Wacholder

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Datei:Juniperus sabina - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-212.jpg
Illustration aus Köhler's Medizinalpflanzen des Sadebaumes (Juniperus sabina)
Datei:The cypress and juniper trees of the Rocky Mountain region (1915) (14591305408).jpg
Illustration aus The cypress and juniper trees of the Rocky Mountain region, 1915 des Alligator-Wacholder (Juniperus deppeana)

Die Wacholder (Juniperus) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Cupressoideae innerhalb der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Mit den etwa 50 bis 70 Arten, die dieser Gattung zugerechnet werden, stellen sie fast 40 Prozent der Arten innerhalb der Zypressengewächse. In Mitteleuropa kommen in freier Natur nur zwei Arten vor: der Gemeine Wacholder und der Sadebaum.

Der deutsche Name Wacholder (von althochdeutsch wechalter, mittelhochdeutsch wëcholtër)<ref name="Mildenberger" /> hat verschiedene etymologische Deutungen erfahren. Sicher ist, dass der Teil „-der“ der Reflex der indogermanischen Baumbezeichnung ist, wie sie in Holunder, Affolter (Apfelbaum), Flieder, Heister und anderen vorkommt. Unsicher ist der erste Teil. Hier wird entweder ein Zusammenhang mit wachsen angenommen, unter Verweis auf den immergrünen Baum, oder mit wickeln, nach einer (wahrscheinlich vom früheren hebräischen Namen abgeleiteten)<ref>Vorlage:Literatur</ref> Verwendung zum Binden bzw. für rituell genutzte Wacholdersträuße.<ref name="Kluge" /><ref name="Marzell" /><ref>Vgl. auch Ute Obhof: Rezeptionszeugnisse des „Gart der Gesundheit“ von Johann Wonnecke in der Martinus-Bibliothek in Mainz – ein wegweisender Druck von Peter Schöffer. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018, S. 25–38, hier: S. 36 („Juniperus – wegholler“).</ref> Weiter zurück reicht die Form queckolder, in der der Baum als der Lebenskräftige (zu queck) gefasst wird, schon ahd. belegt.<ref>Vorlage:DWB</ref> Die hin und wieder anzutreffende Deutung als Wach-Halter ist hingegen wohl eine Volksetymologie.

Im Niederdeutschen wird der Wacholder auch als Machandelbaum bezeichnet.<ref name="Joneleit" /> Daraus hat sich dann als Nebenform die Bezeichnung Machangelstrauch (oder nur Machangel)<ref name="Schmitz1954" /> entwickelt. Diese Bezeichnung ist vor allen Dingen in Grimms Märchen und einigen Gedichten anzutreffen. Der Begriff Machangel findet sich mehrfach in der Erzählung „Der Wehrwolf“ von Hermann Löns.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Der botanische Name ist ebenfalls nicht sicher gedeutet. Favorisiert wird die Lesart als lateinisch *iūni-perus aus älterem *iuveni-paros in der Bedeutung „(zu) früh gebärend, abortierend“ nach der Verwendung von Juniperus sabina.<ref name="Genaust1996" /> Der altgriechische Name ἄρκευθος (arkeuthos) erscheint in der Historia plantarum.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Der heute nur selten vorkommende Name Juniper, welcher als Vor- und Nachname existiert, leitet sich von Juniperus ab.

In Deutschland finden sich in althochdeutschen Glossen vorwiegend ab dem 10. Jahrhundert aus den von Spohra/Spurcha entwickelten Namensformen der Begriff „Spurk“ für Wacholder.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Unter anderem in Österreich und Teilen Bayerns ist der Wacholder unter der Bezeichnung Kranewitt bekannt, das über mhd. kranewite auf ahd. kranawitu, chranawita, welches Kranichholz bedeutet, zurückgeht. Den gleichen Ursprung besitzt das gleichbedeutende Krammet.<ref>Wacholder-Beeren auf Gewürzkarawane abgerufen am 14. August 2020.</ref> Von der Bezeichnung Kranewitt leiten sich die Familiennamen Kranewitter, Kranebitter, Kronawitter, Kranevitter und Granovetter ab.

Der Wacholderschnaps ist demgemäß in Österreich unter Kranewitter bekannt.

