Hans Fallada

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Hans Fallada (vor 1936)

Hans Fallada (* 21. Juli 1893 in Greifswald als Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen; † 5. Februar 1947 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller.

Mit Erscheinen seines ersten Romans Der junge Goedeschal (1920) verwendete Rudolf Ditzen als Buchautor erstmals das Pseudonym Hans Fallada. 1931 wandte sich der Schriftsteller mit Bauern, Bonzen und Bomben gesellschaftskritischen Themen zu. Fortan prägten ein objektiv-nüchterner Stil, anschauliche Milieustudien und eine überzeugende Charakterzeichnung seine Romane. Sein erstmals 1932 veröffentlichter Roman Kleiner Mann – was nun? wurde ein Welterfolg, ebenso seine späteren Romane: Wolf unter Wölfen, Jeder stirbt für sich allein und der postum erschienene Roman Der Trinker. In der Literaturgeschichte werden Hans Falladas Romane der Neuen Sachlichkeit zugerechnet.

Leben und Werk

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Kindheit, Schulzeit und Lehre

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Hans Fallada wurde 1893 in Greifswald als drittes Kind des Richters Wilhelm Ditzen und dessen Frau Elisabeth geboren. Zur Familie gehörten außerdem zwei ältere Schwestern und ein jüngerer Bruder. 1899 wurde der Vater Kammergerichtsrat; die Familie zog daraufhin zunächst nach Berlin und 1909 nach der Ernennung Wilhelm Ditzens zum Reichsgerichtsrat nach Leipzig.<ref>Gunnar Müller-Waldeck und Roland Ulrich (Hrsg.) unter Mitarbeit von Uli Ditzen: Hans Fallada. Sein Leben in Bildern und Briefen. Berlin 2012 (überarbeitete Fassung der 1997 bei Aufbau erschienenen Originalausgabe), S. 265.</ref>

Von 1901 bis 1906 besuchte Fallada das Prinz-Heinrichs-Gymnasium in Berlin-Schöneberg und anschließend das Bismarck-Gymnasium in Berlin-Wilmersdorf. Er litt unter dem Verhältnis zum Vater, der für seinen Sohn eine Juristenlaufbahn vorgesehen hatte und ihm nicht die nötige Anerkennung zollte. Wie schon in Berlin galt er auch in Leipzig, wo er bis 1911 Schüler des Königin-Carola-Gymnasiums war,<ref>Johann Hauptmann: Alphabetisches Verzeichnis ehemaliger Carolaner. In: Fünfundzwanzig Jahrfeier des Königin Carola Gymnasiums in Leipzig 1927. Leipzig 1927, S. 22.</ref> als Außenseiter. Er zog sich immer mehr in sich selbst zurück und fand auch während seiner kurzzeitigen Mitgliedschaft in der Wandervogelbewegung kaum Kontakt zu Gleichaltrigen.

Weil sich bei Fallada „suizidale Tendenzen“ bemerkbar gemacht hatten,<ref name="seifert_aerzteblatt_Heilanstalt Carlsfed" /> schickten ihn seine Eltern im Frühjahr 1911 zunächst für acht Wochen nach Bad Berka in das Sanatorium Schloss Harth,<ref name="seifert_aerzteblatt_Heilanstalt Carlsfed">Dietmar Seifert: Die private Heilanstalt Carlsfeld und der frühe Hans Fallada – Von der Poststation zur Heilanstalt. In: aerzteblatt-sachsen-anhalt.de, 12/2017, abgerufen am 31. Juli 2023</ref> das er in seinen Briefen „Satanorium“ nannte. Danach gaben sie ihn bei einem Rudolstädter Superintendenten in Pension.<ref name="seifert_aerzteblatt_Heilanstalt Carlsfed" /> Nach dem Besuch der Salzmannschule Schnepfenthal im thüringischen Waltershausen wurde er im Sommer 1911 Schüler am Gymnasium Fridericianum Rudolstadt.<ref name="kaufnann_duell">Ulrich Kaufmann: Fallada-Schau: Das Duell am Uhufelsen. In: Thüringische Landeszeitung, 30. Juni 2010.</ref>

Mit seinem Freund und Mitschüler Hanns Dietrich von Necker beschloss er am 17. Oktober 1911, gemeinschaftlich Suizid zu begehen. Das wechselseitige Töten sollte in Form eines Scheinduells erfolgen.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Bei dem Schusswechsel starb von Necker; Fallada überlebte schwerverletzt. Er wurde wegen Totschlags angeklagt und war von Februar 1912 bis Juli 1913 Patient in der Pflegestätte für Psychiatrie und Neurologie Tannenfeld.<ref>Falladas Fall in Thüringen. Abgründe und Alpträume des jungen Rudolf Ditzen. (PDF; 576 kB) In: Ärzteblatt Thüringen. 17 (2006) 5, S. 233.</ref> Wegen Schuldunfähigkeit wurde die Anklage fallengelassen. Fallada verließ das Gymnasium ohne Abschluss. Danach absolvierte er eine Lehre als Landwirtschaftseleve<ref>Wie das Leben eines Eleven auf einem Hof um 1925 aussah beschreibt. A.R. in seinem Lebenserinnerungen unter der Überschrift: „Als Eleve um 1930 auf dem Hof“, abgerufen am 25. August 2023.</ref> im thüringischen Posterstein.<ref name="Lebensstationen">Vorlage:Internetquelle</ref>

