Birken
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Die Birken (Betula) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Birkengewächse (Betulaceae).
Das Wort Birke (von althochdeutsch bircha) ist auf einen Begriff im Indogermanischen zurückzuführen (*bherHg̑o) und bedeutet in Anspielung auf die helle Rinde so viel wie „glänzend, schimmernd“ (vgl. noch mittelhochdeutsch bereht, englisch bright, -brecht (als Namensbestandteil) „leuchtend“).
Beschreibung
[Bearbeiten]Vegetative Merkmale
[Bearbeiten]Birken-Arten sind laubabwerfende, sommergrüne Bäume oder Sträucher. Sie gehören zu den sehr schnell und hochwachsenden Gehölzen und können schon nach sechs Jahren Wuchshöhen von bis zu 7 Metern erreichen; ausgewachsen können sie bis zu 30 Meter, in Einzelfällen sogar noch höher werden. Sie wachsen mit einzelnen oder oft auch mit mehreren Stämmen. Einzelexemplare können ein Alter von bis zu 160 Jahren erreichen.
Bei vielen Birken-Arten ist die Borke besonders auffällig, ihre Farbe reicht von fast Schwarz über Dunkel- und Hellbraun bis Weiß; sie ist anfangs glatt, später lösen sich dünne, oft papierartige Stücke ab, schließlich reißt sie horizontal auf. Es sind oft deutliche, meist dunkle Lentizellen vorhanden, die sich manchmal horizontal vergrößern.
Das leichte und je nach Art weiche bis mehr oder weniger harte Holz ist fast weiß bis rötlich-braun mit feiner Maserung. Bei jungen Zweigen können Lang- und Kurztriebe unterschieden werden. Die Zweige duften manchmal. Bei den Winterknospen überlappen sich mehrere glatte Schuppen.
Die wechselständig, meist zweireihig, oft an Kurztrieben angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die je nach Art mit Längen von 0,5 bis 10 (selten bis 14) Zentimeter und Breiten von 0,5 bis 8 Zentimeter eiförmigen bis deltaförmigen, elliptischen oder fast kreisförmigen Blattspreiten sind kahl bis unterschiedlich behaart, manchmal harzig-drüsig. Es liegt Fiedernervatur vor. Die Blattränder sind je nach Art gesägt bis meist doppelt gesägt oder seltener bei den nordischen Zwergstrauch-Arten gewellt bis leicht rundlich gelappt. Die Nebenblätter fallen oft früh ab.
Generative Merkmale
[Bearbeiten]Alle Birken-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die Blütenstände heißen Kätzchen, wobei an den Zweigen die weiblichen unterhalb der männlichen stehen. Die männlichen Blütenstände hängen einzeln oder in kleinen Gruppen meist an den Enden der Zweige. Sie werden in der vorangegangenen Vegetationsperiode gebildet und sind schon während des Winters zu sehen. In den männlichen Kätzchen befinden sich je gelappter Schuppe (Tragblatt und zwei Vorblätter) immer drei Blüten. Die männlichen Blüten mit vierteiligem Kelch enthalten nur meist zwei bis drei (ein bis vier) Staubblätter mit nahe ihrer Basis bis fast zu den Staubbeuteln geteilten Staubfäden. Alle Birken werden windbestäubt (Anemophilie), deshalb geben sie in der Blütezeit von Ende März bis Ende April große Mengen an Pollen frei. Die haltbaren, weiblichen Blütenstände stehen meist einzeln aufrecht und sind eiförmig bis zylindrisch. In den weiblichen Kätzchen befinden sich je gelappter Schuppe (Tragblatt und zwei Vorblätter) selten eine bis meist drei Blüten ohne Blütenhülle.<ref>A. W. Eichler: Blüthendiagramme. Zweiter Theil, Engelmann, 1878, S. 14 f.</ref> Gleichzeitig mit dem Beginn des Austreibens der Laubblätter bilden sich die Blütenstände voll aus, die vorher in Knospen geschützt waren. Wobei es selten auch gemischte Blütenstände geben kann. Sie entstehen aus ursprünglich weiblichen Blütenständen.<ref>Łukasz Grewling, Łukasz Piosik, Piotr Szkudlar: Morphophysiological characteristics of pollen grains produced by bisexual inflorescences of silver birch (Betula pendula Roth.) In: Aerobiologia. 37(4), 2020, doi:10.1007/s10453-020-09678-0.</ref>
Die aufrechten bis hängenden, zapfenartigen Fruchtstände besitzen verdickte und ledrige, aber nicht verholzte, Schuppen. Die Schuppen fallen meist beim Freilassen der Samen einzeln ab oder bei wenigen Arten verbleiben sie über den Winter am Fruchtstand. Bei Erlen bleiben diese stehen. Es werden geflügelte Nussfrüchte (Samara) mit oft Griffelresten gebildet. An zwei Seiten der Samen befinden sich häutige, mehr oder weniger breite Flügel. Die Reife der Früchte erfolgt von September bis Oktober.
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 14.
