Nidda

Aus Demo Wiki
Version vom 20. Juli 2025, 13:29 Uhr von imported>Sokrates 399 (Typografie.)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springenZur Suche springen

Vorlage:Begriffsklärungshinweis Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland

Nidda ist eine Stadt im hessischen Wetteraukreis im Naturraum Unterer Vogelsberg.Vorlage:GeoQuelle Ihren Namen verdankt sie dem Fluss Nidda.

Geographie

[Bearbeiten]

Nachbargemeinden

[Bearbeiten]

Nidda grenzt im Norden an die Stadt Laubach (Landkreis Gießen), im Osten an die Stadt Schotten (Vogelsbergkreis) und die Gemeinde Hirzenhain, im Süden an die Stadt Ortenberg und die Gemeinde Ranstadt, im Südwesten an die Gemeinde Echzell sowie im Westen an die Gemeinde Wölfersheim (alle im Wetteraukreis) und die Stadt Hungen (Landkreis Gießen).

Stadtgliederung

[Bearbeiten]

Nidda besteht aus den Stadtteilen Bad Salzhausen, Borsdorf, Eichelsdorf, Fauerbach, Geiß-Nidda, Harb, Kohden, Michelnau, Nidda, Ober-Lais (mit Unter-Lais), Ober-Schmitten, Ober-Widdersheim, Schwickartshausen, Stornfels, Ulfa, Unter-Schmitten, Unter-Widdersheim und Wallernhausen.

Die Stadtteile geordnet nach Einwohnerzahl am 31. Dezember 2019 (Haupt- und Nebenwohnungen):<ref>Nidda Vorlage:Webarchiv In: Webauftritt. Stadt Nidda, abgerufen am 2. Feb. 2021.</ref>

Stadtteil Einwohner (2019)
Nidda 5.398
Eichelsdorf 1.227
Ulfa 1.180
Ober-Widdersheim 1.066
Geiß-Nidda 1.010
Wallernhausen 988
Unter-Schmitten 931
Ober-Schmitten 905
Kohden 868
Harb 775
Borsdorf 704
Ober-Lais 657
Fauerbach 614
Bad Salzhausen 604
Unter-Widdersheim 310
Schwickartshausen 249
Michelnau 242
Stornfels 224

Geschichte

[Bearbeiten]
Datei:Valentin Wagner Nidda 1633 SE.jpg
Nidda von Südosten (Valentin Wagner, 1633)
Datei:Nidda De Merian Hassiae.jpg
Nidda – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655

Zwischen 802 und 817 wird Nidda als Nitaha im Codex Eberhardi erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Heinrich Meyer zu Ermgassen, Codex Eberhardi. Band 2, Marburg 1995–2007, S. 212, Auszug 176.</ref> Spätere Formen des Ortsnamens waren Nithehe (1187), Nitehe (1206) und Nitehehe (1234).<ref name="lagis" />

Der Edelfreie Volkold II., vielleicht aber auch schon sein Vater Volkold I. von Malsburg, dem er als Vogt der Reichsabtei Fulda über deren Besitz in der nördlichen Wetterau folgte, erbaute um 1100 eine kreisrunde Wasserburg in Nidda, die den staufischen Kaisern zur Sicherung der vorbeiführenden Handelsstraßen diente. (Sie wurde bald nach 1604, als Nidda an Hessen-Darmstadt fiel, abgerissen und durch ein Renaissanceschloss ersetzt.) Volkold II. verlegte seinen Wohnsitz von der fuldischen Burg Bingenheim nach Nidda und begründete die Familie der Grafen von Nidda.

Im Jahre 1187 übertrug Graf Berthold II. von Nidda die Pfarrei Nidda zusammen mit beträchtlichem Grundbesitz an den Johanniterorden, der danach in Nidda eine Komturei einrichtete. Die dann errichteten Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Ordens bestimmten in den folgenden Jahrhunderten das Bild der Stadt. Im Jahre 1205 erbte Graf Ludwig I. von Ziegenhain die kleine Grafschaft Nidda, da seine Mutter Mechthild, Schwester des ohne männliche Erben verstorbenen letzten Grafen von Nidda, Berthold II., Alleinerbin ihres Bruders gewesen war. Im Jahre 1234 wurde Nidda in einer Urkunde der Grafen Gottfried IV. und Berthold I. von Ziegenhain erstmals als Stadt bezeichnet; 1218 und 1223 wurde der Ort noch als „villa“ bezeichnet.

