Chakassien

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Vorlage:Infobox Föderationssubjekt Russlands

Datei:Khakassia republic map.png
Chakassien
Datei:Tuwa Sajanskij-Pass 200107260013.jpg
Sajanski-Pass auf 2206 m Höhe an der Grenze zwischen Chakassien und Tuwa
Datei:Chakassien Tal Kiug 200107240115.jpg
Ziehbrunnen im Tal Kiug, 137 km von der Hauptstadt der Republik Chakassien Abakan entfernt

Chakassien (Vorlage:RuS/ Transkription Chakassija, Vorlage:KjhS) ist eine Republik im Süden des Föderationskreises Sibirien in Russland. Die Hauptstadt Abakan liegt am südlichen Ende des Krasnojarsker Stausees am Jenissei.

Geographie

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Chakassien liegt im Süden des Föderationskreises Sibirien am Nordabhang des Westsajan-Gebirges am Oberlauf des Jenissei und an dessen Nebenfluss, dem Abakan. Die gleichnamige Hauptstadt Abakan liegt am südlichen Ende des Krasnojarsker Stausees. Im Norden und Osten grenzt Chakassien an die Region Krasnojarsk, im Südosten an Tuwa, im Süden an die autonome Republik Altai, und im Westen an die Region Altai und die Oblast Kemerowo. Die Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 460 km und von Westen nach Osten etwa 200 km. Das Sajangebirge nimmt etwa zwei Drittel des Territoriums ein.

In Chakassien gibt es etwa 1000 süß- und Salzwasserseen, die größten sind der Beljosee, der Schirasee und der Itkulsee.

Das Klima Chakassiens ist kontinental, mit trockenen, heißen Sommern und kalten, schneearmen Wintern. Die Durchschnittstemperatur ist im Januar −18,9 °C und im Juli +17,9 °C. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt 300–700 mm im Jahr in der Steppenzone und 1500 mm in der Taiga und Gebirgszone.

Die Fläche der Republik Chakassien macht mit 61.569 km²<ref name="flaeche_metadaten" /> rund 0,4 % des russischen Territoriums aus; die Entfernung von Moskau nach Abakan beträgt etwa 4200 km.

Flora und Fauna

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Die Wälder Chakassiens sind ein Naturschatz der Republik. Sie nehmen etwa zwei Drittel des Territoriums ein. Etwa 96 % der Wälder sind Bergwald. Die Nadelhölzer bestimmen 75 % der gesamten Waldfläche, ein Drittel davon sind Sibirische Zirbelkiefern. 20 % Chakassiens gehört zur Steppenzone.

Es kommen über 1500 Pflanzenarten vor, von denen etwa 300 wirtschaftlich genutzt werden. Auf dem Territorium der Republik leben etwa 45 Vogel- und 76 Säugetierarten, darunter auch bedeutende Ziele für die Jagd wie Altai-Maral, Sibirisches Reh, Moschustiere, Wildschwein und Sibirischer Steinbock. Ferner kommen Bären, Zobel, Fuchs und Biber vor; dagegen sind Rothund und Schneeleopard sehr seltene Tiere. In den großen und kleinen Flüssen und Seen leben 37 Fischarten, darunter Europäische Äsche, Forelle und Stör.

Geschichte

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Der chakassische Staat hatte schon jahrhundertelang Bestand, ehe er im 13. Jahrhundert an die Mongolen fiel. Anfang des 18. Jahrhunderts konsolidierte sich die russische Herrschaft, im 19. Jahrhundert begann die russische Einwanderung und die Chakassen konvertierten teilweise zum orthodoxen Glauben.

Die Region Chakassien wurde am 10. Oktober 1930 gegründet.

In der Stalinzeit befanden sich mehrere Gulag in der Umgebung von Abakan. Die Gefangenen wurden in der Kohleförderung, in der Förderung von Goldvorkommen, beim Bau eines erdölverarbeitenden Kombinats und in der Holzgewinnung eingesetzt.

