Liste von Karate-Begriffen

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Diese Liste umfasst Fachbegriffe im Bereich der Kampfkunst Karate, welche aus der japanischen Sprache stammen und die Fertigkeiten und Techniken der ernsthaften körperlichen Auseinandersetzung mit einem Gegner unterrichten.

Angriffs-/Abwehrbereiche

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Datei:JodanChudanGedan.svg

Im Karate gibt es drei Zielregionen:

  • Gedan Vorlage:Lang – der untere Bereich der Körperhälfte, von den Füßen bis zur Hüfte.
  • Chūdan Vorlage:Lang – der mittlere Körperbereich, von der Hüfte bis zum Hals.
  • Jōdan Vorlage:Lang – der obere Körperbereich, vom Hals bis zum Kopf.

Zählen

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Bei Ichi, Roku und Hachi wird der Schlussvokal verschluckt bzw. ist ganz schwach zu hören. Bei Shichi wird das i von Shi verschluckt, nicht von chi.

Wenn Dinge, Gegenstände oder Abstrakta gezählt werden, wird den Zahlwörtern ein Zählwort als Suffix angehängt, abhängig von der Art der gezählten Dinge. Beispiele:

  • lange dünne Gegenstände, übertragen auch für Schläge: Vorlage:Lang hon

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Bei einigen Kata-Aufzählungen und Graduierungsstufen wird an Stelle des Begriffs der ersten Stufe (Ichidan) häufig die Bezeichnung Anfangsstufe (Shodan) verwendet.

Waza Vorlage:Lang – Techniken

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Die Techniken werden nach dem „Körperteil“ und der Art der Ausführung unterschieden. Der Zusatz Mae bedeutet Ausführung der Technik nach vorne, Yoko zur Seite, Ushiro nach hinten, Ura in die Gegenrichtung. Keage bezeichnet eine Ausführung von unten nach oben, während Kekomi eine geradlinige Ausführung angibt.

Die Nomenklatur ist nicht in allen Stilen und Budo-Disziplinen völlig identisch. So werden zum Beispiel im Wadō-Ryū oder Okinawa-Karate und Judo „Soto“ und „Uchi“ im Vergleich zum Shotokan-Karate vertauscht gebraucht, weil Uchi und Soto relative Orte, aber keine Richtungen bezeichnen, d. h. ob Soto „von außen“ oder „nach außen“ heißt, unterliegt der Konvention der jeweiligen Budo-Disziplin und Stilrichtung. Die Stile unterscheiden sich auch in der Auswahl der unterrichteten und in den Katas verwendeten Techniken, nicht alle hier angeführten Techniken kommen in allen Stilen vor.

Tachikata Vorlage:Lang – Stellungen

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Vorlage:Hauptartikel

Shizen-Tai Vorlage:Lang – Grundstellungen

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Heikō-Dachi

Kumite Dachi Vorlage:Lang – Kampfstellungen

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Kamae Vorlage:Lang – Bereitschaft, Haltung

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Kamae bezieht sich auf die gesamte Körperhaltung und die geistige Einstellung, kann im passenden Kontext aber auch als Abkürzung für eine bestimmte Haltung verwendet werden, z. B. für Chudan Kamae. Durch Anhängen des Suffixes -te wird das Kommando gebildet, eine bestimmte Haltung einzunehmen, z. B. „Zenkutsu dachi, kamaete!“

Mi Gamae Vorlage:Lang – körperliche Bereitschaft

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Ki Gamae Vorlage:Lang – geistige Bereitschaft

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Kamae Kata Vorlage:Lang – Bereitschaftshaltung

