Guangzhou

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Vorlage:Dieser Artikel Vorlage:Infobox Ort in China Guangzhou, auch bekannt als Kanton (Vorlage:Zh, veraltet Kwong Chow, Abk. Vorlage:Zh), ist eine Stadt im Süden der Volksrepublik China. Sie hat 16.096.724 Einwohner im geographischen Stadtgebiet (Stand: Zensus 2020)<ref name="gz_citypopulation" /> und 18.676.605 Einwohner im administrativen Stadtgebiet (Stand: Zensus 2020).<ref name="gz_citypopulation" /> Sie ist Hauptstadt der Provinz Guangdong, hat die Sonderrechte einer provinzunmittelbaren Stadt und ist ein bedeutender Industrie- und Handelsstandort. Die Region wird auch als „Fabrik der Welt“ bezeichnet.

Guangzhou ist die größte Stadt im Perlflussdelta, einer der größten zusammenhängenden Stadtlandschaften (Megalopolen) weltweit. Zum Perlfluss-Delta gehören neben Guangzhou unter anderem die Millionenstädte Hongkong, Shenzhen, Dongguan, Foshan, Jiangmen, Huizhou, Zhongshan und Zhuhai mit zusammen mehr als 60 Millionen Einwohnern.

Die Nähe zu Hongkong hat – wie im gesamten Perlflussdelta – einen fördernden Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung gehabt. In Guangzhou findet zweimal jährlich – im Frühjahr und im Herbst – die Canton Fair, Chinas größte Import- und Exportmesse, statt.

Im Oktober 2010 wurde hier der damals höchste Fernsehturm der Welt (Canton Tower, 600 m) eröffnet. 2012 ging dieser Rekord an den Tokyo Skytree.

Der Name der Stadt

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Die im Deutschen – und ähnlich in anderen westlichen Sprachen – verwendete Bezeichnung Kanton geht auf den Namen der Provinz Guangdong zurück. In China wird Guangzhou auch Vorlage:Zh oder Vorlage:Zh genannt. Das Wahrzeichen der Stadt ist eine Statue mit fünf Ziegen.

Geographie

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Klima

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Guangzhou liegt am Perlfluss. Durch die geographische Lage bedingt herrscht in Guangzhou ein subtropisch-feuchtes Monsunklima mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 22 °C. Der meiste Niederschlag (Jahresdurchschnitt: 1.982 mm) fällt in der Regenzeit von April bis August.

Vorlage:Klimatabelle

Administrative Gliederung

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Auf Kreisebene setzt sich die Unterprovinzstadt Guangzhou aus elf Stadtbezirken zusammen. Die Volksregierung Guangzhous hat ihren Sitz im Stadtbezirk Yuexiu. Am 28. April 2005 wurden die Stadtbezirke Dongshan und Fangcun aufgelöst und nach Yuexiu und Liwan eingegliedert. Außerdem wurde der Stadtbezirk Nansha aus Panyu ausgegliedert sowie der Stadtbezirk Luogang aus Teilen von Baiyun, Tianhe, Zengcheng und aus einem Teil von Huangpu errichtet, der eine Exklave des neuen Stadtbezirks bildet. Im Februar 2014 wurde Luogang wieder aufgelöst und seine Fläche in den Stadtbezirk Huangpu integriert. Gleichzeitig wurden die beiden kreisfreien Städte Conghua und Zengcheng in Stadtbezirke umgewandelt.

Administrative Gliederung Guangzhous

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Stadtbezirk Bezirkskode.<ref name="mca_201201_division_code">Vorlage:Internetquelle</ref> Chinesisch Hanyu Pinyin Bevölkerung
(Zensus 2020)
Fläche
in km²
Bevölkerungsdichte
(Einw./km²)
Baiyun 440111 Vorlage:Lang Báiyún Qū 3.742.991 795,79 4.703
Conghua 440117 Vorlage:Lang Cónghuà Qū 717.684 1.974,50 363
Haizhu 440105 Vorlage:Lang Hǎizhū Qū 1.819.037 90,40 20.122
Huadu 440114 Vorlage:Lang Huādū Qū 1.642.360 970,04 1.693
Huangpu 440112 Vorlage:Lang Huángpù Qū 1.264.447 484,17 2.612
Liwan 440103 Vorlage:Lang Lìwān Qū 1.238.305 59,10 20.953
Nansha 440115 Vorlage:Lang Nánshā Qū 846.584 783,9 1.080
Panyu 440113 Vorlage:Lang Pānyú Qū 2.658.397 529,9 5.016
Tianhe 440106 Vorlage:Lang Tiānhé Qū 2.241.826 96,33 23.272
Yuexiu 440104 Vorlage:Lang Yuèxiù Qū 1.038.643 33,80 30.729
Zengcheng 440118 Vorlage:Lang Zēngchéng Qū 1.466.331 1.616,47 907
Total 18.676.605 7.434,40 2.512

