Trebur

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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland Trebur (mundartlich: Trewwer)<ref>Vorlage:Webarchiv In: Darmstädter Echo. 11. August 2014.</ref> ist eine Gemeinde im südhessischen Kreis Groß-Gerau.

Geografie

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Geografische Lage

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Die Gemeinde liegt im Rhein-Main-Gebiet und gehört zum Hessischen Ried. Die Entfernung zu den Städten Mainz, Wiesbaden, Frankfurt am Main und Darmstadt beträgt etwa 20 bis 30 Kilometer. Östlich verläuft die Rhein-Main-Bahn, nächstgelegener Bahnhof ist der Bahnhof Nauheim (b Groß Gerau).

Nachbargemeinden

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Trebur grenzt im Norden an die Stadt Ginsheim-Gustavsburg und die Stadt Rüsselsheim am Main, im Osten an die Gemeinde Nauheim und die Stadt Groß-Gerau, im Süden an die Stadt Riedstadt, sowie im Westen an die Städte Oppenheim und Nierstein und die Gemeinden Nackenheim und Bodenheim (alle Landkreis Mainz-Bingen).

Gemeindegliederung

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Trebur besteht aus den vier Ortsteilen Astheim, Geinsheim mit dem Wohnplatz Kornsand, Hessenaue und der Kerngemeinde Trebur und beherbergt in etwa 6.100 Haushalten rund 13.000 Einwohner.

Klima

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Vorlage:Klimatabelle

Geschichte

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Datei:Trebur Altes Rathaus 20110122.jpg
Altes Rathaus

Ortsgeschichte

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Der Ort Trebur wird 829 zum ersten Mal in einer Urkunde König Ludwigs des Frommen erwähnt. In historischen Unterlagen findet Trebur in den folgenden Jahrhunderten unter anderem mit diesen Ortsnamen Erwähnung: Triburen und Triburi fiscus im Lorscher Codex für die Zeit von 830 bis 850, Triburias in den Jahren 874 und 882, Triburium 1248, Dribure 1273, Trebure 1295, Tribor 1433, Tribber 1469, Trebornn 1516, Trebber 1550 und Trebur ab dem Jahr 1553.<ref name="lagis">Vorlage:LAGIS</ref>

Seit dem 9. Jahrhundert stand in Trebur eine Königspfalz. Sie ging aus einem Königshof mit ausgedehntem Fiskalbezirk hervor, zu dem unter anderem auch der heutige Ortsteil Astheim gehörte. Aus der Zeit zwischen 829 und 1077 sind 57 Königsaufenthalte, einige Reichstage und die Synode von Trebur bekannt, von denen einige reichsgeschichtliche Bedeutung hatten. König Heinrich IV. war besonders mit Trebur verbunden, hier wurde er 1053 zum König gewählt und heiratete er 1066. 1076 zwangen ihn oppositionelle Fürsten auf dem Fürstentag zu Trebur, seinen Konflikt mit dem Papst beizulegen, was den „Gang nach Canossa“ zur Folge hatte.<ref name="Geschichte">Vorlage:Internetquelle</ref>

In der Folge verlor Trebur seine Bedeutung als Königshof. Außer dem Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden besuchte kein König mehr die Pfalz. Trebur wurde zusammen mit der Pfalz 1248 an die Grafschaft Katzenelnbogen verpfändet. Das Pfand wurde nie eingelöst, und die Grafen konnten 1422 weitere Hoheitsrechte erwerben. Das Katzenelnbogener Erbe fiel mit Trebur 1479 an die Landgrafschaft Hessen. 1527 tauschte Graf Philipp III. von Hanau-Lichtenberg seine Rechte in Trebur und andere Rechte mit Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz gegen die Hälfte des Dorfes Altheim, das dem Hanauer Amt Babenhausen zugeordnet wurde. 1599 verkaufte das Albanstift zu Mainz sein Hofgut dem Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt, der es 1601 an die Gemeinde Trebur weiterverkaufte. 1771 werden als Grundbesitzer in Trebur der Deutsche Orden, das Kloster Eberbach sowie weitere vor allem Mainzer Kirchenbesitzungen genannt. Im Jahr fiel der Besitz des 1781 aufgehobenen Klarissenklosters St. Klara an die Landgrafschaft Hessen-Kassel. Noch bis 1802 wird das Kloster Eberbach als Grundbesitzer genannt.<ref name="Geschichte" /><ref name="lagis" />

