Ostende

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Vorlage:Dieser Artikel Vorlage:Infobox Ort in Belgien Ostende [[[:Vorlage:IPA]]] (Vorlage:NlS, Vorlage:FrS) ist eine Hafenstadt und ein Seebad an der belgischen Küste in der Provinz Westflandern mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD).

Datei:Ostende 1855.JPG
Ostende um 1855
Datei:Stoomtram Oostende.jpg
Van der Sweep plaats mit Dampf­straßen­bahn der NMVB (frühes 20. Jahrhundert)

Geschichte

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Datei:Église saint-Pierre et Paul.JPG
Sint-Petrus-en-Pauluskerk
Datei:Oostende Europacentrum 01.jpg
Strand, Seedeich und das Europacenter

Ostende liegt am früheren östlichen Ende der ehemaligen Insel Testerep. Darin liegt auch ihr Name begründet.

Historische Bedeutung erlangte die Stadt während des auch als Achtzigjähriger Krieg bekannten niederländischen Unabhängigkeitskampfs gegen die Spanier, als diese das von den Aufständischen gehaltene Ostende belagerten.<ref>Illustration von Frans Hogenberg: Eigentliche abcontrafactur der Seestat Oostende, sampt der belegerung des Ertzhertzogen Alberti, Anno 1601. In: Geschichtsblätter. Hogenberg, Köln, S. 338, Vorlage:URN.</ref> Diese Belagerung im Jahr 1604 war eine der verlustreichsten in der Frühen Neuzeit.<ref>Illustration von Frans Hogenberg: Ostend ein Kriegsschul uberal, Hat uberstanden manchen fahl […]. und Ostende wie es itziger zeit gelegen […] In: Geschichtsblätter. Hogenberg, Köln, S. 339 Vorlage:URN, S. 352, Vorlage:URN.</ref>

Ostende war nun Teil der Spanischen Niederlande, nach der Übergabe an das Haus Österreich 1714 der Österreichischen Niederlande. 1722 gründete der römisch-deutsche Kaiser Karl VI. die Ostender Kompanie für den Seehandel mit Ostindien.

1792 wurden die Österreichischen Niederlande erstmals von französischen Revolutionsheeren besetzt. Nach der Niederlage der französischen Truppen in der Schlacht bei Neerwinden am 18. März 1793 konnte die Österreicher zunächst ihre Herrschaft wiederherstellen.<ref>Horst Lademacher: Geschichte der Niederlande. Politik – Verfassung – Wirtschaft. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983, ISBN 3-534-07082-8, S. 209.</ref> Infolge der österreichischen Niederlage in der Schlacht bei Fleurus am 26. Juni 1794 gelang es den Franzosen, die Österreichischen Niederlande erneut zu besetzen.<ref>Horst Lademacher: Geschichte der Niederlande. Politik – Verfassung – Wirtschaft. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983, S. 210.</ref> 1797 trat Österreich im Frieden von Campo Formio die Österreichischen Niederlande an Frankreich ab. Ab 1803 war die Küstenlinie bei Ostende militärisch befestigt, nachdem die Briten die Stadt angegriffen und bis 1802 belagert hatten.

Ab 1814 war die Stadt Teil des Königreichs der Vereinigten Niederlande, ab 1831 Belgiens.

Am 19. September 1826 starben bei der Explosion des Artilleriearsenals mindestens 20 Menschen, 200 weitere wurden verletzt. Das wohlhabende d'Hargras-Viertel war anschließend nahezu eingeebnet, kaum ein Ostender Gebäude hatte die Katastrophe unbeschadet überstanden.<ref>The Explosion at Ostend, The Manchester Guardian and British Volunteer, 30. September 1826</ref>

Der erste belgische König Leopold I. ließ 1834 seine Sommerresidenz in Ostende errichten: Ein Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert wurde zu einem „Königlichen Palais“ umgebaut. Unter König Leopold I. entstand die erste direkte Eisenbahnverbindung zwischen Brüssel und Ostende, die viele zu einer Weiterfahrt mit der Fähre nach Dover nutzten. Doch erst als König Leopold II. 1865 den Thron bestieg und Ostende modernisierte, wurde sie zur „Königin der belgischen Badeorte“.

Am 15. November 1914 wurde Ostende von deutschen Truppen erobert. Im Februar 1915 richtete die Oberste Heeresleitung in Ostende ein „Kommando der Kraftwagengeschütze“ unter der Leitung von Oberleutnant Günther Rüdel ein, in dem die Führer und Mannschaften der frühen Flugabwehrgeschütze ausgebildet wurden. Anders als auf den Firmen-Schießplätzen von Krupp und Rheinmetall in Tangerhütte bzw. Unterlüß konnte in Ostende an der See auf Freiballons und häufig auch auf feindliche Flugzeuge geschossen werden.

