1950

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Józef Cyrankiewicz und Otto Grotewohl auf dem Weg zur Unterzeichnung des Görlitzer Abkommens
Józef Cyrankiewicz und Otto Grotewohl auf dem Weg zur Unterzeichnung des Görlitzer Abkommens
Józef Cyrankiewicz und Otto Grotewohl begeben sich zum Kulturhaus zur Unterzeichnung des Görlitzer Abkommens.
US-Marines ersteigen die Seemauern am Abschnitt Rot
US-Marines ersteigen die Seemauern am Abschnitt Rot
Landung bei Incheon (Koreakrieg)
Joseph McCarthy
Joseph McCarthy
Der US-amerikanische Senator Joseph McCarthy

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Im Jahr 1950 geht die institutionelle Verfestigung der Teilung der Welt in zwei Lager weiter, der Kalte Krieg nimmt an Intensität zu. Im Koreakrieg stehen sich die beiden Lager das erste Mal militärisch gegenüber. Auch die Innenpolitik der USA wird davon bestimmt, in der sogenannten McCarthy-Ära.

Überblick

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Deutschland/Bundesrepublik/DDR

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Die Teilung der Welt in zwei Lager gilt auch für die jungen beiden deutschen Staaten, die im Vorjahr gegründet worden waren. In der Bundesrepublik läuft die Verwendung von Lebensmittelmarken aus; die CDU gibt sich eine bundesweite Organisation unter Führung von Konrad Adenauer; der Bundesgerichtshof nimmt in Karlsruhe seine Tätigkeit auf; die ersten diplomatischen Vertreter der Bundesrepublik im Ausland werden akkreditiert. Unterdessen wird Walter Ulbricht zum Generalsekretär der SED bestimmt und die Nationale Front bei der Wahl zur Volkskammer der DDR mit 98,5 % bestätigt; im Görlitzer Abkommen mit Polen wird die Oder-Neiße-Grenze als endgültige „Friedensgrenze“ anerkannt, ein Schritt, der im Westen scharf kritisiert wird.

Einen ersten Schritt zur Gleichberechtigung der Bundesrepublik stellt der Schuman-Plan des französischen Außenministers dar, der eine gemeinsame deutsch-französische Verwaltung der Kohle- und Stahlindustrie vorsieht und der von Adenauer sofort begrüßt wird. Differenzen bleiben zwischen Frankreich und Deutschland allerdings in der Saarfrage bestehen: Die Einbeziehung des Saarlandes in den französischen Wirtschaftsraum stößt in allen politischen Lagern der Bundesrepublik auf Ablehnung, zumal das Saarland und die Bundesrepublik getrennte Einladungen zum Europarat erhalten.

Europa

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Während in Frankreich die bürgerlichen Parteien die Politik bestimmen – auf die Regierung von Georges Bidault folgt im Juli das kurzlebige Kabinett Henri Queuille, gefolgt von René Pleven – wird in Großbritannien, wenn auch knapp, die Labour-Regierung von Clement Attlee im Amt bestätigt, gegen die Winston Churchill angetreten war. In Belgien kommt es unterdessen zu Demonstrationen und Unruhen anlässlich der Rückkehr von König Leopold III. aus dem Exil; eine Volksabstimmung hatte zwar eine knappe Mehrheit für seine Rückkehr gebracht, der Druck auf ihn, dem mangelnder Widerstandswille gegen die deutschen Besatzer im Zweiten Weltkrieg vorgeworfen wurde, gibt er aber schließlich nach, indem er zurücktritt und seinem Sohn Baudouin I. den Thron überlässt. Einen neuen Monarchen bekommt auch Schweden, wo Gustav VI. Adolf dem verstorbenen Vater Gustav V. nachfolgt.