Beschreibung

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Datei:Juniperus deppeana (alligator juniper) in the Magdalena Mountains, New Mexico.jpg
Sektion Sabina: Borke der Alligator-Wacholder (Juniperus deppeana)
Datei:Cade2.jpg
Sektion Juniperus: Blätter und beerenförmige Zapfen in verschiedenen Reifestadien des Stech-Wacholders (Juniperus oxycedrus)

Vegetative Merkmale

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Wacholder-Arten sind immergrüne Sträucher oder Bäume. Als größtes Einzelexemplar gilt ein Syrischer Wacholder (Juniperus drupacea) in der Türkei mit einer Wuchshöhe von 40 Metern. Das Holz besitzt einen schmalen Splint und einen rötlich-braunen Kern und duftet oft aromatisch, wobei die Namensgebung wie „stinkend“ andeutet, welche Arten besonders intensiv riechen. Die Zweige sind rund oder vier- bis sechsflügelig. Die Blätter sind im Allgemeinen kurz und liegen eng an den Zweigen an. Sie sind in der Jugend nadelförmig, später schuppen- oder nadelförmig. Die Blätter sind in gegenständigen Paaren in vier Reihen oder in wechselständigen Quirlen in drei bis sechs Reihen oder selten in Quirlen mit vier bis acht Reihen an den Zweigen angeordnet.

Die Sämlinge besitzen zwei bis acht Keimblätter (Kotyledonen).

Generative Merkmale

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Die zu den Nacktsamigen Pflanzen gehörenden Arten sind meist zweihäusig (diözisch), selten einhäusig (monözisch) getrenntgeschlechtig. Die männlichen Zapfen besitzen drei bis vier Paare oder Trios Sporophylle. Jedes Sporophyll besitzt zwei bis acht Pollensäcke.

Die beerenförmigen weiblichen Zapfen, oft als Beeren bzw. Wacholderbeeren bezeichnet, sind bei einem Durchmesser von 0,3 bis 2 Zentimetern ei- bis kugelförmig. Sie benötigen bis zur Reife ein bis zwei Jahre, bleiben geschlossen und werden bläulich. Die meist dicken, fleischigen Zapfenschuppen sind aus Deck- und Samenschuppen verwachsen und besitzen ein bis drei Samen. Die ungeflügelten, hartschaligen Samen sind rund bis kantig. Die beerenförmigen Zapfen werden von Vögeln als ganzes geschluckt, und die Samen verlassen den Darmtrakt unversehrt. Der bittere Geschmack der Zapfen (bei den meisten Arten) ist wohl eine Anpassung gegen Fraß durch Säugetiere.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 11.

Vorkommen

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Wacholder-Arten kommen vorwiegend auf der Nordhalbkugel der Erde vor. Nur das Verbreitungsgebiet des Ostafrikanischen Wacholders reicht im östlichen Afrika bis 18° Süd.

Wacholder-Arten sind sehr anpassungsfähig. Sie gedeihen in Klimaregionen, die von der subarktischen Tundra bis zu Halbwüsten reichen. Nahezu alle Arten sind gut an regenarme Zeiten angepasst. In Bergregionen sind es häufig Wacholder-Arten, die noch an der Baumgrenze gedeihen. Der auf den Azoren gedeihende Kurzblättrige Wacholder ist die einzige Nadelholzart, die sich auf einer mitten im Ozean liegenden Inselkette vulkanischen Ursprungs etablieren konnte.<ref name="Tudge107" /> Die Samen der Vorfahren dieser Art gelangten vermutlich im Verdauungstrakt von Vögeln dorthin.

Sie kommen vielfach auf trockenen Böden (Sand, Heide, Steppe, Halbwüste) vor.

In vielen semiariden Gebieten wie in den westlichen USA, im nördlichen Mexiko, im zentralen und südwestlichen Asien sind sie die dominante Waldbedeckung in weiten Bereichen der Landschaft. Die Untergattung Juniperus ist hauptsächlich eurasisch mit einer holarktischen Art (Juniperus communis). Sie ist auch die einzige Art dieser Untergattung in Nordamerika und Mitteleuropa und überhaupt die am weitesten verbreitete Koniferenart. Die Untergattung Caryocedrus ist endemisch in Südwestasien und Südosteuropa. Die Untergattung Sabina besiedelt fast alle Areale, die auch für die ganze Gattung gelten – außer nördlich von 50° Nord in Europa und 60° Nord in Asien.

