Lychen

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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland

Datei:Raft carrying tourists Lychen.JPG
Flöße auf dem Oberpfuhl

Die uckermärkische Stadt Lychen [[[:Vorlage:IPA]]] ist ein inmitten des Naturparkes Uckermärkische Seen gelegener staatlich anerkannter Erholungsort im Landkreis Uckermark im Norden Brandenburgs. Lychen führt die Zusatzbezeichnung Flößerstadt.<ref name="Flößerstadt" /> Durch ihre Lage im Neustrelitzer Kleinseenland ist sie ein beliebtes Urlaubsziel.

Geografie

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Naturräumlich ist Lychen Teil des Neustrelitzer Kleinseenlandes. Die Stadt liegt zwischen sieben uckermärkischen Seen: Wurlsee, Großer Lychensee, Nesselpfuhl, Stadtsee, Oberpfuhl, Zenssee, Platkowsee. Das Stadtgebiet umfasst noch weitere Seen wie den Großen Küstriner See oder den Mellensee. Im Süden hat Lychen Anteil am Waldgebiet Himmelpforter Heide mit dem ehemaligen Truppenübungsplatz Tangersdorf; das Gebiet gehört zum Naturschutzgebiet Kleine Schorfheide. Über die Woblitz ist Lychen mit der Oberen Havel-Wasserstraße, über den Küstriner Bach mit der Feldberger Seenlandschaft verbunden. Im Norden grenzt das Gebiet Lychens an den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, im Westen an den Landkreis Oberhavel.

Stadtgliederung

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Laut ihrer Hauptsatzung<ref name="Hauptsatzung" /> gliedert sich die Stadt Lychen (neben dem Kern der Stadt) in drei Ortsteile und Gemeindeteile:<ref name="Dienstleistungsportal" />

Zur Kernstadt Lychen gehören die Gemeindeteile Küstrinchen, Seeberg, Tangersdorf und Türkshof.

Datei:Lychen-stadtsee.jpg
Stadtsee

Dazu kommen noch die Wohnplätze: Am Großen Lychensee, Ausbau Lüder, Beenzer Ausbau, Beenzhof, Birkental, Bohmshof, Brennickenwerder, Collinshof, Drei Seen, Dünshof, Fegefeuer, Georgenhöhe, Heckenhaus, Hinterfeld, Kolbatzer Mühle, Kuckuckswerder, Langes Werder, Lexoshof, Lindenhof, Marienhof, Mückenfang, Punskuhl, Reiherhals, Sängerslust, Schleusenhof Regow, Schlüßhof, Schreibermühle, Seeblick, Süßer Grund, Tonkünstlerheim, Vorderfeld, Wuppgarten und Zenshaus.<ref name="Dienstleistungsportal" />

Geschichte

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Anfänge

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Datei:Lichem1652 hand colored.jpg
Das alte Lychen (Lichem) im Jahr 1652
Datei:Lychen Urmesstischblatt 2745-1825.jpg
Lychen auf dem Urmesstischblatt 2745 Blatt Lychen von 1825. (K.O. = Kalkofen)

Die urkundliche Ersterwähnung erfolgte im Jahr 1248 als in Liechen. Die Schreibweise Lychen gilt für 1299 als nachgewiesen. Erste Funde einer Besiedlung des Lychener Gebiets stammen aus der Mittleren Steinzeit. Im Zuge der Völkerwanderung (5.–6. Jahrhundert) siedelten sich Slawen an. Ihre Siedlungen legten sie auf Inseln und Halbinseln an und errichteten Fluchtburgen, wie z. B. den Burgwall (jetziges Hotel „Lindenhof“) auf einer Halbinsel im Wurlsee.

Markgraf Johann I. gründete 1248 die Stadt. Sie bekam eine sechs Meter hohe Stadtmauer und drei Tortürme, von denen das Fürstenberger Tor und das Stargarder Tor nur noch in einigen Teilen erhalten sind. Im Jahr 1976 stürzte bei einem starken Sturm der Stargarder Torturm zusammen. Infolge kriegerischer Auseinandersetzungen fiel Lychen 1302 an Mecklenburg. 150 Jahre später eroberte der Markgraf Johann von Brandenburg die Stadt zurück und sie kam nach dem Frieden zu Wittstock wieder zu Brandenburg. Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) und zwei Großfeuer (1648 und 1732) vernichteten mehrmals fast die gesamte Stadt. Während des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) kam Lychen unter schwedische Besetzung.

