DSL (Telekom)

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DSL (von Digital Subscriber Line) der Deutschen Telekom ist der dominierende Breitband-Internetzugang in Deutschland. Seit Ende Juli 2007 wird der frühere Name T-DSL in der Produktvermarktung nicht mehr genutzt.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref><ref>Vorlage:Webarchiv</ref> 2023 bestanden 14 Millionen technisch von der Telekom realisierte DSL-Anschlüsse, entsprechend etwa 57 % aller geschalteten Breitband-DSL-Anschlüsse<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>.

Bei DSL handelt es sich vorwiegend um ältere Breitband-Technik auf Basis von Kupferleitungen des Telefonnetzes. Dadurch wird die Entwicklung des deutschen Breitbandmarkts, im Vergleich mit führenden Ländern, gehemmt.<ref name="heise-BreitbandentwicklungBRD">Vorlage:Cite news</ref><ref name="Heise-1PozentGlasfaser"/> Zum Vergleich nutzten 2015 nur 390.000 deutsche Haushalte moderne Glasfaserverbindungen ins Internet, entsprechend etwa 1 Prozent der Haushalte.<ref name="Heise-1PozentGlasfaser">Vorlage:Cite news</ref> 2023 waren es schätzungsweise bereits etwa 4 Millionen Haushalte.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Technik

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Technisch gesehen handelt es sich bei DSL der Telekom um ADSL over ISDN mit festen Datenraten von 384 bis 6.016 kbit/s im Downstream sowie von 64 bis 576 kbit/s im Upstream bzw. im Fall von T-DSL 16.000 um ratenadaptiv geschaltetes ADSL2+ mit einem Datenratenkorridor von 6 bis 16 Mbit/s im Downstream sowie von 0,5 bis 1 Mbit/s im Upstream.

Bezüglich weiterer technischer Einzelheiten siehe die Artikel über ADSL und DSL.

Für ihre Triple-Play-Bündelangebote vermarktet die Telekom VDSL2-Anschlüsse mit Bandbreiten von bis zu 250.000 kbit/s im Downstream sowie bis zu 40.000 kbit/s im Upstream. An Geschäftskunden gerichtet ist das Angebot von (T-)DSL Business symmetrisch. Hierbei handelt es sich um SDSL, das mit fixen Datenraten von 256 bis 2.048 kbit/s sowohl im Downstream als auch im Upstream geschaltet wird. Zusätzlich wurde der von der Telekom bis Ende August 2011 angebotene Internetzugang über Satellit unter dem Produktnamen (T-)DSL via Satellit vermarktet.

Unter der Bezeichnung Hybrid Access kündigte die Deutsche Telekom im Februar 2014 eine Kombination aus DSL- und LTE-Verbindung an<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>, die über einen speziellen Router hergestellt wird.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Ende November 2014 war das Produkt marktreif und wurde zunächst regional angeboten<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>.

Zunächst waren die exakten Konditionen und technischen Details nicht bekannt<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>, bald jedoch folgten Berichte über die wesentlichen Kernmerkmale, so unter anderem die ungedrosselte Mobilfunk-Flatrate als Bestandteil des Anschlusses<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>. Seit Anfang März 2015 ist der Telekom Hybrid-Anschluss bundesweit verfügbar<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>, dabei wurden zunehmend technische Schwierigkeiten bekannt, die sich in häufigen Störungen, Verbindungsabbrüchen und Schaltungsproblemen äußerten<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>. Beobachter sehen insbesondere die Bündelung von DSL mit LTE kritisch, da das Netz auch bei der Telekom im internationalen Vergleich nur durchschnittliche Qualität biete.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Inzwischen sind verschiedene Hybrid Access Technologien standardisiert und haben sich als Produkte mehrerer Anbieter etabliert, um vor allem die Breitband-Versorgung im ländlichen Raum zu verbessern.

Marktregulierung

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DSL und die von der Telekom bereitgestellten DSL-Anschlüsse spielen für die Breitband/DSL-Marktregulierung in Form der für die Wettbewerber angebotenen Vorleistungen T-DSL-Resale, T-DSL-ZISP, ISP-Gate, T-OC-DSL sowie Bitstromzugang eine entscheidende Rolle.

Geschichte

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Die ersten Anschlüsse konnten ab 1. Juli 1999 in Berlin, Bonn, Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart geschaltet werden und wurden nur als ADSL-Bündelprodukte mit T-ISDN und einer fixen Datenrate von 768 kbit/s im Downstream und 128 kbit/s im Upstream angeboten; ab Mitte 2000 auch für Analoganschlüsse – allerdings zunächst ohne Preisvorteil gegenüber dem Produktbündel mit T-ISDN.

