Braunau am Inn

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Vorlage:Österreichbezogen Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich

Braunau am Inn ist die älteste und mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD) bevölkerungsreichste Stadtgemeinde im Innviertel in Oberösterreich. Die Grenzstadt am Inn bildet mit der gegenüberliegenden deutschen Stadt Simbach am Inn in Bayern ein grenzübergreifendes Mittelzentrum. Braunau ist Sitz der Bezirkshauptmannschaft des Bezirks Braunau am Inn. Weltweit bekannt ist Braunau als Geburtsort Adolf Hitlers. Der Ort ist nicht zu verwechseln mit dem einstigen böhmischen Braunau (heute Broumov, in Tschechien).

Geografie

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Geografische Lage

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Braunau am Inn liegt im Innviertel auf 352 m Höhe, etwa 15 km östlich des Zusammenflusses von Inn und Salzach.

Die geografische Ausdehnung beträgt 7,8 km von Nord nach Süd sowie 9,1 km von West nach Ost.<ref>Vorlage:Webarchiv.</ref> Das Stadtgebiet umfasst 24,7 km² Fläche, von denen 16,2 % bewaldet sind und 53,0 % landwirtschaftlich genutzt werden.

Braunau am Inn liegt rund 60 km nördlich von Salzburg und auf etwa halber Strecke je rund 110–120 km östlich von München und westlich von Linz entfernt.

Stadtgliederung

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Das Stadtgebiet umfasst folgende 22 Stadtteile (in Klammern Einwohnerzahl Stand Vorlage:EWDVorlage:EWR):

Vorlage:Mehrspaltige Liste

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Braunau am Inn, Osternberg und Ranshofen. Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Braunau am Inn.

Nachbargemeinden

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Vorlage:Nachbargemeinden

Geschichte

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In römischer Zeit gehörte das Gebiet um Braunau südlich des Inn zur Provinz Noricum. An der Filialkirche Haselbach hat sich mit dem „Haselbacher Römerstein“ ein Weihealtar für die Siegesgöttin Victoria Augusta erhalten.<ref>Votive inscription from Iuvavum, bei – Braunau/Inn (Noricum), auf edh.ub.uni-heidelberg.de</ref><ref>9077 Altar für Victoria, auf lupa.at</ref>

Vom 8. Jahrhundert bis 1914

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Datei:Bayern nach der Teilung 1392.png
Die vier bayerischen Teilherzogtümer nach der Landesteilung von 1392
Datei:Belagerungsmünze Braunau, 6 Kreuzer 1743, CNG.jpg
Braunauer Notklippe zu 6 Kreuzer mit der Jahreszahl 1743. (Silber; 1,12 g)
Datei:Hinrichtung Johann Philipp Palms.jpg
Hinrichtung Palms 1806

788 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung von Rantersdorf (Ranshofen), und 1120 wurde Braunau zum ersten Mal urkundlich unter der Schreibung Prounaw erwähnt. Jahrhundertelang gehörte Braunau, wie das ganze Innviertel, zu Bayern. 1260 erhielt Braunau das Stadtrecht. Beim großen Stadtbrand 1380 wurde die hölzerne Stadt der Gründungszeit samt Innbrücke völlig zerstört. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Stadtpfarrkirche Sankt Stephan erbaut, und 1492 erfolgte die Grundsteinlegung für den 87 Meter hohen Turm der Stephanskirche. 1504 wurde die Stadt im Landshuter Erbfolgekrieg von den Pfälzern beschossen und kurzzeitig besetzt.

Während des bayerischen Bauern- und Volksaufstandes 1705/1706 (Sendlinger Mordweihnacht) wurde Braunau von österreichischen Truppen der Reichsarmee unter dem Oberbefehl des habsburgischen Kaisers Joseph I. kurzzeitig belagert. Die Truppen mussten sich aber den Aufständischen am 16. Dezember 1705 ergeben. Braunau und Burghausen wurden damit zu den militärischen und politischen Zentren der Aufstandsbewegung. In der Stadt tagte das erste demokratische Gebilde, der Landesdefensionskongress (Braunauer Parlament). Im Zuge des Österreichischen Erbfolgekrieges wurde Braunau 1743 erneut von der Reichsarmee belagert. Auf den Braunauer Notklippen ist das Datum 9. Mai 1743 aufgeprägt, der Beginn der Belagerung.