Mit der hessischen Herrschaft wurde Trebur zusammen mit Astheim und Geinsheim Teil des hessischen Amtes Dornberg. Verwaltungsmäßig gehörte Trebur dann bis 1820 zum Amt Dornberg, das ab 1816 zur Provinz Starkenburg des Großherzogtums Hessen gehörte. 1821 wurden im Großherzogtum Landratsbezirke eingeführt und Trebur wurde dem Landratsbezirk Dornberg zugeteilt.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1829 über Trebur: Vorlage:Zitat

1832 wurden die Verwaltungseinheiten ein weiteres Mal vergrößert und es wurden Kreise geschaffen. Dadurch gelangte Trebur in den Kreis Groß-Gerau. Die Provinzen, die Kreise und die Landratsbezirke des Großherzogtums wurden am 31. Juli 1848 abgeschafft und durch Regierungsbezirke ersetzt, was jedoch bereits am 12. Mai 1852 wieder rückgängig gemacht wurde. Dadurch gehörte Trebur von 1848 bis 1852 zum Regierungsbezirk Darmstadt, bevor wieder der Kreis Groß-Gerau für die übergeordnete Verwaltung zuständig war. Dort verblieb der Ort durch alle weiteren Verwaltungsreformen bis heute. Die zuständige Gerichtsbarkeit war während der Zugehörigkeit zu Hessen-Darmstadt von 1821 bis 1879 das Landgericht Großgerau und ist seit 1879 das daraus hervorgegangene Amtsgericht Groß-Gerau.<ref name="lagis" />

Trebur war im 17. und 18. Jahrhundert neben dem Dreißigjährigen Krieg und Pestepidemien auch vielfach vom Hochwasser des nahen Rheins betroffen. Auch durch die Erb- und Thronfolgekriege und die anschließenden Napoleonischen Kriegen war die Bevölkerung vielfachen Repressalien ausgesetzt. Auch das 19. Jahrhundert war durch soziale und wirtschaftliche Missstände geprägt, was zwischen 1840 und 1890 zu einer Aus- und Abwanderungswelle führte. Erst der wirtschaftliche Aufschwung des Rhein-Main-Gebietes und die damit verbundenen neuen Arbeitsplätze ließen gegen Ende des 19. Jahrhunderts einen bescheidenen Wohlstand zu.

Mit dem beginnenden 20. Jahrhundert wurden durch die beiden Weltkriege und den NS-Staat diese Verbesserungen wieder zunichtegemacht. Der Widersinn von Krieg und Gewaltherrschaft wurde noch einmal am Ende des Zweiten Weltkrieges durch das Kornsandverbrechen demonstriert, als sechs politisch missliebige Zivilisten am 21. März 1945 am Kornsand misshandelt und hingerichtet wurden – zwei Tage bevor die amerikanischen Streitkräfte unter General Patton den rechtsrheinischen Brückenkopf eroberten (→ Rheinüberquerung bei Nierstein 1945).<ref name="Geschichte" />

Nach 1945 begannen der Wiederaufbau und die Eingliederung Hunderter von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen (→ Nachkriegszeit in Deutschland). In diesem Zuge erfolgte auch der Neubau der römisch-katholischen St. Alban-Kirche. Das Dorf verlor im Rahmen eines raschen Strukturwandels seinen vorwiegend ländlich geprägten Charakter und entwickelte sich zu einer modernen Wohnortgemeinde für Arbeiter und Angestellte. Die Lage des Ortes am Rande des Rhein-Main-Gebietes begünstigte diese Entwicklung vor allem durch die Arbeitsmöglichkeiten im nahe gelegenen Opel-Werk.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurden am 1. Januar 1977 die Gemeinden Astheim, Geinsheim, Hessenaue und Trebur durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Groß-Gerau zu einer Gemeinde mit dem Namen Trebur zusammengeschlossen.<ref>Vorlage:HessAmtsBL</ref> Ortsbezirke nach der Hessischen Gemeindeordnung wurden nicht errichtet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick

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Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Trebur angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Bevölkerung

