Gerhard Seyfried

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Gerhard Seyfried (2004)

Gerhard Seyfried (* 15. März 1948 in München)<ref name="Biographie" /> ist ein deutscher Comiczeichner, Karikaturist und Schriftsteller. Seyfried machte sich international einen Namen als grafischer Chronist der links-alternativen Szene,<ref name="A.M.&M.H." /> die er auf humorvolle Weise und mit viel Wortwitz karikierte. Besonders beliebt wurden seine großformatigen Wimmelbilder als Plakate.<ref>„Wimmelbilder malen Sie immer noch.“ G.S.: „Die werden verlangt, da stehen die Leute drauf! Für den Paritätischen Wohlfahrtsverband habe ich letztes Jahr eins gemacht.“ In: „Die Grünen werden mir unheimlich“. In: taz, 24. September 2017.</ref> Seit den 2000er Jahren veröffentlicht er akribisch recherchierte<ref name="P.P." /> historische Romane, die meist in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg spielen.

Leben

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Sein Vater Fritz Seyfried<ref name="P.L.">Philipp Lichterbeck: Pop! Stolizei! In: Der Tagesspiegel, 14. März 2008.</ref> arbeitete als Einkaufsleiter und seine Mutter war bei der Bundesbahn beschäftigt. Gerhard Seyfried wuchs mit seiner drei Jahre jüngeren Schwester Sylvia in einfachen, aber behüteten Verhältnissen in München-Pasing auf.<ref name="P.P.">Plutonia Plarre: „Die Grünen werden mir unheimlich“. In: taz-Berlin, 24. September 2017, Interview.</ref> Von 1963 bis 1967 machte er eine Lehre zum Industriekaufmann, die er jedoch kurz vor der Prüfung abbrach.<ref name="P.P." /> Nach der Lehrzeit durfte er noch ein Jahr lang ein Praktikum bei dem Grafiker der Werbe-Abteilung machen und konnte so noch „sehr, sehr viel“ lernen.<ref name="K.H."> Katrin Heise: Gerhard Seyfried. Der Comic-Zeichner aus der Sponti-Szene. In: Deutschlandfunk, 21. März 2018, Interview.</ref> Eine weitere Ausbildung zum Gebrauchsgrafiker in München schloss sich an. Als er den Einberufungsbescheid zur Bundeswehr bekam, fragte er Kriegsdienstgegner um Rat. Diese vermittelten ihn zu einem Nervenarzt, der ihn wegen eines früheren Oberkieferrisses wehruntauglich schrieb, da er damit keinen Stahlhelm tragen durfte.<ref name="P.P." /> Sein Vater unterstützte ihn in dem Wunsch, den Wehrdienst zu verweigern.<ref name="K.H." /><ref name="P.L." /> 1967 durfte er wegen seiner besonderen zeichnerischen Begabung und trotz fehlendem Abitur Malerei und Grafik an der Münchner Akademie für das Graphische Gewerbe studieren.<ref name="P.P." /> Ende 1969 wurde er aus der Akademie entlassen wegen der Rädelsführer­schaft von Streiks gegen die Notstandsgesetze – offiziell wegen mangelnder Begabung.<ref name="R.S." />

Ab 1970 arbeitete er als selbstständiger Grafiker und Karikaturist für Werbeagenturen, lokale Firmen und das Münchner Stadtmagazin Blatt. Von 1971 an bezeichnete sich Seyfried als freischaffender Karikaturist. Seine Freundschaft mit Fritz Teufel und anderen linksorientierten Aktivisten<ref>Materialien 1980. Langweilig war’s auch nicht. Gerhard Seyfried im Gespräch mit Ziska Riemann. In: protest-muenchen.sub-bavaria.de. Entnommen aus: Seyfried. Die Werke. Alle! Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-86150-780-2, 68 ff.</ref> hatte zur Folge, dass seine zwölfköpfige<ref name="P.P." /> Wohngemeinschaft, die Blatt-Redaktion, häufig von der Polizei durchsucht wurde. Seyfried schätzt eine Summe von insgesamt 20 Hausdurchsuchungen<ref name="N.K." /> und „ein paar Dutzend“ Festnahmen,<ref name="P.P." /> obwohl er „nichts weiter als eine Randfigur“ war.<ref name="P.P." /> Diese „endlosen Polizeischikanen“<ref name="graswurzel" /> waren für ihn ein gewichtiges Motiv, 1976 von München nach Berlin zu ziehen.<ref name="N.K.">Nicole Köster: Vorlage:Webarchiv In: SWR, Leute, 8. März 2018, Gespräch, 30:32 Min.</ref> Doch „in Berlin ging das dann weiter. Erst Ende der 70er haben sie mich in Ruhe gelassen.“<ref name="P.P." />