Nach dem Ende der Sowjetunion wurde Chakassien 1991 eine autonome Republik innerhalb Russlands.

Bevölkerung

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Bei der Volkszählung 2010 wurde eine Anzahl von 532.403 Bewohnern ermittelt. Die Titularnation, die Chakassen, sind ein Turkvolk. Sie sind in ihrer Republik allerdings in der Minderheit. Rund 80 % der Einwohner sind Russen. Kleinere Minderheiten sind Russlanddeutsche, Ukrainer und Tataren. Eine einheimische Minderheit sind die Schoren.

Während der Stalinzeit veränderten sich die ethnischen Verhältnisse stark. Ein Riesenstrom von Slawen (Russen, Ukrainer und Weißrussen) wanderte zu. In und nach dem Zweiten Weltkrieg stießen deportierte Deutsche und Polen dazu. Zu ihnen gesellten sich zudem viele Angehörige von anderen Sowjetvölkern, namentlich Mordwinen und Tschuwaschen (1926 688, 1970 6949 Personen). Ab den 1980er-Jahren wanderten zahlreiche Polen und Deutsche in ihre Heimat ab. Nach Ende der Sowjetunion kehrten zudem zahlreiche Menschen der Sowjetnationalitäten in ihre Herkunftsgebiete zurück. Aus diesem Grund sank die Einwohnerzahl von 1989 567.000 auf 2010 532.000 Menschen (−6,1 %).

Amtssprachen sind Chakassisch und Russisch. Die Bevölkerung bekennt sich vorwiegend zur Russisch-Orthodoxen Kirche, daneben gibt es eine muslimische Minderheit.

Volksgruppe VZ 1926 VZ 1939 VZ 1959 VZ 1970 VZ 1979 VZ 1989 VZ 2002 VZ 2010 1
Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl %
Chakassen 44.219 49,8 % 45.799 16,8 % 48.512 11,8 % 54.750 12,3 % 57.281 11,5 % 62.859 11,1 % 65.421 12,0 % 63.643 12,0 %
Russen 41.390 46,6 % 205.254 75,3 % 314.455 76,5 % 349.362 78,4 % 395.953 79,4 % 450.430 79,5 % 438.395 80,3 % 427.647 79,6 %
Deutsche 46 0,1 % 333 0,1 % 10.512 2,6 % 10.547 2,4 % 11.130 2,2 % 11.250 2,0 % 9.161 1,7 % 5.976 1,1 %
Ukrainer 836 0,9 % 7.788 2,9 % 14.630 3,6 % 9.480 2,1 % 10.398 2,1 % 13.223 2,3 % 8.360 1,5 % 5.039 0,9 %
Tataren 301 0,3 % 3.043 1,1 % 3.796 0,9 % 3.647 0,8 % 4.249 0,9 % 4.721 0,8 % 4.001 0,7 % 3.095 0,6 %
Schoren 99 0,1 % 862 0,3 % k.Ang. ?,?% 887 0,2 % 1.015 0,2 % 1.207 0,2 % 1.078 0,2 % 1.150 0,2 %
Andere 1.981 2,2 % 9.651 3,5 % 19.142 4,7 % 17.151 3,8 % 18.358 3,7 % 23.171 4,1 % 19.658 3,6 % 25.853 4,9 %
Einwohner 88.872 100 % 272.730 100 % 411.047 100 % 445.824 100 % 498.384 100 % 566.861 100 % 546.072 100 % 532.403 100 %
1 8.689 Personen konnten keiner Volksgruppe zugeteilt werden. Diese Leute verteilen sich vermutlich anteilmässig gleich wie die ethnisch zugeschiedenen Einwohner.<ref>Bevölkerung der russischen Gebietseinheiten nach Nationalität 2010 (russisch) Vorlage:Webarchiv</ref>

