Basilikum

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Das Basilikum (Ocimum basilicum), auch Basilie, Basilienkraut oder Königskraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der gleichnamigen Gattung Basilikum (Ocimum) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Ihre Sorten werden als Gewürzpflanze verwendet.

Beschreibung

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Die verschiedenen Kulturformen unterscheiden sich in Blattfarbe, Größe, Aroma, Wachstumsart und Ansprüchen. Basilikum wird in den gemäßigten Breiten meist als einjährige Pflanze kultiviert.

Datei:Ocimum basilicum 05 ies.jpg
Zygomorphe Blüten mit den vier Staubblättern
Datei:Ocimum basilicum 06 ies.jpg
Zygomorphe Blüte von der Seite, dadurch ist auch der Kelch zu sehen

Vegetative Merkmale

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Basilikum ist eine aufrecht wachsende, einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 12 bis 70 Zentimetern erreicht. Sie bildet eine Pfahlwurzel.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Alle Pflanzenteile duften aromatisch. Stängel, Blütenhüllblätter und oft die Laubblätter sind behaart (Indument).

Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die kurzen Blattstiele weisen eine Länge von 5 bis 20 Millimeter auf. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 1,5 bis 5 Zentimetern sowie einer Breite von 0,8 bis 3,2 Zentimetern oft eiförmig. Der Blattrand ist glatt.

Generative Merkmale

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Die Blütezeit reicht hauptsächlich von Juni bis September. Der vielblütige ährige Blütenstand enthält auch zwei- bis dreiblütige Zymen. Der Blütenstiel ist 2,5 Millimeter lang.

Die zwittrige Blüte ist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen und weisen die gleiche Farbe wie die Laubblätter auf. Der Kelch ist während der Anthese 1,5 bis 3 Millimeter lang und vergrößert sich bis zur Fruchtreife auf etwa 9 Millimeter. Die fünf Kronblätter sind zu einer 8 bis 9 Millimeter langen, zweilippigen Krone verwachsen. Die Kronröhre weist eine Länge von etwa 3 Millimeter auf. Die breite, mehr oder weniger flache Oberlippe ist vierlappig, etwa 3 Millimeter lang und etwa 4,5 Millimeter breit. Die Unterlippe ist etwa 6 Millimeter groß. Es sind zwei ungleiche Paare von Staubblättern vorhanden, die mit der Krone verwachsen sind, aber untereinander frei sind. Die Staubbeutel öffnen sich mit einem Längsschlitz. Der Fruchtknoten ist oberständig. Der Griffel endet in einer zweilappigen Narbe.

Die Frucht ist 1,5 bis 2 Millimeter lang und vom vergrößerten Kelch eingehüllt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 48.<ref name="Oberdorfer2001" />

Inhaltsstoffe

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Gehalt und Zusammensetzung des ätherischen Öls sind je nach Sorte, Herkunft und Erntezeitpunkt stark unterschiedlich. Der Gehalt schwankt zwischen 0,04 und 0,70 %, wobei das Deutsche Arzneibuch einen Mindestgehalt von 0,4 % vorschreibt (bezogen auf die Trockensubstanz). Die wichtigsten Bestandteile des ätherischen Öls sind dabei Linalool<ref name="DrDuke" /> mit bis zu 85 % Anteil, Estragol<ref name="DrDuke" /> mit bis zu 90 % und Eugenol<ref name="DrDuke" /> mit bis zu 20 %. Daneben sind eine Reihe weiterer Inhaltsstoffe, wie Monoterpene (z. B. Citral,<ref name="DrDuke" /> Limonen,<ref name="DrDuke" /> Geraniol,<ref name="DrDuke" /> Borneolacetat,<ref name="DrDuke" /> α-Terpinylacetat,<ref name="DrDuke" /> Ocimen<ref name="DrDuke" /> und 1,8-Cineol<ref name="DrDuke" />), Sesquiterpene (wie Citronellol,<ref name="DrDuke" /> δ-Cadinen<ref name="DrDuke" /> und β-Caryophyllen<ref name="DrDuke" />) und Phenylpropane (wie Methyleugenol<ref name="DrDuke" /> und Zimtsäuremethylester<ref name="DrDuke" />) enthalten. Außer ätherischem Öl sind noch Gerbstoffe, Flavonoide, Linolensäure,<ref name="DrDuke" /> Kaffeesäure und Äsculosid in nennenswerten Mengen enthalten.<ref name="Wichtl" /> Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor im Basilikum enthaltenen Estragol und Methyleugenol, die in hohen Dosen als krebserregend gelten.<ref name="Minimierung">Vorlage:Internetquelle</ref>

