Kanton Basel-Landschaft

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Vorlage:Infobox Kanton

Datei:Basel-Landschaft 2016.svg
Logo des Kantons Basel-Landschaft

Basel-Landschaft (Kürzel BL; inoffiziell meist Baselland oder das Baselbiet genannt, Vorlage:FrS, Vorlage:ItS, Vorlage:RmS) ist ein Kanton der Schweiz. Er zählt zum Wirtschaftsraum Nordwestschweiz und zur Metropolregion Basel. Der Hauptort ist Liestal, der einwohnerstärkste Ort hingegen Allschwil an der Kantonsgrenze zu Basel.

Das Kantonsgebiet reicht von Vorstadtgemeinden um die Stadt Basel im Norden über kleinstädtische Strukturen rund um den Kantonshauptort Liestal bis zu grossen Wald- und Gebirgsflächen in den Juratälern im Süden. Der Kanton grenzt im Westen an Frankreich, im Norden an den Kanton Basel-Stadt und an Deutschland, im Osten an den Kanton Aargau und im Süden an den Kanton Solothurn. Im Südwesten folgt die Kantonsgrenze zum Kanton Jura zudem grösstenteils der französisch-deutschen Sprachgrenze der Schweiz.

Geographie

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Der Kanton befindet sich im Nordwesten der Schweiz. Mit Ausnahme weniger Ortschaften umfasst er sämtliche Gemeinden des Laufentals entlang der Birs, das Birseck und das untere Leimental (Unterbaselbiet) sowie die Gemeinden entlang der Ergolz und ihrer Zuflüsse (Oberbaselbiet). Die geographische Form des Kantons ist besonders wegen der Lage des benachbarten solothurnischen Schwarzbubenlands «unregelmässig», die Kantonsgrenze durchquert auch mehrere städtische Agglomerationen einer Stadt, die nicht selbst im Kanton liegt, und berührt zwei andere Staaten.

Flächenmässig gehört er zu den kleineren Kantonen der Schweiz (Platz 18 von 26). Aufgrund seiner dichten Besiedlung liegt er jedoch im Einwohnerrang auf Platz 10. Die Trennung des Standes Basel in die zwei «Halbkantone» Basel-Stadt und Basel-Landschaft erfolgte im Jahr 1833 (siehe unten Geschichte).

Der Kanton Basel-Landschaft grenzt im Osten und Nordosten an den Kanton Aargau sowie an den Rhein, der die Landesgrenze zu Deutschland bildet. Des Weiteren grenzt im Norden der Kanton Basel-Stadt an. Im weiteren Verlauf folgt dann im Nordwesten die Landesgrenze zu Frankreich.

Im Süden grenzt er an das Mutterland des Kantons Solothurn, von dem einige Exklaven westlich an den Kanton Basel-Landschaft grenzen. Im äussersten Südwesten verläuft die Grenze zum Kanton Jura.

Die Ausdehnung des Kantons wird in seiner inoffiziellen Hymne, dem Baselbieterlied, thematisiert.

Vorlage:Siehe auch

Wappen

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Vorlage:Hauptartikel

Das Wappen des Kantons zeigt einen roten Hirtenstab (Baselstab). Auf der Biegung des Stabs befinden sich sieben Ausstülpungen, welche in Versionen vor dem 10. März 1948 als sieben Kugeln den Stab noch nicht berührten. Eine heraldische Besonderheit ist die Linkswendung des Stabes, also von der Fahnenstange weg. Diese Abwendung von der Fahnenstange symbolisiert die Abwendung vom Kanton Basel-Stadt und hebt die Unabhängigkeit hervor.

