Diskussion:Nikolaus Kopernikus

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Die Frage der Nationalität von Kopernikus war schon mehrfach Gegenstand der Diskussion. Bitte erst das Archiv lesen und nur bei Vorliegen wirklich neuer Erkenntnisse oder Argumente diese Diskussion von Neuem beginnen.

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Ursprung bzw. Etymologie des Namens "Kopernikus".

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Der Name "Kopernikus, Copernikus" ist ein lateinisirter Name eines polnischen, slawischen Ursprungs (in der Zeit wurden viele Namen in der polnischen Welt lateinisiert, weil Latein eine schriftliche offizielle Sprache im Polen war). Die Gelehrten, Ärzte und Beamten ließen sich die Endung "us" anbinden, weil das einen besseren Status zeigte. "Koper" bzw. "Koperek" ist ein slawischer Name einer Pflanze, der im altpolnischen und altslawischen (scharfer Geschmack bedeutet) und überall wächst (etymologisch "koprz"). "Koper" bzw. (umgangssprachlich "Koperek" in slesischer Mundart "Kopenek") ist auch ein Wort, das in Polen, auch heute, einige Nameträger haben. Ich denke, dass deshalb, dass der Ursprung der Familie von Kopernikus "slawisch" sein muss. https://pl.wiktionary.org/wiki/koper -- 13:10, 10. Dez. 2020 Spezial:Beiträge/77.4.48.130

Es ist eigentlich Stand der Forschung, dass der Name der Familie von einem Ortsnamen kommt. Dieser Ortsname wiederum mag wahrscheinlich slawischen Ursprungs sein; Ortsnamen slawischer Herkunft findet man in weiten Teilen im Osten Deutschlands oder Österreich etc. Und Familiennamen leiten sich oft von Ortsnamen ab, darüber, ob diese Familien wiederum selbst slawisch sind, sagt das nichts aus. --Global Fish (Diskussion) 13:24, 10. Dez. 2020 (CET)
Im Kontaktgebiet haben Slawen deutsche Namen, Deutsche slawische Namen, zudem ist über ein paar Generationen die Anzahl der Vorfahren dermaßen groß, dass man daraus absolut keine Schlüsse über irgendwelche Abstammungen ziehen kann. --j.budissin+/- 16:37, 10. Dez. 2020 (CET)
Schlüsse über die Abstammung lassen sich anhand der Sprache und Kultur einer Familie ziehen. Die Familie Koppernigk war wie die anderen in das Ermland eingewanderten Familien deutschsprachig und deutscher Kultur. Das belegen sämtliche erhalten gebliebenen Briefe und notariellen Urkunden der ermländischen Städte des 15. und 16. Jahrhunderts. Sie sind entweder auf Deutsch verfasst oder auf Lateinisch, der damals vorherrschenden Geschäftssprache. Etwa 200 Jahre lang wehrten sich die Ermländer vehement gegen den zunehmenden Einfluss Polens. Erst als sie nach vielen Streitigkeiten mit dem Deutschen Orden die Bedrohung durch diesen als größer erachteten als die Gefahr eines zunehmenden Einflusses Polens, stellten sie sich unter die Schutzherrschaft des polnischen Königs. Dadurch gerieten sie zwar in stärkere politische Abhängigkeit von Polen, jedoch blieben sie weiterhin deutschsprachige und deutschkulturelle Ermländer.
Man kann das in etwa mit der Teilung Polens vergleichen: Als Polen zwischen Russland, Preußen und Österreich aufgeteilt wurde, mögen die aufgeteilten Polen zwar rein staatsrechtlich zu Russen, Preußen und Österreichern geworden sein. Das änderte aber nichts an ihrer Sprache und Kultur. Sich selbst haben sie auch nach der Teilung völlig zur Recht weiterhin als Polen empfunden und sind dies auch geblieben. Erfreulicherweise haben sie später ihre nationale Eigenständigkeit wiedererlangt.
Wie sehr sich die Ermländer zu Lebzeiten von Kopernikus dagegen wehrten, vollständig von Polen vereinnahmt zu werden, sieht man daran, dass sie im Petrikauer Vertrag von 1512 zwar dem polnischen König im Falle der Neuwahl eines ermländischen Fürstbischofes das Vorschlagsrecht für vier ihm angenehme Kandidaten zugestanden, jedoch nur unter der ausdrücklichen Einschränkung, dass diese ermländische Domherren und "geborene Preußen" sein müssen: "non alios tamen quam qui sint Terrarum Prussiae indigenae." (Prowe: Nicolaus Coppernicus, Bd. I/2, S. 36). Erst Jahre nach dem Tode von Kopernikus ging der ermländische Bischofsstuhl immer mehr in polnische Hände über. - Gruß --Ronny11 (Diskussion) 09:31, 17. Mär. 2023 (CET)