Basilikum besitzt einen Nährwert von knapp 100 kJ je 100 Gramm, an dem Eiweiß und Kohlenhydrate den größten Teil ausmachen. Es enthält eine hohe Menge an Vitamin K und ist reich an Mineralstoffen, darunter Eisen, Mangan und Kupfer.

100 g Basilikum (roh) enthalten durchschnittlich:<ref name="Inhaltsstoffe Basilikum">Vorlage:Internetquelle</ref>
Energie Wasser Fett Kohlenhydrate Eiweiß Eisen Kupfer Magnesium Mangan Vitamin A Vitamin K
96 kJ (23 kcal) 92,1 g 0,64 g 2,65 g 3,15 g 3,17 mg 0,39 mg 64 mg 1,15 mg 0,26 mg 0,42 mg
Datei:Ocimum basilicum Pollen 400x.jpg
Pollenkörner (400×)

Systematik

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Der Artname Ocimum basilicum wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum<ref name="SpPl" /> erstveröffentlicht.

Je nach Autor gibt es bei Basilikum etwa zwei Unterarten,<ref name="Vogel" /> daneben gibt es noch andere Unterteilungen in verschieden viele Varietäten:

  • Ocimum basilicum Vorlage:Person subsp. basilicum, die in Europa vorkommende Form.
  • Ocimum basilicum subsp. minimum Vorlage:Person, wird in Indien vielfach als Zierpflanze kultiviert.

Je nach Autor gibt es mehrere Varietäten (Auswahl):<ref name="FOC" />

Datei:BasilikumrotblättrigOpal.jpg
Die rotblättrige Sorte ‘Opal’

Es gibt eine Anzahl von Sorten, die sich in Größe, Blattform, Blattfarbe und Duft unterscheiden. ‘Opal’ ist eine rotblättrige Sorte. Häufig angebaute Sorten sind 'Großes Grünes', 'Genoveser' und 'Opal'. Die Sorte 'Cinnamon' hat einen zimtartigen Duft und wird auch Zimtbasilikum genannt. Die Sorte 'Lemon' oder Zitronenbasilikum hat einen zitronen-thymian-ähnlichen Duft.<ref name="Vogel" />

Ocimum basilicum var. thyrsiflorum (L.) Benth. ist als Thai-Basilikum bekannt, jedoch werden auch Zitronenbasilikum sowie Indisches Basilikum so genannt.

Busch- oder Zwergbasilikum ist eine nur 15 cm hohe Zierform.<ref name="Pflanzenbau" />

Das Artepitheton basilicum geht aus Vorlage:GrcS<ref>Vgl. etwa Wouter S. van den Berg (Hrsg.): Eene Middelnederlandsche vertaling van het Antidotarium Nicolaï (Ms. 15624–15641, Kon. Bibl. te Brussel) met den latijnschen tekst der eerste gedrukte uitgave van het Antidotarium Nicolaï. Hrsg. von Sophie J. van den Berg, N. V. Boekhandel en Drukkerij E. J. Brill, Leiden 1917, S. 205.</ref><ref>Vgl. Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 158 (Unguentum basilicon: Königliche Salbe).</ref> hervor und deutet an, dass das Basilikum als königliches Gewürz angesehen wurde.<ref name="Vogel" /> Weitere deutsche Bezeichnungen für Basilikum sind Basilienkraut, Königskraut, Josefskraut, Suppenbasil, Braunsilge und Deutscher Pfeffer.<ref name="Pflanzenbau" /> Zum auf den griechisch-lateinischen Pflanzennamen Ocimum<ref>Vgl. etwa Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 149.</ref> (für Ocimum basilicum; Vorlage:GrcS) zurückgehenden Gattungsnamen siehe Basilikum (Gattung).

