Palmengewächse
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Die Palmengewächse oder Palmen (Arecaceae oder Palmae)<ref name="ICBN18.5" /> sind eine Familie der Ordnung der Palmenartigen (Arecales) innerhalb der Monokotyledonen (Einkeimblättrigen Pflanzen). Verwandte Arten waren schon vor etwa 70 Millionen Jahren in der Kreidezeit weit verbreitet. Die Familie enthält 183 Gattungen mit etwa 2600 rezenten Arten.
In der Familie der Palmengewächse findet sich das längste Blatt (bei Palmen der Gattung Raphia mit bis zu 25 Meter Länge), der größte Samen (von der Seychellenpalme Lodoicea maldivica mit bis zu 22 Kilogramm Gewicht) und der längste Blütenstand des Pflanzenreichs (in der Gattung Corypha mit einer Länge von etwa 7,5 Metern und geschätzten 10 Millionen Blüten pro Blütenstand).<ref name="APWeb" />
Beschreibung und Ökologie
[Bearbeiten]Erscheinungsbild
[Bearbeiten]Die Vertreter der Palmengewächse sind sehr vielgestaltig. Sie können klein, mittelgroß oder groß (bis zu 60 m Stammhöhe bei der Quindio-Wachspalme) sein, stehen einzeln oder in Gruppen (Cluster), sind bewehrt oder unbewehrt. Sie können mehrmals im Leben (pleonanth) oder nur einmal im Leben blühen (hapaxanth).<ref name="GP2FamilyDescription" />
Der Stamm ist „verholzt“. Er ist schlank bis massiv, sehr kurz bis sehr hoch, er kann kriechend, unterirdisch, kletternd oder aufrecht sein. Normalerweise ist der Stamm im oberirdischen Bereich unverzweigt, selten ist er dichotom verzweigt. Dem Stamm fehlt ein Kambium, Palmen verfügen daher über kein sekundäres Dickenwachstum, weshalb sie nicht zu den Bäumen gerechnet werden. Bei manchen Palmen tritt jedoch ein diffuses Dickenwachstum auf. Die Internodien sind kurz bis lang. Die Blattnarben sind auffällig bis unauffällig. Bei manchen Palmen treten Stelzwurzeln auf.<ref name="GP2FamilyDescription" />
Blätter
[Bearbeiten]Die Laubblätter sind wechselständig und stehen in spiraliger Anordnung, selten zweizeilig (distich). Die Blattspreite wird anfangs immer ungeteilt gebildet, häufig spaltet sie sich später auf. Die Blätter können mit Stacheln oder Borsten bewehrt sein, sie sind kahl oder verschiedenartig mit Schuppen und/oder Haaren besetzt. Manchmal besitzen sie ein Ligula-ähnliches Anhängsel an beiden Seiten oder vor dem Blattstiel. Die Blattscheiden bilden manchmal einen Kronschaft. Der Blattstiel ist meist deutlich ausgebildet. Er ist unbewehrt oder verschieden bewehrt. Eine Hastula kann ausgebildet sein oder fehlen.<ref name="GP2FamilyDescription" />
Die Form der Blattspreite ist gefächert (palmat, Fächerpalme), costapalmat, gefiedert (pinnat, Fiederpalme), doppelt gefiedert (bipinnat), zweiteilig (bifid) oder ungeteilt, dann aber mit fiederförmiger Aderung. In der Knospe ist das Blatt gefaltet. Später reißt die Spreite entweder entlang der adaxialen Faltkanten auf (induplicat) oder entlang der abaxialen Kanten (reduplicat). Nur selten reißt sie zwischen den Faltkanten auf oder überhaupt nicht. Die derart entstehenden Segmente oder Fiederchen sind lanzettlich oder linealisch bis hin zu rhombisch oder keilförmig. Im Querschnitt sind die Fiederchen bei den induplicaten Blättern V-förmig, bei den reduplicaten A-förmig. Sie sind einfach oder mehrfach gefaltet, meist besitzen sie eine Mittelrippe und zahlreiche parallel verlaufende Nebenadern. Die Segmente reißen selten zwischen diesen Nebenadern weiter ein. Die Spreite kann unterschiedlich behaart oder beschuppt sein, auch Stacheln und Borsten kommen vor. Die proximalen Blättchen können bei kletternden Arten zu Dornen umgewandelt sein (Akanthophylle), die Rhachis kann distal zu einer Kletterhilfe (Ranke) umgebildet sein und kann dann ebenfalls Akanthophylle tragen.