Seine

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Vorlage:Dieser Artikel Vorlage:Infobox Fluss

Die Seine ([[[:Vorlage:IPA]]]; Vorlage:Audio auf Französisch; Vorlage:LaS/keltisch Vorlage:Lang) ist ein Fluss in Nordfrankreich. Sie entspringt in der Region Bourgogne-Franche-Comté, fließt von Osten nach Westen, durchquert die Hauptstadt Paris und mündet bei Le Havre in den Ärmelkanal. Mit rund 775 Kilometern<ref name="sandre">Die Angaben zur Flusslänge beruhen auf den Informationen über die Vorlage:Sandre, abgerufen am 30. Juli 2009, gerundet auf volle Kilometer.</ref> Länge ist sie neben der Loire (1004 Kilometer) und den ineinander übergehenden Flussverläufen von Doubs, Saône und Rhône (insgesamt 1025 Kilometer) einer der längsten Flüsse Frankreichs. Das Einzugsgebiet der Seine umfasst etwa 78.650 km².

Wichtige Städte an der Seine sind Paris, Troyes und Rouen. In Paris und Rouen befinden sich die wichtigsten Binnenhäfen Frankreichs. Über Kanäle ist die Seine mit Schelde, Maas, Rhein, Saône und Loire verbunden. Am Unterlauf des Flusses im Gebiet der Normandie haben sich für einen Fluss dieser Wasserführung außergewöhnlich große Talschleifen gebildet. Die schiffbare Länge (bis Nogent-sur-Seine) beträgt 560 km. Seeschiffe können den Fluss bis Rouen (120 km im Landesinneren) befahren.

Das Seineufer von Paris mit seiner historischen Bebauung steht auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Verlauf

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Quellen der Seine

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Datei:Source de la Seine.jpg
Künstliche Quellgrotte der Seine

Die Quelle der Seine liegt auf dem Plateau von Langres, 25 km nordwestlich von Dijon im Département Côte-d’Or in der Region Bourgogne-Franche-Comté, Vorlage:Höhe über dem Meeresspiegel. Eine Besonderheit ist, dass die Quellen der Seine ab 1864 Eigentum der Stadt Paris waren. Eine künstliche Grotte wurde ein Jahr später errichtet, um die Hauptquelle zu schützen, und die Statue einer Nymphe aufgestellt, die den Fluss symbolisieren soll. Paris hat das Grundstück mittlerweile an die Region zurückgegeben.<ref>Bei den Quellen der Seine auf meinfrankreich.com, abgerufen am 30. Oktober 2021</ref> Nahe der Quelle befinden sich Überreste eines gallo-römischen Tempels, in dem eine Vorlage:Lang (Vorlage:LaS Göttin der Seine) verehrt wurde. Dessen archäologische Funde befinden sich heute in der archäologischen Abteilung des Musée des Beaux-Arts in Dijon.

Das Tal der Seine

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Datei:Seine Caudebec2.jpg
Die Seine bei Caudebec-en-Caux, etwa 25 km vor Beginn des Ästuars

Die Seine fließt in ganzer Länge durch das Schichtstufenland des Pariser Beckens, dessen Relief durch breitbasige hohe Wellen wie in der Trockenen Champagne und einige prägnantere Hügel gekennzeichnet ist. An das enge Tal des Oberlaufs im Plateau von Langres schließt in der Gegend um Troyes ein etwa einen Kilometer breiter Talgrund zwischen sehr sanften Hängen an. Weiter westwärts bis zur Mündung der Voulzie bei Bray-sur-Seine verbreitert sich der Talgrund auf über 5 km, und schließlich werden die Hänge wenigstens auf der Nordseite steiler. Die umgebenden Höhen liegen hier auf der Nordseite etwa 100 m, auf der Südseite etwa 50 m über dem Fluss. Bei Fontainebleau, dessen Stadtzentrum in einem Seitental liegt, gibt es eine Talenge, in Form einer Pforte kreuzt das Seinetal einen Höhenrücken. Bei Paris und von dort bis kurz vor der Mündung verläuft das Tal in zahlreichen Schleifen und dementsprechend asymmetrischen Talabschnitten mit Gleithang und Prallhang. Die Breite des Talgrundes wechselt stark und ist auf langen Strecken gering. Asymmetrisch ist der Querschnitt sogar bei der Île de la Cité in Paris, wo der Flussverlauf fast gerade ist: Südlich des Flusses steigt das Quartier Latin nicht steil, aber doch deutlich an, während sich vom Nordufer der flache Marais („Sumpf“) über mehrere Kilometer bis fast zum Gare du Nord erstreckt. Von Paris bis kurz vor der Mündung wird das Tal nicht flacher, der Talgrund sinkt notwendigerweise von etwa 50 m über dem Meer auf nahe Null, aber die Anhöhen bleiben fast gleich hoch.