Braunau kam nach dem Frieden von Teschen 1779 zusammen mit den östlich des Inn gelegenen Gebieten des kurfürstlichen Rentamtes Burghausen, die bis dahin „Innbaiern“ geheißen hatten, als „Innviertel“ an die Habsburger. Der Untere Inn, der bis dahin in erster Linie ein Handelsweg innerhalb Bayerns gewesen war, wurde damit auch in Braunau zum Grenzfluss zwischen dem Kurfürstentum Bayern und Österreich ob der Enns.

Während der Koalitionskriege wurde Braunau zunächst französisch. Der Nürnberger Buchhändler Johann Philipp Palm wurde 1806 in Braunau auf Befehl Napoleons wegen Hochverrats hingerichtet. Ab 1810 gehörte das Innviertel kurzzeitig wieder zum Königreich Bayern, ehe es 1816 (Vertrag von München) endgültig zu Oberösterreich kam.

Am 28. März 1874 zerstörte ein Brand, der in einem Brauhaus am Stadtplatz ausgebrochen war, mehr als 70 Häuser.

Datei:Soldatenfriedhof Braunau-Haselbach 01.jpg
Soldatenfriedhof Braunau-Haselbach des ehemaligen k.u.k. Kriegs­gefangenen­lagers Braunau

1914 bis 1938

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In Braunau befand sich 1914 die Garnison des k. u. k. Galizische Feldjäger-Bataillons Nr. 4. Im Ersten Weltkrieg befand sich mit dem k.u.k. Kriegsgefangenenlager Braunau ein Kriegsgefangenenlager der k.u.k. Armee nahe der Stadt, das bei Kriegsbeginn entlang der Mattig errichtet wurde. Bei den Offensiven in Serbien und Galizien hatte die k.u.k. Armee hunderttausende Kriegsgefangene gemacht, für die zahlreiche Lager gebaut wurden. Die oberösterreichischen Standorte dieser Lager waren Aschach, Braunau, Freistadt, Kleinmünchen, Marchtrenk und Mauthausen, daneben existierte noch das Internierungslager Linz-Katzenau.<ref>Liste der k.u.k. Kriegsgefangenenlager in Oberösterreich</ref> Im k.u.k. Kriegsgefangenenlager Braunau waren in 120 Baracken bis zu 15.000 Kriegsgefangene untergebracht. Für die Todesopfer wurde in Haselbach ein Lagerfriedhof errichtet, der als Soldatenfriedhof Braunau-Haselbach heute durch das Österreichische Schwarze Kreuz betreut und gepflegt wird. Die k. u. k. Marine-Akademie wurde 1915 darauf von Pula in die Salzburgertor-Kaserne (heute Bucheder) verlegt. Im Ortsteil Laab wurde das Flüchtlingslager Braunau errichtet, in dem Flüchtlinge aus dem Trentino (damals: Welschtirol) untergebracht wurden.

Datei:Pontonbruecke.jpg
Pontonbrücke der US Army von Braunau nach Simbach über den Inn am 5. Mai 1945

Seit 1938

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Nach dem im März 1938 erfolgten Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde die bisher selbstständige Gemeinde Ranshofen am 15. Oktober 1938 in der Stadtgemeinde Braunau am Inn eingemeindet.

Am 1. Mai 1945 um 12 Uhr wurde die Straßenbrücke über den Inn gesprengt und etwas später die Eisenbahnbrücke Simbach–Braunau. Am Nachmittag des 2. Mai marschierten Truppen der 13. US-Panzerdivision über eine Pontonbrücke nach Braunau und besetzten das Stadtgebiet kampflos.<ref>Artikel der OÖ Nachrichten zum Kriegsende 1945</ref><ref>http://braunau-history.at: Kriegsende </ref>

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Braunau zur amerikanischen Besatzungszone im besetzten Nachkriegsösterreich. Die US-Militärverwaltung richtete ein DP-Lager ein.