Das Wappen entstammt dem Stadtwappen von Liestal. Um die beiden Wappen besser unterscheiden zu können, wurde die rote Umrandung entfernt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Bevölkerung

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Per 30. September 2023 überschritt die Einwohnerzahl des Kantons Basel-Landschaft erstmals die Marke von 300'000 und stieg bis 30. September 2024 auf 302'984.<ref>https://statistik.bl.ch/web_portal/1

Wohnbevölkerung stand 30. September 2024.</ref> Die Bevölkerungsdichte liegt mit 585 Einwohnern pro Quadratkilometer annähernd bei dem Dreifachen des Schweizer Durchschnitts ({{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl CH/41285 round 0}} Einwohner pro Quadratkilometer). Der Ausländeranteil (gemeldete Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) bezifferte sich am 30. September 2024 auf 25,9 Prozent, während landesweit Vorlage:FormatZahl Prozent Ausländer registriert waren.<ref>https://statistik.bl.ch/web_portal/1 Ausländeranteil im Kanton Basel-Land per 30. Juni 2023.</ref> Per Vorlage:FormatDate betrug die Arbeitslosenquote Vorlage:Metadaten Arbeitslosenquote CH Prozent gegenüber Vorlage:Metadaten Arbeitslosenquote CH Prozent auf eidgenössischer Ebene.<ref name="Arbeitslosenquote">Vorlage:Metadaten Arbeitslosenquote CH</ref>

Sprache

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Amtssprache des Kantons und seiner Gemeinden ist Deutsch. Alle Kantons- und Gemeindebehörden sind jedoch verpflichtet, Eingaben auch in einer anderen Amtssprache des Bundes entgegenzunehmen.

Verkehrssprache ist Schweizerdeutsch in zwei Ausprägungen: In Stadtnähe entspricht das Idiom weitgehend dem niederalemannischen Baseldeutsch der Stadt Basel, während im Oberbaselbiet und im Laufental hochalemannische Dialekte gesprochen werden. Alle im Kanton gesprochenen Varianten gehören jedoch dem Nordwestschweizerdeutschen an, das sich durch eine konsequente Dehnung der kurzen mittelhochdeutschen Vokale in offener Silbe (etwa mhd. baden [[[:Vorlage:IPA]]] > bl. baade [[[:Vorlage:IPA]]] ‹baden›, mhd. siben [[[:Vorlage:IPA]]] > bl. sììbe [[[:Vorlage:IPA]]] ‹sieben›, mhd. stuben [[[:Vorlage:IPA]]] > bl. Stùùbe [[[:Vorlage:IPA]]] ‹Stube›) sowie durch die sogenannte Extremverdumpfung von mittelhochdeutschem langem /a:/ (etwa mhd. strâʒʒe [[[:Vorlage:IPA]]] > bl. Strooss [[[:Vorlage:IPA]]] ‹Strasse›) auszeichnet.<ref>Für Einzelheiten siehe den Sprachatlas der deutschen Schweiz sowie Hans Peter Muster, Beatrice Bürkli Flaig: Baselbieter Wörterbuch, Christoph Merian Verlag, Basel 2001 (Grammatiken und Wörterbücher des Schweizerdeutschen XIV) [Letzteres mit einer leicht verständlichen Charakterisierung der beiden Baselbieter Mundarttypen].</ref>

Im äussersten Westen fällt die Kantonsgrenze teilweise mit der traditionellen französisch-deutschen Sprachgrenze zusammen. Sprachgrenzgemeinden sind Roggenburg und Liesberg. Im Nordwesten grenzt der Kanton an die historisch deutschsprachige respektive elsässischsprachige Region Elsass, in dem jedoch Französisch ebenfalls Amts- und Verkehrssprache ist und somit neben der angrenzenden Westschweiz auch einen weiteren Bezugspunkt zur französischen Sprache und Kultur darstellt.