<ref name="GP2FamilyDescription" />
Generative Merkmale
[Bearbeiten]Die Blüten der Familie Arecaceae sind zwittrig oder eingeschlechtig. Die Arten sind polygam, monözisch oder diözisch.<ref name="GP2FamilyDescription" />
Die Blütenstände befinden sich meist seitlich (oder seltener an) der Spitze. Befindet sich der Blütenstand an der Spitze der Palme (endständig = terminal), dann stirbt das Pflanzenexemplar nach dem Blühen und der Samenbildung ab; diese Arten sind hapaxanth, alle anderen sind ausdauernd und blühen mehrfach. Die meist stark verzweigten Blütenstände sind im knospigen Zustand von einer Spatha als Schutz umhüllt. Die Blüten können zwittrig sein, meistens sind sie aber eingeschlechtig. Es gibt einhäusige (monözische) und zweihäusige (diözische) Palmen-Arten. Die Blüten sind immer dreizählig und sind meistens radiärsymmetrisch, selten ist der Blütenaufbau schraubig. Es sind meist drei Kelch- und Kronblätter vorhanden; sie sind frei oder verwachsen. Es sind meist sechs, selten weniger Staubblätter vorhanden; davon sind oft einige zu Staminodien reduziert. Die drei Fruchtblätter können völlig frei sein oder an ihrer Basis verwachsen. Jedes Fruchtblatt enthält ein bis zwei Samenanlagen. Selten kann man einen Griffel erkennen und so sind die drei Narben je Blüte meist sitzend. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder durch den Wind (Anemophilie).
Palmen bilden Schließfrüchte, meist harte Beeren oder Steinfrüchte. Das Perikarp ist glatt, behaart, mit Stacheln oder Schuppen besetzt. Die Früchte enthalten meist einen oder zwei bis drei, nur selten bis zu zehn Samen.
Verbreitung
[Bearbeiten]Palmen-Arten sind weltweit in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet. Die größte Artenvielfalt besitzen die tropischen Regenwälder; Palmen wachsen aber auch in einigen saisonalen oder semiariden Gebieten. Ein Beispiel für letzteres ist der recht palmenreiche Cerrado in Zentral-Brasilien.<ref name="Dransfield2008Biogeography" />
Im Norden reicht das Areal der Palmen bis etwa 43° nördlicher Breite an der Côte d’Azur und der Insel Capraia vor Korsika (Chamaerops humilis), im Süden etwas über 44° auf den Chatham Islands nahe Neuseeland (Rhopalostylis sapida). In Nordamerika reicht Sabal minor bis fast 36° nördlicher Breite in North Carolina, Washingtonia filifera in Kalifornien bis 37°. In Südamerika reicht Jubaea chilensis in Chile bis 35° südlicher Breite. Auf dem asiatischen Festland reicht Nannorrhops ritchiana bis etwa 34° nördlicher Breite in Afghanistan und Pakistan. In Australien reicht Livistona australis über 37°, in Afrika Jubaeopsis caffra bis etwa 31°.<ref name="Dransfield2008Biogeography" />
Systematik
[Bearbeiten](Chamaerops humilis)
Taxonomie