In stark beweideten Gebieten ist Wacholder aufgrund seiner Unverträglichkeit für Weidetiere oft der einzige vorkommende Baum.

Die häufigere der beiden Wacholder-Arten in Deutschland, der Heide-Wacholder, war der Baum des Jahres 2002.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Inhaltsstoffe

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Die Zusammensetzung der ätherischen Öle unterscheidet sich je nach Art und Pflanzenteil. α-Thujen und γ-Terpinen finden sich in den Nadeln, während (−)-Camphen nur in den Früchten zu finden ist. (±)-α-Pinen und (±)-β-Pinen, Myrcen, (+)-Sabinen, (+)-3-Caren, (±)-Limonen, β-Phellandren und Terpinolen sind sowohl im Öl der Nadeln als auch der Früchte zu finden.<ref name="FFJ_1995_203" /> Neben ätherischen Ölen enthalten die Beeren Flavonoide und Biflavonoide.<ref name="Innocenti" />

Giftwirkung des Wacholders

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Die in den Beeren und Nadeln des Gemeinen Wacholders enthaltenen ätherischen Öle können bei Hautkontakt und Verzehr zu Reizerscheinungen führen.<ref name="InfoGift" /> Im Gegensatz zu den anderen Wacholdergewächsen ist beim Juniperus communis nur die Beere (Fructus Juniperi) giftig. Reif ist sie im zweiten Jahr. Eine Überdosierung des Teeröls des Stech-Wacholders führt zu Nierenschmerzen, Nierenversagen, Hautreizungen und Leberschädigung.<ref name="Koruk" /> Ferner wird die Herztätigkeit und Atmung gesteigert; seltener können Krämpfe auftreten. Äußerlich kommt es zur Rötung der Haut bis zur Blasenbildung. Die maximale Dosierung liegt bei erwachsenen Menschen bei 2 g.

Systematik

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Datei:Juniperus drupacea 1.JPG
Sektion Caryocedrus: Syrischer Wacholder (Juniperus drupacea)
Datei:Juniperus brevifolia.jpg
Sektion Juniperus: Kurzblättriger Wacholder (Juniperus brevifolia) auf den Azoren
Datei:JuniperusCommunisAlpina.jpg
Sektion Juniperus: Alpen-Wacholder (Juniperus communis var. saxatilis) im Witoschagebirge, Bulgarien
Datei:Juniperus macrocarpa Paros2.jpg
Sektion Juniperus: Juniperus macrocarpa auf der griechischen Insel Paros
Datei:Juniperus navicularis.JPG
Sektion Juniperus: Juniperus navicularis
Datei:Juniperus rigida4.jpg
Sektion Juniperus: Igel-Wacholder (Juniperus rigida)
Datei:Starr 080610-8119 Juniperus bermudiana.jpg
Sektion Sabina: Bermuda-Wacholder (Juniperus bermudiana), Sand Island, Midwayinseln, Hawaii-Inseln
Datei:SabinaChinensis.jpg
Sektion Sabina: Chinesischer Wacholder (Juniperus chinensis)
Datei:Juniperus deppeana infestedcones.jpg
Sektion Sabina: Zweig mit Zapfen des Alligator-Wacholders (Juniperus deppeana)
Datei:Juniperus excelsa Krym.jpg
Sektion Sabina: Griechischer Wacholder (Juniperus excelsa) auf der Krim
Datei:JuniperRockCreek.JPG
Sektion Sabina: Juniperus grandis in der Sierra Nevada, Kalifornien
Datei:JuniperBerry-2.jpg
Sektion Sabina: Kriech-Wacholder (Juniperus horizontalis) in Saskatchewan
Datei:Juniperus maritima 5859.JPG
Sektion Sabina: Habitus von Juniperus maritima im Habitat
Datei:Juniperus monosperma UGA.jpg
Sektion Sabina: Habitus des Einsamigen Wacholders (Juniperus monosperma) im Habitat
Datei:Juniperus osteosperma Serpents Trail.jpg
Sektion Sabina: Habitus des Utah-Wacholders (Juniperus osteosperma) im Habitat
Datei:El Hierro Sabinar.JPG
Sektion Sabina: Phönizischer Wacholder (Juniperus phoenicea) auf El Hierro
Datei:Juniper in Shahrud, Iran.jpg
Sektion Sabina: Habitus des Persischen Wacholders (Juniperus polycarpos) im Habitat
Datei:Juniperus procera Djibouti.jpg
Sektion Sabina: Habitus von Juniperus procera im Habitat
Datei:Juniperus recurva coxii Buch.-Ham. ex D.Don (AM AK202965-2).jpg
Sektion Sabina: Habitus von Juniperus recurva var. coxii
Datei:Juniperus recurva coxii Buch.-Ham. ex D.Don (AM AK202965-1).jpg
Sektion Sabina: Hängende Zweige von Juniperus recurva var. coxii
Datei:Juniperus saltuaria, Jiuzhaigou, Aba, Sichuan, China.jpg
Sektion Sabina: Habitus von Juniperus saltuaria im Habitat
Datei:Juniperus saxicola CF9A4502.jpg
Sektion Sabina: Habitus von Juniperus saxicola
Datei:Juniperus scopulorum 3.jpg
Sektion Sabina: Rocky-Mountain-Wacholder (Juniperus scopulorum), Habitat in den Rocky Mountains
Datei:Juniperus scopulorum Garden of the Gods.jpg
Sektion Sabina: Rocky-Mountain-Wacholder (Juniperus scopulorum)
Datei:6940-Juniperus semiglobosa-DZ 09.15.JPG
Sektion Sabina: Zweig mit Zapfen von Juniperus semiglobosa
Datei:Juniperus standleyi, Todos Santos Cuchumatán, Guatemala.jpg
Sektion Sabina: Habitus von Juniperus standleyi im Habitat
Datei:Juniperus-thurifera-01.jpg
Sektion Sabina: Spanischer Wacholder (Juniperus thurifera) in Spanien
Datei:Juniperus virginiana berries.jpg
Sektion Sabina: Virginischer Wacholder (Juniperus virginiana)