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Nichtkämpferische Haltungen
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Kämpferische Haltungen
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Jōdan gamae Vorlage:Lang
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  • Maebane gamae Vorlage:Lang – „Flügelhandhaltung“gamae – Jōdan morote uchi uke
Chūdan gamae Vorlage:Lang
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Eine gängige Haltung (u. a. auch beim Boxen), bei der beide Fäuste leicht versetzt vor dem Torso gehalten werden. Diese Haltung eignet sich Angriffe (z. B. Zuki) und Abwehraktionen mit den Armen auf Jodan-, Chudan- und Gedan-Höhe. Der Oberkörper ist Richtung Gegner leicht eingedreht, um bei eigenen Angriffen von höherer Reichweite (z. B. Kizami-Zuki) oder Hüfteinsatz (z. B. Gyaku-Zuki) zu profitieren und um die dem Gegner präsentierte Trefferfläche zu minimieren. Diese Armhaltung wird häufig mit dem Stand Zenkutsu-Dachi kombiniert.

  • Sagurite gamae Vorlage:Lang – suchende Handhaltung
  • Jūji gamae Vorlage:Lang – Über-Kreuz-Handhaltung
  • Chuken gamae – verführende Position
  • Ganseki gamae Vorlage:Lang – unerschütterliche Haltung
  • Chushu gamae – ausgestreckter Arm
  • Tashin gamae Vorlage:Lang – seitlich gekreuzte Hände
  • Shutō gamae Vorlage:Lang – offene Handhaltung
  • Kōkō gamae Vorlage:Lang – „Tigermaulhaltung“
  • Jion gamae Vorlage:Lang – „Drachenposition“
  • Ensei gamae – Hocke/ausgestreckter Arm
  • Jigo gamae – kniend auf einem Bein
  • Sochin gamae – Hocke/ausgestreckter Fuß
  • Shoshin gamae – Hocke auf einem Fuß
  • Toten gamae – auf einem Knie
  • Muhen gamae – Hocke/entspannte Arme
Kombinierte Kamae
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  • Manji gamae Vorlage:Lang – „Tempelkreuzhaltung“
  • Musō gamae Vorlage:Lang – Haltung der „Nichthaltung“
  • Kōsa gamae Vorlage:Lang – Chudan uke/Gedan barai
  • Neko gamae Vorlage:Lang – „Katzenhaltung“
  • Jōge gamae Vorlage:Lang – Hoch-tief-Position
  • Garyu gamae – zurückgelehnte Position

Ashi-Waza Vorlage:Lang – Fußtechniken

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Trefferflächen

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Chūsoku
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Teisoku
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Tsumasaki

Ashi-Sabaki Vorlage:Lang (unsoku Vorlage:Lang) – Beinarbeit

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  • Suri-Ashi Vorlage:Lang – Gleitende-Schritte. Meint keine Schritttechnik speziell, sondern ist als Grundlage der Beinarbeit allgemein zu verstehen, im Gegensatz zum Auftreten, oder Stampfen Fumikomi-Ashi Vorlage:Lang. Bei Suri-Ashi bleiben die Fußballen idR im Kontakt mit dem Boden.
  • Kae-Ashi Vorlage:Lang – wechselnder Schritt. Gelegentlich als Ayumi-Ashi Vorlage:Lang, Gehender-Schritt bezeichnet.
  • Yori-Ashi Vorlage:Lang – Annähernder Schritt. Die Beine entfernen sich voneinander, bevor sie wieder aufeinander zubewegt werden. Hiermit ist insb. das Nachstellen des zweiten Beins gemeint, nachdem der Abstand der Beine vergrößert wurde.
  • Tsugi-Ashi Vorlage:Lang – Beistellschritt. Die Beine nähern sich an, bevor sie auseinander bewegt werden.
  • Okuri-Ashi Vorlage:Lang, „Begleitender Schritt“. Das hintere Bein bewegt sich zuerst, wobei der hintere Fuß in 45° nach außen vor den vorderen Fuß gesetzt wird. Ähnlich wie bei Tsugi-Ashi soll hier Raumgewinn gemacht werden. Gelegentlich wird Okuri-Ashi für das Nachstellen des hinteren Beines beim Yori-Ashi verwendet, wodurch es zu Missverständnissen, insbesondere zwischen unterschiedlichen Budoka kommt. Gelegentlich wird Okuri-Ashi als Sashi-Ashi Vorlage:Lang, Geheimer Schritt bezeichnet.
  • Ashi-Fumikae Vorlage:Lang – gleichzeitiger Beinwechsel
  • Tenkan-Ashi Vorlage:Lang – Drehschritt
  • Chakuchi Vorlage:Lang – Ausfallschritt
Ashi-Barai Vorlage:Lang – Fußfeger
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Ashi-Basami Vorlage:Lang- Fußscheren
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Ashi-Geri Vorlage:Lang (Keri waza) – Fußtritte