Braunau als Geburtsstadt Hitlers

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Datei:Mahnstein.JPG
Mahnstein vor dem Geburtshaus Adolf Hitlers

Adolf Hitler (1933 bis 1945 Diktator des Deutschen Reichs) wurde am 20. April 1889 in Braunau geboren.<ref>Hitler kam mit Hilfe der Hebamme Franziska Pointecker am Karsamstag 1889 im Haus Vorstadt 219 auf die Welt und wurde am Ostermontag in St. Stephan von Vikar Ignaz Probst auf den Namen Adolfus getauft. Taufpaten waren seine Tante Johanna Pölzl und die Hausbesitzer Johann und Johanna Prinz aus Wien (III. Bezirk, Löwengasse 28). In: Vorlage:Internetquelle</ref> Bei der Geburt war die Stadt-Hebamme Franziska Pointecker zugegen. Familie Hitler zog 1892 nach Passau. Am 2. Mai 1945 besetzten US-Soldaten Braunau kampflos.<ref>Hans Fink, Dr.: Das Kriegsende 1945 am Inn. In: Heimat am Inn. Herausgegeben von Rudolf Vierlinger, Simbach am Inn 1972, S. 10.</ref> Gauleiter Eigruber befahl einem kleinen Wehrmacht-Kommando, Hitlers Geburtshaus zu sprengen. Ein US-Straßenposten beschoss das Fahrzeug des Kommandos, das wendete und flüchtete.<ref>Kriegsende </ref> Eine öffentliche Beschäftigung mit der NS-Vergangenheit Braunaus begann Ende der 1980er Jahre. Im April 1989 – zwei Wochen vor dem 100. Geburtstag Hitlers – wurde auf Initiative von Bürgermeister Gerhard Skiba auf öffentlichem Grund vor dem Geburtshaus ein Mahnstein gegen Krieg und Faschismus aufgestellt.<ref>Lukas Grasberger: Vorlage:Webarchiv (intern.auslandsdienst.info). Artikel aus: Frankfurter Rundschau. 10. Februar 2001; abgerufen am 21. August 2012.</ref> Der Stein stammt aus dem Steinbruch des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen. Es gab bzw. gibt mehrere Projekte, die sich mit der NS-Vergangenheit auseinandersetzen sowie der Mahnung und dem Gedenken dienen.<ref>Vorlage:Literatur</ref> 1992 begingen Andreas Maislinger und Erich Marschall die Braunauer Zeitgeschichte-Tage, ab 1993 veranstaltet vom Verein für Zeitgeschichte. Sie befassten sich mit Themen der Zeitgeschichte und der Regionalgeschichte. Die vom Chefredakteur der Braunauer Rundschau Reinhold Klika im Februar 2000 gestartete Initiative Braunau setzt ein Zeichen forderte den Ankauf des Hitler-Geburtshauses und die Einrichtung einer Internationalen Begegnungsstätte.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Im Jahr 2006 wurde der Park des Krankenhauses auf den Namen des von den Nationalsozialisten hingerichteten Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter umbenannt,<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> und Gunter Demnig verlegte in Braunau – im Rahmen seines europaweiten Gedenkprojektes Stolpersteine – mehrere solcher Gedenksteine für NS-Opfer, die ehemals dort gelebt hatten (siehe Liste der Stolpersteine).

Der deutsche Reichspräsident Paul von Hindenburg glaubte irrtümlich, dass Adolf Hitler aus dem böhmischen Braunau (Broumov) stamme, und sprach von jenem abwertend oft als dem „böhmischen Gefreiten“.<ref>Konrad Heiden: Adolf Hitler. Das Zeitalter der Verantwortungslosigkeit. Europa Verlag, Zürich 1936. Reprint 2007, S. 288.</ref> Hindenburg hatte besagten Ort während des Deutschen Krieges 1866 kennengelernt.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Im gleichen Sinne lag Carl von Ossietzky mit Hitlers Herkunftsvermutung falsch, als er im Juni 1930 in der Zeitschrift Die Weltbühne fragte: „Warum hat eigentlich noch keine deutsche Regierung daran gedacht, Herrn Adolf Hitler aus Braunau (Tschechoslowakei) endlich des Landes zu verweisen?“<ref>Carl von Ossietzky: Der Pabst. In: Die Weltbühne, 24. Juni 1930, S. 937.</ref>