Die Gattung Juniperus wurde durch Carl von Linné aufgestellt.<ref name="GRIN" /> Die Gattung gehört zur Unterfamilie Cupressoideae innerhalb der Familie Cupressaceae.

Die Gattung Wacholder (Juniperus) enthält etwa 50 bis 70 Arten. Die wissenschaftlichen Diskussionen über die Artenzahlen, die Rangzuordnungen nach Varietäten, Unterarten oder Formen werden teilweise kontrovers geführt. Untersuchungen auf DNA-Basis (RAPD und Genetischer Fingerabdruck – Fingerprinting) und bezüglich der Blattölzusammensetzung halten die Diskussion in Bewegung; auch in der Feldforschung gefundene neue Arten lassen die Taxonzahlen schwanken.

Hier wird meist und vorzugsweise den Ausführungen von Robert Phillip Adams gefolgt, der 2008<ref name="Adams-Phytologia90" /> annähernd 70 Arten und 27 Varietäten anerkennt, aber die Kategorie Unterart nicht verwendet.<ref name="JuniperusWorld" />

Die Gattung Juniperus s. l. wird in drei Sektionen eingeteilt, die in der Literatur manchmal auch als Untergattungen geführt werden:<ref name="GymnospermDb" />

Die Sektion Sabina wird gelegentlich auch als eigenständige Gattung angesehen; manche Botaniker nehmen an, dass die Arten dieser Sektion/Gattung eine eigenständige Entwicklung mit einem anderen stammesgeschichtlichen Ursprung darstellen.

Gefährdung und Schutzmaßnahmen

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Obwohl die Wacholder-Arten generell gut angepasst und auch weit verbreitet sind, gibt es dennoch viele Arten, die die Weltnaturschutzunion IUCN in der Roten Liste gefährdeter Arten<ref name="IUCN" /> führt, aber als „nicht gefährdet“ (Least Concern) bezeichnet. Von insgesamt 55 gelisteten Arten werden 13 Arten mit einer Gefährdungskategorie versehen. Das sind ausschließlich Arten, die auf karibischen sowie den atlantischen Inseln der Azoren und der Kanaren oder in Mexiko und Guatemala beheimatet sind:

  • Zwei Arten (Bermuda-Wacholder und Juniperus saxicola) werden als „vom Aussterben bedroht“ (Critically Endangered) bezeichnet.
  • Sieben Arten werden als „stark gefährdet“ (Endangered) gelistet.
  • Vier Arten werden als „gefährdet“ (Vulnerable) angeführt.