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Zenpo-Geri Vorlage:Lang – Vorwärtstritte
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Datei:Karate 2011 EM und Karate Team 046.JPG
Mawashi-Geri
Datei:WKA World Championschips 2011 549.jpg
Kakato-Geri Axe-Kick
Sokumen-Geri Vorlage:Lang – Seitwärtstritte
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Datei:YokoTobi Dietl.jpg
Yoko-Tobi-Geri
Koho geri Vorlage:Lang – Rückwärtstritte
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Sonstiges
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  • Kansetsu-Geri Vorlage:Lang – Tritt zum Kniegelenk
  • Kin-Geri Vorlage:Lang – Tritt zum Hoden
  • Kizami-Geri Vorlage:Lang – Prelltritt, Halbkreisförmig mit vorderen Bein z. B. Mae ashi mawashi geri

Ude-Waza Vorlage:Lang – Armtechniken

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Trefferflächen

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Ken Vorlage:Lang – Faust
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Im Karate gibt es zwei Arten der geschlossenen Faust:

  1. alle Finger im Mittelgelenk einwärts biegen, bis die Fingerspitzen die Fingerwurzeln berühren. Der Daumen wird dabei über Zeige- und Mittelfinger gelegt.
  2. wie 1, allerdings berührt die Fingerspitze des Zeigefingers die Daumenwurzel anstatt seiner eigenen.
Datei:Seiken.png
Seiken
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Uraken
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Ippon-Ken
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Nakadaka-Ken
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Hiraken
  • Seiken Vorlage:LangStirnseite der Faust. Wird für Fauststöße verwendet und ist daher die häufigste Faustart im Karate. Mit dieser Trefferfläche kann praktisch jeder Körperteil getroffen werden. Die Mittelhandknochen von Zeige- und Mittelfinger sind die stabilsten in der Mittelhand und bilden eine gerade Verlängerung des Armes. Ringfinger und kleiner Finger haben schwächere Knochen, so dass Treffer mit ihnen auf eine harte Stelle zu einer Boxerfraktur führen können.
  • Uraken Vorlage:LangFaustrücken. Diese Trefferfläche wird verwendet, wenn aus dem angewinkelten Ellbogen eine Schnappbewegung als Schlag ausgeführt wird (diese Angriffsbewegung heißt ebenfalls Uraken). Prädestiniertes Ziel solcher Angriffe sind Gesicht und Schläfen oder die Seiten des Rumpfes.
  • Tettsui/Kentsui Vorlage:Lang- Eisenhammer. Die Technikausführung erfolgt wie bei Uraken aus dem Ellbogen, allerdings wird mit der Unterseite der Faust getroffen, als sei sie ein Hammer.
