1924

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Französische Truppen beim Verlassen von Dortmund
Französische Truppen beim Verlassen von Dortmund
Nach Beendigung der Ruhrbesetzung
durch französische und belgische Truppen
verlassen die letzten französischen Soldaten Dortmund.
Lenins letztes Photo 1923 in Gorki, von mehreren Schlaganfällen gezeichnet
Lenins letztes Photo 1923 in Gorki, von mehreren Schlaganfällen gezeichnet
Nach Lenins Tod beginnen innerparteiliche Kämpfe um die Macht in der Sowjetunion.
Fritz Haarmann
Fritz Haarmann
Der Serienmörder Fritz Haarmann wird zum Tode verurteilt.

Vorlage:Linkbox Andere Kalender

Ereignisse

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Politik und Weltgeschehen

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Völkerbund

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Deutsches Reich

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Datei:Heinz Orbis Speyer JS-2.jpg
Leiche von Heinz Orbis, Polizeiaufnahme vom Tatort
  • 9. Januar: Ein rechtsextremer Trupp unter dem Kommando Edgar Jungs ermordet mit Billigung der bayerischen Regierung in Speyer den pfälzischen Separatisten Heinz-Orbis. Bei diesem Anschlag werden außer Heinz auch der Trierer Separatist Nikolaus Fußhöller und ein Unbeteiligter, der Würzburger Matthias Sand, erschossen. Während die Attentäter fliehen, kommt es zu einem Schusswechsel mit Anhängern von Heinz. Dabei werden zwei der Attentäter, Franz Hellinger und Ferdinand Wiesmann, tödlich verletzt. Die Ermordung von Heinz wird in der Propaganda der politischen Rechten in den nachfolgenden Jahren zu einer heroischen vaterländischen Tat verklärt. Der Bischof von Speyer, Ludwig Sebastian, verweigert Heinz-Orbis am 14. Januar bei seinem Begräbnis eine katholische Trauerfeier, weil Heinz als „Revolutionär gegen die gottgegebene Ordnung“ aufgetreten sei.
  • 15. Januar: Die auf Anweisung Adolf Hitlers von Alfred Rosenberg und Hans Jacob gegründete Großdeutsche Volksgemeinschaft wird als Ersatzorganisation für die nach dem Fehlschlag des Hitlerputsches in München verbotene NSDAP ins Vereinsregister eingetragen. Als Geschäftsführer fungiert Philipp Bouhler. In den ersten Monaten eher unbedeutend, gewinnt die GVG durch den Beitritt von Julius Streicher und Hermann Esser im Frühjahr an Attraktivität für die versprengten NSDAP-Anhänger.
  • 12. Februar: Mit dem Sturm auf das Bezirksamt in Pirmasens endet die separatistische Episode in der Pfalz. Das Gebäude wird zuerst in Brand gesteckt und dann erstürmt. Dabei werden alle dort noch verschanzten Separatisten gelyncht. Es kommen insgesamt 23 Menschen auf beiden Seiten zu Tode, es gibt viele Verletzte
  • 24. Februar: In Magdeburg wird durch eine Initiative aus den drei Parteien der Weimarer Koalition (SPD, Zentrum, DDP) das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold als Organisation aller republiktreuen Frontkämpfer gegründet. Das Reichsbanner soll dem Schutz der Weimarer Republik gegen ihre radikalen Feinde dienen.
Datei:Bundesarchiv Bild 102-00290, München, Hitler-Ludendorff-Prozess.jpg
Passkontrollen in der Umgebung der Kriegsschule (Februar 1924)
  • 1. April: Das Urteil im Hitler-Prozess wird verkündet. Mit Ausnahme von Ludendorff werden alle Angeklagten für schuldig befunden. Hitler, Weber, Kriebel und Pöhner werden zur Mindeststrafe von fünf Jahren Festungshaft nebst Geldbuße von 200 Goldmark verurteilt. Nach sechs Monaten könne die Strafe wegen guter Führung in Bewährungsfrist umgewandelt werden. Die obligatorische Ausweisung Hitlers nach § 9 Absatz 2 des Republikschutzgesetzes wird unter Verweis darauf, dass Hitler sich als Deutscher betrachte und viereinhalb Jahre im deutschen Heer Kriegsdienst geleistet und sich durch Tapferkeit ausgezeichnet habe, nicht angewandt.
  • 4. Mai: Bei der Reichstagswahl in der Weimarer Republik erringen die republikfeindlichen radikalen Parteien (Kommunisten, Deutschnationale Volkspartei und Nationalsozialisten) starke Gewinne. Dennoch bestätigt Reichspräsident Friedrich Ebert die Regierung von Wilhelm Marx trotz des Ausscheidens der BVP personell unverändert.
Datei:Bundesarchiv Bild 102-00399, Halle, "Deutscher Tag", Einweihung Moltkedenkmal.jpg
Erich Ludendorff 1, Oskar Prinz von Preußen 2, Felix Graf von Luckner 3, und Josias von Heeringen während der Feier in Halle
Datei:Sachverständigen-Gutachten 1924.JPG
Sachverständigen-Gutachten vom 9. April 1924 (Dawes-Plan)
  • 16. August: Auf der Londoner Konferenz werden die unter dem Vorsitz des amerikanischen Finanzexperten Charles G. Dawes ausgearbeiteten Verträge für den Dawes-Plan zur Zahlung der Reparationen durch Deutschland unterschrieben. Diese sollen sich jetzt an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Weimarer Republik orientieren. Zugleich wird eine internationale Anleihe aufgelegt, auf deren Basisdeckung Kredite an die deutsche Wirtschaft vergeben werden können. Die Verträge treten am 1. September in Kraft. Der Dawes-Plan wird vor allem durch Druck aus Amerika und die Politik von Gustav Stresemann möglich und erlaubt es der deutschen Wirtschaft, sich zu erholen. Damit ist Deutschland bis auf weiteres in der Lage, die Reparationen zu zahlen; die Siegermächte wiederum können ihre Kriegskredite an die USA zurückzahlen. Der Dawes-Plan ist einer der ersten außenpolitischen Erfolge Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg und bedeutet die außenpolitische Rückkehr der USA nach Europa.
  • 10./11. Oktober: In Bruchsal findet ein weiterer – von einer Ersatzorganisation der verbotenen NSDAP organisierter – Deutscher Tag statt. Unter den teilnehmenden Gruppen sind verschiedene völkische Organisationen, der Bund Wiking, der Wehrwolf, der Frontkriegerbund sowie der Jugendbund der Mannheimer DNVP. Zu den rund 2000 Teilnehmern zählen die späteren NSDAP-Funktionäre Robert Wagner, Walter Köhler und Franz Moraller.
  • Oktober: Die Deutschvölkische Freiheitspartei schließt sich mit den Nationalsozialisten zur Nationalsozialistischen Freiheitspartei zusammen. Der Völkische Block in Bayern schließt sich der NSFB als Landesverband an.
  • Im Herbst überlegt die bayerische Fremdenpolizei, Hitler aus Bayern nach Österreich abzuschieben, falls er vorzeitig aus der Haft entlassen würde. Der österreichische Bundeskanzler Ignaz Seipel will den Putschisten und Unruhestifter nicht wieder in Österreich haben und teilt Bayern mit, Hitler sei durch den Dienst im deutschen Heer Deutscher geworden. Bayern weist zwar nach, dass Österreich in anderen Fällen die österreichische Staatsbürgerschaft deutscher Soldaten anerkannt habe, Seipel beharrt aber auf seiner Rechtsansicht. Hitler bleibt in Deutschland.
Datei:Bundesarchiv Bild 102-00885, Berlin, Friedrich Ebert bei Reichstagswahl.jpg
Friedrich Ebert im Wahllokal
  • 7. Dezember: Sieben Monate nach der letzten Wahl finden im Deutschen Reich eine neuerliche Reichstagswahl statt. Sie endet im Vergleich mit der Wahl vom Mai mit einer gewissen Stabilisierung der staatstragenden Parteien und bedeuteten eine klare Niederlage für die extreme Rechte und Linke.
  • 20. Dezember: Adolf Hitler wird auf Bewährung aus der Festungshaftanstalt Landsberg am Lech entlassen.