Teile des heutigen Stadtgebietes waren im Mittelalter Besitz des Klosters Himmelpfort. Linow gehörte 1299 zur Erstausstattung des Klosters und fiel nach 1342 wüst. 1307 kamen Rudow und Tangersdorf in den Besitz des Klosters und fielen nach 1342 ebenfalls wüst. Rutenberg war seit 1309 teilweise, und seit 1317 vollständig im Besitz des Klosters.

19. Jahrhundert bis heute

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Seit 1849 bestanden in Preußen Kreisgerichte. Das Kreisgericht Templin war dem Kammergericht nachgeordnet. In Lychen bestand eine Zweigstelle (Gerichtskommission) des Kreisgerichts Templin. Im Rahmen der Reichsjustizgesetze wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Stattdessen bestand von 1879 bis 1952 das Amtsgericht Lychen.

Die Eröffnung der Bahnstrecke Britz–Fürstenberg im Jahre 1899 brachte eine wirtschaftliche Entwicklung Lychens mit sich. Bis 1910 wurden eine Poststation, Apotheke, Bahnhof und Kapelle errichtet. 1901 erhielt Lychen die erste Telefonverbindung nach Templin und 1903 eine eigene Zeitung – die Lychener Zeitung. Besonders durch die Gründung der Heilstätten entstanden Arbeits- und Ausbildungsplätze beim Bau, in der Druckerei, der Wäscherei, der Haushaltsschule, auf dem Geflügelhof, in der Gärtnerei und im Kurhotel, und Lychen entwickelte sich zum Luftkurort. Anfang der 1930er Jahre verzeichnete Lychen die höchste Zahl an Übernachtungen von Sommergästen in der Provinz Brandenburg. Die Heilstätten betreuten rund 1000 Patienten und beschäftigten 380 Lychener Einwohner.<ref>Standort- und Entwicklungspotential-Studie ehemalige Heilstätten Hohenlychen. Projektvorbereitung. LEG für Städtebau, Wohnen und Verkehr des Landes Brandenburg mbH, 2000, S. 2 (Vorlage:Webarchiv [PDF; 979 kB; abgerufen am 22. August 2014]).</ref>

1923 erfolgte die Abtrennung der Ortschaften Hardenbeck, Rosenow und Warthe vom Amtsgerichtsbezirk Lychen.<ref>Vorlage:Webarchiv In: Lychener Stadtchronik. Stadt Lychen, abgerufen am 22. August 2014 (keine Mementos).</ref> Im Februar 1934 wurden vom NS-HAGO Schilder mit der Aufschrift Deutsches Geschäft herausgegeben. Beim Deutschlandflug vom 13. bis 14. Juni 1938 landeten und starteten über 100 Flugzeuge in Rutenberg.

Datei:Lychen eh Jüdischer Friedhof mit Eiche und Gedenkstein.JPG
Fläche des früheren jüdischen Friedhofs an der Oberpfuhlstraße

In der „Reichspogromnacht“ (Novemberpogrom) wurde der Friedhof der seit dem 15. Jahrhundert im Ort ansässigen Jüdischen Gemeinde in der Stargarder Straße hinter dem Stadttor geschändet und zerstört. In der Firma Heinze und Blankert aus Berlin, die ab 1939 Teile für Granatzünder und MG-Munition herstellte, arbeiteten täglich 20 bis 25 Häftlinge aus dem KZ Ravensbrück. 1942 kaufte die Stadtgemeinde das Gelände des Jüdischen Friedhofs und gestaltete es als kleine Grünanlage. An die Verwüstung des Friedhofs erinnert seit 1970 ein Gedenkstein, den die Jüdische Landesgemeinde Mecklenburg aufstellen ließ. Zusätzlich ließ die Stadtverwaltung eine Gedenktafel am unteren Zugang anbringen, der das Geschehen lebendig hält. Die große, etwa 250 Jahre alte Stieleiche auf dem Hügel wird darin besonders erwähnt.<ref>Information von der Gedenktafel, Stand August 2013.</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref> 1957 wurde Tangersdorf nach Lychen eingemeindet.<ref name="Historisches_Gemeindeverzeichnis" /> Von 1968 bis 1990 befand sich südwestlich von Lychen das Sonderwaffenlager Himmelpfort. Dieses ehemalige Kernwaffendepot der Streitkräfte der Sowjetunion wird auch als Lychen II bezeichnet.

