Glarus

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Die Stadt Glarus (örtlich Vorlage:GswS-CH,<ref name="lsg">Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 392.</ref> Vorlage:FrS, Vorlage:RmS) ist eine politische Gemeinde (bis 2010 Ortsgemeinde, heute Einheitsgemeinde) und der Hauptort des gleichnamigen Schweizer Kantons Glarus.

Im Rahmen der Glarner Gemeindereform fusionierte Glarus auf den 1. Januar 2011 mit den Gemeinden Ennenda, Netstal und Riedern zur neuen politischen Gemeinde Glarus.

Geographie

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Datei:ETH-BIB-Glarus v. S. aus 1000 m-Inlandflüge-LBS MH01-003490.tif
Historisches Luftbild aus 1000 m von Walter Mittelholzer von 1923
Datei:CH-NB Photoglob-Wehrli EAD-WEHR-31724-B.tif
Blick auf Glarus und Vorderglärnisch, Juni 1923

Glarus liegt in der geografischen Mitte des gleichnamigen Kantons an der Linth und am Fusse des rund 2300 m hohen Vorderglärnisch. Der höchste Punkt des Gemeindegebiets ist der Vorlage:Höhe hohe Bächistock, der zum Massiv des Glärnisch gehört. Nachbargemeinden sind die Gemeinden Glarus Nord, Glarus Süd sowie Muotathal und Innerthal (beide Kanton Schwyz).

Klima

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Für die Normalperiode 1991–2020 beträgt die Jahresmitteltemperatur 9,3 °C, wobei im Januar mit 0,0 °C die kältesten und im Juli mit 18,3 °C die wärmsten Monatsmitteltemperaturen gemessen werden. Im Mittel sind hier rund 86 Frosttage und 19 Eistage zu erwarten. Sommertage gibt es im Jahresmittel rund 41, während im Schnitt 6 Hitzetage zu verzeichnen sind. Die Messstation von MeteoSchweiz liegt auf einer Höhe von Vorlage:Höhe

Vorlage:Klimatabelle

Geschichte

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Erstmals schriftlich erwähnt wird das Land Clarona im 8. Jahrhundert in der Vita der heiligen Felix und Regula. Der Name geht wahrscheinlich, nach einem Vorschlag von Johann Ulrich Hubschmied (1949), auf eine lateinische Grundform Vorlage:Lang, im übertragenen Sinn «Waldlichtung», zurück.<ref name="lsg" /> Die Lautentwicklung dürfte über ein romanisches Claróna mit Akzentverschiebung zu einem althochdeutschen Vorlage:Lang geführt haben. Die Endung in -s dürfte analogisch zu anderen romanischen Ortsnamen eingeführt worden sein, und aus der Form *Gláruns wäre dann das -n- regulär geschwunden. Andere, weitgehend als verfehlt geltende Ansätze leiteten den Namen von lateinisch Vorlage:Lang oder von einem rätischen Volksstamm der *Claroneses o. ä. oder aber vom Namen des heiligen Hilarius her.<ref> Eine Übersicht über die verschiedenen Erklärungsversuche und die damit verbundenen Probleme siehe unter dem Eintrag Glarus auf ortsnamen.ch, dem Portal der schweizerischen Ortsnamenforschung.</ref>

Erste Siedlungsspuren stammen aus dem 6. oder 7. Jahrhundert. Ab dem mittleren 8. Jahrhundert dürfte die alemannische Besiedlung einsetzen, und Glarus gehörte von dieser Zeit bis ins späte 14. Jahrhundert zur Grundherrschaft des Klosters Säckingen. Das grundherrliche Gericht fand im 13. und 14. Jahrhundert im Kelnhof in Glarus statt. 1240 ist erstmals ein Markt erwähnt. Ein eigenes Glarner Siegel wird ab den 1280er-Jahren verwendet. 1387 fand die erste Landsgemeinde statt, eine Institution, die noch heute hier besteht und in der Regel am ersten Sonntag im Mai abgehalten wird. Der Loskauf von der Säckinger Grundherrschaft gelang 1388, durch Zürcher Vermittlung im Rahmen der Friedensgespräche nach der Schlacht bei Näfels.