Das Seinetal ist bekannt für seine zahlreichen Schlösser („Seineschlösser“), aber auch die dort vorhandene Automobilindustrie, Petrochemie und mehrere Kraftwerke.

Durchflossene Städte

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– in Klammern die Einwohnerzahlen, Mittelstädte kursiv, Großstädte fett

Oberhalb des Großraums Paris:

Datei:Chatillon-sur-Seine Bourgogne.jpg
Die Seine in Châtillon
Datei:Paris Ile-de-la-Cite Notre-Dame von Osten.jpg
Paris: Île de la Cité mit der Kathedrale Notre Dame
Datei:2007 Paris Seine.jpg
Die Seine in Paris
Datei:Peniches sur la Seine a Boulogne P1000112.JPG
Die Seine nahe La Défense

Großraum von Paris:

darin Métropole du Grand Paris:

noch Großraum, westlich der Métropole du Grand Paris:

Unterhalb des Großraums Paris:

Datei:Panorama (2)b.jpg
Die Seine in Rouen

Mündungsgebiet

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Datei:Seine estuaire 1875.jpg
Karte der Seinemündung um 1875

Drei große Brücken überspannen das breite Flusstal im Mündungsbereich: Die Brotonne-Brücke, die Brücke von Tancarville und die Pont de Normandie. Letztere war zeitweilig die längste Brücke Europas. Die Seine mündet zwischen Le Havre und Honfleur und bildet ab Tancarville ein langgezogenes Ästuar. Dieses wird von der Brücke Pont de Normandie überspannt. 1997 wurde ein 8.528 ha großes Gebiet unter Naturschutz gestellt. Schilfgebiete, Dünen, Sandbänke und Feuchtwiesen bieten Lebensraum für über 250 verschiedene Vogelarten. Ein Informationszentrum am nördlichen Brückenkopf bietet Naturkundliches zum Naturschutzgebiet und eine Beobachtungsstation.

Geographische Merkmale

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Inseln in der Seine

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Datei:P1030787 vue de la seine depuis le parc des impressionistes.JPG
Blick von der Seine auf die Île des Impressionnistes

Oberhalb des Großraums Paris:

Großraum von Paris:

Unterhalb des Großraums Paris

  • Bei Les Mureaux: Belle-Île, 5,7 km × max. 340 m
  • bei Mantes-la-Jolie (linkes Ufer) und Limay (rechtes Ufer):
    • Île aux Dames: 2,67 km × max. 230 m
    • Île l'Aumône: 2 km × max. 278 m
  • Bennecourt: Grande Île, 6 km × max 330 m
  • Criquebeuf-sur-Seine bei Elbeuf: Insel mit drei Teilnamen, Île de Launy – Île de Criquebeuf – Île du Courant, 8,5 km × max. 370 m

Nebenflüsse

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Schon der Blick auf die Karte zeigt, dass das Flusssystem der Seine von einigen langen Zuflüssen ersten Grades geprägt ist, die in großem Abstand parallel zur Seine fließen, teilweise aber nicht sehr weit von ihr entspringen. Die Nebenflüsse der Nebenflüsse laufen oft eine recht lange Strecke parallel zu ihrem Zielgewässer, bevor sie einen Bogen zu ihm hin machen. Die Längenvergleiche in der Tafel machen deutlich, dass die Quelle der Marne die längste Flussstrecke zum Meer hat. Die Fließwege zur Seinemündung von den Quellen der Aube, der Yonne und einiger ihrer Nebenflüsse, sowie der Aire und der Aisne sind kaum kürzer als derjenige der Seine selber.

