Johannisbeeren
Die Johannisbeeren (bundesdeutsches Hochdeutsch, auch in Vorarlberg) oder Ribiseln (österreichisches Schriftdeutsch, auch in Bayern und Südtirol; Ribes),<ref>Ulrich Ammon, Hans Bickel, Jakob Ebner, Ruth Esterhammer, Markus Gasser, Lorenz Hofer, Birte Kellermeier-Rehbein, Heinrich Löffler, Doris Mangott, Hans Moser, Robert Schläpfer, Michael Schloßmacher, Regula Schmidlin, Günter Vallaster: Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. Berlin / New York: Walter de Gruyter, 2004; S. 375, 632; .</ref> im Schweizerdeutschen (Meer-)Trübeli oder Ribiseli (weitere Namen siehe unten), sind die einzige Pflanzengattung in der Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Sie umfasst die im Deutschen als Johannisbeere bzw. Ribisel und Stachelbeere bezeichneten Arten. Einige Arten und ihre Sorten werden als Beerenobst, andere als Zierpflanzen genutzt.
Beschreibung
[Bearbeiten]Vegetative Merkmale
[Bearbeiten]Bei den Ribes-Arten handelt es sich um meist laubabwerfende, selten immergrüne (Ribes viburnifolium) oder fast immergrüne (Ribes speciosum ) Sträucher, die Wuchshöhen von 1 bis 1,5 Meter erreichen, oder selten kleine Bäume.<ref>John Borg: Cultivation and diseases of fruit trees in the Maltese Islands. Govt. Printing Office, Malta 1922.</ref><ref>D. L. Domondon, J. Poppe, L. J. L. D. van Griensven: Fruit optimization with wastes used for outdoor cultivation of king stropharia. In: Science and cultivation of edible fungi. Band 2, 2000, S. 909–918.</ref> Wenige Arten leben als Epiphyten. Meist sind Kurz- und Langtriebe ausgebildet. Ein Teil der Arten ist mit Dornen bewehrt. Die Knospen besitzen papierartige bis krautige Schuppen; in ihnen sind die Blätter meist gefaltet. Die wechselständig und spiralig oder selten zu mehreren zusammengefassten, an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist einfach (Ribes speciosum, Ribes viburnifolium), oft drei- bis fünffach gelappt; bei einigen Arten besitzen sie einen auffälligen Geruch. Nebenblätter fehlen meist.
Generative Merkmale
[Bearbeiten]Es werden meist einfache, traubige, fast sitzende doldige oder schirmtraubige Blütenstände gebildet, bei einigen Arten ist der Blütenstand auf ein bis wenige Blüten reduziert. Unter jeder Blüte befinden sich zwei Tragblätter.
Die Blüten sind zwittrig oder eingeschlechtig; wenn die Blüten eingeschlechtig sind (beispielsweise Ribes diacanthum ), dann sind die Pflanzen zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Es ist ein freier Blütenbecher (Hypanthium) vorhanden. Es ist nur ein Kreis mit vier oder fünf fertilen Staubblättern vorhanden. Die radiärsymmetrischen Blüten sind vier- oder fünfzählig im Grundsatz mit doppelten Perianth. Die vier bis fünf, meist kronblattartigen, grünlichen, weißen, gelben, von rosafarben über rot bis purpurfarbenen Kelchblätter sind untereinander und mit der Basis des Fruchtknotens verwachsen. Die Kelchlappen sind aufrecht oder zurückgebogen. Es sind vier oder fünf grünliche, weiße, gelbe, von rosafarben über rot bis purpurfarbene Kronblätter vorhanden oder sie fehlen bei manchen Arten. Es ist nur der äußere Kreis mit vier bis fünf fertilen Staubblättern vorhanden. Bei funktional weiblichen Blüten sind die Staubblätter steril. Zwei Fruchtblätter sind zu einem meist unterständigen, selten halbunterständigen, einfächerigen Fruchtknoten verwachsen und enthalten viele Samenanlagen. Bei männlichen Blüten kann ein Gynözeum rudimentär vorhanden sein. Der Griffel ist zweilappig oder sogar bis zur Hälfte seiner Länge zweigeteilt. Es ist ein prominenter, relativ dicker, dunkelroter, purpurfarbener oder gelber Diskus vorhanden, oder er ist prominent und grünlich. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie). Lang- und kurzrüsselige Bienen und Kolibris sind die häufigsten Bestäuber; die Blüten einiger Arten werden von Schmetterlingen besucht.
