Bezirk Spandau

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Vorlage:Infobox Ortsgliederung

Spandau ist der fünfte Verwaltungsbezirk von Berlin.<ref name="Bezirksschlüssel">Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel</ref> Am Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE hatte er Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE Einwohner. Große Teile des Bezirks liegen entlang der Havel. Spandau ist bekannt für seine Wald- und Wasserflächen.

Der heutige Berliner Bezirk wurde 1920 im Zuge der Bildung von Groß-Berlin aus dem Gebiet der bereits 1232 urkundlich erwähnten Stadt Spandau und mehreren umliegenden Gemeinden und Gutsbezirken gebildet.

In Spandau liegen einige Berliner Stätten der industriellen Produktion, beispielsweise das BMW-Werk Berlin, das Motorräder für den Weltmarkt herstellt. Der Elektronikkonzern Siemens zählt hier zu den größten Arbeitgebern.

Zu den wesentlichen Bauwerken im Bezirk gehört die Zitadelle Spandau, die im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Die ehemalige Festung wird heute vor allem für Konzerte und Unterhaltungsveranstaltungen genutzt.

Geographie

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Der heutige Bezirk Spandau liegt zum großen Teil am westlichen Ufer der Havel (siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung). Von den zwölf Berliner Bezirken ist er der flächenmäßig viertgrößte. Die Stadt Spandau wurde vor dem 13. Jahrhundert am Zusammenfluss von Spree und Havel gegründet. Spandau grenzt an die brandenburgischen Landkreise Oberhavel und Havelland sowie an die kreisfreie Landeshauptstadt Potsdam.

Datei:Blick vom Grunewaldturm in Richtung Spandau.jpg
Die Havellandschaft in Spandau, 2023

Landschaften

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Ortsteile

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Der Bezirk Spandau unterteilt sich in neun Ortsteile:

Datei:Zitadelle Spandau - Berlin - 2014.jpg
Zitadelle Spandau
Datei:Berlin-Spandau Neukladower Allee 12 LDL 09046206.JPG
Gutspark Neukladow
Datei:CCC Filmstudios.jpg
CCC-Filmstudios in Haselhorst
Datei:2013-08 View from Rathaus Spandau 03.jpg
Altstadt Spandau vom Spandauer Rathaus aus gesehen
Datei:Stoessensee B-Westend 07-2017 img3.jpg
Stößensee in Wilhelmstadt
Datei:Do27 Gatow1.jpg
Militärhistorisches Museum in Gatow
Datei:Straßenbrunnen20 Staaken Heidebergplan (5).jpg
Gartenstadt Staaken
Datei:Am Bogen Falkenhagener Feld 2023-09-17 ama fec.JPG
Wohnanlage im Falkenhagener Feld
Ortsteil
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Ein­wohner<ref>Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE</ref>
Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE
Ein­wohner
pro km²
Lage
0501 Spandau 8,03 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/8,03 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
0502 Haselhorst 4,73 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/4,73 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
0503 Siemensstadt 5,66 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/5,66 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
0504 Staaken 10,90 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/10,9 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
0505 Gatow
  • Alt-Gatow
  • Siedlung Habichtswald
  • Hohengatow
10,10 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/10,1 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
0506 Kladow 14,80 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/14,8 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
0507 Hakenfelde 20,40 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/20,4 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
0508 Falkenhagener Feld 6,88 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/6,88 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin
0509 Wilhelmstadt 10,40 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/10,4 round 0}} Vorlage:Imagemap Berlin

Planungsräume

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Die kleinräumige Gliederung für Berlin sind die Lebensweltlich orientierten Räume (LOR) mit Abgrenzung nach fachlichen Kriterien. Diese werden für sozialräumliche Planungszwecke genutzt und haben das Raumbezugssystem der Statistischen Gebiete / Verkehrzellen ersetzt.<ref>Bedeutung der LOR und Adressverzeichnisse der Lebensweltlich orientierten Räume.</ref> Daten zu den Bevölkerungsstrukturen in diesen Planungsgebieten sind im Kiezatlas der Sozialraumdaten online zugänglich.<ref>Der Zugang zu den Daten der einzelnen Kieze erfolgt durch Zusatz der Schlüsselnummern zur Webadresse. Die Daten von 2008 und 2009 sind als PDF, die späteren als HTML-Liste zugänglich.</ref>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