Datei:Bassin Seine.png
Flusssystem der Seine
Die Seine, ihre Nebenflüsse und deren Nebenflüsse ab 36 km Länge (Reihenfolge flussaufwärts)
Darstellungsweise:
  • Die Angabe der Einmündungsseite („rechts“/„links“) steht linksbündig unter dem Namenskästchen des Flusses, in den der Zufluss mündet.
  • Pfeile sind flussabwärts gerichtet und markieren obere Teile eines schon vorher erwähnten Flusslaufs.
  • Gewässer von namentlich unter 36 km Länge sind mit aufgenommen,
    wenn sie zusammen mit einem anderen oder Teilen eines anderen einen längeren Fließweg bilden.
    In solchen Fällen (u. a.) ist bei Mündungen deren Abstand von der Quelle oder der Mündung des Zielgewässers angegeben.
Mündung in
Fließrichtung
gesehen von
Name Mündung
– [km] –
Honfleur
Lage der Mündung Code
SANDRE
Länge
[km]
Einzugs-
gebiet
[km²]
Mittlerer
Abfluss
[m³/s]
Quelle
– [km] –
Honfleur
Seine Vorlage:00Vorlage:0 Le Havre, Honfleur ----0010 777Vorlage:0 79 000Vorlage:0 563Vorlage:0 777Vorlage:0
links Risle Vorlage:06,8 Berville-sur-Mer H6--0200 145Vorlage:0 2 300Vorlage:0 14Vorlage:0 152Vorlage:0
links Charentonne 8 km unt. Beaumont-le-Roger H61-0400 63Vorlage:0 514 4Vorlage:0
links Eure 138,9 Pont-de-l’Arche H4--0200 228,7Vorlage:0 6 017Vorlage:0 26,2Vorlage:0 427,6
links Iton Acquigny H43-0400 131,8Vorlage:0 1 197Vorlage:0 4,7
rechts Vesgre ggü. Ivry-la-Bataille H42-0410 45Vorlage:0
links Avre 6 km nördl. Dreux H42-0400 80,4 974 3,6
links Blaise Dreux H41-0410 49Vorlage:0 425 Vorlage:01,96
rechts Andelle 4 km ob. ggü. Pont-de-l’Arche H32-0400 56,8 740 7,2
rechts Epte 4 km ob. Vernon H31-0400 113Vorlage:0 1 490Vorlage:0 9,8
links Mauldre 6–8 km ob. Mantes-la-Jolie H31-0400 34,8/37,6 411
links Lieutel 10,9 km nach deren Quelle H3038000 13,7
rechts Oise<ref name="OiAiAi" /> 284,4 Conflans-Sainte-Honorine H---0100 Vorlage:0341,1 16 667Vorlage:0 110Vorlage:0 525,5
links Nonette 8 km unt. Creil H22-0400 40,4/43 338 1,6
links Launette 13,4 km nach deren Quelle H21-0400 16Vorlage:0
rechts Thérain unt. Nogent-sur-Oise H21-0400 94,3 1 218Vorlage:0 7,7
rechts Brêche Nogent-sur-Oise H20-0420 45,5 468 2,3
links Aisne<ref name="OiAiAi">Oise mit Aisne, Aisne mit Aire</ref> Vorlage:0383,55 Compiègne, 99,15 km vor Oise-Mdg. H1--0200 355,9/362 7 939Vorlage:0 65,4Vorlage:0 745,4
links Vesle 10 km östl. Soissons H15-0400 139,5Vorlage:0 1 480Vorlage:0 7,5
links Ardre Fismes H15-0420 39,3 302 1,5
links Suippe 20 km nördl. Reims H13-0410 81,7 837 43Vorlage:0
links Retourne Neufchâtel-sur-Aisne H1360600 45,4 335 1,6
rechts Vaux 7 km westl. Rethel H13-0400 37,7 316 4,5
rechts Aire 625,4 SW Grandpré, 120 km nach Aisne-Q. H11-0400 125,6Vorlage:0 1 050Vorlage:0 13,6 751Vorlage:0
links Ailette Manicamp H02-0400 59,5 540 3Vorlage:0
links Serre La Fère H01-0400 95,9 1 743Vorlage:0 13,1Vorlage:0
rechts Vilpion 5 km ob. Crécy-sur-Serre H01-0410 42,8 720
links Brune 4 km ob. Marle H0120600 37,5 165
links Ton Étréaupont H0030600 56,3 294 3,7
rechts Marne 361,3 2 km ob. Stadtgrenze Paris F---0100 514Vorlage:0 12 920 110Vorlage:0 875Vorlage:0
links Grand Morin bei Esbly F65-0400 118,2Vorlage:0 1 197Vorlage:0 7,6
links Aubetin 5 km unt. Coulommiers F65-0410 61.2 270 1,5
rechts Ourcq Lizy-sur-Ourcq F63-0400 87Vorlage:0 345 2,1
links Petit Morin la Ferté-sous-Jouarre F62-0400 86,3 605 3,4
links Surmelin 10 km ob. Château-Thierry F61-0400 41,5 454 2,7
links Somme-Soude Jâlons F6090600 24,6/59,9 500 Vorlage:02,75
rechts Soude 2,5 km unt. Villeseneux F6092000 22,6
Somme F6090600 35,3