Von 1258 bis 1311/1333 waren die Grafschaften Ziegenhain und Nidda nach einer Erbteilung wieder voneinander geteilt. Erst 1333 kam es zur erneuten Vereinigung. Graf Johann I. von Ziegenhain heiratete 1311 die Erbtochter Lukardis (Luitgart) des Niddaer Grafen Engelbert I. Dieser starb 1330, und seine Tochter blieb bis 1333 nominelle Regentin. 1333 vereinte dann Johann von Ziegenhain beide Grafschaften in seiner Hand.

Nach dem Aussterben der Grafen von Ziegenhain und Nidda mit dem Tode Johanns II. im Jahre 1450 kam die Grafschaft Nidda in den Besitz der Landgrafen von Hessen. Seitdem ist im Haus Hessen der Titel „Graf von Nidda“ Bestandteil des Familiennamens. Zur Grafschaft Nidda gehörten zu diesem Zeitpunkt das Amt Nidda mit den Gerichten Widdersheim, Rodheim, Ulfa und Wallernhausen, die Herrschaft Lißberg, die Fuldische Mark mit den halben Vogteien Echzell, Berstadt, Dauernheim und Bingenheim (mit Ausnahme des dortigen Schlosses), und die Gerichte Burkhards und Crainfeld. An die romanische Pfarrkirche wurde 1491 ein spätgotischer Kirchturm angebaut, der 2012 umfangreich einschließlich des Dachturms erneuert wurde.<ref>Marode Dachkonstruktion in FAZ vom 29. Februar 2012, S. 46.</ref>

Im Jahre 1821 wurden die Ämter aufgelöst und Nidda wurde Sitz des Landratsbezirks Nidda bzw. ab 1830 des Kreises Nidda und von 1848 bis 1852 des Regierungsbezirks Nidda.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Nidda: Vorlage:Zitat

Verwaltungsgeschichte im Überblick

[Bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Nidda angehört(e): <ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Hessische Gebietsreform

[Bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten am 1. Dezember 1970 die bis dahin selbständigen Gemeinden Borsdorf, Fauerbach bei Nidda, Geiß-Nidda, Harb, Kohden, Michelnau, Ober-Lais, Ober-Schmitten, Ober-Widdersheim, Bad Salzhausen, Stornfels, Ulfa, Unter-Schmitten, Wallernhausen und die Stadt Nidda freiwillig zur neuen Stadt Nidda.<ref>Vorlage:HessAmtsBL</ref> Am 31. Dezember 1971 wurde Schwickartshausen auf freiwilliger Basis eingemeindet.<ref>Vorlage:HessAmtsBL</ref> Eichelsdorf und Unter-Widdersheim sowie ein Teilgebiet der Nachbarstadt Hungen mit damals etwa 50 Einwohnern folgten am 1. August 1972 kraft Landesgesetz.<ref>Vorlage:HessAmtsBL</ref><ref>Vorlage:BibISBN</ref> Für die ehemals eigenständigen Gemeinden sowie für die Kernstadt wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Flugplatz

[Bearbeiten]

Im Ortsteil Harb existierte von 1938 bis 1945 der Militärflugplatz Harb der damaligen Luftwaffe.<ref>Topografie des Nationalsozialismus in Hessen, abgerufen am 28. Oktober 2022.</ref>

Bevölkerung

[Bearbeiten]

Einwohnerstruktur 2011

[Bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Nidda 16.864 Einwohner. Darunter waren 1020 (6,0 %) Ausländer, von denen 302 aus dem EU-Ausland, 554 aus anderen europäischen Ländern und 164 aus anderen Staaten kamen.<ref name="Z2011A" /> Von den deutschen Einwohnern hatten 12,9 % einen Migrationshintergrund.<ref name="Z2011M" /> Nach dem Lebensalter waren 1698 Einwohner unter 18 Jahren, 3894 waren zwischen 18 und 49, 2001 zwischen 50 und 64 und 1719 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 7164 Haushalten. Davon waren 2147 Singlehaushalte, 2195 Paare ohne Kinder und 2008 Paare mit Kindern, sowie 632 Alleinerziehende und 182 Wohngemeinschaften. In 1533 Haushalten lebten ausschließlich Senioren/-innen und in 4653 Haushaltungen leben keine Senioren/-innen.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