LOR-Planungsräume im Bezirk (Stand der Daten vom 31. Dezember 2016)
Planungs­räume Schlüssel­nummer Bezirks­region Auslän­dische Staats­ange­hörige Deutsche (mit MHG) Deutsche (ohne MHG) Gesamt­zahl Anteil (ohne MHG) Anteil (mit MHG)
Hakenfelde Nord 05010101 Hakenfelde 1904 1360 Vorlage:07619 10883 70 % 30 %
Goltzstraße 05010102 Hakenfelde Vorlage:0714 Vorlage:0533 Vorlage:04638 Vorlage:05885 79 % 21 %
Amorbacher Weg 05010103 Hakenfelde Vorlage:0559 Vorlage:0667 Vorlage:06397 Vorlage:07623 84 % 16 %
Griesingerstraße 05010204 Falkenhagener Feld Vorlage:0593 Vorlage:0664 Vorlage:02040 Vorlage:03297 62 % 38 %
An der Tränke 05010205 Falkenhagener Feld Vorlage:0183 Vorlage:0335 Vorlage:01392 Vorlage:01910 73 % 27 %
Gütersloher Weg 05010206 Falkenhagener Feld 1626 1892 Vorlage:06728 10246 66 % 34 %
Darbystraße 05010207 Falkenhagener Feld 2384 3232 Vorlage:05876 11492 51 % 49 %
Germersheimer Platz 05010208 Falkenhagener Feld 1362 1005 Vorlage:05260 Vorlage:07627 69 % 31 %
An der Kappe 05010209 Falkenhagener Feld Vorlage:0753 Vorlage:0984 Vorlage:04361 Vorlage:06098 72 % 28 %
Eckschanze 05010310 Spandau Mitte Vorlage:0738 Vorlage:0530 Vorlage:02612 Vorlage:03880 67 % 33 %
Eiswerder 05010311 Spandau Mitte 1544 1361 Vorlage:02765 Vorlage:05670 49 % 51 %
Kurstraße 05010312 Spandau Mitte 2485 1146 Vorlage:03486 Vorlage:07117 49 % 51 %
Ackerstraße 05010313 Spandau Mitte 1519 1031 Vorlage:04154 Vorlage:06704 62 % 38 %
Carl-Schurz-Straße 05010314 Spandau Mitte 2338 1958 Vorlage:07672 11968 64 % 36 %
Freiheit 05010339 Spandau Mitte Vorlage:0579 Vorlage:062 Vorlage:0333 Vorlage:0974 34 % 66 %
Isenburger Weg 05020415 Brunsbütteler Damm Vorlage:0187 Vorlage:0521 Vorlage:03177 Vorlage:03885 82 % 18 %
Am Heideberg 05020416 Brunsbütteler Damm Vorlage:028 Vorlage:067 Vorlage:01614 Vorlage:01709 94 % Vorlage:06 %
Staakener Straße 05020417 Brunsbütteler Damm Vorlage:0763 Vorlage:0837 Vorlage:04247 Vorlage:05847 73 % 27 %
Spandauer Straße 05020418 Brunsbütteler Damm Vorlage:0343 Vorlage:0395 Vorlage:03272 Vorlage:04010 82 % 18 %
Magistratsweg 05020419 Brunsbütteler Damm Vorlage:0814 Vorlage:0859 Vorlage:05359 Vorlage:07032 76 % 24 %
Werkstraße 05020420 Brunsbütteler Damm Vorlage:058 Vorlage:096 Vorlage:0775 Vorlage:0929 83 % 17 %
Döberitzer Weg 05020521 Heerstraße Nord Vorlage:0281 Vorlage:0534 Vorlage:02280 Vorlage:03095 74 % 26 %
Pillnitzer Weg 05020522 Heerstraße Nord 1957 1209 Vorlage:04198 Vorlage:07364 57 % 43 %
Maulbeerallee 05020523 Heerstraße Nord 3206 3494 Vorlage:05713 12413 46 % 54 %
Weinmeister­hornweg 05020524 Heerstraße Nord Vorlage:0425 Vorlage:0572 Vorlage:05137 Vorlage:06134 84 % 16 %
Borkumer Straße 05020625 Wilhelmstadt 1310 1072 Vorlage:05100 Vorlage:07482 68 % 32 %
Adamstraße 05020626 Wilhelmstadt 4636 2325 12398 19359 64 % 36 %
Tiefwerder 05020627 Wilhelmstadt Vorlage:0812 Vorlage:0702 Vorlage:02545 Vorlage:04059 63 % 37 %
Graetschelsteig 05020628 Wilhelmstadt Vorlage:0194 Vorlage:0231 Vorlage:01559 Vorlage:01984 79 % 21 %
Börnicker Straße 05020629 Wilhelmstadt Vorlage:0305 Vorlage:0306 Vorlage:03802 Vorlage:04413 86 % 14 %
Zitadellenweg 05030730 Haselhorst Vorlage:0663 1420 Vorlage:01855 Vorlage:03938 47 % 53 %
Gartenfelder Straße 05030731 Haselhorst 2173 2520 Vorlage:06929 11622 60 % 40 %
Rohrdamm 05030832 Siemensstadt 2731 2195 Vorlage:06766 11692 58 % 42 %
Motardstraße 05030833 Siemensstadt 1138 Vorlage:0111 Vorlage:0296 Vorlage:01545 19 % 81 %
Alt-Gatow 05040934 Gatow/Kladow Vorlage:0909 Vorlage:0318 Vorlage:02738 Vorlage:03965 69 % 31 %
Groß-Glienicker Weg 05040935 Gatow/Kladow Vorlage:073 Vorlage:024 Vorlage:0318 Vorlage:0415 77 % 23 %
Jägerallee 05040936 Gatow/Kladow Vorlage:0541 1041 Vorlage:08273 Vorlage:09855 84 % 16 %
Kladower Damm 05040937 Gatow/Kladow Vorlage:0118 Vorlage:0176 Vorlage:01857 Vorlage:02151 86 % 14 %
Kafkastraße 05040938 Gatow/Kladow Vorlage:0198 Vorlage:0282 Vorlage:03190 Vorlage:03670 87 % 13 %

Vorlage:Klappleiste/Ende

Geschichte

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Datei:Karte havellandzaucheteltowspandau.jpg
Geografische Situation im brandenburgischen Raum um 1150

Der Bezirk Spandau ging aus der Besiedlung Spandaus hervor. Die Besiedlung des Gebietes lässt sich bis ins 6. Jahrhundert zurückverfolgen, als das Havelland von den Sprewanen und Hevellern (slawische Stämme) besiedelt wurde. Albrecht der Bär soll hier eine Burg errichtet haben, aus der die namensgebende Burganlage Spandow entstand, die im Jahr 1197 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Um diese Burg entwickelte sich die Stadt Spandow, die zum Zentrum des Gebietes wurde und vermutlich um das Jahr 1200 bereits Stadtrecht besaß.