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Männliche Kätzchen der Himalaya-Birke
(Betula utilis) -
Reifer Fruchtstand der Grau-Birke
(Betula populifolia) -
Geflügelte Nussfrüchte der Hänge-Birke (Betula pendula). Durch die kleinen Flügel werden die Früchte über weite Strecken transportiert
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Fruchtstand von innen, man sieht im Zentrum die geflügelten Früchte und die gelappten Schuppen außenFruchtstand von innen, man sieht im Zentrum die geflügelten Früchte und die gelappten Schuppen außen
Ökologie
[Bearbeiten]Viele Vogelarten sind auf Birken angewiesen, z. B. dienen dem Birkenzeisig und dem Birkhuhn Knospen und Samen der Birke als wichtige Winternahrung. Der Baum selbst ist Lebensraum für zahlreiche Pilze, Flechten und Moose sowie für Insekten und Säugetiere. Einige leben als Parasiten oder in Symbiose in, an und auf der Birke.
Es gibt 118 Schmetterlingsraupenarten, welche die Birke (Hänge- und Moorbirke) als Futterpflanze nutzen. Damit ist die Birke auf Platz drei der beliebtesten Schmetterlingsfutterpflanzen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Standorte
[Bearbeiten]Birken sind oft Pionierpflanzen auf freien Flächen. Birken-Arten stellen nur geringe Ansprüche an Boden und Klima. Birken-Arten gedeihen sowohl auf trockenen wie nassen Böden, in Heidegebieten, auf Dünen wie auf Moor.
Bedeutung für Pollenallergiker
[Bearbeiten]Birkenpollen stellen ein hochpotentes Allergen dar. Der Anteil jener Allergiker, die speziell auf Birkenpollen reagieren, stieg zwischen 1986 und 2006 laut HNO-Klinik der Universität Wien von 35 % auf 50 % aller Frühblüher-Allergiker an. Trotzdem werden Birken aufgrund ihrer schönen weißen Färbung gerne auch in Städten als Alleebäume gepflanzt. Wie bei allen Pollen ändert sich das Birkenpollenaufkommen jährlich leicht. In Deutschland treten sie jährlich ungefähr von Ende März bis Anfang Juni auf, wobei die Hauptblüte etwa zwei Wochen Mitte April stattfindet.<ref name="pollenstiftung_pollenvorhersage" /> Das Birkenpollenallergen Bet v1 weist eine hohe Ähnlichkeit zum Apfelallergen Mal d 1 auf, was im menschlichen Immunsystem eine Kreuzreaktion zur Folge hat.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Nutzung
[Bearbeiten]Pech
[Bearbeiten]Vorlage:Hauptartikel Aus Birken<ref>Identifizierung paläolithischer Herstellungstechniken für Birkenteer: Herausforderungen eines experimentellen biomolekularen Ansatzes. Aus: Kozowyk PRB, Baron LI, Langejans GHJ, Wissenschaftliche Berichte, 2045-2322, 7. September 2023, Bd./Jhrg. 13, Ausgabe 1.</ref> durch Verschwelung und Trockendestillation hergestelltes Birkenpech wurde seit etwa 50.000 Jahren nachweislich als erster systematisch hergestellter Kunststoff der Menschheitsgeschichte zum dauerhaften Verbinden von Steinkeilen, Pflanzenfasern und Holzgriffen hergestellt und genutzt und zwar sowohl durch Neandertaler als auch durch den modernen Menschen (Homo sapiens der Cro-Magnon-Epoche).
Zierpflanze
[Bearbeiten]Birken-Arten werden aufgrund ihrer weißen Färbung der Borke gerne als Zierpflanze in Gärten, Parks und Alleen gepflanzt.
Holzverwendung
[Bearbeiten]Als Holzlieferanten werden in Mitteleuropa vor allem die Sand- und die Moor-Birke genutzt. Sie bilden als Splintholzarten kein Kernholz und keinen Farbkern aus. Das Holz ist gleichmäßig gelblichweiß, rötlichweiß oder hellbräunlich gefärbt und besitzt einen seidigen Glanz. Als typische Farbeigenschaft besitzt das Holz fleckenartige Hell-Dunkel-Lichteffekte, die durch Unregelmäßigkeiten im Faserverlauf entstehen. Bei älterem Holz kann ein gelblich-roter bis brauner Falschkern ausgebildet sein. Die Jahresringe sind durch schmale und dichte Spätholzstreifen abgegrenzt. Im Gesamtcharakter ist Birkenholz ein hellfarbiges und schlichtes, je nach Faserverlauf sehr dekoratives Nutzholz. Besonderheiten stellen die vor allem bei der Sand-Birke vorkommenden Flammen- und Eisbirkenmuster dar, die auf stark unregelmäßige Faserverläufe zurückzuführen sind. Zur teuersten Art gehört das Holz der Karelischen Maser-Birke, deren charakteristische Maserung sich durch dunkle halbmondförmige Einlagerungen und besonders wilde, unregelmäßige Strukturen auszeichnet.