[Bearbeiten]Der Familienname Arecaceae wurde 1820 durch Friedrich von Berchtold und Jan Svatopluk Presl in O Prirozenosti Rostlin, S. 266, gültig veröffentlicht. Die Typusgattung von Arecaceae Vorlage:Person nom. cons. ist Areca Vorlage:Person<ref name="Tropicos" /> Der Familienname Palmae wurde 1789 durch Antoine Laurent de Jussieu in Genera Plantarum, S. 37, erstveröffentlicht.<ref name="Tropicos" /><ref name="ICBN" />
Äußere Systematik
[Bearbeiten]Die Arecaceae bilden eine monophyletische Gruppe.<ref name="Barrett2016" /> Sie sind die Schwestergruppe der Dasypogonaceae.<ref name="Barrett2016" /> Diese Verwandtschaftsverhältnisse waren lange unklar und erst 2016 wurden die Dasypogonaceae zu den Arecaceae in die Ordnung Arecales gestellt.<ref name="APGIV" />
Innere Systematik
[Bearbeiten]Die Systematik der Arecaceae wurde durch molekulargenetische Studien stark verändert. 2005 wurde eine die verschiedenen Teilarbeiten zusammenfassende Klassifikation der Familie publiziert.<ref name="Dransfield2005" /> Diese Klassifikation wurde 2008 in Genera Palmarum mit Aktualisierungen übernommen.<ref name="Dransfield2008">John Dransfield, Natalie W. Uhl, Conny B. Asmussen, William J. Baker, Madeline M. Harley, Carl E. Lewis: Genera Palmarum. The Evolution and Classification of Palms. Zweite Auflage. Royal Botanic Gardens, Kew 2008, ISBN 978-1-84246-182-2, S. 138 f.</ref>
Die Verwandtschaftsverhältnisse der fünf Unterfamilien sind mittlerweile recht gut untersucht.<ref name="Asmussen2006" /><ref name="Barrett2016" /> Sie können durch folgendes Kladogramm dargestellt werden: Vorlage:Klade
2016 veröffentlichten Baker und Dransfield eine weitere Aktualisierung der Klassifikation, auf der die folgende Systematik beruht:<ref name="Baker&Dransfield2016" />
- Unterfamilie Calamoideae Vorlage:Person:
- Tribus Eugeissoneae Vorlage:Person
- Tribus Lepidocaryeae Vorlage:Person
- Subtribus Ancistrophyllinae Vorlage:Person
- Subtribus Raphiinae Vorlage:Person
- Subtribus Mauritiinae
- Tribus Calameae Vorlage:Person
- Subtribus Korthalsiinae Vorlage:Person
- Subtribus Salaccinae Vorlage:Person
- Subtribus Metroxylinae
- Subtribus Pigafettinae Vorlage:Person
- Subtribus Plectocomiinae Vorlage:Person
- Subtribus Calaminae Vorlage:Person
- Unterfamilie Nypoideae Vorlage:Person:
- Nipapalme (Nypa Vorlage:Person)
- Unterfamilie Coryphoideae Vorlage:Person:
- Tribus Sabaleae Vorlage:Person
- Tribus Cryosophileae Vorlage:Person
- Chelyocarpus Vorlage:Person
- Coccothrinax Vorlage:Person
- Cryosophila Vorlage:Person
- Itaya Vorlage:Person
- Hemithrinax Vorlage:Person
- Leucothrinax Vorlage:Person
- Sabinaria Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Sabinaria magnifica Vorlage:Person: Sie kommt in Kolumbien vor.<ref name="POWO" />
- Schippia Vorlage:Person
- Thrinax Vorlage:Person
- Trithrinax Vorlage:Person
- Zombia Vorlage:Person
- Tribus Phoeniceae Vorlage:Person
- Dattelpalmen (Phoenix Vorlage:Person)
- Tribus Trachycarpeae Vorlage:Person
- Subtribus Rhapidinae Vorlage:Person
- Subtribus Livistoninae
- Livistona Vorlage:Person
- Strahlenpalmen (Licuala Vorlage:Person)
- Johannesteijsmannia Vorlage:Person
- Pholidocarpus Vorlage:Person
- Saribus Vorlage:Person: Die etwa neun Arten kommen von den Philippinen bis zu den Inseln im südwestlichen Pazifik vor.<ref name="POWO" />