Auf den saftigen Beeren ist der Kelch noch erhalten, und sie enthalten selten nur drei bis zehn, meist zehn bis hundert Samen. Die braunen bis schwarzen Samen enthalten Öl, aber keine Stärke. Die Testa und das viele Endosperm sind gelatinös. Der gerade Embryo ist zylindrisch und winzig.
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 8.
Namen
[Bearbeiten]Der Name „Johannisbeere“ leitet sich vom Johannistag (24. Juni) her, um den herum die ersten Sorten reif werden.
Die Bezeichnung „Ribiseln“, von lateinisch ribes, über das gleichlautende italienische Wort,<ref>Günther Drosdowski (Hrsg.): Duden "Etymologie": Herkunftswörterbuch der Deutschen Sprache. 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim 1989, ISBN 3-411-20907-0.</ref> stammt vom arabischen ribâs, einer im Libanon wachsenden Rhabarberart, was die mittelalterlichen Botaniker zu ribes veränderten.<ref>Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band IV, Nachdruck. Parey, Berlin 1975, ISBN 3-489-70021-X, S. 43 f.</ref>
Es existiert eine Vielzahl von weiteren, mitunter landschaftlichen Bezeichnungen für die Johannisbeere/Ribisel, darunter:
- „Aalbeere“ (Umbildung von „Alantbeere“,<ref>Vorlage:DWB</ref> aufgrund eines alantähnlichen Geschmacks<ref>Vorlage:DWB</ref>),
- „Gichtbeere“ (aufgrund einer früheren Anwendung [schwarzer Johannisbeeren] gegen „Gicht“<ref>Vorlage:DWB</ref>),
- „W(i)imele“ (um Aachen<ref>Vorlage:Literatur</ref><ref>Vorlage:Literatur</ref>).
In vielen rheinfränkischen und alemannischen Mundarten im Gebiet zwischen Lothringen im Westen, Untermain im Nordosten und der Schweiz im Süden finden sich Zusammensetzungen mit Traube/Träubel:<ref name="kretschmer">Vorlage:Literatur</ref><ref>Vorlage:DWB</ref><ref>Vorlage:DWB</ref>
- im Saarland, der Pfalz und Südhessen Varianten von „Gehannstraube“, z. B. „Gehons-/Kans-/Kan(t)ztraube/-trauwe(l(e))“<ref>Vorlage:Literatur</ref><ref>;Vorlage:Internetquelle</ref>
- in Nordbaden „Hanstreible“, in Südbaden „Hanstriibili“, „Sunnetribile“ und Varianten;<ref>Sunnetribile, Sunnetribili, Hanstriibili, Hanstribele, Hannistribeli. In: Alemannisch-Lexikon, alemannische-seiten.de, abgerufen am 30. April 2025.</ref>
- in Schwaben „Träuble“;<ref name="kretschmer" />
- in der Deutschschweiz „Trübeli“<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> oder (vor allem um Bern<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>) „Meertrübeli“.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Weltproduktion
[Bearbeiten]2016 betrug die Welternte 655.000 Tonnen. Das Land mit der größten Johannisbeerenproduktion der Welt war Russland, das 52,7 % der weltweiten Ernte produzierte. Europa war für etwa 97,5 % der Welternte verantwortlich.<ref name="FAOSTAT">FAOSTAT-Produktionsstatistik, aufgerufen am 25. Januar 2018.</ref>
Die zehn größten Johannisbeeren-Produzenten waren 2016:<ref name="FAOSTAT" />
| Produktionsland | Menge in t | % der Weltproduktion |
|---|---|---|
| Vorlage:RUS | 345.049 | 52,7 |
| Vorlage:POL | 166.110 | 25,4 |
| Vorlage:UKR | 24.500 | 3,7 |
| Vorlage:DEU | 13.992 | 2,1 |
| Vorlage:GBR | 11.353 | 1,7 |
| Vorlage:NZL | 10.733 | 1,6 |
| Vorlage:DNK | 9.890 | 1,5 |
| Vorlage:HUN | 3.056 | 0,5 |
| Vorlage:AZE | 2.805 | 0,4 |
| Vorlage:NLD | 1.867 | 0,3 |
| Welt | 655.030 | 100 |
Systematik und Verbreitung
[Bearbeiten]Die Familie Grossulariaceae wurde 1805 von Augustin-Pyrame de Candolle in Flore Française, Troisième Édition, 4(2), S. 405 aufgestellt. Die Typusgattung Grossularia Vorlage:Person wurde 1754 von Philip Miller in The Gardeners Dictionary … Abridged …, 4. Auflage mit der Typusart Grossularia hirsuta Vorlage:Person veröffentlicht. Einige der noch bei A. Cronquist 1981 in die Grossulariaceae eingegliederte Gattungen mit Kapselfrüchten bilden heute eigene Familien: Itea als Iteaceae und Escallonia Vorlage:Person f. als Escalloniaceae.