Wirtschaft

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Tourismus

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Absolut gesehen trägt das Hotel- und Gastgewerbe in Chakassien mit 1,96 Mrd. Rubel zum BIP bei; dies entspricht 1,5 Prozent des BIPs. Somit ist dem Tourismus in Chakassien eine relativ hohe Bedeutung beizumessen. Dies wird auch in einem Vergleich der Gebietseinheiten Russlands deutlich.<ref name="gks.ru">gks.ru Уровень безработицы (в процентах)</ref> Der Tourismus als Wirtschaftszweig hat eine hohe Stellung in Chakassien, dies ist auch an der Gründung eines eigenständigen Komitees ersichtlich. Die Republik ist reich an Heilquellen. Für ihre balneologischen Eigenschaften bekannte Seen sind der Schira, der Beljo, der Utitschje, der Altaiskoje, der Tus, der Schunet, der Chankul und mehrere kleinere Seen. Zusätzlich verfügt die Republik über archäologischen Denkmäler, sie spielen eine besondere Rolle für die Region.

Im Zeitraum von 2011 bis 2013 hat sich die Zahl der nationalen Touristen verdreifacht, die der internationalen ist um das 1,5- fache gestiegen. Im Jahre 2013 gab es absolut gesehen 398.000 inländische Touristen in Chakassien und 2800 ausländische Touristen. Die Deutschen bilden den Großteil dieser, gefolgt von Touristen aus der Volksrepublik China, Italien und dem Baltikum. Weiterhin kommen die Touristen auch aus Australien und Österreich. Ein großes Problem im Tourismus stellt die Verständigung dar. Entweder verfügen die Experten über hohe Kenntnisse im Bereich der Geschichte oder im Tourismus Chakassiens oder sprechen mehrere Sprachen. Weiterhin stellen Familien, v. a. Russland-Deutsche und auch Globetrotter eine wichtige Zielgruppe dar. Im Incoming-Tourismus sind dies hauptsächlich Besucher aus dem Sibirischen Föderalen Okrug. Menschen aus der Oblast Kemerowo kommen besonders gerne hierher, da sie einen Gegensatz zu ihrer eigenen, stark industriebelasteten Region suchen. Gäste aus Moskau sind jedoch auch häufig in der Region. Darüber hinaus machen vor allem die einheimischen Touristen aus dem europäischen Teil Russlands einen besonders hohen Anteil der „wilden“ Touristen aus. Chakassien steigert die Bekanntheit des Landes über Auftritte auf der ITB (Internationale Tourismusmesse Berlin) und durch Journalisten-Reisen.

Unter den Tourismusarten dominiert der Kulturtourismus mit 39 Prozent, gefolgt vom Badetourismus mit 26 Prozent. Der Aktiv- und Sporttourismus folgt dicht darauf mit 25 Prozent, weiter hinten liegt der Gesundheitstourismus mit neun Prozent und der Geschäftstourismus macht bislang einen geringen Anteil von einem Prozent aus. Die Betriebe in der Tourismusindustrie sollen sich im Zeitraum von 2011 bis 2013 um 27 % auf 46 erhöht haben.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref>

Energie

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In der Hauptstadt Abakan wurde ein großer Industriekomplex errichtet, in dem vor allem die Aluminiumschmelze bedeutend ist. Die Energiegewinnung erfolgt durch ein Stausystem des Jenissei: Sajano-Schuschensker Stausee (1963–1988), Maina-Stausee (1979–1987) und Krasnojarsker Stausee (1961–1967). Der Anteil des BIP an der Energie- und Wasserversorgung in Chakassien liegt bei 10,2 %.<ref name="gks.ru" /> Zwei Drittel des Energievolumens Chakassiens werden in das Stromnetz Sibiriens weitergeleitet.<ref>AMSARAKOW, Boris (2007) in: Deutsch-Russisches Forum e. V. (Hrsg.): Über die Region – Die Republik Chakassien. Vorlage:Webarchiv 0</ref>