rechts Saulx Vitry-le-François F5--0200 115,4Vorlage:0 2 100Vorlage:0 25,7Vorlage:0
rechts Chée Vitry-en-Perthois F58-0400 64,7 ≈ 400Vorlage:0 4Vorlage:0
rechts Vière ca. 5 km ob. deren Mündung F58-0410 42,2 180 1,3
rechts Ornain 4 km vor Saulx-Mündung F56-0400 116,2Vorlage:0 913 10,9Vorlage:0
links (Le Cavé ←) Blaise Isle-sur-Marne F53-0400 85,5 480
rechts Rognon 8 km ob. Joinville F51-0400 73,3 614 9,2
links Suize Chaumont F5050600 48,6 277 0,8
rechts Yerres Montgeron F4--0210 97,5 1 020Vorlage:0 3,5
links Orge Savigny-sur-Orge F46-0400 54,1 Vorlage:0951,9 3,9
links Yvette Épinay-sur-Orge F46-0420 39,3 286 1,3
links Essonne Corbeil-Essonnes F45-0400 101,1 1 870Vorlage:0 8,1
links Juine bei Saint-Vrain F45-0420 55Vorlage:0 700
links Loing 444,3 bei Moret-sur-Loing F4--0200 142,7Vorlage:0 4 182Vorlage:0 19Vorlage:0 587,0
rechts Orvanne 4 km vor dessen Mündung F4398000 38,8 0,4
rechts Lunain 10 km vor dessen Mündung F4380600 51,4 252 0,7
rechts Cléry nordöstl. Nargis F4210600 43,1 270 Vorlage:01.45
links Bezonde 7 km ob. Montargis F42-0400 35/40 350 1,5
rechts Huillard 25,3 km nach deren Quelle<ref name="GeoportailL" /> F4240600 25,9/30,4 950 4,8
links Motte Busy 10,3 km nach dessen Quelle<ref name="GeoportailL">mit Längenmessung</ref> F4242000 14,8
links Puiseaux Montargis F4210600 37Vorlage:0 110 0,5
rechts Vernisson Montargis F4218000 37,2 100 0,3
rechts Ouanne 7 km ob. Montargis F41-0400 83,8 950 4,8
links Branlin 3 km ob. Charny F4140600 43,7
links Yonne 457,7 Montereau-Fault-Yonne F3--0200 292,3Vorlage:0 10 836Vorlage:0 93Vorlage:0 750,0
rechts Vanne Sens F35-0400 59Vorlage:0 990 5,4
links Vrin 5 km nordwestl. Joigny F3531000 37Vorlage:0 148 0,7
links Tholon bei Joigny F3520600 37,9 167 0,8
rechts Armançon Migennes F3--0210 202Vorlage:0 3 077 29Vorlage:0
rechts Armance Vorlage:Anker Saint-Florentin F34-0400 47,7 520 3,8
rechts Brenne 6 km unt. Montbard F33-0400 71,7 491 7,8
rechts Oze Venarey-les-Laumes F3350600 42Vorlage:0 252 2,6
rechts Serein 5 km ob. Migennes F32-0400 188Vorlage:0 1 119Vorlage:0 7,7
rechts Cure bei Vermenton F31-0400 112Vorlage:0 1 311Vorlage:0 16,2Vorlage:0
rechts Cousin 10 km westl. Avallon F31-0410 31/67 366 3,9
rechts Romanée 2 km südl. Cussy-les-Forges F3140600 25,8 114
Trinquelin ← Cousin F31-0410 36Vorlage:0
links Chalaux Lac de Chaumeçon F3110600 36,2 110 2,1
links BeuvronVaucreuse Clamecy F30-0400 40,5 264 2,1
rechts Armance<ref>mit aufgelistet wegen Namensgleichheit mit dem nicht so kurzen Zufluss des Armançon</ref> 4 km südöstl. Clamecy F3040600 24,2 76 2,1
rechts Voulzie 2 km unt. Bray-sur-Seine F23-0400 43,9 286 1,7
links Orvin 12 km westl. Nogent-sur-Seine F21-0400 38,1
rechts Aube 524,8 bei Romilly-sur-Seine F1--0200 248,9Vorlage:0 4 660Vorlage:0 41Vorlage:0 773,1
rechts Superbe 17 km vor deren Mündung F15-0400 39,5 320 1,6
rechts Voire 2 km unt. Lesmont F12-0400 56,1 896 7,1
rechts Aujon 14 km ob. Bar-sur-Aube F11-0400 68Vorlage:0 481 6,5
rechts Barse Troyes F08-0400 50,1 463
links Hozain Troyes F07-0400 24,6 249 1,4
links Marve 1,9 km nach dessen Quelle F0701000 20,1 74
rechts Ource 2 km ob. Bar-sur-Seine F04-0400 100,4Vorlage:0 737 8,6
links Laignes (Unterlauf) Polisy F02-0400 33,2/72 668
↑ (als Doline) Laignes <ref>Gliederung>SANDRE beschreibt unter dem Namen Ruisseau de Marcenay (F02-0410) mit Karte zum Oberlauf bezüglich Länge und Anrainergemeinden den gesamten Flusslauf unter Laignes (F02400) nur den Unterlauf nach der Karstquelle.</ref> 17,9
↑ Laignes (Oberlauf) Gemeindewald von Puits 21Vorlage:0