Der Gattungsname Ribes wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, 1, S. 200–202 erstveröffentlicht. Typusart ist die Ribes rubrum Vorlage:Person Synonyme für Ribes L. sind: Botrycarpum A. Rich., Botryocarpium Vorlage:Person, Calobotrya Vorlage:Person, Cerophyllum Vorlage:Person, Chrysobotrya Vorlage:Person, Coreosma Vorlage:Person, Grossularia Vorlage:Person, Liebichia Vorlage:Person, Rebis Vorlage:Person, Ribesium Vorlage:Person, Rolsonia Vorlage:Person<ref name="GRINfam" />
Die Gattung Ribes wird in Untergattungen und Sektionen gegliedert, hier jeweils mit einer Auswahl an Arten:<ref name="GRIN" />
- Untergattung Berisia:
- Sektion Berisia:
- Ribes affine Vorlage:Person: Sie kommt in Mexiko vor.<ref name="GRIN" />
- Alpen-Johannisbeere (Ribes alpinum Vorlage:Person, Syn.: Ribes dioicum Vorlage:Person), Heimat: Europa, Kaukasusraum
- Ribes armenum Vorlage:Person: Sie kommt in Armenien vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes brachybotrys Vorlage:Person: Sie kommt in Bolivien und in Peru vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes cuneifolium Vorlage:Person: Sie kommt in Peru vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes fontaneum Vorlage:Person: Sie kommt in der Region Primorje in Ostasien vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes glaciale Vorlage:Person: Sie kommt in Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan und in China vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes heterotrichum Vorlage:Person: Sie kommt in Pakistan in Zentralasien, Sibirien und in Xinjiang vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes komarovii Vorlage:Person: Sie kommt in China, Nordkorea und in der Region Primorje vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes laciniatum Vorlage:Person (Syn.: Ribes tenue Vorlage:Person): Sie kommt in Indien, Bhutan, Nepal, Myanmar und in China vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes luridum Vorlage:Person: Sie kommt in Indien, Nepal, Bhutan, Sichuan und Yunnan vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes maximowiczianum Vorlage:Person: Sie kommt in Japan, Korea, in der Region Primorje und in China vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes maximowiczii Vorlage:Person, Heimat: Japan, Korea, China, Mandschurei
- Ribes orientale Vorlage:Person: Die Art kommt in Europa in Griechenland vor<ref>Jaakko Jalas, Juha Suominen, Raino Lampinen, Arto Kurtto: Atlas florae europaeae. Band 12 (Resedaceae to Platanaceae). S. 237, Helsinki 1999, ISBN 951-9108-12-2</ref>, außerdem in Westasien, im Kaukasusgebiet, in Indien, Pakistan, Nepal, Bhutan und in China.<ref name="GRIN" />
- Ribes vilmorinii Vorlage:Person: Sie kommt in China vor.<ref name="GRIN" />
- Sektion Davidia:
- Ribes henryi Vorlage:Person: Sie kommt in den chinesischen Provinzen Hubei und Sichuan vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes laurifolium Vorlage:Person, Heimat: Nordchina
- Sektion Diacantha:
- Tienshan-Johannisbeere (Ribes diacanthum Vorlage:Person), Heimat: Ostsibirien, Mongolei, Mandschurei, Nordkorea
- Ribes pulchellum Vorlage:Person: Sie kommt in China, in der Mongolei und in Ostsibirien vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes saxatile Vorlage:Person: Sie kommt in Sibirien, in Kirgisistan und in der chinesischen Provinz Xinjiang vor.<ref name="GRIN" />
- Sektion Hemibotrya:
- Dolden-Johannisbeere (Ribes fasciculatum Vorlage:Person), Heimat: Japan, Korea, Nordchina
- Sektion Berisia:
- Untergattung Grossularia Vorlage:Person (Stachelbeeren)
- Sektion Grossularia Vorlage:Person