1232 wurden die Stadtrechte durch den Markgrafen Johann I. und Otto III. urkundlich erweitert. Durch die förmliche Verbriefung, in der Spandau zum ersten Male als Stadt erwähnt wird, ist sie seitdem als Stadt anzusehen. 1539 trat Kurfürst Joachim II. in der Spandauer St.-Nikolai-Kirche zum protestantischen Glauben über, wodurch die Mark Brandenburg ebenfalls protestantisch wurde. Von 1239 bis ins 16. Jahrhundert bestand in Spandau ein bedeutendes Benediktinerinnenkloster, das das Kirchenpatronat über die St.-Nikolai-Kirche und weitere zehn Kirchen der Umgebung innehatte. Es ging infolge der Reformation unter.

1600–1945

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Datei:Spandau-1633-Merian.jpg
Die Stadt Spandau und die Zitadelle Spandau, Matthäus Merian, 1633

Der Zustand der Stadt und Umgebung um 1728 wird in einem Katasterwerk für die befestigte Stadt Spandau dokumentiert, womit erstmals ein komplettes Liegenschaftskataster mit den beiden großmaßstäblichen Karten Spandau Intra moenia (1:1000) und Spandau extra moenia sowie entsprechenden Eigentümerverzeichnissen geschaffen wurde. Dieses liegt heute noch im Stadtarchiv Spandau vor. Erarbeitet wurde das Werk von dem Landmesser Gustav Haestskau.

Von den 1830er Jahren bis 1874 fand in Spandau jährlich zum Fronleichnamsfest die Spandauer Prozession statt, an der Katholiken aus Berlin und Charlottenburg teilnahmen. Zentrum der Feierlichkeiten war seit ihrer Fertigstellung 1848 die Kirche St. Marien am Behnitz. Die Prozession wurde im Rahmen des preußischen Kulturkampfes ab 1875 nicht mehr genehmigt.

Datei:Ansicht Spandau um 1850.jpg
Stadtansicht um 1850, vom damals noch Spandow genannten Ort

Die Schreibweise des Stadtnamens wurde mit Beschluss von 1877 offiziell von Spandow in Spandau geändert. 1887 schied die Stadt aus dem Landkreis Osthavelland aus und wurde ein Stadtkreis. Die Gutsbezirke Haselhorst, Spandau Land und Sternfeld kamen 1910 vom Kreis Osthavelland zur Stadt Spandau.

Mit Bau der Berlin-Hamburger Bahn erhielt Spandau am Standort des heutigen S-Bahnhofs Stresow im Jahr 1846 einen Eisenbahnanschluss, 1871 folgte die Berlin-Lehrter Eisenbahn. Der mit der Industrialisierung Spandaus stetig steigende Pendlerverkehr führte zwischen 1909 und 1911 zum Bau der Spandauer Vorortbahn, die 1928 als S-Bahn elektrifiziert wurde.

Datei:Siegelmarke Der Magistrat Spandau W0345399.jpg
Siegelmarke vom Magistrat (ca. 1878–1920)

Während des Ersten Weltkriegs wuchs vor allem die Rüstungsindustrie, sodass Spandau zum Ende des Krieges ein bedeutendes Rüstungszentrum des Deutschen Reiches geworden war. Das hier gefertigte Maschinengewehr MG 08/15 wurde zum Synonym für die gleichnamige Redewendung. Ab 1897 siedelte das Elektrounternehmen Siemens & Halske Produktion und Verwaltung im Osten Spandaus auf den Nonnenwiesen an. Ein Novum war der mit dem Aufbau dieses Industriegebiets einhergehende Bau einer Wohnsiedlung durch Siemens. Dazu gehörte auch deren Infrastruktur: der Bahnhof Fürstenbrunn, die Straßenbahn an der Nonnendammallee und 1929 die von der S-Bahn befahrene Siemensbahn zum neu entstandenen Ortsteil Siemensstadt.

Im Rahmen der Bildung von Groß-Berlin am 1. Oktober 1920 wurde aus den folgenden Gebietseinheiten der Bezirk Spandau – damals der achte Bezirk Berlins – gebildet: Stadtkreis Spandau, Gemeinde Staaken, Gemeinde Tiefwerder, Gemeinde Pichelsdorf, Gemeinde Gatow, Gemeinde Kladow, Gutsbezirk Spandau-Zitadelle, Gutsbezirk Pichelswerder und Gutsbezirk Heerstraße (nördlicher Teil).