West-Berlin

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Seit 1976 bildet West-Berlin den Hintergrund seiner Comics und Cartoons. Die Geschichten sind in der links-alternativen Hausbesetzerszene und Ökologiebewegung angesiedelt, die Seyfried satirisch und liebenswürdig zugleich aufs Korn nimmt. Seyfrieds Zeichnungen und Plakate gehörten in den Wohngemeinschaften der Bundesrepublik Deutschland zum festen Inventar.<ref name="R.S.">Regine Seipel: Caricatura-Museum. Cartoons über Haschisch. In: Frankfurter Rundschau, 25. September 2015.</ref> „In den späten 1970er und bis Mitte der 1980er Jahre war Seyfried denn auch der meist geklaute Zeichner der Republik – die Zahl der Raubdrucke in Schülerzeitungen und Szeneblättern war Legion“.<ref name="Ma.Fr." /> Zu einem Markenzeichen wurde seine Comic-Figur Zwille, ein schwarzes anarchistisches Männchen mit kugelförmig abstehenden Kopf- und Barthaaren, das breit grinsend oft eine an der Zündschnur glimmende, kugelförmige Bombe in der Hand hält. Darüber hinaus erhält er bis heute von Polizisten aus aller Welt Anfragen nach Plakaten, auf denen Polizisten mit den Knollennasen abgebildet sind.<ref name="A.M.&M.H." />

Nach dem Verkaufserfolg seiner Karikaturensammlung aus dem Münchner Blatt „Wo soll das alles enden“ verbrachte er von 1978 an mehrere Studienaufenthalte in den Vereinigten Staaten. In San Francisco traf er seine Vorbilder Gilbert Shelton und Paul Mavrides, die zu seinen Freunden wurden. Diese Begegnungen lösten bei ihm einen Wandel im Selbstverständnis aus: „Von da an begriff er sich nicht mehr „nur“ als Polit-Cartoonist der Szene, sondern als Künstler, der auch einmal längere Geschichten erzählt.“<ref name="Ma.Fr." /> Seine erste längere Bildgeschichte war Invasion aus dem Alltag (1980) über eine Invasion West-Berlins durch Außerirdische, darauf folgte sein Beitrag zum Comicsammelband Irrwitz-Comics (1983) über die Westberliner Szene und Das Schwarze Imperium (1984), eine Politsatire mit Elementen des Agententhrillers. Seyfried übersetzte später gemeinsam mit Harry Rowohlt die Geschichten der Underground-Comicserie The Fabulous Furry Freak Brothers von Shelton und Mavrides.

1984 zog er von seiner instandgesetzten Wohnung in Kreuzberg in das bürgerliche Charlottenburg um, da er dort die notwendige Ruhe zum Arbeiten fand.<ref>Michael Sontheimer, Peter Wensierski: Berlin – Stadt der Revolte. Ch. Links Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-86284-413-5, S. 279.</ref>