- Ribes aciculare Vorlage:Person: Sie kommt in Zentralasien, in der Mongolei, in Sibirien und in Xinjiang vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes alpestre Vorlage:Person: Sie kommt in Afghanistan, Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan und in China vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes binominatum Vorlage:Person: Sie kommt in Oregon und in Kalifornien vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes burejense Vorlage:Person: Sie kommt in China, in der Mongolei, in Nordkorea und in Russlands Fernem Osten vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes curvatum Vorlage:Person: Sie kommt in den US-Bundesstaaten Oklahoma, Texas, Alabama, Arkansas, Georgia, Louisiana und Tennessee vor.<ref name="GRIN" />
- Hunds-Stachelbeere (Ribes cynosbati Vorlage:Person.; Syn.: Ribes gracile Vorlage:Person), Heimat: Kanada, USA
- Oregon-Stachelbeere (Ribes divaricatum Vorlage:Person), Heimat: Kanada, USA
- Ribes formosanum Vorlage:Person: Sie kommt auf Taiwan vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes hirtellum Vorlage:Person, Heimat: Kanada, USA
- Ribes inerme Vorlage:Person: Sie kommt im westlichen Kanada und in den westlichen Vereinigten Staaten vor.<ref name="GRIN" />
- Zartblütige Stachelbeere oder Colorado-Stachelbeere (Ribes leptanthum Vorlage:Person), Heimat: USA (Colorado, Utah, New Mexico)
- Ribes missouriense Vorlage:Person: Sie kommt in den zentralen, nördlichen und östlichen US-Bundesstaaten vor.<ref name="GRIN" />
- Schnee-Stachelbeere (Ribes niveum Vorlage:Person), Heimat: USA
- Manitoba-Stachelbeere (Ribes oxyacanthoides Vorlage:Person), Heimat: Kanada, USA
- Arizona-Stachelbeere (Ribes pinetorum Vorlage:Person): Sie kommt in den US-Bundesstaaten Arizona sowie New Mexico vor.
- Ribes quercetorum Vorlage:Person: Sie kommt in Arizona, Kalifornien und im nördlichen Mexiko vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes rotundifolium Vorlage:Person: Sie kommt in den östlichen Vereinigten Staaten vor.
- Ribes sinanense Vorlage:Person (Syn.: Ribes grossularioides Vorlage:Person): Sie kommt auf der japanischen Insel Honshu vor.
- Ribes stenocarpum Vorlage:Person: Sie kommt in den chinesischen Provinzen Gansu, Shaanxi, Sichuan und Qinghai vor.<ref name="GRIN" />
- Stachelbeere (Ribes uva-crispa Vorlage:Person, Syn.: Grossularia reclinata Vorlage:Person, Ribes grossularia Vorlage:Person, Ribes reclinatum Vorlage:Person), Heimat: Europa, Westasien, Nordwestafrika.<ref name="GRIN" />
- Ribes velutinum Vorlage:Person: Sie kommt in den westlichen Vereinigten Staaten vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes watsonianum Vorlage:Person: Sie kommt in Alberta, British Columbia, Oregon und Washington vor.<ref name="GRIN" />
- Sektion Robsonia:
- Ribes amarum Vorlage:Person: Sie kommt in Kalifornien vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes californicum Vorlage:Person: Sie kommt in zwei Varietäten in Kalifornien vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes echinellum Vorlage:Person: Sie kommt in Florida und in South Carolina vor.<ref name="GRIN" />
- Klebrige Stachelbeere (Ribes lobbii Vorlage:Person), Heimat: Kanada, USA
- Ribes menziesii Vorlage:Person: Sie kommt in Oregon und in Kalifornien vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes roezlii Vorlage:Person: Sie kommt in Oregon, Nevada und in Kalifornien vor.<ref name="GRIN" />
- Fuchsienblütige Johannisbeere (Ribes speciosum Vorlage:Person): Sie kommt in Kalifornien und im nördlichen Mexiko vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes thacherianum Vorlage:Person: Sie kommt in Kalifornien vor.<ref name="GRIN" />