Frühe Jahre und Heirat

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Hans Fallada – Plastik von Michael Klein in Neuenhagen bei Berlin (2012)

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs meldete Fallada sich als Kriegsfreiwilliger, wurde jedoch als „dauernd untauglich“ abgewiesen.<ref>Jürgen Manthey: Hans Fallada. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. 12. Aufl. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1998, S. 46.</ref> Da er in Posterstein eine landwirtschaftliche Lehre absolviert hatte, konnte er 1916 als Assistent der Landwirtschaftskammer Stettin sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Kartoffelanbaugesellschaft Berlin und 1919 im Rittergut Baumgarten bei Dramburg in Hinterpommern arbeiten.

Wegen Alkoholkrankheit und Morphinismus verbrachte er die Zeit zwischen 1917 und 1919 hauptsächlich in Entzugskliniken und Sanatorien, so erneut in der psychiatrischen Klinik in Tannenfeld und in der Heilanstalt Carlsfeld<ref>Dietmar Seifert: Die private Heilanstalt Carlsfeld und der frühe Hans Fallada – Von der Poststation zur Heilanstalt. In: Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Ausgabe 12/2017, abgerufen: 23. Juli 2023.</ref> bei Halle. Anfang 1921 war er Patient in der Pommerschen Provinzialheilanstalt in Stralsund; die Akten dazu wurden erst 2011 gefunden.<ref>Martina Rathke: Frei von Halluzinationen. Falladas verschollene Krankenakte aus der Stralsunder Psychiatrie kommt ins Landesarchiv. In: Neues Deutschland, 15. November 2017, S. 12 (dpa-Bericht).</ref> In diese Zeit fielen auch seine ersten schriftstellerischen Versuche. Der 1920 im Rowohlt Verlag veröffentlichte Roman erreichte kein größeres Publikum und war für den Verleger Ernst Rowohlt ein wirtschaftlicher Misserfolg, ebenso wie ein Übersetzungsprojekt mit Werken Romain Rollands.

1922 nahm Fallada ein Arbeitsangebot in der Nähe von Bad Doberan an, war noch im selben Jahr Rendant auf Gut Neu Schönfeld, arbeitete aber auch in Marzdorf, im damaligen Ostpreußen sowie in Gudderitz, das heute ein Ortsteil von Altenkirchen auf Rügen ist.<ref name="Lebensstationen" /> Zur Finanzierung seines Morphin- und Alkoholkonsums beging er Unterschlagungen, die 1923 zu einer dreimonatigen Haftstrafe führten; 1926 folgte eine zweieinhalbjährige Haftstrafe wegen Betrugs.

1928 wurde er aus der Haft entlassen und lernte Anna Issel, genannt „Suse“, in der Wohnung ihrer Eltern in Hamburg-Eilbek kennen, wo er zur Untermiete wohnte. Sie heirateten am 5. April 1929 in Hamburg. Suse diente als Vorbild für „Lämmchen“, die Frau des Protagonisten Pinneberg in seinem 1932 erschienenen Roman Kleiner Mann – was nun?. Nach der Heirat lebte das Paar zunächst getrennt. Sie wohnte bei ihrer Mutter in Hamburg, er in Neumünster. Angestellt beim örtlichen Fremdenverkehrsverband, arbeitete Fallada dort ab Oktober 1928 als Anzeigenwerber und Reporter für die Tageszeitung General-Anzeiger.<ref>125 Jahre „Holsteinischer Courier“. In: Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), 3. April 1997.</ref> Vorübergehend war er Mitglied der Guttempler und der SPD.<ref name="jenny_williams_325">Jenny Williams: Mehr Leben als eins – Hans Fallada – Biographie. Übersetzt aus dem Englischen von Hans Christian Oeser. Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-7089-8, S. 116 ff.</ref>

Ihr erster Sohn wurde am 14. März 1930 geboren († 25. Dezember 2013). Es folgte die Geburt von Zwillingsmädchen (* 18. Juli 1933; die eine starb kurz nach der Geburt und die andere mit knapp 18 Jahren an einer Sepsis) sowie eines weiteren Sohnes, der am 3. April 1940 zur Welt kam.