- incertae sedis Trachycarpeae
- Tribus Chuniophoeniceae Vorlage:Person
- Tribus Caryoteae Vorlage:Person
- Tribus Corypheae Vorlage:Person
- Tribus Borasseae Vorlage:Person
- Subtribus Hyphaeninae
- Subtribus Lataniinae
- Unterfamilie Ceroxyloideae Vorlage:Person
- Tribus Cyclospatheae Vorlage:Person
- Tribus Ceroxyleae Vorlage:Person
- Tribus Phytelepheae
- Ammandra Vorlage:Person
- Aphandra Vorlage:Person
- Steinnusspalmen (Phytelephas Vorlage:Person)
- Unterfamilie Arecoideae Vorlage:Person
- Tribus Iriarteeae Vorlage:Person
- Iriartella Vorlage:Person: Die nur zwei Arten sind im tropischen Südamerika verbreitet.<ref name="POWO" />
- Dictyocaryum Vorlage:Person: Die etwa drei Arten sind von Panama bis ins tropischen Südamerika verbreitet.<ref name="POWO" />
- Iriartea Vorlage:Person
- Socratea Vorlage:Person
- Wettinia Vorlage:Person
- Tribus Chamaedoreeae
- Tribus Podococceae Vorlage:Person
- Tribus Oranieae Vorlage:Person
- Tribus Sclerospermeae Vorlage:Person
- Tribus Roystoneae Vorlage:Person
- Tribus Reinhardtieae Vorlage:Person
- Tribus Cocoseae Vorlage:Person
- Subtribus Attaleinae
- Beccariophoenix Vorlage:Person: Die etwa drei Arten kommen nur in Madagaskar vor.<ref name="POWO" />
- Jubaeopsis Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Jubaeopsis caffra Vorlage:Person: Sie kommt in Südafrika vom Kap bis KwaZulu-Natal vor.<ref name="POWO" />
- Voanioala Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Voanioala gerardii Vorlage:Person: Sie kommt nur im nordöstlichen Madagaskar vor.<ref name="POWO" />
- Allagoptera Vorlage:Person
- Attalea Vorlage:Person
- Geleepalmen (Butia Vorlage:Person)
- Kokospalme (Cocos Vorlage:Person)
- Honigpalme (Jubaea Vorlage:Person)
- Syagrus Vorlage:Person (inklusive Lytocaryum Vorlage:Person)
- Parajubaea Vorlage:Person: Die etwa drei Arten kommen im westlichen Südamerika vor.<ref name="POWO" />
- Subtribus Bactridinae
- Acrocomia Vorlage:Person: Die etwa acht Arten sind von Mexiko bis ins tropische Südamerika weitverbreitet.<ref name="POWO" />
- Astrocaryum Vorlage:Person: Die etwa 38 Arten sind von Mexiko bis ins tropische Südamerika weitverbreitet.<ref name="POWO" />
- Stachelpalmen (Aiphanes Vorlage:Person)
- Bactris Vorlage:Person
- Desmoncus Vorlage:Person: Die etwa 24 Arten sind in der Neoptropis verbreitet.<ref name="POWO" />
- Subtribus Elaeidinae
- Barcella Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Barcella odora Vorlage:Person: Sie kommt in Brasilien vor.<ref name="POWO" />
- Ölpalmen (Elaeis Vorlage:Person)
- Barcella Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Subtribus Attaleinae
- Tribus Manicarieae Vorlage:Person
- Tribus Euterpeae Vorlage:Person
- Tribus Geonomateae Vorlage:Person
- Tribus Leopoldinieae Vorlage:Person
- Tribus Pelagodoxeae Vorlage:Person
- Pelagodoxa Vorlage:Person: Mit nur 2 Arten, von denen eine auf der Marquesas-Insel Nuku Hiva vorkommt, die andere auf Vanuatu.<ref name="POWO" />
- Sommieria Vorlage:Person
- Tribus Areceae Vorlage:Person
- Subtribus Archontophoenicinae Vorlage:Person
- Actinorhytis Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Actinorhytis calapparia Vorlage:Person: Sie kommt ursprünglich in Neuguinea und auf den Salomonen vor.<ref name="POWO" />