- Sektion Grossularia Vorlage:Person
- Untergattung Grossularioides
- Ribes horridum Vorlage:Person: Sie kommt in Hokkaido, in Nordkorea, in der chinesischen Provinz Jilin, in Sachalin und in der Region Primorje vor.<ref name="GRIN" />
- Sumpf-Stachelbeere (Ribes lacustre Vorlage:Person; Syn.: Ribes grossularioides Vorlage:Person, Ribes oxyacanthoides var. lacustre Vorlage:Person), Heimat: Alaska, Kanada, USA
- Ribes montigenum Vorlage:Person: Sie kommt in British Columbia und in den Vereinigten Staaten vor.<ref name="GRIN" />
- Untergattung Parilla:
- Sektion Andina:
- Ribes bolivianum Vorlage:Person: Sie kommt in Bolivien und in Peru vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes cucullatum Vorlage:Person: Sie kommt in Chile vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes gayanum Vorlage:Person (Syn.: Rebis gayanum Vorlage:Person, Ribes villosum Vorlage:Person), Heimat: Chile
- Ribes incarnatum Vorlage:Person: Sie kommt in Bolivien und in Peru vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes lehmannii Vorlage:Person: Sie kommt in Ecuador vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes pentlandii Vorlage:Person: Sie kommt in Bolivien vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes trilobum Vorlage:Person: Sie kommt in Chile vor.<ref name="GRIN" />
- Sektion Parilla:
- Ribes magellanicum Vorlage:Person: Sie kommt in Argentinien und in Chile vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes punctatum Vorlage:Person: Sie kommt in Argentinien und in Chile vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes valdivianum Vorlage:Person: Sie kommt in Argentinien und in Chile vor.<ref name="GRIN" />
- Sektion Andina:
- Untergattung Ribes
- Sektion Botrycarpum:
- Kanadische Johannisbeere (Ribes americanum Vorlage:Person), Heimat: Kanada, USA
- Ribes bracteosum Vorlage:Person, Heimat: Alaska, Kanada, USA
- Ribes dikuscha Vorlage:Person (Syn.: Ribes appendiculatum Vorlage:Person): Sie kommt in Sibirien und in Russlands Fernem Osten vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes fragrans Vorlage:Person (Syn.: Ribes graveolens Vorlage:Person): Sie kommt in der Mongolei, in Sibirien und in Russlands Fernem Osten vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes ×fuscescens Vorlage:Person (= Ribes bracteosum × Ribes nigrum, Syn.: Ribes bracteosum var. fuscescens Vorlage:Person): Sie ist nur aus Kultur bekannt.<ref name="GRIN" />
- Ribes hudsonianum Vorlage:Person: Sie kommt in zwei Varietäten in Kanada und in den Vereinigten Staaten vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes janczewskii Vorlage:Person: Sie kommt in Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes japonicum Vorlage:Person: Sie kommt auf den japanischen Inseln Honshu, Hokkaido und Shikoku vor.<ref name="GRIN" />
- Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum Vorlage:Person): Sie ist in Eurasien verbreitet.
- Ribes pauciflorum Vorlage:Person: Sie kommt in China, in Sibirien und in Russlands Fernem Osten vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes procumbens Vorlage:Person: Sie kommt in Sibirien, in China, in der Mongolei und in Russlands Fernem Osten vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes turbinatum Vorlage:Person: Sie kommt im Altai und in Kasachstan vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes ussuriense Vorlage:Person: Sie kommt in der chinesischen Provinz Jilin, in Nordkorea und in der Region Primorje vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes viburnifolium Vorlage:Person: Sie kommt in Kalifornien und im mexikanischen Bundesstaat Baja California vor.