Ab 1990

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1990 lernte er Ziska Riemann (* 1973) kennen. Mit dieser Beziehung wechselte seine Themenwahl zum dystopischen Science-Fiction. „Für meine Fans war das ein riesiger Schock. Comics die nicht lustig sind. Düstere Science Fiction.“<ref name="N.T." /> Seyfried veröffentlichte mit seiner „Freundin und Kollegin Ziska“<ref>Gerhard Seyfried: Vorlage:Webarchiv. In: taz, 17. März 2008.</ref> vier Comic-Alben. Das Künstlerduo nannte sich die „Harmonian Anarchists“<ref name="graswurzel" /> und hatte 2008 noch Material für weitere „drei Comicbände, die wir liebend gerne machen würden.“<ref name="N.T.">Natalie Tenberg: Gerhard Seyfried wird 60: „Ich sage nicht, Bullen seien Schweine“. In: taz, 15. März 2008, Interview.</ref> Wegen des geringen Verdienstes bei Comicalben blieb es beim Projekt: „In Deutschland kann man davon nicht leben. Für ,Starship Eden', das letzte gemeinsame Buch mit meiner Kollegin Ziska Riemann haben wir hinterher einen Stundenlohn von fünf Mark ausgerechnet.“<ref name="N.N.">N.N.: Jenseits von Kreuzberg liegt Afrika. In: Die Welt, 12. Februar 2003.</ref>

1996 schrieb er mit Mathias Bröckers Hanf im Glück. Seyfried zeichnete u. a. ein satirisches „Conspiracy Diagramm“ für das 9/11-Buch von Mathias Bröckers, das 2002 zweimal wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen beschlagnahmt wurde.<ref>Seyfrieds Conspiracy Diagramm beschlagnahmt. In: Heise online / Dienstraum, Freitag, 15. November 2002.</ref><ref>Das Verschwörungsdiagramm 1</ref> Nach einem Arbeitsaufenthalt im Jahr 2003 zusammen mit Bröckers in Solothurn (Schweiz) kehrte er 2004 nach Berlin zurück.<ref>Lars von Törne (lvt): Flucht aus Solothurn. Gerhard Seyfried will zurück nach Berlin. In: Der Tagesspiegel, 19. Juni 2004.</ref>

Gerhard Seyfried arbeitete gelegentlich auch als Übersetzer, Modellbauer, Fotograf und Journalist.<ref name="Biographie" /> Er besitzt eine Sammlung internationaler Polizeisterne.<ref>Peter Backof: Gerhard Seyfried im Caricatura-Museum. In: Deutschlandfunk, 29. September 2015, kommentiertes Interview: „... und auch die Polizeisternsammlung, die Gerhard Seyfried angeblich besitzen soll, gibt es. Wo bitte bekommt man Polizeisterne her? "Auf Demos, wo sonst. Die meisten sind selbstgepflückt, das ist Voraussetzung für die Polizeisternsammlung." “</ref>

Die Bibliothek seines Vaters, die zu einem Teil aus einer Kolonialbibliothek mit Erinnerungen und Abenteuerromanen bestand,<ref name="N.N." /> weckte in ihm später den Wunsch zur Erforschung der deutschen Geschichte vor dem Ersten Weltkrieg. Nach dem Herero-Aufstand (2003) und der Münchner Stadt- und Spaßguerilla (2004) schildert Seyfrieds dritter historischer Roman Gelber Wind (2008) abermals einen Aufstand von Unterdrückten, diesmal den sogenannten Boxeraufstand 1900 in Peking.

Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele in Friedrichshain-Kreuzberg war der einzige Politiker, für den der Anarchist Seyfried politische Werbung machte, da Ströbele im Gegensatz zu Bündnis 90/Die Grünen Kriegseinsätze der Bundeswehr ablehnt.<ref name="P.P." /> Seine Plakate mit den beliebten Wimmelbildern trugen 2002, 2005 und 2009 zum Erfolg für das erste Direktmandat eines grünen Bundestagsabgeordneten bei.<ref>Helke Ellersiek: „Die Grünen passen mir nicht mehr“. In: Tagesspiegel, 3. September 2017, Interview.</ref> Seit 2013 unterstützt Seyfried Die Linke mit Wahlkampf-Plakaten.<ref>Aert van Riel: Revolution? Nein! Linkspartei stellt ihre Wahlkampagne zur Bundestagswahl vor. Comickünstler Gerhard Seyfried wird im Wahlkampf die Großveranstaltungen der Linkspartei bebildern. In: Neues Deutschland, 18. Juli 2013.</ref>

