Binsen

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Die Binsen (in Deutschland und teilweise der Schweiz und Liechtenstein übliche Bezeichnung) bzw. Simsen (in Österreich übliche Bezeichnung)<ref name="Fischer2008" /> (Juncus) sind die namengebende Gattung der Familie der Binsengewächse bzw. Simsengewächse (Juncaceae). Die über 300 Arten sind fast weltweit verbreitet. Kennzeichnendes Merkmal sind die starren, rundlichen und borstig zugespitzten Blattspreiten; diese sind meist hohl oder mit einem schwammartigen Sternparenchym (Durchlüftungsgewebe, Aerenchym) erfüllt, welches der Versorgung mit Sauerstoff dient.

Beschreibung

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Datei:Juncus Bluete.png
Schematische Darstellung einer sechsspelzigen, zwittrigen Blüte von Binsen (Juncus)

Vegetative Merkmale

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Juncus-Arten sind meist ausdauernde, seltener einjährige krautige Pflanzen.<ref name="FoC2000" /><ref name="FoNA2000" /><ref name="WesternAustralianFlora" /> Binsen-Arten sind oft immergrün.<ref name="WesternAustralianFlora" /> Oft werden Ausläufer oder Rhizome gebildet. An den kurzen bis langen kriechenden Rhizomen<ref name="FoC2000" /> sind schuppenförmige Niederblätter vorhanden.<ref name="FoNA2000" /><ref name="WesternAustralianFlora" /> Etliche Arten bilden Horste.<ref name="FoNA2000" /> Die Stängel sind anfangs zylindrisch.<ref name="WesternAustralianFlora" />

Die meist grundständigen,<ref name="WesternAustralianFlora" /> manchmal auch zusätzlich am Stängel wechselständig und dreizeilig verteilt angeordneten Laubblätter sind in Blattscheide und -spreite gegliedert.<ref name="FoC2000" /><ref name="WesternAustralianFlora" /> Die Blattscheiden sind mindestens an einer Seite offen, geschlitzt und im oberen Bereich oft geöhrt.<ref name="FoC2000" /> Die einfachen,<ref name="WesternAustralianFlora" /> stängelähnlich stielrunden, seltener grasähnliche flachen,<ref name="FoNA2000" /> selten schuppenähnlichen Blattspreiten<ref name="FoC2000" /> sind in der Regel kahl – im Gegensatz zu den ebenfalls zu den Binsengewächsen gehörenden Hainsimsen (Luzula). Diese Blattspreiten setzen den Stängel oft in gerader Linie fort, so dass der Blütenstand seitenständig erscheint. Stängel und Blätter sind oft mit einem schwammartigen, weißen Mark gefüllt oder hohl und dann nur etagenweise durch Markschichten quer gegliedert. Es liegt Parallelnervatur vor.<ref name="WesternAustralianFlora" />

Generative Merkmale

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Der Blütenstand der Binsengewächse ist eine Spirre, eine abgewandelte Form der Rispe. Es sind Tragblätter vorhanden.<ref name="WesternAustralianFlora" /> Bei den Binsen-Arten sind die Blütenstände endständig oder pseudoseitenständig, wenn das Tragblatt scheinbar den Stängel verlängert.<ref name="FoC2000" /> Unter den Blüten können zwei Deckblätter vorhanden sein.<ref name="FoNA2000" /> Die Blütenstände enthalten meist viele Blüten.<ref name="FoC2000" /> Die randlichen beziehungsweise unteren Blüten sind am längsten gestielt, die zentralen oder oberen stehen dagegen gestauchter. Auf diese Weise entsteht ein fast trichterförmiges Gebilde. Mehrere Blüten können zusätzlich knäuelig zusammengefasst sein. Es können Deckblätter vorhanden sein.<ref name="FoNA2000" />