Koreakrieg

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Die zweite Jahreshälfte steht ganz im Schatten des Koreakrieges. Nordkoreanische Truppen überschreiten den 38. Breitengrad und drängen die Truppen Südkoreas innerhalb weniger Wochen auf einen kleinen Brückenkopf um Busan zurück. Zwar wird im UNO-Sicherheitsrat (der zu diesem Zeitpunkt vom sowjetischen Vertreter Malik boykottiert wird) der Überfall scharf verurteilt und rasch eine Interventionstruppe beschlossen. Die USA als Ordnungsmacht im Fernen Osten waren aber bereits dazu übergegangen, ihre militärische Präsenz in Südkorea und Japan drastisch zu reduzieren und ist nun gezwungen, erhebliche Mittel für die Bereitstellung von neuen Truppen und modernem Kriegsmaterial bereitzustellen. So zeigen sich die US-amerikanischen Strahljäger den MiG-15 aus sowjetischer Produktion meist unterlegen und Nordkorea weiß sich zudem der Unterstützung der Volksrepublik Chinas sicher, das zum selben Zeitpunkt Tibet annektiert.

Dem amerikanischen Oberbefehlshaber über die UN-Truppen, Douglas MacArthur gelingt aber mit der gewagten Landung bei Incheon im Rücken der vorstoßenden nordkoreanischen Armee ein Überraschungserfolg, der die kommunistischen Truppen zum Rückzug zwingt. Als bereits einige UN-Einheiten im Oktober die koreanische Nordgrenze am Yalu erreichen, greift jedoch China in das Geschehen ein und drängt die Interventionsarmee wieder nach Süden zurück. Am Ende des Jahres stabilisiert sich die Front zum Stellungskampf unweit der Ausgangspositionen am 38. Breitengrad.

Antikommunistische Stimmung

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Der Koreakrieg schürt in Amerika und Westeuropa die Angst vor einem Angriff des Ostblocks und wirft die Frage nach einem westdeutschen Verteidigungsbeitrag auf. In den USA wird die Innenpolitik von der Sorge der Unterwanderung durch Kommunisten und ihre Sympathisanten bestimmt, denen man durch teilweise inquisitorisch anmutende Befragungen Verdächtiger vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe zu begegnen hofft; besonders Senator Joseph McCarthy, der der gesamten Ära seinen Namen gibt, tut sich dabei hervor. Zur antikommunistischen Atmosphäre tragen auch Spionage-Prozesse wie die gegen Klaus Fuchs und Alger Hiss bei.

Die sogenannten Hollywood Ten, 10 Regisseure und Drehbuchschreiber aus einer „schwarze Liste“ von etwa 100 Persönlichkeiten Hollywoods, müssen 1950 6- bis 12-monatige Haftstrafen antreten, nachdem sie unter der Berufung auf den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung (Meinungsfreiheit) vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe die Aussage verweigerten und wegen Missachtung des Kongresses verurteilt wurden.