Vorlage:Hauptartikel

Wasserwirtschaft und Ökologie

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Oberflächenwasser der Seine wird für die Pariser Wasserversorgung verwendet. Die Abwässer des Großraums Paris werden nach ihrer Reinigung der Seine zugeführt und fließen über Rouen und Le Havre in den Ärmelkanal. Die Seine ist im Winter braun, da sie 400 km lang an landwirtschaftlichen Nutzflächen vorbeiführt. Im Sommer wird sie durch Algen grün gefärbt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Pariser Abwässer noch ungeklärt in den Fluss geleitet. Ab etwa 1850 wurden sie in Abwasserkanälen aus der Stadt herausgeführt und seineabwärts in den Fluss geleitet. Danach ging man dazu über, die Abwässer nicht direkt in die Seine zu leiten, sondern zur Düngung von Äckern zu verwenden. Kläranlagen baute man ab Mitte des 20. Jahrhunderts. Im Vergleich zu 1850, als die Seine eine stinkende Kloake war, hat sich die Wasserqualität deutlich verbessert. Heute leben in der Seine wieder 35 Fischarten, darunter Lachse und Forellen.<ref>FAQ der SIAAP.</ref> Unter anderem über den Nebenfluss Marne gelangen aber nach wie vor viele ungeklärte Abwässer in die Seine.<ref name="srf" /> Pro Jahr trägt die Seine mit schätzungsweise 14 Tonnen Mikroplastik zu dem Plastikmüll in den Ozeanen bei, der Rhein 473 Tonnen.<ref>M. Huserbråten et al.: Trans-polar drift-pathways of riverine European microplastic. In: Sci Rep, 2022, doi:10.1038/s41598-022-07080-z.</ref>