2007 verlieh die Stadtgemeinde gemeinsam mit dem Verein für Zeitgeschichte erstmals den Egon Ranshofen-Wertheimer Preis. Er ist benannt nach Egon Ranshofen-Wertheimer, einem aus Ranshofen bei Braunau stammenden Diplomaten, Staatsrechtler, Emigranten und Berater der US-Regierung während des Zweiten Weltkriegs. Mit dem Preis werden Auslandsösterreicher ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße für ihre Heimat Österreich engagieren bzw. engagiert haben.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Am 7. Juli 2011 entzog der Braunauer Gemeinderat Hitler postum die in den 1930er Jahren durch die damals noch selbstständige Gemeinde Ranshofen verliehene Ehrenbürgerwürde sowie das Heimatrecht.<ref name="spiegel-2014-03-09">Vorlage:Internetquelle</ref><ref name="welt-2011-07-08">Vorlage:Internetquelle</ref>

Das Geburtshaus Adolf Hitlers wurde Anfang der 1950er Jahre im Rahmen eines Rückstellungsvergleichs von der Republik Österreich den ehemaligen Eigentümern zurückgegeben, denen das Haus während des Anschlusses Österreichs abgekauft worden war. 2012 wollte ein russischer Duma-Abgeordneter das Haus kaufen und abreißen lassen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Nach erfolglosen Verhandlungen erwog das Innenministerium 2016 eine Enteignung der Eigentümerin, um Kontrolle über die Nutzung des Gebäudes zu erhalten. In einem Interview im Oktober 2016 erklärte der österreichische Innenminister Wolfgang Sobotka, das Haus solle anschließend abgerissen und ein Neubau errichtet werden. Sobotka bezog sich dabei auf eine angebliche Empfehlung einer Historikerkommission. Dazu äußerte sich der in dieser Kommission sitzende Bürgermeister von Braunau, Hannes Waidbacher, dass in der Empfehlung der Kommission „nichts von einem Abriss“ stünde, sondern ausschließlich eine „tiefgreifende architektonische Umgestaltung“ empfohlen würde, welche den „Wiedererkennungswert und die Symbolkraft des Gebäudes dauerhaft unterbinden“ solle.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Auch die Leiterin des Oberösterreichischen Landesarchivs, Cornelia Sulzbacher, zeigte sich überrascht von den Aussagen des Ministers und meinte ebenfalls, es gebe nur die Empfehlung, das Aussehen so zu verändern, dass das Haus nicht mehr als Symbol verwendet werden könne.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Seit Oktober 2023 wird das Haus umgebaut.<ref>Montag startet Umbau des Hitler-Hauses orf.at, 27. September 2023, abgerufen am gleichen Tag.</ref>

Bevölkerung

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Bevölkerungsentwicklung

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Vorlage:Zeitleiste Bevölkerungsentwicklung der Stadtgemeinde Braunau am Inn

Demografie

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Der Ausländeranteil beträgt 19,7 % (laut Statistik Austria). 24,6 % der Bevölkerung sind nicht in Österreich geboren (Angabe Statistik Austria 2015).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Klima

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Das Braunauer Klima bildet ein Übergangsklima mit ozeanischen Einflüssen aus dem Westen und kontinentalen Einflüssen aus dem Osten. Dies macht sich im Jahresvergleich durch meist stark schwankende Messergebnisse bemerkbar. Insgesamt hat Braunau meist nur geringere Niederschlagsmengen und längere Trockenperioden zu verzeichnen. Die Winter sind eher mild. Die mittlere Lufttemperatur beträgt im 30-jährigen Mittel durchschnittlich 8,2 Grad Celsius.

Vorlage:Klimatabelle

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Datei:Braunau Stadtturm.JPG
Salzburger Tor
Datei:Braunau Stadtpfarrkirche 3.jpg
Inneres der Stadtpfarrkirche St. Stephan

Vorlage:WeitereBDA Braunau am Inn ist Mitglied im Verband Kleine historische Städte und war gemeinsam mit Mattighofen und Burghausen (Bayern) von 27. April bis 4. November 2012 Schauplatz der Oberösterreichisch-Bayerischen Landesausstellung „Verbündet, verfeindet, verschwägert“.