[Bearbeiten]
• 1791: 1177 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" />
• 1800: 1401 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD-1800" />
• 1806: 1431 Einwohner, 282 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
• 1829: 1700 Einwohner, 303 Häuser<ref name="GW" />
• 1867: 1703 Einwohner, 292 bewohnte Gebäude<ref>Vorlage:BibOCLC</ref>
• 1875: 1759 Einwohner, 294 bewohnte Gebäude<ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Vorlage:LAGIS Einwohner Diagramm

Religion

[Bearbeiten]

Die Bevölkerung der Stadt Nidda ist überwiegend evangelischen Glaubens.

• 1829: 1657 evangelische (= 97,47 %), 3 katholische (= 0,78 %), 40 jüdische (= 2,35 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 2943 evangelische (= 72,83 %), 798 römisch-katholische (= 24,06 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1987: 12.533 evangelische (= 65,69 %), 2404 katholische (= 14,79 %), 1321 sonstige (= 8,12 %) Einwohner<ref name="Z2011S" />
• 2011: 10.680 evangelische (= 63,7 %), 2360 katholische (= 14,1 %), 210 orthodoxe (= 1,2 %), 2360 andersgläubig (= 3,3 %), 2780 sonstige<ref group="Anm.">Keiner öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaft angehörig.</ref> (= 16,6 %) Einwohner<ref name="Z2011R" />

Anfang des 20. Jahrhunderts lebten ca. 100 Juden in Nidda. Etwa die Hälfte konnte vor dem Krieg auswandern, die anderen wurden Opfer der NS-Herrschaft. Im Februar 2014 wurden die ersten Stolpersteine in Nidda verlegt.

Im Juni 2011 eröffnete die Ahmadiyya-Muslim-Jamaat die Bait-ul-Aman-Moschee, die mit Minarett und Kuppel ausgestattet ist.

Politik

[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung

[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,<ref>Vorlage:KW21-Hessen</ref> in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:<ref>Vorlage:KW16-Hessen</ref><ref>Vorlage:KW11-Hessen</ref><ref>Vorlage:KW06-Hessen</ref>

Vorlage:Sitzverteilung Parteien und Wählergemeinschaften 2021 2016 2011 2006 2001
% Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
style="text-align:left; border-right:5px solid #Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 31,5 12 27,8 10 30,0 11 46,0 17 45,7 17
BL BürgerListe Nidda 27,5 10 30,8 12 16,6 6
style="text-align:left; border-right:5px solid #Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 24,9 9 31,3 12 36,8 14 40,3 15 41,5 15
style="text-align:left; border-right:5px solid #Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Grüne Bündnis 90/Die Grünen 11,2 4 6,5 2 10,0 4 5,4 2 2,3 1
style="text-align:left; border-right:5px solid #Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Linke Die Linke 4,9 2 3,6 1 2,9 1
style="text-align:left; border-right:5px solid #Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| FWG/FDP Freie Wählergemeinschaft/Freie Demokratische Partei 3,6 1
style="text-align:left; border-right:5px solid #Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| FWG Freie Wählergemeinschaft Nidda 1,1 1 7,4 3
FUB/FDP Freie Unabhängige Bürger/Freie Demokratische Partei 6,3 2
style="text-align:left; border-right:5px solid #Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 0,9 0 0,9 0
style="text-align:left; border-right:5px solid #Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| FDP Freie Demokratische Partei 2,1 1
Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 50,5 47,8 48,9 52,1 56,8

Ortsvorsteher des Stadtteils Nidda ist Rudolf Allmansberger (Stand Juni 2013).

