Uranos

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Der Gott Uranos

Uranos (Vorlage:GrcS) stellt in der griechischen Mythologie den Himmel in Göttergestalt dar und herrscht in der ersten Generation über die Welt.<ref>Bibliotheke des Apollodor 1,1,1: Vorlage:Lang</ref>

Der Erste

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Uranos ist einer der Protogenoi, der ältesten Götter der Elemente und der Erstgeborene der Gaia („Erde“), den sie ohne Begattung durch Eros im Schlafe hervorbrachte, „dass er sie immer umgebe und dass er auf ewige Zeit der seligen Götter sichere Wohnung sei“.<ref>Hesiod, Theogonie 127–128</ref> Mit Uranos kam das männliche Element in die Welt.

Andere Quellen behaupten eine andere Herkunft von Uranos:

Vorlage:Anker

Der Schöpfungsmythos

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Datei:The Mutilation of Uranus by Saturn.jpg
Kastration des Uranos

Mit seiner Mutter Gaia hatte Uranos viele Nachkommen: zwölf Titanen,<ref>Hesiod, Theogonie 132–138; Bibliotheke des Apollodor 1,1,3 nennt auch noch Dione.</ref> drei Kyklopen<ref>Hesiod, Theogonie 139–146</ref> und drei Hekatoncheiren.<ref>Hesiod, Theogonie 147–153</ref> Alle diese Kinder waren ihm verhasst, er verbarg sie in der Tiefe der Erde, im Tartaros. Diese böse Tat erfreute ihn, so erzählt es Hesiod.<ref>Hesiod, Theogonie 155–159</ref> Und sie erboste Gaia, die daraufhin den „grauen Stahl“ (Adamas, das „Unbezwingliche“, dem Menschen nicht zugängliche Metall) hervorbrachte, um daraus eine gewaltige Sichel zu fertigen, und ihre Söhne anstiftete, den Vater zu bekämpfen. Alle erschraken. Doch der Titan Kronos erklärte sich schließlich bereit, diese Aufgabe zu übernehmen, da Uranos tatsächlich als erster eine schändliche Tat begangen habe, indem er seine Kinder im Tartaros einsperrte.<ref>Hesiod, Theogonie 160–172</ref>

Als sich Uranos das nächste Mal mit Gaia vereinigen wollte, entmannte ihn Kronos<ref>Hesiod, Theogonie 176–182. Schon Platon nahm Anstoß an diesem rohen Vorgehen (Politeia 377e6–378a6).</ref> mit dieser Sichel. Uranos verfluchte den Sohn, der ihn verraten hatte, dass ihm dasselbe geschehen möge und er von seinen eigenen Kindern hintergangen werde. Aus den Blutstropfen, die auf die Erde fielen, gebar Gaia die drei Erinnyen (Furien), die Giganten und die Meliaden (Meliai – die Melischen Nymphen – Eschennymphen – Dryaden).<ref>Hesiod, Theogonie 183–187</ref> Seither verfolgen die Erinnyen jede Verletzung mütterlicher Ansprüche, selbst wenn diese nicht gerechtfertigt sind, in weiterer Folge aber auch jede Verletzung einer Rangordnung, die durch eine Blutsverwandtschaft bedingt ist.

Aus dem Samen des abgeschnittenen Geschlechtsteils, welches ins Meer fiel, entstand Aphrodite,<ref>Hesiod, Theogonie 188–200</ref> die somit älteste olympische Göttin. Nach Homer ist Aphrodite allerdings die Tochter des Zeus<ref>Homer, Ilias 3,374</ref> und der Dione.<ref>Homer, Ilias 5,370–371</ref> Kronos übernahm die Weltherrschaft, bis auch er von seinem Sohn Zeus gestürzt wurde.<ref>Hesiod, Theogonie 463–506</ref>

Mit der Erzählung der Entmannung des Uranos nimmt die Urzeugung zwischen Himmel und Erde in der griechischen Mythologie ihr Ende; Uranos selbst spielt in den weiteren Erzählungen keine Rolle mehr. Von seinen Nachkommen haben die Titanen die größte Bedeutung, denn von ihnen stammen auch die späteren olympischen Götter ab.

Abkömmlinge

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  1. mit Gaia
    1. Titanen
      1. Okeanos
      2. Tethys
      3. Koios
      4. Phoibe
      5. Hyperion
      6. Theia
      7. Iapetos
      8. Themis
      9. Krios
      10. Mnemosyne
      11. Kronos
      12. Rhea
    2. Kyklopen
      1. Brontes
      2. Steropes
      3. Arges
    3. Hekatoncheiren
      1. Briareos
      2. Kottos
      3. Gyes
  2. keine direkte Mutter
    1. Aphrodite
    2. Erinyen
      1. Alekto
      2. Megaira
      3. Tisiphone
    3. Giganten
      1. Alkyoneus
      2. Athos
      3. Klytios
      4. Enkelados
      5. Porphyrion
      6. Echion
      7. Theodamas
    4. Meliaden

Stammbaum der Titanen

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Vorlage:Stammbaum Titanen

Namensgebung

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Nach Uranos wurde der siebte Planet des Sonnensystems, Uranus, benannt.

Literatur

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Vorlage:Commonscat Vorlage:Wiktionary

Einzelnachweise

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<references />

Vorlage:Normdaten