Geschichte

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Datei:Canton Macau and Hong Kong MKL Bd. 9 1890 (130810410).jpg
Historische Karte (um 1890)

Antike

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Es wird angenommen, dass das Gebiet um Guangzhou bereits im 9. Jh. v. Chr. besiedelt wurde. Während der Qin-Dynastie war die Stadt die Hauptstadt der Präfektur Nanhai (Vorlage:Zh).

Andere Historiker gehen davon aus, dass sich hier im Jahr 214 vor Christus Menschen niedergelassen haben. Das älteste Siedlungsgebiet im heutigen Guangzhou lag nach dieser Theorie in Panyu (Vorlage:Zh). Seitdem war das Gebiet durchgehend bewohnt. Panyu wuchs vor allem, als es im Jahre 206 vor Christus die Hauptstadt des Nanyue-Königreiches wurde. Die westliche Han-Dynastie annektierte das Königreich im Jahr 111 vor Christus. Seitdem ist Panyu eine Provinzhauptstadt. Im Jahre 226 wurde die Stadt zum Sitz des Bezirkes Guang (Vorlage:Zh). Die Menschen gewöhnten sich daran, die Stadt Guangzhou statt Panyu zu nennen.

Handel

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Datei:BOELEN(1836) T3 p318 CANTON.jpg
Ein holländischer Kaufmann in einer Tee-Manufaktur in Kanton (um 1828)

Lange Zeit war Guangzhou Ausgangspunkt der sogenannten „Seidenstraße auf dem Meer“ (Vorlage:Zh). Über den Seeweg unterhielt die Stadt Handelsbeziehungen mit südasiatischen Ländern wie Indien und Arabien.

Von 1757 bis 1842 war Guangzhou der einzige Handelshafen, in dem Ausländern vertraglich das Recht zugesichert worden war, Handel treiben zu dürfen.

1711 errichtete die Britische Ostindien-Kompanie einen Handelsposten in Guangzhou. Der Kaiser Qianlong beschränkte das Recht von Ausländern, Niederlassungen in Guangzhou zu gründen, auf ein kleines Gebiet in Guangzhou.

Guangzhou war einer der fünf Vertragshäfen, deren Öffnung durch den Vertrag von Nanking nach dem Ersten Opiumkrieg von Großbritannien erzwungen wurde. Die anderen Häfen waren Fuzhou, Xiamen, Ningbo und Shanghai.

20. Jahrhundert

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Datei:Guangzhou martyr cemetery s.jpg
Märtyrerdenkmal
Datei:Huangpu military school.jpg
Whampoa-Militärakademie bzw. Huangpu Junxiao
Datei:Huangpujunjiao.jpg
Büro in Huangpu Junxiao

1918 wurde Guangzhou der offizielle Name der Stadt. Panyu wird seitdem ein Stadtbezirk im Süden Guangzhous genannt.

Sun Yat-sen bereitete in Guangzhou die Revolution gegen den Kaiser vor. Die von ihm errichtete Militärschule, die Huangpu Junxiao, auch Whampoa-Militärakademie, (Vorlage:Zh) genannt wird, ist bis heute erhalten und ein beliebtes Ausflugsziel.

Japanische Truppen eroberten Guangzhou im Oktober 1938 im Zuge der Canton-Operation und hielten es bis zum 16. September 1945 besetzt.

Nach dem Ende des Bürgerkriegs führten Erneuerungen zu einem höheren Lebensstandard vieler Menschen in Guangzhou. Ab dem Ende der 1970er Jahre profitierte die Stadt von den von Deng Xiaoping eingeleiteten wirtschaftlichen Reformen. Das wirtschaftliche Wachstum wurde vor allem durch die Nähe zu Hongkong und die Lage am Perlfluss stark gefördert.

Im Stadtteil Tianhe wurde mit dem 530 Meter hohen Chow Tai Fook Centre 2016 das aktuell siebenthöchste Gebäude der Welt fertig gestellt. Zusammen mit dem 438 Meter hohen gegenüberliegenden Guangzhou International Finance Center, dem nördlich gelegenen CITIC Plaza und dem südlich gelegenen 600 Meter hohen Canton Tower, dem zweithöchsten Fernsehturm der Welt, bildet es städtebaulich eine architektonische Raute.

