage:Person, Juniperus monticola subsp. compacta Vorlage:Person, Juniperus monticola f. compacta Vorlage:Person): Dieser Endemit kommt nur im nördlichen mexikanischen Bundesstaat Nuevo León vor.<ref name="Adams-Phytologia95" />
Die Sektion Sabina wird gelegentlich auch als eigenständige Gattung angesehen; manche Botaniker nehmen an, dass die Arten dieser Sektion/Gattung eine eigenständige Entwicklung mit einem anderen stammesgeschichtlichen Ursprung darstellen.
Gefährdung und Schutzmaßnahmen
[Bearbeiten]Obwohl die Wacholder-Arten generell gut angepasst und auch weit verbreitet sind, gibt es dennoch viele Arten, die die Weltnaturschutzunion IUCN in der Roten Liste gefährdeter Arten<ref name="IUCN" /> führt, aber als „nicht gefährdet“ (Least Concern) bezeichnet. Von insgesamt 55 gelisteten Arten werden 13 Arten mit einer Gefährdungskategorie versehen. Das sind ausschließlich Arten, die auf karibischen sowie den atlantischen Inseln der Azoren und der Kanaren oder in Mexiko und Guatemala beheimatet sind:
- Zwei Arten (Bermuda-Wacholder und Juniperus saxicola) werden als „vom Aussterben bedroht“ (Critically Endangered) bezeichnet.
- Sieben Arten werden als „stark gefährdet“ (Endangered) gelistet.
- Vier Arten werden als „gefährdet“ (Vulnerable) angeführt.
Ursachen der Bedrohung sind in vielen Fällen andauernde Abholzung und Überweidung.
In der Roten Liste der Schweiz<ref name="RLSchweiz" /> werden der Gemeine Wacholder Juniperus communis s. str., Juniperus communis subsp. nana als Synonym für den Alpen-Wacholder oder Zwerg-Wacholder Juniperus communis var. saxatilis und der Sadebaum Juniperus sabina aufgelistet und als nicht gefährdet (LC) bezeichnet.
Auf europäischer Ebene wurde mit der Berner Konvention Appendix I<ref name="Bern-Konvention" /> des Europarats der Kurzblättrige Wacholder oder auch Azoren-Wacholder (Juniperus brevifolia) als streng geschützte Wildpflanze ausgewiesen.
Mit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie Nr. 92/43/EWG in der aktualisierten Fassung vom 1. Januar 2007<ref name="FFH" /> der Europäischen Union (FFH-RL) Anhang 1 werden Schutzgebietausweisungen für folgende Lebensraumtypen (LRT), denen Wacholder-Arten angehören, gefordert:
- Mediterrane Küstendünen mit Wacholder-Arten Juniperus spp. (LRT 2250) – die Inschutzstellung dieser Lebensräume wird als prioritär durchzuführen gefordert
- Formationen des Gemeinen Wacholders Juniperus communis auf Heiden und Kalkrasen (LRT 5130)
- Baumförmige Hartlaubgebüsche (Matorrals) mit Wacholder-Arten Juniperus spp. (LRT 5210)
- Endemische Wälder mit Wacholder-Arten Juniperus spp. (LRT 9560) – die Inschutzstellung dieser Lebensräume wird als prioritäre Angelegenheit angesehen
In der Bundesrepublik Deutschland wird der Zedern-Wacholder Juniperus cedrus in der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV)<ref name="BArtSChV" /> durch Ausweisung als streng geschützte Art unter Schutz gestellt.
Auf dem Nordamerikanischen Kontinent führt die USA über verschiedene Bundesstaaten acht Wacholder-Arten als gefährdete und zu schützende Arten an.<ref name="USDA" />
Nutzung
[Bearbeiten]Arzneiliche und medizinische Verwendung
[Bearbeiten]Die Verwendung von Wacholder als Heilpflanze ist schon aus Zeiten um 1550 v. Chr. überliefert. So im ägyptischen Papyrus Ebers, worin Wacholderbeeren als Abführmittel<ref>Junipur-Präparate. In: Münchener Medizinische Wochenschrift. Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. CXVIII (Anzeige).</ref> empfohlen werden. Innerlich kann Wacholder bei Verdauungsbeschwerden (dyspeptische Beschwerden) wie beispielsweise Magen-Darm-Krämpfen, Völlegefühl und Blähungen sowie Sodbrennen eingesetzt werden.<ref>Vorlage:Literatur</ref> In der äußerlichen Anwendung wird Wacholder in der Rheuma- und Gicht-Therapie traditionell eingesetzt.