Datei:Arlesheim-Dom-HF.jpg
Der Arlesheimer Dom (1681) in der Formensprache des Barocks, ehemaliger Sitz des Domkapitels des Bistums Basel

Religionen – Konfessionen

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Von der gesamten Wohnbevölkerung des Kantons Basel-Landschaft waren per 31. Dezember 2023 24,9 % (75'141 Einwohner) Mitglied der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Basel-Landschaft, 20,7 % (62'483 Einwohner) gehörten der römisch-katholischen Kirche an und 54,3 % (163'658) waren Konfessionslose oder gehörten andere Glaubensgemeinschaften an (100 %: 301'262 Einwohner).<ref name="RelBL2017">Vorlage:Internetquelle</ref>

Seit der Volkszählung 2000 liegen (abgesehen von den drei Landeskirchen) für die Gesamtbevölkerung des Kantons Basel-Landschaft keine genauen Mitgliederzahlen zu den verschiedenen Religionsgemeinschaften mehr vor. Das Bundesamt für Statistik führt jedoch Stichprobenerhebungen durch<ref name="Anmerkung Strukturerhebung">Seit 2010 basieren die Daten des Bundesamts für Statistik zu den Religionsgemeinschaften im Kanton Basel-Landschaft auf einer Stichprobenerhebung, für welche Personen ab dem Alter von 15 Jahren befragt werden. Es gilt zu beachten, dass die Resultate der Erhebungen ein Vertrauensintervall aufweisen. (Siehe auch Volkszählung in der Schweiz#Strukturerhebung.) Seit der letzten Volkszählung im Jahr 2000 liegen keine Zahlen zur Religionszugehörigkeit der Gesamtbevölkerung (jeden Alters) des Kantons Basel-Landschaft mehr vor. Eine Ausnahme bilden die römisch-katholische, die evangelisch-reformierte Kirche und die christkatholischen Kirche (Landeskirchen), deren Mitglieder aufgrund der Kirchensteuer amtlich registriert werden.</ref>, bei welchen auch andere Religionsgemeinschaften im Kanton erfasst werden. Bei der Stichprobenerhebung von 2017 gaben 30,2 % der Befragten ab 15 Jahren im Kanton Basel-Landschaft an, keiner Kirche oder Religionsgemeinschaft anzugehören. Zudem zeigte die Befragung, dass von den Schweizerbürgern im Kanton Basel-Landschaft ab 15 Jahren eine Mehrheit von 66,5 % einer christlichen Kirche angehört. Bei der Kantonsbevölkerung ab 15 Jahren mit ausländischem Pass stellt keine einzelne Religionsgemeinschaft die Mehrheit: 41,6 % sind Mitglied einer christlichen Kirche, und eine grössere Minderheit von 17,9 % gehört der islamischen Gemeinschaft an.<ref name="Strukturerhebung_2017" />

Bevölkerung ab 15 Jahren im Kanton Basel-Landschaft nach Religion und Staatsangehörigkeit/Herkunft, 2017
(Angaben in Prozent)<ref name="Anmerkung Strukturerhebung"/><ref name="Strukturerhebung_2017">Vorlage:Internetquelle</ref>
Religion Total
der
Befragten
Schweizer
Staats-
angehörigkeit
Schweizer
ohne Migrations-
hintergrund
Schweizer
mit Migrations-
hintergrund
Ausländische
Staats-
angehörigkeit
Christentum 61,1 66,5 70,5 48,9 41,6
Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Basel-Landschaft 30,0 36,6 41,5 14,2 Vorlage:06,1
römisch-katholische Kirche 25,6 25,0 24,8 26,5 27,9
andere christliche Kirchen Vorlage:05,5 Vorlage:04,9 Vorlage:04,2 Vorlage:08,2 Vorlage:07,6
andere Religionen Vorlage:07,5 Vorlage:03,5 Vorlage:00,5 16,4 21,6
Islam Vorlage:05,6 Vorlage:02,2 Vorlage:00,2 11,3 17,9
Judentum Vorlage:00,2 Vorlage:00,2 <0,1 Vorlage:00,5 <0,1
übrige Religionen Vorlage:01,7 Vorlage:01,1 Vorlage:00,3 Vorlage:04,6 Vorlage:03,7
konfessionslos* 30,2 29,0 27,9 33,6 34,7
unbekannt/keine Angabe Vorlage:01,1 Vorlage:01,0 Vorlage:01,0 Vorlage:01,1 Vorlage:02,0
*Atheisten, Agnostiker oder Gläubige ohne Zugehörigkeit zu einer Kirche/Religionsgemeinschaft.