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Einwohnerstruktur 2011

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Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Trebur 13.095 Einwohner. Darunter waren 642 (4,9 %) Ausländer, von denen 361 aus dem EU-Ausland, 179 aus anderen europäischen Ländern und 103 aus anderen Staaten kamen.<ref name="Z2011A" /> Von den deutschen Einwohnern hatten 7,8 % einen Migrationshintergrund.<ref name="Z2011M" /> (Bis zum Jahr 2020 erhöhte sich die Ausländerquote auf 9,2 %.<ref name="Hstat" />) Nach dem Lebensalter waren 2268 Einwohner unter 18 Jahren, 5721 zwischen 18 und 49, 2607 zwischen 50 und 64 und 2502 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 5745 Haushalten. Davon waren 1716 Singlehaushalte, 1845 Paare ohne Kinder und 1704 Paare mit Kindern, sowie 390 Alleinerziehende und 93 Wohngemeinschaften. In 1110 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 4023 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

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• 1629: 158 Hausgesesse<ref name="lagis" />
• 1806: 1215 Einwohner, 220 Häuser<ref name="EW1806">Vorlage:Arcinsys Hessen</ref>
• 1829: 1397 Einwohner, 244 Häuser<ref name="GW" />
• 1867: 1785 Einwohner, 293 Häuser<ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Vorlage:LAGIS Einwohner Diagramm

Religionszugehörigkeit

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• 1829: 1288 lutherische (= 92,20 %), 2 reformierte (= 0,14 %), 77 jüdische (= 5,51 %) und 30 katholische (= 2,15 %) Einwohner<ref name="GW" />
• 1961: 2982 (= 78,23 %) evangelische und 726 (= 19,05 %) katholische Einwohner<ref name="lagis" />
• 1987: 5663 evangelische (= 56,2 %), 3496 katholische (= 34,7 %), 1618 sonstige (= 16,1 %) Einwohner<ref name="Z2011S" />
• 2011: 5210 evangelische (= 39,8 %), 3200 katholische (= 24,4 %), 4680 sonstige (= 35,7 %) Einwohner<ref name="Z2011S" />

Erwerbstätigkeit

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Die Gemeinde im Vergleich mit Landkreis, Regierungsbezirk Darmstadt und Hessen:<ref name="SL2000" />

  Jahr Gemeinde Landkreis Regierungsbezirk Hessen
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2017 1.982 98.042 1.695.567 2.524.156
Veränderung zu 2000 −6,2 % +5,4 % +16,1 % +16,0 %
davon Vollzeit 2017 72,8 % 75,9 % 72,8 % 71,8 %
davon Teilzeit 2017 27,2 % 24,1 % 27,2 % 28,2 %
Ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte 2017 550 13.048 224.267 372.991
Veränderung zu 2000 +57,1 % −9,6 % +9,0 % +8,8 %
Branche Jahr Gemeinde Landkreis Regierungsbezirk Hessen
Produzierendes Gewerbe 2000 *) % 43,8 % 27,0 % 30,6 %
2017 26,7 % 33,2 % 20,4 % 24,3 %
Handel, Gastgewerbe und Verkehr 2000 38,0 % 27,6 % 26,4 % 25,1 %
2017 26,9 % 27,9 % 24,7 % 23,8 %
Unternehmensdienstleistungen 2000 31,0 % 14,0 % 25,1 % 20,2 %
2017 21,1 % 19,9 % 31,6 % 26,1 %
Sonstige Dienstleistungen 2000 14,8 % 13,7 % 20,1 % 22,5 %
2017 20,3 % 18,6 % 23,0 % 25,4 %
Sonstiges (bzw. ohne Zuordnung) 2000 16,2 % Vorlage:01,0 % Vorlage:01,4 % Vorlage:01,5 %
2017 Vorlage:05,0 % Vorlage:00,5 % Vorlage:00,3 % Vorlage:00,4 %

*) anonymisiert

Politik

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Gemeindevertretung

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Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes endgültige Ergebnis,<ref>Vorlage:KW21-Hessen</ref> in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:<ref>Vorlage:KW16-Hessen</ref><ref>Vorlage:KW11-Hessen</ref><ref>Vorlage:KW06-Hessen</ref><ref>Vorlage:KW11-Hessen</ref>

Vorlage:Sitzverteilung Parteien und Wählergemeinschaften %
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 21,2 7 (6*) 28,2 9 35,1 11 34,1 13 29,4 11
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 14,3 4 23,1 7 34,2 11 39,2 14 47,2 18
GLT Grüne Liste Trebur 15,3 5 (6*) 14,2 4 24,2 7 19,5 7 14,6 5
FDP Freie Demokratische Partei 5,0 1 8,9 3 6,6 2 7,2 3 8,8 3
FW Freie Wähler 44,3 14 25,6 8
gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 56,1 49,5 46,3 47,1 55,6

* Durch einen Fraktionswechsel änderten sich die Größen der beiden Fraktionen relativ zum Wahlergebnis nachträglich<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>. 2016 sind die Freien Wähler erstmals bei einer Kommunalwahl in Trebur angetreten.

