Malpighiengewächse
Die Malpighiengewächse (Malpighiaceae) sind eine Familie in der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales) der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida).<ref name="APWebsite" /> Von den etwa 1300 Arten in etwa 77 Gattungen sind die meisten in den Tropen Südamerikas verbreitet. Nur etwa 150 Arten in etwa 17 Gattungen kommen in der Alten Welt vor.<ref name="Davis2010" />
Beschreibung
[Bearbeiten]Vegetative Merkmale
[Bearbeiten]Es sind meist verholzende Pflanzen: Sträucher, Bäume und Lianen,<ref name="DELTA" /> aber auch ausdauernde krautige Pflanzen. Eine große Zahl von Arten sind Kletterpflanzen, einige davon sind windend.<ref name="UniMichigan" /> Das Sekundäre Dickenwachstum ist oft anomal.<ref name="APWebsite" />
Die meist gegenständig, selten wirtelig oder wechselständig angeordneten Laubblätter sind meist in Blattstiel und Blattspreite gegliedert; selten sind die Laubblätter sitzend.<ref name="DELTA" /> Die einfachen Blattspreiten besitzen meist einen glatten Blattrand.<ref name="DELTA" /><ref name="APWebsite" /> Auf den Blattstielen oder auf den Blattunterseiten sind oft Drüsen vorhanden.<ref name="APWebsite" /> Es sind meist Nebenblätter, die frei oder unterschiedlich verwachsen sind und von winzig bis über 14 Zentimeter lang sein können und sie können sehr unterschiedlich geformt sein, vorhanden; nur bei wenigen Gattungen und Arten fehlen sie.<ref name="UniMichigan" /><ref name="APWebsite" />
Generative Merkmale
[Bearbeiten]Die end- oder seitenständigen Blütenstände sind sehr unterschiedlich aufgebaut; oft sind es Trauben oder Rispen, wobei die Blüten oft in doldigen oder schirmtraubigen Teilblütenständen angeordnet sind. Die Blütenstiele sind oft gut entwickelt.<ref name="UniMichigan" /> Die Blütenstiele sitzen bei vielen Gattungen an einem „Gelenk“ auf den kurzen Seitenachsen (Peduncle, Floriferis). Es sind meist Trag- und Deckblätter vorhanden.<ref name="UniMichigan" />
Die Blüten sind je nach Art sehr unterschiedlich groß mit Durchmessern von etwa 6 Millimetern bis etwa 4 Zentimetern. Die Blüten sind meist zwittrig; wenigen Gattung sind diözisch oder funktional diözisch. Oft sind die Blüten mehr oder weniger zygomorph, bei einigen Gattung sind sie radiärsymmetrisch. Die Blüten sind meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle.<ref name="UniMichigan" /> Die meist fünf haltbaren Kelchblätter sind und meist in der Knospe dachziegelartig überlappend und frei oder nur an ihrer Basis verwachsen. Bei den meisten Arten der Neuen Welt sind auf allen oder an den vier seitlichen Kelchblättern auf der Außenseite zwei (selten nur eine) große mehrzellige Drüsen (Öldrüsen) vorhanden;<ref name="APWebsite" /> bei den meist Arten der Alten Welt sind Drüsen der Kelchblätter stark reduziert in Zahl und Größe oder fehlen sogar.<ref name="UniMichigan" /> Die fünf freien und sich dachziegelartig überlappenden Kronblätter sind meist genagelt und ihr oberes Ende ist oft gefranst.<ref name="UniMichigan" /><ref name="APWebsite" /> Die Blütenfarben sind meist gelb, rosafarben oder weiß, selten sind sie blau. Das obere Kronblatt unterscheidet sich oft von den vier seitlichen.<ref name="UniMichigan" /> Meist befinden sich zehn Staubblätter in einem Kreis, bei Lasiocarpus sind es 15 und bei wenigen Gattungen sind weniger als zehn Staubblätter vorhanden. Die Staubblätter sind auf dem Blütenboden zwischen den Kronblättern und dem Fruchtknoten inseriert. Staubfäden sind immer erkennbar, sie können kurz bis lang sein, alle gleich oder verschieden, vollständig frei oder teilweise verwachsen sein. Die alle gleichen oder verschiedenen Staubbeutel bestehen aus vier Theken und öffnen sich meist durch einen Längsschlitz (longitudinal) entlang der inneren Kante jeder Theka; bei wenigen Gattungen öffnen sich mehr oder weniger am oberen Ende mit Poren oder sehr kurzen Schlitzen.