1945–1990

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Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte der Bezirk Spandau in der „Vier-Sektoren-Stadt“ Berlin zum Britischen Sektor und verlor West-Staaken an die Sowjetische Besatzungszone. Im Gegenzug kamen der Seeburger Ortsteil Weinmeisterhöhe und die Groß-Glienicker Siedlung Wochenend West aus dem Kreis Osthavelland zum Bezirk.<ref name="blöß">Vorlage:Literatur</ref>

Bis 1987 befand sich an der Wilhelmstraße das Kriegsverbrechergefängnis Spandau, in dem die Alliierten zuletzt nur noch den zu lebenslanger Haft verurteilten Rudolf Heß bewachten. Nach dessen Tod wurde das Gefängnis abgerissen.

Der gesamte S-Bahn-Verkehr im Bezirk kam 1980 auf den drei Strecken von Jungfernheide nach Gartenfeld (Siemensbahn) sowie über Fürstenbrunn nach Spandau und von Friedrichstraße über Westkreuz – Spandau nach Staaken zum Erliegen. Im gleichen Jahr erhielt der West-Berliner Bezirk mit der Verlängerung der damaligen U-Bahn-Linie 7 (heute: U7) zum U-Bahnhof Rohrdamm erstmals Anschluss an das Berliner U-Bahn-Netz. 1984 wurde die U7 bis zum Endbahnhof Rathaus Spandau fertiggestellt.

Datei:Spandau Weihnachtsmarkt-005.jpg
Knusperhaus auf dem Spandauer Weihnachtsmarkt

Das kulturelle Zentrum des Bezirks ist die Spandauer Altstadt, von deren ursprünglicher Bausubstanz allerdings aufgrund der Ereignisse des Zweiten Weltkriegs wenig erhalten geblieben ist. Dennoch gelang mit der Sanierung in den 1970er Jahren und der Beseitigung der nach 1945 in Baulücken entstandenen eingeschossigen Behelfsbauten für Geschäfte eine rekonstruierte neue Altstadt. Sie wurde gleichzeitig vom Durchgangsverkehr weitgehend befreit und in eine Fußgängerzone umgewandelt und bietet seitdem Platz für Wochenmärkte und den alljährlich in der Adventszeit stattfindenden Spandauer Weihnachtsmarkt.

Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 erhielt Spandau 1990 das seinerzeit abgetrennte West-Staaken zurück. Auf dem ehemaligen Flugplatz Gatow, der während der Teilung von der Royal Air Force genutzt wurde, wurde 1995 das Militärhistorische Museum eingerichtet. Seit 1998 fährt die S-Bahn wieder über die Gleise der Spandauer Vorortbahn bis zum damals neu errichteten Bahnhof Berlin-Spandau mit Anschluss an den Regional- und Fernverkehr.

Seit 1990

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In den 1990er Jahren wurde die „Wasserstadt Oberhavel“ städtebaulich entwickelt. Die Baumaßnahmen dazu waren 2008 weitgehend abgeschlossen. Das Gebiet erstreckt sich beidseits der Insel Eiswerder sowie auf den früheren Brachflächen an der Havel, nördlich davon.

Bevölkerung

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Überblick

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Am Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE zählte der Bezirk Spandau Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE Einwohner. Spandau hat damit die geringste Einwohnerzahl aller Berliner Bezirke, gefolgt vom Bezirk Reinickendorf. Bedingt durch den relativ hohen Anteil von Wasser- und Waldflächen an der Gesamtfläche von knapp 92 km²<ref>Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE</ref> lag am Stichtag die durchschnittliche Bevölkerungsdichte bei {{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/91,878 round 0}} Einwohnern pro km².

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Jahr Einwohner
1925 111.629
1933 146.472
1939 170.384
1946 159.999
1950 166.161
1955 168.318
1961 172.663
1965 190.792
1970 198.333
1980 196.959
1991 218.614
2000 215.997
Jahr Einwohner
2001 217.383
2002 218.267
2003 218.093
2004 218.010
2005 217.461
2006 216.936
2007 215.927
2008 215.939
2009 215.444
2010 218.094
Jahr Einwohner
2011 220.645
2012 223.305
2013 226.868
2014 230.419
2015 234.630
2016 239.942
2017 242.143
2018 243.080
2019 245.197
2020 245.527
Jahr Einwohner
2021 247.396
2022 254.175
2023 257.091
2024 259.277

Vorlage:Klappleiste/Ende

Die unten stehenden Einwohnerzahlen ab 1991 (Stand: jeweils am 31. Dezember) basieren, abweichend von der Bevölkerungsfortschreibung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, auf Daten des Einwohnermelderegisters des Berliner Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten.<ref name="Bevölkerung 2024">Statistischer Bericht A I 5-hj 2/24. Einwohnerregisterstatistik Berlin 31. Dezember 2024. Bestand-Grunddaten. (PDF; 0,7 MB) Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Potsdam 2025.</ref>

Bevölkerungsstruktur

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Die folgende Tabelle zeigt Angaben zur Struktur der Bevölkerung des Bezirks Spandau am 31. Dezember 2024.<ref name="Bevölkerung 2024"/>

Geschlecht Anzahl Anteil
männlich 127.361 49,1 %
weiblich 131.916 50,9 %
Insgesamt 259.277 100 %
 