Arbeit, Leben und Erfolg als Schriftsteller

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Bereits mit Erscheinen seines ersten Romans Der junge Goedeschal (1920) verwendete der junge Rudolf Ditzen – vermutlich in Anlehnung an zwei Märchen der Gebrüder Grimm – das Pseudonym Hans Fallada. Eine These besagt, dass sich der Vorname auf den Protagonisten im Märchen Hans im Glück bezieht und der Nachname auf das sprechende Pferd Falada in Die Gänsemagd: Der abgeschlagene Kopf des Pferdes verkündet in diesem Märchen so lange die Wahrheit, bis die betrogene Prinzessin zu ihrem Recht kommt. Nach einer anderen These hat Rudolf Ditzen, dessen Vater Jurist war, für seinen Nachnamen „Fallada“ die im Rechtswesen gebräuchliche Abkürzung „Fall ad a.“ (= Fall ad acta) verwendet.<ref>Richard Ahlrichs: Rudolf Ditzen alias Hans Fallada. In: Ostfriesen-Zeitung, 13. März 1968.</ref>

Anfang der 1930er Jahre begann für Fallada der schriftstellerische Erfolg. Nachdem sein Roman Bauern, Bonzen und Bomben über Kleinstadtpolitik und Landvolkbewegung Beachtung gefunden hatte, zog er mit seiner Frau auf Anraten des Verlegers Ernst Rowohlt nach Berlin. Rowohlt hatte Fallada eine Halbtagsbeschäftigung in seinem Verlag verschafft, damit er sich ohne größere materielle Sorgen seiner schriftstellerischen Arbeit widmen konnte. Sie lebten zunächst zur Untermiete in der Moabiter Calvinstraße, später in Neuenhagen. Nach den ersten Bucherfolgen zogen die Falladas 1932 nach Berkenbrück und mieteten dort eine Villa an, die Fallada den Eigentümern später abkaufte.

In Neuenhagen entstand der 1932 veröffentlichte Roman Kleiner Mann – was nun? Dieser wurde zum Bestseller, fand international Anerkennung und war für Fallada der Durchbruch als Schriftsteller. 2016 erschien im Aufbau Verlag eine ungekürzte Neuauflage des Romans – erstmals so veröffentlicht, wie Fallada ihn geschrieben hatte.<ref>Der Weltbestseller erstmal so, wie Fallada ihn schrieb. Homepage des Aufbauverlags (mit Leseprobe, Hinweisen auf Inhalt und Pressestimmen zum Roman); abgerufen am 9. März 2017.</ref>

Datei:Fallada-Haus.jpg
Hans-Fallada-Haus in Carwitz

Im März 1933 wurde Fallada von den ehemaligen Eigentümern seines Hauses, einem Ehepaar, das jetzt weiterhin dort zur Miete lebte, bei der örtlichen SA von Berkenbrück denunziert. Die Mieter hatten ein Gespräch Falladas mit Ernst von Salomon belauscht, das angeblich staatsfeindlichen Inhalt gehabt hatte. Fallada wurde kurzzeitig in Haft genommen, gab daraufhin das Haus in Berkenbrück auf und kaufte noch 1933 im nahe der mecklenburgischen Kleinstadt Feldberg gelegenen Dorf Carwitz ein Anwesen. Dort schrieb er weitere Bücher, darunter auch den sozialkritischen Roman Wer einmal aus dem Blechnapf frißt, in dem er seine Erfahrungen im Zentralgefängnis Neumünster verarbeitete. Das Buch konnte unter der nationalsozialistischen Herrschaft erscheinen, weil es sich gegen die Behandlung der Gefangenen in der Weimarer Republik – der von den Nationalsozialisten sogenannten „Systemzeit“ – richtete.

1938 lernte er die 18-jährige Marianne Portisch (1920–2003) kennen, später unter dem Namen Marianne Wintersteiner Autorin mehrerer Frauenbiographien. Sie war aus politischen Gründen aus der Tschechoslowakei geflohen und sollte in Berlin zur Turnlehrerin ausgebildet werden. Nach einer Knieverletzung wurde sie aber in die Heilanstalten Hohenlychen eingewiesen. Dort traf sie Fallada, der sie im Sanatorium besuchte. Es entstand eine tiefe, aber platonische Liebesbeziehung, die fast bis zu seinem Tod anhielt.<ref>Gunnar Müller-Waldeck: Er war ein Ermunterer – Gespräch mit Annemarie Steiner (d. i. Marianne Wintersteiner). In: Hans Fallada – nach wie vor. Betrachtungen – Erinnerungen – Gespräche – biographische Splitter. 2016, ISBN 978-3-939680-32-1, S. 83ff.</ref> Zu ihrem 19. Geburtstag schenkte Fallada ihr das Manuskript Pechvogel und Glückskind. Vorlage:Zitat Die Liebe zu Fallada bewog Wintersteiner, einen autobiographischen Roman zu schreiben, der 1978 in einer österreichischen Provinzzeitung als Fortsetzungsroman erschien. Lange Zeit galt das Werk als verschollen, da die Zeitung wenig später aufgegeben wurde. Im März 2017 wurde er mit dem Originaltitel So fang es heimlich an von Gunnar Müller-Waldeck herausgegeben.