Sowjetunion

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  • 1. Januar: Die sowjetische Militärzeitung Krasnaja Swesda wird gegründet.
  • 21. Januar: Nach dem Tod von Wladimir Iljitsch Lenin kommt es in der Sowjetunion zu einem Machtkampf zwischen dem herrschenden Triumvirat, bestehend aus Josef Stalin, Grigori Jewsejewitsch Sinowjew und Lew Borissowitsch Kamenew auf der einen Seite und Leo Trotzki und seinen Anhängern auf der anderen Seite. Dem Triumvirat gelingt es, die Wirkung von Lenins Testament, in dem er die Ablöse Stalins als Generalsekretär der Kommunistischen Partei fordert, zunichtezumachen, indem es nicht allgemein vorgelesen, sondern nur den einzelnen Delegationen zur Kenntnis gebracht wird. Der Machtkampf zwischen Trotzki und Stalin wird vordergründig als Auseinandersetzung zwischen zwei revolutionären Konzepten ausgefochten: Stalin vertritt den „Sozialismus in einem Land“, während Trotzki weiterhin auf die „Weltrevolution“ setzt.
  • 26. Januar: Die Stadt Petrograd wird vom zweiten Räte-Kongress der UdSSR in Leningrad umbenannt. Man will damit den verstorbenen Revolutionär und Staatsgründer Lenin dauerhaft ehren. Das Machtzentrum der Sowjetunion verschiebt sich dennoch immer mehr nach Moskau.
Datei:Kakutsa shepitsulebi.jpg
Georgische Rebellen unter dem Kommando von Kakuza Tscholoqaschwili

