1951

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Vorlage:Artikel Jahr

Ethel und Julius Rosenberg
Ethel und Julius Rosenberg
Ethel und Julius Rosenberg werden wegen Verrat des Atomgeheimnisses zum Tode verurteilt
Hossein Ala
Hossein Ala
Unter Premierminister Hossein Ala wird die iranische Ölindustrie verstaatlicht
Unterzeichnung des Friedensvertrages von San Francisco
Unterzeichnung des Friedensvertrages von San Francisco
Premierminister Shigeru Yoshida unterschreibt den Friedensvertrag von San Francisco

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Das Jahr 1951 ist von den zunehmenden Feindseligkeiten zwischen Ostblock und westlicher Welt geprägt, die sich im Koreakrieg und der McCarthy-Ära, speziell dem Prozess gegen Ethel und Julius Rosenberg, widerspiegeln.

Überblick

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Koreakrieg

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Nachdem es den nordkoreanischen und chinesischen Truppen Anfang des Jahres im Koreakrieg gelungen war, Seoul einzunehmen, konnte die internationale Koalition einige Zeit später die Stadt wieder zurückerobern. Der Bewegungskrieg wandelte sich nun allerdings in einen Stellungskrieg. Oberbefehlshaber Douglas MacArthur plädierte in dieser Situation für eine Ausweitung des Krieges durch den Einsatz von Atombomben gegen die chinesischen Nachschublinien; US-Präsident Harry S. Truman lehnte dies jedoch mit Hinweis auf die dadurch mögliche Bedrohung des Weltfriedens ab und ließ MacArthur durch Ridgway ablösen. Dennoch testete die USA in Nevada ihre Atomwaffen gerade auch unter taktischen Bedingungen, d. h. unter Beteiligung von Infanterie-Truppen.

Bundesrepublik Deutschland

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Unterdessen gelang in der Bundesrepublik der Regierung Adenauer die allmähliche Emanzipation vom westlichen Besatzungsregime. Der jungen Bundesrepublik wurden weitere Kennzeichen staatlicher Souveränität zugestanden – das Bundesverfassungsgericht nahm seine Arbeit auf, ebenso das neue Außenministerium unter der Leitung von Adenauer selbst; auch durfte die Handelsmarine nunmehr die bundesdeutsche Flagge führen –, gleichzeitig wurde aber das Bekenntnis zu den westlichen Verbündeten bekräftigt und die Möglichkeit eines eigenen Verteidigungsbeitrages gegen eine mögliche Aggression aus dem Osten ausgelotet, gegen den Widerstand der SPD, die sich unter Kurt Schumacher konsequent gegen eine Remilitarisierung aussprach. Während die Amerikaner zunächst noch die Entnazifizierung weiterbetrieben, indem sie einige hochrangige SS-Offiziere hinrichteten<ref>Im Kriegsverbrechergefängnis Landsberg, von 1946 bis 1958 unter US-amerikanischem Befehl, wurden am 7. Juni 1951 die letzten sieben von insgesamt 308 zum Tode verurteilten Kriegsverbrechern gehängt:

Die Amnestierung von Nationalsozialisten durch die Bundesregierung wurde auch von der ostdeutschen Propaganda thematisiert, die zugleich durch Massenveranstaltungen wie die Weltjugendfestspiele Achtungserfolge erzielte. Grenz- und Luftzwischenfälle, die Verschleppung unliebsamer Kritiker aus West-Berlin in den Osten, sowie Schauprozesse, denen auch Jugendliche zum Opfer fielen, warfen dagegen Schatten auf die Rhetorik der kommunistischen Regierung in Ost-Berlin. Deren Forderung nach freien Wahlen in Gesamtdeutschland blieb angesichts der ideologischen Gegensätze zwischen Ost und West ohne Folgen. Ähnliche Vorgänge wie in der DDR spielten sich unterdessen auch in anderen Blockstaaten des Ostens ab, wie etwa die Schauprozesse von Jihlava in der Tschechoslowakei gegen Vertreter der Kirche zeigen.

Auch in den USA der so genannten McCarthy-Ära sorgte die Entwicklung in Korea und Europa für eine zunehmend schärfere Kalte-Kriegs-Rhetorik, die sich gegen Künstler und andere Intellektuelle mit linken Sympathien richtete und die sich besonders spektakulär im Prozess gegen Ethel und Julius Rosenberg zeigte, in dem der Richter dem Paar Verrat des Atomgeheimnisses an die Sowjetunion vorwarf, weswegen die beiden auch direkt für den Koreakrieg mitverantwortlich seien; über sie wurde entsprechend die Todesstrafe verhängt.