Nach dem Scheitern der Ehe Falladas wurde diese am 5. Juli 1944 geschieden.<ref>Jenny Williams: Mehr Leben als eins – Hans Fallada – Biographie. Übersetzt aus dem Englischen von Hans Christian Oeser. Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-7089-8, S. 313.</ref> Im Streit mit seiner geschiedenen Frau schoss er am 28. August 1944 schwer angetrunken mit einer Terzerol-Pistole in einen Tisch.<ref>Jenny Williams: Mehr Leben als eins – Hans Fallada – Biographie. Übersetzt aus dem Englischen von Hans Christian Oeser. Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-7089-8, S. 315.</ref> Daraufhin wurde er wegen versuchten Totschlags angeklagt und am 4. September 1944 in den Maßregelvollzug – im 2. Obergeschoss der „Abteilung Heil- und Pflegeanstalt“ (Hafthaus I) der Landesanstalt Neustrelitz-Strelitz – zur Beobachtung eingewiesen. Fallada schrieb hier eine Reihe von Kurzgeschichten, den postum erschienenen Roman Der Trinker und einen Erfahrungsbericht über den NS-Staat. Am 13. Dezember 1944 wurde er entlassen.<ref name="JVA_2">Vorlage:Webarchiv ja-neustrelitz.de, 30. März 2011.</ref><ref>Jenny William In: Mehr Leben als eins. Biographie Hans Fallada. Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-7089-8, S. 315 ff.</ref>

Schreiben in der Zeit des Nationalsozialismus

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e.o.plauen: Hans Fallada (1943)

Fallada zählt zu den Erfolgsautoren in der Zeit des Nationalsozialismus. Um veröffentlichen zu können, bemühte er sich um Akzeptanz durch die Behörden und passte seine Werke teilweise deren Forderungen an.<ref>Christian Adam: Lesen unter Hitler. Galiani, Berlin 2010, ISBN 978-3-86971-027-3, S. 185–189.</ref><ref>Hans Sarkowicz, Alf Mentzer: Schriftsteller im Nationalsozialismus – ein Lexikon. Insel Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-458-17504-9.</ref>

Von den nationalsozialistischen Machthabern wurden seine Bücher unterschiedlich beurteilt. Joseph Goebbels und seine Reichsschrifttumskammer waren von ihm sehr angetan. Sein Buch Wolf unter Wölfen, als Kritik an der Weimarer Republik interpretiert, wurde positiv beurteilt und von Goebbels ausdrücklich gelobt.<ref>Jenny Williams: More Lives than One: A Biography of Hans Fallada. 1998, ISBN 1-870352-38-6, S. 186.</ref> Alfred Rosenberg dagegen und das ihm unterstellte Amt Rosenberg sahen Fallada sehr kritisch; er ließ das Buch verbieten. Fallada musste von zeitkritischen Stoffen auf das Gebiet der leichten Unterhaltungsliteratur ausweichen.<ref>Hans Sarkowicz, Alf Mentzer: Schriftsteller im Nationalsozialismus. Insel, Berlin 2011, ISBN 978-3-458-17504-9, S. 238–244.</ref>

Vorlage:Zitat

Als RAD-Sonderführer führte Hans Fallada 1943 eine Reportagefahrt ins besetzte Frankreich, ausgehend von Paris über Bordeaux bis an die spanische Grenze. Während seines Frankreichaufenthaltes sollte Fallada jedoch nicht nur Reportagen erstellen, sondern wurde für mehrere Monate auch für die kulturelle Betreuung von Soldaten der deutschen Besatzungstruppen eingesetzt. Ebenso wie nach einer Dienstreise in den Sudetengau folgten auch seinem Frankreichaufenthalt keine Publikationen.<ref>Vorlage:LuiseBMS</ref>

Letzte Jahre und Tod

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Nach seiner Scheidung lebte Fallada in der damaligen mecklenburgischen Kleinstadt Feldberg (Feldberger Seenlandschaft) mit der 23-jährigen Ursula Losch („Ulla“, 1921–1958) zusammen. Die wohlhabende junge Witwe war nach dem Tod ihres Mannes Kurt Losch mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Tochter (* 1939) dorthin gezogen und hatte Fallada im Sommer 1944 kennengelernt.<ref>Jenny Williams: Mehr Leben als eins – Hans Fallada – Biographie. Übersetzt aus dem Englischen von Hans Christian Oeser. Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-7089-8, S. 314.</ref> Die zunächst freundschaftliche Beziehung, aus der wenig später eine Liebesbeziehung wurde, war von vornherein problematisch. Beide hatten den Krieg zwar überlebt, aber psychisch gelitten. Wie Hans Fallada bereits schon zwanzig Jahre zuvor war auch Ulla von Morphium abhängig; außerdem war Fallada seit Jahren alkoholkrank.<ref name="jenny_willias_325">Jenny Williams: Mehr Leben als eins – Hans Fallada – Biographie. Übersetzt aus dem Englischen von Hans Christian Oeser. Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-7089-8, S. 325.</ref>

Vorlage:Zitat

Hans Fallada und Ursula Losch heirateten am 1. Februar 1945 und lebten zunächst im Haus der jungen Witwe in Feldberg.<ref>Jenny Williams: Mehr Leben als eins – Hans Fallada – Biographie. Übersetzt aus dem Englischen von Hans Christian Oeser. Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-7089-8, S. 325. (Als Referenz wurde angegeben: Paul Mayer: Ernst Rowohlt. S. 142)</ref>

Ab 1945 wurde Nachkriegsdeutschland von den Alliierten in Besatzungszonen aufgeteilt; Mecklenburg gehörte von 1945 bis 1949 zur SBZ, die von der SMAD kontrolliert wurde. Die SMAD etablierte zunächst handlungsfähige Gemeindeverwaltungen. Als Bürgermeister von Städten und Gemeinden wurden nur Bürger des ehem. Deutschen Reiches eingesetzt, die zuvor nicht im Staatsapparat des zerschlagenen NS-Staates tätig oder Mitglieder der NSDAP gewesen waren. Fallada war einer dieser Bürger; die SMAD setzte ihn für kurze Zeit als Bürgermeister in Feldberg ein.