Bevölkerung

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Bevölkerungsentwicklung der Agglomeration
Jahr Einwohnerzahl<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
1950 1.049.000
1960 1.272.000
1970 1.542.000
1980 1.870.000
1990 3.246.000
2000 7.812.000
2010 10.278.000
2017 12.316.000

In Guangzhou leben Migranten aus dem ganzen Land. Aufgrund des wirtschaftlichen Erfolgs der Region und der Urbanisierung Chinas ist die Stadt in einem extrem schnellen Tempo gewachsen. Laut Schätzungen der UN von 2018 lebten in der Agglomeration der Stadt 12,3 Millionen Einwohner. Bis 2035 wurde ein Anstieg auf 16,7 Millionen erwartet, der 2020 schon fast erreicht wurde. Vorlage:Absatz

Wirtschaft und Infrastruktur

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Datei:Dongfenglu.jpg
Dongfenglu
Datei:Canton Tower 20220626 (cropped).jpg
Geschäftsdistrikt der Stadt

Wirtschaftsstruktur

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Datei:Aerial View, Zone B, Canton Fair Complex 20230701-C.jpg
Messezentrum von Guangzhou

Zwischen 1949 und 1979 war Guangzhou bei weitem die wirtschaftlich führende Stadt des Gebiets. Dies lag vor allem an der China Import and Export Fair (auch Canton Fair), die in Guangzhou im April und Oktober jeden Jahres veranstaltet wird. Dass Guangzhou als Austragungsort dieser Messe ausgesucht wurde, lag an seiner Nähe zu Hongkong und seiner traditionellen Rolle als Chinas Tor zur Welt. Zwischen 1949 und 1979 war die Canton Fair die einzige nennenswerte Verbindung der chinesischen Wirtschaft mit der Weltwirtschaft.

Ab den achtziger Jahren investierten viele ausländische Unternehmen in Guangzhou. Zunächst war ihr Ziel vor allem die Erschließung des südchinesischen Marktes. Guangzhou war im Jahr 2002 nach Shanghai und Peking die Stadt mit der größten Wirtschaft in Festlandchina. Im Vergleich zu anderen Städten des Perlflussdeltas ist die Wirtschaft Guangzhous nicht nur die größte, sondern auch die vielseitigste.

Im Jahr 2002 hatten mehr als 8700 multinationale Unternehmen Niederlassungen in Guangzhou. Bedeutende Investoren sind unter anderem japanische Autohersteller wie Honda, Nissan und Isuzu. 2004 kam auch Toyota hinzu. Ausländische Dienstleister wie zum Beispiel Carrefour, 7-Eleven und Allianz SE werden von der wohlhabenden Bevölkerung der Stadt angezogen. FedEx betreibt seit Februar 2009 sein regionales Drehkreuz am Flughafen Guangzhou-Baiyun.

Industrie

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Im Jahr 2002 waren die wichtigsten Industriezweige Guangzhous die Transportausrüstung (5,09 Mrd. US$), Chemie (4,21 Mrd. US$), elektronische Telekommunikationsgeräte (3,67 Mrd. US$) und elektrische Geräte und Maschinen (2,72 Mrd. US$). In der Leichtindustrie ist die Produktion von Textilien, Lederprodukten und Plastikprodukten weit entwickelt. Andere wichtige Industrien sind der Schiffbau mit der Huangpo Wenchong Shipbuilding Co., Betrieben der Nahrungsmittelverarbeitung (u. a. Zuckerraffinerie), Eisen- und Stahlproduktion und Kautschukverarbeitung.

Dienstleistungen

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Guangzhou ist innerhalb Guangdongs das führende Zentrum von einer Reihe von Dienstleistungen. Dazu gehören Software, Logistik und Distribution. Weitere führende Dienstleistungssektoren sind Transport, Lagerung, Post und Telekommunikation, Handel, Banken, Versicherungen und Immobilien. Guangzhou ist auch ein wichtiger Austragungsort von Messen, darunter die LED CHINA. Das neue Messegelände Pazhou International Convention and Exhibition Centre hat eine Fläche von 10,5 Quadratkilometern.