<ref name="UniMichigan" /> Es sind selten zwei oder vier, meist drei, meist oberständige Fruchtblätter vorhanden, sie können frei bleiben oder zu einem Fruchtknoten verwachsen. Jedes freie Fruchtblatt oder jede fertile Fruchtknotenkammer enthält eine hängende anatrope Samenanlage. Es sind meist gleich viele Griffel wie Fruchtblätter vorhanden, sie können vollständig frei oder verwachsen sein; bei wenigen Gattung ist die Anzahl an Griffeln reduziert.<ref name="UniMichigan" />
An der Frucht sind oft noch die Kelch- und Staubblätter erhalten.<ref name="UniMichigan" /><ref name="APWebsite" /> Es werden fleischigen oder trockenen Früchte gebildet, die sich nicht öffnen. Die fleischigen Früchte sind die oft Steinfrüchte oder Beeren. Diese Früchte sind bei Reife gelb, rot oder blau bis schwarz.<ref name="UniMichigan" /> Die trockenen Früchte sind oft Samara (Flügelnüsss), die bei Reife in, oft drei, Teilfrüchte zerfallen.<ref name="APWebsite" /> Die Teilfrüchte besitzen Aerenchym oder anderes Gewebe oder sind geflügelt.<ref name="UniMichigan" /> Jedes Fruchtfach oder Teilfrucht enthält nur einen Samen. Die Samen enthalten kein Endosperm.<ref name="UniMichigan" />
Chromosomensätze
[Bearbeiten]In der Familie Malpighiaceae ist die niedrigste Chromosomengrundzahl x = 6 und dies ist wohl die ursprünglichste Chromosomengrundzahl, denn sie wurde bei den drei Gattungen der Galphimia-Klade (Galphimia, Lophanthera, Verrucularia) gefunden, die in der Nähe der Basis des phylogenetischen Stammbaumes stehen. Am häufigsten sind Chromosomengrundzahl von x = 10 und x = 12 oder ein Vielfaches davon zu finden. Es kommt auch x = 8 bei Ectopopterys, x = 9 bei Cordobia und x = 17 bei Camarea vor.<ref name="UniMichigan" />
Inhaltsstoffe und Ökologie
[Bearbeiten]Vorlage:Belege fehlen Bei einigen Arten akkumulieren Pflanzenteile Gifte, welche zum Fischfang genutzt wurden.
Das Auftreten bei neotropischen Arten von Öldrüsen in den Blüten auf den Außenseiten der Kelchblätter ist eine besondere Koevolution mit den Bestäubern. Einige Gattungen der Apidae und solitärlebende Centridini (Epicharis, Centris) sind Bestäuber. Bienen der Centridini besitzen an vier Beinen Haarbüschel, die sie dazu benutzen, um das Öl der Öldrüsen zu sammeln, während sie sich mit ihren Mandibeln an der schmalen Basis des oberen Kronblattes (dieses wird Fahne genannt) festhalten. Diese Fahnen (oberes Kronblätter) haben oft eine besondere von den anderen Kronblättern abweichende Farbe und diese kann sich im Verlauf der Anthese verändern. Diese Fahnen weisen nach oben, weil sich die Blüten um 36° gedreht haben.<ref name="APWebsite" /> Dieses Öl wird überwiegend von weiblichen Insekten gesammelt, die es als Nahrung für ihre Brut verwenden. Andere Insekten Arten sammeln die Pollen, dabei gibt es auch einige Koevolutionen.<ref name="APWebsite" /> Bei den paläotropischen Arten gibt es ganz unterschiedliche Veränderungen in der Blütenmorphologie und Anpassungen an ihre Bestäuber.<ref name="APWebsite" />
Malpighiaceae sind mit etwa 400 Arten an Kletterpflanzen eine der drei ökologisch wichtigsten Gruppen von Lianen in der Neotropis.<ref name="APWebsite" />