Nachdem Fallada aus dem Amt des Bürgermeisters ausgeschieden war, übersiedelte er mit seiner Frau nach Berlin und arbeitete dort auf Wunsch Johannes R. Bechers für die Tägliche Rundschau. Bechers Unterstützung ermöglichte Fallada, zusammen mit prominenten Kulturschaffenden – wie Becher selbst im Majakowskiring (dem „Städtchen“) – im bevorzugten und von der Außenwelt abgeriegelten Majakowskiweg zu wohnen. Die dort erlebte Abschottung ging in Falladas Roman Der Alpdruck ein.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref> 1994 wurde der Majakowskiweg zu seinen Ehren in Rudolf-Ditzen-Weg umbenannt.

Datei:Gedenktafel Rudolf-Ditzen-Weg 19 (Niedschh) Hans Fallada.jpg
Berliner Gedenktafel am Haus Rudolf-Ditzen-Weg 19 in Berlin-Niederschönhausen

1946 eskalierte Falladas Morphinkonsum. Seine ebenfalls abhängige Frau bat den Dichterkollegen und Arzt Gottfried Benn in einem Brief um Morphin.<ref name="Werner Liersch">Werner Liersch: Kleiner Mann – wohin? – Zerrissen, heimatlos, süchtig – wie der Schriftsteller Hans Fallada in den Nachkriegsjahren lebte und starb. In: Berliner Zeitung, 3. Februar 2007</ref> Im Januar 1946 begab sich Fallada in eine Privatklinik in Neu-Westend, seine Frau folgte ihm zwei Wochen später; im März wurden beide entlassen. Am 1. Mai wollte Hans Fallada sich selbst töten; sein Nachbar Johannes R. Becher konnte dies jedoch verhindern. In einem Brief schrieb Falladas Frau: „Wir nahmen das Morphium so regelmäßig zu uns, daß kaum irgendwelche Abstinenzzeiten oder Abstinenzerscheinungen auftraten.“<ref name="Werner Liersch" /> Sie hatte wegen ihres Drogenkonsums 3000 Mark Schulden bei Becher. Es folgte erneut ein Aufenthalt im Hilfskrankenhaus Niederschönhausen.

Im Dezember 1946 wurde Fallada in die Nervenklinik der Berliner Charité eingewiesen.<ref>Vorlage:Webarchiv auf Fallada.de.</ref> Innerhalb eines Monats schrieb er dort in schlechtem körperlichen Zustand den Roman Jeder stirbt für sich allein.<ref name="Werner Liersch" />

Auf Wunsch seiner Frau wurde Fallada am 12. Januar 1947 in das Hilfskrankenhaus Pankow in Berlin-Niederschönhausen verlegt, wo eine gemeinsame Entziehungskur geplant war. Am 5. Februar 1947 übergab ihr eine Ärztin, die früh nach Hause wollte, die nächtlichen Schlafmittel für Fallada mit der Bitte, sie ihm zu verabreichen. Sie irrte sich in der Dosis und gab ihm zu viel davon; Fallada starb daran. Auf seinem Todesschein wurde „Tod durch Herzversagen“ vermerkt.<ref>Anatol Regnier: Jeder schreibt für sich allein : Schriftsteller im Nationalsozialismus. C.H.Beck, 2020, ISBN 978-3-406-75593-4, Kap. 33.</ref>

Bis 1981 war Fallada auf dem Friedhof Pankow III in einem Ehrengrab bestattet. Auf Betreiben Anna Ditzens erfolgte die Umbettung auf den alten Friedhof von Carwitz.<ref>Das Grab von Hans Fallada. knerger.de </ref>

Ehrungen

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Werke und Ausgaben

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Datei:Greifswald Knopfstrasse 20 2012-05-28.jpg
Stadtbibliothek Greifswald

