Nusseiben

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Die Nusseiben (Torreya) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Eibengewächse (Taxaceae). Sie besitzt heute ein disjunktes Areal mit Arten in den südöstlichen sowie westlichen USA und in China sowie Japan.

Beschreibung

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Datei:Torreya nucifera SZ129.png
Illustration der Japanischen Nusseibe (Torreya nucifera)
Datei:Torreya grandis Merrillii1.jpg
Vom grünen Arillus umhüllte Samen der Großen Nusseibe (Torreya grandis)

Vegetative Merkmale

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Nusseiben-Arten sind immergrüne Sträucher oder kleine Bäume. Die Äste sind in Wirteln und die Zweige fast gegenständig bis fast wirtelig angeordnet. Die Borke ist braun bis gräulich-braun. Die Nadeln scheinen zweireihig am Zweig angeordnet zu sein. Die Winterknospen besitzen einige kreuzgegenständig angeordnete Paare von Knospenschuppen. Der Sämling besitzt nur zwei Keimblätter (Kotyledonen).

Die Blätter sind kreuzgegenständig oder fast gegenständig und zweizeilig an den Zweigen angeordnet. Die an ihrer Basis gedrehten Blätter sind ledrig und lineal oder lineal-lanzettlich mit herablaufender Basis sowie scharf zugespitztem oberen Ende. Auf der etwas konvexen Blattunterseite sind zwei Stomatabänder und Harzkanäle vorhanden und der Mittelnerv ist mehr oder weniger undeutlich erkennbar.

Generative Merkmale

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Sie sind meist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch), sehr selten einhäusig (monözisch).

Die männlichen Zapfen stehen einzeln und seitenständig auf einem kurzen Schaft. Die männlichen Zapfen sind ellipsoid oder kurz säulenförmig und enthalten sechs bis acht Wirtel mit je vier Mikrosporophylle. Jedes Mikrosporophyll besitzt selten drei oder meist vier hängende Pollensäcke (Mikrosporangien).

Die weiblichen Blütenzapfen sind sitzend paarweise in den Blattachseln angeordnet. Die weiblichen Blütenzapfen besitzen zwei Paare kreuzgegenständiger Zapfenschuppen und eine seitliche. Es ist nur eine aufrechte Samenanlage vorhanden. An der Basis der haltbaren Zapfenschuppen befindet sich ein sukkulenter Arillus. Dieser grüne Samenmantel (Arillus) umgibt den Samen; beide Strukturen zusammen wirken steinfruchtartig. Die Samen brauchen von der Befruchtung bis zur Reife im Herbst etwa zwei Jahre.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 11;<ref name="GymnospermDb" /><ref name=FoNA /> es liegen Chromosomenzahlen von 2n = 22 vor.

Systematik und Verbreitung

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Die Gattung Torreya wurde 1838 durch George Arnott Walker Arnott in Annals of Natural History, 1, S. 130–132<ref name="biodiversitylibrary" /> aufgestellt. Es gibt auch andere Veröffentlichungen für diesen Gattungsnamen, aber die von Arnott wurde als die gültige festgelegt.<ref name="Tropicos" /> Der botanische Gattungsname Torreya ehrt den US-amerikanischen Arzt, Chemiker und Botaniker John Torrey (1796–1873).<ref name="Burkhardt2018" /><ref name="GymnospermDb" /> Ein Synonym für Torreya Vorlage:Person ist Tumion Vorlage:Person<ref name="GRIN" />

Die Gattung Torreya besitzt heute ein disjunktes Areal mit Arten, die nur in Nordamerika (in den südöstlichen und westlichen USA) oder nur Asien (in China und Japan) vorkommen. Die Torreya-Arten kommen heute überwiegend an den Pazifikküsten vor und ihre Verbreitung deutet auf eine ehemals kontinuierliche Verbreitungszone über die Beringstraße hin.