Im Zuge der Ämterbildung 1992 im Land Brandenburg schlossen sich die Gemeinden Beenz, Retzow, Rutenberg und die Stadt Lychen am 10. Oktober 1992 zum Amt Lychen zusammen.<ref name="Zustimmung" /> Das Amt hatte seinen Sitz in der Stadt Lychen. Seit 1996 ist Lychen Staatlich anerkannter Erholungsort. Am 31. Dezember 2001 wurden Beenz, Retzow und Rutenberg in die Stadt Lychen eingegliedert und das Amt Lychen aufgelöst.<ref name="Auflösung" /> Seitdem sind Beenz, Retzow und Rutenberg Ortsteile der Stadt Lychen.

Seit dem 11. Oktober 2008 führt die Stadt Lychen die Zusatzbezeichnung Flößerstadt,<ref name="Flößerstadt">Lychen ist nun Flößerstadt. In: Märkische Allgemeine. 13. Oktober 2008, S. 5.</ref> die aber zunächst nicht Bestandteil des amtlichen Namens war. Die amtliche Bestätigung durch das Innenministerium Brandenburgs erfolgte erst am 23. Mai 2013, was die Stadt dazu berechtigt, die Zusatzbezeichnung auch auf den Ortseingangsschildern zu führen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Datei:Lychens ehem. Bäckerei.jpg
Eingestürzte Haushälfte

Lychen und seine heutigen Ortsteile gehörten von 1817 bis 1952 zum Landkreis Templin (bis 1947 in der preußischen Provinz Brandenburg, 1947–1952 im Land Brandenburg).

Von 1952 bis 1993 waren sie Teil des Kreises Templin (bis 1990 im DDR-Bezirk Neubrandenburg; 1990–1993 wieder im Land Brandenburg). Seit der Kreisreform in Brandenburg im Jahr 1993 gehört Lychen zum Landkreis Uckermark.

Bundesweite Aufmerksamkeit erlangte eine vermutlich durch Gasaustritt verursachte Explosion, bei der am 13. Mai 2022 eine Person schwer verletzt und ein Haus nahe dem Markt stark beschädigt wurde.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> <ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Sanatorium Hohenlychen

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Datei:Lychen Auguste Viktoria Sanatorium 4.jpg
Kaiserin-Auguste-Viktoria-Sanatorium

1903 gründete Gotthold Pannwitz die Heilanstalten Hohenlychen als Volksheilstätten des Volksheilstättenvereins vom Roten Kreuz zur Bekämpfung von Tuberkulose, zunächst zur Behandlung erkrankter Kinder. Nach schrittweiser Erweiterung wurde 1912 die Abteilung XIV, das Kaiserin-Auguste-Viktoria-Sanatorium gebaut und 1913 ein Krankenhaus.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Heilanstalt unter Leitung von Karl Gebhardt zunächst zu einer orthopädischen Klinik und dann zu einem Krankenhaus der Waffen-SS umgestaltet. Hier arbeitete unter anderem der Lungenfacharzt Kurt Heißmeyer, der ab Juni 1944 im KZ Neuengamme Menschenversuche an sowjetischen Kriegsgefangenen vornahm und im November 1944 zwanzig jüdische Kinder im Alter zwischen 5 und 12 Jahren aus Auschwitz mit Tuberkulose infizierte.<ref name="Waltrich" />

Betriebsferienlager

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Zu DDR-Zeiten unterhielten etliche Betriebe in Lychen Ferienobjekte und Ferienlager für die Erholung der Kinder ihrer Betriebsangehörigen, so beispielsweise am Zenssee der VEB Walzwerk Finow und das VEB Kraftfahrzeugwerk „Ernst Grube“ (Werdau) und der VEB Lacke und Farben Berlin im Ortsteil Tangersdorf.