Im Oktober 1915 wurde dieses Ausbildungskommando zur Flakschule erweitert, und im Dezember 1915 schuf das Preußische Kriegsministerium in Ostende zusätzlich noch ein Versuchskommando zur Weiterentwicklung der damals noch recht einfachen Flugabwehrgeschütze – auf horizontal gelagerte Wagenräder montierte Feldkanonen.<ref>Helmut Gruber (Hrsg.): Gratwanderungen. Lebenserinnerungen von Wolfgang Gruber (1886–1971). Carl Hanser Verlag, München 2018, S. 182.</ref> Dieses Kommando wurde ein Jahr später in die „Prüf- und Lehrabteilung für Flak“ umgewandelt, bei der die Ballonabwehr-Offiziere die wissenschaftlichen Vorkenntnisse für ihre Arbeit erhielten.<ref>Niklas Napp: Die deutschen Luftstreitkräfte im Ersten Weltkrieg. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2017, S. 143f.</ref>

Durch den Überfall auf Seebrügge und Ostende versuchte die Royal Navy im April 1918 die Neutralisierung beider Häfen durch die Versenkung von Blockschiffen. Im Oktober 1918 befreite die belgische Armee Ostende.

Während des Zweiten Weltkriegs kapitulierte Belgien 18 Tage nach dem Beginn des Westfeldzuges der Wehrmacht am 28. Mai 1940. Einen Tag später marschierten deutsche Truppen kampflos in Ostende ein und nutzten die Stadt als Marinestützpunkt. Zuvor war Ostende von der Luftwaffe der Wehrmacht bombardiert worden. 1944 flogen Bomber der Westalliierten zahlreiche Luftangriffe gegen Frankreich (vor und nach der Invasion in der Normandie). Ostende war wegen seiner Hafenanlagen ein Ziel und wurde zu großen Teilen zerstört.

Vorlage:Zitat Vorlage:Panorama Vorlage:PanoramaBeide Weltkriege führten zu erheblichen Zerstörungen in Ostende. Darüber hinaus wurden andere wichtige Gebäude, die die Kriege überstanden hatten, später durch Bauten im Stil der modernistischen Architektur ersetzt.

Verkehr

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Datei:Tram in de Koningsstraat, Oostende.jpg
Zug der Kusttram in der Koningsstraat
Datei:Ostende Bahnhof.jpg
Bahnhof
Datei:MS Larkspur R05.jpg
Fährschiff im Hafen

Die Stadt war und ist auch heute noch ein Verkehrsknotenpunkt (Auto, Schiene, Schiff und Flugzeug), auch wenn die Bedeutung seit der Eröffnung des Eurotunnels und der Zunahme von Billigflügen seit den 1990er Jahren zurückgegangen ist.

Mit der weltweit längsten Straßenbahn – der Überlandstraßenbahn Kusttram – erreichen Fahrgäste alle belgischen Orte an der Küste von De Panne bis Knokke.

Der Flughafen Ostende-Brügge wird hauptsächlich für Fracht genutzt, jedoch auch für Feriencharter- und Geschäftsreiseverkehr.

Der Bahnhof Ostende wird täglich von rund 80 Zügen frequentiert und ist Ausgangspunkt für die stündlich verkehrenden IC-Züge der Verbindungen:

Wasser

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Der Hafen von Ostende war früher einer der wichtigsten Fährhäfen für den Verkehr nach England, verlor aber nach der Eröffnung des Ärmelkanaltunnels und der kurz darauf folgenden Fertigstellung der Autobahnverbindung nach Calais an Bedeutung.

Bei Ostende befindet sich eine Navtex-Station für die Nordsee.

Sehenswürdigkeiten

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Datei:Oostenende-De-Grote-Post-2017.jpg
Altes Postgebäude

Museen

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Politik

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Stadtrat

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Vorlage:Sitzverteilung Nach der Wahl kam es zu einer Koalition aus Vooruit und NVA. Sie kommen zusammen auf 26 der 41 Sitze.

Freizeit

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Vorlage:Klimatabelle

  • Seebad: Ostende wird auch als die Königin der Seebäder bezeichnet, besitzt ein Vergnügungsviertel und etwa 300 Restaurants.
  • Strandpromenade: Die Strandpromenade erstreckt sich über den gesamten Seedeich und ist von Straßencafés sowie Restaurants gesäumt.
  • Kusttram: Die Kusttram ist eine Straßenbahnlinie, die alle Orte der flämischen Nordseeküste miteinander verbindet; sie ist mit 67 km die längste Straßenbahnstrecke der Welt.
  • Casino Kursaal: Die 1857 eröffnete Spielbank liegt direkt am Strand und bietet Roulette, Black Jack, Poker und Spielautomaten an.
  • Wellington Golf: öffentlicher 9-Loch-Golfplatz im Stadtzentrum. Vier Löcher davon befinden sich im Innenraum der Pferderennbahn Wellington Hippodroom.

Sport

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Städtepartnerschaften

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Die Stadt Ostende unterhält eine Städtepartnerschaft mit Monaco seit 1958.

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Stadt

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Personen mit Beziehung zur Stadt

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Literatur

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Vorlage:Schwesterprojekte

Einzelnachweise

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<references />

Vorlage:NaviBlock

Vorlage:Normdaten