Von Juni 2006 bis Oktober 2010 veröffentlichte Seyfried einen Blog in der Internet-Ausgabe der Berliner Tageszeitung taz, in dem er seinen Wort- und Bilderwitz vorstellen konnte. Bis heute durfte er jedoch nicht in einer Tageszeitung eine Cartoon-Kolumne publizieren, was sein Freund Arnulf Rating empört zum Ausdruck brachte anlässlich der Eröffnung einer Seyfried-Retrospektive in der Frankfurter caricatura.<ref>Video: Wort trifft Zeichenstift: Gerhard Seyfried und Arnulf Rating. In: Arnulf-Rating-Blog, 27. September 2015, 3:58 Min., ab 1:25 Min.</ref>

Weil Seyfried nicht allein von seinen politischen Comics und Plakaten leben kann, musste er in der Regel kommerzielle grafische Auftragsarbeiten übernehmen.<ref>„Mit den Aufträgen ist es auch so gewesen, dass ich nicht für jedermann arbeiten kann. Ich könnte nicht für die CDU arbeiten oder für Rechte oder für die Bild-Zeitung. Ganz ausgeschlossen, da sträubt sich die Feder [...] Das verringert mein Einkommen weiter. Ich hätte schon noch andere Aufträge haben können, aber mach' ich die einfach nicht.“ Seyfried in: Vorlage:Webarchiv In: SWR1, Leute, 8. März 2018, Gespräch mit Nicole Köster, Zitat ab 5:43 Min., Video-Datei, 30:32 Min.</ref> Das Schreiben historischer Romane ab 2003 besserte seine Einnahmen.<ref name="A.M.&M.H.">Anke Myrrhe, Maris Hubschmid: „Ich bin nach Bedarf links“. In: Der Tagesspiegel, 9. Dezember 2011, Interview.</ref> Die wenig ertragreiche Liebe zu seinen Bildergeschichten habe mit dazu beigetragen, keine Familie gründen zu können.<ref>„Ich bin nie erwachsen geworden [...] Ich hab' keine Familie und nix, hatte das auch nie vor und hätte auch nie im Leben eine Familie ernähren können. Es ist schwer genug, mich selber über Wasser zu halten. Gut, das kann man als verrückt bezeichnen, wenn man einen ordentlichen Beruf hat, aus dieser Sicht [...] Ich bin glücklich, dass ich so durch all diese Schwierigkeiten gekommen bin, ohne dass ich irgendeinen Plan hab'. Ich hab' nie irgendwas in meinem Leben geplant, alles stößt mir durch Zufall zu.“ Seyfried in: Vorlage:Webarchiv In: SWR1, Leute, 8. März 2018, Gespräch mit Nicole Köster, Zitat ab 7:42 Min., Video-Datei, 30:32 Min.</ref> Insgesamt veröffentlichte er bis 2018 fünfzehn Comic-Alben.<ref name="P.P." />