  • Ippon ken Vorlage:LangZeigefingerknöchelfaust. Bei der Faustbildung steht das Mittelgelenk des Zeigefingers vor und der Daumen drückt den Zeigefinger gegen die Faust, um diesen zu stabilisieren. Diese Faust wird bei Angriffen gegen die Nase oder die Rippen verwendet.
  • Nihon ken Vorlage:LangZweifingerfaust
  • Nakadaka (ippon) ken/ Vorlage:LangMittelfingerknöchelfaust. Wie Ippon ken, allerdings mit vorstehendem Mittelfingermittelgelenk.
  • Hiraken Vorlage:LangFlache Faust. Die Finger werden am Mittelgelenk eingebogen, ohne dass die Faust geschlossen wird. Diese Faust wird gegen Angriffe unterhalb der Nase oder gegen die Rippen eingesetzt.
  • Ganken Vorlage:LangFelsfaust
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Shutō
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Nukite
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Haitō
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Haishu
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Kumade
  • Ippon Nukite Vorlage:Lang – Einfingerstich
  • Nihon Nukite Vorlage:Lang – Zweifingerstich. Nukite-Variante, bei der nur mit zwei Fingern zugestoßen wird; entweder mit Zeige- und Mittelfinger, oder mit Daumen und Zeigefinger.
  • Shihon Nukite Vorlage:Lang – Vierfingerstich
  • Teishō / Shōtei Vorlage:Lang – Handwurzel. Die Hand wird im Handgelenk aufwärts angewinkelt. Trefferzone ist der Handballen im Bereich des Daumens. Mit dieser Handhaltung werden Angriffe gegen das Kinn ausgeführt oder der Arm des Angreifers wird geprellt.
  • Seiryūtō Vorlage:Lang – chin. Breitschwert
  • Kokō Vorlage:Lang – Tigermaul (wie beim Greifen)
  • Washide Vorlage:Lang – Adlerhand
  • Haitō Vorlage:Lang – Schwertrücken. Wie Shuto, allerdings wird mit der Handkante zwischen Daumen und Zeigefinger getroffen.
  • Haishu Vorlage:Lang – Handrücken. Der gesamte (Mittel)handrücken dient als Trefferfläche. Eingesetzt zur Abwehr oder gegen Rumpfseiten oder Solar Plexus.
  • Nukite Vorlage:Lang – Speerhand. Die Spitzen der ersten drei Finger liegen in fast einer Ebene, wozu der Mittelfinger leicht gekrümmt wird. Dadurch können Angriffe gegen den Solar Plexus, zwischen die Augen oder die Achselhöhle ausgeführt werden.
  • Shutō Vorlage:Lang – Schwerthand. Die ausgestreckte Hand wird versteift und als Trefferfläche dient die Handkante unterhalb des kleinen Fingers. Eingesetzt gegen Schläfen, Hals und Rippen.
  • Kumade Vorlage:Lang – Bärentatze
  • Keitō Vorlage:Lang – Hahnenkamm
  • Kakutō / Koken Vorlage:Lang – Kranichkopf