Die durchblutungsfördernde Wirkung kann auch die Ausscheidung von Primärharn steigern, sodass auch der Einsatz als Diuretikum monographisch erfasst ist, wofür jedoch im Gegensatz zur Verwendung bei Verdauungsbeschwerden keine Arzneimittelzulassung erteilt ist.<ref>Vorlage:Literatur</ref>
In aktueller Forschung wurde festgestellt, dass Wacholderauszüge in Laborversuchen signifikante „Anti-Tumor-Wirkung“ auf Glioblastome und Kolontumore hatten.<ref>Vorlage:Literatur</ref><ref>Vorlage:Literatur</ref>
Zierpflanze
[Bearbeiten]Viele Sorten einiger Juniperus-Arten werden in Gärten und in Park- sowie Friedhofsanlagen als Zierpflanzen verwendet. Es handelt sich meist um Ausleseformen, die vegetativ vermehrt werden.<ref name="Botanica2003" /> In Asien sind Wacholder-Arten schon seit Jahrhunderten Zierpflanzen, beispielsweise der Chinesische Goldwacholder.<ref name="Botanicgroup" />
Die Ausbreitung der Wacholder-Arten und ihrer Sorten als pflegeleichte und immergrüne Zierpflanzen in Parks und Gärten hat zur zunehmenden Ausbreitung des Birnengitterrosts geführt. Diese Pilzkrankheit ist auf Wacholder als Wirtspflanze angewiesen, wobei der einheimische Gemeine Wacholder (Juniperus communis var. communis und var. saxatilis) wohl weniger anfällig ist.<ref name="Landwirtschaftskammer" /> Dadurch ist der Bestand an Birnbäumen stark zurückgegangen.
Wacholder in der Heilkunde, in der Küche und in Getränken
[Bearbeiten]Siehe Gemeiner Wacholder
Getränke
[Bearbeiten]Vorlage:Belege fehlen Gin erhält seinen charakteristischen Geschmack aus der Aromatisierung mit Gewürzen, darunter vor allem Wacholderbeeren und Koriander. Der Name leitet sich indirekt vom lateinischen Namen des Wacholders juniperus ab, wobei manchmal die auf Englisch so genannten juniper berries als Namensgeber genannt werden, meist aber das niederländische Vorläufergetränk Genever.
Brotaufstrich
[Bearbeiten]In einigen Regionen der Schweiz wird aus Wacholderbeeren ein Konzentrat (Saft) hergestellt, das dann zusammen mit Glukosesirup, Rohzucker, Wasser und Karamellzucker zu dem Brotaufstrich Latwerge verarbeitet wird. Das Rezept für diesen Brotaufstrich wird seit langem mündlich überliefert. Seit ein paar Jahren wird Latwerge bei Großverteilern und in Reformhäusern angeboten.<ref name="Kraftsaft" />
Die Zapfen des Syrischen Wacholders werden von anatolischen Bergbauern gesammelt und als vitamin- und zuckerreiches Mus namens Andiz Pekmezi genutzt.<ref name="Selik" />
Weitere Nutzung
[Bearbeiten]Wacholder-Holz, -Zweige und -Beeren werden gerne zum Verräuchern verwendet. Wacholder-Rauch gilt als reinigend und desinfizierend und wurde schon im Mittelalter verwendet. Er riecht sehr holzig und gleichzeitig frisch; die Rauchentwicklung ist mäßig bis stark.