Toruń wurde hauptsächlich von Bürgern bewohnt, die vor langer Zeit aus Deutschland eingewandert waren, deshalb in der Stadt Deutsch gesprochen wurde. Außerdem war die Mutter des Astronomen Deutsche. Ermland hingegen war die Region, in der die baltischen Preußen lebten, die germanisiert wurden. Die Familie des Vaters des Astronomen [MIkołaj Kopernik [Niklas Koppernigk] / Nikolaus Kopernikus] stammte aus Schlesien, das von der slawischen Bevölkerung bewohnt war und lange Zeit zum Königreich Polen gehörte (zu Lebzeiten beider Männer: Vater und Sohn, war Schlesien jedoch Teil des Königreichs Böhmen). Der Vater des Astronomen könnte Pole gewesen sein, und höchstwahrscheinlich war er Pole. Die Endung des Namens "Kopernik" ist sehr polnisch. Im Polnischen gibt es viele Wörter, die auf -nik enden, zum Beispiel: pracownik [der Arbeiter], hutnik [der Hüttenarbeiter], górnik [der Bergmann / der Bergarbeiter], mechanik [der Mechaniker], ławnik [der Laienrichter], wysłannik [der / die Gesandte / der Korrespondent], kanonik [der Domkapitular / der Kanoniker], lennik [der Lehnsmann / der Vasall] und darüber hinaus: rzeczownik [das Substantiv], mianownik [der Nominativ, der Nenner], piekarnik [der Backofen], sernik [Käsekuchen], jabłecznik [der Apfelkuchen], dziennik [die Tagesschau / die Tageszeitung], pamiętnik [das Tagesbuch], chodnik [der Bürgersteig], trawnik [der Rasen]. Vorlage:Unsigniert

Die obige Behauptung "Der Vater des Astronomen könnte Pole gewesen sein, und höchstwahrscheinlich war er Pole" ist reines Wunschdenken! Dies lässt sich einfach und unmissverständlich beweisen durch einen der vielen erhaltenen Urkundeneinträge beim Ratsgericht in Thorn. In einem Eintrag aus dem Jahr 1480 ist notariell schriftlich festgehalten, dass Herr Niclas Koppernigk dem Pelzhändler Gregor ein Haus in der St. Annengasse (heute Copernicusstraße 17) verkauft hat. Der Pelzhändler Gregor wird ausdrücklich als Pole bezeichnet. Die Tatsache, dass alle am Verkaufsvorgang Beteiligten definitiv keine Polen waren, zeigt sich zum einen daran, dass der Urkundeneintrag in dem damals in Thorn üblichen mittelalterlichen Deutsch verfasst ist, zum anderen daran, dass der Herr Gregor insgesamt viermal (!!!) ausdrücklich als Pole bezeichnet wurde. Allen anderen in der Urkunde genannten Personen wurde keine Nationalität zugeordnet, weil sie Ermländer waren, deutscher Kultur und deutscher Sprache. Hiervon wich Herr Gregor als Pole ab: Der Originaltext aus dem Jahre 1480 lautet daher:
"Her Niclas koppernigk ist komen vorgehegtding vnnd hot bekant das her[r] polnische greger dem korszner [Kürschner] vorkoufft hot eyn hawsz vff Sente Annengassen czwischenn Grawdencz des botteners [Küfers] hausze vnnd Stepfan olslegers hausze gelegen. Dasselbige haws hot [der] polnische greger [dem] h(err)nn Niclas koppernig beczalt vnnd vornuget besz vff lx marg ger(ing) douon die beezalunge sal seyn vff Michaelis nestkomende acht ader drey wochen dornach vngeferlich [ungefähr] vnnd der beezalunge nywe frey queit vnnd ledig czusagen denne vorgeh(egt)dinge. Domit ist das hawsz dem polnische greger dar[ger]eicht [worden] vnnd der langet czu besitezen mit sulchenn Rechte alsze is gehalden ist vnnd besessen. Actum feria vj ut suprao Vorgeh(egt)ding ist komen her Niclas koppernig vnnd hot bekant das em der genan(te) polnische greger die obges(chreben) lx marg ger(ing) beczalt hot czuuoller genüge vnnd hot en derhalben frey queit ledig vnd los gesaget czu ewigen tagen dorummb nymer anczulangen." (Nicolaus Copernicus Gesamtausgabe, Bd. VL-2 Documenta, Urkunden, Akten, Nr. 20 S. 25) --Ronni11 (Diskussion) 16:39, 3. Aug. 2024 (CEST)