Rohstoffgewinnung

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In Chakassien werden Kohle, Eisen, Molybdän, Gold, Baryt und Bentonitvorkommen ausgebeutet. Daneben werden auch verschiedene Halbedelsteine und Baumaterialien gewonnen. Der Anteil von Baryt in Chakassien macht 27 Prozent vom gesamten Rohstoffvorrat Russlands aus.<ref>Amsarakow, Boris (2007) in: Deutsch-Russisches Forum e. V. (Hrsg.): Über die Region – Die Republik Chakassien Vorlage:Webarchiv 0</ref> Die Vielzahl an Bodenschätze führt so zu einer entwickelten Bergbau-, Metallhütten- und Holzindustrie.<ref>german.ruvr.ru</ref> Darüber hinaus spielt die Rohstoffindustrie auch eine wichtige Rolle im Außenhandel. Aluminium, Aluminiumerzeugnisse, Schwarzmetall und Schwarzmetallerzeugnisse stellen wichtige Exportgüter dar. Sie werden vor allem in die Vereinigten Staaten, die Türkei, Japan, die Volksrepublik China, die Niederlande, die Ukraine, Deutschland und Korea exportiert. Importiert werden hauptsächlich Maschinen, Ausrüstung und chemische Erzeugnisse aus Kasachstan, der Ukraine, China, Deutschland, Italien, den Niederlanden und Japan.<ref>Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (o. J.): Republik Chakassien – Wirtschaftsdaten. regionen-russland.de</ref>

Landwirtschaft

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Auch wenn der Sektor Landwirtschaft, Jagdwesen und Forstwirtschaft im BIP Chakassiens nur an zehnter Stelle steht, ist die Republik überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Insgesamt fallen 70 Prozent der Agrarwirtschaft auf die Viehzucht und 30 Prozent auf den Ackerbau. In der Zeitspanne von 2008 bis 2010 wurde die regionale Landwirtschaft vom russischen Staat mit ungefähr 50 Millionen Euro unterstützt. Darüber hinaus ist ein generelles Wachstum der landwirtschaftlich genutzten Flächen und Erträge zu verzeichnen. Die Fleischerzeugung stieg um 3,8 Prozent, die von Milch um 10 Prozent und die von Eiern um 23 Prozent. Dabei soll die Fleischproduktion der Republik durch den Bau einer vertikal integrierten Mastanlage und einer jährlichen Produktion von 30.000 Tonnen Fleisch verfünffacht werden. Die Investition des größten lokalen Agrarbetriebs APK Mawr in dieses Projekt beträgt rund 180 Millionen Euro. Darüber hinaus eignen sich die klimatischen Verhältnisse Chakassiens gut für die Zucht von Ziegen und Schafen, weshalb nach einem Investor für eine Farm zur Erzeugung von Ziegenmilch gesucht wird.<ref>Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (o. J.): Republik Chakassien – Wirtschaftsdaten. regionen-russland.de</ref>

Verwaltungsgliederung

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Die Republik Chakassien gliedert sich in acht Rajons und fünf Stadtkreise. Den Rajons sind insgesamt 6 Stadt- und 82 Landgemeinden unterstellt (Stand: 2010).

Stadtkreise

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<ref group="A" name="nummer">Nummer des Rajons/Stadtkreises (in alphabetischer Reihenfolge der Namen im Russischen)</ref> Stadtkreis Einwohner<ref group="A" name="einwohner">Einwohnerzahlen vom 1. Januar 2010 (Berechnung)</ref> Fläche
(km²)
Bevölkerungs-
dichte
(Ew./km²)
Weitere Orte<ref group="A">Siedlungen städtischen Typs</ref> Anzahl
städtischer
Siedlungen
II Abakan 163.617 112 1461   1
I Abasa 16.901 22 768   1
III Sajanogorsk 63.461 89 713 Maina, Tscherjomuschki 3
IV Sorsk 12.982 6 2164   1
V Tschernogorsk 78.708 118 667 Prigorsk 2