- Sektion Calobotrya:
- Ribes acerifolium Howell (Syn.: Ribes howellii Vorlage:Person): Sie kommt in British Columbia, in Washington, Oregon und Idaho vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes ×bethmontii Vorlage:Person (= Ribes malvaceum × Ribes sanguineum)
- Ribes ciliatum Vorlage:Person: Sie kommt in Mexiko, in Guatemala und in Costa Rica vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes indecorum Vorlage:Person<ref name="GRIN" />
- Ribes malvaceum Vorlage:Person: Sie kommt in Kalifornien und im nördlichen Mexiko vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes neglectum Vorlage:Person: Sie kommt im mexikanischen Bundesstaat San Luis Potosí vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes nevadense Vorlage:Person: Sie kommt in Kalifornien, Nevada und Oregon vor.<ref name="GRIN" />
- Blut-Johannisbeere (Ribes sanguineum Vorlage:Person), Heimat: Kanada, USA
- Ribes viscosissimum Vorlage:Person (Syn.: Ribes hallii Vorlage:Person): Sie kommt im westlichen Kanada und in den westlichen Vereinigten Staaten vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes wolfii Vorlage:Person (Syn.: Ribes mogollonicum Vorlage:Person): Sie kommt in den US-Bundesstaaten Washington, Oregon, Idaho, Utah, Colorado, New Mexico und Arizona vor.<ref name="GRIN" />
- Sektion Cerophyllum:
- Wüsten-Johannisbeere (Ribes cereum Vorlage:Person), Heimat: Kanada, USA
- Ribes mescalerium Vorlage:Person: Sie kommt in Texas, in New Mexico und im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua vor.<ref name="GRIN" />
- Sektion Fargesia
- Sektion Heritiera:
- Ribes erythrocarpum Vorlage:Person: Sie kommt in Oregon vor.<ref name="GRIN" />
- Stinktier-Johannisbeere (Ribes glandulosum Vorlage:Person; Syn.: Ribes prostratum Vorlage:Person), Heimat: Alaska, Kanada, USA
- Ribes laxiflorum Vorlage:Person (Syn.: Ribes affine Vorlage:Person, Ribes coloradense Vorlage:Person): Sie kommt in den westlichen Vereinigten Staaten, im westlichen Kanada und in Russland vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes sachalinense Vorlage:Person: Sie kommt in Japan und in Sachalin vor.<ref name="GRIN" />
- Sektion Microsperma:
- Ribes ambiguumVorlage:Person: Sie kommt in Japan und in Sichuan vor.<ref name="GRIN" />
- Sektion Ribes:
- Ribes altissimum Vorlage:Person: Sie kommt in China, in der Mongolei und in Russlands Fernem Osten vor. Sie wird von manchen Autoren auch als Varietät Ribes petraeum var. altissimum Vorlage:Person angesehen.<ref name="GRIN" />
- Ribes ×futurum Vorlage:Person (= Ribes rubrum × Ribes warszewiczii)
- Ribes griffithii Vorlage:Person: Sie kommt in Sikkim, Nepal, Bhutan, Tibet und in den chinesischen Provinzen Sichuan sowie Yunnan vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes himalense Vorlage:Person: Sie kommt in Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan und in China vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes ×holosericeum Vorlage:Person (= Ribes petraeum × Ribes spicatum)
- Ribes ×koehneanum Vorlage:Person (= Ribes multiflorum × Ribes rubrum)
- Ribes latifolium Vorlage:Person: Sie kommt in Japan, in Russlands Fernem Osten und in der chinesischen Provinz Jilin vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes longeracemosum Vorlage:Person: Sie kommt in mehreren Varietäten in China vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes mandshuricum Vorlage:Person: Sie kommt in China, in Nordkorea und in Russlands Fernem Osten vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes meyeri Vorlage:Person: Sie kommt in Zentralasien, im westlichen Sibirien, in der Mongolei und in der chinesischen Provinz Xinjiang vor.<ref name="GRIN" />
- Ribes moupinense Vorlage:Person: Sie kommt in China in den Provinzen Anhui, Hubei, Gansu, Guizhou, Shaanxi, Sichuan und Yunnan vor.<ref name="GRIN" />
- Troddel-Johannisbeere (Ribes multiflorum Vorlage:Person), Heimat: Sardinien, Italien, Kroatien, früheres Jugoslawien, Griechenland, Bulgarien
- Ribes palczewskii Vorlage:Person: Sie kommt in China, in Sibirien und in Russlands Fernem Osten vor. Sie wird auch von manchen Autoren als Unterart Ribes spicatum subsp. palczewskii Vorlage:Person zu Ribes spicatum gestellt.<ref name="GRIN" />
- Ribes pallidiflorum Vorlage:Person: Sie kommt in Russlands Fernem Osten und in Nordkorea vor.<ref name="GRIN" />
- Felsen-Johannisbeere (Ribes petraeum Vorlage:Person): Sie kommt in mehreren Varietäten in Europa, Asien und Nordwestafrika vor.<ref name="GRIN" />
- Rote Johannisbeere (Ribes rubrum Vorlage:Person), Heimat: Europa
- Ährige Johannisbeere (Ribes spicatum Vorlage:Person, Syn.: Ribes warszewiczii Vorlage:Person), Heimat: Europa, Sibirien, Mandschurei
- Ribes triste Vorlage:Person: Sie kommt in China, Japan, Korea, in Sibirien, in Russlands Fernem Osten, in Kanada und in den Vereinigten Staaten vor.<ref name="GRIN" />
- Sektion Symphocalyx
- Gold-Johannisbeere (Ribes aureum Vorlage:Person, Syn.: Ribes odoratum Vorlage:Person = Wohlriechende Johannisbeere), Heimat: Kanada, USA
- Sektion Botrycarpum:
Weltweit umfasst die Gattung etwa 140 bis 160 Arten. Hauptverbreitungsgebiet sind die gemäßigten Klimagebiete der Nordhalbkugel, aber auch in den Anden gibt es einige Arten. In der Volksrepublik China kommen 59 Arten vor, davon 25 nur dort. 53 Arten kommen in Nordamerika vor. Dagegen sind nur wenige Arten in Südamerika beheimatet.
