Hohen Neuendorf

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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland

Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Land Brandenburg. Die Stadt mit ihren gut 27.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990er Jahren zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt.

Geographie

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Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb.<ref>Vorlage:Webarchiv mugv.brandenburg.de</ref>

Nachbargemeinden Vorlage:Nachbargemeinden

Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen.

Stadtgliederung

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Datei:Wappen der Stadtteile der Stadt Hohen Neuendorf.jpg
Wappen der Stadtteile der Stadt Hohen Neuendorf am Rathaus

Nach der Hauptsatzung der Stadt<ref name="Hauptsatzung" /> gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile und Wohnplätze:

  • Hohen Neuendorf (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Elseneck und Niederheide
  • Bergfelde
  • Borgsdorf mit den Wohnplätzen Havelhausen, Pinnow und Venedig
  • Stolpe

Geschichte

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Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen.

Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf (heute: Nieder Neuendorf) in Hohen Neuendorf umbenannt.

Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf.

19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung

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Datei:Meilenstein-hohen-neuendorf.jpg
„II Meilen bis Berlin“, preußischer Meilenstein (um 1836) an der heutigen B 96

Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen.

Nach dem Ersten Weltkrieg

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Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt.

Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut.

Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

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Erster Bürgermeister nach Kriegsende war ab 1945 der durch die Sowjetische Militäradministration (SMAD) eingesetzte Ernst Nowacki (KPD). Sein Nachfolger wurde 1946 Karl Tessen (SED, vorher SPD). Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde im Herbst 1946 Walter Pott (LDPD).

Verdienstvoll engagierte sich nach dem Kriegsende Käte Agerth als Schuldirektorin im Ort. Nach ihr war die von 1985 bis zur Wiedervereinigung bestehende POS „Käte Agerth“ benannt.

Das ehemalige Krankenhaus in Hohen Neuendorf wurde 1945 gegründet und von Wilhelm Meisezahl geleitet.

Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring.

Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen.

Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen.

Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht

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Vorlage:Siehe auch

Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet.<ref>Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003. StBA.</ref>

Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen.<ref>Gemeinde wird nach 650 Jahren zur Stadt. In: Berliner Zeitung, 23. Juni 1999</ref>

21. Jahrhundert

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Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen.

Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben.

Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt.<ref>Hohen Neuendorf wird jetzt offiziell zur „Bienenstadt“. Oranienburger Generalanzeiger, 30. März 2019; abgerufen am 1. April 2019</ref>

Im Jahr 2014 wurde anlässlich des 25. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung von Uwe Corsepius, Generalsekretär des EU-Ministerrats, Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung, Torsten Werner (Schutzgemeinschaft Deutscher Wald), Werner Erhardt (Ideengeber) und weiteren am 3. Oktober ein Baumdenkmal für die Deutsche Einheit in Bergfelde gepflanzt.<ref name="Einheitsbäume1">(red.): Einheitsdenkmal am Berliner Mauerweg gepflanzt in: „Die Nordbahnnachrichten“ (nbn), 22. November 2014, S. 3</ref><ref name="Einheitsbäume2">Heike Weißapfel: Ein Denkmal, das wächst und gedeiht in: „Oranienburgher Generalanzeiger“, 10. November 2014</ref>

Bevölkerungsentwicklung

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Jahr Einwohner
1624 76
1718 ≈ 60
1800 113
1847 170
1875 214
1890 338
Jahr Einwohner
1910 2.752
1925 5.308
1933 6.832
1939 9.976
1946 9.353
1950 10.061
Jahr Einwohner
1964 9.675
1971 9.566
1981 9.059
1985 8.927
1990 8.281
Jahr Einwohner
1995 14.146
2000 18.922
2005 22.617
2010 24.384
2015 25.519
Jahr Einwohner
2020 26.380
2021 26.658
2022 26.717
2023 26.719
2024 26.857

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberhavel (PDF) S. 14–17</ref><ref>Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7</ref><ref>Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)</ref>. Ab 2011 auf Basis des Zensus 2011. Ab 2022 auf Basis Zensus 2022<ref>Bevölkerungsfortschreibung auf Basis Zensus 2022</ref>

Politik

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Stadtverordnetenversammlung

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Die Stadtverordnetenversammlung von Hohen Neuendorf besteht entsprechend der Einwohnerzahl der Stadt<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> aus 32 Stadtverordneten und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 72,3 % zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024</ref>

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil
2014<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014</ref>
Sitze
2014
Stimmenanteil
2019<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019</ref>
Sitze
2019
Stimmenanteil
2024
Sitze
2024
CDU 28,6 % 8 21,0 % 7 24,5 % 8
AfD 12,0 % 4 16,2 % 5
SPD 21,4 % 6 14,8 % 5 14,6 % 5
Bündnis 90/Die Grünen 10,7 % 3 17,9 % 6 14,1 % 4
Einzelbewerber Michael Gerlach Vorlage:08,8 % 1
Die Linke 17,9 % 5 13,8 % 4 Vorlage:06,1 % 2
Stadtverein Hohen Neuendorf 10,7 % 3 Vorlage:08,3 % 3 Vorlage:05,8 % 2
FDP Vorlage:03,6 % 1 Vorlage:06,0 % 2 Vorlage:04,2 % 1
Tierschutzpartei Vorlage:04,6 % 1 Vorlage:03,3 % 1
Bündnis Frieden, Vernunft und Gerechtigkeit Vorlage:02,4 % 1
BVB/Freie Wähler Vorlage:03,6 % 1
Einzelbewerber Norbert Matthes Vorlage:03,6 % 1 Vorlage:01,6 %
Insgesamt 100 % 28 100 % 32 100 % 30

Der Stimmenanteil des Einzelbewerbers Michael Gerlach im Jahr 2024 entspricht drei Sitzen. Daher bleiben zwei Sitze in der Stadtverordnetenversammlung unbesetzt.