- Archontophoenix Vorlage:Person
- Actinokentia Vorlage:Person: Die nur zwei Arten kommen nur in Neukaledonien vor.<ref name="POWO" />
- Chambeyronia Vorlage:Person: Die nur zwei Arten kommen nur in Neukaledonien vor.<ref name="POWO" />
- Kentiopsis Vorlage:Person: Die etwa vier Arten kommen nur in Neukaledonien vor.<ref name="POWO" />
- Actinorhytis Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Subtribus Arecinae
- Betelpalmen (Areca Vorlage:Person)
- Nenga Vorlage:Person: Die etwa fünf Arten kommen vom südlichen Indochina bis ins westliche Malesien vor.<ref name="POWO" />
- Pinanga Vorlage:Person: Die etwa 140 Arten sind vom tropischen und subtropischen Asien bis zu den Inseln des nordwestlichen Pazifik verbreitet.<ref name="POWO" />
- Subtribus Basseliniinae Vorlage:Person
- Basselinia Vorlage:Person: Die etwa 14 Arten kommen nur in Neukaledonien vor.<ref name="POWO" />
- Burretiokentia Vorlage:Person: Die etwa fünf Arten kommen nur in Neukaledonien vor.<ref name="POWO" />
- Cyphophoenix Vorlage:Person: Die etwa vier Arten kommen nur in Neukaledonien vor.<ref name="POWO" />
- Cyphosperma Vorlage:Person: Die etwa fünf Arten kommen auf Inseln des südwestlichen Pazifik vor.<ref name="POWO" />
- Lepidorrhachis Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Lepidorrhachis mooreana Vorlage:Person: Dieser Endemit kommt nur auf der Lord-Howe-Insel vor.<ref name="POWO" />
- Physokentia Vorlage:Person: Die etwa sieben Arten kommen vom Bismarck-Archipel bis zu den Inseln im südwestlichen Pazifik vor.<ref name="POWO" />
- Subtribus Carpoxylinae Vorlage:Person
- Carpoxylon Vorlage:Person: Mit nur einer Art:
- Carpoxylon macrospermum Vorlage:Person: Sie kommt auf der Vanuatu-Insel Aneityum vor.<ref name="POWO" />
- Satakentia Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Satakentia liukiuensis Vorlage:Person: Dieser Endemit kommt nur auf den Nansei-Inseln vor.<ref name="POWO" />
- Neoveitchia Vorlage:Person
- Carpoxylon Vorlage:Person: Mit nur einer Art:
- Subtribus Clinospermatinae Vorlage:Person
- Cyphokentia Vorlage:Person: Die nur zwei Arten kommen nur in Neukaledonien vor.<ref name="POWO" />
- Clinosperma Vorlage:Person: Die etwa vier Arten kommen nur in Neukaledonien vor.<ref name="POWO" />
- Subtribus Dypsidinae
- Dypsis Vorlage:Person: Die etwa 168 Arten kommen in Tansania, auf den Komoren und in Madagaskar vor.<ref name="POWO" />
- Lemurophoenix Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Lemurophoenix halleuxii Vorlage:Person: Sie kommt nur im nordöstlichen Madagaskar vor.<ref name="POWO" />
- Marojejya Vorlage:Person: Die nur zwei Arten kommen nur in Madagaskar vor.<ref name="POWO" />
- Masoala Vorlage:Person
- Subtribus Laccospadicinae Vorlage:Person
- Calyptrocalyx Vorlage:Person: Die etwa 26 Arten kommen von den Molukken bis Neuguinea vor.<ref name="POWO" />
- Linospadix Vorlage:Person: Die etwa sieben Arten kommen von Neuguinea bis ins östliche Australien vor.<ref name="POWO" />
- Howea Vorlage:Person
- Laccospadix Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Laccospadix australasicus Vorlage:Person: Dieser Endemit kommt nur im nordöstlichen Queensland vor.<ref name="POWO" />
- Subtribus Oncospermatinae