Rajons

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<ref group="A" name="nummer" /> Rajon Einwohner<ref group="A" name="einwohner" /> Fläche
(km²)
Bevölkerungs-
dichte
(Ew./km²)
Stadt-
bevölkerung
Land-
bevölkerung
Verwaltungssitz Weitere Orte<ref group="A">Siedlungen städtischen Typs bzw. Stadtgemeinden</ref> Anzahl
Stadt-
gemeinden
Anzahl
Land-
gemeinden
1 Altaiski 23.509 1736 13,5 23.509 Bely Jar   9
2 Askis 43.286 8201 5,3 10.848 32.438 Askis (Dorf) Askis (Siedlung), Biskamscha, Werschina Tjoi 3 11
3 Beja 21.796 4536 4,8 21.796 Beja   9
4 Bograd 15.325 4524 3,4 15.325 Bograd   10
5 Ordschonikidsewskoje 14.540 6611 2,2 4.567 9.973 Kopjowo   1 8
8 Schira 27.824 6809 4,1 756 27.068 Schira Schemtschuschny 1 14
6 Taschtyp 15.871 20012 0,8 15.871 Taschtyp   9
7 Ust-Abakan 41.331 8821 4,7 15.822 25.509 Ust-Abakan   1 12

Anmerkungen: <references group="A" />

Städte

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In Chakassien gibt es fünf Städte und acht Siedlungen städtischen Typs. Neben der Republikhauptstadt Abakan sind Tschernogorsk und Sajanogorsk die mit Abstand größten Städte.

Größte Städte und städtische Siedlungen
Stadt*/Städt. Siedlung Russisch Einwohner
Vorlage:EWD<ref name="einwohner_aktuell" />
Abakan* Vorlage:Lang Vorlage:EWZT
Tschernogorsk* Vorlage:Lang Vorlage:EWZT
Sajanogorsk* Vorlage:Lang Vorlage:EWZT
Abasa* Vorlage:Lang Vorlage:EWZT
Ust-Abakan Vorlage:Lang Vorlage:EWZT
Sorsk* Vorlage:Lang Vorlage:EWZT

Vorlage:Siehe auch

Bildung

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Chakassien besitzt eine gut entwickelte Bildungslandschaft. Neben der Staatlichen Universität verfügt die Region über das Chakassische Business-Institut, eine Akademie für Geisteswissenschaften und ein Technisches Institut der Sibirischen Föderalen Universität. Die größte Universität ist die Chakassische Staatliche Katanow-Universität in der Hauptstadt Abakan, welche über eine gute Forschungsbasis in geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Fachrichtungen verfügt. Weiterhin existieren internationale Beziehungen zu Universitäten in China, Deutschland, Frankreich, der Mongolei und Portugal. Zudem steht die Universität im engen Kontakt zu gesellschaftlichen Organisationen, bei denen der Fokus auf der deutschen Sprache und Kultur liegt, zum Beispiel das Zentrum für deutsche Kultur Abakan, der Deutschlehrerverband und das Lehrmittelzentrum des Goethe-Instituts.<ref>AMSARAKOW, Boris (2007) in: Deutsch-Russisches Forum e. V. (Hrsg.): Über die Region – Die Republik Chakassien. Vorlage:Webarchiv =</ref> Im Jahre 2008/2009 gab es in Chakassien 717 Studenten auf 10.000 Einwohner, im Okrug hingegen 943 und auf nationaler Ebene 961.<ref>Численность студентов образовательных учреждений высшего профессионального образования http://www.gks.ru/bgd/regl/b13_14p/IssWWW.exe/Stg/d1/05-29-1.htm</ref>

