Mnemosyne (Mythologie)
Mnemosyne (Vorlage:GrcS, von Vorlage:Lang, vergleiche Vorlage:LaS) ist eine Gestalt der griechischen Mythologie sowie ein Fluss in der Unterwelt, dessen Wasser im Gegensatz zur Lethe nicht Vergessen, sondern Erinnerung herbeiführte.<ref>Vgl. Pausanias 9,39,8</ref>
Verwandtschaft
[Bearbeiten]Mnemosyne ist die Tochter des Uranos und der Gaia,<ref>Bibliotheke des Apollodor 1,1,3; Hesiod, Theogonie 135</ref> gehört somit zu den Titanen und gilt als Göttin der Erinnerung.
Mnemosyne ist Mutter der neun Musen, die sie ihrem Neffen Zeus in Pierien am Olymp gebar.<ref>Hesiod, Theogonie 53–57</ref> Hesiod erzählt, dass sich das Paar – fern der übrigen Götter – neun Nächte lang vereinigte.
An anderer Stelle sind es auch nur drei Musen, die Mnemosyne geboren haben soll.<ref>Pausanias 9,29,2</ref> Manchmal werden diese auch „Mneiai“ genannt, eine Mehrzahlform des Namens ihrer Mutter.
Stammbaum der Titanen
[Bearbeiten]Literatur
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- Karl Philipp Moritz: Mnemosyne, die Mutter alles Wissens und Denkens. In: Uwe Fleckner (Hrsg.): Die Schatzkammer der Mnemosyne. Mit einem Bildessay von Sarkis. Verlag der Kunst, Dresden 1995, ISBN 3-364-00358-0, S. 130.
- Roberto Ohrt, Axel Heil (Hrsg.): Aby Warburg. Bilderatlas Mnemosyne. The Original. Ausstellungskatalog, Haus der Kulturen der Welt und The Warburg Institute. Hatje Cantz, Berlin 2020 (alle Bilder auch online).
Weblinks
[Bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten]<references />