Petropawlowsk-Kamtschatski
Vorlage:Infobox Ort in Russland
Petropawlowsk-Kamtschatski (Vorlage:RuS, wiss. Transliteration: Petropavlovsk-Kamčatskij Vorlage:Audio – übersetzt: Peter-Paul-Stadt von Kamtschatka) ist die Hauptstadt der Region Kamtschatka in Russlands Föderationskreis Fernost. Petropawlowsk-Kamtschatski hat Vorlage:EWZ Einwohner (Stand Vorlage:EWD).<ref name="einwohner_aktuell" /> Hier befinden sich u. a. wissenschaftliche Einrichtungen zur Ozeanforschung, Fischereiwirtschaft und Geologie, daneben Werftindustrie. Am Ort befindet sich eine Monitoring-Station des SDCM-Systems.
Geschichte
[Bearbeiten]Petropawlowsk-Kamtschatski wurde 1740 gegründet<ref>Jewgeni Pospelow: Geografitscheskije naswanija Rossii. AST, 2008, ISBN 978-5-17-054966-5, S. 349–350.</ref> und ist ein wichtiger Stützpunkt der Pazifikflotte der Russischen Marine.
Am Vorlage:JULGREGDATUM (dem Tag Peter und Paul) wurde der Navigator Iwan Jelagin von Vitus Bering ausgesandt, um den natürlichen Hafen in der Awatscha-Bucht für die Zweite Kamtschatkaexpedition zu erkunden. Die geschützte Lage in der Bucht und die Mündung des Awatscha-Flusses waren die Gründe für die Entwicklung zur wichtigsten Stadt von Kamtschatka.
Am 18. August 1854 unternahm ein britisch-französischer Schiffsverband, im Zuge des Krimkriegs, einen Angriff auf die Stadt und begann die Belagerung von Petropawlowsk-Kamtschatski. Die Stadt war in den Jahren zuvor durch Gouverneur Nikolai Murawjow-Amurski befestigt worden. Die Russen hatten eine kleine Garnison aus mehreren Hundert Mann und 67 Kanonen. Ihnen standen zahlenmäßig überlegene alliierte Landungstruppen und 218 Schiffskanonen gegenüber. Nach langem Beschuss landeten ca. 600 Soldaten südlich der Stadt, wurden jedoch nach schweren Gefechten von 230 Verteidigern abgewehrt und zum Rückzug gezwungen. Am 24. August landeten weitere 970 Alliierte östlich der Stadt, konnten sich aber ebenfalls nicht gegen 360 Russen durchsetzen. Danach verließen die Schiffe russische Gewässer. Die Verluste der Russen betrugen ca. 100 Mann, während die Verluste der Engländer und Franzosen ungefähr fünfmal höher waren.<ref>Jewgeni Schukow u. a.: Sowetskaja istoritscheskaja enziklopedija: Tom 11. Sowetskaja enziklopedija, Moskau 1968, Sp. 118–119.</ref>
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten]| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1897 | Vorlage:0395 |
| 1926 | Vorlage:01.691 |
| 1939 | Vorlage:035.373 |
| 1959 | Vorlage:085.582 |
| 1970 | 153.885 |
| 1979 | 214.977 |
| 1989 | 268.747 |
| 2002 | 198.028 |
| 2010 | 179.780 |
Anmerkung: Volkszählungsdaten
Verkehr
[Bearbeiten]Der Flughafen Petropawlowsk-Kamtschatski befindet sich in Jelisowo.
Religion
[Bearbeiten]Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten]- Oleg Jerofejew (1940–2022), russischer Admiral
- Igor Smirnow (* 1941), Präsident Transnistriens (1992–2011)
- Tatjana Sintschenko (* 1947), Entomologin und Hydrobiologin
- Anatolij Mohiljow (* 1955), ukrainischer Politiker und von 2010 bis 2011 Innenminister
- Igor Makuschew (* 1964), Generalleutnant<ref>Макушев Игорь Юрьевич, structure.mil.ru (russisch)</ref><ref>Макушев Игорь Юрьевич, eurasian-defence.ru (russisch)</ref>
- Warwara Selenskaja (* 1972), Skirennläuferin
- Margarita Marbler (* 1975), österreichische Freestyle-Skiläuferin
- Jelena Temerewa (* 1976), Zoologin und Hochschullehrerin
- Grigori Dobrygin (* 1986), Schauspieler
- Anatoli Oskin (* 1989), Biathlet
- Pawlo Ischtschenko (* 1992), israelischer Boxer
- Jelena Jakowischina (* 1992), Skirennläuferin
- Jelena Ossipowa (* 1993), Bogenschützin
- Iwan Kusnezow (* 1996), Skirennläufer
Städtepartnerschaften
[Bearbeiten]Petropawlowsk-Kamtschatski listet folgende Partnerstädte auf:
- Vorlage:USA Unalaska, Vereinigte Staaten, seit 1990
- Vorlage:JPN Kushiro-shi, Japan, seit 1998
- Vorlage:UKR Sewastopol, Ukraine, seit 2009
- Vorlage:MEX Zapopan, Mexiko, seit 2020
Klimatabelle
[Bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten]- Offizielle Webseite der Stadtverwaltung (russisch)
- Petropawlowsk auf mojgorod.ru (russisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten]<references />