- Oncosperma Vorlage:Person
- Deckenia Vorlage:Person: Mit nur einer Art:
- Deckenia nobilis Vorlage:Person: Sie kommt ursprünglich auf den Seychellen vor.<ref name="POWO" />
- Acanthophoenix Vorlage:Person: Die etwa drei Arten kommen auf Réunion und Mauritius vor.<ref name="POWO" />
- Tectiphiala Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Tectiphiala ferox Vorlage:Person: Dieser Endemit kommt nur auf Mauritius vor.<ref name="POWO" />
- Subtribus Ptychospermatinae
- Ptychosperma Vorlage:Person: Die etwa 29 Arten kommen von den Molukken bis ins nördliche Australien vor.<ref name="POWO" />
- Ponapea Vorlage:Person: Die etwa vier Arten kommen vom Bismarck-Archipel bis zu den Inseln im nordwestlichen Pazifik vor.<ref name="POWO" />
- Adonidia Vorlage:Person: Die nur zwei Arten kommen von Borneo bis zu den Philippinen vor.<ref name="POWO" />
- Balaka Vorlage:Person (inklusive Solfia Vorlage:Person): Die etwa zehn Arten kommen auf Inseln im südwestlichen Pazifik vor.<ref name="POWO" />
- Veitchia Vorlage:Person: Die etwa elf Arten kommen von den Salomonen bis zu den Inseln im südwestlichen Pazifik vor.<ref name="POWO" />
- Carpentaria Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Carpentaria acuminata Vorlage:Person: Sie kommt im nördlichen Australien vor.<ref name="POWO" />
- Wodyetia Vorlage:Person: Mit nur einer Art:
- Wodyetia bifurcata Vorlage:Person: Sie kommt nur im nördlichen Queensland vor.<ref name="POWO" />
- Drymophloeus Vorlage:Person: Die drei Arten kommen von den Molukken bis zu den Inseln im südwestlichen Pazifik vor.<ref name="POWO" />
- Normanbya Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Normanbya normanbyi Vorlage:Person: Dieser Endemit kommt im nordöstlichen Queensland vor.<ref name="POWO" />
- Brassiophoenix Vorlage:Person: Die nur zwei Arten kommen in Neuguinea vor.<ref name="POWO" />
- Ptychococcus Vorlage:Person
- Jailoloa Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Jailoloa halmaherensis Vorlage:Person: Sie kommt nur auf den Molukken vor.<ref name="POWO" />
- Manjekia Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Manjekia maturbongsii Vorlage:Person: Sie kommt im westlichen Neuguinea vor.<ref name="POWO" />
- Wallaceodoxa Vorlage:Person
- Subtribus Rhopalostylidinae Vorlage:Person
- Rhopalostylis Vorlage:Person: Die nur zwei Arten kommen in Neuseeland, auf der Norfolkinsel, den Kermadecinseln und den Chatham-Inseln vor.<ref name="POWO" />
- Hedyscepe Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Hedyscepe canterburyana Vorlage:Person: Sie kommt nur auf der Lord-Howe-Insel vor.<ref name="POWO" />
- Subtribus Verschaffeltiinae Vorlage:Person
- Subtribus Archontophoenicinae Vorlage:Person
- Incertae sedis Areceae
- Bentinckia Vorlage:Person: Die nur zwei Arten kommen in Indien und auf den Nikobaren vor.<ref name="POWO" />
- Clinostigma Vorlage:Person: Die etwa elf Arten kommen vom Bismarck-Archipel bis zu den Inseln im westlichen Pazifik und auf den Ogasawara-Inseln vor.<ref name="POWO" />
- Cyrtostachys Vorlage:Person: Die etwa sieben Arten kommen von Thailand bis Neuguinea, dem Bismarck-Archipel und den Salomonen vor.<ref name="POWO" />