In der Wahlperiode 2021 bis 2026 wurde Andreas Mars (GLT) zum Vorsitzenden der Gemeindevertretung gewählt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Bürgermeister

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Datei:Trebur Rathaus 20110122.jpg
Rathaus in Trebur

Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Trebur neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Beigeordneter und sechs weitere Beigeordnete angehören.<ref>Gremien: Gemeindevorstand</ref> Bürgermeister ist seit dem 3. Juni 2019 Jochen Engel (FW).<ref name='je'/> Er wurde als Nachfolger von Carsten Sittmann (CDU), der nach einer Amtszeit nicht wieder angetreten war,<ref name='cs'/> am 27. Januar 2019 im ersten Wahlgang bei 56,9 Prozent Wahlbeteiligung mit 52,6 Prozent der Stimmen gewählt. Es folgte eine Wiederwahl ohne Gegenkandidaten im Januar 2025.<ref>hessenschau: Bürgermeisterwahl am 26. Januar 2025 in Trebur</ref>

Amtszeiten der Bürgermeister<ref>Vorlage:Webarchiv</ref>

Wappen und Flagge

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Datei:Banner Trebur.svg

Wappen

Datei:DEU Trebur COA (Massoth).svg

Blasonierung: „In Rot ein goldener Ring, von dem göpelförmig drei gewellte goldene Bänder bis zu den Schildrändern ausgehen..“<ref>Karl Ernst Demandt, Otto Renkhoff: Hessisches Ortswappenbuch. C. A. Starke Verlag, Glücksburg/Ostsee 1956.</ref>

Das Wappen wurde der Gemeinde Trebur im Kreis Groß-Gerau im Jahr 1927 durch das Hessische Ministerium des Innern genehmigt. Nach der Gebietsreform wurde es am 15. August 1984 erneut genehmigt.<ref>Vorlage:HessAmtsBL</ref>

In seiner heutigen Form wurde es durch den Heraldiker Georg Massoth gestaltet.

Der alte Marktflecken war ursprünglich Reichsgut und gelangte im 13. Jahrhundert zur Herrschaft der Grafen von Katzenelnbogen. In den drei Gerichtssiegeln, deren erstes mit 1511 datiert ist, stand der Heilige Laurentius mit dem Rost und einem Bischofsstab oder Palmzweig. Das jetzige Wappen, das mit der auf Katzenelnbogen hindeutenden Farbgebung 1927 verliehen wurde, erscheint als Ortsmarke zuerst auf Grenzsteinen im 18. Jahrhundert und wurde im Bürgermeistereisiegel des 19. Jahrhunderts wiederholt; die drei Ansätze am Ring hatten aber, wie Hupps Abbildung zeigt, die Form breitköpfiger Nägel. Vielleicht sollten sie die sogenannte Dreidorfmark von Trebur, Nauheim und Mörfelden symbolisieren. Heute deutet man das Bild als Zusammenfluss von Rhein, Main und Neckar.

Flagge

Die Flagge wurde der Gemeinde am 19. Dezember 1985 durch den Hessischen Innenminister genehmigt und wird wie folgt beschrieben:

Vorlage:"

Gemeindepartnerschaften

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Trebur unterhält folgende Gemeindepartnerschaften:

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Bauwerke

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  • Die evangelische Laurentiuskirche ist wahrscheinlich aus der früheren Pfalzkapelle hervorgegangen. Erhaltene Teile der Kirche stammen aus dem frühen 11. Jahrhundert. Damit ist die Kirche eines der wenigen aus ottonischer Zeit erhaltenen Architekturzeugnisse.
  • Die 1961 eingeweihte St.-Alban-Kirche setzt die Tradition einer Kirche fort, die in der Mitte des 16. Jahrhunderts aufgegeben wurde.
  • Die katholische Pfarrkirche St. Petrus in Ketten im Ortsteil Astheim ist eine barocke Pfarrkirche, 1651 erbaut. Vor allem der barocke Hochaltar, die bemerkenswerten Deckengemälden, die Dreymann-Orgel und eine spätgotische Plastik des heiligen Martin von Tours sind sehenswert. Das barocke Kleinod St. Petrus in Ketten, drei Heiligenhäuschen, Heiligenfiguren und Wegkreuze stehen sinnbildlich für das katholische Astheim und seine ehemalige Zugehörigkeit zum Mainzer Kurfürstentum im evangelisch geprägten Hessen.
  • In Trebur steht das T1T – mit 1,20 Meter Spiegeldurchmesser eines der größten öffentlich zugänglichen Teleskope Europas. Das T1T wird vom Michael-Adrian-Observatorium der Astronomie-Stiftung Trebur betrieben.<ref>Webauftritt der T1T-Sternwarte</ref> Der 2002 an der Sternwarte in Trebur entdeckte Asteroid mit der Nummer 142408 trägt den Namen „Trebur“: (142408) Trebur.
  • Passend dazu wurde um den Kreisverkehr am nördlichen Ortsausgang Richtung Rüsselsheim am Main ein Planetenweg eingerichtet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
  • In Trebur beginnt der hessische Teil der Deutschen Fachwerkstraße.
  • Das Zeppelindenkmal am Kornsand.
  • Das Heimatmuseum in der Nauheimer Straße 14 in dem wechselnde Ausstellungen zum Thema Heimat und Geschichte dargeboten werden.
  • Unweit der Verbindungsstraße Kornsand-Geinsheim bei Vorlage:Coordinate betreibt der SWR eine Sendeanlage für UKW, die einen 138 Meter hohen, abgespannten Stahlfachwerkmast mit dreieckigem Querschnitt als Antennenträger verwendet. Dieser Sendemast war ursprünglich Bestandteil der 1964 errichteten Viermast-Richtantenne des Bodenseesenders in Meßkirch-Rohrdorf. Er wurde in den 1970er Jahren abgebaut und 1981 in Trebur wiederaufgebaut.

Sport

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Die Fußballmannschaften des TSV 05 Trebur bzw. je nach Altersklasse die SG Trebur/Astheim oder JSG Trebur/Geinsheim/Wallerstätten sind momentan in der Kreisliga Groß-Gerau aktiv. Im Verein des TSV 05 Trebur gibt es neben Fußball auch die Sportarten Volleyball, Tischtennis, Turnen und seit 2021 gehört Cricket - Softball dazu.

Der Verein TV 1886 Trebur hat Abteilungen im Handball, Turnen, Basketball, Leichtathletik, in mehreren Tanzsportarten, Aikido, Rope Skipping und im Tennis.

Regelmäßige Veranstaltungen

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Nachfolgend eine Auswahl der regelmäßigen Treburer Veranstaltungen:

Fastnacht (Fünfte Jahreszeit)

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  • Am Fastnachtssonntag findet im Ortsteil Astheim ein Fastnachtsumzug statt. Neben dem Umzug gibt es noch einige karnevalistische Veranstaltungen.
  • Der Astheimer Carnevalsverein veranstaltet jährlich 2 Damensitzungen, eine Prunksitzung, Kindersitzung und Seniorensitzung in der Bürgermeister-Jakob-Roos Halle in Astheim
  • Die Trewwerer Elfen veranstalten jährlich eine Sitzung im Eigenheim in Trebur.

Frühjahr

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  • Am 27. Mai 2018 waren Trebur und seine Stadtteile Geinsheim und Astheim wie 2014 Bestandteil der alle zwei Jahre stattfindenden Aktion Der Kreis rollt. Die Fahrradroute verlief mitten durch den Ort, viele Vereine und Institutionen beteiligten sich mit Ständen und Ausstellungen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Sommer

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  • Die Gemeinde Trebur veranstaltet seit 1993 das „Trebur Open Air“-Festival auf dem Platz neben dem Fritz-Becker-Freibad, auf dem alljährlich etwa 50 Bands spielen. Das Festival wird unter der Leitung der Kinder- und Jugendförderung der Gemeinde in Kooperation mit dem Kulturverein Trebur e. V. organisiert. Da es sich um eine Non-Profit-Veranstaltung handelt, wird die gesamte Arbeit von rund 200 ehrenamtlichen Helfern übernommen. Das Open Air zieht Jahr für Jahr etwa 7.000 Menschen nach Trebur.
  • In Trebur findet die Kerb am Sonntag nach Laurentius, dem 10. August, statt. Der 10. August ist der Todes- und Gedenktag des heiligen Laurentius. Die 10-tägige Kerb (Samstag bis Dienstag mit dem „Kerwedorf“) findet am nachfolgenden Wochenende mit der sogenannten Nachkerb ihren Abschluss. Hauptakteure sind die sog. „Kerweborsch“ und „Kerwemädscher“. Für die aktiven Kerweborsch und Kerwemädscher endet die Kerb mit dem traditionellen „Legen“ des Kerwebaumes am Nachkerwemontag.