 
Altersgruppen
unter 20 Vorlage:053.179 20,5 %
20 bis unter 40 Vorlage:069.843 26,9 %
40 bis unter 65 Vorlage:082.601 31,9 %
ab 65 Vorlage:053.654 20,7 %
Insgesamt 259.277 100 %
Herkunft Anzahl Anteil
Deutsche ohne Migrationshintergrund 140.857 54,3 %
Deutsche mit Migrationshintergrund Vorlage:049.057 18,9 %
Ausländer Vorlage:069.363 26,8 %
Insgesamt 259.277 100 %
 
Wohnlagen
einfache Wohnlagen bzw. ohne Angabe 195.951 75,6 %
mittlere Wohnlagen Vorlage:054.608 21,0 %
gute Wohnlagen Vorlage:08.718 Vorlage:03,4 %
Insgesamt 259.277 100 %
Religion Anzahl Anteil
evangelisch Vorlage:040.136 15,5 %
römisch-katholisch Vorlage:021.050 Vorlage:08,1 %
sonstige bzw. keine 198.091 76,4 %
Insgesamt 259.277 100 %

Das Durchschnittsalter im Bezirk lag am 31. Dezember 2024 bei 43,0 Jahren (Berliner Durchschnitt: 42,8 Jahre).

Wirtschaft

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Vorlage:Mehrere Bilder

Der Bezirk Spandau ist mit seinen Ver- und Entsorgungseinrichtungen wie dem Kraftwerk Reuter, der Biogasanlage und dem Klärwerk Ruhleben sowie zahlreichen Produktionsstätten (Siemens, Osram, BMW-Motorräder) ein bedeutender industriell geprägter Wirtschaftsstandort für Berlin.

Mehr als 30 Unternehmen haben ihren Sitz im Thelen Technopark, u. a. Boschen & Oetting Automatisierungs-Bau GmbH und BSH Technologie­zentrum.

Der Bezirk besitzt auch große Wald- und Wasserflächen, die als touristisch beliebtes Ausflugsgebiet genutzt werden.

2012 gehörten 12.461 Gewerbetreibende aus Spandau der IHK Berlin an.<ref>Vorlage:Webarchiv Hrsg. von der IHK Berlin, abgerufen am 29. Juni 2017.</ref>

Die Johannesstift Diakonie ist ein Gesundheits- und Sozialunternehmen mit Sitz Spandau. Es ist der größte konfessionelle Klinikbetreiber in Berlin und beschäftigt im Nordosten Deutschlands an verschiedenen Standorten mehr als 10.000 Mitarbeiter.

Mieten

Im Berliner Bezirk Spandau lagen die Angebotsmieten für neu zu vermietende Wohnungen im Jahr 2023 bei durchschnittlich 10,1 Euro (Berliner Durchschnitt: 14,0 Euro).<ref>Mietwohnungen in Berlin: Das sind die teuersten und günstigsten Kieze, Berliner Zeitung, abgerufen am 20. August 2024.</ref> Im Bezirksvergleich zählten die Mieten in Spandau damit zu den niedrigsten.

Infrastruktur

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Datei:16-07-04-Abflug-Berlin-DSC 0090.jpg
Luftbild vom Bahnhof Spandau

Die Stadt Spandau besaß ab Juni 1892 eine erste Pferdebahn-Linie (Hauptbahnhof – Fehrbelliner Tor). 1894 wurde der Betriebsbahnhof angelegt und es kam die zweite Linie (Hauptbahnhof bis Pichelsdorf) und 1896 die dritte Linie (Hauptbahnhof bis Schützenhaus) dazu. 1896 wurden alle Strecken elektrifiziert, 1909 kam die Spandauer Straßenbahn in Stadtbesitz. In den 1930er Jahren gab es einen O-Bus-Verkehr in Spandau. 1967 fuhr die letzte West-Berliner Straßenbahn (Linie 55) von Hakenfelde zum Bahnhof Zoo. Eine Eisenbahnstrecke vom Bahnhof Spandau West über Johannesstift nach Bötzow (Bötzowbahn) dient gegenwärtig in Teilen noch als Güterverkehrsstrecke.

Individualverkehr

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Durch Spandau führen die beiden Bundesstraßen B 2 und B 5.

Spandau ist an zahlreiche nationale, internationale und regionale Radwanderwege angeschlossen: Unter anderem an die europäische EuroVelo-Route EV 7 (verläuft von Norwegen bis Malta),<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> an den Radweg Berlin–Kopenhagen (u. a. über Oranienburg, Zehdenick, Fürstenberg, Rostock)<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> und an den Havelradweg (u. a. über Potsdam und Brandenburg an der Havel).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Öffentlicher Personenverkehr

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Datei:Berlin - U-Bahnhof Paulsternstraße (8480400474).jpg
U-Bahnhof Paulsternstraße

In Spandau gibt es Anbindungen mit folgenden öffentlichen Verkehrsmitteln:

Eisenbahn-Personenfernverkehr

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Folgende Linien des Schienenpersonenfernverkehrs haben einen Verkehrshalt im Bahnhof Berlin-Spandau:

  • ICE-Linien 10, 11, 12 und 28
  • EC-Linien 27 und 99
  • IC-Linien 32 und 77

Schiffsverkehr

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Datei:Karte der Berliner Wasserstraßen.png
Wasserstraßen in Berlin

Durch Spandau führen die Bundeswasserstraßen Untere Havel-Wasserstraße, Havel-Oder-Wasserstraße und Spree-Oder-Wasserstraße. Der Spandauer Südhafen an der Havel ist der zweitgrößte Frachthafen Berlins.