Es gibt sechs Arten in der Gattung Torreya, die hier mit ihrem Verbreitungsgebiet angegeben sind:<ref name="GRIN" />

  • Kalifornische Nusseibe<ref name="Zander2008" /> (Torreya californica Vorlage:Person): Sie gedeiht nur im Küstengebirge sowie in der Sierra Nevada in Höhenlagen von 0 bis 2000 Metern in Kalifornien.<ref name=FoNA />
  • Torreya fargesii Vorlage:Person: Es gibt zwei Varietäten:<ref name="FoC" />
    • Torreya fargesii Vorlage:Person var. fargesii (Syn.: Torreya grandis var. fargesii Vorlage:Person): Sie gedeiht vereinzelt in Nadel- sowie Lorbeerwäldern in Höhenlagen von 1000 bis 1800 Metern in den chinesischen Provinzen westliches Hubei, nordwestliches Hunan, Jiangxi, südliches Shaanxi, Sichuan und vielleicht im südlichen Anhui.<ref name="FoC" />
    • Torreya fargesii var. yunnanensis Vorlage:Person (Syn.: Torreya yunnanensis Vorlage:Person, Torreya grandis var. yunnanensis Vorlage:Person): Dieser Endemit gedeiht in Nadel- sowie Mischwäldern in warm-gemäßigten Gebieten als lokal häufiger Forstbaum in Höhenlagen von 1500 bis 3400 Metern nur im nordwestlichen Yunnan (in Gongshan Drungzu Nuzu Zizhixian, Lijiang Naxizu Zizhixian, Weixi Xian, Zhongdian Xian)<ref name="FoC" />
  • Große Nusseibe<ref name="Zander2008" /> (Torreya grandis Vorlage:Person): Es gibt zwei Varietäten:<ref name="FoC" />
    • Torreya grandis Vorlage:Person var. grandis (Syn.: Torreya parvifolia Vorlage:Person, Torreya fargesii subsp. parvifolia Vorlage:Person,Torreya grandis var. chingii Vorlage:Person, Torreya grandis var. dielsii Vorlage:Person, Torreya grandis var. merrillii Vorlage:Person, Torreya grandis var. sargentii Vorlage:Person): Sie gedeiht auf Bergen und offenen Tälern in Höhenlagen zwischen 200 und 1400 Metern in den chinesischen Provinzen südliches Anhui, nördliches Fujian, nordöstliches Guizhou (nur in Songtao), westliches Hunan, südliches Jiangsu, nördliches Jiangxi sowie Zhejiang.<ref name="FoC" />
    • Torreya grandis var. jiulongshanensis Vorlage:Person et al.: Sie wurde 1995 erstbeschrieben. Dieser Endemit gedeiht im Gebirge in Höhenlagen von etwa 800 Metern nur im Suichang Xian im südlichen Zhejiang.<ref name="FoC" />
  • Torreya jackii Vorlage:Person: Sie gedeiht in Wäldern in Höhenlagen von 400 bis 1000 Metern in den chinesischen Provinzen nördliches Fujian, nordöstliches Jiangxi und südliches Zhejiang.<ref name="FoC" />
  • Japanische Nusseibe<ref name="Zander2008" /> (Torreya nucifera Vorlage:Person), auch Japanische Stinkeibe genannt: Sie kommt ursprünglich nur in Japan und Korea vor. Sie wird auch als Zierpflanze verwendet.
  • Eibenblättrige Nusseibe<ref name="Zander2008" /> (Torreya taxifolia Vorlage:Person): Dieser Endemit gedeiht in Höhenlagen von 15 bis 30 Metern nur entlang des Apalachicola River in Georgia (nur im Decatur County) und in Florida (nur in Gadsden, Jackson und Liberty County).<ref name=FoNA />

Quellen

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Literatur

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Einzelnachweise

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<references> <ref name="Tropicos"> Vorlage:Tropicos </ref> <ref name="GymnospermDb"> Vorlage:GRIN </ref> <ref name="GRIN"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name=FoC> Liguo Fu, Nan Li, Robert R. Mill: Taxaceae.: Torreya Arnott, S. 94 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 4: Cycadaceae through Fagaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1999, ISBN 0-915279-70-3. </ref> <ref name=FoNA> Matthew H. Hils: Taxaceae.: Torreya Arnott. - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 2: Pteridophytes and Gymnosperms. Oxford University Press, New York und Oxford, 1993, ISBN 0-19-508242-7. </ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Zander2008"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. online. </ref> </references>

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Vorlage:Commonscat