Birkenholz kann wegen seiner geringen Tragkraft und Beständigkeit nicht als Bauholz verwendet werden. Es ist ein leichtes und feinmaseriges Holz. Man stellte daraus unter anderem Holzschuhe und Wäscheklammern her. Es lässt sich gut schnitzen und drechseln, aber schwer spalten. In Deutschland wird das Holz der Birke hauptsächlich als Schälfurnier verwendet oder zu Sperrholzplatten verarbeitet. Außerdem werden Vollholz und gemesserte Furniere zur Herstellung von Möbeln verwendet.<ref name="argeholz.de" /> Nordische Holzschnitzer fertigen aus dem Maserholz traditionelle Trinkgefäße, die Guksi. Der Spänemacher war auf die Birke angewiesen. Späne und Schleißen aus diesem Holz sind die besten, da sie kaum Rauch entwickeln. Diese wurden im Winter zum Leuchten verwendet.
Auch als Brennholz ist das dekorative Kaminholz beliebt. Dank der ätherischen Öle brennt Birkenholz sogar in frischem Zustand. Birkenrinde ist deshalb gut als Zunder und zum Entzünden eines Feuers geeignet.
Borke und Reisig
[Bearbeiten](Betula papyrifera)
Auch die Birkenrinde fand früher einen vielfältigen Gebrauch, etwa für Spanschachteln. Besonders in Finnland wurden daraus auch Schuhe, Rucksäcke und andere Gegenstände hergestellt. Vorratsbehälter für Mehl, Tee und speziell Brot, wie sie in Sibirien hergestellt und benutzt wurden und wieder werden, sind in den letzten Jahren auch in Mitteleuropa erhältlich, vor allem in ökologischen Läden und über den entsprechenden Versandhandel. Diese Behälter nutzen die antiseptischen Eigenschaften der Birkenrinde.<ref name="Birkenrindenherstellung" /> Ein anschauliches Beispiel für die vielfältige Nutzung der Birkenrinde zur Herstellung von Kanus, Behältern und Gefäßen, als Wandmaterial ihrer Wigwams und als Schreibuntergrund für Zeichnungen und Symbole, bis hin zum Totenkleid bei der Bestattung bilden die nordamerikanischen Mi’kmaq, ein indianisches Volk im Nordosten Kanadas und den USA. Birkenrinde wurde auch an verschiedenen Orten der Welt als Beschreibstoff benutzt, unter anderem in Nowgorod (vgl. Birkenrindentexte) und im Himalaya-Gebiet.
Der äußere Teil der in zwei Schichten gegliederten Rinde wurde zur Herstellung von Birkenteer und Birkenöl verwendet. Der innere Teil ist essbar und kann wie Spaghetti zubereitet werden.
Das aussterbende ländliche Handwerk verwendet die Birke auf vielseitige Weise. Der Besenbinder stellt aus ihren Ästen und Zweigen, den sogenannten Besenreisern, einen für grobe Pflasterung kaum zu übertreffenden Besen her. Buschbinder bündeln bevorzugt Birkenreisig zu befestigenden Elementen für den Deich- und Wasserbau. Büschel aus Birkenzweigen werden in der finnischen und russischen Sauna als Badequast (russ. Wenik, finn. vihta bzw. vasta) zum Abschlagen des Körpers verwendet. Daneben war die Birkenrute, ein zusammengebundenes Bündel entblätterter Birkenzweige, das jahrhundertelang ein verbreitetes Züchtigungsinstrument in Mitteleuropa, Nordeuropa und Nordasien.
Medizinische Inhaltsstoffe
[Bearbeiten]Die Blätter (Betulae folium) der meisten Birkenarten enthalten nennenswerte Mengen an Flavonoiden, Saponinen, Gerbstoffen, ätherischen Ölen und Vitamin C. Die Rinde enthält Phytosterine sowie Terpene wie Betulin, Betulinsäure und Lupeol; der Rindensaft u. a. Invertzucker, sodass dieser auch vergoren werden kann. In Finnland wird der Zuckeraustauschstoff Xylitol aus Birken gewonnen. In Mitteleuropa wurde vor allem die heimische Hängebirke bereits historisch in der Volksmedizin genutzt. Ihre Bestandteile gelten insbesondere als blutreinigend, harntreibend und anregend, weshalb sie heute in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) Verwendung findet.
Verwendet werden die Blätter, die Blattknospen und der Birkensaft (durch Anzapfen gewonnen). In der Heilkunde finden die Blätter aufgrund ihrer harntreibenden Wirkung bei Blasenentzündungen,<ref name="wdr.de" /> Rheuma, Gicht und Wassersucht Verwendung. Sammelzeit für Blattknospen ist März, für Birkensaft März bis Mai und für Blätter Mai bis Juni.<ref name="heilkaeuter.de" />
Anwendungen der Kosmetik
[Bearbeiten]Durch das Abzapfen des Stammes oder Anschneiden von Ästen wird der für wenige Wochen im Frühjahr fließende Birkensaft gewonnen. Er soll gegen Haarausfall gut sein. Vornehmlich im letzten Jahrhundert wurde Birkensaft zur Herstellung von Birken-Haarwasser verwendet. Der Saft kann äußerlich angewandt oder direkt getrunken werden.
