Wassersterne

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Wassersterne (Callitriche) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae).

Beschreibung

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Datei:Callitriche brutia Habitus 2011-2-13 SierraMadrona.jpg
Stielfrüchtiger Wasserstern (Callitriche brutia)
Datei:Callitriche cophocarpa.jpg
Stumpfkantiger Wasserstern (Callitriche cophocarpa)
Datei:Illustration Callitriche palustris0.jpg
Sumpf-Wasserstern (Callitriche palustris), Illustration
Datei:Callitriche stagnalis FuenteSanLorenzo Enfoque 2009-9-13 SierraMadrona.jpg
Teich-Wasserstern (Callitriche stagnalis)

Vegetative Merkmale

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Die Wassersterne sind kriechende auf dem Boden oder teilweise oder ganz unter der Wasseroberfläche lebende, ein- bis mehrjährige krautige Pflanzen. Die Sprossachse wächst fadenförmig und ist mit gegenständigen, nebenblattlosen Laubblättern besetzt. Die Form und Anordnung der Blätter variiert stark in Abhängigkeit vom Standort. Unter der Wasseroberfläche befindliche Pflanzen haben oftmals lanzettliche oder linealische Blätter und lange Internodien. Pflanzen, deren Sprossachse über dem Wasser wächst, haben kürzere Internodien, so dass die dann elliptischen oder spatelförmigen Blätter in Rosetten stehen. Terrestrisch wachsende Pflanzen haben meist eiförmige oder fast kreisförmige Blätter. In den Achseln der Sprossachse stehen drüsige Schuppen, sowohl Sprossachse als auch Laubblätter sind mit schuppenförmigen Trichomen besetzt.

Generative Merkmale

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Die Wasserstern-Arten sind einhäusig (monözisch) oder zweihäusig (diözisch) getrenntgeschlechtig. Die eingeschlechtigen Blüten stehen in den Achseln und kommen entweder einzeln oder paarweise mit einer männlichen und einer weiblichen Blüte vor. Eine Blütenhülle ist nicht vorhanden, zwei Tragblätter sind halbmondförmig ausgeprägt oder fehlen ebenfalls. Die männliche Blüten bestehen meist nur aus einem einzelnen, selten bis zu drei Staubblatt/Staubblättern mit einem schlanken Staubfaden und einem nierenförmigen Staubbeutel. In den weiblichen Blüten sind zwei Fruchtblätter zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen, der durch eine falsche Scheidewand in vier Kammern geteilt ist. In jeder Fruchtknotenkammer befindet sich eine einzelne anatrope Samenanlage. Die zwei freien Griffel sind fadenförmig.

Die Frucht ist eine Zerfallfrucht, die in vier einsamige, mehr oder weniger geflügelte Teilfrüchte zerfällt. Die Samen besitzen ein fleischiges Endosperm.

Systematik und Verbreitung

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Die Gattung Callitriche wurde durch Carl von Linné aufgestellt. Der Gattungsname Callitriche leitet sich von griechischen Wörtern kallos für körperliche Schönheit und thrix und trichos für Haar (wegen der Wuchsform) ab.

Die Stellung der Gattung Callitriche innerhalb der Bedecktsamer war wegen eines Mangels an Merkmalen, insbesondere wegen der stark reduzierten Blüten, lange unklar. Zum Teil wurden sie in einer monogenerischen Familie Callitrichaceae geführt. Sie werden nach Erkenntnissen der Molekularbiologie in die Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) eingeordnet.

Die Gattung der Wassersterne (Callitriche), kommt mit 25 bis 30 Arten weltweit (mit Ausnahme Südafrikas) vor.

In Deutschland wurden folgende Wasserstern-Arten nachgewiesen:<ref name="Breitfeld01" />

Weitere Arten in Europa und im Mittelmeerraum sind:

Dazu wurden aus Nordamerika eingeschleppt und sind in Frankreich stellenweise eingebürgert die Arten:<ref name="Euro+Med" />

Weitere Arten sind:

Quellen

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Einzelnachweise

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<references> <ref name="GRIN"> Vorlage:GRIN </ref> <ref name="FloraWeb"> Callitriche bei Floraweb. </ref> <ref name="Breitfeld01"> Matthias Breitfeld: Hilfe zum Sammeln und Bestimmen von Arten der Gattung Callitriche (Wassersterne). In: Mitteilungen zur floristischen Kartierung in Sachsen-Anhalt. Band 6, 2001, S. 35–41 Vorlage:Webarchiv. </ref> <ref name="Euro+Med"> Pertti Johannes Uotila, 2013: Plantaginaceae. Datenblatt Callitriche In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="FloraEuropaea1972"> Henriette Dorothea Schotsman: Callitriche L. In: Thomas Gaskell Tutin et al.: Flora Europaea. Band 3, Cambridge University Press 1972. Seite 123–126. </ref> <ref name="nzpcn"> Callitriche antarctica bei New Zealand Plant Conservation Network. </ref> </references>

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