Am 16. Juni 2024, sechs Wochen vor dem Beginn der Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris, fand man in Wasserproben zu hohe Verschmutzungen für Triathlon- und Freiwasserwettbewerbe. Die Wasserstände der Seine waren fünfmal höher als gewöhnlich.<ref>https://www.faz.net/aktuell/sport/olympia/paris-2024-wasser-der-seine-zu-dreckig-fuer-olympia-schwimmer-19808186.html </ref> Am 5. Juli 2025 wurde das Schwimmen in der Seine nach über 100 Jahren auch für die Öffentlichkeit wieder freigegeben.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Wale in der Seine

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  • Am 2. August 2022 wurde ein 4 m langer und etwa 800 kg schwerer männlicher Weißwal (Delphinapterus leucas), offenbar in schlechtem gesundheitlichen Zustand, in der Seine gesichtet. Er wurde am 5. August in der Schleuse von Saint-Pierre-la-Garenne, etwa 200 Flusskilometer vom Meer entfernt, festgesetzt.<ref name="tagesschau_2022_08_09">Vorlage:Cite web</ref> Eine Rettungsaktion des Wals am 9./10. August misslang. Sein Zustand verschlechterte sich während des Transports in einem Kühllaster zur Meeresküste; er wurde schließlich eingeschläfert.<ref name="tagesschau_2022_08_10">Vorlage:Cite web</ref>

Seine-Hochwasser

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Das älteste überlieferte Hochwasser der Seine im Pariser Becken ereignete sich im Winter 358 während des Aufenthaltes des römischen Kaisers Julian in Lutetia und fand in dessen Misopogon Erwähnung.<ref name="CS">Charlotte Lacour-Veyranne, Les Colères de la Seine, Éd. Paris-Musées, 1994, ISBN 978-2-87900-191-3.</ref> Gregor von Tours (Grégoire) schilderte das Hochwasser vom Februar 582 in seinem Buch Historia Francorum.

Nach strengen Wintern in den Jahren 1197, 1325/26, 1708/09 rissen die Wassermassen Brücken in Paris mit sich fort und es brachen Pestepidemien aus. Die letzten schweren Überschwemmungen ereigneten sich im Januar 1910, damals standen in Paris zwölf der 20 Arrondissements sechs Wochen lang unter Hochwasser.<ref>Willms, Johannes: Als Paris Venedig glich, Die Hauptstadt der Moderne im Bann der „grande crue“: Erinnerungen an ein Jahrhunderthochwasser in Süddeutsche Zeitung vom 26. Januar 2010.</ref><ref>Bezüglich der Hochwasser im Zeitraum von 1600 bis 1840 siehe A. Goubet: Les Crues dans le bassin de la Seine du 17e au début du 19e siècle [1]</ref>

Datei:La Seine le 3 Janvier 1880 - Vue du quai Saint-Michel.jpg
Eisgang der Seine in Paris: der Quai Saint-Michel im Januar 1880
Datei:Crue 2016 Paris Bassin Arsenal jauges.jpg
Hochwassermarken am Bassin de l’Arsenal, 3. Juni 2016