Nahrungsmittel
[Bearbeiten]Birkenblätter sind im Gegensatz zu den meisten Baumblättern essbar.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Da der Birkensaft zuckerhaltig ist, lässt er sich in vergorener Form als Birkenwein genießen, ein heute noch in Russland beliebter bäuerlicher Rauschtrunk. Birkenwein wurde auch als Stärkungsmittel für impotente Männer verwendet.<ref name="Laudert2004" />
Schädigung des Baumes
[Bearbeiten]Eine intensive Gewinnung des Birkensaftes kann zu Schäden und Infektionen am Baum führen.
(Betula ermanii)
(Betula lenta)
(Betula nigra)
(Betula schmidtii)
(Betula utilis)
Systematik und Verbreitung
[Bearbeiten]Der (laut Beßler bzw. Marzell im Mittelalter im Gegensatz zu Vibex für die Hänge-Birke und die Moor-Birke noch nicht geläufige<ref>Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 235 (zu Uibex – byrck).</ref>) Gattungsname Betula wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, 2, S. 982 f. erstveröffentlicht.<ref name="SpPl" /> 1929 wurde als Lectotypus Betula alba Vorlage:Person festgelegt.<ref name="Tropicos" /> Die Gattung Betula gehört zur Unterfamilie der Betuloideae innerhalb der Familie der Betulaceae.<ref name="GRIN" />
Die bis zu 100 Birken-Arten kommen auf weiten Teilen der Nordhalbkugel, in Europa, in Nordamerika (besonders an deren Ostküsten) und in Asien bis Japan vor.
Es gibt (35 bis 100) etwa 64<ref name="Ashburner-McAllister2013" /> Arten und viele Naturhybriden in der Gattung Birken (Betula):<ref name="GRIN" /><ref name="POWO" />
- Rote China-Birke (Betula albosinensis Vorlage:Person): Die Heimat ist das nördliche und mittlere China. Sie wird von Ashburner und McAllister 2013 als Unterart Betula utilis subsp. albosinensis Vorlage:Person zur Himalaja-Birke (Betula utilis Vorlage:Person) gestellt.<ref name="Ashburner-McAllister2013" /><ref name="POWO" />
- Gelb-Birke (Betula alleghaniensis Vorlage:Person, Syn.: Betula lutea auct.): Sie ist im östlichen Kanada und in den USA verbreitet.<ref name="POWO" />
- Betula alnoides Vorlage:Person: Das Verbreitungsgebiet reicht vom Himalaja bis ins südliche China.<ref name="POWO" />
- Betula ×alpestris Vorlage:Person (= Betula nana × Betula pubescens)
- Betula ×aurata Vorlage:Person (= Betula pendula × Betula pubescens, Syn.: Betula ×atrata Vorlage:Person, Betula ×obscura Vorlage:Person): Sie kommt in Europa vor.<ref name="POWO" />
- Betula ashburneri Vorlage:Person: Das Verbreitungsgebiet der 2011 erstbeschriebenen Art reicht von Bhutan bis Sichuan und Yunnan.<ref name="POWO" />
- Betula ×avatshensis Vorlage:Person (= Betula ermanii × Betula pendula subsp. mandshurica): Sie kommt in Kamtschatka und im nördlichen Japan vor.<ref name="POWO" />
- Betula baschkirica Vorlage:Person: Die Heimat ist das europäische Russland.<ref name="POWO" />
- Betula bomiensis Vorlage:Person: Die Heimat ist das südöstliche Tibet.<ref name="POWO" />
- Betula ×bottnica Vorlage:Person: Die Heimat ist Nordeuropa.<ref name="POWO" />
- Blau-Birke (Betula ×caerulea Vorlage:Person = Betula papyrifera var. cordifolia × Betula populifolia): Sie kommt in Kanada und in den nordöstlichen USA vor.<ref name="POWO" />
- Betula calcicola Vorlage:Person: Die Heimat ist das südwestliche Sichuan und das nordwestliche Yunnan.<ref name="POWO" />
- Betula celtiberica Vorlage:Person: Dieser Endemit kommt nur in Spanien sowie in Portugal<ref name="FAO ADRAT" /> und Großbritannien vor.<ref name="POWO" />
- Betula chichibuensis Vorlage:Person: Dieser Endemit kommt nur auf der japanischen Insel Honshu vor.<ref name="POWO" />
- Betula chinensis Vorlage:Person, Syn.: Betula fargesii Vorlage:Person, Betula ceratoptera Vorlage:Person, Betula jiaodongensis Vorlage:Person: Die Heimat ist Korea und das nördliche und östliche China.<ref name="POWO" />
- Betula cordifolia Vorlage:Person: Die Heimat sind das östliche Kanada und die USA.<ref name="POWO" />
- Betula coriaceifolia Vorlage:Person: Die Heimat ist Zentralasien.<ref name="POWO" />
- Haselnussblättrige Birke (Betula corylifolia Vorlage:Person): Dieser Endemit kommt nur auf der japanischen Insel Honshu vor.<ref name="POWO" />