Arbeitsweise

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Mit Flucht aus Berlin (1989/90) änderte er seinen Zeichenstil und wechselte von der „wuselige[n] Linie, die sich um die winzigsten Kleinigkeiten kringelt“ (F. W. Bernstein)<ref name="Ma.Fr." /> zur ligne claire. Zur Kolorierung seiner Figuren benutzt er mittlerweile den Computer: „Ich zeichne mit Bleistift, pause es dann mit Tusche durch, koloriere aber nicht mehr mit der Hand. Das ist zu teuer und zu giftig.“<ref name="P.P." /> Seine Kollegin Ziska urteilte: „Er ist sehr präzise und ein unheimlich guter Techniker.“<ref name="graswurzel">Bernd Drücke: NATO raus aus dem schwarzen Afghanen! In: graswurzelrevolution, Oktober 2007, Nr. 322, Interview mit Gerhard Seyfried und Ziska Riemann.</ref> Wenn er allein an einem neuen Comicband arbeitet, verzichtet er auf ein „Storyboard“, also ein visualisiertes Szenenbuch, und verlässt sich ganz auf seine spontane Intuition.<ref>„Arbeiten Sie nach Drehbuch?“ G.S.: „Ich habe das ausprobiert, aber da geht bei mir die Spontaneität flöten. Ich mache das wieder im Blindflug. Ich denke mich von Bild zu Bild und weiß deshalb selbst noch nicht, wie es ausgeht.“ In: „Die Grünen werden mir unheimlich“. In: taz, 24. September 2017.</ref> Lediglich bei den Comic-Alben, die zusammen mit Ziska entstanden, wurde gemeinsam ein Storyboard entwickelt.<ref>Ulrike Timm: Dr. Phob. Schräublelocker, Facebook und der Überwachungsstaat. In: Deutschlandfunk Kultur, 22. Oktober 2010, Interview: „Beim Comic ist das anders, da müssen wir uns die Geschichte vorher ausdenken so im Groben erst mal, ungefähr wissen, was das werden soll, und dann fangen wir an, das zu skizzieren, machen, verfeinern das immer mehr, durchdenken das immer mehr und machen ein Storyboard genau wie beim Film.“</ref>

Beim Verfassen seiner historischen Romane dagegen rekonstruiert er zuerst das „Gerüst der historischen Ereignisse“.<ref name="N.T." /> Dazu beschränkt er sich jedoch nicht auf die historisch-wissenschaftliche Sekundärliteratur, sondern recherchiert in Archiven nach Originaldokumenten und Primärquellen. Hilfreich sind für ihn auch alte Fotografien, da er daraus „eine Unmenge an Sachen herauslesen“ kann.<ref name="N.T." /> Erst am Ende der Recherchen verbindet er den Zusammenhang der Ereignisse mit fiktiven Figuren, die vor allem als Beobachter agieren.<ref name="N.N." />

Auszeichnungen

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Werke

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Comics

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  • Wo Soll Das Alles Enden. Kleiner Leitfaden durch die Geschichte der undogmatischen Linken. Rotbuch Verlag, Berlin 1978, (und Sonderausgabe 1998), ISBN 3-434-53137-8.
  • Freakadellen und Bulletten. Elefanten Press, Berlin 1979, ISBN 978-3885200192.
  • Invasion aus dem Alltag.<ref>Christian Schultz-Gerstein: Wunsch-Träume vom unregierbaren Menschen. In: Der Spiegel, 3. August 1981, Nr. 32, Besprechung von Invasion aus dem Alltag, (PDF; 388 kB).</ref> Rotbuch Verlag, Berlin 1980, ISBN 3-88022-245-2.
  • mit Wolfgang Stein, Tomas Bunk, Detlef Surrey und Hansi Kief: Irrwitz – Comic. Weismann Verlag, München 1983, ISBN 3-88897-002-4.
  • Das Schwarze Imperium. Rotbuch Verlag, Berlin 1984, ISBN 3-88022-711-X.
  • mit Gilbert Shelton und Paul Mavrides: The fabulous furry Freak Brothers – Wunderwarzenschwein und andere Stories aus den Sechzigern, Rotbuch Verlag, Berlin 1989, ISBN 3-7632-3597-3.
  • Flucht aus Berlin. Rotbuch Verlag, Berlin 1990, ISBN 3-88022-756-X.
  • mit Ziska Riemann: Future Subjunkies. Rotbuch Verlag, Berlin 1991, ISBN 3-88022-777-2.
  • mit Gilbert Shelton und Paul Mavrides: Freak-Brothers-Story. (Phineas' Big Show) 1992.
  • mit Ziska Riemann: Space Bastards. Rotbuch Verlag, Berlin / Hamburg 1993, ISBN 3-88022-794-2.
  • Let The Bad Times Roll. Rotbuch Verlag, Hamburg 1997, ISBN 978-3-88022-640-1.
  • Bullen, Bonzen und Berliner, Wimmelbilder. Rotbuch Verlag, Hamburg 1998, ISBN 3-88022-681-4.
  • mit Ziska Riemann: Starship Eden. Carlsen Verlag, Hamburg 1999, ISBN 3-551-73781-9.
  • Seyfrieds Cannabis Playing Cards. Die Kiffer Karten: Bube, Dame, König, Gras. (Skat­kartenspiel), Nachtschatten Verlag, Solothurn 2000, ISBN 3-907080-65-3.
  • Seyfrieds Cannabis Collection. Kiff-Cartoons 1973–2003. Nachtschatten Verlag, Solothurn 2003, ISBN 3-907080-97-1.
  • mit Ziska Riemann: Seyfried. Die Werke. Alle! Sämtliche Cartoons, Illustrationen, Poster und Gemälde sowie Skizzen und Entwürfe. Zweitausendeins, Frankfurt 2007, ISBN 978-3-86150-780-2.
  • mit Ziska Riemann: Kraft durch Freunde. Zweitausendeins, Berlin 2010, ISBN 978-3-942048-13-2.
  • Gerhard Seyfried. Meister der komischen Kunst. Anthologie, Ausstellungsband des caricatura museums, hrsg. von WP Fahrenberg. Antje Kunstmann Verlag, München 2014, ISBN 978-3-88897-945-3.
  • Schilderguerilla. Westend Verlag, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-86489-153-3.
  • Zwille – The Law returns to Kreuzberg! Westend / fifty-fifty, Frankfurt 2018, ISBN 978-3946778066.