Großbritannien

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Datei:J. Ramsay MacDonald LCCN2014715885 (cropped).jpg
Ramsay MacDonald (um 1923)
  • 22. Januar: Nachdem die Tories bei der Wahl im Dezember Verluste erlitten haben, verliert Premierminister Stanley Baldwin die Vertrauensfrage im Parlament. König George V. ernennt am gleichen Tag Ramsay MacDonald als erste Labour-Chef zum britischen Premierminister. Er regiert eine von der Liberal Party unter H. H. Asquith gestützte Minderheitsregierung. MacDonald übernimmt sowohl das Amt des Premierministers als auch das des Außenministers und macht klar, dass seine Priorität auf der Beseitigung der Schäden liegt, die nach seiner Meinung durch den Versailler Vertrag von 1919 angerichtet worden sind. Er will die Frage der deutschen Reparationen lösen und sich mit Deutschland arrangieren. Die Innenpolitik überlässt er seinen Ministern, darunter J.R. Clynes als Lordsiegelbewahrer, Philip Snowden als Finanzminister und Arthur Henderson als Innenminister. Im Juni beruft MacDonald eine Konferenz der Kriegsalliierten nach London ein und erreicht eine Einigung auf einen neuen Plan zur Regelung der Reparationsfrage, den Dawes-Plan (s. o.). In London willigt auch der neue französische Ministerpräsident, der Radikalsozialist Édouard Herriot, mit dem MacDonald ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann, ein, die Besetzung des Ruhrgebiets durch französische und belgische Truppen zu beenden. Deutsche Delegierte schließen sich dann der Konferenz an und das Londoner Abkommen wird im August unterzeichnet. Ihm folgt ein britisch-deutscher Wirtschaftsvertrag.
  • Im September legt McDonald wieder gemeinsam mit Herriot dem Völkerbund in Genf einen Plan vor, mit dem Kriege nachhaltig verhütet werden sollen: Das so genannte Genfer Protokoll, das die Völkerbundversammlung am 2. Oktober annimmt, sieht vor, dass Angriffskriege geächtet und alle Völkerbundsmitglieder verpflichtet würden, dem Land, das einen solchen Angriffskrieg führte, ihrerseits den Krieg zu erklären.
  • MacDonalds Regierung scheitert, als er vorschlägt, die seit ihrer Gründung international weitgehend isolierte Sowjetunion diplomatisch anzuerkennen. Die Konservativen und ihre Verbündeten in der Presse starten eine antikommunistische Kampagne, und die Liberalen ziehen ihre Unterstützung im Unterhaus zurück. Die Konservativen bringen daraufhin einen Misstrauensantrag ein, den Labour verliert. MacDonald beantragt und erreicht die Auflösung des Parlaments.
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Stanley Baldwin (1920)
  • Bei der Britischen Unterhauswahl am 29. Oktober gewinnen die Tories die absolute Mehrheit, die Liberalen verlieren 118 ihrer 158 Sitze. Stanley Baldwin wird neuerlich Premierminister und verweigert MacDonalds wichtigstem außenpolitischen Projekt, dem Genfer Protokoll, die Zustimmung.

Türkei/Griechenland

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Datei:Atatürk 1924'te Bursa halkına hitap ediyor.jpg
Rede Mustafa Kemals in Bursa, 1924
  • 3. März: Die Türkei unter Mustafa Kemal Pascha beschließt die Abschaffung des Kalifats sowie das Gesetz über die Vereinheitlichung des Unterrichts. Am Tag darauf müssen der letzte Kalif Abdülmecid II. und alle Angehörigen der Familie Osman die Türkei verlassen. Am 20. April tritt eine neue Verfassung in Kraft. In der Folge werden die Derwischklöster und die religiösen Gerichtshöfe geschlossen, Religionsschulen für Geistliche und Richter aufgelöst, die allgemeine Schulpflicht wird eingeführt und alle Schulen werden einem Ministerium für Nationale Bildung unterstellt.
  • 25. März: In Griechenland wird die Monarchie abgeschafft und die Zweite Hellenische Republik gegründet. Diese Entscheidung des Parlaments wird vom griechischen Volk in einem Referendum vom 30. April mit einer Mehrheit von 70 % zugunsten der Präsidialrepublik angenommen. Am 3. Juni tritt die Verfassung in Kraft, Pavlos Koundouriotis wird Staatspräsident. König Georg II. hat schon Ende des Vorjahres mit seiner Familie das Land verlassen.
  • 19. Mai: In einer Konferenz am Goldenen Horn wird die sogenannte Mossul-Frage über die Zugehörigkeit des überwiegend kurdischen Vilâyet Mossul behandelt. Da keine Einigkeit erzielt werden kann, wird der Völkerbund eingeschaltet.
  • Da die türkische Regierung die lokale kurdische Bevölkerung in der Mossul-Frage hinter sich wissen will, ist sie bereit, ihnen einige ihrer Forderungen zu erfüllen, die einer Autonomie nahe kommen. Am 1. August wird in Diyarbakır zwecks Bestimmung des Ausmaßes der Rechte der Kurden eine Konferenz abgehalten. Dort wird ihnen eine Generalamnestie, Sonderzahlungen aus dem Budget, fünfjährige Steuerfreiheit sowie die Wiedereinführung der Scharia-Gerichte zugesagt. Die Vertreter der kurdischen Bevölkerung willigen ein und versprechen im Gegenzug, die Türkei in der Mossul-Frage zu unterstützen. Bevor das Abkommen in der Großen Nationalversammlung der Türkei ratifiziert werden kann, bricht jedoch Anfang 1925 der Scheich-Said-Aufstand aus.
  • Der Bruch mit den Strukturen und Institutionen des Osmanischen Reiches ruft Widerstand hervor. Im Sommer schließen sich einige Abgeordnete wie Kâzım Karabekir, Ali Fuat Cebesoy, Refet Bele, Rauf Orbay und Adnan Adıvar zusammen und gründen am 17. November die Fortschrittlich-Republikanische Partei (Terakkiperver Cumhuriyet Fırkası) in Opposition zu Mustafa Kemals regierender Cumhuriyet Halk Partisi. Die neue Partei macht sich unter anderem für Gewaltenteilung und Toleranz gegenüber der Religion stark.
  • 20. November: İsmet İnönü tritt aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des Ministerpräsidenten zurück. Ihm folgt zwei Tage später sein Parteifreund Fethi Okyar ins Amt.
  • Bevölkerungsaustausch“ (wechselseitige Vertreibung) zwischen Türkei und Griechenland (siehe Vertrag von Lausanne)