Bevölkerungsentwicklung

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Jahr Einwohner
1875 2 349
1890 2 547
1910 3 208
1925 3 867
1933 3 725
1939 4 332
Jahr Einwohner
1946 3 649
1950 3 663
1964 3 562
1971 3 693
1981 3 542
1985 3 576
Jahr Einwohner
1990 3 537
1995 3 521
2000 3 323
2005 3 905
2010 3 527
2015 3 135
Jahr Einwohner
2020 3 154
2021 3 147
2022 3 135
2023 3 135
2024 3 139

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl Stand 31. Dezember (ab 1991)<ref>Beitrag zur Statistik. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik. Dezember 2006, S. 18–21: 3. Bevölkerung der Gemeinden des Landkreises Uckermark 1875 bis 2005 (Gebietsstand des jeweiligen Jahres) (statistik-berlin-brandenburg.de [PDF; 377 kB]).</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember).</ref>, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Politik

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Stadtverordnetenversammlung

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Datei:Lychen Rathaus 2013-08-10 ama fec.JPG
Rathaus

Die Stadtverordnetenversammlung von Lychen besteht entsprechend der Einwohnerzahl der Stadt<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> aus 16 Stadtverordneten und der hauptamtlichen Bürgermeisterin. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 74,2 % zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024</ref>

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil
2019<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019</ref>
Sitze
2019
Stimmenanteil
2024
Sitze
2024
Wir für Lychen 29,3 % 5
Lychen tut gut (LTG) 40,6 % 7 27,7 % 4
AfD 19,0 % 1
CDU 21,2 % 3 12,2 % 2
SPD 11,5 % 2 11,9 % 2
Schön hier - Gemeinsam für Lychen 26,7 % 4
Insgesamt 100 % 16 100 % 14

Bei der Wahl 2024 entfielen auf die AfD drei Sitze, von denen zwei unbesetzt bleiben, weil die Partei nur einen Kandidaten nominiert hatte.

Bürgermeister

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  • 1998–2002: Dieter Sommerfeld (SPD)<ref>Vorlage:Webarchiv. In: wahlen.brandenburg.de. Der Landeswahlleiter.</ref><ref>Bürgermeister von Lychen. In: Neue Lychener Zeitung. 28. Mai 2014, S. 12 (neue-lychener-zeitung.de [PDF; 1,8 MB]).</ref>
  • 2002–2016: Sven Klemckow (Die Linke)
  • seit 2016: Karola Gundlach (parteilos)

In der Bürgermeisterwahl am 28. Februar 2010 wurde Klemckow mit 74,5 % der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Die Stadtverordnetenversammlung versetzte ihn zum 31. Januar 2016 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand.<ref>Lychens Bürgermeister soll in den Ruhestand gehen. In: Nordkurier. 22. Dezember 2015, abgerufen am 15. Mai 2022.</ref>

In der Bürgermeisterstichwahl am 26. Juni 2016 wurde Karola Gundlach mit 58,0 Prozent der gültigen Stimmen zur neuen Bürgermeisterin gewählt.<ref>Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 26. Juni 2016. In: brandenburg.de, abgerufen am 14. Mai 2022.</ref> Bei der Stichwahl am 30. Juni 2024 wurde sie mit 51,2 % der gültigen Stimmen wiedergewählt.<ref>Landeswahlleiter: Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl in Lychen am 30.6.24</ref> Ihre Amtszeit beträgt acht Jahre.<ref>Brandenburgi-sches Kommunalwahlgesetz, § 74</ref>

Wappen

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Vorlage:Wappenbeschreibung

Flagge

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„Die Flagge ist Blau - Weiß - Rot (1:2:1) gestreift und mittig mit dem Stadtwappen belegt.“

Dienstsiegel

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Das Dienstsiegel zeigt das Wappen der Stadt mit der Umschrift Vorlage:Inschrift.

Städtepartnerschaften

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Partnerstädte von Lychen sind Hopsten in Nordrhein-Westfalen und Czaplinek in der polnischen Woiwodschaft Westpommern.<ref>Partnerstädte. In: lychen.de, abgerufen am 13. Mai 2017.</ref>

Sehenswürdigkeiten

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Datei:Lychen St Johannes.jpg
Stadtkirche St. Johannes
Datei:Timber Rafting Museum in Lychen.JPG
Flößereimuseum
Datei:Lychen Fürstenberger Tor 2013-08-10ama fec.JPG
Fürstenberger Tor
Datei:Lychen Nesselpfuhl Solarboote.JPG
Solarboote auf dem Nesselpfuhl

In der Liste der Baudenkmale in Lychen stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Darüber hinaus gibt es in der Stadt eine katholische und eine neuapostolische Kirche, eine Freilichtbühne, den Malerwinkel und das Cohrs Stift.