Griechenland und Türkei

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Die Aufnahme Griechenlands und der Türkei in die NATO sollte dem sowjetischen Einfluss auf dem Balkan und im Nahen Osten gegensteuern.

Großbritannien und Naher Osten

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Großbritannien hatte sich vor allem mit Selbständigkeitsbestrebungen von ägyptischer und iranischer Seite auseinanderzusetzen. Die ägyptische Regierung unter Premierminister Mustafa an-Nahhas Pascha und König Faruq hatte einseitig den Bündnisvertrag von 1936 aufgekündigt, was insbesondere die britische Hoheit über den Sueskanal und damit den freien Zugang Großbritanniens zu seinen verbleibenden asiatischen Kolonien gefährdete. Im Iran setzte unterdessen Premierminister Hossein Ala auf die Verstaatlichung der Erdölindustrie, die bis dahin in britischer Hand war. Die Labour-Regierung von Clement Attlee agierte in diesen Konflikten nicht immer glücklich und wurde daraufhin zu Gunsten des Konservativen Weltkriegs-Premiers Winston Churchill abgewählt.

Japan

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Der Friedensvertrag von San Francisco gab Japan die volle Souveränität zurück und beendete dadurch die Zeit der amerikanischen Besatzung.

Ereignisse

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Politik und Weltgeschehen

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Friedensverträge und Militärbündnisse in Folge des Zweiten Weltkriegs

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  • 1. September: Australien, Neuseeland und die USA schließen das ANZUS-Abkommen, ein gegenseitiges Verteidigungsbündnis. Es ergänzt den japanischen Friedensvertrag und das Bündnisabkommen der USA mit den Philippinen, die zum selben Zeitpunkt wirksam werden.
  • 8. September: Abschluss des Friedensvertrags von San Francisco zwischen Japan und 48 Staaten. Er tritt zum 28. April 1952 in Kraft.
  • 15. September: Die Volkskammer der DDR appelliert an den Bundestag, Wahlen für ganz Deutschland zuzustimmen.
  • 20. September: Die NATO beschließt die Aufnahme von Griechenland und der Türkei, die am 18. Februar 1952 rechtskräftig wird.
  • 24. Oktober: US-Präsident Truman verkündet das Ende des Kriegszustandes mit Deutschland.

Bundesrepublik Deutschland/Deutsche Demokratische Republik

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  • 1951 kommt es zu den ersten Amnestien für Personen, die wegen ihrer Verstrickungen mit dem Nationalsozialismus verurteilt worden sind, wie z. B. für den Rüstungsmagnaten Krupp.

Weitere Ereignisse in Europa

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Korea

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Weitere Ereignisse in Asien

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Vereinigte Staaten von Amerika

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Lateinamerika

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Afrika

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Internationale Organisationen

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  • 18. April: Der Vertrag von Paris zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) wird unterzeichnet. Er tritt im Juli 1952 in Kraft.
  • 1. Mai: Der Europarat beschließt die Aufnahme der Bundesrepublik als Vollmitglied.
  • 3. Juli: Kambodscha wird Mitglied in der UNESCO.
  • 6. Juli: Vietnam wird Mitglied in der UNESCO.
  • 9. Juli: Laos wird Mitglied in der UNESCO.
  • 2. Juli: Japan wird Mitglied in der UNESCO
  • 11. Juli: Die Bundesrepublik Deutschland wird Mitglied in der UNESCO.
  • 13. Dezember: Paraguay wird Mitglied in der OAS (Organisation Amerikanischer Staaten)

Wirtschaft

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Wissenschaft und Technik

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Kultur

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Architektur und Bildende Kunst

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Luftbrückendenkmal Berlin-Tempelhof

Musik und Theater

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Literatur

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Rundfunk

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Gesellschaft

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Religion

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Sport

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Datei:Bundesarchiv Bild 183-11500-1062, Berlin, III. Weltfestspiele, Eröffnungsfeier.jpg
5. August: Sportschau der Jugend nach der Eröffnung
Datei:Alexandria Mediterranean Games 1951 logo.jpg
Erste Mittelmeerspiele

Katastrophen

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  • 21. Januar: Beim Ausbruch des Vulkans Lamington auf der Insel Neuguinea sterben knapp 3000 Menschen.
  • Im August werden über 200 Einwohner der französischen Gemeinde Pont-Saint-Esprit Opfer einer Vergiftung, 7 von ihnen sterben, ausgelöst durch Mutterkorn, das von einer örtlichen Bäckerei zu Mehl verarbeitet wurde.
  • Ende November kommt es zu einer verheerenden Überschwemmungskatastrophe in Norditalien als der Po über die Ufer tritt.