Bürgermeister

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Datei:Rathaus Hohen Neuendorf 2020 WSW.jpg
Rathaus-Ensemble von Hohen Neuendorf
  • 1902–1920: Gustav Wildberg
  • 1933–1945: Paul Jacob (NSDAP)
  • 1945–1946: Ernst Nowacki (KPD, SED)
  • 1946–1946: Karl Tessen (SPD, SED)
  • 1947–1951: Walter Pott (LDPD)
  • 1990–1992: Günter Siebert (SPD)
  • 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU)
  • 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke)<ref>Vorlage:Webarchiv In: Märkische Allgemeine, 26. Februar 2016</ref>
  • seit 2016: Steffen Apelt (CDU)

Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen durch.<ref>Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 29. November 2015</ref> Er wurde in der Bürgermeisterwahl am 5. November 2023 mit 51,1 % der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt.<ref>Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 29. November 2015</ref> Seine Amtszeit beträgt acht Jahre.<ref>Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74</ref>

Wappen

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Vorlage:Wappenbeschreibung

Flagge

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„Die Flagge der Stadt Hohen Neuendorf zeigt das Stadtwappen auf weißem Grund.“

Dienstsiegel

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Das Dienstsiegel zeigt das Wappen der Stadt mit der Umschrift Vorlage:Inschrift.

Städtepartnerschaften

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Datei:Willkommen in Hohen Neuendorf.jpg
Altes Schild der Partnerstädte am Eingang von Hohen Neuendorf

Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten:<ref>Vorlage:Webarchiv Info-Seite der Stadtverwaltung.</ref>

Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden.<ref>Amtsblatt für die Stadt Hohen Neuendorf, Jg. 26, Nr. 3 vom 25. März 2017. (PDF; 0,3 MB) hohen-neuendorf.de</ref>

Sehenswürdigkeiten und Kultur

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Bauwerke

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Datei:Hohen Neuendorf water tower.jpg
Wasserturm

Vorlage:Hauptartikel

Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/2004 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer.

Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboothafen und eine -werft gehören.

Geschichtsdenkmale

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Datei:Hohen Neuendorf-Polnisches Denkmal.jpg
Polnisches Ehrenmal
Datei:Sowjetisches Denkmal Hohen Neuendorf.jpg
Sowjetisches Ehrenmal

Wirtschaft und Infrastruktur

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Datei:Hohen-Neuendorf-Himmelspagode.jpg
Chinesisches Restaurant „Himmelspagode

Unternehmen

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In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf.<ref>Vorlage:Webarchiv Stadt Hohen Neuendorf.</ref>

Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref>

Öffentliche Einrichtungen

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Datei:Länderinstitut für bienenkunde.jpg
Länderinstitut für Bienenkunde

Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg.<ref>Vorlage:Webarchiv Landesbetrieb Forst Brandenburg.</ref>

Verkehr

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Datei:Hohen Neuendorf- Bahnhof Hohen Neuendorf (b Berlin)- Bahnhofsgebäude- Haupteingang 30.7.2012.jpg
Bahnhof Hohen Neuendorf

Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111.

Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg):

Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen:

  • Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Frohnau;
  • Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten;
  • Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf.

Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf.

Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt.

Datei:Grundschule niederheide 1.jpg
Grundschule Niederheide
Datei:Mcgym-56.jpg
Marie-Curie-Gymnasium
Datei:Skulptur Schönfließer Str ggü 16 (Hohen Neuendorf) Tanz der Honigbienen&Christine Gersch&2009.jpg
Skulptur Tanz der Honigbienen,
Schönfließer Straße

Bildung

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In der Stadt gibt es verschiedene Schulen,<ref>Schulen in der Stadt. Stadt Hohen Neuendorf; abgerufen am 20. Februar 2018.</ref> die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf:

Sport

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Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielte in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft derzeit in der Berlin-Liga (Saison 2024/25). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga.

In Bergfelde gibt einen Sportplatz für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref>

Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga.

Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht.

Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis.<ref>Der Lauf. In: Website der Stadt, 4. November 2019; abgerufen am 11. November 2019.</ref>

Persönlichkeiten

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Ehrenbürger

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  • Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstags und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht.<ref>hohen-neuendorf.de: Alfred Schönbucher; abgerufen am 29. Januar 2022.</ref>

Söhne und Töchter der Stadt

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Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten

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Literatur

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  • Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich …“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition, Hamburg 2017, ISBN 978-3-7439-5033-7.
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Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

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<references responsive> <ref name="Hauptsatzung"> Vorlage:Webarchiv ratsinfo-online.net </ref> </references>

Vorlage:NaviBlock

Vorlage:Normdaten