Bürgermeister

[Bearbeiten]

Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Magistrats, dem in der Stadt Nidda neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Stadtrat<ref>Die Stelle des Ersten Stadtrates wurde nach der Gebietsreform über 47 Jahre lang, von Juli 1971 bis Ende 2018, hauptamtlich verwaltet. Stadt Nidda: Bürgermeister und Bürgermeisterin sowie Erste Stadträte und Erste Stadträtin der Stadt Nidda</ref> und fünf weitere Stadträte angehören.<ref>Gremien: Magistrat</ref> Bürgermeister ist seit dem 19. April 2022 Thorsten Eberhard (CDU).<ref name="te" /> Er wurde als Nachfolger von Hans-Peter Seum, der nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidiert hatte,<ref name="hps" /> am 30. Januar 2022 in einer Stichwahl bei 40,27 Prozent Wahlbeteiligung mit 64,30 Prozent der Stimmen gewählt.<ref>Votemanager: Bürgermeisterwahl Stadt Nidda 2022</ref>

Amtszeiten der Bürgermeister und Schultheiße<ref>Nidda: die Geschichte einer Stadt und ihres Umlandes, J. Friedrich Battenberg, ISBN 3-9803915-8-2</ref>
  • 2022–2028 Thorsten Eberhard (CDU)<ref name="te">CDU-Stadtverband Nidda, 7. April 2022: Ein großer und stolzer Tag für die CDU Nidda „Thorsten Eberhard ist ab 19. April 2022 Bürgermeister von Nidda.“ … „Im Rahmen der Stadtverordnetensitzung erfolgte am 5. April 2022 die feierliche Amtseinführung.“</ref>
  • 2010–2022 Hans-Peter Seum<ref name="hps">FNP, 27. September 2021: Seum hört auf, Eberhard will ins Niddaer Rathaus</ref>
  • 1995–2009 Lucia Puttrich (CDU)
  • 1989–1995 Helmut Jung (SPD)
  • 1961–1989 Wilhelm Eckhardt (SPD)
  • 1949–1961 August Ludwig Böcher
  • 1910–1924 Ludwig Erk
  • 1899–1910 Hermann Roth
  • 1898–1899 Wilhelm Erk (HBB)
  • 1869–1898 Ludwig Rullmann
  • 1859–1869 August Reuning
  • 1848–1858 Ludwig Uhl
  • 1824–1839 Johannes Ringshausen<ref name="Geschlechterbuch9">Genealogisches Handbuch bürgerlicher Familien, Band 94, Hessisches Geschlechterbuch Band 9, 1937</ref>
  • 1710 Ludwig Ringshausen<ref name="Geschlechterbuch9" />
  • 1701 Johannes Ringshausen (1648–1722)<ref>Genealogisches Handbuch bürgerlicher Familien, Band 94, Hessisches Geschlechterbuch Band 9, Seite 379, 1937</ref>
Ergebnisse der Bürgermeister-Direktwahlen<ref>Vorlage:Webarchiv; Hinweis: von den Einzelergebnissen sind 2000 und 2015 nicht archiviert - Votemanager: Wahltermine Stadt Nidda, seit 2006; Hinweis: Bürgermeisterwahlen 2007 sind nicht aufbereitet</ref>
Jahr Wahlbetei-
ligung in %
Kandidaten Partei Stimmen
in %
2022
Stichwahl
40,3 Thorsten Eberhard CDU 64,3
Thomas Eckhardt 35,7
2022 43,11 Thorsten Eberhard CDU 45,54
Thomas Eckhardt 28,41
Susanne Repp BL 26,05
2015 40,7 Hans-Peter Seum 91,6
2010 55,7 Hans-Peter Seum 62,7
Reimund Becker SPD 37,3
2007 48,6 Lucia Puttrich CDU 64,2
Rosemarie Spamer SPD 33,1
Daniel Lachmann NPD Vorlage:02,8
2000 64,1 Lucia Puttrich CDU 71,7
Ute Kohlbecher SPD 28,3
1995 69,3 Lucia Puttrich CDU 54,1
Georg Wegner SPD 45,9

Wappen

[Bearbeiten]

Wappen

Blasonierung: „In Schwarz über einem achtstrahligen Stern (Ziegenhain) im Halbbogen eine silberne, rot (Tor und Fenster) abgesetzte Burg (Nidda).“

Flaggenbeschreibung: „Die Flagge zeigt die Farben Schwarz und Gold, im oberen Drittel das Stadtwappen“. Die Flagge ist senkrecht geteilt, links Schwarz und rechts Gold. Die Farben lassen sich bis zur Grafschaft Ziegenhain und Nidda zurückverfolgen.