- Koreanische Birke (Betula costata Vorlage:Person): Die Heimat ist Korea und Russlands Ferner Osten.<ref name="POWO" />
- Betula cylindrostachya Vorlage:Person (Syn.: Betula fujianensis Vorlage:Person): Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Himalaja bis China.<ref name="POWO" />
- Betula dauurica Vorlage:Person (Syn.: Betula davurica Vorlage:Person orth. var.): Sie kommt in drei Varietäten vom südöstlichen Sibirien bis ins nördliche und zentrale Japan vor.<ref name="POWO" />
- Betula delavayi Vorlage:Person (Syn.: Betula forrestii Vorlage:Person): Die Heimat ist das südöstliche Tibet, das südwestliche Sichuan, das nordwestliche Yunnan und das westliche Hubei in China.<ref name="POWO" />
- Betula × dosmannii Vorlage:Person = Betula ermanii × Betula maximowicziana: Sie kommt in Japan vor.<ref name="POWO" />
- Betula ×dugleana Vorlage:Person = Betula glandulosa × Betula neoalaskana: Sie kommt in Alaska und Yukon vor.<ref name="POWO" />
- Betula ×dutillyi Vorlage:Person = Betula glandulosa × Betula minor: Sie kommt im östlichen Kanada vor.<ref name="POWO" />
- Betula ×eastwoodiae Vorlage:Person = Betula glandulosa × Betula occidentalis: Sie kommt von Alaska bis Colorado vor.<ref name="POWO" />
- Ermans Birke, auch Gold-Birke, Kamtschatka-Birke (Betula ermanii Vorlage:Person, inkl. Betula lanata Vorlage:Person; Syn.: Betula ganjuensis Vorlage:Person, Betula paraermanii Vorlage:Person, Betula shikokiana Vorlage:Person): Sie kommt in zwei Varietäten von Sibirien bis Japan vor.<ref name="POWO" />
- Betula falcata Vorlage:Person: Die Heimat ist Zentralasien.<ref name="POWO" />
- Betula fargesii Vorlage:Person: Die Heimat ist China.<ref name="POWO" />
- Betula fruticosa Vorlage:Person (Syn.: Betula fusca Vorlage:Person, Betula divaricata Vorlage:Person, Betula middendorffii Vorlage:Person, Betula ovalifolia Vorlage:Person, Betula paishanensis Vorlage:Person, Betula tatewakiana Vorlage:Person): Sie kommt vom südlichen Sibirien bis zum nördlichen China und nördlichen Japan vor.<ref name="POWO" />
- Drüsige Birke (Betula glandulosa Vorlage:Person): Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Sibirien bis zur Mongolei und nach Nordamerika.<ref name="POWO" />
- Betula globispica Vorlage:Person: Dieser Endemit kommt nur auf der japanischen Insel Honshu vor.<ref name="POWO" />
- Betula gmelinii Vorlage:Person (Syn.: Betula apoiensis Vorlage:Person): Sie kommt von Sibirien bis Japan vor.<ref name="POWO" />
- Zierkirschen-Birke (Betula grossa Vorlage:Person, Syn.: Betula ulmifolia Vorlage:Person): Die Heimat ist das südliche und zentrale Japan.<ref name="POWO" />
- Betula gynoterminalis Vorlage:Person: Sie kommt nur im nordwestlichen Yunnan vor.<ref name="POWO" />
- Betula hainanensis Vorlage:Person: Sie wurde 2014 aus Hainan erstbeschrieben.<ref name="POWO" />
- Betula ×heptopotamica Vorlage:Person = Betula fruticosa × Betula pubescens: Sie kommt in Zentralasien vor.<ref name="POWO" />
- Betula honanensis Vorlage:Person: Sie kommt nur in Henan vor.<ref name="POWO" />
- Betula ×hornei Vorlage:Person = Betula papyrifera × Betula nana: Sie kommt in Alaska und Yukon vor.<ref name="POWO" />
- Strauch-Birke (Betula humilis Vorlage:Person; Syn.: Betula fruticans Vorlage:Person orth. var., Betula extremiorientalis Vorlage:Person): Die Heimat umfasst das subarktische und subalpine Eurasien bis Korea.<ref name="POWO" />
- Betula × intermedia Vorlage:Person = Betula nana × Betula pubescens: Sie kommt im subarktischen und subalpinen Eurasien vor.<ref name="POWO" />
- Betula ×jackii Vorlage:Person = Betula lenta × Betula pumila: Sie kommt in den nordöstlichen Vereinigten Staaten vor.<ref name="POWO" />
- Betula karagandensis Vorlage:Person: Die Heimat ist Zentralasien.<ref name="POWO" />
- Betula ×koehnei Vorlage:Person = Betula papyrifera × Betula pendula
- Betula klokovii Vorlage:Person: Sie kommt nur in der Ukraine vor.<ref name="POWO" />
- Betula kotulae Vorlage:Person: Sie kommt nur in der Ukraine vor.<ref name="POWO" />