Herbst

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  • Seit 2001 veranstaltet der Gewerbeverein Trebur Ende September unter dem Motto „Spaß uff de Gass“ ein großes Straßenfest mit einem bunten Programm aus Modenschauen, Tanzeinlagen und einem verkaufsoffenen Sonntag im Ortskern von Trebur.
  • Zum Abschluss der Oktoberfestsaison veranstaltet der Gewerbeverein Trebur e. V. am letzten Oktoberwochenende das „Treburer Oktoberfest“ im großen Festzelt.

Winter

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Wirtschaft und Infrastruktur

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Flächennutzung

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Das Gemeindegebiet umfasst eine Gesamtfläche von 5014 Hektar, davon entfallen in ha auf:<ref name="Hstat" />

Nutzungsart 2011 2015
Gebäude- und Freifläche 341 346
davon Wohnen 183 183
Gewerbe 22 24
Betriebsfläche 53 33
davon Abbauland 45 24
Erholungsfläche 31 32
davon Grünanlage 21 21
Verkehrsfläche 261 260
Landwirtschaftsfläche 3673 3567
davon Moor 0 0
Heide 0 0
Waldfläche 136 222
Wasserfläche 412 449
Sonstige Nutzung 107 106

Wirtschaftsstruktur

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Wirtschaft und Infrastruktur sind in Trebur von der Zugehörigkeit zum Ballungsraum Frankfurt-Rhein-Main geprägt sowie von der Nähe zum Frankfurter Flughafen und zu den Opelwerken in Rüsselsheim am Main.

Trebur wurde im Februar 2006 für den möglichen Standort eines Kernkraftwerks in Erwägung gezogen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Straßenverkehr

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Durch Trebur und das Gemeindegebiet führen in West-Ost-Richtung die Landesstraße 3040 von Ginsheim nach Nauheim und in Nord-Süd-Richtung die Landesstraße 3012 von Rüsselsheim am Main nach Geinsheim. Letztere trifft in Geinsheim auf die Landesstraße 3094, die in Groß-Gerau beginnt und am Kornsand an der Rheinfähre endet. Durch die tagsüber verkehrende Rheinfähre besteht Anschluss an die linksrheinischen Bundesstraßen 9 und 420 bei Oppenheim und Rheinhessen.

Krankenhaus

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Trebur verfügt über kein eigenes Krankenhaus. Die nächstgelegenen Krankenhäuser sind das GPR Klinikum Rüsselsheim und das Kreiskrankenhaus im benachbarten Groß-Gerau.

Geothermie

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Datei:Tiefenbohrungen Geothermie Trebur.jpg
Tiefenbohrungen für die Errichtung eines Geothermiekraftwerks 2016

Zwischen März und September 2016 fanden im Auftrag des Überlandwerk Groß-Gerau Tiefenbohrungen für ein Geothermiekraftwerk östlich von Trebur statt. Hier sollte das erste Tiefengeothermiekraftwerk in Hessen entstehen. Die Bohrungen wurden nach einer Tiefe von über 4000 Metern beendet, da nicht ausreichend Thermalwasser gefunden wurde. Dies führte zur Einstellung des Projekts.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Persönlichkeiten

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Literatur

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  • Vorlage:MerianTopo
  • Gesellschaft Heimat und Geschichte: Archivbilder Trebur. Sutton Verlag, Erfurt 2006, ISBN 978-3-86680-043-4.
  • Wolfgang Kraft, Dieter Wolf: 1150 Jahre Trebur – ein Beitrag zur ältesten Geschichte „Triburs“. In: Gesellschaft Heimat und Geschichte e. V. Trebur (Hrsg.): Jahresbericht 1973. Gesellschaft Heimat und Geschichte e. V. Trebur. Trebur 1973/1974.
  • Vorlage:HessBib
  • Vorlage:DNB-Portal
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Vorlage:Commonscat

Anmerkungen und Einzelnachweise

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Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="Adr-LG-HD"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="RB1937"> Vorlage:HessAmtsBL </ref> <ref name="SL2000"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="KW72"> Vorlage:HessAmtsBL </ref> <ref name="Z2011A"> Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="Z2011E"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="Z2011S"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="Z2011M"> Vorlage:Zensus-BRD </ref> </references>

Vorlage:NaviBlock

Vorlage:Normdaten