Tsuki waza Vorlage:Lang – Stoßtechniken

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Ausführungen des Tsuki („Zuki“)
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Formen des Tsuki („Zuki“)
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  • Oi-Zuki Vorlage:Lang – gleichseitiger Stoß. Ein bei geradem Oberkörper ausgeführter Fauststoß von der Körperseite, von der sich auch das Bein (nach Vollführung eines Schrittes, oftmals Zenkutsu Dachi) vorne befindet. Trefferfläche ist Seiken. Startposition ist die Körperseite/Hüfte mit nach oben angelegter Faust. Die Faust bewegt sich auf geradem Weg zum Ziel und vollführt kurz vor dem Auftreffen eine Schraubbewegung. Der andere Arm führt zeitgleich eine Hikite-Bewegung aus (gleiche Bewegung rückwärts).
  • Nagashi-Zuki Vorlage:Lang – Ausweichstoß
  • Kizami-Zuki Vorlage:Lang – Prellstoß. Fausstoß von der vorderen Körperseite aus, hohe Reichweite durch Eindrehen des Körpers.
  • Ren-Zuki Vorlage:Lang – Links-rechts-/Rechts-links-Stoß (Jōdan/Chūdan). Eine Folge von zwei Zukis in kurzem Abstand, beim Gehen auf einen Schritt.
  • Dan-Zuki Vorlage:Lang – doppelter Stoß
  • Sanbon-Zuki Vorlage:Lang – Links-rechts-links/Rechts-links-rechts-Stoß (Jōdan/Chūdan/Chūdan). Eine Folge von drei Zukis, beim Gehen auf einen Schritt. Zwischen dem zweiten und dritten Zuki gibt es eine kürzere Pause, als nach dem ersten Zuki.
  • Age-Zuki Vorlage:Lang – steigender Stoß. Ausgeführt wie Oi-Zuki, wobei allerdings die Faust auf dem Weg zusätzlich hochgezogen wird. Trefferfläche z. B. Uraken gegen das Kinn.
  • Ura-Zuki Vorlage:Lang – Aufwärtshaken
  • Tate-Zuki Vorlage:Lang – senkrechte Faust
  • Morote-Zuki Vorlage:Lang – beidhändig
  • Awase-Zuki Vorlage:Lang – senkrecht
  • Yama-Zuki Vorlage:Lang – Berg-Stoß
  • Heikō-Zuki Vorlage:Lang – Parallelstoß
  • Hasami-Zuki Vorlage:Lang – Scherenstoß
  • Mawashi-Zuki Vorlage:Lang – Halbkreisstoß. Ein Faustschwinger, der aus der Schulter ausgeführt wird.
  • Kagi-Zuki Vorlage:Lang – Hakenstoß. Der Zuki wird mit angewinkeltem Arm seitlich am Oberkörper vorbeigeführt. Häufige Stände dabei sind Kiba Dachi oder Kokutsu Dachi.
  • Furi-Zuki Vorlage:Lang – Fegestoß

Uchi waza Vorlage:Lang – Schlagtechniken

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Kobushi-Uchi Vorlage:Lang – Faustschläge
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  • Uraken-Uchi Vorlage:Lang – Faustrückenschlag
  • Tettsui (Kentsui)-Uchi Vorlage:Lang – Hammerfaustschlag: Dabei schlägt man in einer Abwärtsbewegung die Unterseite der geschlossenen Faust auf den Körper (z. B. Kopf oder Schulter) des Gegners.
Hiji-Uchi Vorlage:Lang – Ellenbogenschläge
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  • Empi-Uchi Vorlage:Lang (Hiji-Ate Vorlage:Lang) – Ellenbogenschlag. Der Ellbogen wird mit Faust an Brust oder Schulter angewinkelt und der Schlag wird durch eine Kreisbewegung mit dem Ellbogen ausgeführt. Einsatz bei sehr kurzer Distanz.
Kaishō-Uchi Vorlage:Lang – Schläge mit der offenen Hand
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  • Shutō-Uchi Vorlage:Lang – Schwerthandschlag. Ausführung eines Handkantenschlags, der meist neben der Wange ausgeholt wird. Kurz vor dem Auftreffen wird der Unterarm rotiert. Die andere Hand führt zeitgleich eine gerade Hikite-Bewegung aus.
  • Haitō-Uchi Vorlage:Lang – Innenhandkantenschlag. Ausführung eines Handkantenschlags, der Chudan oder Gedan ausgeholt wird. Kurz vor dem Auftreffen wird der Unterarm rotiert.
  • Haishu-Uchi Vorlage:Lang – Handrückenschlag
  • Teishō (Shōtei)-Uchi Vorlage:Lang – Handwurzelschlag
Sonstige
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Uke-Waza Vorlage:Lang – Abwehrtechniken