Der Glaube, dass Wacholder-Weihrauch das Böse fernhält, war unter den Turkvölkern weit verbreitet. Jeremiah Curtin bemerkte, dass einige Schamanen in Sibirien Wacholder-Weihrauch verwendeten, bevor sie Tiere opferten.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Das Wacholderöl (Oleum iuniperi, von lateinisch iuniperus für Wacholder, insbesondere Gemeiner Wacholder,<ref>Vgl. etwa Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 193 (Iuniperus).</ref> und oleum für Öl) ist ein aus Wacholderholz (vom Gemeinen Wacholder) bzw. den Zweigen des Wacholders<ref>Vgl. etwa Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 154 (Sarmentum Juniperi: Öl aus den Zweigen des Wacholders).</ref> durch Destillation gewonnenes ätherisches Öl.<ref>Gundolf Keil, Hans Reinecke: Der „kranewittber“-Traktat des ‚Doktor Hubertus‘. Untersuchungen zur spätmittelalterlichen Pharmakologie der Baccae Juniperi. In: Sudhoffs Archiv. Band 57, 1973, S. 361–415, hier: S. 407 f.</ref> Davon abzugrenzen ist das Wacholderbeeröl, in dessen Herstellung ausschließlich Wacholderbeeren (ohne Nadeln und Zweige; lateinisch Grana iuniperi) zum Einsatz kommen dürfen, wofür in der pharmazeutischen Spezifizierung die Art Juniperus communis L. verwendet wird.
Wacholder wird im Bogensport als sogenanntes Bogenholz verwendet, wobei das Holz dann für mindestens 2 Jahre abgelagert wird. Danach wird der vorbereitete Stamm geviertelt und danach weiterverarbeitet. Die weitere Verwendung ist meistens als sogenanntes Laminat zur Zierde von Bögen und Wurfarmen.<ref name="Hörning" />
Trivia
[Bearbeiten]Den Strauch, unter den sich der biblische Prophet Elija in seiner Verzweiflung zum Schlafen legte (1. Könige 19,5), hatte Martin Luther der Vulgata folgend mit Wacholder (lateinisch juniperus) übersetzt, was bis einschließlich der Revision der Luther-Bibel von 1984 beibehalten wurde. Die einflussreiche King-James-Bibel folgte ihm dabei. 1775 ordnete Peter Forsskål den hebräischen Pflanzennamen Rotem der nahöstlichen Ginsterart Genista raetam Forssk. (heute Retama raetam Webb) zu;<ref>Vorlage:Literatur</ref> als Wacholder gilt hebräisch berosh oder berot, der Name der Mittelmeer-Zypresse.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Erst in der revidierten Ausgabe der Luther-Bibel von 2017 ist der Wacholder durch Ginster ersetzt.<ref>Vgl. https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lutherbibel-1984/bibeltext/bibel/text/lesen/?tx_bibelmodul_bibletext%5Bscripture%5D=1.+k%C3%B6nige+19Vorlage:Toter Link mit https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lutherbibel-2017/bibeltext/bibel/text/lesen/?tx_bibelmodul_bibletext%5Bscripture%5D=1.+k%C3%B6nige+19Vorlage:Toter Link.</ref> Anders als die Luther-Bibel nannte die deutsche Bibelübersetzung von Ludwig Philippson bereits 1848 die Pflanzengattung Ginsterstrauch.<ref>Ludwig Philippson (Hrsg.): Die Israelitische Bibel - Zweiter Theil: Die Propheten. Enthaltend: Den heiligen Urtext, die deutsche Uebertragung, die allgemeine, ausführliche Erläuterung mit mehr als 500 englischen Holzschnitten. 2. Aufl. Leipzig 1858.</ref> Wegen der Dominanz der Luther-Bibel ist jedoch der Wacholder in die Kulturgeschichte eingegangen, wie z. B. im Oratorium Elias von Felix Mendelssohn Bartholdy, in dem ein Rezitativ den Titel trägt: „Siehe, er schläft unter dem Wacholder“. Auch Nelly Sachs verband in ihrem 1957 publizierten Gedicht Immer noch Mitternacht Elija mit dem Wacholder und nicht mit dem Ginster: „So Elia; wie ein Wald mit ausgerissenen Wurzeln / erhob er sich unter dem Wacholder“.<ref>Gellner, Christoph: … nichts von Stille, Sanftmut und Erbauung. Elia-Fort- und Weiterschreibungen in der Literatur. URL: http://www.theologie-und-literatur.de/fileadmin/user_upload/Theologie_und_Literatur/Gellner_Elia.pdf (Aufruf 8.12.2019).</ref>