Ereignisse

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Politik und Weltgeschehen

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  • 21. Januar: Gründung der Deutschen Reichspartei (DRP) durch Fusion des niedersächsischen Landesverbandes der DKP-DRP mit der NDP.
  • 1. März: Die britische Besatzungsmacht ordnet die Demontage der Salzgitter-Werke an.
  • 3. März: Saarkonventionen zwischen dem französischen Außenminister Robert Schuman und dem Ministerpräsidenten des Saarlandes, Johannes Hoffmann. Das Abkommen sieht eine engere Anlehnung des Saarlands an Frankreich vor, das die außenpolitische Vertretung übernimmt und die Kohlegruben kontrolliert; auch die Preise und Löhne werden dem französischen Standard angeglichen.
  • 11. Mai: Die CDU formiert sich in Königswinter auf Bundesebene und wählt Kanzler Konrad Adenauer zu ihrem Bundesvorsitzenden.
  • 15. Juni: Der Bundestag beschließt mit 220:152 Stimmen den Beitritt der Bundesrepublik zum Europarat.
  • 18. Juni: Bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen wird die Regierung von Ministerpräsident Karl Arnold (CDU) bestätigt.
  • 4. Juli: Sendebeginn von Radio Free Europe in München.
  • 8. Juli: Hans Globke wird Personalchef im Kanzleramt und engster Vertrauter Adenauers. Er gerät wegen seiner Rolle als Kommentator der Nürnberger Rassegesetze von 1935 in die Kritik.
  • 9. Juli: Die SPD erleidet bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein massive Verluste, die vor allem zu Gunsten des BHE gehen, der mit 23,7 % zweitstärkste Partei hinter der SPD wird. Neuer Ministerpräsident wird Walter Bartram (CDU) an der Spitze einer Koalition aus CDU, BHE, DP und FDP.
  • 19. Juli: Der Zentralrat der Juden in Deutschland wird gegründet.
  • 5. August: Die Charta der deutschen Heimatvertriebenen, mit der zum Verzicht auf Rache und Vergeltung aufgerufen wird, wird anlässlich des Tages der Heimat von den deutschen Landsmannschaften verabschiedet und auf einer von 50.000 Menschen besuchten Kundgebung verkündet.
  • 11. August: Die Beratende Versammlung des Europarates verabschiedet eine Resolution, in der angesichts des Koreakrieges die Bildung einer europäischen Armee gefordert wird. Dabei soll auch die Bundesrepublik mit einbezogen werden. Bundeskanzler Konrad Adenauer begrüßt die Initiative und beginnt entsprechende Verhandlungen mit den westlichen Alliierten, doch weist der Hohe Kommissar John Jay McCloy am 24. August zunächst auf das Besatzungsstatut hin, das eine Wiederbewaffnung Deutschland ausschließt. In Deutschland wird Adenauers Vorstoß nicht nur von der SPD, sondern auch von Innenminister Gustav Heinemann kritisiert.
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THW-Logo
  • 22. August/16. September: Der Ingenieur und Offizier Otto Lummitzsch wird von Innenminister Gustav Heinemann beauftragt, einen „Zivilen Ordnungsdienst“ aufzubauen, der die Aufgaben der 1945 von den Alliierten aufgelösten Technischen Nothilfe übernehmen soll.
  • 25. August: Friedrich Flick wird begnadigt.
  • 1. September: In West-Berlin stellen die Britischen Streitkräfte den Watchmen´s Service der German Service Organisation Berlin auf, aus dem 1982 die 248 German Security Unit hervorgeht.
  • 13. September: Die erste Volkszählung in der Bundesrepublik Deutschland wird durchgeführt.
  • 19. September: Die Bundesrepublik beschließt die Entlassung von Mitgliedern als verfassungsfeindlich eingestufter Organisationen aus dem öffentlichen Dienst („Adenauer-Erlass“). Betroffen sind die KPD, die FDJ, die VVN und die SRP.
  • 19. September: Auf der Außenministerkonferenz der drei Westmächte in New York wird die Bundesregierung in Bonn als einzige „freie und gesetzlich konstituierte“ Regierung Deutschlands anerkannt.
  • 8. Oktober: In Karlsruhe beginnt die Tätigkeit des Bundesgerichtshofs.
  • 9. Oktober: Rücktritt des deutschen Innenministers Gustav Heinemann wegen des Bestrebens des Kanzlers Konrad Adenauer nach Wiederbewaffnung.
  • 18. Oktober: Erich Köhler (CDU), erster deutscher Bundestagspräsident, tritt zurück. Sein Nachfolger wird Hermann Ehlers, der ebenfalls der CDU angehört.
  • 24. Oktober: Im Rathaus Schöneberg, das seit der Teilung Berlins als Sitz der West-Berliner Stadtregierung dient, wird die von den USA gestiftete Freiheitsglocke eingeweiht.
  • 18. November: Bei den Landtagswahlen in Württemberg und Hessen wird die SPD jeweils stärkste Partei, die CDU muss starke Verluste hinnehmen. Auch bei den Wahlen in Bayern eine Woche darauf verliert die Union stark, kann hier aber knapp ihre Führungsposition behaupten.
  • 1. Dezember: In West-Berlin nimmt der durch die Britischen Streitkräfte am 1. September 1950 aufgestellte Wachtmen’s Service der German Service Organisation seinen Dienstbetrieb auf.
  • 9. Dezember: Bei den Abgeordnetenhauswahlen in West-Berlin wird die SPD klar stärkste Partei.
  • 14. Dezember: Georg-August Zinn (SPD) wird Ministerpräsident von Hessen; er hat das Amt bis 1969 inne.
  • 18. Dezember: Der CSU-Vorsitzende Hans Ehard wird als Ministerpräsident von Bayern wiedergewählt; er steht einer CSU-SPD-Regierung vor.
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Oder-Neiße-Grenze