Parks und Grünflächen

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Vereine

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Die Stadt Braunau am Inn hat durch ihre lange Geschichte eine beachtliche Anzahl von Vereinen oder Zweigstellen von Vereinen. 2011 waren 233 Vereine in Braunau ansässig.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Trivia

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Der Geschützturm B des Schweren Kreuzers Prinz Eugen, der in der deutschen Kriegsmarine dazu ausersehen war, die Tradition der ehemaligen österreichisch-ungarischen Kriegsmarine fortzuführen und zu pflegen, war nach der Stadt Braunau am Inn benannt. Die übrigen Türme waren Graz, Innsbruck und Wien gewidmet.

Seit 2000 verbringen Flamingos an einem Kraftwerkstausee in Braunau die Wintermonate.

Infrastruktur

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Straßenverkehr

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Braunau ist über mehrere Bundesstraßen erreichbar:

von österreichischer Seite

von bayrischer Seite

Braunau ist durch die Eisenbahn in drei Richtungen erschlossen.

Die Braunauer Eisenbahnbrücke in München ist eine nach dem Ort benannte Eisenbahnbrücke über die Isar.

Fernbus

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Von Flixbus werden Direktverbindungen nach Wien und München angeboten.

Citybus

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Der städtische öffentliche Nahverkehr wird mit vier Buslinien (CityBus) bedient:

  • Linie 1: Bahnhof – CityCenter
  • Linie 2: Neustadt – Innpark
  • Linie 3: Ranshofen
  • Linie 4: Laab

Flughafen

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Der nächstgelegene Verkehrsflughafen ist der etwa 62 km entfernte Flughafen Salzburg. Die Flughäfen München und Linz sind mit dem PKW oder der Bahn erreichbar.

Wanderwege

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Durch Braunau verläuft mit der Inn-Salzach-Ufervariante 10A des Rupertiwegs ein österreichischer Weitwanderweg.

Überblick Wirtschaft

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In der Wirtschaft dominieren Industrie und Gewerbe, wo rund 58 % der Beschäftigten tätig sind.

2001 fand in der Stadt Braunau am Inn und in der benachbarten bayerischen Stadt Simbach am Inn eine grenzüberschreitende Ortsbildmesse statt. Es haben neben österreichischen Gemeinden auch solche aus dem Bundesland Salzburg und aus Bayern teilgenommen.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref>

In Braunau befinden sich mit dem CityCenter und dem Innpark Braunau zwei Fachmarktzentren mit je ca. 10.000 m² Fläche. Ferner gibt es Niederlassungen mehrerer Discounter, Supermärkte, Möbelhäuser und Baumärkte sowie in der Innenstadt eine Reihe von Mode- und Sportgeschäften.

Ansässige Unternehmen

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Öffentliche Einrichtungen

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In Braunau befindet sich das Krankenhaus St. Josef der Franziskanerinnen von Vöcklabruck. Das Spital verfügt über 15 Abteilungen und Institute, darunter die Klinik für psychische Gesundheit, über 393 systemisierte Betten und 1.214 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 betrug die Zahl der stationären Patienten 26.667 Personen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Dem Krankenhaus ist eine Schule für Gesundheits- und Krankenpflege, das TAU-Kolleg, angeschlossen.

Bildung

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Braunau am Inn hat mehrere Volksschulen und Neue Mittelschulen sowie Höhere Schulen und eine Berufsschule.

Politik

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Vorlage:Wahldiagramm Bürgermeister ist Johannes Waidbacher (ÖVP), der sich bei der Stichwahl am 13. Februar 2011 gegen seinen Herausforderer Günter Pointer (SPÖ) durchsetzte.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Waidbacher löste Gerhard Skiba (SPÖ) ab, der am 24. September 2010 aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Seit 1955 hatte die SPÖ den Bürgermeister gestellt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Seit der Gemeinderatswahl 2015 hat die SPÖ 9, die FPÖ 9, Grüne 4 und die ÖVP 15 Mandate im Gemeinderat.

Bürgermeister

Wappen und Stadtsiegel

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Das Stadtwappen verweist auf den Gründer der Stadt und den Zeitpunkt der Stadtgründung. Diese Tatsache hat die Stadtgemeinde Braunau dazu bewogen, das alte, ursprüngliche Wappen der Stadt weiterhin zu führen.