Siehe auch
[Bearbeiten]Quellen
[Bearbeiten]- Christopher J. Earle: Juniperus bei The Gymnosperm Database, 2019. (Abschnitte Systematik, Beschreibung und Nutzung)
Literatur
[Bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten]<references> <ref name="AdamsBiSyEc29"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Adams-BiSyEc2005"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="AdamsBSaE2000"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="AdamsPhytologia89"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="AdamsPhytologia89ash"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Adams-Phytologia90"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Adams-Phytologia91"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Adams-Phytologia93"> Robert P. Adams, C.-F. Hsieh, J. Murata: Systematics of Juniperus chinensis and J. tsukusiensis from Japan and Taiwan: DNA sequencing and terpenoids. In: Phytologia. Band 93, 2011, S. 118–131. </ref> <ref name="Adams-Phytologia94a"> Robert P. Adams, Andrea E. Schwarzbach: Taxonomy of the multi-seeded, entire leaf taxa of Juniperus section Sabina: Sequence analysis of nrDNA and four cpDNA regions. In: Phytologia. Band 94, 2012, S. 350–366. Juniperus semiglobosa var. jarliendensis (Komarov) R. P. Adams, comb. nov. auf S. 354 eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Adams-Phytologia95"> Robert P. Adams, Andrea E. Schwarzbach: Taxonomy of the serrate leaf Juniperus of North America: Phylogenetic analyses using nrDNA and four cpDNA regions. In: Phytologia. Band 95, 2013, S. 172–178. </ref> <ref name="Adams-Phytologia95b"> Robert P. Adams, Andrea E. Schwarzbach: Taxonomy of Juniperus deppeana varieties and formas based on nrDNA (ITS), petN-psbM, trnS-trnG, trnD-trnT, trnL-trnF sequences. In Phytologia. Band 95, 2013, S. 161–166. </ref> <ref name="Adams-Phytologia97"> Robert P. Adams, Andrea E. Schwarzbach: A new, flaccid, decurrent leaf variety of Juniperus poblana from Mexico: J. poblana var. decurrens R. P. Adams & S. González. In: Phytologia. Band 97, Nr. 3 3, 2015, S. 152–163. </ref> <ref name="BArtSChV"> Vorlage:§ </ref> <ref name="Bern-Konvention"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Botanica2003"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Botanicgroup"> Botanicgroup: Juniperus Chinensis Kuriwao Gold – Chinesischer Goldwacholder. </ref> <ref name="Farjon2010"> Aljos Farjon: A handbook of the world's Conifers. Brill, Leiden/Boston 2010, ISBN 978-90-04-17718-5, Band 1, S. 1–526. doi:10.1163/9789047430629 </ref> <ref name="FFH"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="FFJ_1995_203"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="FoC"> Liguo Fu, Yong-fu Yu, Robert P. Adams, Aljos Farjon: Cupressaceae.: Juniperus Linnaeus. S. 69–73 – textgleich online wie gedrucktes Werk In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Band 4: Cycadaceae through Fagaceae. Science Press/ Missouri Botanical Garden Press, Peking/ St. Louis 1999, ISBN 0-915279-70-3. </ref> <ref name="Genaust1996"> Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Birkhäuser, Basel/Boston/Berlin 1996, ISBN 3-7643-2390-6. </ref> <ref name="GRIN"> Vorlage:GRIN </ref> <ref name="GRIN-saltillensis"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="GymnospermDb"> Christopher J. Earle: Juniperus bei The Gymnosperm Database, 2019. </ref> <ref name="GymnospermDb_thurifera"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="Hörning"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="InfoGift"> Informationszentrale gegen Vergiftungen: Vorlage:Webarchiv </ref> <ref name="Innocenti"> Marzia Innocenti, Marco Michelozzi, Catia Giaccherini, Francesca Ieri, Franco Francesco Vincieri, Nadia Mulinacci: Flavonoids and biflavonoids in Tuscan berries of Juniperus communis L.: detection and quantitation by HPLC/DAD/ESI/MS In: Journal of Agricultural and Food Chemistry. Band 55, Nr. 16, 2007, S. 6596–6602, PMID 17622155. </ref> <ref name="IUCN"> Vorlage:IUCNSearch </ref> <ref name="Joneleit"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="JuniperusWorld"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="Kluge"> Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 23. erweiterte Auflage, bearbeitet von Elmar Seebold. Berlin, New York 1999, ISBN 3-11-016392-6. </ref> <ref name="Koruk"> Suda Tekin Koruk, Esin Ozyilkan, Pınar Kaya, Dilsen Colak, Omer Donderici, Yıldırım Cesaretli: Juniper tar poisoning. In: Clinical Toxicology (Philadelphia). Band 43, Nr. 1, 2005, S. 47–49, PMID 15732446. </ref> <ref name="Kraftsaft"> Urs Oskar Keller: Wacholder, der Kraftsaft. In: St. Galler Tagblatt. 20. Februar 2012, S. 29, Vorlage:Webarchiv </ref> <ref name="Marzell"> Heinrich Marzell: Wörterbuch der deutschen Pflanzennamen. Band II, Leipzig 1972. </ref> <ref name="Mildenberger"> Jörg Mildenberger: Anton Trutmanns 'Arzneibuch', Teil II: Wörterbuch. Würzburg 1997 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 56), Band V, S. 2257f. </ref> <ref name="Landwirtschaftskammer"> Landwirtschaftskammer: Vorlage:Webarchiv </ref> <ref name="RLSchweiz"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Schmitz1954"> W. Schmitz in Beiträge zur deutschen Philologie. Band 8–12 (1954, 1970) Vorlage:Google Buch </ref> <ref name="Selik"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Tudge107"> Colin Tudge: The secret life of trees. Penguin books, London 2006, ISBN 0-14-101293-5, S. 107. </ref> <ref name="USDA"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="Zander2008"> Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2: Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7. </ref> </references>
Ergänzende Literatur
[Bearbeiten]- Heinrich Lehmann: Beiträge zur Geschichte von Sambucus nigra, Juniperus communis und Juniperus Sabina. Math.-nat. Diss. Basel 1935.
- Lutz Roth, Max Daunderer, Kurt Kormann: Giftpflanzen, Pflanzengifte : Vorkommen, Wirkung, Therapie, Allergische und phototoxische Reaktionen. 3. Auflage. ecomed, Landsberg 1987, ISBN 3-609-64810-4; 6. Auflage, Nikol, Hamburg 2012, ISBN 978-3-86820-009-6.
- Sabine Kurschat-Fellinger: Kranewitt. Untersuchungen zu den altdeutschen Übersetzungen des nordischen Wacholderbeertraktats (= Mittelalterliche Wunderdrogentraktate, III). (Medizinische Dissertation Würzburg) Pattensen/Hannover (jetzt bei Königshausen & Neumann, Würzburg) 1983 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 20).
Weblinks
[Bearbeiten]Vorlage:Commonscat Vorlage:Wiktionary
- Vorlage:Internetquelle
- Fossiler Wacholder im Mineralienatlas-WiKi
- Zur Giftigkeit von Wacholder (Informationszentrale gegen Vergiftungen NRW)
Weiterführende Literatur
[Bearbeiten]- R. P. Adams: Evolution of dioecious/ monecious taxa in Juniperus, contrasted with Cupressus, Hesperocyparis, Callitropsis and Xanthocyparis (Cupressaceae). In: Phytologia. Band 100, Nr. 4, 2018, S. 248–255. Volltext-PDF.