Italien

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  • 6. April: Bei den Parlamentswahlen in Italien 1924 gewinnt der Partito Nazionale Fascista von Benito Mussolini 2/3 der Abgeordnetensitze. Der Sieg ist in diesem Ausmaß durch das im Vorjahr angenommene Acerbo-Gesetz möglich geworden. Es sind die letzten Wahlen in Italien vor 1946, bei denen mehr als eine Partei auf dem Stimmzettel steht. Auch diese Wahl ist allerdings schon nicht mehr frei. Die Wahlkabinen werden von Schwarzhemden überwacht, es wird Druck ausgeübt und es kommt zu systematischer Gewalt und Wahlbetrug.
  • 10. Juni: Der sozialistische Abgeordnete Giacomo Matteotti, der im Parlament kurz zuvor eine Brandrede gegen Mussolini gehalten hat, wird von einer Gruppe Schwarzhemden ermordet. Das Verschwinden Matteottis und die Entdeckung seiner Leiche am 16. August führt zu einem deutlichen Stimmungswandel in großen Teilen der Bevölkerung. Mussolinis Popularität erleidet einen Einbruch. In Belgien wird für dorthin geflüchtete politisch verfolgte Italiener das Matteotti-Komitee gegründet.
  • 12. September: Der Faschist Armando Casalini wird von einem Kommunisten aus „Rache für Matteotti!“ in einer Straßenbahn erschossen. Der Mörder Giovanni Corvi wird in der Presse und im Gerichtsverfahren als geistesgestört bezeichnet und in einer psychiatrischen Anstalt interniert.

Frankreich

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  • 11./25. Mai: Bei den Parlamentswahlen in Frankreich gewinnt erstmals das Linkskartell eine relative Mehrheit der Abgeordneten. Premierminister Raymond Poincaré übergibt am 8. Juni an eine Übergangsregierung unter dem Konservativen Frédéric François-Marsal. Am 10. Juni wird der Linke Édouard Herriot Ministerpräsident. Damit endet die französische Politik der Härte gegenüber der Weimarer Politik. Herriot setzt sich international für Abrüstung ein.
  • 13. Juni: Der liberale Gaston Doumergue wird als Nachfolger für Alexandre Millerand von der französischen Nationalversammlung zum Präsidenten der Republik gewählt. Er wird von den konservativen Abgeordneten gewählt, um eine Mehrheit für den Linken Paul Painlevé zu verhindern.

Weitere Ereignisse in Europa

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Datei:Romania MASSR 1924.png
Die Moldauische ASSR gegenüber dem Bessarabien einschließenden Großrumänien

Spanien/Marokko

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Ägypten/Sudan

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Datei:Roi Fouad.jpg
König Fu'ād I. im neuen ägyptischen Parlament, 1924
  • 12. Jänner: Bei den ersten Parlamentswahlen in Ägypten erhält die Wafd-Partei 90 % der Stimmen. Am 26. Januar wird Saad Zaghlul Premierminister.
  • 22. Juni: Wegen der zunehmend angespannten Beziehungen zu Ägypten und ihres großen Zulaufs lässt Lee Stack, der britische Generalgouverneur des Sudan, jegliche Demonstrationen der proägyptischen White Flag League gegen die britische Kolonialregierung per Dekret verbieten und versucht den ägyptischen Einfluss abzuschwächen. Dafür findet er jedoch von der britischen Regierung in London unter Premierminister Ramsay MacDonald keinen Rückhalt.
  • 4. Juli: Ali Abdel Latif, einer der Anführer der White Flag League, wird verhaftet und am 11. Juli zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. In der Folge kommt es zu landesweiten Demonstrationen und Streiks gegen die britische Kolonialherrschaft.
  • 19. November: In Khartum wird von ägyptischen Nationalisten ein Attentat auf Lee Stack verübt, an dessen Folgen er einen Tag später stirbt. Die darauffolgende sogenannte Sudankrise führt zu einer schweren Verwerfung zwischen dem Königreich Ägypten und Großbritannien. Großbritannien forderte von der Königlich Ägyptischen Regierung den Abzug ihrer Truppen aus dem Sudan, eine öffentliche Entschuldigung und die Zahlung einer Geldstrafe.
  • Zaghlul und König Fu'ād I. weigern sich, auf die Forderungen einzugehen. Mehrere Einheiten des ägyptisch-sudanesischen Militärs revoltieren daraufhin in Khartum am 27. November und bringen Teile der Stadt unter ihre Kontrolle. Am 29. November schlagen britische Truppen den Aufstand nieder. Etwa 30 Menschen wurden bei der Meuterei getötet, darunter 15 britische Soldaten. Auch in weiteren Städten kam es zu kleineren Aufständen und Streiks. Nach der Niederschlagung aller Aufstände erzwingen die Briten mit Gewalt und politischem Druck Ägypten zum Abzug des Großteils seiner Truppen aus dem Sudan bis zum 1. Dezember.
  • 24. November: Der Rücktritt von Saad Zaghlul als Premierminister löst eine Staatskrise in Ägypten aus.
  • 24. Dezember: Nach dem Versuch einer Minderheitsregierung löst König Fu'ād I. das ägyptische Parlament auf und kündigt Neuwahlen an.