Tourismus

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Mit dem Boot erreicht man Lychen von Berlin oder Hamburg über die Havel, durch die Woblitz und den Großen Lychensee. Große Teile der Lychener Umgebung sind Bestandteil des Naturparks Uckermärkische Seenlandschaft. Daher dürfen einige Seen, wie beispielsweise der Wurlsee, nicht mit Motorbooten befahren werden, der Küstrinchener Bach darf bei niedrigem Wasserstand nicht befahren werden, sonst nur bis zur ersten Schleuse (bei Fegefeuer). Lychens Gewässer bieten diverse Möglichkeiten des Wassersports, wie Schwimmen, Tretboot-, Dampfer-, Floß- oder Solarbootfahrten. Die etwa 4 × 2 m großen Solarkatamarane SOL 10, die im Nesselgrund stationiert sind, haben eine Motorleistung von 550 W (0,75 PS) bei einer Geschwindigkeit von 5 km/h (rund 2,7 Knoten) und sind ohne Sportbootführerschein nutzbar. Die Solarzellen dienen zugleich als Verdeck.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Auch Kremserfahrten, Wanderungen in der Natur oder Radtouren sind möglich. Der Uckermärkische Radrundweg führt durch Lychen (mit Anbindung an den Radfernweg Berlin-Kopenhagen). Jedes Frühjahr ist Lychen Gastgeber des Lychener Seenlaufes über eine Strecke von 30 Kilometern.

Datei:Startpunkt des Lychener Pinnenpfads.jpg
Lychener Pinnenpfad

Eine Besonderheit ist der Lychener Pinnenpfad<ref>Lychener Pinnenpfad Ein historischer Stadtrundgang, bei dem auf 15 übergroßen Reißzwecken (Pinnen) verschiedene Aspekte der Geschichte Lychens aufgezeigt werden. 11. November 2024.</ref> Er markiert einen historischen Stadtrundgang, bei dem auf 15 übergroßen Reißzwecken (Pinnen) Aspekte der Geschichte Lychens aufgezeigt werden. Jede Pinne zeigt die aktuelle Position auf dem Stadtplan, ein dazu gehörendes Foto aus der Geschichte des Ortes, einen kurzen erläuternden Text und zwei QR-Codes: Der eine führt zum deutschen Audioguide, der andere zum englischen Text.

Lychen barrierefrei

Die meisten Stationen des Lychener Pinnenpfads sind barrierefrei zu erreichen.

Das Fahrgastschiff Möwe und das Touristenfloß Pläätz sind für Gäste in Rollstühlen befahrbar. Nahe der Dampferanlegestelle am Stadtsee sind in der Appartementanlage Sonnenhof zwei barrierefreie Ferienwohnungen zu finden.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Wirtschaft

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In früheren Jahrhunderten gehörte die Flößerei zu den wichtigsten Erwerbszweigen der Stadt. Dabei wurde nicht nur Nutzholz zu Flößen zusammengefügt und in oft wochenlanger Arbeit vor allem zu größeren Bauvorhaben gebracht, sondern auf den Flößen transportierten die Menschen auch andere nicht verderbliche Waren.

Mit Gründung der Heilstätten im 20. Jahrhundert<ref>Meldung ohne Titel (zur Einrichtung einer Tuberkulose-Kinder-Heilstätte in Lychen, betrieben vom DRK). In: Vossische Zeitung. 22. Juni 1902 (zefys.staatsbibliothek-berlin.de).</ref> entwickelte sich der Tourismus zu einer wichtigen wirtschaftlichen Basis der Stadt.

Weiterhin haben sich die Bauwirtschaft mit verschiedenen Gewerken der Bauplanung und Bauausführung, die Fischerei mit Fischräucherei und Fischhandel (im Ortsteil Beenz und am Großen Lychensee), verschiedene therapeutische Praxen, Autohandel, Pkw- und Lkw-Service, Holzhandel, Grünanlagenservice, Computerservice, Bootsservice und -verkauf und weitere Firmen in Lychen angesiedelt.

Verkehr

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In Lychen kreuzen sich die Landesstraßen L 15 (Fürstenberg/HavelBoitzenburg) und L 23 (FeldbergTemplin).

Die Bahnstrecke Fürstenberg–Templin mit Bahnhöfen in Lychen, Hohenlychen und Tangersdorf wird nach ihrer Stilllegung seit 1996 touristisch als Strecke für Fahrrad-Draisinen genutzt. Die Anbindung an Fürstenberg/Havel, Templin und weitere umliegende Orte wird heute mit den Linienbussen der UVG sichergestellt.