Europäische Einigung

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Skandinavien

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Osteuropa

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Mitteleuropa

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Westeuropa

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Datei:U.S. vs. Julius & Ethel Rosenberg and Martin Sobell, Government Exhibit 12, Photograph of Klaus Fuchs - NARA - 278757.jpg
Klaus Fuchs

Nordamerika

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  • 21. Januar: Der Anwalt Alger Hiss wird in den USA wegen Meineids zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der Fall spaltet die amerikanische Öffentlichkeit.
  • 31. Januar: US-Präsident Harry S. Truman ordnet den Bau der Wasserstoffbombe an.
  • 9. Februar: Senator Joseph McCarthy erklärt, dass das US-Außenministerium von 205 Kommunisten unterwandert sei.
  • 5. März: In den USA wird ein zweimonatiger Streik der Bergarbeiter beendet.
  • 2. Mai: Die Vereinigten Stabschefs der USA empfehlen ihrer Regierung in einer Stellungnahme in der Wiederbewaffnungsdiskussion, die Politik der Abrüstung und Entmilitarisierung in Westdeutschland zu beenden. US-Präsident Harry S. Truman verhält sich dazu in der Folge abwartend.
  • 1. November: Ein puerto-ricanischer Nationalist versucht ein erfolgloses Attentat gegen US-Präsident Truman.
  • 16. Dezember: Wegen des Koreakriegs ruft Präsident Truman für die USA den nationalen Notstand aus.

Südamerika

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Carlos Delgado Chalbaud

Naher Osten

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Indochinakrieg

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Weitere Ereignisse in Südostasien