Vorlage:Quelle Traditionelle Konfession in den vor 1798 zur Stadt Basel gehörenden Teilen des Baselbiets – die heutigen Bezirke Liestal, Sissach und Waldenburg sowie einzelne Gemeinden im heutigen Bezirk Arlesheim – ist die reformierte; traditionelle Konfession des Laufentals, des hinteren Leimentals und des Birsecks, die bis 1798 zum Fürstbistum Basel gehörten, ist die katholische.

Infolge der modernen Migration und der Agglomerationsbildung sind diese Grenzen heute besonders in der Nähe der Stadt Basel stark verwischt.

Verfassung und Politik

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Die gegenwärtige Verfassung des Kantons Basel-Landschaft datiert vom 17. Mai 1984 (mit seitherigen Änderungen).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Legislative

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Im Parlament des Kantons Basel-Landschaft, dem Landrat, haben 90 Volksvertreter (Landräte) Einsitz. Wahlen zum Landrat finden alle vier Jahre gemäss Verhältniswahlrecht (Proporz) statt. Er kann nicht vorzeitig aufgelöst werden. Das unten stehende Diagramm zeigt die momentane Sitzverteilung des Landrates (Stand 12. Februar 2023).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Partei Prozent Sitze Sitzverteilung Wähleranteil in Prozent
bgcolor="#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" | Schweizerische Volkspartei (SVP) 22,9 21 Vorlage:Sitzverteilung

Vorlage:Wahldiagramm

bgcolor="#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" | Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) 22,0 20
bgcolor="#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" | FDP.Die Liberalen (FDP) 18,0 17
bgcolor="#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" | Grüne Partei der Schweiz (GPS) 12,5 12
bgcolor="#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" | Die Mitte 10,9 Vorlage:010
bgcolor="#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" | Grünliberale Partei (GLP) Vorlage:08,4 Vorlage:06
bgcolor="#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" | Evangelische Volkspartei (EVP) Vorlage:05,2 Vorlage:04

Politisch gesehen ist das Oberbaselbiet konservativer als der untere Kantonsteil.

Das Volk ist nicht nur über seine Abgeordneten, sondern auch direkt an der Gesetzgebung beteiligt: Verfassungsänderungen sowie Gesetzeserlasse, die der Landrat mit weniger als vier Fünfteln der anwesenden Mitglieder erlässt, unterstehen zwingend der Volksabstimmung (obligatorisches Referendum). Deutlicher angenommene Erlasse sowie Beschlüsse über neue einmalige Ausgaben von mehr als 500'000 Franken oder über neue jährlich wiederkehrende Ausgaben von mehr als 50'000 Franken unterstehen dann der Volksabstimmung, wenn es von 1500 Wahlberechtigten verlangt wird (fakultatives Referendum). 1500 Stimmberechtigte können überdies innert zweier Jahre den Erlass, die Änderung oder die Aufhebung eines Gesetzes oder der Verfassung beantragen, worauf es zu einer Volksabstimmung kommt (Volksinitiative) – es sei denn, eine Gesetzesinitiative werde zugunsten eines im Landrat breit abgestützten Alternativvorschlags zurückgezogen.

Vorlage:Siehe auch

Exekutive

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Die Regierung des Kantons, der Regierungsrat, umfasst fünf Mitglieder (Regierungsräte), die gemäss Mehrheitswahlrecht (Majorz) direkt vom Volk fest auf vier Jahre gewählt werden. Den Vorsitz führt der Regierungspräsident, der alljährlich vom Landrat aus den Mitgliedern des Regierungsrates gewählt wird.