Monografien

  • Vorlage:Literatur
    Neuausgabe: Aufbau Taschenbuch, Berlin 2012, ISBN 978-3-7466-2861-5 (auch als E-Book).
  • Vorlage:Literatur
    Als E-Book: Saga Egmont, Kopenhagen 2022, ISBN 978-87-28-22315-4.
  • Vorlage:Literatur
    Neuausgabe: Nikol Verlag, Hamburg, ISBN 978-3-86820-453-7 (auch als E-Book).
  • Vorlage:Literatur
    Neuausgabe, erstmals in der Originalfassung: Aufbau Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-351-03641-6 (auch als E-Book).
  • Vorlage:Literatur
    Neuausgabe: Nikol Verlag, Hamburg 2018, ISBN 978-3-86820-452-0 (auch als E-Book).
  • Vorlage:Literatur
    Neuausgabe: Aufbau Taschenbuch, Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-2788-5 (auch als E-Book).
  • Vorlage:Literatur
    Als E-Book: Aufbau Digital, Berlin 2017, ISBN 978-3-8412-1364-8.
  • Vorlage:Literatur
    Neuausgabe mit Illustrationen von Philip Waechter: Annette Betz Verlag, Berlin/Wien 2013, ISBN 978-3-219-11545-1. Neuausgabe mit Illustrationen von Christa Unzner: Verlagshaus Jacoby & Stuart, Berlin 2017, ISBN 978-3-946593-38-6.
  • Vorlage:Literatur
    Neuausgabe: Boer Verlag, Grafrath 2019, ISBN 978-3-96662-028-4 (auch als E-Book).
  • Vorlage:Literatur
    Neuausgabe: Aufbau Taschenbuch, Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-2743-4 (auch als E-Book)
  • Vorlage:Literatur<ref>Die Geschichten wurden später auch in neuen illustrierten Ausgaben herausgegeben: 1960 Conrad Neubauer, 1962 Fritz Fischer (Grafiker), 1978 Hans Ticha, 1979 Jürg Furrer, 1979 Sabine Wilharm.</ref>
    Neuausgabe mit Zeichnungen von Conrad Neubauer-Conny: Aufbau Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-351-03795-6 (auch als E-Book).
  • Vorlage:Literatur
    Neuausgabe, erstmals in der Originalfassung: Aufbau Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-351-03760-4 (auch als E-Book).
  • Vorlage:Literatur
    Als E-Book: epubli, Berlin 2018, ISBN 978-3-7467-3067-7.
  • Vorlage:Literatur
    Neuausgabe: Aufbau Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-2687-1 (auch als E-Book).
  • Vorlage:Literatur
    Als E-Book: epubli, Berlin 2018, ISBN 978-3-7467-2899-5.
  • Vorlage:Literatur
    Als E-Book: Aufbau Digital, Berlin 2017, ISBN 978-3-8412-1366-2.
  • Vorlage:Literatur
    Neuausgabe: Aufbau Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-2789-2 (auch als E-Book).
  • Vorlage:Literatur
    Neuausgabe: Aufbau Taschenbuch, Berlin 2012, ISBN 978-3-7466-2863-9 (auch als E-Book).
  • Vorlage:Literatur
    Ungekürzte Neuausgabe: Aufbau-Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-351-03349-1 (auch als E-Book).

Postume Veröffentlichungen

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Werkausgabe

  • Ausgewählte Werke in Einzelausgaben. ab 1962 (10 Bände).

Sammelbände

  • Gesammelte Erzählungen. Braunschweig 1967.
  • Frühe Prosa in zwei Bänden. Neuausgabe 1993
  • Der Pleitekomplex – Sieben Malheurgeschichten. Zusammengestellt von Günter Caspar. Aufbau Taschenbuch Verlag, Berlin 1971, ISBN 3-7466-0034-0.
  • Tom Riebe (Hrsg.): Rudolf Ditzen [Versensporn – Heft für lyrische Reize; Nr. 32]. Edition Poesie schmeckt gut, Jena 2018.
  • Vorlage:Literatur
  • Warnung vor Büchern. Erzählungen und Berichte. Herausgegeben von Carsten Gabel. Reclam Verlag, Ditzingen 2021, ISBN 978-3-15-014081-9.
  • Vorlage:Literatur

Briefe

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Datei:FRM B 42.jpg
Brief von Fallada an Fritz Percy Reck-Malleczewen (1941)
  • Ulrich Ditzen (Hrsg.): Mein Vater und sein Sohn. Briefwechsel. Aufbau-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-351-02993-4.
  • Hans Fallada, Anna Ditzen: Wenn du fort bist, ist alles nur halb. Briefe einer Ehe. Herausgegeben von Ulrich Ditzen. Aufbau-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-351-03220-3.
  • Michael Töteberg, Sabine Buck (Hrsg.): Hans Fallada: Ewig auf der Rutschbahn – Briefwechsel mit dem Rowohlt Verlag. Rowohlt Verlag, Reinbek 2008, ISBN 978-3-498-02121-4.
  • Achim Ditzen (Hrsg.): Ohne Euch wäre ich aufgesessen. Geschwisterbriefe. Aufbau-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-351-03714-7.
  • Vorlage:Literatur
  • Vorlage:Literatur