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Korea

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Datei:Korean war 1950-1953.gif
Kriegsverlauf
Datei:Prisoners on ground before execution,Taejon, South Korea.jpg
Massenexekution von angeblichen Kommunisten in Daejeon, Juli 1950
  • 28. Juni: Nordkoreanische Truppen nehmen Seoul ein. Die Regierung flieht nach Daejeon. In der Folge kommt es in der Region zum Bodo-League-Massaker, bei dem 100.000 bis 200.000 Menschen wegen angeblicher kommunistischer Sympathien hingerichtet werden. Es ist das schlimmste in einer Reihe von Kriegsverbrechen, die im Zuge des Krieges von beiden Seiten begangen werden.
  • 1. Juli: Die strategisch wichtige Stadt Suwon fällt an Nordkorea. Die USA beginnen mit der Verlegung der 24. US-Infanteriedivision von Fukuoka nach Busan. Es sind die ersten amerikanische Einheiten, die an den Kampfhandlungen des Koreakriegs direkt beteiligt sind, und erleiden in den folgenden Wochen hohe Verluste.
  • Am 5. Juli gelingt Nordkorea in der Schlacht von Osan südlich von Seoul der Durchbruch zur Südküste Koreas.
  • 6. Juli: Amerikanische Bomber greifen die Ölraffinerie Wŏnsan und die chemische Industrie in Hŭngnam in Nordkorea an.
Datei:Douglas MacArthur in Korea, 1950.jpg
General MacArthur 1950 in Korea
  • 7. Juli: Mit Resolution 84 autorisiert der Sicherheitsrat die Aufstellung einer mehr als eine halbe Million Soldaten umfassenden UN-Truppe unter Führung der USA. Das Oberkommando erhält der US-General Douglas MacArthur.
  • 11. Juli: Die USA gewähren Südkorea 1,2 Mrd. Dollar Militärhilfe.
Datei:General Dean's Kill!.jpg
Abgeschossener T-34 mit der Aufschrift: „Knocked out 20 July 1950 with the supervision of Maj. Gen. W.F. Dean“
  • 16. bis 20. Juli: In der Schlacht um Daejeon gerät Major General William F. Dean, Kommandeur der 24th Infantry Division, in nordkoreanische Gefangenschaft. Die Nordkoreaner gewinnen die Schlacht, doch die Amerikaner können sie unter schweren Verlusten lange genug aufhalten, um die Abwehrstellungen des Busan-Perimeters fertigzustellen.
  • 18. Juli: Südkorea räumt die Stadt Daegu vor den anrückenden Nordkoreanern.
  • 26. Juli: Beim Massaker von Nogeun-ri sterben hunderte koreanische Flüchtlinge durch den gezielten Beschuss durch US-amerikanische Truppen in der Nähe des Dorfes Nogeun-ri.
  • 31. Juli: In der Resolution 85 autorisiert der UNO-Sicherheitsrat das militärische Eingreifen der UNO-Truppe im Koreakrieg. Jugoslawien enthält sich als einziges anwesendes Mitglied der Stimme. 16 Mitgliedsländer der UN erklären sich bereit, Truppen oder Sanitätspersonal zu entsenden, etwa 90 % der später nach Südkorea kommandierten Soldaten kommen aus den USA.
Datei:Pusan Perimeter.jpg
Karte – Busan-Perimeter, August 1950
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Landung bei Incheon
  • 15. September: Mit der Landung bei Incheon beginnt die Gegenoffensive der alliierten Truppen im Koreakrieg. Nach der Eroberung von Incheon im Rücken der nordkoreanischen Truppen marschieren die Alliierten auf Seoul, das bis zum 25. September zurückerobert wird. Es folgt der Zusammenbruch der nordkoreanischen Armee, die sich im Angriff auf den Busan-Perimeter verausgabt hat und von Nachschub abgeschnitten ist. Zahlreiche Soldaten verlegen sich in der Folge auf einen blutigen Partisanenkrieg.
  • 26. September: Die USA erklären die zwei Tage zuvor geschehene Bombardierung der Stadt Dandong (Mandschurei) zum Irrtum und erklären sich zu Schadensersatz gegenüber der Volksrepublik China bereit.
  • 30. September: Südkoreanische Truppen überschreiten den 38. Breitengrad. Auf Drängen MacArthurs stimmt US-Präsident Harry S. Truman am 7. Oktober zu, die Offensive mit der 8. US-Armee fortzuführen und die Demarkationslinie ebenfalls zu überschreiten, ohne dass dies durch das UN-Mandat gedeckt ist.
  • 19. Oktober: Im Koreakrieg nehmen die UN-Verbände die Stadt Pjöngjang ein. Am selben Tag beginnt mit der Überschreitung des Grenzflusses Yalu durch eine von Mao Zedong aus Kräften der Volksbefreiungsarmee bestückte sogenannte „Volksfreiwilligenarmee“ die informelle Teilnahme der Volksrepublik China am Koreakrieg. Im Oktober marschiert China außerdem in Tibet ein und beendet dessen Autonomie.
  • 25. Oktober: Die in Nordkorea eingerückte chinesische „Freiwilligenarmee“ liefert sich das erste siegreiche Gefecht mit einer südkoreanischen Infanterieeinheit. Bis zum 4. November werden auch Teile der 8. US-Armee vernichtet.
  • 8. November: Über dem nordkoreanischen Luftraum kommt es zwischen einer amerikanischen Lockheed P-80 und einer nordkoreanischen MiG-15 zum ersten Luftkampf zwischen zwei Düsenjagdflugzeugen in der Geschichte.
  • 26. November bis 13. Dezember: In der Schlacht um den Changjin-Stausee gelingt es den kommunistischen Verbänden unter schweren Verlusten, die UN-Truppen zurückzuwerfen; diese ziehen sich auf den Brückenkopf von Hŭngnam zurück, von wo sie bis Ende Dezember nach Südkorea evakuiert werden.
  • 5. Dezember: Die Amerikaner müssen die Stadt Pjöngjang vor den heranrückenden Nordkoreanern und Chinesen räumen. Am nächsten Tag ruft Präsident Truman zum ersten Mal in der Geschichte der Vereinigten Staaten den nationalen Notstand aus.
  • 23. Dezember: Die US-Army zieht sich hinter den 38. Breitengrad zurück.