Die bei Reife auffällige gefärbten Steinfrüchte und Beeren werden durch Vögel (Zoochorie) ausgebreitet.<ref name="UniMichigan" /> Die Teilfrüchte besitzen Aerenchym oder anderes Gewebe um durch Wasser (Hydrochorie) ausgebreitet zu werden oder sind geflügelt zur Ausbreitung über den Wind (Anemochorie). Die Samen werden nie aus den Früchten freigesetzt und so ist die Diaspore immer die Frucht oder Teilfrucht.<ref name="UniMichigan" />
Systematik und Verbreitung
[Bearbeiten]Die Familie Malpighiaceae wurde am 4. August 1789 durch Antoine Laurent de Jussieu in Genera Plantarum, Seite 252 unter der Bezeichnung „Malpighiae“ aufgestellt.<ref name="Jussieu1789" /> Typusgattung ist Malpighia Vorlage:Person<ref name="Tropicos" /> Malpighiaceae Vorlage:Person nom cons. wurde 1999 in James L. Reveal: Vascular Plant Family Nomenclature: Fate of Suprageneric Proposals at the St. Louis Nomenclature Session for the XVI International Botanical Congress im Appendix IIB konserviert gegenüber Malpighiaceae Vorlage:Person (veröffentlicht in Notions Elém. Bot., 1782, S. 280).<ref name="IBC1999" />
Die Familie der Malpighiaceae wurde von Takhtajan 1997 in die Ordnung der Vochysiales und von Cronquist 1981 in die Polygalales gestellt. Bei APG III und IV wird die Familie Malpighiaceae in der Ordnung der Malpighiales eingeordnet.<ref name="APWebsite" />
Die Systematik der Familie Malpighiaceae wird kontrovers diskutiert und von den Autoren unterschiedlich in Unterfamilien und Tribus gegliedert. Die Familie Malpighiaceae wird seit 2010 in zwei Unterfamilien gegliedert und enthält 64 bis 68 Gattungen mit 1250 bis 1300 Arten:
- Unterfamilie Malpighioideae Vorlage:Person: Sie ist in die Tribus Tricomarieae Vorlage:Person, Hiraeeae Vorlage:Person, Rhynchophoreae Vorlage:Person, Banisterieae Vorlage:Person, Gaudichaudieae Vorlage:Person gegliedert.
- Unterfamilie Byrsonimoideae Vorlage:Person: Sie enthält die Tribus Byrsonimeae Vorlage:Person mit den drei Gattungen Blepharandra Vorlage:Person, Byrsonima Vorlage:Person, Diacidia Vorlage:Person
Die Familie Malpighiaceae umfasst folgende Gattungen:<ref name="Davis2010" /><ref name="GRIN" /><ref name="POWO" />
- Acmanthera Vorlage:Person: Die etwa sieben Arten kommen in Brasilien vor.<ref name="POWO" />
- Acridocarpus Vorlage:Person (Syn.: Anomalopterys Vorlage:Person, Anomalopteris Vorlage:Person orth. var., Rhinopterys Vorlage:Person): Die etwa 37 Arten kommen vom tropischen bis südlichen Afrika, in Madagaskar, auf der Arabischen Halbinsel, im Iran und in Neukaledonien vor.<ref name="POWO" />
- Adelphia Vorlage:Person: Sie wurde 2006 aufgestellt und die etwa vier Arten sind in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika bis Südamerika und in Jamaika verbreitet.<ref name="POWO" />
- Aenigmatanthera Vorlage:Person: Sie wurde 2006 aufgestellt und die nur zwei Arten sind in Brasilien und Bolivien verbreitet.<ref name="POWO" />
- Alicia Vorlage:Person: Sie wurde 2006 aufgestellt und die nur zwei Arten sind im tropischen Südamerika verbreitet.<ref name="POWO" />
- Amorimia Vorlage:Person: Sie wurde 2006 aufgestellt und die etwa 15 Arten sind im tropischen Südamerika verbreitet.<ref name="POWO" />
- Aspicarpa Vorlage:Person (Syn.: Acosmus Vorlage:Person): Die etwa elf Arten gedeihen in einem disjunkten Areal im subtropischen Nord- und Südamerika.<ref name="POWO" />
- Aspidopterys Vorlage:Person: Die etwa 24 Arten sind vom Indischen Subkontinent über den Himalaja, Tibet und der südlichen Volksrepublik China bis Indochina und Malesien weitverbreitet.<ref name="POWO" />
- Banisteriopsis Vorlage:Person: Die etwa 61 Arten sind von Mexiko über Zentralamerika und auf wenigen karibischen Inseln bis ins tropische Südamerika verbreitet, beispielsweise:
- Barnebya Vorlage:Person: Die nur zwei Arten kommen im östlichen Brasilien vor.<ref name="POWO" />
- Blepharandra Vorlage:Person (Syn.: Callyntranthele Vorlage:Person): Die etwa sechs Arten kommen im tropische Südamerika vor.<ref name="POWO" />
- Brachylophon Vorlage:Person: Die nur zwei Arten kommen auf der thailändischen Halbinsel, der Malaiischen Halbinsel, auf Borneo sowie Sumatra vor.<ref name="POWO" />
- Bronwenia Vorlage:Person: Sie wurde 2007 aufgestellt und enthält etwa zehn Arten, die davor in Banisteriopsis enthalten waren; sie sind von Mexiko über Zentral- bis Südamerika verbreitet.<ref name="POWO" />
- Bunchosia Vorlage:Person (Syn.: Malacmaea Vorlage:Person): Die etwa 86 Arten sind in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika und Karibische Inseln bis Südamerika weitverbreitet,<ref name="POWO" /> Darunter:
- Bunchosia glandulifera Vorlage:Person: Aus dem nordwestlichen und nördlichen Südamerika
- Burdachia Vorlage:Person (Syn.: Carusia Vorlage:Person, Tetrapodenia Vorlage:Person): Die etwa drei Arten kommen im tropischen Südamerika von Kolumbien und Venezuela bis Peru, Guyana und das nördliche Brasilien vor.<ref name="POWO" />
- Byrsonima Vorlage:Person (Syn.: Alcoceratothrix Vorlage:Person): Die etwa 160 Arten sind in der Neotropis in subtropischen bis tropischen Gebieten weitverbreitet.<ref name="POWO" /> Darunter:
- Byrsonima crassifolia Vorlage:Person: Zentralamerika, Karibische Inseln, nördliches Südamerika
- Calcicola Vorlage:Person: : Sie wurde 2007 aufgestellt und enthält nur zwei Arten, die davor in Mascagnia eingeordnet waren und in Mexiko verbreitet sind.<ref name="POWO" />
- Callaeum Vorlage:Person (Syn.: Cabi Vorlage:Person): Die etwa elf Arten sind in der Neotropis von Mexiko über Zentral- bis Südamerika weitverbreitet.<ref name="POWO" />
- Camarea Vorlage:Person (Syn.: Cryptolappa Vorlage:Person): Die etwa neun Arten im östlichen Südamerika in Paraguay, Guyana, Suriname und Brasilien vor.<ref name="POWO" />
- Carolus Vorlage:Person: Sie wurde 2006 aufgestellt und enthält etwa sechs Arten, die vom südlichen Mexiko über Zentralamerika und einige karibische Inseln bis ins tropische Südamerika verbreitet.<ref name="POWO" />
- Caucanthus Vorlage:Person (Syn.: Diaspis Vorlage:Person, Eriocaucanthus Vorlage:Person): Die etwa drei Arten sind von der Arabischen Halbinsel über das nordöstliche Afrika bis Ostafrika verbreitet.<ref name="POWO" />
- Christianella Vorlage:Person: Sie wurde 2007 aufgestellt und enthält etwa fünf Arten, die vom südöstlichen Mexiko über Zentralamerika bis ins tropische Südamerika verbreitet sind.<ref name="POWO" />
- Coleostachys Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:<ref name="POWO" />
- Coleostachys genipifolia Vorlage:Person: Sie kommt von Französisch-Guayana und bis ins nördliche sowie nordöstliche Brasilien vor.<ref name="POWO" />
- Cordobia Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:<ref name="POWO" />
- Cordobia argentea Vorlage:Person: Sie kommt von Paraguay bis ins nördliche Argentinien vor.<ref name="POWO" />
- Diacidia Vorlage:Person (Syn.: Sipapoa Vorlage:Person): Die etwa elf Arten kommen im tropischen Südamerika von Kolumbien über Venezuela bis ins nördliche Brasilien vor.<ref name="POWO" />
- Dicella Vorlage:Person: Von den etwa sieben Arten kommt eine in Costa Rica vor und die anderen sind in Südamerika verbreitet.<ref name="POWO" /> Darunter:
- Dicella nucifera Vorlage:Person: Südliches Brasilien bis Paraguay.