Es ist eigentlich völlig wikipedia-unüblich, in Biographien lange etymologische Betrachtungen über den Familiennamen anzustellen. Ausnahmsweise könnte das Sinn geben, wenn sich daraus zusätzliche relevante Aspekte für den Text ergeben. Wird die Etymologie allerdings zielgerecht betrieben, um die Nationalität zu "beweisen" (egal ob deutsch oder polnisch), so geht das meist daneben. Die etymologische Herkunft eines Nachnamens belegt oft nur die Herkunft früherer Familienmitglieder und sonst gar nichts. Wer z.B. im Ruhrgebiet aufgewachsen ist, kennt sehr viele Personen mit Nachnamen von eindeutig polnischer Herkunft, die genauso eindeutig deutsch sind, meist schon seit mehreren Generationen. Das Gleiche in Polen, Beispiel z.B. dieser Rektor der Breslauer Universität mit eindeutig deutschem Namen, der sowas von polnisch war und deutsch zwar gut, aber nur mit starkem polnischen Akzent sprach.

Weiterhin ist immer zwischen Ethnizität und staatlicher Zugehörigkeit zu unterscheiden, "Deutscher" heißt nicht nur ein ethnischer Deutscher, sondern auch ein gerade eingebürgerter Zugewanderter. Gut, dass es keinen wikipediainternen Streit darüber gibt, der erste Halbsatz auf pl:WP (ohne die Belege):

"Mikołaj Kopernik, łac. Nicolaus Copernicus, niem. Nikolaus Kopernikus (ur. 19 lutego 1473 w Toruniu, zm. w maju 1543 we Fromborku) – polski polihistor pochodzenia niemieckiego;"

Also "polski polihostor": das Ermland war ja kein selbstständiger Staat, und mit "pochodzenia niemieckiego" kann auch in D, A, CH jeder leben.

Man könnte allerdings, weil es eine Tatsache ist, mit einem einzigen (!) im Artikel darauf hinweisen, dass seit dem 19. Jahrhundert über die Herkunft und/oder Nationalität gestritten wird. Vielleicht könnte man damit weiteren fruchtlosen Beiträgen zu diesem Thema auf dieser Diskussionsseite vorbeugen. Bitte auch die gelb unterlegte Headlinie beachten. --Dioskorides (Diskussion) 17:22, 8. Aug. 2024 (CEST)

Frühlingspunkt

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Kann mal bitte jemand mit Schlüsselgewalt den Begriff "Frühlingspunktes" im obersten Abschnitt 2. Absatz in Klammern [[]] setzen, damit dort dann die Weiterleitung zum entsprechenden Artikel hinterlegt ist?

Der Begriff ist zwar bereits weiter unten im Abschnitt "Entstehungsgeschichte Über die Umschwünge der himmlischen Kreise" mit den Klammern versehen, aber soweit ich die Wikipedia-Semantik verstehe, soll das doch an der 1. Stelle sein, an dem ein Begriff in einem Artikel auftaucht.

Im Namen aller Schlüssellosen ein unterwürfiges Danke vorab... Vorlage:Unsigniert

Polonisierter oder germanisierter Name?

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Hatte der Mann nun einen polnischen Namen, der nachher germanisiert wurde, oder einen deutschen, den man polonisierte? Darum wird gerade ein mittelsinnloser Edit War geführt. Lange stand die zweitgenannte Variante unangefochten im Artikel. Die Änderung, dass der eigentliche Name Vorlage:PlS sei, müsste also belegt werden. --Φ (Diskussion) 12:21, 19. Aug. 2022 (CEST)

Der Mann hatte den Namen Nicolaus Koppernigk, wie eine Reihe von Urkunden aus dem 15. und 16. Jahrhundert mit seinem Namen und dem Namen seines Vaters Niclas Koppernigk eindeutig belegen (siehe z.B. "NICOLAUS COPERNICUS. GESAMTAUSGABE, Bd. VI-2 Documenta Urkunden, Akten"). Aus dem 15. und 16. Jahrhundert gibt es keine einzige Urkunde mit dem Namen "Mikołaj Kopernik"!!! Dieser Name ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts in Polen. Um Niklas Koppernigk als "großen Polen" verehren zu können, hat man seinen Namen einfach polonisiert. --Ronni11 (Diskussion) 15:40, 2. Aug. 2024 (CEST)