Die Schleuse Regow befindet sich bei Kilometer 42,6 der Oberen Havel-Wasserstraße beim Schleusenhof Regow.

Vereine

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Vorlage:Mehrspaltige Liste

Persönlichkeiten

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Ehrenbürger

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  • 1838 Albert August Christoph Reinhard, Pfarrer<ref name="Chronik_1910">Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Webarchiv In: lychen.de, abgerufen am 22. August 2014 (keine Mementos).</ref>
  • 1910 Julius Lilienfeld, Stadtverordnetenvorsteher, Hotelbesitzer<ref name="Chronik_1910" />
  • 1914 Sigmund Cohrs (1845–1924), Mäzen des Kindersanatoriums
  • 2011 Gotthold Pannwitz (1861–1926): Arzt und Gründer der Lungenheilstätte Lychen

Söhne und Töchter der Stadt

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Datei:Lychen Johann Kirsten.jpg
Gedenktafel für Johann Kirsten

Persönlichkeiten mit Verbindungen zur Stadt

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  • Siegmund Cohrs (1845–1924), Kommerzienrat, Unterstützer der Victoria-Louise-Kinderheilstätte und Sponsor der Cohrs-Stiftung, stiftete 5000 Mark an die Stadt Lychen zur Errichtung einer Kinderhilfseinrichtung. 1914 bekam er die Ehrenbürgerschaft durch die Stadt Lychen, die 1939 nach seinem Tode erlosch.
  • Johann Kirsten (um 1900), gilt als Erfinder der Reißzwecke, lebte in Lychen
  • Karl Rätsch (* 1935), Bildhauer, lebt seit 1974 in Lychen<ref name="Rätsch" />
  • Klaus Voormann (* 1938), Musiker und Grafiker, lebte als Kind zeitweilig in Lychen. In einem Interview betonte er, dass er keine Beziehung zu seiner Geburtsstadt Berlin habe, da seine Kindheitserinnerungen in Lychen lägen.
  • Henryk Wichmann (* 1977), Politiker (CDU), 2009–2019 Mitglied des Landtages Brandenburg, lebt in Lychen

Literatur

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  • Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon der Mark Brandenburg. Teil VIII: Uckermark. Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2.
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Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

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<references> <ref name="Hauptsatzung"> § 10 (1) Hauptsatzung der Stadt Lychen vom 6. Juli 2009 (Vorlage:Webarchiv [PDF; 97 kB]). </ref> <ref name="Dienstleistungsportal"> Lychen. Stadt Lychen. In: Service.Brandenburg. Landesverwaltung Brandenburg, abgerufen am 14. Mai 2022. </ref> <ref name="Zustimmung"> Bildung des Amtes Lychen. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 6. Oktober 1992. In: Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg. 3. Jg., Nr. 82, 26. Oktober 1992, S. 1918. </ref> <ref name="Auflösung"> Eingliederung der Gemeinden Beenz, Retzow und Rutenberg in die Stadt Lychen. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 10. Dezember 2001. In: Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg. 12. Jg., 2001, Nr. 52, Potsdam, den 27. Dezember 2001, S. 902 (brandenburg.de [PDF; 828 kB]). </ref>

<ref name="Waltrich"> Hans Waltrich: Zur Geschichte der Heilanstalten vom Roten Kreuz in Hohenlychen (I). In: ÖKOSTADT-Nachrichten. Nr. 27 / 1999 (Vorlage:Webarchiv; mit Links zu Teil II und III). </ref> <ref name="Jänichen"> Katrin Bischoff: In seinem Haus in Lychen hat ein Künstler Bad und Küche schräg gestaltet: Auf der schiefen Bahn. In: Berliner Zeitung. 7. Februar 2009, abgerufen am 15. Mai 2022 (Artikelanfang frei abrufbar). </ref> <ref name="Jänichen2"> Uwe Jähnichen. In: kulturserver-brandenburg.de, abgerufen am 13. Februar 2011. </ref> <ref name="Rätsch"> Karl Rätsch. In: kulturserver-brandenburg.de, abgerufen am 13. Februar 2011. </ref> <ref name="Historisches_Gemeindeverzeichnis"> Beitrag zur Statistik. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik. Dezember 2006, S. 39: 4.1 Gebietsveränderungen im Landkreis Uckermark in zeitlicher Folge (statistik-berlin-brandenburg.de [PDF; 377 kB]). </ref> </references>

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