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Wan (Ude) Vorlage:Lang – Arm (Unterarm)
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Abwehrauftreffflächen – Grundstellungen
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Sekiwan-Uke Vorlage:Lang – Abwehrformen mit einer Hand
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Datei:WKF-Karate-World-Championships 2012 Paris 379.JPG
Age uke (links) im Kumite
  • Jōdan Age-Uke Vorlage:Lang – steigende Abwehr. Der abwehrende Arm wird von der Körperseite in schräger, steigender Bewegung bis zur Stirn hochgezogen und rotiert kurz vor Ende der Ausführung. Die abwehrende Hand ist zur Faust geballt, die Hikite-Hand startet geöffnet auf Stirnhöhe und wird zeitgleich so zurückgezogen, dass beide Arme sich kurzzeitig vor dem Kinn überkreuzen und danach zur Faust geballt. Damit werden Angriffe gegen den Kopf abgeleitet.
  • Haiwan-Nagashi-Uke Vorlage:Lang – Fegeabwehr mit dem Arm
  • Te-Nagashi-Uke Vorlage:Lang – Fegeabwehr mit der Hand
  • Shutō-Uke Vorlage:Lang – Handkantenabwehr (Tate shutō uke – senkrechte Hand)
  • Te-Osae-Uke Vorlage:Lang – Pressabwehr mit der Hand
  • Ude-Osae-Uke Vorlage:Lang – Pressabwehr mit dem Arm
  • Tekubi-Kake-Uke Vorlage:Lang – Handgelenkabwehr
  • Gedan-Barai Vorlage:Lang (auch: Harai-Otoshi-Uke Vorlage:Lang) – Fegeabwehr unten mit Unterarm. Die abwehrende Hand startet zur Faust geballt auf Höhe der gegenüberliegenden Wange, der Hikite-Arm ist nach unten ausgestreckt. Während der Hikite-Arm zurückgezogen wird, fällt der abwehrende Arm herunter, bis er seine Körperseite gestreckt erreicht hat. Ausführung kann je nach Stilrichtung variieren.
  • Kake-Uke Vorlage:Lang – Hakenabwehr
  • Sukui-Uke Vorlage:Lang – Schaufelabwehr
Ryōwan Uke Vorlage:Lang – beidhändige Abwehrform
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  • Morote-Uke Vorlage:Lang – beidhändige Abwehr. Wie Uchi-Uke, wobei die Faust des anderen Armes stützend über das Ellbogengelenk gehalten wird.
  • Jūji-Uke Vorlage:Lang – Kreuzabwehr. Beide Arme überkreuzen sich vor dem Körper. Wird Jodan oder Gedan ausgeführt, z. B. um die Ausführung eines Trittes zu verhindern. Kann mit offenen oder geschlossenen Händen ausgeführt werden.
  • Sokumen-Awase-Uke Vorlage:Lang – Seitenabwehr mit beiden Händen
  • Kakiwake-Uke Vorlage:Lang – Keilabwehr
  • Kōsa-Uke Vorlage:Lang – beide Arme gekreuzt
  • Haiwan-Uke 背腕方受 – Abwehr mit den Oberseiten der Unterarme
Sonstige
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Rückzugbewegung

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  • Hiki-Te Vorlage:Lang – Rückzugbewegung der Faust zur Hüfte. Wird bei fast jeder Technik als Gegenbewegung eingesetzt. Mögliche Gründe: um den Gegner in den Schlag reinzuziehen (die zurückgezogene Faust zur Hüfte soll eigentlich nicht „leer“ sein), um gleichmäßig Körperspannung und Rotation aufzubauen, einen höheren Impuls zu erzeugen, um nach jeder Technik direkt eine neue Technik ausführen zu können, um gleichzeitig einen Gegner im Rücken anzugreifen, um bessere Balance zu haben u. a. Zudem kann die Ausholbewegung oft zeitgleich als weitere Abwehr oder als weiterer Angriff verwendet werden.

Sonstiges

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Begrüßungsritual

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Das Begrüßungsritual dient dazu, das Training formell einzuleiten, alles Ablenkende zu vergessen und sich gegenseitigen Respekt auszusprechen und der Dōjō-Etikette unterzuordnen.