Filme

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Verfilmungen

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„Kleiner Mann – was nun?“

„Jeder stirbt für sich allein“

„Altes Herz geht auf die Reise“

„Der eiserne Gustav“

„Geschichte vom goldenen Taler“

Weitere Verfilmungen

Filmbiografien und Dokudramen

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Hörbücher / Hörspiele

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  • Wer einmal aus dem Blechnapf frißt. Hörspiel. Bearbeitung (Wort): Paul Hühnerfeld; Regie: Gerd Beermann; Mitwirkende: Hans Quest (Kufalt), Paul Dättel (Mitgefangener), Karl Georg Saebisch (Petrow), Kurt Haars (Batzke), Karl Bockx (Kleiderbulle), Ernst Sladeck (Inspektor), Rudolf Siege (Auskunftsbeamter), Hilde Engel (Empfangsdame), Erwin Klietsch (Seidenzopf), Viktor Warsitz (Jauch), Arthur Mentz (Marcetus), Wolfgang Preiss (Mack), Max Mairich (Runge-Bär), Otto-Ernst Lundt (Grünspohn), Dirk Dautzenberg (1. Cito-Prestler), Freddy Klaus (2. Cito-Prestler), Kurt Ebbinghaus (3. Cito-Prestler), Hans Timerding (Sprecht), Wilhelm Kürten (Amtsgerichtsrat), Walter Kottenkamp (Pastor), Max Walter Sieg (Freese), Margot Müller (Frl. Kraft), Ernst Ehlert (1. Abonnent), Kurt Schacht (2. Abonnent), Gieslind Noebel (3. Abonnent), Stephanie Wiesand (4. Abonnent), Gunhild Bohnen (5. Abonnent), Dorimarie Fritzschler (6. Abonnent), Wolfgang Golisch (Glasermeister), Heinz Schimmelpfennig (2. Mitgefangener), Irene Reisinger (Sekretärin); Produktion: SWF, 1952<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
  • „Als hätte sich jemand ganz wundervoll betrunken“. Hans Falladas Jahre in Carwitz. Feature von Wolfgang Rödel. Mit Hilmar Thate, Jutta Wachowiak u. a. Regie: Horst Liepach. Prod.: ORB, 1993. (2000 unter dem Titel Hans Falladas Jahre in Carwitz im Audio Verlag als Hörbuch erschienen, ISBN 3-89813-121-1)
  • Kleiner Mann – was nun? Mit: Jutta Hoffmann. Prod.: MDR 2006, Der Audio Verlag (DAV), Berlin 2009, ISBN 978-3-89813-846-8 (Lesung, 4 CDs, 315 Min.)<ref>Martin Z. Schröder: Ein Diamant. – Jutta Hoffmann liest „Kleiner Mann – was nun?“ In: Süddeutsche Zeitung, 9. Februar 2007, S. 14, Artikelanfang.</ref>
  • Kleiner Mann – was nun? Mit Laura Maire, Matthias Brandt. Der Audio Verlag (DAV), Berlin 2010, ISBN 978-3-89813-969-4 (Hörspiel, 1 CD, 74 Min.)
  • Geschichten aus der Murkelei. Mit Dieter Mann. Der Audio Verlag (DAV), Berlin 2008, ISBN 978-3-89813-753-9 (Lesung, 2 CDs, 143 Min.)
  • Jeder stirbt für sich allein. Mit Ulrich Noethen. Osterwoldaudio, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86952-145-9 (Lesung, 8 CDs, 563 Min.)
  • Jeder stirbt für sich allein. Hörspielbearbeitung: Peter Goslicki. Mit Gunter Schoß, Gudrun Ritter, Hans-Peter Minetti, Henry Hübchen. Rundfunk der DDR 1987 / Der Audio Verlag (DAV), Berlin 2011, ISBN 978-3-86231-101-9 (Hörspiel, 2 CDs, 139 Min.)
  • Bauern, Bonzen und Bomben. Mit Otto Sander, Jörg Schüttauf, Dieter Mann u. a., MDR 1997, Osterwoldaudio, Hamburg 2012, ISBN 978-3-86952-123-7 (Hörspiel, 5 CDs, 345 Min.)
  • Ein Mann will nach oben. Mit Ulrich Noethen. Osterwoldaudio, Hamburg 2012, ISBN 978-3-86952-117-6 (Lesung, 8 CDs, 569 Min.)
  • Christkind verkehrt. Mit Ulrich Noethen und Anna Thalbach. Osterwoldaudio, Hamburg 2012, ISBN 978-3-86952-140-4 (Lesung, 2 CDs, 135 Min.)
  • Der Bettler, der Glück bringt. Mit Ulrich Noethen und Anna Thalbach. Osterwoldaudio, Hamburg 2013, ISBN 978-3-86952-150-3 (Lesung, 2 CDs, 149 Min.)
  • Der Alpdruck. Mit Ulrich Noethen. Osterwoldaudio, Hamburg 2014, ISBN 978-3-86952-204-3 (Lesung, 5 CDs, 363 Min.)
  • Wer einmal aus dem Blechnapf frißt / Die Quangels. Hörspiel. Osterwoldaudio, Hamburg 2015, ISBN 978-3-86952-290-6 (Hörspiel, 2 CDs, 126 Min.)
  • Geschichten aus der Murkelei. Erzählt von Peter Bieringer (ungekürzte Lesung). hoerbuchedition words & music, 2018.
  • Warnung vor Büchern. Gelesen von Ulrich Noethen. Hörbuch Hamburg, 2022, ISBN 978-3-8449-2925-6.

Literatur (Auswahl)

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Die Landesbibliographie MV verzeichnet derzeit mehr als 850 Literaturnachweise zu Hans Fallada, darunter knapp 150 selbständig erschienene Schriften (siehe Weblinks).