Ab Mitte September 2002 wurde für Anschlüsse mit relativ kurzen Anschlussleitungen T-DSL 1.500 mit einer Datenrate von 1.536 kbit/s im Downstream sowie 192 kbit/s im Upstream im gesamten T-DSL-Ausbaugebiet angeboten und ab Anfang Dezember 2002 für Anschlüsse mit längeren Anschlussleitungen auch T-DSL 384/64 mit jeweils halbierter Datenrate des Standard-T-DSL-Anschlusses als Rückfalloption zum gleichen Preis wie T-DSL 768/128.

Ab April 2004 wurden als Standarddatenraten Anschlüsse mit 1.024/128, 2.048/192 und 3.072/384 kbit/s down-/upstream vermarktet sowie der T-DSL-Preis für Analog- und ISDN-Anschlüsse angeglichen. Mitte 2005 wurde die letztgenannte Standarddatenrate durch 6.016/576 kbit/s ersetzt.

Bis zum 1. Juli 2004 wurde T-DSL ausschließlich von der Telekom angeboten. Danach konnten auch andere Provider das Produkt unter eigenem Namen vermarkten (T-DSL-Resale).

Ab Frühjahr 2006 wurde T-DSL 16.000 mittels ADSL2+-Technik in einer zunehmenden Zahl von Anschlussbereichen angeboten.

Seit Ende 2006 bietet die Telekom über eine alternative IP-DSL-Infrastruktur ihre IPTV-Bündelangebote unter dem Namen Entertain an – anfangs ausschließlich in wenigen Ballungsräumen auf der Basis von VDSL2, seit August 2007 in zunächst 750 Städten auch über ADSL2+.

Seit Mitte 2008 muss die Telekom ihre DSL-Anschlüsse als sogenannten Standalone-Bitstromzugang an Wettbewerber vermieten, ohne dass der Teilnehmer wie bei T-DSL-Resale einen herkömmlichen Festnetzanschluss der Deutschen Telekom unterhalten muss; seit Anfang 2009 bietet die Telekom ihren eigenen Kunden auch DSL-Komplettpakete auf All-IP-Anschluss-Basis an.

Entwicklung der T-DSL-Anschluss-Kundenzahlen und Privatkunden-Datenraten
Jahr DSL-Anschlüsse max. Datenrate (Down-/Upstream) Mbit/s
1999 2900 0,768/0,128
2000 0,6 Mio. 0,768/0,128
2001 2,2 Mio. 0,768/0,128
2002 2,8 Mio. 1,536/0,192
2003 4,0 Mio. 1,536/0,384
2004 5,8 Mio. (davon Resale 0,2 Mio.) 3,072/0,512
2005 7,9 Mio. (davon Resale 1,6 Mio.) 6,016/0,576
2006 10,3 Mio.(davon Resale 3,2 Mio.) 16/1,024
2007 12,5 Mio.(davon Resale 3,5 Mio.) 16/1,024
2008 13,3 Mio.
(davon Bitstream/Resale 2,7 Mio.
und Entertain 0,5 Mio.)
16/1,024
(50/10 bei VDSL2)

Auffälligkeiten

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Bei längeren Anschlussleitungen setzte die Telekom feste Ratenschaltungen ein. Dadurch wurden die erzielbaren Datenübertragungsraten im Vergleich zu nationalen<ref name="Heise: Auswirkungen der DSL-Schaltregeln">Auswirkungen der unterschiedlichen DSL-Schaltregeln In: c’t 8/2007, S. 86f</ref> und internationalen<ref name="BT: Landesweite RAM-Einführung Anfang 2006">BT Wholesale confirms launch of the Max services In: thinkbroadband.com, 2. März 2006</ref> Wettbewerbern, die schon seit mehreren Jahren<ref>Der größte nationale Wettbewerber Arcor (heute Vodafone Deutschland) schaltet bereits seit 2002 alle DSL-Anschlüsse im ratenadaptiven Modus</ref> in solchen Fällen die marktüblichen Ratenadaptivschaltungen (Vorlage:EnS) verwenden, deutlich eingeschränkt.

Ursprüngliche Pläne aus dem Herbst 2007,<ref>Telekom will DSL auf "Rate Adaptive" umstellen In: heise.de 2. November 2007</ref> ab Ende 2008 das gesamte ADSL-Produktportfolio mit ratenadaptiver Schaltung anzubieten, wurden wiederholt verschoben; zuletzt wurde eine für Februar 2010<ref>Telekom bereitet DSL mit maximaler Geschwindigkeit vor In: teltarif.de 17. Oktober 2009</ref> vorgesehene Vertriebsfreigabe wieder zurückgezogen.<ref>Deutsche Telekom startet(e) Vertrieb von ratenadaptivem DSL In: teltarif.de vom 2. Februar 2010</ref> Der offizielle Vertriebsstart für RAM war dann der 1. Februar 2011. Der RAM kann seitdem bei neubeauftragten Anschlüssen und Anschlüssen im bestehenden Vertragsverhältnis hinzugebucht werden.<ref>Vorlage:Webarchiv In: dsl-magazin.de 11. Februar 2011</ref>

Quellen

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<references/>

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