Die zwittrigen oder eingeschlechtigen Blüten<ref name="FoC2000" /> sind relativ klein, radiärsymmetrisch und dreizählig und oft mit doppelter Blütenhülle. Es sind zwei Kreise meist gleicher und freier Blütenhüllblätter vorhanden;<ref name="WesternAustralianFlora" /> manchmal sind nur vier Blütenhüllblätter vorhanden.<ref name="FoNA2000" /> Die Blütenhüllblätter sind grün bis braun, purpurfarben oder schwarz gefärbt, zuweilen auch transparent. Es sind meist zwei, manchmal nur ein Kreis, mit je drei Staubblättern,<ref name="WesternAustralianFlora" /> manchmal sind nur zwei Staubblätter vorhanden.<ref name="FoNA2000" /> Die Staubfäden sind fadenförmig.<ref name="FoC2000" /> Die Staubbeutel sind länglich oder linealisch.<ref name="FoC2000" /> Die Pollenkörner sind immer in Viererpaketen zusammengefasst. Drei Fruchtblätter oberständigen, ein- oder dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen.<ref name="FoNA2000" /><ref name="FoC2000" /><ref name="WesternAustralianFlora" /> Es somd drei parietale Plazenten mit vielen Samenanlagen vorhanden.<ref name="FoC2000" /> Der Griffel endet in drei<ref name="WesternAustralianFlora" /> relativ langen, papillösen, oft eingedrehten Narben.<ref name="FoC2000" />

Die Kapselfrucht öffnet sich fachspaltig = lokulizid mit drei Fruchtklappen und enthält mehrere Samen.<ref name="WesternAustralianFlora" /> Die winzigen Samen sind ellipsoid, eiförmig oder länglich und manchmal besitzen sie geschwänzte Anhängsel an einem oder beiden Enden.<ref name="FoNA2000" /><ref name="FoC2000" /> Die Samen enthalten Endosperm, das nicht ölhaltig ist und Stärke enthält. Der gerade Embryo besitzt nur ein Keimblatt (Kotyledon).<ref name="WesternAustralianFlora" />

Datei:Sternparenchym.jpg
Sternparenchym im Mark einer Binse

Ökologie

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Juncus-Arten sind helophytisch bis mesophytisch.<ref name="WesternAustralianFlora" /> Ihre vegetative Vermehrung erfolgt meist über Ausläufer oder Rhizome.

Vorlage:Belege fehlen Binsen-Arten verfügen im Mark über ein Sternparenchym. Es handelt sich dabei um ein Durchlüftungsgewebe (Aerenchym). Die Zellen erhalten durch örtlich begrenztes Wachstum der Zellwand armartige Auswüchse und erscheinen so sternförmig. Die großen Interzellularen und Lakunen erleichtern den Gasaustausch bei untergetauchten Organen und erhöhen die Schwimmfähigkeit des Pflanzenkörpers.

Die Bestäubung der Binsen-Arten erfolgt durch Wind (Anemogamie). Die Blütenhülle ist unscheinbar, Nektar und Duftstoffe fehlen. Die Narben sind oft korkenzieherartig eingedreht, um so die Oberfläche zu vergrößern und möglichst viel Pollen aufnehmen zu können.

Die Kurzflüglige Schwertschrecke (Conocephalus dorsalis) ist aufgrund ihrer Fortpflanzungsbiologie überwiegend an Feuchtgebiete gebunden. Die Weibchen legen ihre Eier vor allem in die markhaltigen Stängel der Binsen. Die Eier verbleiben bis zum nächsten Frühjahr in den Pflanzenstängeln. Die Raupen etlicher Arten der Sackträgermotten (Coleophoridae) insbesondere jene der Gattung Coleophora ernähren sich ausschließlich von Juncus-Arten.

Binsen-Arten tragen zur Wasserreinigung bei, indem sie Schadstoffe abbauen. Einige Arten können Phenole aus dem Wasser aufnehmen und werden in sogenannten Pflanzenkläranlagen eingesetzt.