- Betula kweichowensis Vorlage:Person (Syn.: Betula insignis Vorlage:Person): Sie kommt vom südlichen China bis Vietnam vor.<ref name="POWO" />
- Zucker-Birke (Betula lenta Vorlage:Person, inkl. Betula uber Vorlage:Person): Die Heimat sind das östliche Kanada und die östlichen USA.<ref name="POWO" />
- Betula luminifera Vorlage:Person: Die Heimat ist das zentrale und südliche China.<ref name="POWO" />
- Lindenblättrige Birke, auch Bronze-Birke, Kaiser-Birke (Betula maximowicziana Vorlage:Person): Die Heimat umfasst die südlichen Kurilen bis zum nördlichen und zentralen Japan.<ref name="POWO" />
- Kaukasische Birke (Betula medwediewii Vorlage:Person): Die Heimat umfasst die nordöstliche Türkei bis zum nordwestlichen Iran.<ref name="POWO" />
- Betula megrelica Vorlage:Person: Dieser Endemit kommt nur im westlichen Georgien vor.<ref name="POWO" />
- Betula michauxii Vorlage:Person: Die Heimat ist das östliche Kanada.<ref name="POWO" />
- Betula microphylla Vorlage:Person (Syn.: Betula halophila Vorlage:Person): Die Heimat reicht von Zentralasien bis zum nordwestlichen China und vom südlichen Sibirien bis zur nördlichen Mongolei.<ref name="POWO" />
- Betula ×minor Vorlage:Person = Betula cordifolia × Betula glandulosa: Sie kommt im östlichen Kanada und in den nordöstlichen Vereinigten Staaten vor.<ref name="POWO" />
- Zwerg-Birke, auch Polar-Birke (Betula nana Vorlage:Person, Syn.: Betula exilis Vorlage:Person): Die Heimat ist die Subarktis und die Gebirge Europas; sie kommt auch im östlichen subarktischen Nordamerika vor.<ref name="POWO" /> Sie findet sich auch in Mitteleuropa.
- Schwarz-Birke, auch Fluss-Birke (Betula nigra Vorlage:Person): Die Heimat sind die zentralen und östlichen USA.<ref name="POWO" />
- Wasser-Birke (Betula occidentalis Vorlage:Person, Syn.: Betula fontinalis Vorlage:Person): Sie kommt vom subarktischen Nordamerika bis zu den westlichen und zentralen Vereinigten Staaten vor.<ref name="POWO" />
- Papier-Birke, auch Kanu-Birke oder Amerikanische Weiß-Birke (Betula papyrifera Vorlage:Person, Syn.: Betula excelsa Vorlage:Person, Betula lyalliana Vorlage:Person nom. nud., Betula kenaica Vorlage:Person): Die Heimat ist das subarktische Amerika mit Kanada und den USA südlich bis Virginia.<ref name="POWO" />
- Betula ×paramushirensis Vorlage:Person = Betula ermanii × Betula pumila: Sie kommt nur auf den Kurilen vor.<ref name="POWO" />
- Hänge-Birke, auch Gemeine Birke, Sand-, Trauer-, Warzen- oder Weiß-Birke (Betula pendula Vorlage:Person, Syn.: Betula verrucosa Vorlage:Person, Betula tristis Vorlage:Person, Betula aetnensis Vorlage:Person, Betula ferganensis Vorlage:Person; inkl. Betula platyphylla Vorlage:Person, Betula mandshurica Vorlage:Person, Betula szechuanica Vorlage:Person, Betula austrosichotensis Vorlage:Person, Betula neoalaskana Vorlage:Person, Betula resinifera Vorlage:Person, Betula japonica Vorlage:Person): Die Heimat ist das gemäßigte Eurasien und Nordafrika.<ref name="POWO" /> Sie kommt auch in Mitteleuropa vor. Man kann drei Unterarten unterscheiden.<ref name="POWO" />
- Betula ×plettkei Vorlage:Person = Betula nana × Betula pendula: Sie kommt in Europa vor.<ref name="POWO" />
- Grau-Birke, auch Pappelblättrige Birke (Betula populifolia Vorlage:Person): Die Heimat erstreckt sich vom südöstlichen Kanada bis zum nordwestlichen South Carolina.<ref name="POWO" />
- Betula potamophila Vorlage:Person: Die Heimat ist Zentralasien.<ref name="POWO" />
- Betula potaninii Vorlage:Person (Syn.: Betula jiulungensis Vorlage:Person): Sie kommt in den chinesischen Provinzen Gansu, Shaanxi sowie Sichuan vor.<ref name="POWO" />
- Betula psammophila Vorlage:Person: Die Heimat ist Zentralasien.<ref name="POWO" />
- Moor-Birke, Krummästige-Birke (Betula pubescens Vorlage:Person, Syn.: Betula alba Vorlage:Person, Betula czerepanovii Vorlage:Person, Betula tortuosa Vorlage:Person; inkl. Betula litwinowii Vorlage:Person): Die Heimat ist Grönland und Eurasien.<ref name="POWO" /> Sie kommt auch in Mitteleuropa vor. Man kennt mehrere Varietäten.