Ursachen der Bedrohung sind in vielen Fällen andauernde Abholzung und Überweidung.

In der Roten Liste der Schweiz<ref name="RLSchweiz" /> werden der Gemeine Wacholder Juniperus communis s. str., Juniperus communis subsp. nana als Synonym für den Alpen-Wacholder oder Zwerg-Wacholder Juniperus communis var. saxatilis und der Sadebaum Juniperus sabina aufgelistet und als nicht gefährdet (LC) bezeichnet.

Auf europäischer Ebene wurde mit der Berner Konvention Appendix I<ref name="Bern-Konvention" /> des Europarats der Kurzblättrige Wacholder oder auch Azoren-Wacholder (Juniperus brevifolia) als streng geschützte Wildpflanze ausgewiesen.

Mit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie Nr. 92/43/EWG in der aktualisierten Fassung vom 1. Januar 2007<ref name="FFH" /> der Europäischen Union (FFH-RL) Anhang 1 werden Schutzgebietausweisungen für folgende Lebensraumtypen (LRT), denen Wacholder-Arten angehören, gefordert:

  • Mediterrane Küstendünen mit Wacholder-Arten Juniperus spp. (LRT 2250) – die Inschutzstellung dieser Lebensräume wird als prioritär durchzuführen gefordert
  • Formationen des Gemeinen Wacholders Juniperus communis auf Heiden und Kalkrasen (LRT 5130)
  • Baumförmige Hartlaubgebüsche (Matorrals) mit Wacholder-Arten Juniperus spp. (LRT 5210)
  • Endemische Wälder mit Wacholder-Arten Juniperus spp. (LRT 9560) – die Inschutzstellung dieser Lebensräume wird als prioritäre Angelegenheit angesehen

In der Bundesrepublik Deutschland wird der Zedern-Wacholder Juniperus cedrus in der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV)<ref name="BArtSChV" /> durch Ausweisung als streng geschützte Art unter Schutz gestellt.

Auf dem Nordamerikanischen Kontinent führt die USA über verschiedene Bundesstaaten acht Wacholder-Arten als gefährdete und zu schützende Arten an.<ref name="USDA" />

Datei:Juniperus procumbens nana MN 2007.JPG
Die Sorte Juniperus procumbens ‘Nana’
Datei:Juniperus squamata0.jpg
Die Sorte Juniperus squamata ‘Meyeri’

Nutzung

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Arzneiliche und medizinische Verwendung

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Die Verwendung von Wacholder als Heilpflanze ist schon aus Zeiten um 1550 v. Chr. überliefert. So im ägyptischen Papyrus Ebers, worin Wacholderbeeren als Abführmittel<ref>Junipur-Präparate. In: Münchener Medizinische Wochenschrift. Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. CXVIII (Anzeige).</ref> empfohlen werden. Innerlich kann Wacholder bei Verdauungsbeschwerden (dyspeptische Beschwerden) wie beispielsweise Magen-Darm-Krämpfen, Völlegefühl und Blähungen sowie Sodbrennen eingesetzt werden.<ref>Vorlage:Literatur</ref> In der äußerlichen Anwendung wird Wacholder in der Rheuma- und Gicht-Therapie traditionell eingesetzt.

Die durchblutungsfördernde Wirkung kann auch die Ausscheidung von Primärharn steigern, sodass auch der Einsatz als Diuretikum monographisch erfasst ist, wofür jedoch im Gegensatz zur Verwendung bei Verdauungsbeschwerden keine Arzneimittelzulassung erteilt ist.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

In aktueller Forschung wurde festgestellt, dass Wacholderauszüge in Laborversuchen signifikante „Anti-Tumor-Wirkung“ auf Glioblastome und Kolontumore hatten.<ref>Vorlage:Literatur</ref><ref>Vorlage:Literatur</ref>