Indien

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Datei:Royal flag of Sikkim.svg
Historische Flagge Sikkims

Zentralasien und Russland

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Afrika

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  • 28. Januar: Somaliland wird von der UNO Italien als Treuhandgebiet zugesprochen.
  • 27. April: Mit dem Group Areas Act beschließt die Regierung Südafrikas die Einrichtung nach Hautfarbe getrennter Wohn- und Arbeitsgebiete im Rahmen der Apartheidspolitik.
  • 26. Juni: In Südafrika wird der Suppression of Communism Act vom Parlament beschlossen. Er tritt am 17. Juli in Kraft. Das Gesetz ermöglicht umfassende Beschränkungs- und Verbotsmaßnahmen gegen als kommunistisch eingestufte Organisationen, Personen und Aktivitäten. Der Begriff Kommunismus wird dabei sehr weitläufig definiert, richtet sich gegen jegliche kritischen und oppositionellen Haltungen im Apartheidssystem, sogar auf Personen mit klar antikommunistischen Positionen und dient zur Schaffung politischer Straftatbestände sowie der allgemeinen Kriminalisierung des Widerstandes gegen die Apartheid.
  • 7. Juli: In Südafrika wird mit der Umsetzung des Population Registration Act begonnen. Das Gesetz definiert drei verschiedene Bevölkerungsgruppen (white, coloured, native und im späteren Erweiterungen noch weitere Gruppen) und ist eine Stütze der Apartheidspolitik.

Organisationen

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Logo des UNHCR

Wirtschaft

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Univac I Factronic im Deutschen Museum in München
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Lebensmittelkarte aus Niedersachsen, 1950

Wissenschaft und Technik

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Tollund-Mann
  • 8. Mai: Dänische Torfstecher finden in der Nähe von Silkeborg den Tollund-Mann, eine der besterhaltenen europäischen Moorleichen.
  • 10. Mai: In den Vereinigten Staaten wird die National Science Foundation gegründet, eine Bundesbehörde, deren Aufgabe die finanzielle Unterstützung von Forschung und Bildung auf allen Feldern der Wissenschaften mit Ausnahme der Medizin ist.
  • 26. Mai: Der deutsche Ingenieur und Erfinder Engelbert Zaschka meldet sein Faltrad zum Patent an.
  • Mai: In Washington, D. C., findet zum ersten Mal die Science and Engineering Fair statt.
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Die erste Rakete startet in Cape Canaveral

Kultur

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Bildende Kunst

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Musik und Theater

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Film und Rundfunk

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  • 12. Februar: In Torquay wird die Europäische Rundfunkunion gegründet.
  • 15. März: Der 1948 ausgearbeitete Kopenhagener Wellenplan tritt in Kraft. Da Deutschland in diesem Plan nur wenige Frequenzen im Mittelwellenbereich zugeteilt werden, wird der zügige Aufbau der UKW-Sendernetze favorisiert.
  • 9. Juni: Die ARD wird von den Landesrundfunkanstalten BR, HR, RB, SDR, SWF und NWDR sowie – mit beratender Stimme – RIAS Berlin gegründet.
  • 1. August: Gründung von Progress Film-Verleih in Berlin, heute einer der ältesten aktiven Filmverleiher Deutschlands.
  • 7. September: Mit Schwarzwaldmädel hat der erste deutsche Farbfilm nach Kriegsende in Stuttgart Premiere. Er leitet eine Ära des Heimatfilms in Westdeutschland ein.
  • 25. September: In Hamburg nimmt der Nordwestdeutsche Rundfunk den ersten Fernsehsender in Betrieb. Zunächst wird von einem ehemaligen Bunker in Hamburg-Heiligengeistfeld ein Testbetrieb gesendet. Ein reguläres Programm wird erst Ende 1952 ausgestrahlt.
  • Rabbit’s Moon, ein Kurzfilm von Kenneth Anger, erscheint.