Herkunft

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Einige Quellen geben als natürliche Verbreitungsgebiet des Basilikums das subtropische bis tropische Asien an.<ref name="Florabase" /><ref name="POWO" /> Doch die Herkunft des Basilikums ist nicht mehr feststellbar. Als Herkunftsgebiet wird Nordwest-Indien vermutet. In Vorderindien wurde Basilikum bereits rund 1000 v. Chr. als Gewürz-, Heil- und Zierpflanze kultiviert. Funde in Pyramiden belegen den Anbau in Ägypten bereits im Altertum. Die Bezeichnung des Basilienkrauts (siehe dazu auch den Gattungsartikel) ist als Basilicum latinisiert aus dem Griechischen basilicon<ref>Vgl. Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 161 („Basilicon – basilien, garofilatum, ozimum berengemisch, (i.T.:) berengemis – Ozimum – naterworz, basilicon“).</ref> (später auch basylicon geschrieben) übernommen.<ref>Vgl. etwa Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 136.</ref> In Griechenland gibt es bis heute zahlreiche Volkssagen um das Basilikum und dessen Herkunft. Neben der griechischen wird Basilikum traditionell auch in der italienischen Küche häufig verwendet.

Nach Deutschland dürfte das Basilikum im 12. Jahrhundert n. Chr. gekommen sein.<ref name="Vogel" />

Kultivierung

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Anbau und Ernte

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Datei:210704 basilikum-ocimum-basilicum-marktware 1-640x480.jpg
Basilikum (Marktware)
Datei:Ocimum basilicum for home growing.jpg
Basilikum als Topfpflanze auf dem Tisch

Der Anbau erfolgt großteils in subtropischen Gebieten, aber auch in den Tropen und gemäßigten Gebieten. Basilikum wird im Freiland wie im Gewächshaus angebaut. Es wird als Topf- und Bundware angebaut. Im Freiland benötigt Basilikum lockere, wasserdurchlässige, sich gut erwärmende Böden. Der Boden-pH-Wert liegt optimalerweise zwischen 6,5 und 7,2. Basilikum ist eine wärmebedürftige Pflanze, unter 12 °C findet praktisch kein Wachstum statt, dafür steigt der Pilzbefall stark an. In Deutschland kommt Freilandware zwischen etwa Ende Juni und Anfang Oktober auf den Markt, Gewächshausware das ganze Jahr. Für die Sortierung wie die Verpackung gibt es keine speziellen Vorschriften. Bundware sind häufig 30 bis 40 g schwere, in Folie verpackte Bunde. Im Gewächshaus wird vor allem Topfware angebaut. Die Kultur dauert zwischen 40 Tagen im Sommer und 80 bis 100 Tagen im Winter. Aber auch als Topfpflanze ist es gut haltbar.