Die nachfolgende Liste der Hochwasser in Paris erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  • 358
  • Februar 582
  • 1197
  • 1280 zerstörte ein Hochwasser die Grand-Pont;
  • 1296: im Dezember zerstört ein Hochwasser von bis dahin unbekanntem Ausmaß alle Brücken in Paris;
  • 1325/26
  • 1616: Eisgang und Hochwasser verursachen den Einsturz mehrerer auf den Brücken Pont Saint-Michel (30. Januar) und Pont au Change stehenden Häuser<ref>Maurice Champion: Les Inondations en France depuis le VIe siècle jusqu'à nosjours Band 1, Dalmont, 1858 (online), S. 73</ref>;
  • 1656:
  • 1658: am 1. März schwemmt ein Hochwasser die zwei der Île Saint-Louis am nächsten gelegenen Bögen des Pont Marie und 20 darauf stehende Häuser fort<ref>Andrew Ayers, The Architecture of Paris, 2004, S. 390</ref>;
  • 1684: am 20. Februar versinkt während eines Hochwassers der Pont-Barbier in den Fluten (später ersetzt durch den Pont Royal);
  • 1708/09: im Winter erschüttert der Eisgang der Seine die Struktur des Pont Saint-Landry (auch Pont de Bois, siehe Pont Saint-Louis) dermaßen, dass sein Abbruch beschlossen und 1710 durchgeführt wird;
  • 1740
  • 1802
  • 1880:
  • 1910: verheerendes Seinehochwasser ab dem 18. Januar bis März/April – Pegelmaximum: 8,62 m
  • 1924
  • 1955
  • 1982
  • 1995
  • 2016 – Pegel 6,10 m
  • 28./29. Januar 2018 – mehrere Stunden Pegel 5,84–5,85 m<ref>Hochwasser der Seine erreichte in Paris Höchststand orf.at, 29. Januar 2018, abgerufen am 29. Januar 2018.</ref><ref>Vier Meter über Normalstand orf.at, 29. Januar 2018, abgerufen am 29. Januar 2018. – Bildbericht.</ref>

Die Seine in der Kunst

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Datei:Alfred Sisley, L'automne - Bords de la Seine pres Bougival (Autumn - Banks of the Seine near Bougival), 1873.jpg
Sisley: Vorlage:Lang (Herbst: die Ufer der Seine nahe Bougival), 1873
Datei:Claude Monet 016.jpg
Bords de Seine à Argenteuil, 1874, von Claude Monet
Datei:Georges Seurat - Un dimanche après-midi à l'île de la Grande Jatte.jpg
Seurat: Vorlage:Lang (Sonntagnachmittag auf der …)
Datei:Villequier (seine-Maritime), sépultures Vacquerie-Hugo.jpg
Familiengräber Vacquerie und Hugo in Villequier – Charles Vacquerie und Léopoldine geborene Hugo ertranken nach dem Kentern ihres Bootes in der Seine
Bildende Kunst
Gemälde u. a. von Frédéric Bazille, Maurice Boitel, Richard Parkes Bonington, Eugène Boudin, Gustave Caillebotte, Camille Corot, Charles-François Daubigny, Raoul Dufy, Émile Othon Friesz, Eugène Isabey, Johan Barthold Jongkind, Joseph Mallord, Albert Marquet, Claude Monet, Robert Antoine Pinchon, Nicolas Raguenet, Emilio Grau Sala, Gaston Sébire, Alfred Sisley, Georges Seurat, Constant Troyon, William Turner, Édouard Vuillard oder Vallotton.
Statuen: zum Beispiel Die Seine auf der Pont du Carrousel
Chanson
von Jacques Charpentrau: Le Front de Seine. Vorlage:"<ref>Stoppel, Karl (Hrsg.): La France. Regards sur un pays voisin, Reclams Universal-Bibliothek, Nr. 9068, S. 68.</ref>
Filme
Reisewege Frankreich: Das Lied der Seine. Dokumentation, zwei Teile, 90 Min. Ein Film von Georg Bense, Produktion: SR, Erstsendungen: 29. November 2006 und 6. Dezember 2006<ref>Das Lied der Seine Inhaltsangabe des SR</ref>