Romane

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  • Herero. Roman mit historischen Fotografien und Karten. Eichborn, Berlin 2003, ISBN 3-8218-0873-X.
  • Herero. Roman ohne Illustrationen. Aufbau-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-7466-2026-0.
  • Der schwarze Stern der Tupamaros. Eichborn Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-8218-0754-7; Aufbau-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-7466-2271-9.
  • Gelber Wind oder Der Aufstand der Boxer. Eichborn Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8218-5797-8. (Über den Boxeraufstand und die Belagerung der europäischen Gesandtschaften in Peking im Jahr 1900)<ref>Andreas Austilat: Der Boxer-Aufstand. In: Tagesspiegel, 15. Juni 2008, Interview über Seyfrieds „Boxer“-Roman.</ref>
  • Verdammte Deutsche! Spionageroman. Albrecht Knaus Verlag, München 2012, ISBN 978-3-8135-0427-9, (Briten gegen Deutsche kurz vor dem Ersten Weltkrieg).

Literatur

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  • mit Mathias Bröckers: Hanf im Glück. Das Hohe Lied vom Hehren Hanf. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1996, ISBN 978-3-86150-201-2; Nachtschatten Verlag, Solothurn 2014, ISBN 978-3-907080-59-7, Sachbuch mit komischer Lyrik.
  • NATO raus aus dem schwarzen Afghanen! Ein Interview mit Gerhard Seyfried und Ziska Riemann. In: Bernd Drücke (Hrsg.): Anarchismus Hoch 2. Soziale Bewegung, Utopie, Realität, Zukunft. Karin Kramer Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-87956-375-3, S. 48 ff., online.

Ausstellungen

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vgl. Ausstellungen in:<ref name="Biographie">Vorlage:Webarchiv. In: seyfried-berlin.de, 2007.</ref>

Filme

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  • Comiczeichner Gerhard Seyfried. Fernseh-Reportage, Deutschland, 2018, 4:48 Min., Buch und Regie: Steffen Prell, Produktion: rbb, Redaktion: Stilbruch, Erstsendung: 11. März 2018 bei rbb, Vorlage:Webarchiv.
  • Gerhard Seyfried, Comic-Zeichner. Kultfigur der linksalternativen Szene in Berlin. Gespräch, Deutschland, 2018, 30:32 Min., Moderation: Nicole Köster, Produktion: SWR, Reihe: Leute, Erstsendung: 8. März 2018 bei SWR1, online-Video von SWR.
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Interviews

Einzelnachweise

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<references responsive />

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