Verkehr

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Die Republik Chakassien weist eine Straßennetzdichte von 75 km/1000 km² auf. Zu den föderal bedeutenden Hauptverkehrslinien gehört unter anderem die Straße Jenissej zwischen Abakan und Ak-Dowurag. Darüber hinaus zählt dazu die Verbindung Chakassiens mit der Region Krasnojarsk, der Republik Tuwa und anderen Gebieten der Russischen Föderation im Osten und Westen Sibiriens. Auch dem Bau der Autobahn zwischen Abakan und Taschtagol wird große Bedeutung beigemessen. Des Weiteren ist die Verkehrsinfrastruktur Chakassiens durch den Schienenverkehr geprägt. Die Schienennetzdichte Chakassiens beläuft sich auf 10,8 m/km². Die Strecke der Transsibirischen Eisenbahn führt durch Chakassien. Sie fährt Strecken zwischen Abakan und Taischet, Achinsk und Nowokusnezk. Darüber hinaus ist die Republik Chakassien durch zwei internationale Flughäfen angeschlossen. Ein Flughafen befindet sich in Abakan, der andere in Sajanogorsk.<ref>DEUTSCH-RUSSISCHE AUSLANDSHANDELSKAMMER regionen-russland.deVorlage:Toter Link blick/sibirien/chakassien/</ref>

Sehenswürdigkeiten

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Sapowednik Chakasski

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In Chakassien wurde im Jahr 1999 das 2675,6 km² große Chakassisches Naturreservat ausgewiesen. Es handelt sich nicht um ein zusammenhängendes Gebiet, sondern um neun Teilgebiete, die sich über die ganze chakassische Republik verteilen. Das Naturschutzreservat hat, neben der Bestandserhaltung der Flora und Fauna, auch den Zweck als Forschungs- und Bildungsstätte zu dienen.

Datei:Itkul See im Chakassischen Naturschutzreservat.jpg
Itkul See im Sapowednik Chakasski

Ski- und Naturschutzgebiet Ivanovski Osjora

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Die Iwanowskije Ossjora stehen derzeit in der Planung zum regionalen Naturpark, der eine Fläche von 50 bis 60.000 Hektar umfassen soll. Im Oberlauf befinden sich die Flüsse Sarala, Isbass und der Schwarze Ijus. Die Seen, die sich in dem Hochgebirge befinden, verfügen über eine sehr hohe Wasserqualität. Außerdem sind hier auch Schneefelder zu finden, die das ganze Jahr über bestehen und daher auch Winterbergsportarten ganzjährig angeboten werden können.<ref>Кузнецкий Алатау / ключевые пункты / Ивановские озёра. Vorlage:Webarchiv</ref> Das Skigebiet bietet eine hohe Schneesicherheit, die Schmelze beginnt erst ab Juni, wobei es auch die permanenten Schneefelder gibt. Die niedrige Lawinengefahr ist ebenfalls ein großer Anreiz für die Touristen. Semeinaja (1.293 m), Stolowaja (1.320 m), Transwaalskaja (1.386 m), Iwanowskaja (1.391 m), Saosjornaja (1.657 m), Gus (1.460 m) und Panfilowskaja (1.335 m). Die Steigung variiert zwischen 15 und 51 Grad und der Höhenunterschied läuft von 200 bis 400 m. Die Skipisten umfassen eine Länge von 700 bis 1.500 m.<ref>priiskovy.ru</ref>

Sunduki

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Die Sunduki stellen eine Bergreihe dar. Sie zieht sich von dem Schira rajon bis zum Ordschonikidsewskoje. Die nächstgelegenen Orte sind Ijus und Schira. Der Beljosee und der Schirasee liegen ebenfalls im näheren Umkreis. Der Name bedeutet „Truhe“ und ist auf die truhenähnliche Form der dort vorzufindenden Gesteinsformationen zurückzuführen. Die Bergreihen besteht aus fünf „Sunduki“, wobei der höchste Punkt bei 364 m liegt. Diese Bergreihe bietet Wanderern eine tolle Kulisse und wurde bereits im Jahre 1721 von Daniel Gottlieb Messerschmidt bewandert und abgezeichnet. Die Darstellungen wurden in Büchern über Sibirien bis ins 19. Jahrhundert übernommen. Es wird davon ausgegangen, dass zur damaligen Zeit der Sitz des Khans ganz oben war und die Armee sich unten im Tal sammelte.

Datei:Sunduki in Chakassien.jpg
Sunduki
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Einzelnachweise

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<references />

Vorlage:Navigationsleiste Föderationssubjekte Russlands