Standorte in Mitteleuropa

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Die meisten Binsen-Arten Mitteleuropas gedeihen auf feuchten bis nassen, zum Teil überfluteten Standorten in Feuchtgebieten an Gewässern, in Mooren, Feuchtwiesen und in Sümpfen.<ref name="Podlech1980" /> Gebirgs-Arten Mitteleuropas gedeihen in alpinen Matten, im Geröll und an Felsen.<ref name="Podlech1980" />

Systematik und Verbreitung

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Die Gattung Juncus gehört zur Familie der Juncaceae.<ref name="FoC2000" /><ref name="FoNA2000" /><ref name="POWO" /><ref name="Euro+Med" /><ref name="GRIN" />

Botanische Geschichte

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Die Gattung Juncus wurde je nach Autor, beispielsweise Kirschner et al. 1999<ref name="Kirschner1999" /> in Untergattungen oder Sektionen gegliedert. Molekulargenetische Untersuchungen zeigten im 21. Jahrhundert, dass die Gattung Juncus nicht monophyletisch ist.

Ab 2013 wurden Arten in andere, neue Gattungen ausgegliedert.<ref name="Proćków2023" />

Seit Brožová et al. 2022<ref name="Brožová2022" /> gibt es sechs Gattungen mehr; dies wurde durch Proćków et al. 2023 bestätigt und es erfolgte die Neukombination der vielen Arten:<ref name="Proćków2023" />

Taxonomie

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Die Gattung Juncus wurde durch Carl von Linné 1753 in Species Plantarum, Tomus I, Seite 325<ref name="FoC2000" /><ref name="POWO" /><ref name="Euro+Med" /><ref name="GRIN" /><ref name="Tropicos" /> und 1754 in Genera Plantarum 5. Auflage, Seite 152 aufgestellt.<ref name="FoNA2000" /> Der Gattungsname Juncus wird u. a. durch altirische wie altgriechische Begriffe auf eine gemeinsame indogermanische, rekonstruierte Stammform mit eben der Bedeutung „Binse“ zurückgeführt. Ein Zusammenhang mit dem lateinischen iúngere = „zusammenbinden“ liegt nicht vor.<ref name="Genaust1996" /> Synonyme für Juncus Vorlage:Person sind: Cephaloxys Vorlage:Person nom. illeg., Juncastrum Vorlage:Person, Microschoenus Vorlage:Person, Phylloschoenus Vorlage:Person, Tenageia Vorlage:Person, Tristemon Vorlage:Person nom. illeg.<ref name="POWO" /><ref name="Euro+Med" />

Arten und ihre Verbreitung

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Es gab bis 2023 etwa 310 Arten in der Gattung Juncus s. l.<ref name="POWO" /> Die Gattung Juncus ist weltweit verbreitet, ihre Verbreitungsschwerpunkte besitzt sie vor allem in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel, strahlt aber aus bis in die gemäßigten Gebieten der Südhalbkugel. In den Tropen fehlen die Binsen-Arten im Tiefland, finden sich aber in Höhenlagen ab etwa 2000 Metern. Von den etwa 332 Arten der Gattung Juncus s. l. sind knapp über vierzig in der Neotropis heimisch, sieben im tropischen Afrika und vier im tropischen Asien.<ref name="FdColombia2009" /> etwa 95 Arten kommen in Nordamerika vor.<ref name="FoNA2000" /> In China kommen etwa 76 Arten der Gattung Juncus s. l. vor; 27 davon nur dort.<ref name="FoC2000" /> In Deutschland kommen etwa 29 Arten vor.