- Digoniopterys Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:<ref name="POWO" /><ref name="CataloguePlantsMadagascar" />
- Digoniopterys microphylla Vorlage:Person: Dieser Endemit kommt in Madagaskar nur in der Provinz Toliara vor; es sind nur wenige Fundorte bekannt.<ref name="CataloguePlantsMadagascar" />
- Dinemagonum Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:<ref name="POWO" />
- Dinemagonum gayanum Vorlage:Person: Sie kommt vom nördlichen bis ins zentrale Chile vor.<ref name="POWO" />
- Dinemandra Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Dinemandra ericoides Vorlage:Person: Sie kommt im nördlichen Chile (Antofagasta, Atacama) vor.<ref name="POWO" />
- Diplopterys Vorlage:Person (Syn.: Jubistylis Vorlage:Person): Die etwa 31 Arten kommen im mexikanischen Bundesstaat Veracruz sowie in Panama und in Südamerika vor.<ref name="POWO" />
- Diplopterys cabrerana Vorlage:Person: Aus dem nordwestlichen Südamerika, Brasilien, Ecuador, Peru, Venezuela und Kolumbien.
- Echinopterys Vorlage:Person (Syn.: Coelostylis Vorlage:Person): Die nur zwei Arten sind in Mexiko verbreitet.<ref name="POWO" />
- Ectopopterys Vorlage:Person: Sie wurde 1980 aufgestellt und enthält nur eine Art:
- Ectopopterys soejartoi Vorlage:Person: Sie kommt im westlichen Südamerika von Kolumbien und Ecuador bis Peru vor.<ref name="POWO" />
- Excentradenia Vorlage:Person: Sie wurde 1997 aufgestellt und enthält etwa vier Arten im tropischen Südamerika.<ref name="POWO" />
- Flabellaria Vorlage:Person: Es gibt nur eine rezente Art,<ref name="POWO" /> aber es gibt einige Fossilien, dei dieser Gattung zugeschrieben werden:
- Flabellaria paniculata Vorlage:Person: Sie ist im tropischen Afrika weitverbreitet.<ref name="POWO" />
- Flabellariopsis Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:<ref name="POWO" />
- Flabellariopsis acuminata Vorlage:Person: Sie kommt im tropischen Afrika vor.<ref name="POWO" />
- Gallardoa Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:<ref name="POWO" />
- Gallardoa fischeri Vorlage:Person: Sie kommt in Argentinien vor.<ref name="POWO" />
- Galphimia Vorlage:Person (Syn.: Vorstia Vorlage:Person, Thryallis Vorlage:Person non Vorlage:Person): Die etwa 26 Arten sind in der Neotropis von Texas über Mexiko, Zentralamerika sowie auf karibischen Inseln bis Argentinien weitverbreitet; es soll natürliche Vorkommen in Vietnam geben. Einige Arten sind in einigen Gebieten der Welt Neophyten.<ref name="POWO" />
- Gaudichaudia Vorlage:Person (Syn.: Rosanthus Vorlage:Person, Tritomopterys Vorlage:Person): Die etwa 20 Arten sind von Mexiko über Zentralamerika bis Bolivien und Venezuela verbreitet.<ref name="POWO" />
- Glandonia Vorlage:Person: Die etwa drei Arten kommen im tropischen Südamerika von Kolumbien über Venezuela bis ins nördliche Brasilien vor.<ref name="POWO" />
- Heladena Vorlage:Person (Syn.: Malpigiantha Vorlage:Person nom. inval.): Es gibt nur eine Art:<ref name="POWO" />
- Heladena multiflora Vorlage:Person: Sie kommt von Paraguay und Uruguay über Brasilien bis ins nordöstliche Argentinien vor.<ref name="POWO" />
- Henleophytum Vorlage:Person (Syn.: Henlea Vorlage:Person): Die nur zwei Arten kommen nur in Kuba vor.<ref name="POWO" />
- Heteropterys Vorlage:Person (Syn.: Atopocarpus Vorlage:Person, Banisteria Vorlage:Person, Clonodia Vorlage:Person, Heteropteris Vorlage:Person orth. var., Skoliopteris Vorlage:Person): Die etwa 159 Arten sind in der Neotropis und im tropischen Westafrika sowie in Angola weitverbreitet.<ref name="POWO" />
- Hiptage Vorlage:Person (Syn.: Gaertnera Vorlage:Person, Molina Vorlage:Person, Succowia Vorlage:Person): Die etwa 43 Arten sind vom tropischen und gemäßigten Asien bis Malesien und auf den Fidschi-Inseln verbreitet.<ref name="POWO" />
- Hiptage benghalensis Vorlage:Person: Aus Pakistan, Indien, Sri Lanka, Südostasien bis ins südliche China und Taiwan.