Städtepartnerschaften

[Bearbeiten]

Nidda hat Städtepartnerschaften mit Crest in Frankreich, Bad Kösen in Sachsen-Anhalt, Weißenstein in Österreich und Cromer in England. Derzeit werden Verhandlungen über eine Partnerschaft mit Nida in Litauen und Salandra (Italien) geführt.

Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten]

Flächennutzung

[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst eine Gesamtfläche von 1.835 Hektar, davon entfallen in ha auf:<ref name="Hstat">Hessisches Statistisches Informationssystem (Hesis) In: Statistik.Hessen.</ref>

Nutzungsart 2011 2015
Gebäude- und Freifläche 658 663
davon Wohnen 356 350
Gewerbe 84 94
Betriebsfläche 60 60
davon Abbauland 35 36
Erholungsfläche 61 61
davon Grünanlage 40 40
Verkehrsfläche 851 848
Landwirtschaftsfläche 6.156 6.154
Waldfläche 3.864 3.864
Wasserfläche 140 140
Sonstige Nutzung 46 46

Wirtschaftsstruktur

[Bearbeiten]

Papier

Bedingt durch seinen Wald- und Wasserreichtum sowie durch die Qualität des Wassers hat das Papierhandwerk in Nidda eine lange Tradition. Einige in Nidda ansässige Unternehmen haben dieses Handwerk weiterentwickelt und sind heute industrielle Hersteller mit modernen Anlagen und vielseitigen Produktpaletten. Sie sind wichtige Arbeitgeber in der Region.

Bau

1910 legte Adolf Lupp den Grundstein für ein mittelständisches Bauunternehmen.

1948 entstand in Nidda ein Filialunternehmen der Tief- und Ingenieurbau-Firma Strassing Bau-GmbH, die ihren Hauptsitz in Bad Orb hatte.

Verkehr

[Bearbeiten]

Nidda liegt an den Bundesstraßen 455 und 457 sowie an der Bahnstrecke Gießen–Gelnhausen mit Stationen in den Ortsteilen Nidda, Borsdorf und Ober-Widdersheim. Der Bahnhof Nidda ist außerdem Endstation der Bahnstrecke nach Friedberg.

Die Stadt gehört zusammen mit dem Wetteraukreis zum Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes.

Durch den Stadtteil Unter-Widdersheim führt der Deutsche Limes-Radweg. Dieser folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau. Durch Nidda führt der Hessische Radfernweg R4. Er steht unter dem Motto Von Dornröschen zu den Nibelungen. Der Radfernweg beginnt in Hirschhorn am Neckar und verläuft von Süd nach Nord durch Hessen, entlang von Mümling, Nidda und Schwalm nach Bad Karlshafen an der Weser. Die Gesamtlänge beträgt ungefähr 385 Kilometer.

Bildung

[Bearbeiten]
  • Gymnasium des Wetteraukreises
  • Otto-Dönges-Schule (Grundschule)
  • Alteburgschule (Haupt- und Realschule)
  • Gudrun-Pausewang-Schule (Schule für Lernhilfe)
  • Berufliche Schule Oberhessen (Berufsschule mit Berufsfach- und Fachoberschule)
  • Kindergärten
  • Stadtbibliothek Nidda

Freizeit- und Sportanlagen

[Bearbeiten]
  • Flugplatz Nidda auf dem Helmsberg des Fliegersportklub Nidda, Segelflug und Motorsegler
  • Sportplatz der Viktoria Nidda (Rasenplatz, der Sandplatz wurde 2005 in Rasenplatz umgewandelt)
  • Tennisplatz (fünf Sandplätze im Stadtteil Bad Salzhausen)
  • Minigolf (Bad Salzhausen)
  • Tartanbahn
  • Solebewegungsbad (im Stadtteil Bad Salzhausen)
  • Freibad mit Schwimmer-, Springer-, Nichtschwimmer- und Babybecken, ein Fünfmeterturm, ein Dreimeterturm, zwei Einmeterbretter, zwei Beach-Volleyball-Felder
  • Reitverein mit Halle

Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten]

Vorlage:Panorama

Bauwerke

[Bearbeiten]