Seit Proćków et al. 2023 verbleiben nur noch etwa 20 Arten in der Gattung Juncus s. str.<ref name="Proćków2023" />
Datei:Juncus kraussii (3392247218).jpg
Habitus und Laubblätter von Juncus kraussii im Habitat
Es gibt etwa 22 Naturhybride in der Gattung Juncus s. l.:<ref name="POWO" />
Datei:Juncus x diffusus kz03.jpg
Naturhybride Juncus ×diffusus
  • Juncus ×alpiniformis Vorlage:Person = Juncus alpinoarticulatus × Juncus articulatus<ref name="POWO" />
  • Juncus ×brueggeri Vorlage:Person = Juncus conglomeratus × Juncus effusus<ref name="POWO" />
  • Juncus ×correctus Vorlage:Person<ref name="POWO" />
  • Juncus ×degenianus Vorlage:Person = Juncus articulatus × Juncus subnodulosus<ref name="POWO" />
  • Juncus ×diffusus Vorlage:Person = Juncus effusus × Juncus inflexus.<ref name="POWO" />
  • Juncus ×donyanae Vorlage:Person = Juncus acutiflorus subsp. rugosus × Juncus striatus<ref name="POWO" />
  • Juncus ×fallax Vorlage:Person = Juncus fontanesii × Juncus valvatus<ref name="POWO" />
  • Juncus ×fulvescens Vorlage:Person = Juncus articulatus × Juncus brevicaudatus<ref name="POWO" />
  • Juncus ×gracilescens Vorlage:Person = Juncus alpinoarticulatus × Juncus brevicaudatus<ref name="POWO" />
  • Juncus ×inundatus Vorlage:Person = Juncus balticus × Juncus filiformis<ref name="POWO" />
  • Juncus ×lancastriensis Vorlage:Person = Juncus balticus × Juncus inflexus<ref name="POWO" />
  • Juncus ×langii Vorlage:Person = Juncus acutiflorus × Juncus alpinoarticulatus<ref name="POWO" />
  • Juncus ×lemieuxii Vorlage:Person = Juncus articulatus × Juncus canadensis<ref name="POWO" />
  • Juncus ×montellii Vorlage:Person = Juncus arcticus × Juncus filiformis<ref name="POWO" />
  • Juncus ×montserratensis Vorlage:Person = Juncus acutiflorus × Juncus articulatus<ref name="POWO" />
  • Juncus ×murbeckii Vorlage:Person = Juncus anceps × Juncus articulatus<ref name="POWO" />
  • Juncus ×nodosiformis Vorlage:Person = Juncus alpinoarticulatus × Juncus nodosus<ref name="POWO" />
  • Juncus ×obotritorum Vorlage:Person = Juncus balticus × Juncus effusus<ref name="POWO" />
  • Juncus ×oronensis Vorlage:Person = Juncus tenuis × Juncus vaseyi<ref name="POWO" />
  • Juncus ×ruhmeri Vorlage:Person = Juncus conglomeratus × Juncus inflexus<ref name="POWO" />
  • Juncus ×sallandiae Vorlage:Person = Juncus dudleyi × Juncus tenuis<ref name="POWO" />
  • Juncus ×stuckeyi Vorlage:Person = Juncus alpinoarticulatus × Juncus torreyi<ref name="POWO" />
  • Juncus ×valbrayi Vorlage:Person = Juncus acutiflorus × Juncus anceps<ref name="POWO" />
Seit Proćków et al. 2023 gehören viele Arten nicht mehr zur Gattung Juncus s. str.<ref name="Proćków2023" />
Datei:Juncus monanthos (Einblüten-Simse) IMG 1189.jpg
Einblütige Binse (Oreojuncus monanthos)
Datei:Juncus trifidus 090906.jpg
Dreiblatt-Binse (Oreojuncus trifidus)

Nicht mehr zur Gattung Juncus gehören die beiden Arten der 2013 aufgestellten Gattung Oreojuncus Vorlage:Person:<ref name="POWO" />