Folgende Fähren verkehren im Bezirk Spandau:

Die Schleuse Spandau überbrückt die unterschiedlichen Wasserspiegelhöhen der Unteren Havel-Wasserstraße und der Oberen Havel-Wasserstraße. Sie liegt zwischen der Altstadt und der Zitadelle Spandau.

Energieversorgung

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Auf dem ehemaligen Flugplatz Staaken befindet sich der größte Solarpark in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Die Anlage ging 2011 in Betrieb und erreicht eine maximale Leistung von 21 Megawatt.<ref>Solarpark auf ehemaligen Flugplatz Staaken. Bei: Berlin spart Energie, abgerufen am 17. Mai 2021.</ref>

Politik

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Bezirksverordnetenversammlung

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Die Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks Spandau am 12. Februar 2023 führte zu folgendem Ergebnis:

Vorlage:Wahldiagramm Vorlage:Sitzverteilung

Bezirksbürgermeister

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Datei:Rathaus B-Spandau 07-2017.jpg
Rathaus Spandau
Name Partei Amtszeit Bemerkungen
Kurt Woelck DDP 1919–1921 letzter Oberbürgermeister Stadt Spandau
Martin Stritte 1921–1933
Max Harrer NSDAP 1933–1944
Ernst Neumann NSDAP 1944–1945
Fritz Warsow 1945
Richard Münch 1945–1946
Bruno Lehmann LDP 1946
Gottlob Münsinger SPD 1946–1949
Karl Schilling SPD 1949–1954
Georg Ramin SPD 1954–1958
Ernst Liesegang SPD 1958–1965
Klaus Bodin SPD 1965–1967
Herbert Kleusberg SPD 1967–1979
Werner Salomon SPD 1979–1992
Sigurd Hauff SPD 1992–1995
Konrad Birkholz CDU 1995–2011
Helmut Kleebank SPD 2011–2021
Carola Brückner SPD 2021–2023
Frank Bewig CDU seit 2023

Der Bezirk Spandau ist durch den Bezirksbürgermeister auf Landesebene im Rat der Bürgermeister und in der AG Ressourcensteuerung vertreten.<ref>Rat der Bürgermeister, abgerufen am 18. Mai 2019</ref><ref>Kleine Anfrage der FDP, abgerufen am 18. Mai 2019</ref>

Bezirksamt

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Mitglieder des Bezirksamts sind (Stand: 2025):<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Partei Funktion Geschäftsbereich
Frank Bewig CDU Bezirksbürgermeister Personal, Finanzen und Wirtschaftsförderung
Carola Brückner SPD stellvertretende
Bezirksbürgermeisterin
Bildung, Kultur, Sport und Facility Management
Thorsten Schatz CDU Bezirksstadtrat Bauen, Planen, Umwelt- und Naturschutz
Tanja Franzke CDU Bezirksstadträtin Jugend und Gesundheit
Gregor Kempert SPD Bezirksstadtrat Soziales und Bürgerdienste
N.N. AfD Bezirksstadtrat Ordnungsamt

Städtepartnerschaften

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Vorlage:DEU und Kreis Siegen-Wittgenstein (Nordrhein-Westfalen), seit 1952
Vorlage:GBR (Vereinigtes Königreich), seit 1959
Vorlage:FRA (Frankreich), seit 1959
Vorlage:ISR (Israel), seit 1968
Vorlage:TUR (Türkei), seit 1987
Vorlage:DEU (Brandenburg), seit 1988

Wappen

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Vorlage:Hauptartikel

In der heutigen Form wurde das Wappen am 4. Februar 1957 durch den Senat von Berlin verliehen.

Datei:Coat of arms of borough Spandau.svg

Blasonierung: In silbernem Schild über blauen Wellen eine nach außen ansteigende rote Stadtmauer; vor deren offenem, breitem, oben mit einem Zinnenkranz abgeschlossenem Mitteltor steht ein silberner Dreieckschild mit dem brandenburgischen goldenbewehrten roten Adler, dessen Flügel mit goldenen Kleestängeln belegt sind. Das Tor ist beseitet von zwei hinter der Mauer hervorkommenden goldenbeknopften roten spitzbedachten befensterten Türmen, zwischen denen auf dem Zinnenkranz des Tores ein naturfarbener Topfhelm – der brandenburgische Wappenhelm – sitzt. Er trägt als Helmzier einen mit goldenen Lindenblättern besäten schwarzen Flug. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit einem kleinen Berliner Wappenschild belegt ist.<ref>Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen, abgerufen am 21. Januar 2020.</ref>

Wappenbeschreibung: Das Wappen des Bezirks Spandau leitet sich von dem Wappen der Stadt Spandau ab, dessen heraldische Elemente bereits im 13. Jahrhundert belegt sind – der Helm und die Mauern verweisen auf die Festungsstadt, das blaue Wellenband auf den Fluss Havel, und der rote märkische Adler auf die Gründungsherren. Die Mauerkrone wurde dem Wappen dabei am 1. Januar 2001 im Rahmen der Bezirksreform als verbindendes Element aller Berliner Bezirke hinzugefügt.