Zum Hauptort des Linthtals wurde Glarus durch Beschluss der Landsgemeinde 1419, da hier lange die einzige Kirche der Talschaft stand. 1506 bis 1516 war der spätere Reformator Ulrich Zwingli beliebter katholischer Priester in Glarus. 1522 bis 1555 war Valentin Tschudi der erste evangelische Pfarrer, ein gemässigter Reformator und Vermittler zwischen beiden Konfessionen. 1555 bis 1570 folgte Fridolin Brunner als Pfarrer, der zuvor in mehreren Glarner Dörfern die Reformation durchgeführt hatte.

Datei:CH-NB - Grafiken Orts- und Landschaftsansichten - GS-GRAF-ANSI-GL-144.tif
Der grosse Brand von Glarus in der Nacht vom 10. auf den 11. Mai 1861 (Chromolithografie um 1870)
Datei:CH-NB Photoglob-Wehrli EAD-WEHR-9383-B.tif
Ansicht der Sprungschanze in Glarus beim «Grossen Skirennen der Schweiz», 21. Januar 1905 bis 22. Januar 1905

Während der Helvetik (1798–1803) war Glarus Hauptort des Kantons Linth. Glarus erfuhr eine frühe Industrialisierung und die Arbeiter organisierten sich zur Selbsthilfe. 1843 wurde als dritte Einrichtung dieser Art im Kanton die «Aktienbäckerei»<ref>Vorlage:Literatur</ref> gegründet, später war sie eine Genossenschaft. Im Jahr 1861 wütete ein verheerender Grossbrand, der grosse Teile des Ortes zerstörte. Nur wenige Gebäude aus der Zeit vor dem Brand blieben im Stadtbild erhalten. Der Wiederaufbau erfolgte sehr schnell nach einem städtebaulichen Plan, der auf einem rechteckigen Raster beruhte. Diese vor allem aus den Vereinigten Staaten bekannte Art der Städteplanung wurde gewählt, um weitere derartige Feuersbrünste zu verhindern.

Politik

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Gemeindepräsident ist Peter Aebli (FDP), der bei den Gemeinderatswahlen vom 13. Februar 2022 als Nachfolger von Christian Marti gewählt wurde. Dem Gemeinderat gehören neben ihm noch sechs weitere Mitglieder an. Die neue Gemeinde Glarus bildet einen Landratswahlkreis, der 18 der 60 Glarner Landräte stellt.

Wirtschaft

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Die einst wichtige Textilindustrie ist fast völlig verschwunden. Es überwiegt heute Holz- und Kunststoffindustrie sowie Stoff- und Buchdruckerei. Der Dienstleistungssektor ist zum wichtigsten Wirtschaftszweig geworden. Grösster Arbeitgeber ist heute das Kantonsspital mit etwa 450 Arbeitsplätzen. Auch der Tourismus gewinnt an Bedeutung.

Verkehr

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Der Bahnhof Glarus wird von der Vorlage:S-Bahn St. Gallender S-Bahn St. Gallen und der Vorlage:S-Bahn Zürichder S-Bahn Zürich<ref>SBB online Fahrplan</ref> bedient. Die stündlich verkehrenden Regionalzüge fahren zeitlich versetzt und bieten so einen Halbstundentakt zwischen Schwanden und dem Knotenpunkt Ziegelbrücke.

Weiter wird der Bahnhof von mehreren Regionalbuslinien bedient.

Sehenswürdigkeiten

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Vorlage:Siehe auch

Städtepartnerschaften

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Persönlichkeiten

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Trivia

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In Glarus befindet sich die einzige Rekrutierungsstelle der Päpstlichen Schweizergarde, die von einer privaten Personalagentur betrieben wird.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Literatur

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Vorlage:Commonscat Vorlage:Wikivoyage Vorlage:Wiktionary

Einzelnachweise

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<references />

Vorlage:NaviBlock

Vorlage:Normdaten