Gärtnerische Züchtungen:
- Jostabeere, Josta- oder Jochelbeere (Ribes ×nidigrolaria Vorlage:Person): Es ist eine gärtnerische Kreuzung (Hybride) aus Ribes nigrum × Ribes divaricatum × Ribes uva-crispa.
- Kulturstachelbeeren sind aus den beiden Arten Ribes uva-crispa und Ribes hirtellum hervorgegangen.
Nutzung
[Bearbeiten]Einzelne Ribes-Arten werden als Obststräucher, Zierpflanzen und zur Herstellung von Parfüm genutzt:
- Als Obst werden die Früchte der Roten Johannisbeere (mit roten und weißen Sorten), der Schwarzen Johannisbeere und der Stachelbeere verwendet. Durch Kreuzung der Schwarzen Johannisbeere mit der Stachelbeere wurde die Jostabeere gezüchtet.
- Die Blüten der Schwarzen Johannisbeere werden zur Parfümherstellung verwendet.
- Insbesondere Sorten der Alpen-Johannisbeere, der Gold-Johannisbeere und der Blut-Johannisbeere sind Zierpflanzen in Parks und Gärten, die sowohl einzeln als auch als Hecke gepflanzt werden.
Weiterführende Literatur
[Bearbeiten]- Claude-Antoine Thory: Monographie; ou, Histoire naturelle du genre groseillier: contenant la description, l'histoire, la culture et les usages de toutes les groseilles connues ..., Verlag P. Dufart, 1829: PDF bei Google-Books, Google-Books Online.
- L. M. Donoghue & M. J. Donoghue: Molecular phylogeny and biogeography of Ribes (Grossulariaceae), with an emphasis on gooseberries (subg. Grossularia), in Syst. Bot. 29, 2004, 77–96.
Quellen
[Bearbeiten]- Die Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae) bei der APWebsite (Abschnitt Beschreibung, Systematik)
- Die Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae) bei DELTA von L. Watson & M. J. Dallwitz.. (Abschnitt Beschreibung)
- Jin-tang Pan, Cuizhi Gu, Shumei Huang, Chao-fen Wei, Shu-ying Jin, Lingdi Lu, Shinobu Akiyama, Crinan Alexander, Bruce Bartholomew, James Cullen, Richard J. Gornall, Ulla-Maj Hultgård, Hideaki Ohba & Douglas E. Soltis: Saxifragaceae in der Flora of China, Volume 8, S. 428: Ribes - Online. (Abschnitt Beschreibung, Systematik und Verbreitung)
- Nancy R. Morin: Grossulariaceae in der Flora of North America, Volume 8, 2009 ab S. 8: Online. (Abschnitt Beschreibung und Verbreitung)
- O. Sebald, S. Seybold, G. Philippi: Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Band 3, Ulmer Verlag, Stuttgart 1992, ISBN 3-8001-3314-8
- Walter Erhardt u. a.: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7
Einzelnachweise
[Bearbeiten]<references> <ref name="GRIN"> Vorlage:GRIN </ref> <ref name="GRINfam"> Vorlage:GRIN </ref> </references>