- Amerikanische Strauch-Birke (Betula pumila Vorlage:Person): Die Heimat ist Nordamerika.<ref name="POWO" />
- Betula ×purpusii Vorlage:Person = Betula glandulifera × Betula lutea, Syn.: Betula ×murrayana Vorlage:Person: Sie kommt vom südlichen Ontario bis zu den nordöstlichen Vereinigten Staaten vor.<ref name="POWO" />
- Kaukasische Strauch-Birke (Betula raddeana Vorlage:Person): Die Heimat ist der Kaukasusraum.<ref name="POWO" />
- Betula ×raymundii Vorlage:Person = Betula populifolia × Betula pumila var. glandulifera: Sie kommt im östlichen Kanada vor.<ref name="POWO" />
- Betula saksarensis Vorlage:Person: Dieser Endemit kommt nur in Khakassiya in Sibirien vor.<ref name="POWO" />
- Betula ×sandbergii Vorlage:Person = Betula glandulifera × Betula papyrifera: Sie kommt von Kanada bis zu den nördlichen Vereinigten Staaten vor.<ref name="POWO" />
- Betula ×sargentii Vorlage:Person = Betula glandulosa × Betula pumila: Sie kommt in Kanada vor.<ref name="POWO" />
- Betula saviczii Vorlage:Person: Die Heimat ist Zentralasien.<ref name="POWO" />
- Eisen-Birke (Betula schmidtii Vorlage:Person): Sie kommt von Russlands Fernen Osten bis Korea und dem nördlichen und zentralen Honshu vor.<ref name="POWO" />
- Betula skvortsovii Vorlage:Person: Sie wurde 2013 erstbeschrieben und kommt von Qinghai bis zum nordwestlichen Yunnan vor.<ref name="POWO" />
- Betula sunanensis Vorlage:Person: Sie kommt in der chinesischen Provinz Gansu vor.<ref name="POWO" />
- Sichuan-Birke (Betula szechuanica Vorlage:Person, Syn.: Betula rockii Vorlage:Person): Die Heimat ist das südöstliche Tibet und China. Sie wird von manchen Autoren als Unterart Betula pendula subsp. szechuanica Vorlage:Person zu Betula pendula gestellt.<ref name="POWO" />
- Betula tianschanica Vorlage:Person (Syn.: Betula dolicholepis Vorlage:Person, Betula jarmolenkoana Vorlage:Person, Betula kirghisorum Vorlage:Person, Betula korshinskyi Vorlage:Person, Betula margusarica Vorlage:Person, Betula ovczinnikovii Vorlage:Person, Betula pamirica Vorlage:Person, Betula procurva Vorlage:Person, Betula regeliana Vorlage:Person, Betula saposhnikovii Vorlage:Person, Betula seravschanica Vorlage:Person, Betula schugnanica Vorlage:Person, Betula tadzhikistanica Vorlage:Person, Betula turkestanica Vorlage:Person, Betula tuturinii Vorlage:Person): Die Heimat reicht von Zentralasien bis zur Mongolei.<ref name="POWO" />
- Betula × uliginosa Vorlage:Person = Betula pendula subsp. mandshurica × Betula glandulosa: Sie kommt in Kanada vor.<ref name="POWO" />
- Betula ×utahensis Vorlage:Person = Betula occidentalis × Betula papyrifera: Sie kommt von Yukon bis Utah vor.<ref name="POWO" />
- Himalaja-Birke (Betula utilis Vorlage:Person, inkl. Betula chitralica Vorlage:Person, Betula kunarensis Vorlage:Person, Betula pyrolifolia Vorlage:Person und Betula jacquemontii Vorlage:Person): Es gibt vier Unterarten. Die Heimat erstreckt sich von Afghanistan bis China.<ref name="POWO" />
- Betula ×vologdensis Vorlage:Person = Betula humilis × Betula nana: Sie kommt in Nordosteuropa vor.<ref name="POWO" />
- Betula ×winteri Vorlage:Person = Betula pendula subsp. mandshurica × Betula papyrifera: Sie kommt im subarktischen Amerika und im westlichen Kanada vor.<ref name="POWO" />
- Betula wuyiensis Vorlage:Person: Die Heimat ist Fujian.<ref name="POWO" />
- Betula ×zimpelii Vorlage:Person = Betula humilis × Betula pendula: Sie kommt in Mitteleuropa vor.<ref name="POWO" />
- Betula zinserlingii Vorlage:Person: Die Heimat ist Zentralasien.<ref name="POWO" />
Birken im Brauchtum und Volksglauben
[Bearbeiten]Im germanischen<ref>Heinrich Marzell: Die deutschen Bäume in der Volkskunde, 12: Die Birke. In: Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft. Band 46, 1934, S. 121–131.</ref> und im slawischen Volksglauben spielte die Birke eine große Rolle. Sie war der Göttin Freya geweiht. Aus dieser Zeit stammt auch der Brauch, einen Maibaum aus dem Wald zu holen, um ihn auf dem Dorfplatz aufzustellen. Es wurde damit der erwachende Frühling in das Dorf geholt. Noch heute lebt der gleiche Brauch in Gestalt des Maibaumes fort. Junggesellen „stecken“ ihrer Liebsten einen mehr oder minder großen „Mai“ – sie schmücken einen Baum (in der Regel eine Birke) oder wenigstens einen Birkenzweig/-ast und befestigen ihn am Haus oder Fenster der Auserwählten. Geschmückt wird dieser Baum mit Bändern aus buntem Krepp- oder Seidenpapier.