Mitglieder des Regierungsrates (seit 2023)
Regierungsrat Partei Direktion
Anton Lauber Die Mitte Finanz- und Kirchendirektion
Thomi Jourdan EVP Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion
Isaac Reber GPS Bau- und Umweltschutzdirektion
Monica Gschwind FDP Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion
Kathrin Schweizer SP Sicherheitsdirektion

Bei den Wahlen vom 27. März 2011 verdrängte Isaac Reber den bisherigen SVP-Vertreter Jörg Krähenbühl aus der Regierung. Es handelte sich dabei um die erste Nichtwiederwahl eines Bisherigen seit 1950.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Reber hatte sein Amt am 1. Juli 2011 angetreten.

Am 13. Dezember 2012 kündigte Adrian Ballmer seinen Rücktritt auf Mitte 2013 an. Bei der Wahl um seinen Nachfolger konnte sich schliesslich am 21. April 2013 im zweiten Wahlgang Thomas Weber (SVP) durchsetzen, nachdem beim ersten Wahlgang am 3. März 2013 noch Eric Nussbaumer (SP) in Führung lag, jedoch das erforderliche absolute Stimmenmehr verfehlte.

Der Tod von Peter Zwick am 23. Februar 2013 erforderte eine zweite Regierungsratsnachwahl. Diese wurde auf den 9. Juni 2013 angesetzt. Hier konnte sich Anton Lauber (damals CVP, jetzt Die Mitte) im ersten Wahlgang klar gegen Thomi Jourdan (EVP) durchsetzen.

Bei den Wahlen vom 12. Februar 2023 trat Thomas Weber (SVP) nicht mehr an. An seine Stelle wurde mit Thomi Jourdan erstmals ein Politiker der Evangelischen Volkspartei (EVP) in eine Kantonsregierung gewählt. Sandra Sollberger (SVP) schaffte es hingegen nicht, den Sitz der SVP zu verteidigen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Vorlage:Siehe auch

Judikative

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Höchstes kantonales Gericht ist das Kantonsgericht, das 2001 aus dem bisherigen Obergericht, Verfassungsgericht, Verwaltungsgericht und Versicherungsgericht gebildet wurde.

Erstinstanzliche Gerichte sind für zivile Prozesse die beiden Zivilkreisgerichte und für Strafprozesse das Strafgericht und das Jugendgericht.

Auf kommunaler Ebene wirken als schlichtende Vorinstanz die Friedensrichter.

Gemeinden und Bezirke

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Der Kanton Basel-Landschaft beabsichtigte, einen ausgeglichenen Staatshaushalt bis 2016 sowie eine hundertprozentige Selbstfinanzierung bis 2018 zu erreichen. Aufgrund dessen sollten unter anderem alle Gemeinden gestärkt und die fünf Bezirke in sechs sogenannte Regionalkonferenzen umgewandelt werden.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Der Kanton Basel-Landschaft ist in fünf Bezirke aufgeteilt:

Datei:Karte Kanton Baselland Bezirke 2010.png
Bezirke des Kantons Basel-Landschaft
Bezirk Einwohner
(Vorlage:EWD)
Fläche
in km²
Hauptort Anzahl
Gemeinden
Arlesheim Vorlage:EWZ CH Vorlage:0Vorlage:Metadaten Fläche CH Arlesheim 15
Laufen Vorlage:0Vorlage:EWZ CH Vorlage:0Vorlage:Metadaten Fläche CH Laufen 13
Liestal Vorlage:0Vorlage:EWZ CH Vorlage:0Vorlage:Metadaten Fläche CH Liestal 14
Sissach Vorlage:0Vorlage:EWZ CH Vorlage:Metadaten Fläche CH Sissach 29
Waldenburg Vorlage:0Vorlage:EWZ CH Vorlage:Metadaten Fläche CH Waldenburg 15
Total (5) Vorlage:EWZ CH Vorlage:Metadaten Fläche CH Liestal 86
  • Vor dem Wechsel des Laufentals zum Kanton Basel-Landschaft am 1. Januar 1994 gehörte der Bezirk Laufen zum Kanton Bern.
  • Die Aufteilung des Bezirks Arlesheim in einen Bezirk Birstal und einen Bezirk Birsigtal stand in den 1990er-Jahren zur Diskussion; er ist mit Abstand der bevölkerungsreichste Bezirk. Um aber dem unteren Kantonsteil kein höheres Gewicht zu verleihen, wurde die Angelegenheit nicht mehr weiter verfolgt.