Arabische Halbinsel

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  • 21. März: Reza Chan, seit Oktober letzten Jahres Premierminister des Iran, trägt im Parlament seine Vorstellung von der Zukunft Persiens vor. Danach soll nach dem Vorbild der Türkei die Monarchie von einer Republik abgelöst werden. Die Mehrheit im Parlament stützt diesen Vorschlag, doch gelingt es dem konservativen Geistlichen Hassan Modarres, durch Verzögerungstaktik, beleidigende Anschuldigungen und politisches Taktieren die Mehrheit der Abgeordneten so zu verunsichern, dass am Ende keine Abstimmung über diese Frage zu Stande kommt. Nachdem Modarres von einem Abgeordneten, der für die Republik war, während einer seiner beleidigenden Zwischenrufe eine Ohrfeige erhalten hat, ist die Sache gegen die Republik entschieden, deren Anhänger offensichtlich keinen Respekt vor der Geistlichkeit hätten. Auch Großayatollah Abdolkarim Haeri Yazdi spricht sich gegen eine Republik aus, da er eine Säkularisierung des Landes befürchtet.
  • 7. April: Nach dem erfolglosen Versuch einer Republiksgründung tritt Reza Chan als Regierungschef und Kriegsminister zurück, woraufhin es zu tumultartigen Szenen im Parlament kommt. Aus dem ganzen Land kommen Solidaritätstelegramme, lokale Militärkommandeure in den Provinzen drohen ebenfalls mit ihrem Rücktritt, woraufhin das Parlament mit 94 gegen 5 Stimmen beschließt, dass Reza Chan zurückkehren und das Amt des Premierministers wieder übernehmen müsse.
  • 13. April: Reza Chan präsentiert sein neues Kabinett, in dem Mohammad Ali Foroughi wieder Außenminister ist.
  • November: In Chuzestan beginnt unter der Führung von Sheikh Khazal eine Rebellion gegen die Zentralregierung.

Republik China

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Datei:Whampoa-Sun.jpg
Sun Yat-sen während der Gründungsfeierlichkeiten in Whampoa (stehend von links: He Ying-qin, Chiang Kai-shek, Wang Bo-ling)

Mongolei

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Datei:Flag of the People's Republic of Mongolia (1924-1940).svg
Flagge der Mongolischen Volksrepublik von 1924 bis 1940
Datei:Genden.jpg
Peldschidiin Genden

Vereinigte Staaten von Amerika

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  • Ende Januar: Der Untersuchungsausschuss des Senats unter Vorsitz des Demokraten Thomas J. Walsh zum Teapot-Dome-Skandal um die sogenannte Ohio Gang fordert die Entlassung von Marineminister Edwin Denby. Präsident Calvin Coolidge kommt dieser Forderung nicht nach, Denby tritt jedoch am 10. März selbst zurück.
  • 28. März: Justizminister Harry M. Daugherty muss infolge des Daugherty-Burns-Skandals auf Druck von Präsident Coolidge von seinem Amt zurücktreten.
  • Der Direktor des Bureau of Investigation (BOI), William J. Burns, der ebenfalls in den Skandal verwickelt ist, tritt nach Aufforderung des neuen Justizministers Harlan Fiske Stone am 9. Mai zurück.
  • 10. Mai: J. Edgar Hoover wird Chef des BOI, das zu diesem Zeitpunkt etwa 650 Mitarbeiter und einen sehr schlechten Ruf hat. Hoovers wichtigstes Ziel ist in den ersten Jahren zunächst die Professionalisierung des Bureaus. Sie hat zwei Stoßrichtungen: Zum einen soll das Personal einen Berufsethos der Unbestechlichkeit und Akribie verfolgen, zum anderen sollen die angewandten kriminaltechnischen Methoden wissenschaftlich fundiert sein.
  • 26. Mai: in den USA tritt der Immigration Act of 1924 in Kraft, das die jährliche Anzahl der Einwanderer in die Vereinigten Staaten nach Quoten regelt, die auf dem Zensus von 1890 basieren.
Datei:1924 Indian Citizenship Act.jpg
US-Präsident Calvin Coolidge mit vier Osage-Indianern nach der Unterzeichnung des Citizenship Act