Details mögen je nach Dōjō, Trainer und Stilrichtung variieren, aber meist bilden die Karateka eine nach Graduierung aufsteigende Reihe gegenüber dem oder den Trainern und eventuellen Ehrengästen. Karateka ohne Anzug oder Gürtel reihen sich dabei am niedrigen Ende ein. Der Trainer gebietet dann, die Sitzposition einzunehmen (Traditionell der Graduierung nacheinander). Dann findet die Meditation statt (initiiert und beendet durch den Sensei oder Senpai). Das Begrüßungsritual endet dann in mindestens einem Gruß (meist Sensei ni Rei oder Senpai ni Rei). Zusätzliche Grüße z. B. an Ehrengäste oder die Ahnen werden noch davor ausgesprochen. Der Gruß wird dabei als Verbeugung ausgeführt (kann grundsätzlich im Stand oder im Sitzen erfolgen).

Das Begrüßungsritual findet in dieser Form auch als Abschlussritual statt.

  • Seiza Vorlage:Lang – Kniesitz. Dabei wird auf den Knien gesessen, die Füße befinden sich unter dem Gesäß, die Hände liegen auf den Oberschenkeln. Die Haltung ist aufrecht und entspannt. In dieser Position wird meditiert und anschließend gegrüßt.
  • Mokusō Vorlage:Lang – Meditation
  • Mokusō Yame Vorlage:Lang – Ende der Meditation
  • Shōmen ni Rei Vorlage:Lang – Gruß zur Vorderseite (des Dōjō; Gruß an die Ahnen)
  • Sensei ni Rei Vorlage:Lang – Gruß zum Meister. Diese Aufforderung wird vom ältesten Schüler ausgesprochen, niemals vom Sensei selbst (dies wäre eine unbescheidene Aufforderung, ihn zu grüßen).
  • Senpai ni Rei Vorlage:Lang – Gruß zum Fortgeschrittenen. Analog zu Sensei ni Rei, wobei ein Senpai dessen Rolle als Trainer übernimmt.
  • Otagai ni Rei Vorlage:Lang – Gegenseitiger Gruß, ggf. auch nur als Rei ausgesprochen.
  • Ossu Vorlage:Lang – (Grußwort oder Bestätigung). Wird beim Angrüßen eines Menschen während der Verbeugung verwendet (oder auch im Kihon Ippon Kumite auf Toris Ansage). Wird nicht bei Kata verwendet.
  • Kiritsu Vorlage:Lang – Aufstehen

Kommandos

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  • Yōi Vorlage:Lang – Bereitschaft. Es wird ein natürlicher, ausgeglichener Stand eingenommen. Die Arme werden mit Fäusten vor der Hüfte hängen gelassen. Der Karateka ist dabei aufmerksam. Bei der Ausführung von Kata erfolgt ggf. abhängig von der Kata ein spezifischeres Yoi-Kommando durch den Trainer, um eine in der Kata besondere Yoi-Position einzunehmen, z. B. Tekki Yoi (gestreckte, aufeinandergelegte Hände bei geschlossenen Beinen), Bassai Yoi (umhüllen einer Faust mit der anderen Hand), ...
  • Kamaete 構えて – Position einnehmen. Die Position wird vorher genannt, z. B. „Links vor mit Gedan-Barai im Zenkutsu Dachi, kamaete“
  • Hajime Vorlage:Lang – Anfangen. Startkommando für Kämpfe oder vom Trainer vorgegebene Aufgaben bis mit Yame zum Ende geboten wird.
  • Yame Vorlage:Lang – Beenden
  • Mawatte Vorlage:Lang – Umdrehen
  • Narande Vorlage:Lang – In einer Reihe aufstellen
  • Naore Vorlage:Lang – Bereit/Bereitschaft
  • Hantai Vorlage:Lang – Andere Richtung/Andersherum
  • Seiretsu 整列 – Aufstellung

Vorlage:Hauptartikel

  • Kyo Vorlage:Lang – Kyo bedeutet die Chance, in eine Lücke (suki) des Gegners schlagen zu können. Es gibt zwei Arten des Kyo: Das physische Kyo und das mentale Kyo. Um ein Kyo zu erzeugen, werden Techniken des Go no Sen oder des Sen no Sen eingesetzt.
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