Zierpflanze

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Viele Sorten einiger Juniperus-Arten werden in Gärten und in Park- sowie Friedhofsanlagen als Zierpflanzen verwendet. Es handelt sich meist um Ausleseformen, die vegetativ vermehrt werden.<ref name="Botanica2003" /> In Asien sind Wacholder-Arten schon seit Jahrhunderten Zierpflanzen, beispielsweise der Chinesische Goldwacholder.<ref name="Botanicgroup" />

Datei:Pear juniper rust 01.jpg
Sporenlager des Birnengitterrosts am Wacholder

Die Ausbreitung der Wacholder-Arten und ihrer Sorten als pflegeleichte und immergrüne Zierpflanzen in Parks und Gärten hat zur zunehmenden Ausbreitung des Birnengitterrosts geführt. Diese Pilzkrankheit ist auf Wacholder als Wirtspflanze angewiesen, wobei der einheimische Gemeine Wacholder (Juniperus communis var. communis und var. saxatilis) wohl weniger anfällig ist.<ref name="Landwirtschaftskammer" /> Dadurch ist der Bestand an Birnbäumen stark zurückgegangen.

Wacholder in der Heilkunde, in der Küche und in Getränken

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Siehe Gemeiner Wacholder

Getränke

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Vorlage:Belege fehlen Gin erhält seinen charakteristischen Geschmack aus der Aromatisierung mit Gewürzen, darunter vor allem Wacholderbeeren und Koriander. Der Name leitet sich indirekt vom lateinischen Namen des Wacholders juniperus ab, wobei manchmal die auf Englisch so genannten juniper berries als Namensgeber genannt werden, meist aber das niederländische Vorläufergetränk Genever.

Brotaufstrich

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In einigen Regionen der Schweiz wird aus Wacholderbeeren ein Konzentrat (Saft) hergestellt, das dann zusammen mit Glukosesirup, Rohzucker, Wasser und Karamellzucker zu dem Brotaufstrich Latwerge verarbeitet wird. Das Rezept für diesen Brotaufstrich wird seit langem mündlich überliefert. Seit ein paar Jahren wird Latwerge bei Großverteilern und in Reformhäusern angeboten.<ref name="Kraftsaft" />

Die Zapfen des Syrischen Wacholders werden von anatolischen Bergbauern gesammelt und als vitamin- und zuckerreiches Mus namens Andiz Pekmezi genutzt.<ref name="Selik" />

Weitere Nutzung

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Wacholder-Holz, -Zweige und -Beeren werden gerne zum Verräuchern verwendet. Wacholder-Rauch gilt als reinigend und desinfizierend und wurde schon im Mittelalter verwendet. Er riecht sehr holzig und gleichzeitig frisch; die Rauchentwicklung ist mäßig bis stark.

Der Glaube, dass Wacholder-Weihrauch das Böse fernhält, war unter den Turkvölkern weit verbreitet. Jeremiah Curtin bemerkte, dass einige Schamanen in Sibirien Wacholder-Weihrauch verwendeten, bevor sie Tiere opferten.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Das Wacholderöl (Oleum iuniperi, von lateinisch iuniperus für Wacholder, insbesondere Gemeiner Wacholder,<ref>Vgl. etwa Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 193 (Iuniperus).</ref> und oleum für Öl) ist ein aus Wacholderholz (vom Gemeinen Wacholder) bzw. den Zweigen des Wacholders<ref>Vgl. etwa Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 154 (Sarmentum Juniperi: Öl aus den Zweigen des Wacholders).</ref> durch Destillation gewonnenes ätherisches Öl.<ref>Gundolf Keil, Hans Reinecke: Der „kranewittber“-Traktat des ‚Doktor Hubertus‘. Untersuchungen zur spätmittelalterlichen Pharmakologie der Baccae Juniperi. In: Sudhoffs Archiv. Band 57, 1973, S. 361–415, hier: S. 407 f.</ref> Davon abzugrenzen ist das Wacholderbeeröl, in dessen Herstellung ausschließlich Wacholderbeeren (ohne Nadeln und Zweige; lateinisch Grana iuniperi) zum Einsatz kommen dürfen, wofür in der pharmazeutischen Spezifizierung die Art Juniperus communis L. verwendet wird.