Andreas, der ältere Bruder von Nicolaus Kopernikus

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In den letzten Jahren wurde in Polen eine angeblich neue Erkenntis zu Kopernikus und seinem Bruder Andreas präsentiert, wonach Andreas der jüngere Bruder und Nicolaus der ältere gewesen sein soll. Offensichtlich war dem Verkünder dieser "neuen Erkenntnis" die Notiz einer Verhandlung im Domkapitel zu Frauenburg nicht bekannt, in welcher Andreas ausdrücklich als "der ältere" bezeichnet wurde. Eigenartigerweise ist diese Notiz weder in der Nicolaus Copernicus Gesamtausgabe noch in Biskups "Regesta copernicana ([1]) zu finden. Leopold Prowe hat diese Notiz jedoch schon 1853 in seiner Schrift "Zur Biographie des Nicolaus Copernicus" ([2]), S. 35 veröffentlicht. Sie datiert auf den 12.04.1512 oder 1513 und lautet:

"Die Curie, die Tidemann Giese in dem bez. Jahre inne gehabt, war frei geworden, und Andreas Koppernigk wollte dieselbe optieren, wurde jedoch durch einen neuen Anfall seiner bösen Krankheit daran verhindert: "Venerabilis dominus Hinricus emit curiam vacantem per cessionem Venerabilis domini Tidemann Gise ......... licet d. Andreas Coppernigk senior dictam aspirabat optare curiam cum invalitudine leprae correptus sit ab optione illius prohibitus."

Die Formulierung "Andreas Coppernigk senior" heißt übersetzt "Andreas Coppernigk der ältere", um ihn von seinem jüngeren Bruder Nicolaus eindeutig zu unterscheiden. Unter den zur Optierung einer Kurie berechtigten Domherren gab es damals nur zwei mit dem Namen Coppernigk: Andreas und Nicolaus. Da sie etwa zeitgleich in Italien studierten, war Andreas wohl nur wenige Jahre älter als Nicolaus. Dorothea Weichbrodt gibt in ihren Aufstellungen aus den Danziger Stammtafeln für Andreas als Geburtsjahr "ca. 1471" an.([3])

Es ist übrigens nicht der letzte Kapitelseintrag, wie Prowe damals vermutete, in dem Andreas Koppernigk genannt wird, sondern es wurden danach noch solche aus späteren Jahren aufgefunden. --Ronny11 (Diskussion) 09:16, 12. Mär. 2023 (CET)

Löschung des Eintrags der arte-Filmdokumentation

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Hallo Benutzer:Succu, die Begründung für die Rücksetzung meines Edits [4] ist kein reputabler Löschgrund. Bitte um eine Stellungnahme. Gruss --Doc Schneyder Disk. 23:03, 10. Feb. 2024 (CET)

Was bitte ist ein „reputabler Löschgrund“`? Im Moment ist es Werbung für eine Dokumentation die gerade auf arte läuft. --Succu (Diskussion) 23:06, 10. Feb. 2024 (CET)
Wäre es in Deinem Sinne, dass ich dazu eine 3M-Meinung anleiere? Dann bekäme man ja ein Meinungsbild, wessen Einschätzung richtig ist. --Doc Schneyder Disk. 23:25, 10. Feb. 2024 (CET)
Ich sehe das genauso wie Siehe-auch-Löscher -- St. Magnus (Diskussion) 09:42, 11. Feb. 2024 (CET)
Dito, aktuelle Programmhinweise sind allerdings grundsätzlich nicht zielführend. --Millbart talk 09:55, 11. Feb. 2024 (CET)
Dieser Eintrag wäre nur kurzzeitig nützlich >> kann entfernt bleiben. --Paule Boonekamp (Diskussion) 10:11, 11. Feb. 2024 (CET)
Warum ist eine zweistündige biografische Filmdokumentation über eine historische Person nicht nützlich? Die derzeitige Verfügbarkeit in einer Mediathek ist ja nur ein temporärer Zusatznutzen. Buchbiographien werden ja auch nicht gelöscht, obwohl sie nicht zugänglich sind. --Doc Schneyder Disk. 10:52, 11. Feb. 2024 (CET)
Sehe das auch so wie Siehe-auch-Löscher. Bez. temporärer Mediathek-Verfügbarkeit von Filmen: Jein. Der durchaus vorhandene Mehrwert ist zeitlich begrenzt, diese Zusatz-Info sollte also (vom Einfüger) nach Ablauf der Verfügbarkeitsfrist wieder entfernt werden. lg --Invisigoth67 (Disk.) 10:16, 11. Feb. 2024 (CET)

@Dr. Peter Schneider: Die deutsch-polnische Film-Co-Produktion Copernicus (1973) ist jetzt erwähnt. --Succu (Diskussion) 22:57, 11. Feb. 2024 (CET)