Museen

[Bearbeiten]
  • Institut für Kirchengeschichte von Böhmen, Mähren und Schlesien
  • Niddaer Heimatmuseum, befindet sich im markanten 1632 erbauten Stadtwirtshaus am Marktplatz.
  • Zimmermann-Strauss-Museum – Jüdisches Museum Nidda
  • Feuerwehrmuseum Nidda

Regelmäßige Veranstaltungen

[Bearbeiten]
Datei:Gudrun Landgrebe - 5821.jpg
Gudrun Landgrebe im April 2012 bei Nidda erlesen
  • Nidda erlesen – Literatur, Kunst, Illustres, Lesungen bekannter Autoren oder Schauspieler.
  • nidda in concert – Klassik-Konzert-Reihe im historischen Parksaal Nidda-Bad Salzhausen
  • Niddaer Triathlon für Jedermann
  • swingin'parc – jazz meets…, Jazz-Konzert-Reihe im historischen Parksaal Nidda-Bad Salzhausen
  • Kirmes Unter-Widdersheim, jährlich am zweiten Wochenende im Juni
  • Kirmes Wallernhausen, jährlich am ersten Juli-Wochenende
  • Kirmes Ober-Lais, jährlich am letzten Wochenende im August
  • Volksfeste:
    • Frühjahrsmarkt
    • Herbstmarkt/Kirmes
    • Martinimarkt
  • Weihnachtsmarkt Nidda

Naturdenkmäler

[Bearbeiten]

Vorlage:Hauptartikel

  • Kindstein im Ortsteil Unter-Widdersheim, ein Megalith aus Phonolith (Klingstein) als Zeuge für einen vorzeitlichen Kultplatz. Der Stein muss von weit her an diese Stelle geschafft worden sein. Eine Gedenktafel gibt nähere Auskunft.

Persönlichkeiten

[Bearbeiten]

In Nidda geboren

[Bearbeiten]

Mit Nidda verbunden

[Bearbeiten]

Anmerkungen

[Bearbeiten]

<references group="Anm." />

Einzelnachweise

[Bearbeiten]

<references> <ref name="lagis"> Vorlage:LAGIS </ref> <ref name="Nidda"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Amt Nidda"> Die Zugehörigkeit des Amtes Nidda anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Vorlage:LAGIS, Vorlage:LAGIS und Vorlage:LAGIS </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="Z2011R"> Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="Z2011A"> Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="Z2011E"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="Z2011M"> Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="Z2011S"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="NLVK"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="STH-Oberhessen"> Vorlage:Literatur </ref> </references>

Literatur

[Bearbeiten]
  • Vorlage:MerianTopo
  • Vorlage:HessBib
  • Vorlage:DNB-Portal
  • Ottfried Dascher, Reinhard Pfnorr (Hrsg.): NIDDA. Die Geschichte einer Stadt und ihres Umlandes. Verlag Niddaer Heimatmuseum, Nidda 2. Auflage 2003, ISBN 3-9803915-8-2. [umfassende wissenschaftliche Darstellung der Niddaer Stadtgeschichte mit Beiträgen verschiedener Autoren wie Friedrich Battenberg, Ottfried Dascher, Karl E. Demandt, Eckhart G. Franz, Ulrich Hussong, Lucia Puttrich, Walter G. Rödel, Vera Rupp, Thomas Schilp u. a.]
  • Arnold Spruck: Wurzeln und Wege. Eine Geschichte der Katholiken in und um Nidda unter Mitarbeit von Wolfgang Stingl und Manfred Wollner. Gerhard-Hess-Verlag, Bad Schussenried 2. Auflage 2017, ISBN 978-3-87336-609-1. [populärwissenschaftliche Darstellung der gesamten Kirchengeschichte Niddas mit Schwerpunkt auf der katholischen Entwicklung.]
  • Yvonne Taddeo: Die Stadtteile der Großgemeinde Nidda. Humorvolles – Geschichtliches – Dorfporträts. Wort im Bild, [Altenstadt] / Ortenberg 2020, ISBN 978-3-88654-792-0.
  • Dieter Wolf: Zur Entwicklungsgeschichte der ehemaligen Stadtpfarrkirche und Johanniterkomturei Nidda. In: Niddaer Geschichtsblätter 11 (2020). S. 63–217.
[Bearbeiten]

Vorlage:Commonscat Vorlage:Wikivoyage

Vorlage:NaviBlock

Vorlage:Normdaten