Karibik

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  • 15. März: Horacio Vásquez wird als Nachfolger von Juan Bautista Vicini Burgos bei den bisher fairsten Wahlen zum Präsidenten der Dominikanischen Republik gewählt und tritt sein Amt am 12. Juni an. Zugleich kann seine Allianzpartei (Partido Allianza) in beiden Kammern des Nationalkongresses breite Mehrheiten erzielen. Zunächst setzt er im Wesentlichen die von den USA begonnenen Programme fort, beginnt aber bald auch mit eigenen Regierungsprojekten, wobei ein großer Stellenwert auf die Achtung der bürgerlichen Freiheitsrechte gelegt wird. Damit ist er der erste Präsident der Republik, der zwar einerseits die öffentliche Ordnung aufrechterhält, andererseits aber die Grundrechte beachtet, insbesondere vor dem Hintergrund der militärischen Besatzung durch die United States Army mit deren Zensur, Militärgerichten, Straßenpatrouillen, Gewaltakten und Folterung von Verdächtigen, die gegen die Besatzungsmacht eintreten. Am 18. September ziehen sich die US-amerikanischen Streitkräfte endgültig aus dem Land zurück.
  • Wirtschaftlich beginnt eine Ausdehnung der landwirtschaftlichen Nutzflächen zur Erhöhung der Nahrungsmittelproduktion, während das Land bisher überwiegend bewaldet war. Zu Beginn seiner Präsidentschaft benötigt er Gelder für die Ingangsetzung dieser Projekte. Aus diesem Grund ist er veranlasst, einen Kredit von 25 Millionen US-Dollar von den USA zu erbitten, um eine Haushaltskonsolidierung zu erreichen und von den Vorgängerregierungen aufgenommene Schulden abzubauen. Am 27. Dezember wird ein Vertrag mit den USA abgeschlossen, der zu einer geringen Verbesserung zu der 1907 erfolgten Kreditaufnahme führt.

Südamerika

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  • 19. Juli: In Argentinien kommt es zum Massaker von Napalpí durch Soldaten des Heeres, Polizisten und Grundbesitzer an einer Gruppe von etwa 400 Toba und Mocoví-Indianern. Es gehört zu einer größeren Gewaltwelle in den 1920er Jahren, die die letzte gewalttätige Ausprägung der sogenannten Conquista del Chaco, der Eroberung der damals noch von Ureinwohnern gehaltenen Gebietsreste in Nordostargentinien, darstellt. Auslöser für das Massaker ist ein Streik, der von den Indianern organisiert worden ist, um eine Bezahlung in Bargeld statt Lebensmittelgutscheinen zu erreichen.

Wirtschaft

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Währungsreform in Deutschland und Österreich

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  • 15. März: In Deutschland werden die letzten Papiermark im Nennwert von fünf Billionen Mark gedruckt. Sie entsprechen nach der Währungsreform desselben Jahres fünf Rentenmark.
  • 30. August: Mit dem Münzgesetz beschließt die Reichsregierung die Liquidation der Rentenbank zugunsten einer neuen Reichsbank, die neue Währung Reichsmark, die im Verhältnis 1:1 zur Rentenmark steht, soll wieder eine Golddeckung aufweisen. De facto werden nie auf Reichsmark lautende Goldmünzen geprägt und die Rentenmark wird nie dem allgemeinen Zahlungsverkehr entzogen. Das Reichsbankgesetz gestaltet am selben Tag die Reichsbank zur von der Reichsregierung unabhängigen Anstalt um.
Datei:Dawes Anleihe 1924 1000$.jpg
Dawes-Anleihe, 7 % Gold Bond über 1.000 $ von 1924
  • Die Deutsche Äußere Anleihe 1924 (Dawes-Anleihe) dient nach der Währungsreform als Erstausstattung der Reichsbank und hat ein Volumen von 800 Millionen Reichsmark, aufgeteilt in verschiedene Währungstranchen. Der Kupon beträgt sieben Prozent und die ursprüngliche Laufzeit ist 25 Jahre bis 1949.
  • 20. Dezember: In Österreich wird das Gesetz zur Währungsreform beschlossen: Der Schilling ersetzt die Krone. 10.000 österreichische Kronen sind in einen Schilling umzutauschen. Der Name Stüber ist als Teileinheit der neuen Währung im Gespräch, letztlich wird aber die Bezeichnung Groschen gewählt. Die Währungsreform tritt am 1. März 1925 in Kraft.

Handel und Verkehr

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Messen, Ausstellungen und Kongresse

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  • 23. April bis 1. November: Rund 27 Millionen Menschen besuchen die British Empire Exhibition, eine Kolonialausstellung in Wembley, London. Die Kosten dieser größten Ausstellung, die je in der Welt inszeniert wurde, belaufen sich auf £12 Millionen. Erklärtes Ziel der Ausstellung ist „die Aktivierung des Handels, die Festigung der Verbindungen zwischen dem Mutterland und den Kolonien sowie der Kolonien untereinander, und die Ermöglichung eines Treffens aller Untertanen der britischen Fahne auf gemeinsamem Grund und Boden zum gegenseitigen Kennenlernen“.
  • 11. Mai: Die erste Kölner Messe wird vom Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer in Anwesenheit von Reichspräsident Friedrich Ebert und Reichskanzler Wilhelm Marx eröffnet und findet auf dem neu errichteten Messegelände am Deutzer Ufer statt.
  • 31. Oktober: Die Vertreter von Sparkassen aus 29 Ländern beschließen am Abschlusstag des ersten internationalen Sparkassenkongresses in Mailand das Einführen des jährlichen Weltspartags.
  • 2. Dezember: Die erste Funkausstellung in Berlin wird eröffnet.