Warum nicht in einem Absatz Film? Der Absatz Ehrungen ist übrigens unvollständig. Es fehlt beispielsweise der Hinweis, dass es viele Kategorie:Nikolaus-Kopernikus-Schulen gibt. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass Kopernikusschule zu einer Aufzählung aller nach ihm benannten Schulen werden sollte, analog zu Schillerschule. Das könnte man dann unter Ehrungen verlinken. --Siehe-auch-Löscher (Diskussion) 07:14, 12. Feb. 2024 (CET)
So wie hier könnte ein geeigneter Abschnitt "Film" aussehen: [5] --Doc Schneyder Disk. 12:37, 12. Feb. 2024 (CET)
Galileo Galilei#Rezeption ist eher ein Beispiel dafür wie ein solcher Abschnitt nicht gestaltet werden sollte. --Succu (Diskussion) 22:51, 14. Feb. 2024 (CET)
Oftmals ist eine Auflistung angenehmer zu lesen als ein Fließtext, aber das ist ein anderes Thema. Warum hast Du den Satz gelöscht Verschiedene Kopernikusstraßen wurden auch nach ihm benannt, sowie zahlreiche Kopernikus-Schulen? --Siehe-auch-Löscher (Diskussion) 06:55, 15. Feb. 2024 (CET)
Ergebnis ist bis jetzt, dass außer Succu und Paule Boonekamp alle übrigen Diskussions-Beteiligten nichts gegen die Nennung der Film-Dokumentation im Artikel einzuwenden haben. --Doc Schneyder Disk. 23:49, 21. Feb. 2024 (CET)

Weitere Diskussion

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Habe mal unter Kopernikusschule eine Liste angelegt. Bitte gerne ergänzen oder verbessern. In Polen gibt es natürlich noch weitere, siehe pl:Kategoria:Polskie licea ogólnokształcące im. Mikołaja Kopernika. Außerdem gäbe es dort auch noch einigen Stoff für Ehrungen, aber damit würde man den deutschen Artikel eventuell überladen. --Siehe-auch-Löscher (Diskussion) 07:05, 15. Feb. 2024 (CET)

Frühester urkundlicher Nachweis des polnischen Namens "Mikołaj Kopernik"?

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Es wäre interessant mal festzustellen, ab wann die polonisierte Namensversion des Ermländers Nicolaus (Niclas) Koppernigk, also Mikołaj Kopernik, urkundlich zum ersten Mal auftrat. Meines Wissens wurde die polnische Namensversion erstmals in der von Jan Baranowski herausgegebenen Warschauer Ausgabe von De Revolutionibus im Jahre 1854 verwendet, in der neben dem lateinischen Originaltext eine polnische Übersetzung wiedergegeben ist. Demnäch erfolgte die Polonisierung des Namens Nicolaus Koppernigk erst 300 Jahre nach seinem Tode. Kennt jemand eine ältere Urkunde? --Ronni11 (Diskussion) 17:41, 8. Aug. 2024 (CEST)