- Dictyosperma Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Dictyosperma album Vorlage:Person: Sie kommt in drei Varietäten auf Mauritius, Réunion und der Insel Rodrigues vor.<ref name="POWO" />
- Dransfieldia Vorlage:Person
- Heterospathe Vorlage:Person: Die etwa 41 Arten kommen von den Philippinen bis zu den Inseln im westlichen Pazifik vor.<ref name="POWO" />
- Hydriastele Vorlage:Person: Mit etwa 37 Arten, die von Malesien bis zu den Inseln im westlichen Pazifik vorkommen.<ref name="POWO" />
- Iguanura Vorlage:Person
- Loxococcus Vorlage:Person: Es gibt nur eine Art:
- Loxococcus rupicola Vorlage:Person: Sie kommt im südwestlichen Sri Lanka vor.<ref name="POWO" />
- Rhopaloblaste Vorlage:Person
- Tribus Iriarteeae Vorlage:Person
Nutzung
[Bearbeiten]Nahrungsmittel
[Bearbeiten]Die Früchte von rund 100 Palmenarten sind essbar (Dattelpalme, Palmyrapalme), von anderen deren Samen (Kokosnuss, Betelnuss, Palmyrapalme). Den essbaren Vegetationskegel bezeichnet man als Palmherz, aus dem Mark des Stammes einiger Arten lässt sich Sago gewinnen. Im indomalayischen Raum hat die Sagopalme eine große Bedeutung als Stärkelieferant. Der Saft von Palmen – vor allem der Zuckerpalme – wird zur Herstellung von Getränken benutzt, aus ihm kann auch Zucker gewonnen werden. Durch Gärung entsteht Palmwein. Auch durch die Vergärung von Fruchtfleisch lassen sich Getränke herstellen. Wenige Palmenblüten locken Bienen an, Palmhonig ist daher eigentlich ein Palmsirup und wird nicht von Bienen produziert, sondern entsteht durch Einkochen des Palmensaftes, vergleichbar mit Ahornsirup. Als wirtschaftlich bedeutender Ölproduzent wird die aus Afrika stammende Ölpalme mittlerweile weltweit in den Tropen kultiviert.
Baumaterialien
[Bearbeiten]In vielen Ländern sind Palmenarten das Grundmaterial für den Hausbau, wobei deren Stämme wie Holz und die wasserabweisenden Blätter für die Dach-Eindeckung genutzt werden (Palapa). Aus Rotangpalmen (Calamus) werden Rattan-Möbel hergestellt.
Zierpflanzen und Erosionsschutz
[Bearbeiten]Palmenarten werden sowohl als Stilelement zur Vermittlung eines südländischen Eindrucks in öffentlichen Grünanlagen und Gärten genutzt wie auch als Zimmerpflanzen.
In regenarmen Gebieten werden sie zum Stabilisieren des Bodens an Böschungen und (evtl. bewässerten) Grünanlagen verwendet. Sie sind auch wesentlich unempfindlicher gegen Windbruch als Laubbäume, sodass sie gut an windexponierten Stellen gedeihen können.
Quellen
[Bearbeiten]- Die Familie der Arecaceae bei der APWebsite. (Abschnitt Systematik)
- Beschreibung der Familie der Arecaceae bei DELTA. (Abschnitt Beschreibung)
- Shengji Pei, Sanyang Chen, Lixiu Guo, John Dransfield, Andrew Henderson: Arecaceae (Palmae). In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 23: Acoraceae through Cyperaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2010, ISBN 978-1-930723-99-3. (Abschnitt Beschreibung)
Literatur
[Bearbeiten]- David L. Jones: Palmen. Könemann in der Tandem Verlags-GmbH, 2002, ISBN 3-8290-4889-0.
- Frank O. Steeb: Palmen. Portraits der bekanntesten Arten aus aller Welt. Mosaik Verlag GmbH, München 1993, Buch-Nr. 03668.
- Natalie W. Uhl, John Dransfield: Genera Palmarum: A Classification of Palms Based on the Work of Harold E. Moore, Jr. Genera Palmarum, 1987, ISBN 0-935868-30-5.