Datei:Basilikumwurzling.jpg
Abgeschnittener Trieb mit ausgebildeten Wurzeln

Abgeschnittene Triebe, welche in Wasser gestellt werden, bilden nach wenigen Wochen neue Wurzeln aus. Auf diese Weise kann Basilikum auch in Privathaushalten günstig und ohne großen Aufwand vermehrt werden. Basilikum kann ab 12 °C Außentemperatur<ref>So pflanzen Sie Basilikum auf dem Balkon mit Sachverstand. Gartenjournal</ref> problemlos im Freien<ref>Basilikum auf dem Balkon und im Garten pflanzen</ref> angebaut werden. Bei entsprechendem Licht, wobei im Sommer Halbschatten bevorzugt wird, wächst die Pflanze krautig<ref>Basilium</ref> und ist auch wesentlich beständiger als Basilikum als Topfpflanze im Gebäude. Das im Einzelhandel erhältliche Basilikum ist eine im Treibhaus gezogene Jungpflanze, die sehr dicht und eng in einem stark durchwurzelten Plastiktopf vertrieben wird und nicht als Zimmerpflanze gedacht ist. Dieses Basilikum ist nur für den schnellen Verzehr<ref>Warum geht Basilikum zuhause immer ein? T-Online, 6. November 2018</ref> geeignet und erleidet beim Transport durch unzureichende Lichtverhältnisse, durch wenig Nährstoffe und niedrige Temperaturen eine Schwächung. Daher sollten die Pflanzen vereinzelt und mit ausreichendem Platz<ref>Basilikum auf dem Balkon und im Garten pflanzen</ref> für eine intensive Bewurzelung in ein neues Pflanzgefäß umgetopft werden, wo sie erst im Freien ihre Robustheit<ref>Balkonzeit zu Basilikum & Co.:Aussäen oder Pflanzen und wo überhaupt? Süddeutsche Zeitung, 21. August 2014</ref> entwickeln kann. Neben dem Auspflanzen ganzer Pflanzen kann Basilikum auch ausgesät oder durch Bilden von Wurzeln in einem mit Wasser gefüllten Gefäß<ref>Nie wieder Ärger mit dem Basilikum – so pflegst du das Kraut richtig. Garten Fräulein</ref> gezogen werden.

Krankheiten und Schädlinge

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Bedeutendste Virenerkrankung ist das von Blattläusen übertragene Luzernemosaikvirus (Alfalfa mosaic virus (AMV)), das Blattvergilbungen auslöst. Bei den Pilzerkrankungen steht die Blattfleckenkrankheit (ausgelöst durch Septoria-Arten) an erster Stelle, die während Regenperioden auftritt. Daneben ist im Freiland wie im Gewächshaus die Fusarium-Welke (Fusarium oxysporum) von Bedeutung. An tierischen Schädlingen sind solche von Bedeutung, die an den Blättern fressen: Zwergzikaden, Raupen der Ampfereule (Acronycta rumicis), Gemeine Wiesenwanzen (Lygus pratensis) und Schnecken.<ref name="Vogel" /> Geschwächte Pflanzen können unter einem starken Blattlausbefall, vor allem an den jungen Trieben, leiden.

Verwendung

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Küche

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Die frischen wie die getrockneten Blätter werden als Küchengewürz verwendet. Basilikum ist in der südeuropäischen, besonders der italienischen Küche eines der meist verwendeten Gewürze. Beim Trocknen ergeben sich allerdings Verluste des Aromas. Basilikum wird auch in der Fleischkonservenindustrie verwendet. Basilikummazerat und -destillat sind Bestandteil mancher Kräuterliköre. Das ätherische Öl wird in der Kosmetikindustrie für Duftmischungen eingesetzt.<ref name="Vogel" /> Das feine Aroma der Blätter passt hervorragend zu Tomaten. Basilikum ist fast immer Bestandteil von Pesto und unverzichtbar für die traditionelle neapolitanische Pizza.

Aufgequollene Samen (Basil seeds) werden, ähnlich wie Mexikanische Chia, in manchen Modegetränken verwendet.

Medizinische Bedeutung

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Seit dem Altertum wird Basilikum in der Heilkunde verwendet. So wurde die Pflanze eingesetzt bei der Therapie von Kopfschmerzen und Tränenfisteln.<ref>Hans Zotter: Antike Medizin. Die medizinische Sammelhandschrift Cod. Vindobonensis 93 in lateinischer und deutscher Sprache. Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, Graz 1980 (= Interpretationes ad codices. Band 2); 2., verbesserte Auflage ebenda 1986, ISBN 3-201-01310-2, S. 184 f. (Ocymum).</ref>

Die pharmazeutische Droge wird als Basilici herba (lat.: des Basilikums Kraut) bezeichnet. Basilikum wird in der Volksmedizin, vor allem im mediterranen Raum, bei Appetitlosigkeit (Stomachikum), bei Blähungen und Völlegefühl (Karminativum) und seltener als Diuretikum, Laktagogum und bei Rachen-Entzündungen zum Gurgeln eingesetzt.<ref name="Wichtl" /> Basilikum wird in Volksheilkunde-Praktiken verwendet, wie beispielsweise in der Ayurveda oder der traditionellen chinesischen Medizin.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Das ätherische Öl besitzt anthelmintische (entwurmende) und antiphlogistische (entzündungshemmende) Eigenschaften und hemmt die Bildung von Magengeschwüren.<ref name="Wichtl" />