Das werden wir hier nicht herausfinden. Fakt ist, dass diese Schreibweise von polnischer Seite amtlich verwendet wird. Zuletzt zu seinem 550. Jubiläum: Uchwała Sejmu Rzeczypospolitej Polskiej z dnia 8 lutego 2023 r. w 550. rocznicę urodzin Mikołaja Kopernika. In: Monitor Polski. 15. Februar 2023 (PDF). Gruß --Succu (Diskussion) 21:54, 8. Aug. 2024 (CEST)
Hallo Succu. - Mit der von J. Baranowski in der Mitte des 19. Jahrhunderts herausgegebenen Warschauer Ausgabe (1854) von "De Revolutionibus" beginnt eigentlich erst die historische Forschung zu Kopernikus. Wohl unter dem Einfluss des im 19. Jahrhundert immer stärker werdenden Nationalismus hat Baranowski aber nicht nur den ermländischen Namen Nicolaus Koppernigk ins Polnische übersetzt, sondern auch die Namen aller anderen Nicht-Polen. So übersetzt er z.B. im Vorwort (Praefatio editoris - Przedmowa tłumacza) den Vornamen des Niederländers Nicolaus Mulerius oder Nicolaus Müller (Herausgeber der Amsterdamer Ausgabe, 1617) mit "Mikołaj Müller". Den Deutschen Johannes Schöner (Herausgeber der Nürnberger Ausgabe, 1543) nennt er "Jan Schoner". Den Österreicher Georg Joachim Rheticus (Verfasser der Narratio prima, 1540) nennt er "Jerzy Joachim Retyk". Während Baranowski bei Nicolaus Müller aber das Doppel-L im Nachnamen belassen hat (obwohl das lateinische "Mulerius" nur ein L enthält), hat er das deutsche Doppel-P in Koppernigk und Coppernicus, wie es in den Briefen und Urkunden immer wieder zu finden ist, auf ein einziges P reduziert, um den polnischen Nachnamen "Kopernik" bilden und Kopernikus selbst dadurch zum Polen machen zu können. Barnanowski lässt hier einen deutlichen Mangel an historischer Wahrhaftigkeit und Genauigkeit erkennen, wie er in Polen offenbar bis heute noch vorhanden ist, sonst hätte die von dir erwähnte obige Erklärung des polnischen Parlaments nicht erfolgen können. Gruß --Ronni11 (Diskussion) 09:00, 9. Aug. 2024 (CEST)
Ich habe mir noch einmal die erhaltenen Faximiles der von J. Baranowski in der Warschauer Ausgabe ab Seite 575 in Lateinisch abgeschriebenen und ins Polnische Übersetzten Briefe von Kopernikus angesehen. Im Gegensatz zu den Unterschriften in der Warschauer Ausgabe fällt in den Faximiles der Briefe auf, dass Kopernikus in den weitaus meisten Fällen bei seiner Unterschrift das "p" unterstrichen hat. Das war eine bei Deutschsprachigen bis ins 20. Jahrhundert übliche Form, einen Konsonanten zu verdoppeln. Ich kenne das noch von meinen Großeltern, die das auch oft so machten. Bei der im Mittelalter üblichen Latinisierung der Namen mussten zudem oft Kompromisse eingegangen werden, was die Betonung der Silben anging. Bei der lateinischen Namensversion "Copernicus" legte Kopernikus offenbar Wert darauf, dass die erste Silbe zu betonen ist, wie in seinem bürgerlichen Namen "Koppernigk". Bei einem viersilbigen Wort wird im Lateinischen üblicherweise die zweite oder dritte Silbe betont. Kopernikus hat mit seinem Unterstrich daher nicht nur das "p" verdoppelt, sondern auch auf die Betonung der ersten Silbe in "Copernicus" verwiesen. Das sieht man auch daran, dass es von ihm die Form "Coppernicus" als Unterschrift mit Doppel-P gibt und zusätzlicher Unterstreichung der ersten Silbe. Zur Verdoppelung des "p" wäre eine solche Unterstreichung hier gar nicht nötig gewesen (siehe z.B. die Abbildung im Artikel). Baranowski hat aber nicht nur diese Unterstreichung von "p" und die Betonung der ersten Silbe unbeachtet gelassen. Er hat beim Abdruck des Briefes an Kopernikus an Felix Reich vom 19.04.1528 (abgedruckt von Baranowski auf S. 590/591 ohne Datum, auf der Thorner Website "copernicus.torun.pl" unter dem Datum 1526 IV 19, Auswahl "Fotokopia") die wirkliche Unterschrift schlichtweg unterschlagen! Baranoswki gibt in der Warschauer Ausgabe hier als Unterschrift nur "N. C(opernicus)." an. Das ist eine absichtliche Fälschung! Denn die auf dem erhaltenen Brief tatsächliche Unterschrift lautet: "N Coppernic" oder "N Coppirnic" mit klar ersichtlichem Doppel-P, das zudem noch unterstrichen ist! Man sieht daran, wie Baranowski vorsätzlich den bürgerlichen Namen "Nicolaus (Niclas) Koppernigk" zu unterschlagen suchte, denn ein Pole könnte ja nicht "Koppernigk" geheißen haben, da es im Polnischen kein Doppel-P gibt. --Ronni11 (Diskussion) 15:50, 9. Aug. 2024 (CEST)