- Hiraea Vorlage:Person: Die etwa 81 Arten sind in der Neotropis von Baja California und anderen Teilen Mexikos über Zentralamerika und auf den Kleinen Antillen über weite Gebiete Südamerikas bis Argentinien weitverbreitet.<ref name="POWO" />
- Janusia Vorlage:Person (Syn.: Cottsia Vorlage:Person, Fimbriaria Vorlage:Person, Schwannia Vorlage:Person): Die seit 2014 etwa 20 Arten in einem disjunkten Areal in Mexiko und in Südamerika verbreitet und eine Art kommt in Madagaskar vor.<ref name="Davis2010" /><ref name="POWO" />
- Jubelina Vorlage:Person (Syn.: Sprucina Vorlage:Person): Die etwa fünf Arten kommen von Costa Rica sowie Panama bis ins tropische Südamerika vor.<ref name="POWO" />
- Lasiocarpus Vorlage:Person: Die etwa drei Arten sind in Mexiko verbreitet.<ref name="POWO" />
- Lophanthera Vorlage:Person: Von den etwa sechs Arten sind fünf von Kolumbien über Venezuela bis ins nördliche Brasilien verbreitet und eine Art kommt im Tiefland Costa Ricas vor.<ref name="Davis2010" /><ref name="POWO" />
- Lophopterys Vorlage:Person (Syn.: Dolichopterys Vorlage:Person): Die etwa sieben Arten sind im tropischen Südamerika verbreitet.<ref name="POWO" />
- Madagasikaria Vorlage:Person: Sie wurde 2002 erstbeschrieben und enthält nur eine Art:<ref name="POWO" />
- Madagasikaria andersonii Vorlage:Person: Sie ist nur von der Typusaufsammlung aus Toliara im südlichen Madagaskar bekannt.<ref name="CataloguePlantsMadagascar" />
- Malpighia Vorlage:Person (Syn: RudolphiaVorlage:Person): Die etwa 108 Arten sind in der Neotropis von Texas über Mexiko und Zentralamerika sowie karibischen Inseln bis ins nördliche Südamerika verbreitet und eine Art kommt von Natur aus in Vietnam vor.<ref name="POWO" /> Darunter beispielsweise:
- Acerola oder Antillenkirsche (Malpighia glabra Vorlage:Person)
- Malpighiodes Vorlage:Person: Die etwa vier Arten kommen im nördlichen Südamerika und im nördlichen Brasilien vor.<ref name="POWO" />
- Mascagnia Vorlage:Person (Syn.: Triopterys Vorlage:Person, Triopteris Vorlage:Person orth. var.): Die etwa 45 Arten sind vom nördlichen Mexiko über Zentralamerika bis zum nördlichen Argentinien sowie südöstlichen Brasilien und auf karibischen Inseln weitverbreitet.<ref name="UniMichigan" /><ref name="POWO" />
- Mcvaughia Vorlage:Person: Die seit 2019 etwa drei Arten kommen im nordöstlichen Brasilien vor.<ref name="POWO" />
- Mezia Vorlage:Person (Syn.: Stenocalyx Vorlage:Person): Sie enthält seit 2018 etwa 15 Arten. Diese verholzenden Pflanzen sind in der Neotropis von Panama bis ins tropische Südamerika verbreitet.<ref name="Anderson2018Mezia" /><ref name="POWO" />
- Microsteira Vorlage:Person: Die 27 bis 28 Arten kommen wohl nur in Madagaskar vor, einige davon sind Endemiten in sehr kleinen Arealen mit wenigen Fundorten.<ref name="CataloguePlantsMadagascar" /><ref name="POWO" />
- Mionandra Vorlage:Person (Syn.: Brittonella Vorlage:Person): Die nur zwei Arten kommen von Bolivien und Paraguay bis ins nördliche Argentinien vor.<ref name="POWO" />
- Niedenzuella Vorlage:Person: Sie wurde 2006 aufgestellt und enthält etwa 16 Arten von Costa Rica über Panama bis Südamerika vorkommend.<ref name="POWO" />
- Peixotoa Vorlage:Person: Die etwa 29 Arten kommen in Bolivien, Paraguay und Brasilien vor.<ref name="POWO" />
- Peregrina Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:<ref name="POWO" />