Literatur

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Preise und Auszeichnungen

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Gesellschaft

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Religion

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Buddhismus

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Datei:Burned Kinkaku.jpg
Kinkaku-ji-Pavillon nach dem Brand

Christentum

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Römisch-katholische Kirche
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Protestantismus
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Neue religiöse Bewegungen

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  • Der US-amerikanische Autor L. Ron Hubbard veröffentlicht sein Hauptwerk Dianetics: The Modern Science of Mental Health, auf Basis dessen er vier Jahre später die religiöse Bewegung Scientology gründen wird.

Sport

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Vorlage:Hauptartikel

Datei:Silbernes Lorbeerblatt VfB Stuttgart.jpg
Das erste Silberne Lorbeerblatt für eine Mannschaft
Datei:Jogo no Estádio do Maracanã, antes da Copa do Mundo de 1950.tif
Das Maracanã, Schauplatz des Maracanaço (Juni 1950, vor Turnierstart)

Katastrophen

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  • 23. Juni: Beim bis dahin schwersten Verkehrsflugzeugunfall in den USA kommen alle 58 Personen an Bord ums Leben. Der Northwest-Airlines-Flug 2501 verschwindet mitten im Flüg über dem Michigansee plötzlich vom Radar. Die Ursache des Absturzes kann nie abschließend geklärt werden.
  • 15. August: Das Assam-Erdbeben 1950 gehört mit der Stärke 8,6 zu den stärksten je gemessenen Erdbeben. 1.526 Menschen kommen zu Tode, 70 Dörfer werden zerstört. Das Epizentrum liegt in der Nähe der Ortschaft Rima in einem sowohl von der Volksrepublik China als auch von Indien beanspruchten Grenzgebiet.
  • 23. August: Der Subansiri-Dammbruch verursacht in Indien eine sieben Meter hohe Flutwelle, die in mehreren Dörfern insgesamt 532 Menschen in den Tod reißt.
Datei:TWA Flight 903 (1950).jpg
Das Wrack von TWA 903

Vorlage:Jahrestage Katastrophenhinweis

Geboren

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Januar

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Februar

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März

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Rick Perry
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Rötger Feldmann
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Franz Josef Radermacher
Datei:Hugo Egon Balder im Gespräch mit Luzia Braun.jpg
Hugo Egon Balder
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Mory Kanté

April

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Billy Currie
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Reinhard Mirmseker
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Per-Kristian Foss

August

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Mathieu Carrière
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Rosi Mittermaier
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Steve Wozniak
  • 11. August: Steve Wozniak, US-amerikanischer Computeringenieur und Unternehmer
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Iris Berben

September

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Oktober

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Tom Petty
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Annette Humpe
  • 28. Oktober: Annette Humpe, deutsche Pop-Sängerin und Musik-Produzentin
  • 29. Oktober: James Dillon, englischer Komponist
  • 29. Oktober: Abdullah Gül, türkischer Politiker
  • 29. Oktober: Inge Höger-Neuling, deutsche Politikerin und MdB
  • 30. Oktober: Adamos Adamou, zyprischer Politiker
  • 30. Oktober: Erika Ober, deutsche Politikerin
  • 30. Oktober: Erich Virch, deutscher Liedtexter, Komponist, Musiker, Produzent und Schriftsteller
  • 31. Oktober: John Candy, kanadischer Komiker und Schauspieler († 1994)
  • 31. Oktober: Harald Ganzinger, deutscher Informatiker († 2004)
  • 31. Oktober: Zaha Hadid, irakisch-britische Architektin und Professorin († 2016)

