Ulan-Ude

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Vorlage:Infobox Ort in Russland Ulan-Ude (Vorlage:RuS; Vorlage:BxrS, Ulaan-Ùde) ist die Hauptstadt der russischen Teilrepublik Burjatien im südöstlichen Sibirien. Sie hat 430.000 Einwohner und ist das kulturelle, politische und wirtschaftliche Zentrum der Region. Als Eisenbahnknoten in Russisch-Fernost ist die Stadt international bekannt.

Geographie

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Ulan-Ude liegt etwa 4400 km östlich von Moskau, 150 km südöstlich des Baikalsees und auf etwa 600 m ü. Meer an der Mündung der Uda in die Selenga. Die Grenze zur Mongolei liegt etwa 200 km südlich.

Stadtgliederung

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Die Stadt gliedert sich in die Stadtbezirke (Rajons):

  • Sowjetski rajon (burjat. Зүблэлтын хороо)
  • Schelesnodoroschny rajon (burjat. Түмэр замай хороо)
  • Oktjabrskij rajon (burjat. Октябриин хороо)

Klima

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Das Klima ist typisch für Sibirien an der Grenze zwischen semiarid (BSk), monsun-kontinental (Dwb) und subarktisch (Dwc) mit langen, eisig kalten und trockenen Wintern und mäßig langen, sehr warmen und feuchten Sommern, obwohl die Wintertemperaturen weniger extrem als weiter nördlich sind. Vorlage:Klimatabelle

Wirtschaft

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Ulan-Ude ist ein Verkehrsknotenpunkt an der Verzweigung der Transsibirischen und der Transmongolischen Eisenbahn. Die Stadt ist das Kultur- und Wirtschaftszentrum von Transbaikalien. Der innerstädtische öffentliche Verkehr besteht aus einem Straßenbahnnetz sowie Bus- und Marschrutka-Linien. Zudem befindet sich hier das Staatliche Flugzeugwerk Nr. 99, das u. a. auch Mil Mi-14, Mil Mi-8 sowie die Suchoi Su-25 produziert.

Datei:Ulan Ude tram map 2021.png
Straßenbahnlinienplan Ende 2021

Verkehr

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Datei:Схема предрелиз с переводом на бурятский.pdf
Streckenplan des kommunalen Einheitsunternehmens „Stadtrouten“ Ende 2023

Die Fernstraße R258, die in Tschita ihren Anfang nimmt und einen Teilabschnitt der asiatischen Fernstraße AH6 darstellt, verläuft durch die Stadt. In Ulan-Ude beginnt die Fernstraße föderaler Bedeutung A340. Sie verbindet die Republik Burjatien über 245 Kilometer mit der Grenze zur Mongolei bei Kjachta. Sie ist Teil des Asian Highway AH3. Der Flughafen Baikal ist der größte der Teilrepublik Burjatien und liegt 15 km westlich der Stadt.

Geschichte

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Die Siedlung Udinskoje (russisch Vorlage:Lang) wurde 1666 als Überwinterungsstation von Kosaken an der Uda, einem Nebenfluss der Selenga, gegründet und 1775 als Werchneudinsk (russisch Vorlage:Lang) zur Stadt erhoben. Nach einem großen Brand 1878 wurde die Stadt komplett neu aufgebaut. Von 1923 bis 1992 war sie Hauptstadt der Burjatischen ASSR innerhalb der RSFSR, seit dem 27. Juli 1934 unter ihrem heutigen Namen Ulan-Ude (burjatisch für Rote Uda). Heute ist die Stadt Hauptstadt der autonomen Republik Burjatien innerhalb Russlands.

Bevölkerungsentwicklung

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Datei:Center of the Soviet district of Ulan-Ude from a bird's eye view.jpg
Das Zentrum von Ulan-Ude aus der Vogelperspektive
Jahr Einwohner
1897 8.086
1926 33.713
1939 125.690
1959 175.172
1970 253.569
1979 300.370
1989 352.530
2002 359.391
2010 404.426
2020 439.128

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Sehenswürdigkeiten

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Unweit von Ulan-Ude, in der Nähe des Dörfchens Iwolginsk, befindet sich ein buddhistisches Kloster (Iwolginski Dazan).