Der Löwe im linken (heraldisch rechten) oberen Teil des Wappens steht für die Pfalzgrafschaft bei Rhein, die im Jahre 1214 an das Haus Wittelsbach kam. Die verschlungenen zwei Schwänze des Löwen deuten die Verbindung Bayern und der Pfalz an (Herzog von Baiern und Pfalzgraf bey Rhein). Die weißblauen Rauten sind das Wappenzeichen der Grafen von Bogen. Nach Aussterben dieses Geschlechtes fiel die Grafschaft an Herzog Otto II. den Erlauchten. Da die Siegel Otto II. das Rautensymbol noch nicht aufweisen, ist mit gewisser Sicherheit anzunehmen, dass die Stadt Braunau vom Sohn Otto II., Herzog Heinrich XIII. von Niederbayern, gegründet wurde. Der Zeitpunkt der Stadtgründung wird nach 1259 angesetzt.

Der älteste erhaltene Abdruck des Siegels der Stadt Braunau stammt aus dem Jahr 1331.<ref>Eitzlmayr, Max: Braunau – die historische Handelsstadt. 2. Auflage. Braunau 1997.</ref>

Städtepartnerschaften

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Personen

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Ehrenbürgerschaft aberkannt

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In Braunau geboren

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Mit Bezug zur Stadt

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Literatur

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  • Vorlage:MerianTopo
  • Joseph Kyselak beschreibt Braunau in den 1829 veröffentlichten Skizzen einer Fußreise durch Oesterreich, Steiermark, Kärnthen, Berchtesgaden, Tirol und Baiern nach Wien – nebst einer romantisch pittoresken Darstellung mehrerer Ritterburgen und ihrer Volkssagen, Gebirgsgegenden und Eisglätscher auf dieser Wanderung, unternommen im Jahre 1825 von Joseph Kyselak. Band 2, S. 201f.
  • Konrad Meindl: Geschichte der Stadt Braunau am Inn. Braunau 1882.
  • Karl Nöbauer und Eleonora Wochermaier (Text); Roland König und Walter Riemer (Fotos): 700 Jahre Stadt Braunau am Inn. Überreicht durch Ferdinand Aufschläger KG Tiefbohrunternehmen Spezial-Tiefbau BENOTO Braunau am Inn Hans-Steininger-Gasse 11, Vorwort vom Bürgermeister Josef Fridl, Hrsg. und Verleger Stadtgemeinde Braunau am Inn, 40 Seiten (1960).
  • Sebastian Hiereth: Geschichte der Stadt Braunau am Inn. 1. Teil. Herausgeber Stadtgemeinde Braunau am Inn 1960.
  • Sebastian Hiereth: Geschichte der Stadt Braunau am Inn. 2. Teil. Herausgeber Stadtgemeinde Braunau am Inn 1973.
  • Reiner Reinisch: Braunau am Inn. (Deutsche Lande Deutsche Kunst). München/Berlin 1974.
  • Hans von Hammerstein-Equord: Im Anfang war der Mord. Erlebnisse als Bezirkshauptmann von Braunau am Inn und als Sicherheitsdirektor von Oberösterreich in den Jahren 1933 und 1934. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1981, ISBN 978-3-486-50121-6.
  • Max Eitzlmayr: Braunauer Album. Braunau am Inn 1985.
  • Max Eitzlmayr: Braunau – die historische Handelsstadt. 2. Auflage. Braunau am Inn 1997 (Kurzführer durch die Stadt).
  • Vorlage:OeML
  • Florian Schwanninger: Im Heimatkreis des Führers. Nationalsozialismus, Widerstand und Verfolgung im Bezirk Braunau 1938 bis 1945. Edition Geschichte der Heimat. Buchverlag Franz Steinmaßl, Grünbach 2005.
  • Henning Burk: Hitler, Braunau und ich. Wie meine Urgroßmutter den Krieg hätte verhindern können. Westend Verlag, Frankfurt am Main 2017, ISBN 978-3-86489-179-3.
  • Peter Krebs: Kriegsende in der Geburtsstadt des Führers. INNSALZ, Munderfing 2016, ISBN 978-3-903154-28-5,<ref>Rezension</ref>
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Vorlage:Commonscat Vorlage:StatistikAustria

Einzelnachweise

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<references responsive />

Vorlage:NaviBlock Vorlage:Normdaten