Trivia

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  • Nach ihrer Hinrichtung 1431 auf dem Scheiterhaufen in Rouen wurde die Asche von Jeanne d’Arc in die Seine gestreut, um einem Reliquienkult vorzubeugen.
  • 1790 ertränkte sich in Paris der tschechische Komponist Jean-Baptiste Krumpholz. Er sprang vom Pont Neuf in die Seine, nachdem ihn seine Frau Anne-Marie (1755–1824) für den böhmischen Komponisten Jan Ladislav Dussek verlassen hatte.<ref>Alexandre Choron: Dictionnaire historique des musiciens, artistes et amateurs morts ou vivants, Band 1, Valade, 1810, S. 383 Digitalisat</ref>
  • Vor Villequier in der Normandie kenterte im September 1843 in Sichtweite des Hauses der Familie Vacquerie das Segelboot, mit dem der junge Charles Vacquerie (1817–1843) gemeinsam mit seiner 19-jährigen Ehefrau Leopoldine (1824–1843), der ältesten Tochter des Schriftstellers Victor Hugo, die er im Februar geheiratet hatte, sowie seinem Onkel, dem früheren Seemann Pierre Vacquerie (1781–1843) und dessen Sohn Arthur (1832–1843) von einem Ausflug zurückkehrten. Keiner der Insassen überlebte. Das tragische Ereignis erschütterte Victor Hugo sehr tief. Die Trauer um die geliebte Tochter inspirierte ihn insbesondere zu den in Pauca meae, dem vierten Buch der Sammlung Les Contemplations zusammengefassten Gedichten, durch die der Schriftsteller einen Dialog mit der Verstorbenen herzustellen versuchte.
  • Die Seine diente bei den Olympischen Sommerspielen 1900 als Wettkampfstätte. Auf dem Abschnitt zwischen Pont Bineau und Asnières-sur-Seine fanden die Wettkämpfe im Rudern statt, in einem Flutbecken bei Asnières-sur-Seine wurden die Schwimmwettkämpfe sowie das Wasserballturnier ausgetragen und bei Meulan-en-Yvelines die Segelwettbewerbe der 5 kleineren Bootsklassen.
  • Bei den Olympischen Sommerspielen 1924 fanden bei Argenteuil die Wettkämpfe im Rudern statt. In der Stadt Meulan-en-Yvelines wurde der Segelwettbewerb der Bootsklasse Monotyp 1924 ausgetragen.
  • 2013 wurde ein zentrales Straßenstück am linken Ufer der Seine autofrei gemacht. Jahrelang wurde ein Stück im Sommer ab Juli zum Paris Plage, einem Sandstrand. Im April 2017 wurde auch am rechten Ufer 3 Kilometer Uferstraße dauerhaft für Nichtmotorisierte autofrei gemacht.<ref>Pariser Seineufer ist autofrei dw.com, 4. April 2017, abgerufen am 29. Mai 2022.</ref>

Siehe auch

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Literatur

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  • Jean Aubert: La vie des bords de Seine. Éditions Horvath: Le Coteau (Loire) 1986 ISBN 978-2-7171-0414-1 (französisch)
  • François Beaudouin: Paris-sur-Seine, ville fluviale. Éditions de la Martinière, 1993, ISBN 978-2-7324-2035-6 (französisch)
François Beaudouin war der Gründer des Musée de la batellerie in Conflans-Sainte-Honorine und bis 1994 dortiger Konservator.
  • Conseil général des Ponts et Chaussées (Hrsg.): L'estuaire de la Seine. Oktober 2004, 63 S. (französisch)
  • Martine Delahaye: Les enfants du fleuve, la Seine au 20e siècle – Récits, Nanterre. Martine Delahaye, 2001, 233 S. (französisch)
  • Christian Dupavillon: Paris côté Seine. Le Seuil: Paris 2001, 383 S. ISBN 978-2-02-051688-4 (französisch)
  • Antoine Hoareau: Au pays des sources de la Seine. Cléa Micro-édition, 2010, 80 S. ISBN 978-2-913835-99-3 (französisch)
  • Bernard Jacomin: Les Sources de la Seine. Yvelinédition, 2006, ISBN 978-2-84668-049-3 (französisch)
  • Simon Lacordaire: Les inconnus de la Seine, Paris et les métiers de l'eau du XIIe au XIXe siècle. Hachette: Paris 1985, 306 S. ISBN 978-2-01-009763-8 (französisch)
  • Charlotte Lacour-Veyranne: Les colères de la Seine. Éditions Paris-Musées, 1994, ISBN 978-2-87900-191-3 (französisch)
  • François Lespinasse: La Seine vue par les peintres. Édita SA: Lausanne 1993, 139 S. ISBN 978-2-88001-286-1 (französisch)
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Einzelnachweise

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<references />

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