Vorlage:Jahrestage Katastrophenhinweis

Geboren

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Januar

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Februar

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März

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Datei:Edelgard Bulmahn, May 2009 - by SPD in Niedersachsen.jpg
Edelgard Bulmahn, 2009
Datei:Pressekonferenz zur Kundgebung 20 Jahre „Arsch huh, Zäng ussenander“-0595.jpg
Wolfgang Niedecken
  • 30. März: Wolfgang Niedecken, deutscher Sänger, Mitbegründer und Frontmann der Kölsch-Rock-Band BAP
  • 30. März: Anton Tkáč, tschechoslowakischer Radrennfahrer († 2022)
  • 31. März: Firdausi Qadri, bangladeschische Immunologin und Impfstoffforscherin
  • 31. März: Henry Spinetti, britischer Schlagzeuger und Session-Musiker

April

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Christian Lacroix, 2008
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Anatoli Karpow
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Bonnie Tyler, 2005
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Fred Schneider, 2007
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Elio Di Rupo, 2012
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Robin Williams, 2004
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Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, 2013

August

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Rob Halford
  • 25. August: Rob Halford, britischer Hard-Rockmusiker
  • 26. August: Jochen Arden, deutscher Automobilrennfahrer, -konstrukteur und Unternehmer
  • 26. August: Gerd Bonk, deutscher Gewichtheber († 2014)
  • 26. August: Edward Witten, US-amerikanischer Physiker
  • 27. August: Christof Wackernagel, deutscher Schauspieler und Autor; ehemaliger Terrorist der RAF
  • 28. August: Rafał Augustyn, polnischer Komponist, Musik- und Literaturkritiker
  • 28. August: Dieter Bast, deutscher Fußballspieler
  • 28. August: Barbara Hambly, US-amerikanische Fantasy-Autorin
  • 28. August: Qigang Chen, französischer Komponist chinesischer Herkunft
  • 30. August: Timothy Bottoms, US-amerikanischer Schauspieler
  • 30. August: Behgjet Pacolli, kosovarisch-schweizerischer Unternehmer und Politiker
  • 31. August: Eduard Douša, tschechischer Komponist
  • 31. August: Friedemann, deutscher Musiker und Musikproduzent

September

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Mark Harmon, 2006
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Paul Breitner (vorne)
Datei:Executive Director i UN Women og Under Secretary-General i FN. Pa et nordisk side-event i FN under FNs kvinnekommisjons sesjon (CSW56) 2012.jpg
Michelle Bachelet, 2012

Oktober

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Sting, 2009
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Bob Geldof, 2009
Datei:Franz-Josef Sehr 2016-01-24 DSC 3099.JPG
Franz-Josef Sehr, 2016

November

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Thomas Roth

Dezember

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Alfons van Katwijk
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Mike Krüger

Tag unbekannt

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Gestorben

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Vorlage:Hauptartikel

Januar

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Ferdinand Porsche
  • 30. Januar: Ferdinand Porsche, österreichisch-deutscher Autokonstrukteur (* 1875)
  • 30. Januar: Arnold Zimmermann, Schweizer evangelischer Geistlicher und Heimatforscher (* 1872)

Februar

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André Gide

März

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Datei:Bundesarchiv Bild 183-2005-0621-500, Reichsminister Alfred Hugenberg.jpg
Alfred Hugenberg

April

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Arthur H. Vandenberg
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Ludwig Wittgenstein
Datei:Bundesarchiv Bild 183-S75122, Ferdinand Sauerbruch.jpg
Ferdinand Sauerbruch
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Arnold Schönberg
Datei:Philippe Pétain (en civil, autour de 1930).jpg
Philippe Pétain
  • 23. Juli: Philippe Pétain, französischer General und Präsident des Vichy-Regimes (* 1856)
  • 24. Juli: Arno Esch, deutscher LDP-Politiker (* 1928)
  • 26. Juli: Martin Trapp, US-amerikanischer Politiker (* 1877)
  • 28. Juli: Kurt Bürger, Ministerpräsident von Mecklenburg (* 1894)
  • 29. Juli: Alewtina Bilinkina, sowjetische Vulkanologin und Geologin (* 1921)
  • 29. Juli: Walt Brown, US-amerikanischer Automobilrennfahrer (* 1911)
  • 29. Juli: Cecil Green, US-amerikanischer Automobilrennfahrer (* 1919)
  • 29. Juli: Wilhelm Hamacher, deutscher Politiker (* 1883)

August

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William Randolph Hearst

September

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Oktober

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Otto Meyerhof

November

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Dezember

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Tag unbekannt

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Nobelpreise

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Einzelnachweise

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<references />

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