Im Artikel Jan Baranowski hab ich mal das (Digitalisat von 1854) verlinkt. Der Artikel über ihn ist überaus dürftig. --Succu (Diskussion) 23:17, 9. Aug. 2024 (CEST)
Ja und damit haben wir auch den Urheber der Lüge vom angeblichen Polen "Mikołaj Kopernik" gefunden. Es war Jan Baranowski, der mit der Veröffentlichung der Warschauer Ausgabe von "De Revolutionibus" im Jahre 1854 diesen falschen Namen in Umlauf gebracht hat. Er ist in keiner einzigen Urkunde aus dem 15. und 16. Jahrhundert enthalten, sondern wurde in der MItte des 19. Jahrhunderts frei erfunden. Und ich bin überrascht, wie plump Baranowski vorgegangen ist, z.B. indem er die Original-Unterschrift "N Coppernic" oder "N Coppirnic" mit dem von Kopernikus selbst unterstrichenen Doppel-P hinterlistig unterschlagen und durch die von ihm selbst ausgedachte Unterschrift "N. C(opernicus)" ersetzt hat. Das ist wirklich eine außerordentlich plumpe Fälschung und sie zeigt, dass Baranowski vielleicht ein guter Astronom gewesen sein mag und wir verdanken ihm auch den Anstoß zur Kopernikus-Forschung im 19. Jahrhundert durch die erstmalige Veröffentlichung einer Reihe von Kopernikus-Briefen. Aber er war zugleich aus nationalistischem Interesse zur Fälschung bereit. --Ronni11 (Diskussion) 08:43, 10. Aug. 2024 (CEST)
Dem Artikel fehlt ein guter Abschnitt über die Nachwirkung (Rezeption). Die ist überall – und meist wertend – im Artikel verstreut. Da hätte dann vllt. auch Lichtenbergs nachgelassene Abhandlung Nicolaus Copernicus. In: Ludwig Christian Lichtenberg, Friedrich Kries (Hrsg.): Georg Christoph Lichtenberg’s vermischte Schriften. Band 6, Dietrich, Göttingen 1803 (Digitalisat) ihren Platz. Gruß --Succu (Diskussion) 21:54, 10. Aug. 2024 (CEST)
Oh danke für das Digitalisat, Succu. Diese Schrift von Lichtenberg hatte ich noch nicht. Bin gespannt, sie zu lesen. --Ronni11 (Diskussion) 08:25, 11. Aug. 2024 (CEST)
Diese Datierungsmethode der angeblichen „absichtlichen Polonisierung“ des Vor- und Nachnamens von Nikolaus Kopernikus ist inhaltlich eher mittelmäßig. Wikipedia sollte auf zuverlässigen Quellen basieren und nicht auf manueller Recherche durch Wikipedianer.
Die Behauptung, der erste „Versuch der Polonisierung“ habe im Jahr 1854 stattgefunden, ist falsch. Ich musste nicht lange suchen, um einen Artikel aus dem Jahr 1841 über die Geschichte der Familie Kopernikus zu finden, in dem die Form „Mikołaj Kopernik“ vorkommt.
https://kpbc.umk.pl/dlibra/publication/67024/edition/73548/content
Bis eine glaubwürdige Quelle zur Bestätigung dieser Vorwürfe vorliegt, sollte diese Erwähnung entfernt werden.
Im konkreten Fall müsste es sich wohl um eine wissenschaftliche Arbeit handeln. --188.122.20.72 23:09, 12. Apr. 2025 (CEST)
Weitere Beispiele:
1803:
https://polona.pl/item-view/9192a1e7-6f9b-4094-8da1-02d2f1c6ed1e?page=4
1780:
https://polona.pl/item-view/392cb972-50be-4978-8071-069de891ba16?page=4 --188.122.20.72 23:20, 12. Apr. 2025 (CEST)
  • Adrian Krzyżanowski (1788–1852): O rodzinach spółczesnych i zażyłych w Krakowie z Kopernikami. [Über die Krakauer Familien, die mit Copernicus verwandt waren] In: Biblioteka Warszawska Nr. 3, 1841, S. 27–40 (Digitalisat).) belegt was? --Succu (Diskussion) 23:34, 12. Apr. 2025 (CEST)