Wacholder wird im Bogensport als sogenanntes Bogenholz verwendet, wobei das Holz dann für mindestens 2 Jahre abgelagert wird. Danach wird der vorbereitete Stamm geviertelt und danach weiterverarbeitet. Die weitere Verwendung ist meistens als sogenanntes Laminat zur Zierde von Bögen und Wurfarmen.<ref name="Hörning" />

Trivia

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Den Strauch, unter den sich der biblische Prophet Elija in seiner Verzweiflung zum Schlafen legte (1. Könige 19,5), hatte Martin Luther der Vulgata folgend mit Wacholder (lateinisch juniperus) übersetzt, was bis einschließlich der Revision der Luther-Bibel von 1984 beibehalten wurde. Die einflussreiche King-James-Bibel folgte ihm dabei. 1775 ordnete Peter Forsskål den hebräischen Pflanzennamen Rotem der nahöstlichen Ginsterart Genista raetam Forssk. (heute Retama raetam Webb) zu;<ref>Vorlage:Literatur</ref> als Wacholder gilt hebräisch berosh oder berot, der Name der Mittelmeer-Zypresse.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Erst in der revidierten Ausgabe der Luther-Bibel von 2017 ist der Wacholder durch Ginster ersetzt.<ref>Vgl. https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lutherbibel-1984/bibeltext/bibel/text/lesen/?tx_bibelmodul_bibletext%5Bscripture%5D=1.+k%C3%B6nige+19Vorlage:Toter Link mit https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lutherbibel-2017/bibeltext/bibel/text/lesen/?tx_bibelmodul_bibletext%5Bscripture%5D=1.+k%C3%B6nige+19Vorlage:Toter Link.</ref> Anders als die Luther-Bibel nannte die deutsche Bibelübersetzung von Ludwig Philippson bereits 1848 die Pflanzengattung Ginsterstrauch.<ref>Ludwig Philippson (Hrsg.): Die Israelitische Bibel - Zweiter Theil: Die Propheten. Enthaltend: Den heiligen Urtext, die deutsche Uebertragung, die allgemeine, ausführliche Erläuterung mit mehr als 500 englischen Holzschnitten. 2. Aufl. Leipzig 1858.</ref> Wegen der Dominanz der Luther-Bibel ist jedoch der Wacholder in die Kulturgeschichte eingegangen, wie z. B. im Oratorium Elias von Felix Mendelssohn Bartholdy, in dem ein Rezitativ den Titel trägt: „Siehe, er schläft unter dem Wacholder“. Auch Nelly Sachs verband in ihrem 1957 publizierten Gedicht Immer noch Mitternacht Elija mit dem Wacholder und nicht mit dem Ginster: „So Elia; wie ein Wald mit ausgerissenen Wurzeln / erhob er sich unter dem Wacholder“.<ref>Gellner, Christoph: … nichts von Stille, Sanftmut und Erbauung. Elia-Fort- und Weiterschreibungen in der Literatur. URL: http://www.theologie-und-literatur.de/fileadmin/user_upload/Theologie_und_Literatur/Gellner_Elia.pdf (Aufruf 8.12.2019).</ref>