Datei:Juncus breweri kz02.jpg
Habitus und Laubblätter von Agathryon breweri im Habitat
Datei:Juncus confusus - Flickr - andrey zharkikh.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Agathryon confusum im Habitat
Datei:2015.08.20 07.22.25 IMG 0199 - Flickr - andrey zharkikh.jpg
Kapselfrucht und Samen von Agathryon confusum
Datei:JuncusEffusus+Conglomeratus.jpg
Spirren der Flatter- (Agathryon effusum) und der Knäuel-Binse (Agathryon conglomeratum)
Datei:Juncus Dee Why.jpg
Fruchtstand von Agathryon continuum
Datei:Juncus decipiens Curly Wurly 0zz.jpg
Laubblätter der Sorte ‘Curly Wurly’ von Agathryon decipiens im Habitat
Datei:Juncus drummondii - 29245893387.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Agathryon drummondii im Habitat
Datei:JuncusGerardii.jpg
Bodden-Binse (Agathryon gerardii)
Datei:Juncus hybridus kz01.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Agathryon hybridum im Habitat
Datei:Juncus inflexus mark.jpeg
Blattspreite mit Mark der Blaugrünen Binse (Agathryon inflexum)
Datei:Juncus imbricatus flowerhead1 NC.jpg
Agathryon imbricatum
Datei:Juncus jacquinii2.JPG
Gämsen-Binse (Agathryon jacquinii) mit charakteristisch gedrehten Narbenästen
Datei:Juncus occidentalis.jpg
Blütenstand von Agathryon occidentale
Datei:Juncus sarophorus L.A.S.Johnson (AM AK294605) (cropped).jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Agathryon sarophorum Vorlage:Person
Datei:Juncus tenageia Sturm17.jpg
Illustration der Sand-Binse (Agathryon tenageia)
Datei:Juncus textilis.jpg
Blütenstand von Agathryon textilis
Datei:Juncus usitatus tussock (3438477129).jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Agathryon usitatum im Habitat
Datei:Juncus vaginatus R.Br. (AM AK298433-2).jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Agathryon vaginatum

Seit Brožová et al. 2022<ref name="Brožová2022" /> gibt es sechs Gattungen mehr um Arten aus der Gattung Juncus auszugliedern, dies wurde bei Proćków et al. 2023 bestätigt und formal die Neukombinationen vorgenommen:<ref name="Proćków2023" />

Datei:Neuchâtel Herbarium - Juncus castaneus - NEU000044737.jpg
Herbarbeleg der Kastanienbraunen Binse (Alpinojuncus castaneus)
Datei:Juncus stygius inat2.png
Habitus der Moor-Binse (Alpinojuncus stygius) im Habitat
Datei:Juncus thomsonii - Thomson's Rush on way from Gangria to Valley of Flowers National Park - during LGFC - VOF 2019 (2).jpg
Blüten von Alpinojuncus thomsonii
Datei:Juncus caespiticius - Flickr - Kevin Thiele.jpg
Blütenstand von Australojuncus caespiticius
Datei:Juncusmacrophyllus.jpg
Blüten von Boreojuncus macrophyllus
Datei:Juncusregelii.jpg
Fruchtstand von Boreojuncus regelii
Datei:Juncus repens.png
Habitus von Boreojuncus repens
Datei:Juncus capitatus Sturm9.jpg
Illustration der Kopf-Binse (Juncinella capitata)
Datei:Juncus luciensis.jpg
Habitus von Juncinella luciensis
Datei:Starr-110929-9873-Juncus acuminatus-habit in reservoir-Hanaula-Maui (25024210461).jpg
Verojuncus acuminatus
Datei:Juncus acutiflorus Sturm11.jpg
Illustration der Spitzblütigen Binse (Verojuncus acutiflorus)
Datei:Juncus alpinoarticulatus Sturm13.jpg
Illustration der Alpen-Binse (Verojuncus alpinoarticulatus)
Datei:Juncus canadensis 15-p.bot-juncu.canad-001.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Verojuncus canadensis im Habitat
Datei:Juncus diffusissimus iNat-4184191.jpg
Blütenstand von Verojuncus diffusissimus
Datei:Juncus fockei (3235546453).jpg
Teilblütenstände von Verojuncus fockei
Datei:Juncus macrandrus long-anthered rush many.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Verojuncus macrandrus im Habitat
Datei:Bighead rush.jpg
Ausschnitt eines Blütenstandes von Verojuncus megacephalus
Datei:Mertens rush, Juncus mertensianus (25828473167).jpg
Verojuncus mertensianus
Datei:Juncus nevadensis kz01.jpg
Habitus, Laubblätter und Fruchtstände von Verojuncus nevadensis im Habitat
Datei:Juncus oxymeris.jpg
Blütenstand von Verojuncus oxymeris
Datei:Juncus phaeocephalus phaeocephalus.jpeg
Blütenstand von Verojuncus phaeocephalus var. phaeocephalus
Datei:Starr 050818-4098 Juncus polyanthemos.jpg
Verojuncus polyanthemos
Datei:Juncus prismatocarpus (3210642737).jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Verojuncus prismatocarpus im Habitat
Datei:Juncus torreyi 2015.08.22 - andrey zharkikh.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Verojuncus torreyi im Habitat
Datei:Juncus torreyi NRCS-001 4x3.jpg
Blütenstand von Verojuncus torreyi