Widerspruch

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Im Abschnitt "Entstehungsgeschichte Über die Umschwünge der himmlischen Kreise" steht im ersten Absatz: "Sämtliche Vorgänger von Kopernikus folgten der Auffassung Hipparchs, ...", der folgende Absatz führt aus, wer alles vor Kopernikus Vorarbeiten leistete. Das erscheint mir widerspüchlich. --Wolle1303 (Diskussion) 15:20, 28. Jan. 2025 (CET)

Hauptwerk vom Papst verboten?

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In einem Beitrag bei arte hieß es, dass Kopernikus sein Hauptwerk erst im hohen Lebensalter veröffentlicht hat, da er Ärger befürchtete und das der Papst sein Hauptwerk verboten hätte. Im Artikel steht hingegen, dass sein Werk von religiöser Seite ignoriert wurde: "Speziell Kopernikus’ heliozentrisches Kosmos-Modell wurde nach Bekanntwerden mehrheitlich übergangen oder ignoriert, sowohl bei Katholiken als auch bei Protestanten.<ref>Jürgen Hamel, Die Rezeption des mathematisch-astronomischen Teils des Werkes von Nicolaus Copernicus in der astronomisch-astrologischen Kleinliteratur um 1600. In: Cosmographica et Geographica: Festschrift für Heribert M. Nobis zum 70. Geburtstag, Hrsg. Bernhard Fritscher/Gerhard Brey. ALGORISMUS. Studien zur Geschichte der Mathematik und der Naturwissenschaften, Heft 13, 1. Halbband. Institut für Geschichte der Naturwissenschaften, München 1994, S. 315–335, S. 332.</ref>" --2A02:8071:6580:77A0:AD06:AB9B:E852:E46A 08:20, 9. Mär. 2025 (CET)

Die Aussage auf Arte, wonach das Hauptwerk von Kopernikus vom Papst verboten worden sei, stimmt in dieser verkürzten Formulierung nicht. Zu Lebzeiten von Kopernikus war der Päpstliche Stuhl hochgradig an der Lösung des Problems der Jahreslänge interessiert. Alle namhaften Astronomen waren von Rom aus aufgefordert, hier zu einer Lösung beizutragen, weil der alte julianische Kalender schon um 10 Tage vom tatsächlichen Datum abwich und somit die großen kirchlichen Festtage wie Ostern und Weihnachten nicht mehr auf die wirklichen Tage fielen. Kopernikus hat zwar lange gezögert, sein Hauptwerk zu veröffentlichen und die von ihm berechnete Jahreslänge zu benennen, weil er alles mathematisch abgesichert haben wollte und in dieser Hinsicht immer noch weiterarbeitete. Aber Kopernikus hat sein Hauptwerk dann doch im Vorwort dem damals amtierenden Papst Paul III. gewidmet, der für seine mathematischen Kenntnisse bekannt war. Kopernikus schrieb "Mathematisches ist für Mathematiker geschrieben" und er wusste, dass der mathematisch gut ausgebildete Papst seine Argumentation verstehen würde. Die Widmung an Papst Paul III war daher keineswegs ein "diplomatisches Manöver", wie neuere Journalisten behaupten und voneinander abschreiben. - Kopernikus' Hauptwerk "De Revolutionibus orbium coelestium" wurde erst 1616, also erst 70 Jahre nach seinem Tod, auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt. - Ronny --Ronny11 (Diskussion) 18:29, 23. Mär. 2025 (CET)
Gemäß WP-Artikel Galilei wurde das Buch 1616 nicht auf den Index gesetzt, sondern „suspendiert“: „Es durfte fortan bis 1822 im Einflussbereich der Römischen Inquisition nur noch in Bearbeitungen erscheinen, die betonten, dass das heliozentrische System ein bloßes mathematisches Modell sei.“ --SchmiAlf (Diskussion) 08:51, 13. Apr. 2025 (CEST)

<references />

Einfluss von Aristarch

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Im Artikel steht, dass Kopernikus die heliozentrische Lehre ohne Einfluss von Aristarch (wieder)entdeckt habe. Der LMU-Professor Gerhard Graw präsentiert dazu in Kopernikus und Galilei, eine Zeitenwende Gegenargumente:

Seine Ernennung zum Kanoniker in Frauenburg, 1495, sicherte ihn finanziell, er konnte er das Studium fortsetzen an besten Universitäten der Zeit: Ab 1496 Jura in Bologna, und ab 1499 bis 1503 Medizin in Padua, und Promotion zum Juristen in Ferrara. In Bologna erfuhr er vom heliozentrischen Weltbild des Aristarch von Samos, mit dem sich bereits Nikolaus von Kues (1401-1464) und Regiomontanus (1436-1476) befasst hatten. Bemerkenswert sind astronomische Vorlesungen 1500 in Rom, nach Aufforderung durch Papst Alexander VI, dem Borgia.

Ich schlage daher vor, die Aussage das Artikels

„Das von Kopernikus im Commentariolus beschriebene heliozentrische System kann daher nicht auf Aristarch beruhen.“

zu revidieren oder zumindest durch die o.a. These zu ergänzen. Es ist insofern plausibel, da Kopernikus auf Aristarch verwies und er sein Werk Commentariolus erst um 1516 schrieb. --SchmiAlf (Diskussion) 11:16, 5. Apr. 2025 (CEST)

Ich habe - nachdem keine Rückmeldung kam -, den Absatz völlig neu gestaltet und entsprechend bereinigt. Es lässt sich klar belegen, dass die heliozentrische Weltbild von Aristarchos bereits um 1500 während seines Studiums in Bologna bekannt war (siehe ergänzte Quellen). --SchmiAlf (Diskussion) 17:41, 17. Mai 2025 (CEST)