Vertretung auf Bundesebene

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Der Kanton Basel-Landschaft entsendet als historischer Halbkanton einen Vertreter in den Ständerat und sieben Abgeordnete in den Nationalrat, die beiden Parlamentskammern auf Bundesebene.

Wirtschaft

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Bekannte Firmen aus dem Baselbiet sind Endress+Hauser, Ronda, Novartis, Ricola, Weleda, Bombardier, Laufen, Renata, Clariant und die Georg Fischer JRG AG.

2022 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 22,8 Milliarden Franken (Platz 11 unter den 26 Kantonen).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Mit einem BIP pro Kopf von 77'693 Franken (2022) belegte der Kanton Platz 13.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Die Arbeitslosenquote im Kanton liegt knapp unter dem Schweizer Durchschnitt. Per Vorlage:FormatDate betrug die «Arbeitslosenquote» Vorlage:Metadaten Arbeitslosenquote CH Prozent gegenüber Vorlage:Metadaten Arbeitslosenquote CH Prozent auf eidgenössischer Ebene.<ref name="Arbeitslosenquote" />

Datei:Augusta Raurica - Theater2.jpg
Die römische Koloniestadt Augusta Raurica, Amphitheater
Datei:Burg Reichenstein bei Arlesheim - 0112.jpg
Die Burg Reichenstein bei Arlesheim

Im Jahr 2020 wurden 18,8 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Kantons durch 161 Betriebe biologisch bewirtschaftet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Tourismus

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Das Baselbiet ist für seine malerische Jura-Landschaft im Oberbaselbiet bekannt, ein häufiges Postkartensujet sind hierbei die blühenden Kirschbäume im Frühling. Zahlreiche Wanderwege verbinden Berg und Tal. Besonders beliebt ist die Region Wasserfallen auf über Vorlage:Höhe, auf die von Reigoldswil aus die Wasserfallenbahn führt (die einzige Gondelbahn der Region).

Im Sommer beliebt ist die solarbetriebene Rodelbahn bei Langenbruck in der Wanne, einem Talkessel östlich des Beretenchopfs (Vorlage:Höhe). Im Winter sind gleichenorts bei genügend Schnee zwei Skilifte in Betrieb; die Untere Wanne befindet sich auf Baselbieter Boden, die Obere Wanne hingegen bereits auf dem Gemeindegebiet von Holderbank (Kanton Solothurn). Weitere Skilifte für Wintersportler werden in Zeglingen (Staffelalp) und Oltingen (Schafmatt) betrieben. Skilanglauf ist in Bärenwil (Loipenlänge 6 Kilometer) und Reigoldswil (Loipenlänge 3 Kilometer) möglich. Von 1911 bis 2010 waren östlich von Langenbruck mit den Sprungschanzen Freichelen drei Skisprungschanzen in Betrieb.

Weitere touristische Attraktionen:

Datei:Gartenanlage Schloss Wildenstein.jpg
Das Schloss Wildenstein in Bubendorf, Lustgarten

Vorlage:Siehe auch

Bildung

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Datei:2009-05-24 villa ehinger 005.jpg
Die Villa Ehinger des Gymnasiums Münchenstein

Der Kanton, welcher gemeinsam mit dem Kanton Basel-Stadt Träger der Universität Basel sowie Teil der Fachhochschule Nordwestschweiz ist, fungiert sowohl als Universitäts- als auch Fachhochschulstandort. Des Weiteren zählt der Kanton über sein gesamtes Gebiet hinweg insgesamt fünf Maturitätsschulen.

Universität und Hochschulen

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Gymnasien

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Verkehr

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Das Baselbiet liegt an zwei Hauptverkehrsachsen.

Das Unterbaselbiet liegt an der Bahnlinie BaselLaufen BLDelsbergBiel/Bienne bzw. PruntrutBelfort (Frankreich).