Basilikumsamen werden aufgrund ihres Gesundheitsversprechens in einigen asiatischen Ländern oder in der Ayurveda eingesetzt.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Basilikumsamen werden üblicherweise nicht als Lebensmittel verwendet, obwohl einige Studien ihnen nicht nur Nährwert, sondern auch antidiabetische, antimikrobielle, antioxidative und krebsbekämpfende Wirkung zuschreiben.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Ein Aufguss mit Samen des Basilienkrauts war früher auch in Deutschland zum Beispiel als kühlendes Getränk bei Fieber bekannt.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Es sind zwar bei Einnahme therapeutischer Dosen keine Nebenwirkungen bekannt, jedoch wird aufgrund des Gehaltes an Estragol eine arzneiliche Anwendung für nicht vertretbar angesehen.<ref name="Wichtl" /> Das Bundesinstitut für Risikobewertung stellte 2002 im Tierversuch fest, dass Estragol karzinogene Wirkungen und in In-vitro- und in In-vivo-Untersuchungen genotoxische Effekte zeigen, wobei die Datenlage für eine endgültige wissenschaftliche Bewertung unzureichend ist. Die Kommission E kam hinsichtlich des Basilienkrauts und des Basilikumöls zu folgender Beurteilung: Da die Wirksamkeit bei den beanspruchten Anwendungsgebieten nicht belegt ist und aufgrund der Risiken kann eine therapeutische Anwendung nicht vertreten werden.<ref name="Kommission E Basilici herba">Kommission für Phytotherapie (Kommission E) des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes (BGA), heute Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): Basilici herba (Basilienkraut). Bundesanzeiger 54, 18.3.1992.www.heilpflanzen-welt.de.</ref><ref name="Kommission E Basilici aetheroleum">Kommission für Phytotherapie (Kommission E) des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes (BGA), heute Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): Basilici aetheroleum (Basilikumöl). Bundesanzeiger 54, 18.3.1992.www.heilpflanzen-welt.de.</ref> Gegen die Verwendung des Basilikumkrauts als Geruchs- und Geschmackskorrigens bis 5 % in Zubereitungen bestehen keine Bedenken.<ref name="Kommission E Basilici herba" />

Siehe auch

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Quellen

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  • Amanda Spooner: Ocimum basilicum. In: Western Australian Herbarium (Hrsg.): FloraBase. The Western Australian Flora. Department of Environment and Conservation 2007, (online). (Abschnitte Beschreibung und Verbreitung)
  • Xi-wen Li, Ian C. Hedge: Ocimum. In: Vorlage:BibISBN (Abschnitte Beschreibung, Systematik und Verbreitung)
  • Avril Rodway: Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung. Tessloff, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.

Einzelnachweise

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<references> <ref name="POWO"> Vorlage:POWO </ref> <ref name="Florabase"> Amanda Spooner: Ocimum basilicum. In: Western Australian Herbarium (Hrsg.): FloraBase. The Western Australian Flora. Department of Environment and Conservation 2007, Vorlage:Webarchiv, abgerufen am 10. Jänner 2010. </ref> <ref name="SpPl"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 597 (Vorlage:Digitalisat). </ref> <ref name="FOC"> Xi-wen Li, Ian C. Hedge: Ocimum. In: Vorlage:BibISBN </ref> <ref name="Pflanzenbau"> Vorlage:BibISBN </ref> <ref name="Vogel"> Vorlage:BibISBN </ref> <ref name="Wichtl"> Max Wichtl (Hrsg.): Teedrogen und Phytopharmaka. 4. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2002, ISBN 3-8047-1854-X, S. 84–86. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Vorlage:BibISBN </ref> <ref name="DrDuke"> Vorlage:DrDukesDB </ref> </references>

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Vorlage:Commonscat Vorlage:Wiktionary

Vorlage:Normdaten