Verwendung

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Die Kombination aus dem weichen Mark und der festen, aber nicht starren, biegsamen „Rinde“ macht Binsen zu einem geschätzten Flechtmaterial für Körbe, Schuhe, Taschen, Matten oder Reusen.<ref name="Podlech1980" /> Von dem französischen Wort für Binsen ist der Begriff Jonc-Geflecht für eine spezielle Verarbeitungsweise abgeleitet. Im Volksmund werden aber auch andere Süßgrasartige (Poales) wie die Teichbinsen (Schoenoplectus) als „Binsen“ bezeichnet. Sie alle werden als Flechtmaterial genutzt.<ref name="Schultze-Motel1980" />

Sonstiges

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Der Begriff Binse ist Bestandteil in Phraseologismen: in die Binsen gehen (missglücken, verloren gehen); kurz auch „eine Binse“ für eine Binsenweisheit (eine Weisheit, die jeder kennt und die folglich keine ist).<ref name="UniRostock">Binsenweisheiten, 11.08.2020 bei der Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock.</ref>

Quellen

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Literatur

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  • Vorlage:BibISBN
  • Vorlage:BibISBN
  • Vorlage:BibISBN
  • Ralph E. Brooks, Steven E. Clemants: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000, ISBN 0-19-513729-9. Juncus Linnaeus. - textgleich online wie gedrucktes Werk.
  • Guofang Wu, Steven E. Clemants: Juncaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000, ISBN 0-915279-83-5. Juncus Linnaeus., S. 44–56 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
  • C. P. Köbele, H.-J. Tillich: Die Infloreszenzen der Juncaceae. In: Sendtnera, Band 7, 2001, S. 137–161.
  • V. Brožová, Jaroslaw Proćków, J. Lenka Záveská Drábková: Toward finally unraveling the phylogenetic relationships of the Juncaceae with respect to another cyperid family, Cyperaceae. In: Molecular Phylogenetics and Evolution., Volume 177, 107588, 2022. doi:10.1016/j.ympev.2022.107588
  • Viktorie Brožová, Jaroslaw Proćków, Lenka Záveská Drábková: Toward finally unraveling the phylogenetic relationships of Juncaceae with respect to another cyperid family, Cyperaceae. In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 177, Dezember 2022, 107588. doi:10.1016/j.ympev.2022.107588
  • Jaroslaw Proćków, Lenka Záveská Drábková: A revision of the Juncaceae with delimitation of six new genera: nomenclatural changes in Juncus. In: Phytotaxa, Volume 622, Issue 1, Oktober 2023, S. 17–41. doi:10.11646/phytotaxa.622.1.2 PDF.
  • Tammy L. Elliott, Isabel Larridon, Russell L. Barrett, Jeremy J. Bruhl, Suzana M. Costa, Marcial Escudero, Andrew L. Hipp, Pedro Jiménez‐Mejías, Jan Kirschner, Modesto Luceño, José Ignacio Márquez-Corro, Santiago Martín-Bravo, Eric H. Roalson, Ilias Semmouri, Daniel Spalink, William Wayt Thomas, Tamara Villaverde, Karen L. Wilson, A. Muthama Muasya: Addressing inconsistencies in Cyperaceae and Juncaceae taxonomy: Comment on Brožová et al. (2022). In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 179, Februar 2023, 107665. doi:10.1016/j.ympev.2022.107665
  • Yennifer Mata-Sucre, William Matzenauer, Natália Castro, Bruno Huettel, Andrea Pedrosa-Harand, André Marques, Luiz Gustavo Rodrigues Souza: Repeat-Based Phylogenomics Resolves Section-Level Classification within the Monocentric Genus Juncus L. (Juncaceae). In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 189, Dezember 2023, 107930. doi:10.1016/j.ympev.2023.107930