Das Oberbaselbiet liegt an der Haupt-Nord-Süd-Verkehrsachse Deutschland/BeneluxGotthard/LötschbergSimplonItalien. Die Autobahn A2 sowie die Transit-Bahnlinie führen durch das Baselbiet. Vom Kantonshauptort Liestal aus führen Intercity- und Interregio-Eisenbahnverbindungen in die ganze Schweiz.

Im Jahr 2023 lag der Motorisierungsgrad (Personenkraftwagen pro 1'000 Einwohner) bei 520.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Neben Tempo-30-Zonen auf Gemeindestrassen wird Tempo 30 seit dem Jahr 2022 vermehrt auch auf Kantonsstrassen eingeführt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Jedoch konnte Andreas Dürr von der FDP und Präsident der ACS-Sektion beider Basel 2023 im Landrat erwirken, dass die Gemeinderäte nicht mehr beim Kanton Gesuche für Temporeduktionen stellen können, bevor sie nicht zuerst den jeweiligen Einwohnerrat oder die jeweilige Gemeindeversammlung dazu befragt haben.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Der Verein Touring Club Schweiz (TCS) reichte im April 2023 die Initiative «Tempo 30 – nur mit Zustimmung des Volkes» bei der Baselbieter Landeskanzlei ein.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Künftig soll die Koordination von Unfallräumungen und des Abschleppwesens von der Medicall AG, einer Tochtergesellschaft der Helvetia-Gruppe, übernommen werden.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Geschichte

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Datei:Karte-Basler-Kantonstrennung.png
Karte zur Basler Kantonstrennung in den Jahren 1832/33

Auf dem Gebiet des heutigen Kantons Basel-Landschaft lagen vor den napoleonischen Umwälzungen Teile des Fürstbistums Basel sowie des Untertanengebiets der Stadt Basel, die 1501 der Schweizerischen Eidgenossenschaft beigetreten war. Erst 1815 gelangten durch Verfügung des Wiener Kongresses neun Gemeinden des aufgelösten Fürstbistums Basel an die Stadt Basel, während das übrige Fürstbistum dem Kanton Bern zugeschlagen wurde.

Im Jahr 1832 wehrten sich die Landgemeinden gegen die Dominanz der noch patrizisch regierten Stadt Basel. Die linksrheinischen Gemeinden konstituierten sich als selbständiger «Halbkanton» Basel-Landschaft und gaben sich eine liberale, repräsentative Verfassung. Der neue Kanton wurde 1833 von der Tagsatzung der Eidgenossenschaft anerkannt (siehe: Basler Kantonstrennung).

Die letzte Hinrichtung im Kanton wurde am 15. Oktober 1851 an dem wegen Raubmords verurteilten Hyazinth Bayer vollzogen.

Infolge innerer Spannungen gab sich der Kanton im 19. Jahrhundert mehrfach neue Verfassungen: Beschränkung von Kompetenzstreitigkeiten 1838 und 1850, Durchbruch der Demokratischen Bewegung 1863, Ausbau der Demokratie, Grundlage für Förderung der Wohlfahrt und für Erhebung der Staatssteuer 1892. Die heutige, sechste Verfassung von 1984 brachte eine erneute Erweiterung der Volksrechte (u. a. erster Ombudsmann der Schweiz) und stellt im Übrigen eine formale Neufassung der im Laufe von fast hundert Jahren über zwei Dutzend Mal geänderten Verfassung von 1892 dar.

Im Jahr 1994 schloss sich infolge einer Volksabstimmung das bisher bernische Laufental dem Kanton Basel-Landschaft an (siehe Kantonswechsel des Laufentals).