- William J. Baker, John Dransfield: Beyond Genera Palmarum: progress and prospects in palm systematics. In: Botanical Journal of the Linnean Society, Volume 182, Issue 2, Oktober 2016. Vorlage:DOI
Einzelnachweise
[Bearbeiten]<references> <ref name="Tropicos"> Vorlage:Tropicos </ref> <ref name="APWeb"> P. Stevens: APWebsite, abgerufen am 29. November 2009. </ref> <ref name="APGIV"> The Angiosperm Phylogeny Group: An update of the Angiosperm Phylogeny Group classification for the orders and families of flowering plants: APG IV. In: Botanical Journal of the Linnean Society, Band 181, 2016, S. 1–20. Vorlage:DOI </ref> <ref name="Dransfield2005"> John Dransfield, Natalie W. Uhl, Conny B. Asmussen, William J. Baker, Madeline M. Harley, Carl E. Lewis: A New Phylogenetic Classification of the Palm Family, Arecaceae. In: Kew Bulletin, Band 60, 2005, S. 559–569. Vorlage:JSTOR </ref> <ref name="Asmussen2006"> Conny B. Asmussen, John Dransfield, Vinnie Deickmann, Anders S. Barfod, Jean-Christophe Pintaud, William J. Baker: A new subfamily classification of the palm family (Arecaceae): evidence from plastid DNA phylogeny. In: Botanical Journal of the Linnean Society. Band 151, 2006, S. 15–38. Vorlage:DOI </ref> <ref name="Dransfield2008Biogeography"> John Dransfield, Natalie W. Uhl, Conny B. Asmussen, William J. Baker, Madeline M. Harley, Carl E. Lewis: Genera Palmarum. The Evolution and Classification of Palms. Zweite Auflage, Royal Botanic Gardens, Kew 2008, ISBN 978-1-84246-182-2, S. 105. </ref> <ref name="GP2FamilyDescription"> John Dransfield, Natalie W. Uhl, Conny B. Asmussen, William J. Baker, Madeline M. Harley, Carl E. Lewis: Genera Palmarum. The Evolution and Classification of Palms. Zweite Auflage. Royal Botanic Gardens, Kew 2008, ISBN 978-1-84246-182-2, S. 136 f. </ref> <ref name="Baker&Dransfield2016"> William J. Baker, John Dransfield: Beyond Genera Palmarum: progress and prospects in palm systematics. In: Botanical Journal of the Linnean Society, Volume 182, Issue 2, Oktober 2016. Vorlage:DOI Vorlage:DOI </ref> <ref name="Barrett2016"> Craig F. Barrett, William J. Baker, Jason R. Comer, John G. Conran, Sean C. Lahmeyer, James H. Leebens-Mack, Jeff Li, Gwynne S. Lim, Dustin R. Mayfield-Jones, Leticia Perez, Jesus Medina, J. Chris Pires, Cristian Santos, Dennis Wm. Stevenson, Wendy B. Zomlefer, Jerrold I. Davis: Plastid genomes reveal support for deep phylogenetic relationships and extensive rate variation among palms and other commelinid monocots. In: New Phytologist, Band 209, 2016, S. 855–870. Vorlage:DOI </ref> <ref name="ICBN"> International Code of Botanical Nomenclature – (Saint Louis Code), Electronic version: Chapter III. Nomenclature of taxa according to their rank – Section 2. Names of families and subfamilies, tribes and subtribes – Article 18. Volltext-online oder online. </ref> <ref name="ICBN18.5"> Artikel 18.5 Internationaler Code der Botanischen Nomenklatur 2006, abgerufen am 5. August 2009. </ref> <ref name="POWO"> Vorlage:POWO </ref> </references>
Weblinks
[Bearbeiten]- Australische Palmen-Gesellschaft. (englisch)
- J. L. Dowe, D. L. Jones: Araliaceae, S. 145–148. In: Annette Wilson (editor): Flora of Australia, Volume 39: Alismatales to Arales, CSIRO Publishing, 2011, ISBN 978 0 643 10423 5. In: J. L. Dowe, D. L. Jones: Arecaceae. In: Flora of Australia. Australian Biological Resources Study, Department of Agriculture, Water and the Environment, Canberra, online 2020.
- Vorlage:Internetquelle