Polizei

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Die Direktion 2 der Berliner Polizei ist für die Bezirke Spandau und Charlottenburg-Wilmersdorf zuständig.

Bauwerke

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Datei:Spandau Fort Hahneberg Kehlkaserne.JPG
Fort Hahneberg

Profangebäude

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Spandau hat keine wesentlich überregional bekannte Baukultur hervorgebracht.<ref>Berlin-Spandau – Spandau, du kannst so hässlich sein. In: Der Tagesspiegel, 18. Februar 2016, abgerufen am 4. November 2024.</ref> Trotz der wasserreichen Gebiete gibt es kaum dem Wasser zugewandte Architektur.

Zu den markanten Bauwerken und Siedlungen im Bezirk zählen die Zitadelle Spandau, die Altstadt Spandau und Kolk, die Gartenstadt Staaken, die Siedlung Neu-Jerusalem, die Freilichtbühne an der Zitadelle, das Gesamtensemble Kolonistensiedlung Tiefwerder, das Fort Hahneberg und die Bruno-H.-Bürgel-Sternwarte.

Vorlage:Siehe auch

Sakralgebäude

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Kirchen und Kapellen

Datei:Spandau Nikolaikirche Turm.jpg
St.-Nikolai-Kirche

Die evangelischen Kirchen Spandaus gehören zum Kirchenkreis Spandau in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die römisch-katholischen Pfarreien zu den Pastoralen Räumen Berlin Spandau-Süd und Berlin Spandau-Nord/Falkensee im Erzbistum Berlin.

  • Christophoruskirche, auch „Siemensstadt-Kirche“ genannt – Siemensstadt, Schuckertdamm, 1929–1931, Baudenkmal (evangelisch)
  • Dorfkirche Gatow – Gatow, Alt-Gatow, 1301–1315, Baudenkmal (evangelisch)
  • Dorfkirche Kladow – Kladow, Alt-Kladow, erster Bau 14. oder 15. Jahrhundert, Neubau 1818–1819, Baudenkmal (evangelisch)
  • Dorfkirche Staaken – Staaken, Nennhauser Damm/Hauptstraße, um 1310, Baudenkmal (evangelisch)
  • Gemeindezentrum St. Lambertus – Hakenfelde, Cautiusstraße, 1975 (katholisch)
  • Gnadenkirche – Wilhelmstadt, Jaczostraße, 1946–1957 (evangelisch)
  • Kirche im Johannesstift – Hakenfelde, Schönwalder Allee, 1907–1910, Baudenkmal (evangelisch)
  • Kirche St. Marien am Behnitz – Spandau, Behnitz, 1845–1848, Baudenkmal (katholisch)
  • Luther-Kirche – Spandau, Lutherplatz, 1895–1896, Baudenkmal (evangelisch)
  • Melanchthon-Kirche – Wilhelmstadt, Melanchthonplatz/Wilhelmstraße, 1893, Baudenkmal (evangelisch)
  • Gemeindezentrum Radeland – Hakenfelde, Schwanter Weg, Gemeindezentrum von 1992 (evangelisch)
  • St.-Franziskus-von-Assisi-Kirche – Staaken, Hackbuschstraße, 1955 als „St.-Johannes.-B.-M.-Vianney Kapelle“, seit 1970 mit neuem Namen (katholisch)
  • St.-Joseph-Kirche – Siemensstadt, Quellweg/Goebelstraße/Natalissteig, 1934–1935, Baudenkmal (katholisch)
  • St.-Nikolai-Kirche – Spandau, Reformationsplatz, erster Bau um 1240, Neubau vor 1369, Baudenkmal (ursprünglich katholische Pfarrkirche, seit 1539 evangelisch)
Datei:Behnitz8a.jpg
St. Marien am Behnitz

Moscheen
Die Moscheen im Bezirk Spandau sind sunnitisch. Sie gehören unterschiedlichen Dachverbänden an:

Buddhistische Tempel

  • Pagode Linh Thuu – Heidereuterstraße 30, Buddhistische Vietnamesische Gemeinde in Berlin e. V.<ref>Website des Vereins, abgerufen am 17. Januar 2020.</ref>
  • Wat Pah Bodhi-Dhamm – Breitehornweg 1a, Wat Pah Bodhi-Dhamm Buddhistischer Verein e. V.

Bildung

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Datei:Berlin-Spandau FvS-Gymnasium asv2022-09.jpg
Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

Kultur und Sport

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Datei:Konditorei Fester.jpg
Konditorei Fester

In Spandau existiert der Arbeitskreis Spandauer Künstler Berlin e. V.<ref>Website des Arbeitskreises Spandauer Künstler Berlin e. V., abgerufen am 17. Januar 2020.</ref> das Kulturhaus Spandau,<ref>Website des Kulturhauses Spandau, abgerufen am 17. Januar 2020.</ref> das Theater Zitadelle,<ref>Website des Theaters Zitadelle, abgerufen am 17. Januar 2020.</ref> die Freilichtbühne Zitadelle,<ref>Website der Freilichtbühne Zitadelle, abgerufen am 17. Januar 2020.</ref> der Kunstlandschaft Spandau,<ref>Website der Künstlergemeinschaft Kunstlandschaft Spandau, abgerufen am 17. Januar 2020.</ref> die Bastion Jugendkunstschule Berlin-Spandau,<ref>Website der Bastion Jugendkunstschule Berlin-Spandau, abgerufen am 17. Januar 2020.</ref> sowie andere private und öffentliche Initiativen und Einrichtungen.