Unternehmen

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  • 12. Februar: Die deutsche Reichsregierung erlässt die Verordnung zur Schaffung der Deutschen Reichsbahn als staatliches Unternehmen.
Datei:IBM 1924 logo.svg
IBM-Logo 1924
  • 14. Februar: Die von Herman Hollerith im Jahr 1896 gegründete Tabulating Machine Company benennt sich in International Business Machines, abgekürzt IBM, um.
  • 30. August: Aufgrund der Forderungen des Dawes-Plans Gesetz zur Gründung der privatwirtschaftlichen Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft
  • Ernest Mercier gründet die Compagnie Française de Pétrole (CFP). Diese gründet später eine Tochtergesellschaft mit dem Namen Compagnie Française de Raffinage (CFR), aus der später die Total-Gruppe entsteht.

Wissenschaft und Technik

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Archäologie

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Astronomie und Physik

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Datei:Sterrenwachten, obversatorium, SFA022815730.jpg
Der Einsteinturm 1921

Aviation

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Datei:LZ126 arriving at Lakehurst, NJ.jpg
LZ 126 bei der Landung in Lakehurst
  • 25. August: Das von Ludwig Dürr konstruierte Luftschiff LZ 126 startet von Friedrichshafen zu seiner ersten Testfahrt. Das zu diesem Zeitpunkt größte Luftschiff der Welt ist als erster Zeppelin mit einer Beschichtung versehen, die Aluminiumpartikel enthält, um die Sonnenstrahlung zu reflektieren und so das Aufheizen des Traggases zu verringern. LZ 126 ist zudem das erste Luftschiff überhaupt, das über Schlafmöglichkeiten für die Passagiere verfügt. Am 12. Oktober startete das Luftschiff als Teil deutscher Reparationsleistungen zur Überführung in die USA, wo es am 15. Oktober auf dem US-Marineflugplatz Lakehurst landet. Es wird am 15. November zum Marine-Luftstützpunkt Washington Navy Yard gebracht, wo es den Namen ZR-3 USS Los Angeles erhält.
  • 28. September: In Seattle geht die erste Weltumrundung in einem Flugzeug in zahlreichen Etappen nach 175 Tagen zu Ende. Von vier gestarteten Maschinen des Typs Douglas World Cruiser erreichen zwei, die Chicago und die New Orleans, wieder ihren Abflugort.
  • Erstflug der Latécoère 17

Biologie und Medizin

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Datei:HansBerger Univ Jena.jpeg
Hans Berger, um 1920
Datei:EEG01.jpg
Elektroenzephalogramm, abgeleitet von Berger

Lehre und Forschung

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Rundfunk und Telekommunikation

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Vorlage:Hauptartikel

Verkehr

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  • 8. August: In Berlin wird der elektrische Regelbetrieb auf der Strecke nach Bernau aufgenommen; dieses Datum wird als Geburtstag der ab 1930 so bezeichneten Berliner S-Bahn gefeiert.
Datei:Bundesarchiv Bild 102-00843, Berlin, Verkehrsturm auf dem Potsdamer Platz.jpg
Verkehrsturm Ende November 1924 kurz vor der Fertigstellung

Kultur

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Bei den VIII. Olympischen Sommerspielen in Paris werden fünf Kunstwettbewerbe in den Bereichen Baukunst, Literatur, Musik, Malerei sowie Bildhauerkunst ausgetragen. Die Preise für Musik werden allerdings nicht vergeben.

Bildende Kunst

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Vorlage:Hauptartikel

Vorlage:Hauptartikel

Literatur

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Vorlage:Hauptartikel

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André Breton (um 1924)

Musik und Theater

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Vorlage:Hauptartikel

Datei:Rhablue1.png
(Vorlage:Audio) Das Anfangsthema der Rhapsody in Blue

Sonstiges

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Gesellschaft

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Katastrophen

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  • 8. März: Beim Grubenunglück von Castle Gate im US-Bundesstaat Utah werden alle 171 Bergleute im Bergwerk aufgrund dreier schwerer Explosionen tödlich verletzt. Der Leiter des Rettungsdienstes stirbt in Folge einer Kohlenmonoxidvergiftung während des Versuchs, die Opfer kurz nach der Explosion zu erreichen. Es ist das zu diesem Zeitpunkt schwerste Grubenunglück in den Vereinigten Staaten.
  • 23. April: Der Eisenbahnunfall von Bellinzona mit anschließender Gasexplosion fordert 15 Tote und 10 Schwerverletzte. Unter den toten Fahrgästen befinden sich auch der ehemalige deutsche Vizekanzler und preußische Staatsminister Karl Helfferich, was Anlass für Verschwörungstheorien liefert. Unmittelbar nach dem Unfall von Bellinzona wird in der Schweiz der Einsatz von Wagen mit Gasbeleuchtung verboten.
  • 17. Juni: Der Straßenbahnunfall in der Grüne (Iserlohn) ist mit 26 ermittelten Toten und wenigstens 43 Verletzten der bisher schwerste Straßenbahnunfall in Deutschland.
  • 29. August: Beim Eisenbahnunfall von Montgomery in Pakistan kommen 107 Menschen ums Leben, 104 werden verletzt.
  • 14. bis 23. Oktober: Der Kuba-Hurrikan 1924 kostet rund 90 Menschen in Kuba, Florida und auf den Bahamas das Leben. Der Hurrikan erreicht Windgeschwindigkeiten von 270 km/h, was ihn nach der Saffir-Simpson-Hurrikan-Windskala zum ersten atlantischen Kategorie-5-Hurrikan macht.
  • Wegen des Regiebetriebs und durch Sabotageakte und Anschläge während und kurz nach der Ruhrbesetzung kommt es in den französisch besetzten Gebieten an Rhein und Ruhr zu zahlreichen Unfällen, bei denen Personen zu Schaden kommen.