- Peregrina linearifolia Vorlage:Person: Sie ist von Paraguay über Brasilien bis ins nordöstliche Argentinien verbreitet.<ref name="POWO" />
- Philgamia Vorlage:Person: Die etwa vier Arten kommen nur im zentralen Madagaskar vor.<ref name="POWO" /> Sie sind jeweils nur von wenigen Fundorten bekannt und zwei davon könnten nur morphologisch etwas abweichende Formen der beiden anderen Arten zu sein.<ref name="CataloguePlantsMadagascar" />
- Psychopterys Vorlage:Person: Sie wurde 2007 aufgestellt und enthält etwa acht Arten, die von Mexiko über Belize und Guatemala bis Honduras vorkommen.<ref name="POWO" />
- Pterandra Vorlage:Person: Die etwa 15 Arten kommen von Panama bis Südamerika vor.<ref name="POWO" />
- Ptilochaeta Vorlage:Person: Die etwa vier Arten kommen in Südamerika vor.<ref name="POWO" />
- Rhynchophora Vorlage:Person (Syn.: Calyptostylis Vorlage:Person): Die nur zwei Arten kommen nur im südlichen Madagaskar vor.<ref name="Anderson2001" /><ref name="CataloguePlantsMadagascar" /><ref name="POWO" />
- Ryssopterys Vorlage:Person (Syn.: Rhyssopterys Vorlage:Person orth. var.): Es gibt nur noch eine Art:<ref name="POWO" />
- Ryssopterys tiliifolia Vorlage:Person: Sie kommt auf der Insel Java und auf den Kleinen Sunda-Inseln vor.<ref name="POWO" />
- Spachea Vorlage:Person (Syn.: Meckelia Vorlage:Person): Von den etwa sechs Arten sind fünf vom Tiefland Costa Ricas sowie Nicaraguas und in Panama sowie Kuba bis ins nördliche Südamerika verbreitet und eine ist ein Endemit des östlichen Kubas.<ref name="Davis2010" /><ref name="POWO" />
- Sphedamnocarpus Vorlage:Person (Syn.: Banisterioides Vorlage:Person, Tricomariopsis Vorlage:Person): Von etwa neun Arten kommen acht in Madagaskar und eine vom tropischen bis ins südliche Afrika vor.<ref name="POWO" />
- Stigmaphyllon Vorlage:Person (Syn.: Brachypterys Vorlage:Person): Die etwa 119 Arten sind in der Neotropis, im tropischen Westafrika und Myanmar, Taiwan, in Neuguinea, Queensland, Neukaledonien und Malesien und pazifischen Inseln weitverbreitet.<ref name="POWO" />
- Tetrapterys Vorlage:Person (Syn.: Adenoporces Vorlage:Person, Tetrapteris Vorlage:Person orth. var.): Die etwa 77 Arten sind in der Neotropis von Mexiko über Zentralamerika und auf karibischen Inseln bis Südamerika weitverbreitet.<ref name="POWO" />
- Thryallis Vorlage:Person (Syn.: Hemsleyna Vorlage:Person): Die etwa fünf Arten kommen vom östlichen Bolivien über Paraguay bis Brasilien vor.<ref name="POWO" />
- Triaspis Vorlage:Person (Syn.: Umbellulanthus Vorlage:Person): Die etwa 15 Arten vom tropischen bis ins südliche Afrika vor.<ref name="POWO" />
- Tricomaria Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:<ref name="POWO" />
- Tricomaria usillo Vorlage:Person: Sie kommt im nördlichen Argentinien vor.<ref name="POWO" />
- Tristellateia Vorlage:Person (Syn.: Platynema Vorlage:Person, Zymum Vorlage:Person): Die etwa 21 Arten kommen in Ostafrika sowie in Madagaskar und von Indochina, sowie Taiwan über Malesien bis Neuguinea, Queensland, Neukaledonien und auf pazifischen Inseln vor.<ref name="POWO" />
- Verrucularina Vorlage:Person (Syn.: Verrucularia Vorlage:Person): Die nur zwei Arten kommen im nördlichen Brasilien vor.<ref name="POWO" />
Fossile Funde und Evolution