November

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Robert B. Laughlin
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Barbara Fairchild
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Roland Matthes
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Ed Harris
  • 28. November: Ed Harris, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Produzent
  • 28. November: Russell Hulse, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger
  • 28. November: Andrä Wolter, deutscher Erziehungswissenschaftler
  • 29. November: Jean-François Baldé, französischer Motorradrennfahrer
  • 29. November: Ian Hideo Levy, amerikanisch-japanischer Schriftsteller und Übersetzer
  • 29. November: Dietmar Danner, deutscher Fußballspieler
  • 29. November: Georg Quander, deutscher Opern- und Filmregisseur, Musikjournalist, Autor und ehemaliger Staatsopernintendant der Deutschen Staatsoper Berlin, Kulturmanager und seit 2005 Kulturdezernent der Stadt Köln
  • 29. November: Einar Henning Smebye, norwegischer Pianist und Musikpädagoge
  • 30. November: Robert Goodin, US-amerikanischer Politikwissenschaftler und politischer Philosoph
  • 30. November: Wolfgang Niersbach, deutscher Sportjournalist und Fußballfunktionär
  • 30. November: Claudia Rieschel, deutsche Schauspielerin
  • 30. November: Alberto Valdés Lacarra, mexikanischer Springreiter († 2020)
  • 30. November: Paul Westphal, US-amerikanischer Basketballspieler und -trainer († 2021)

Dezember

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Ueli Maurer
Datei:Ursela Monn (Berlin Film Festival 2011).jpg
Ursela Monn
Datei:Vicente del Bosque - Teamchef Spain (03).jpg
Vicente del Bosque

Tag unbekannt

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Datei:Maïssa Bey - Comédie du Livre 2010 - P1390386.jpg
Maïssa Bey

Gestorben

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Vorlage:Hauptartikel

Januar

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Datei:Bundesarchiv Bild 102-07770, Berlin, Rückkehr Emil Jannings aus Amerika.jpg
Emil Jannings, 1929
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Henry Harley Arnold, 1949/50
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George Orwell, 1933

Februar

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Elisabeth Brönner

März

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Albert Lebrun, 1937
Datei:Bundesarchiv Bild 183-R98911, Heinrich Mann.jpg
Heinrich Mann
  • 11. März: Heinrich Mann, deutscher Schriftsteller (* 1871)
  • 12. März: Howard Sutherland, US-amerikanischer Politiker (* 1865)
  • 14. März: René Nicod, französischer Politiker und Résistant (* 1881)
  • 15. März: Josef Andre, deutscher Politiker (* 1879)
  • 15. März: Alice Blackwell, US-amerikanische Journalistin und Frauenrechtlerin (* 1857)
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Alice Blackwell

April

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Datei:Nijinsky Pavillon d'Armide.jpg
Anna Pawlowa und Vaslav Nijinsky
Datei:Bundesarchiv Bild 102-11434, Leopold Ziegenbein, Kapitän der "Bremen".jpg
Leopold Ziegenbein, Kapitän der Bremen, 1931
Datei:Milada Horáková (identifikační fotografie).jpg
Milada Horáková
Datei:Melitta Bentz.jpg
Melitta Bentz

August

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Emil Abderhalden

September

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Oktober

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November

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George Bernard Shaw 1925

Dezember

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5. Dezember:
Aurobindo Ghose;
Aufnahme um 1900
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Karl Renner (um 1905)
  • 26. Dezember: John W. Harreld, US-amerikanischer Politiker (* 1872)
  • 26. Dezember: Liane de Pougy, französische Ballett-Tänzerin und Schriftstellerin (* 1869)
  • 27. Dezember: Max Beckmann, deutscher Maler und Graphiker (* 1884)
  • 29. Dezember: Reinhard Süring, deutscher Meteorologe (* 1866)
  • 30. Dezember: Billy Burch, US-amerikanischer Eishockeyspieler (* 1900)
  • 31. Dezember: Charles Koechlin, französischer Komponist (* 1867)
  • 31. Dezember: Karl Renner, österreichischer Politiker (* 1870)

Tag unbekannt

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Wissenschaftspreise

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Nobelpreise

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Cecil Powell, 1950

Fields-Preise

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