Vorlage:Jahrestage Katastrophenhinweis

Natur und Umwelt

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Sport

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Vorlage:Hauptartikel

Nobelpreise

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Der Nobelpreis für Chemie und der Friedensnobelpreis werden nicht verliehen.

Geboren

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Januar

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Februar

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Robert Mugabe, 2015

März

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April

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Datei:George H. W. Bush presidential portrait (cropped).jpg
George H. W. Bush, 1989
  • 12. Juni: Quido Wolf, Liechtensteiner Sportschütze († 1994)
  • 14. Juni: Karimuddin Asif, indischer Filmregisseur († 1971)
  • 14. Juni: Sir James Whyte Black, britischer Pharmakologe, Nobelpreisträger für Medizin († 2010)
  • 15. Juni: Ezer Weizmann, israelischer Präsident († 2005)
  • 16. Juni: Robert Gist, US-amerikanischer Filmregisseur und Schauspieler († 1998)
  • 16. Juni: Adam Hanuszkiewicz, polnischer Schauspieler und Theaterregisseur († 2011)
  • 16. Juni: Freimut Stein, deutscher Psychologe und Eiskunstläufer († 1986)
  • 16. Juni: Lucky Thompson, US-amerikanischer Saxophonist und Komponist († 2005)
  • 17. Juni: Ferry Ahrlé, deutscher Maler, Autor und Entertainer († 2018)
  • 17. Juni: Ernst Wimmer, österreichischer kommunistischer Politiker, Theoretiker und Journalist († 1991)
  • 18. Juni: George Mikan, US-amerikanischer Basketballspieler († 2005)
  • 18. Juni: Renia Spiegel, polnisch-jüdische Tagebuchschreiberin und Opfer des Holocaust († 1942)
  • 18. Juni: Rolf von Sydow, deutscher Regisseur († 2019)
  • 19. Juni: Luděk Kopřiva, tschechischer Schauspieler († 2004)
  • 19. Juni: Leo Nomellini, US-amerikanischer American-Football-Spieler († 2000)
  • 20. Juni: Chet Atkins, US-amerikanischer Country-Musiker und Schallplattenproduzent († 2001)
  • 20. Juni: Rainer Barzel, deutscher Politiker († 2006)
Datei:Bundesarchiv Bild 175-Z02-00786, Rainer Barzel.jpg
Rainer Barzel, 1962
  • 20. Juni: Fritz Koenig, deutscher Bildhauer († 2017)
  • 20. Juni: Josip Uhač, Diplomat des Vatikans und Bischof der römisch-katholischen Kirche († 1998)
  • 21. Juni: Pontus Hultén, eig. Karl Gunnar, schwedischer Kunsthistoriker († 2006)
  • 21. Juni: Jean Laplanche, französischer Psychoanalytiker und Autor († 2012)
  • 21. Juni: Marga López, mexikanische Schauspielerin († 2005)
  • 24. Juni: Kurt Furgler, Schweizer Politiker († 2008)
  • 24. Juni: Mario Hernández, puerto-ricanischer Musiker und Komponist († 2013)
  • 25. Juni: Ladislav Čepelák, tschechischer Maler, Grafiker und Illustrator († 2000)
  • 25. Juni: Karl-Heinz Krause, deutscher Bildhauer († 2019)
  • 25. Juni: Sidney Lumet, US-amerikanischer Filmregisseur († 2011)
  • 25. Juni: Osbert de Rozario, singapurischer Hockeyspieler († 2022)
  • 26. Juni: Richard Bull, US-amerikanischer Schauspieler († 2014)
  • 27. Juni: Herbert Weiz, Minister für Forschung und Technik und stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates der DDR († 2023)
  • 29. Juni: Philip H. Hoff, US-amerikanischer Politiker († 2018)
  • 30. Juni: Maino Neri, italienischer Fußballspieler und -trainer († 1995)
Datei:Eva Marie Saint 1990.jpg
Eva Marie Saint (1990)
Datei:Edward Idris Cassidy (1984).jpg
Edward Idris Kardinal Cassidy (1984)

August

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Abdullah ibn Abd al-Aziz, 2007

September

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Oktober

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Jimmy Carter, 1977

November

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Süleyman Demirel, 1998

Dezember

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Genaues Geburtsdatum unbekannt

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Gestorben

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Januar/Februar

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Wladimir Iljitsch Lenin, 1920
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Woodrow Wilson

März/April

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Hugo Stinnes, um 1900

Mai/Juni

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Franz Kafka (1883–1924)

Juli/August

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Das Grab von Joseph Conrad in Canterbury

September/Oktober

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November/Dezember

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Giacomo Puccini, 1908

Genaues Todesdatum unbekannt

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  • Émile Blavet, französischer Journalist, Schriftsteller und Librettist (* 1828)
  • Ohannes Kayserian, armenischer Herausgeber, Publizist und Buchhändler (* unbekannt)
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