Sechsfleck-Widderchen

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Datei:Zygaena filipendulae 01 (HS).jpg
Sechsfleck-Widderchen bei der Eiablage an Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium)
Datei:Zygaena filipendulae 02 (HS).jpg
Eier des Sechsfleck-Widderchen an Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium)
Datei:Zygaena filipendulae - Sechsfleck Widderchen - Raupe 01.jpg
Raupe des Sechsfleck-Widderchens
Datei:Zygaena filipendulae - Puppe 05 (HS).jpg
Verlassener Kokon des Sechsfleck-Widderchens mit Exuvie
Datei:Zygaena filipendulae-o.jpg
Die Hinterflügel
Datei:Sechsfleck-Widderchen bei Paarung.png
Sechsfleck-Widderchen bei der Paarung

Das Sechsfleck-Widderchen (Zygaena filipendulae), auch Blutströpfchen, Erdeichel-Widderchen oder Gewöhnliches Widderchen genannt, ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie Widderchen (Zygaenidae). Die Art wird auch als Sechsfleck-Rotwidderchen bezeichnet.

Merkmale

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Das Sechsfleck-Widderchen zeichnet sich durch sechs rote Flecken auf den Vorderflügeln aus, wobei die beiden vorderen Flecken ineinander übergehen können. Die Hinterflügel sind intensiv rot gefärbt. Dieser Aposematismus (Warnfärbung) mit den schwarz-roten Flügeln vermag Fressfeinde an eine frühere Begegnung mit einem entsprechend gemusterten Vertreter zu erinnern, die wohl höchst unangenehm verlief, da Rotwidderchen giftig sind. Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von etwa 38 Millimetern. Die Raupen sind etwa 22 Millimeter lang und zeichnen sich durch eine schwarze Kopfkapsel aus. Sie sind gedrungen gebaut und verjüngen sich an beiden Enden abrupt. Der grüngelbliche Raupenkörper besitzt dorsal eine Doppelreihe schwarzer Flecke, die beidseits von gelben Zeichnungen begleitet wird. Gelegentlich ist die schwarze Zeichnung so stark ausgeprägt, dass der ganze Körper schwarz erscheint.

Toxin-Gehalt

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Sechsfleck-Widderchen besitzen die komplette Enzymausstattung, um toxische cyanogene Glycoside anzureichern. Bei ihrem Abbau setzen cyanogene Glykoside hochgiftigen Cyanwasserstoff frei. Die Abwehr-Komponente beziehen sie primär aus einer ihrer Futterpflanzen, dem Gewöhnlichen Hornklee, um sie zu sequestrieren (einzulagern). Bei Mangel an Gewöhnlichem Hornklee können sie die Toxinkomponente aber auch selbst herstellen: Unter allen Insekten wurden nur Rotwidderchen dafür bekannt, cyanogene Glycoside synthetisieren zu können. Der metabolische Weg entspricht dem Stoffwechsel der Futterpflanze.<ref>Mika Zagrobelny, Karsten Scheibye-Alsing, Niels Bjerg Jensen, Birger Lindberg Møller, Jan Gorodkin, Søren Bak: 454 pyrosequencing based transcriptome analysis of Zygaena filipendulae with focus on genes involved in biosynthesis of cyanogenic glucosides. In: BMC Genomics, Band 10, Nr. 1, 2009, S. 1–15 (PDF).</ref>

Unterarten

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Es sind 25 Unterarten bekannt.<ref name="Fauna">Vorlage:FaunaEuropaea</ref>

Ähnliche Arten

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Vorkommen

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Das Sechsfleck-Widderchen kommt in weiten Teilen Europas vor. Es kann in über 3500 Meter Höhe leben und ist tagaktiv.

Lebensraum

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Wiesen, Niederungen, Klippen, Brachland und Waldränder zählen zum Lebensraum des Sechsfleck-Widderchens.

Lebensweise

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Die Weibchen legen von Juli bis August die Eier auf den Futterpflanzen ab. Zu den Raupenfutterpflanzen zählen Hornklee (Lotus corniculatus) und Kronwicken (Coronilla).<ref name="Ebert">Günter Ebert (Hrsg.): Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. Band 3: Nachtfalter I (Wurzelbohrer (Hepialidae), Holzbohrer (Cossidae), Widderchen (Zygaenidae), Schneckenspinner (Limacodidae), Sackträger (Psychidae), Fensterfleckchen (Thyrididae)). Ulmer Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-800-13472-1.</ref> Die Raupen fressen bis in den Herbst hinein, überwintern und sind im darauf folgenden Jahr im Juni ausgewachsen. Ein Teil der Raupen kann ein zweites Mal überwintern. Die Verpuppung findet in einem länglichen, gelblichweißen Gespinst an Stängeln und vertrockneten Grashalmen statt. Die Falter schlüpfen von Juli bis August.

Flug- und Raupenzeit

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Das Sechsfleck-Widderchen fliegt in einer Generation von Juli bis August. Die Raupen können im September beobachtet werden. Sie überwintern und setzen ihre Entwicklung im Juni des darauffolgenden Jahres fort.<ref name="Koch 2">Manfred Koch, Wolfgang Heinicke: Wir bestimmen Schmetterlinge. 3. Auflage. Neumann, Radebeul 1991, ISBN 3-7402-0092-8.</ref>

Quellen

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Einzelnachweise

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<references />

Literatur

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  • C. M. Naumann, G. M. Tarmann, W. G. Tremewan: The Western Palaearctic Zygaenidae. Apollo Books, Stenstrup 1999, ISBN 87-88757-15-3.
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