Die Birke als Symbol der Fruchtbarkeit galt früher als Helfer in Liebesnöten. Dieser Verwendungszweck ist heute fast vergessen. Ihre Zweige, Rinde und die Blätter mussten für allerlei obskure Mittel und Bräuche herhalten, von denen man sich eine Besserung in sexuellen Nöten erhoffte.
Hervorzuheben ist auch die mythologische Bedeutung der Birke als „Baum des Schutzes“. Im überlieferten Volksglauben wurden Birken insbesondere im ländlichen Raum als Straßenmarkierungen zum Unfallschutz an verkehrsfrequentierten, unbeleuchteten Alleenstraßen und unübersichtlichen Reisewegen gepflanzt, da sie durch ihre helle Rinde bei Dunkelheit gut erkennbar sind. In den indianischen Völkerweisheiten symbolisieren Bäume von jeher lebendige Wesen der Weisheit, deren Sprache man sich erschließen kann, Schamanismus. In der Volksfrömmigkeit der katholischen Kirche, die auch mythologisches Wissen beinhaltet, wird zu Fronleichnam regional die Birke verwendet, wenn unzählige junge Exemplare in katholischen Ortschaften die Straßen säumen, durch die die Prozessionen führen.
Die Birke ist das Wahrzeichen Estlands. In Russland, Finnland und Polen gilt der Baum als nationales Symbol, vergleichbar mit der „deutschen Eiche“.
Dem Volksglauben nach sollten Birken den Blitz anziehen. Aus diesem Grund duldete man früher Birken nur selten in der Nähe von bäuerlichen Anwesen. Unter einer einzeln stehenden Birke soll einer alten Sage nach die letzte Weltenschlacht stattfinden. Diese beiden unerfreulichen Blickpunkte sind jedoch eine Ausnahme. Überwiegend wird die Birke mit Erfreulichem in Verbindung gebracht. Sogar galt seit alters her die Birke als heiliger Baum, der für die Fruchtbarkeitsfeste im Frühling die jungfräuliche Göttin symbolisierte. In vielen Gegenden wurde die Birke auch als Symbol der Jugend und des Frühlings verehrt.
Literatur
[Bearbeiten]- Kennith Ashburner, Hugh A. McAllister: The genus Betula: a taxonomic revision of birches. Royal Botanic Gardens Kew, 2013, ISBN 978-1-84246-141-9, S. 1–431.
- John J. Furlow: Betulaceae. In: Vorlage:BibISBN
- Pei-chun Li, Alexei K. Skvortsov: Betulaceae. In: Vorlage:BibISBN
- Yasin J. Nasir: Betulaceae. In: Eugene Nasir, S. I. Ali (Hrsg.): Flora of West Pakistan. Band 95, 1975, Stewart Herbarium, Rawalpindi (efloras.org).
- Pia Järvinen, Anna Palmé, Luis Orlando Morales, Mika Lännenpää, Markku Keinänen, Tuomas Sopanen, Martin Lascoux: Phylogenetic relationships of Betula species (Betulaceae) based on nuclear ADH and chloroplast matK sequences. In: American Journal of Botany. Band 91, Nr. 11, 2004, S. 1834–1845, doi:10.3732/ajb.91.11.1834.
Weblinks
[Bearbeiten]Vorlage:Commonscat Vorlage:Wiktionary
- Vorlage:DNB-Portal
- Schutzgemeinschaft Deutscher Wald – Baumfaltblatt Birke. (PDF-Datei; 443 kB)
- Verwendung in der Volksheilkunde.
- Unser Land (BR): Vorlage:YouTube
Einzelnachweise
[Bearbeiten]<references responsive> <ref name="Tropicos"> Vorlage:Tropicos </ref> <ref name="GRIN"> Vorlage:GRIN </ref> <ref name="POWO"> Vorlage:POWO </ref> <ref name="Ashburner-McAllister2013"> Kennith Ashburner, Hugh A. McAllister: The genus Betula: a taxonomic revision of birches. Royal Botanic Gardens Kew, 2013, S. 1–431. </ref> <ref name="argeholz.de"> argeholz.de </ref> <ref name="Birkenrindenherstellung"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="heilkaeuter.de"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="wdr.de"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="Laudert2004"> Doris Laudert: Mythos Baum. BLV, München 2004, S. 63. </ref> <ref name="SpPl"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="pollenstiftung_pollenvorhersage"> Text und Kalender bei der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. </ref> <ref name="FAO ADRAT"> Vorlage:Internetquelle </ref> </references>
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