Siehe auch

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Quellen

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Literatur

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Einzelnachweise

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<references> <ref name="AdamsBiSyEc29"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Adams-BiSyEc2005"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="AdamsBSaE2000"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="AdamsPhytologia89"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="AdamsPhytologia89ash"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Adams-Phytologia90"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Adams-Phytologia91"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Adams-Phytologia93"> Robert P. Adams, C.-F. Hsieh, J. Murata: Systematics of Juniperus chinensis and J. tsukusiensis from Japan and Taiwan: DNA sequencing and terpenoids. In: Phytologia. Band 93, 2011, S. 118–131. </ref> <ref name="Adams-Phytologia94a"> Robert P. Adams, Andrea E. Schwarzbach: Taxonomy of the multi-seeded, entire leaf taxa of Juniperus section Sabina: Sequence analysis of nrDNA and four cpDNA regions. In: Phytologia. Band 94, 2012, S. 350–366. Juniperus semiglobosa var. jarliendensis (Komarov) R. P. Adams, comb. nov. auf S. 354 eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Adams-Phytologia95"> Robert P. Adams, Andrea E. Schwarzbach: Taxonomy of the serrate leaf Juniperus of North America: Phylogenetic analyses using nrDNA and four cpDNA regions. In: Phytologia. Band 95, 2013, S. 172–178. </ref> <ref name="Adams-Phytologia95b"> Robert P. Adams, Andrea E. Schwarzbach: Taxonomy of Juniperus deppeana varieties and formas based on nrDNA (ITS), petN-psbM, trnS-trnG, trnD-trnT, trnL-trnF sequences. In Phytologia. Band 95, 2013, S. 161–166. </ref> <ref name="Adams-Phytologia97"> Robert P. Adams, Andrea E. Schwarzbach: A new, flaccid, decurrent leaf variety of Juniperus poblana from Mexico: J. poblana var. decurrens R. P. Adams & S. González. In: Phytologia. Band 97, Nr. 3 3, 2015, S. 152–163. </ref> <ref name="BArtSChV"> Vorlage:§ </ref> <ref name="Bern-Konvention"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Botanica2003"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Botanicgroup"> Botanicgroup: Juniperus Chinensis Kuriwao Gold – Chinesischer Goldwacholder. </ref> <ref name="Farjon2010"> Aljos Farjon: A handbook of the world's Conifers. Brill, Leiden/Boston 2010, ISBN 978-90-04-17718-5, Band 1, S. 1–526. doi:10.1163/9789047430629 </ref> <ref name="FFH"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="FFJ_1995_203"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="FoC"> Liguo Fu, Yong-fu Yu, Robert P. Adams, Aljos Farjon: Cupressaceae.: Juniperus Linnaeus. S. 69–73 – textgleich online wie gedrucktes Werk In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Band 4: Cycadaceae through Fagaceae. Science Press/ Missouri Botanical Garden Press, Peking/ St. Louis 1999, ISBN 0-915279-70-3. </ref> <ref name="Genaust1996"> Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Birkhäuser, Basel/Boston/Berlin 1996, ISBN 3-7643-2390-6. </ref> <ref name="GRIN"> Vorlage:GRIN </ref> <ref name="GRIN-saltillensis"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="GymnospermDb"> Christopher J. Earle: Juniperus bei The Gymnosperm Database, 2019. </ref> <ref name="GymnospermDb_thurifera"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="Hörning"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="InfoGift"> Informationszentrale gegen Vergiftungen: Vorlage:Webarchiv </ref> <ref name="Innocenti"> Marzia Innocenti, Marco Michelozzi, Catia Giaccherini, Francesca Ieri, Franco Francesco Vincieri, Nadia Mulinacci: Flavonoids and biflavonoids in Tuscan berries of Juniperus communis L.: detection and quantitation by HPLC/DAD/ESI/MS In: Journal of Agricultural and Food Chemistry. Band 55, Nr. 16, 2007, S. 6596–6602, PMID 17622155. </ref> <ref name="IUCN"> Vorlage:IUCNSearch </ref> <ref name="Joneleit"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="JuniperusWorld"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="Kluge"> Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 23. erweiterte Auflage, bearbeitet von Elmar Seebold. 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Ergänzende Literatur

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  • Heinrich Lehmann: Beiträge zur Geschichte von Sambucus nigra, Juniperus communis und Juniperus Sabina. Math.-nat. Diss. Basel 1935.
  • Lutz Roth, Max Daunderer, Kurt Kormann: Giftpflanzen, Pflanzengifte : Vorkommen, Wirkung, Therapie, Allergische und phototoxische Reaktionen. 3. Auflage. ecomed, Landsberg 1987, ISBN 3-609-64810-4; 6. Auflage, Nikol, Hamburg 2012, ISBN 978-3-86820-009-6.
  • Sabine Kurschat-Fellinger: Kranewitt. Untersuchungen zu den altdeutschen Übersetzungen des nordischen Wacholderbeertraktats (= Mittelalterliche Wunderdrogentraktate, III). (Medizinische Dissertation Würzburg) Pattensen/Hannover (jetzt bei Königshausen & Neumann, Würzburg) 1983 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 20).
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Weiterführende Literatur

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  • R. P. Adams: Evolution of dioecious/ monecious taxa in Juniperus, contrasted with Cupressus, Hesperocyparis, Callitropsis and Xanthocyparis (Cupressaceae). In: Phytologia. Band 100, Nr. 4, 2018, S. 248–255. Volltext-PDF.

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