Versuche einer Wiedervereinigung mit Basel-Stadt wurden 1936, 1969 und 2014 unternommen, scheiterten aber jedes Mal. Ende September 2014 wurde in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft über eine Fusionsinitiative abgestimmt, welche die Einrichtung eines gemeinsamen Verfassungsrates zum Ziel hatte. Sie wurde im Stadtkanton mit 55 Prozent angenommen, im Landkanton aber mit über 68 Prozent abgelehnt und wird darum nicht weiterverfolgt. In Basel-Landschaft besteht seit 1988 ein Verfassungsgebot zur staatlichen Eigenständigkeit, die Verfassung von Basel-Stadt enthielt hingegen bis zur Totalrevision 2006 ein Wiedervereinigungsgebot.

Verwaltungsgliederung

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Politische Gemeinden

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Datei:Karte Kanton Baselland 2010.png
Städte und Orte des Kantons Basel-Landschaft

Vorlage:Hauptartikel

Nachfolgend aufgelistet sind die politischen Gemeinden mit mehr als 10'000 Einwohnern per Vorlage:EWD:Vorlage:EWR

Politische Gemeinde Einwohner
Allschwil Vorlage:EWZ CH
Reinach Vorlage:EWZ CH
Muttenz Vorlage:EWZ CH
Pratteln Vorlage:EWZ CH
Liestal, Hauptort Vorlage:EWZ CH
Binningen Vorlage:EWZ CH
Münchenstein Vorlage:EWZ CH
Oberwil Vorlage:EWZ CH
Aesch Vorlage:EWZ CH
Birsfelden Vorlage:EWZ CH

Bemerkenswert hierbei ist, dass es sich bei den einwohnerstärksten Gemeinden des Kantons mit Ausnahme Liestals um Gemeinden im Agglomerationsgürtel der Stadt Basel handelt.

Bezirke

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Datei:Karte Kanton Baselland Bezirke 2010.png
Bezirke des Kantons Basel-Landschaft

Aus den ursprünglich vier wurden mit der Aufnahme des ehemals bernischen Laufentals fünf Bezirke (Einwohnerzahlen per Vorlage:EWD):Vorlage:EWR

Bezirk Einwohner
im Bezirk
Hauptort Einwohner
im Hauptort
Arlesheim Vorlage:EWZ CH Arlesheim Vorlage:0Vorlage:EWZ CH
Laufen Vorlage:0Vorlage:EWZ CH Laufen Vorlage:0Vorlage:EWZ CH
Liestal Vorlage:0Vorlage:EWZ CH Liestal Vorlage:EWZ CH
Sissach Vorlage:0Vorlage:EWZ CH Sissach Vorlage:0Vorlage:EWZ CH
Waldenburg Vorlage:0Vorlage:EWZ CH Waldenburg Vorlage:0Vorlage:EWZ CH

Siehe auch

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Literatur

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  • Eduard Schweizer: Die staatsrechtliche Konstituierung des Kanton Basel-Landschaft. In: Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde, Bd. 45, 1946, S. 88–210. (e-periodica.ch)
  • Eduard Schweizer: Der Kanton Basellandschaft von Januar bis Mai 1833. In: Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde, Bd. 46, 1947, S. 8–171. (e-periodica.ch)
  • Vorlage:HLS Bd. 2, S. 1–17.
  • Vorlage:HLS Bd. 2, S. 18–29.
  • Anna Bálint: Clariant clareant. Die Anfänge eines Spezialitätenchemiekonzerns. Campus Verlag, Frankfurt am Main / New York 2011, ISBN 978-3-593-39375-9.
  • Personenlexikon des Kantons Basel-Landschaft. Bearbeitet von Kaspar Birkhäuser. Verl. des Kantons Basel-Landschaft, Liestal 1997, ISBN 3-85673-251-9.
  • Roger Blum: Die politische Beteiligung des Volkes im jungen Kanton Baselland 1832–1875 (= Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Baselland. Band 16). Kantonale Drucksachen- und Materialienzentrale Liestal, Liestal 1977, Vorlage:DNB (Dissertation, Universität Basel, 1976).
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Vorlage:Schwesterprojekte

Einzelnachweise und Anmerkungen

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<references responsive />

Vorlage:Navigationsleiste Schweizer Kantone Vorlage:Coordinate Vorlage:Normdaten