[Bearbeiten]Die Familie Malpighiaceae ist wahrscheinlich in der Oberkreide vor etwa 68 Millionen Jahren in Südamerika entstanden. Von dort aus gab es wahrscheinlich neun Migrationen in die Alte Welt. Mehrmals erfolgten Ausbreitungen nach Mexiko und deshalb ist die Aufgliederung in Kladen in den mexikanischen saisonalen Trockenwäldern so groß. Es gibt Ausbreitung der Diasporen durch Tiere, aber im Mittleren Miozän, vor etwa 24 Millionen Jahren nahm die Entwicklung von Ausbreitung durch den Wind zu.<ref name="APWebsite" /> Es gibt beispielsweise Fossilfunde aus dem Quartär (in Panama), dem Pliozän (in Panama), dem Miozän (in Panama sowie Kolumbien) und dem Eozän (in Kolumbien sowie Peru).<ref name="fossilworks" />
Nutzung
[Bearbeiten]Die Früchte von Acerola, Antillenkirsche (Malpighia glabra) werden gegessen.<ref name="DELTA" />
Quellen
[Bearbeiten]- Charles C. Davis, William R. Anderson: A complete phylogeny of Malpighiaceae inferred from nucleotide sequence data and morphology. In: American Journal of Botany, Volume 97, Issue 12, 2010, S. 2031–2048. doi:10.3732/ajb.1000146 Volltext-PDF. (Abschnitte Systematik und Verbreitung)
- Die Familie der Malpighiaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung)
- Malpighiaceae – Beschreibung der Familie, Taxonomie, Phylogenese und Nomenklatur - eine Webseite des University of Michigan Herbarium; hauptsächlich nach Charles C. Davis, William R. Anderson 2010, mit neueren Ergänzungen. (Abschnitte Systematik, Verbreitung und Beschreibung)
- Die Familie der Malpighiaceae bei DELTAvon L. Watson & M. J. Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung)
- Shu-kun Chen, Michele Funston: Malpighiaceae., S. 13 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 11 – Oxalidaceae through Aceraceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2008, ISBN 978-1-930723-73-3. (Abschnitt Beschreibung)
Weblinks
[Bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten]<references> <ref name="GRIN"> Vorlage:GRIN </ref> <ref name="CataloguePlantsMadagascar"> Vorlage:Tropicos </ref> <ref name="Tropicos"> Vorlage:Tropicos </ref> <ref name="APWebsite"> Die Familie der Malpighiaceae bei der APWebsite. </ref> <ref name="DELTA">Vorlage:Webarchiv bei Vorlage:Webarchiv</ref> <ref name="Davis2010"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="UniMichigan"> William R. Anderson, Christiane Anderson, Charles C. Davis, 2006: Malpighiaceae Website bei der University of Michigan, zuletzt abgerufen am 16. Oktober 2020. </ref> <ref name="Anderson2018Mezia"> C. Anderson, W. R. Anderson: Revision of Mezia (Malpighiaceae). In: Edinburgh Journal of Botany, Volume 75, Issue 3, November 2018, S. 321–376. doi:10.1017/S096042861800015X </ref> <ref name="Anderson2001"> W. R. Anderson: Observations on the Malagasy genus Rhynchophora (Malpighiaceae). In: Contr. Univ. Michigan Herb. Volume 23, 2001, S. 53–58. </ref> <ref name="Jussieu1789"> Antoine Laurent de Jussieu: Genera Plantarum, 1789, S. 252 eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="IBC1999"> James L. Reveal: Vascular Plant Family Nomenclature: Fate of Suprageneric Proposals at the St. Louis Nomenclature Session for the XVI International Botanical Congress online. </ref> <ref name="fossilworks"> Datenblatt bei Fossilworks. </ref> <ref name="POWO"> Datenblatt Malpighiaceae bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science. </ref> </references>
Weiterführende Literatur
[Bearbeiten]- Werner Greuter, Rosa Rankin Rodríguez, Pedro González Gutiérrez: Flora de la República de Cuba. Fascículo 24: Malpighiaceae., Februar 2019, ISBN 978-3-946292-32-6. Abstract.