Acht Kilometer nordöstlich der Stadt liegt das Ethnografische Museum Transbaikaliens, das von der historischen Präsenz verschiedener Volksgruppen in der Region zeugt:

Am südwestlichen Stadtrand liegt die „Hunnenstadt“ (Iwolginsker Ringwallsiedlung) mit den Resten einer Stadt der Xiongnu aus dem 3.–1. vorchristlichen Jahrhundert, einer der größten archäologischen Stätten der Region.

Bekannt ist die Stadt auch für ihr monumentales Lenindenkmal. Mit einer Gesichtshöhe von 7,70 Metern und etwa 42 Tonnen Gewicht ist dieses Denkmal die größte Porträtbüste der Welt.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref> Das Denkmal wurde 1970 zum 100. Geburtstag von Lenin erbaut, die der Bildhauer Georgij Neroda erschaffen hat.<ref>"Urzeitgiganten und ein Leninkopf in XL", abgerufen am 20. Juni 2019.</ref>

In Ulan-Ude finden sich auch mehrere orthodoxe Kirchengebäude, darunter auch die Hodegetria-Kathedrale (Odigitrijewski sobor).

Weiterführende Bildungseinrichtungen

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Ulan-Ude ist Sitz mehrerer Universitäten und Hochschulen.

Städtepartnerschaften

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Ulan-Ude listet folgende siebzehn Partnerstädte auf:<ref name="Twins">Vorlage:Internetquelle</ref><ref name="Twins2020">Vorlage:Internetquelle</ref>

Stadt Land seit
Anyang Vorlage:KOR 1997
Changchun Vorlage:PRC 2000
Darchan Vorlage:MNG 1967
Donezk Datei:Greater Coat of Arms of Donetsk (1995).svg Vorlage:UKR 2011
Erdenet Datei:Mn coa erdenet.png Vorlage:MNG 2002
Eren Hot Vorlage:PRC 2011
Haeju Vorlage:PRK 2012
Hohhot Vorlage:PRC 2000
Hulun Buir Vorlage:PRC 2015
Lanzhou Vorlage:PRC 2016
Manjur Vorlage:PRC 1993
Rumoi Datei:Flag of Rumoi, Hokkaido.svg Vorlage:JPN 1972
Taipeh Datei:Emblem of Taipei City.svg Vorlage:TWN Republik China (Taiwan) 1996
Ulaanbaatar Datei:Coat of arms of Ulaanbaatar.svg Vorlage:MNG 2000
Ulanqab Vorlage:PRC 2018
Yamagata Datei:Flag of Yamagata, Yamagata.svg Vorlage:JPN 1991
Yeongwol Vorlage:KOR 2014

Militär

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In Ulan-Ude ist die 11. Luftsturm-Brigade der russischen Luftlandetruppen stationiert.

In der Zeit vom Februar 1959 bis Juni 1959 wurde in Ulan-Ude der erste streng geheim gehaltene Ausbildungslehrgang für die zukünftigen leitenden und technischen höheren Offiziere der aufzustellenden Flugabwehrraketentruppen (FRT) der NVA durchgeführt, die dem Kommando Luftstreitkräfte und Luftverteidigung unterstellt werden sollten. Die erste einzuführende Technik war der Fla-Raketenkomplex S-75 „Dwina“. Am Lehrgang nahm ebenfalls Personal der Tschechoslowakischen und Polnischen Volksarmee teil.<ref>Vorlage:Cite web</ref>

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Stadt

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Persönlichkeiten mit Bezug zur Stadt

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Quellen

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<references/>

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Vorlage:Commonscat Vorlage:Wiktionary

Vorlage:NaviBlock