Einzelnachweise

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<references> <ref name="GRIN"> Vorlage:GRIN </ref> <ref name="Tropicos"> Vorlage:Tropicos </ref> <ref name="Fischer2008"> Vorlage:BibISBN </ref> <ref name="Schultze-Motel1980"> Wolfram Schultze-Motel: Familie Cyperaceae. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage, Band II, Teil 1. Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1980, ISBN 3-489-54020-4, S. 12–13. </ref> <ref name="Podlech1980"> Dietrich Podlech: Familie Juncaceae. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage, Band II, Teil 1. Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1980, ISBN 3-489-54020-4, S. 352–353. </ref> <ref name="Genaust1996"> Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Birkhäuser, Basel/Boston/Berlin 1996, ISBN 3-7643-2390-6 (Nachdruck ISBN 3-937872-16-7). </ref> <ref name="Kirschner1999"> Jan Kirschner, Lázaro J. NovaraVladimir S. Novikov; Sven Snogerup, Zdeněk Kaplan: Supraspecific division of the genus Juncus (Juncaceae). In: Folia Geobotanica, Volume 34, Issue 3, 1999, S. 377–390. doi:10.1007/BF02912822 4201385 </ref> <ref name="FoC2000"> Guofang Wu, Steven E. Clemants: Juncaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000, ISBN 0-915279-83-5. Juncus Linnaeus., S. 44–56 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="FoNA2000"> Ralph E. Brooks, Steven E. Clemants: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000, ISBN 0-19-513729-9. Juncus Linnaeus. - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="FdColombia2009"> Henrik Balslev, Alejandro Zuluaga: Flora de Colombia - Juncaceae. 2009, S. 14, Bogotá, Vorlage:ISSN </ref> <ref name="Drábková2013"> Lenka Záveská Drábková, Jan Kirschner: Oreojuncus, A New Genus in the Juncaceae. In: Preslia, Volume 85, Issue 4, November 2013, S. 483–503. Volltext online. </ref> <ref name="WesternAustralianFlora"> H. R. Coleman, 2016: Datenblatt Juncus bei Florabase — the Western Australian Flora des Western Australian Herbarium beim Department of Biodiversity, Conservation and Attractions. </ref> <ref name="Brožová2022"> Viktorie Brožová, Jaroslaw Proćków, Lenka Záveská Drábková: Toward finally unraveling the phylogenetic relationships of Juncaceae with respect to another cyperid family, Cyperaceae. In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 177, Dezember 2022, 107588. doi:10.1016/j.ympev.2022.107588 </ref> <ref name="Proćków2023"> Jaroslaw Proćków, Lenka Záveská Drábková: A revision of the Juncaceae with delimitation of six new genera: nomenclatural changes in Juncus. In: Phytotaxa, Volume 622, Issue 1, Oktober 2023, S. 17–41. doi:10.11646/phytotaxa.622.1.2 PDF. </ref> <ref name="POWO"> Veraltete Liste: Datenblatt Juncus bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science. </ref> <ref name="Euro+Med"> World Checklist of Selected Plant Families, 2010, The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Datenblatt Juncus In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> </references>

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