  • Tom Crepon: Leben und Tode des Hans Fallada. Ullstein, Frankfurt am Main/Berlin/Wien 1984 (zuerst: Mitteldeutscher Verlag, Halle Leipzig 1978), ISBN 3-548-27529-X.
  • Ulrich „Uli“ Ditzen:<ref>Der Autor und Wuppertaler Rechtsanwalt Ulrich Ditzen ist der älteste Sohn Hans Falladas.</ref> Mein Vater und sein Sohn. Aufbau, Berlin 2004, ISBN 3-351-02993-4.
  • Gustav Frank, Stefan Scherer (Hrsg.): Hans Fallada Handbuch. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2019, ISBN 978-3-11-028187-3.
  • Karl-Heinz Göttert mit Günter Wallraff (Hrsg.): Fallada zum Vergnügen. Reclam, Stuttgart 2022, ISBN 978-3-15-014258-5.
  • Roland Lampe: Paradies mit Brennnesseln. Hans Fallada in Brandenburg. Findling, Werneuchen 2023, ISBN 978-3-933603-79-1.
  • Werner Liersch: Hans Fallada. Sein großes kleines Leben. Rowohlt, Reinbek 1997 (zuerst: Verlag Neues Leben, Berlin 1981), ISBN 3-499-13675-9.
  • Jürgen Manthey: Hans Fallada. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. 12. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2002 (= rororo 50078; Rowohlts Monographien), ISBN 3-499-50078-7.
  • Gunnar Müller-Waldeck: Fallada, Hans (1893–1947). In: Dirk Alvermann, Nils Jörn (Hrsg.): Biographisches Lexikon für Pommern. Band 1 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern. Reihe V, Band 48,1). Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2013, ISBN 978-3-412-20936-0, S. 60–66.
  • Gunnar Müller-Waldeck, Roland Ulrich (Hrsg.): Hans Fallada. Sein Leben in Bildern und Briefen. Aufbau-Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-351-03299-4.
  • Cecilia von Studnitz: Es war wie ein Rausch. Fallada und sein Leben. Droste, Düsseldorf 1997, ISBN 3-7700-1064-7.
  • Cecilia von Studnitz: Ich bin nicht der, den Du liebst. Die frühen Jahre des Hans Fallada in Berlin. Steffen Verlag, Friedland 2007, ISBN 978-3-910170-63-6.
  • Vorlage:NDB
  • Jenny Williams: Mehr Leben als eins – Hans Fallada – Biographie. Übersetzt aus dem Englischen von Hans Christian Oeser. Aufbau, Berlin 2002, ISBN 978-3-351-02532-8 (im Anhang: u. a. ein Werkverzeichnis, Werke anderer Autoren und ein Literaturverzeichnis.) Englische Erstausgabe London 1998.
  • Klaus-Jürgen Neumärker: Der andere Fallada. Eine Chronik des Leidens. Steffen Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-941683-49-5.
  • Gunnar Müller-Waldeck: Hans Fallada – nach wie vor. Betrachtungen – Erinnerungen – Gespräche – biographische Splitter. Edition Pommern, Elmenhorst/Vorpommern 2016, ISBN 978-3-939680-32-1.
  • Peter Walther, Gunnar Müller-Waldeck (Hrsg.): Hans Fallada. Die Biographie. Aufbau-Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-351-03669-0.
  • André Uzulis: Hans Fallada. Biografie. Steffen Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-941683-71-6.
  • Carsten Gansel: Zwischen Auflösung des Erzählens und ‚Präzisionsästhetik’ – Hans Falladas Frühwerk „Die Kuh, der Schuh, dann du“ und das moderne Erzählen. In: Carsten Gansel, Werner Liersch (Hrsg.): Hans Fallada und die literarische Moderne. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2009, S. 35–50.
  • Carsten Gansel (Hrsg.): Hans Fallada: Die RAD-Briefe aus dem besetzten Frankreich 1943. Nachwort von Carsten Gansel, Verlag Das Kulturelle Gedächtnis, Berlin 2022.
  • Carsten Gansel (Hrsg.): Hans Fallada: Warnung vor Büchern. Erzählungen und Berichte. Reclam, Stuttgart 2021.
  • Gunnar Müller-Waldeck: Von Fridolin und anderem Getier. Hans Falladas letztes Kinderbuch. In: Sinn und Form 2/2024, S. 422–426, ISBN 978-3-943297-76-8

Romane (Auswahl)

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  • Michael Töteberg: Falladas letzte Liebe. (Roman) Aufbau-Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-351-03894-6.
  • Oliver Teutsch: Die Akte Klabautermann. Roman über die Entstehung von Hans Falladas letztem Roman. Axel Dielmann-Verlag, Frankfurt am Main 2022, ISBN 978-3-86638-343-2.

Bibliographie

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  • Enno Dünnebier: Hans Fallada. 1893–1947. Eine Bibliographie. Federchen, Neubrandenburg 1993, ISBN 3-910170-11-0.
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Datenbanken Vorlage:Commonscat Vorlage:Wikisource Vorlage:Wikiquote

Einzelnachweise

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