Veranstaltungen

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Datei:Knights tournament in Spandauer Zitadelle.jpg
Burgfest mit Ritterspielen in der Spandauer Zitadelle

Museen und Ausstellungen

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Sport

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Datei:BM und BJM Schwimmen 2018-06-23 WK 15 100m Brust männlich 67.jpg
Sportler der Wasserfreunde Spandau 04

Die Erfolgsbilanz der Wasserfreunde Spandau 04 weist rund 100 Deutsche Meisterschaften, zehn Europameisterschaften und eine Weltmeisterschaft sowie Titel im Schwimmen, Springen und Wasserball auf. Hagen Stamm, langjähriger Kapitän des Wasserball-Teams, wurde mit dem Verein von 1979 bis 1992 vierzehnmal in Folge Deutscher Meister, zwölfmal Deutscher Pokalsieger und gewann 1982, 1985, 1986 und 1989 den Europapokal der Landesmeister. Gegenwärtig ist er der Präsident des Vereins (Stand: 2020). Die Heimspiele der Wasserballer finden nicht im Bezirk statt, sondern im Sportzentrum Schöneberg.

Der LSV Spandau gewann 1939 den Titel des ersten deutschen Basketballmeisters, der durch einen deutlichen 47:16-Sieg über Bad Kreuznach errungen wurde. Nach 1945 wurde der Verein aufgelöst.

Die SG ASC/VfV Spandau spielte in der 2. Handball-Bundesliga. Der international erfolgreiche E-Sport-Verein Eintracht Spandau gründete sich 2021.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Das Blaue Band der Spree ist eine der größten deutschen Tanzsport-Veranstaltungen und findet jedes Jahr über Ostern im Sport Centrum Siemensstadt statt.<ref>Blaues Band der Spree, abgerufen am 17. Januar 2020.</ref>

Der SC Siemensstadt hat über 7000 eingeschriebene Mitglieder (Stand: 2024) und zählt damit zu den mitgliederstarken Sportvereinen in der Stadt.<ref>Berlins Sportvereine haben so viele Mitglieder wie noch nie. In: Berliner Morgenpost, abgerufen am 23. Juni 2017.</ref>

Kinos

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  • Cineplex-Spandau in der Havelstraße
  • Kino im Kulturhaus Spandau
  • Openair-Kino (nur in den Sommermonaten)

Vorlage:Siehe auch

Spandau in den Künsten

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Datei:Spandau Ballet in Concert, Liverpool Echo Arena.jpg
Spandau Ballet

Die britische Musikgruppe Spandau Ballet wählte ihren Namen nach einer Berlinreise, bei der sie u. a. den – nahe der damals noch existierenden Berliner Mauer gelegenen – Flugplatz Gatow besuchte. Der Name sollte nach Auffassung der Bandmitglieder auf das Romantische und Düstere der Grenzsituation anspielen.

Die 1946 gegründete Filmproduktionsfirma CCC Film mit Sitz in Berlin hat mehr als 200 Kinofilme hergestellt. Sie ist Betreiber der CCC Filmkunststudios in Haselhorst und zählt zu den renommierten Filmfirmen im deutschsprachigen Raum.<ref>70 Jahre CCC-Film: Kontinuierliches Filmschaffen von 1946 bis 2016. In: Berlin City Report, 2016, abgerufen am 22. Oktober 2020.</ref>

In Spandau ist eine Fluxuskunstaktion mit der Bezeichnung „Kunstlandschaft Spandau“ verortet, die von Ines Eck und Torsten Kulick initiiert wurde.<ref>kunstlandschaft-spandau.de, abgerufen am 30. Dezember 2022.</ref>

Literatur

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  • Rainer Fliegner: Spandau – Geschichte und Geschichten. Sutton Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-122-6.
  • Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Slawenburg – Landesfestung – Industriezentrum. Untersuchungen zur Geschichte von Stadt und Bezirk Spandau. Colloquium, Berlin 1983, ISBN 3-7678-0593-6.
  • Wolfgang Ribbe: Spandau. Colloquium Verlag, Berlin 1991, ISBN 3-7678-0716-5.
  • Hans-Rainer Sandvoß: Widerstand in Spandau. Heft 3 der Schriftenreihe über den Widerstand in Berlin von 1933 bis 1945, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin 1988, Vorlage:ISSN.
  • Ralf Schmiedecke: Spandau bei Berlin. Sutton Verlag, Erfurt 2002, ISBN 978-3-89702-463-2.
  • Vermessungsamt Spandau (Hrsg.): 777 Jahre Spandau im Kartenbild der Jahrhunderte. DVD, 2009.
  • Otto Kuntzemüller: Urkundliche Geschichte der Stadt und Festung Spandau. Arani Verlag, Berlin 1978, ISBN 3-7605-8534-5.
  • Die Bauwerke und Kunstdenkmäler von Berlin Stadt und Bezirk Spandau. Gebr. Mann Verlag, Berlin 1971, ISBN 3-7861-4076-6.
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Vorlage:Commonscat Vorlage:Wikivoyage Vorlage:Wiktionary

Einzelnachweise

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<references responsive />

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