In der Rangliste der wichtigsten Finanzzentren weltweit belegte Guangzhou den 28. Platz (Stand: 2018).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Verkehr

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Datei:Panyu Square Station Line 18 & Line 22 Concourse 20210928 Part 1.jpg
U-Bahn Guangzhou

Öffentlicher Personennahverkehr

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Busverkehr

Das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel in Guangzhou sind Omnibusse. Eine Fahrt mit dem Bus kostet einen oder zwei Yuan (Renminbi). Der Preis hängt nicht davon ab, wie weit man fährt, sondern nur davon, ob der Bus klimatisiert ist oder nicht. Die meisten Omnibusse sind klimatisiert.

Schienennahverkehr
Die Guangzhou Metro wurde am 28. Juni 1997 eröffnet. Die Linien 1 bis 9, 13 und 14 sowie die S-Bahn-ähnliche Guangfo-Linie in die Nachbarstadt Foshan sind bereits in Betrieb, sieben weitere Linien sind in Bau. Zwecks Feinerschließung des Geschäftsviertels Zhujiang Xincheng (Vorlage:Lang) im Osten der Stadt wurde eine unterirdische Kabinenbahn, sogenannte APM (Automated Person Mover) errichtet. Die Metro befördert täglich durchschnittlich etwa 8,931 Mio. Fahrgäste (Stand: Mai 2021) auf 236 km Streckenlänge.<ref name="sina_210502">Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Mit 1,16 Milliarden Passagieren pro Jahr (Stand: Ende 2019) steht sie auf der Liste der weltweit meistfrequentierte U-Bahn-Systeme auf Platz 10.<ref>Vorlage:Webarchiv – Pressetext der Betreibergesellschaft vom 13. Januar 2011. Abgerufen am 5. Dezember 2022 (chinesisch).</ref>

Luftseilbahn
Eine Gondelbahn mit Gondeln für acht Personen befördert Passagiere auf den höchsten Punkt der Stadt, welcher sich auf dem Baiyun-Berg befindet. Wörtlich bedeutet Bai weiß und Yun Wolke.

Taxiverkehr
Fast überall findet man Taxis. Diese sind jedoch teurer als in anderen Städten wie zum Beispiel Peking oder Qingdao. Der Basispreis liegt bei 10 RMB (etwa 1,20 EUR) für die ersten zwei Kilometer. Deutlich billiger sind dagegen die Motorradtaxis. Motorräder sind aber seit 2007 in großen Teilen der Stadt generell verboten.<ref>Karl Fjellstrom: Vorlage:Webarchiv In: itdp.org, 2008; abgerufen am 5. Dezember 2022 (englisch).</ref>

Straßenverkehr

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Wichtige Straßen sind die Dongfenglu (Vorlage:Lang) und die Zhongshanlu (Vorlage:Lang). Die Dongfenglu verläuft durch den Norden der Stadt, entlang der Sun Yat-sen-Gedenkhalle und der Provinz- und Stadtregierung und in Richtung des Flughafens. Die Zhongshanlu ist fast so lang wie die ganze Stadt von Westen nach Osten. Sie verbindet unter anderem das alte Stadtzentrum bei Gongyuanqian (Vorlage:Lang) mit dem neuen Stadtzentrum Tianhe (Vorlage:Lang).

Überregionaler Schienenverkehr

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Von Guangzhou aus gibt es Zugverbindungen nach Hongkong und viele weitere chinesische Städte wie Peking, Shanghai und Nanning. Seit dem 26. Dezember 2012 ist die mit 2.298 Kilometer längste Hochgeschwindigkeitsstrecke der Welt zwischen Peking und Guangzhou in Betrieb.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Die Hochgeschwindigkeitszüge fahren von dem 2010 eröffneten Südbahnhof im südlichen Bezirk Panyu ab. Für eine kurze Zeit nach der Fertigstellung war der neue Bahnhof der größte in Asien und ist mit Stand 2015 der viertgrößte Bahnhof in China. Eine gute Erreichbarkeit des Fernbahnhofes ist durch den Anschluss an das U-Bahn-Netz gegeben, Buslinien und Taxis sind ebenfalls Bestandteil der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur. Ein mittelfristiges Projekt ist die Schnellstreckenverbindung zwischen Hongkong und Guangzhou, für die die Inbetriebnahme für das Jahr 2017 erwartet wird. Diese Verbindung wird das nördliche Perlflussdelta zwischen den Städten Hongkong und Guangzhou mit Stationen in Shenzhen und Dongguan erschließen.

Schiffsverkehr

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Bootsverbindungen von der West- zur Ostgrenze der Innenstadt oder vom Nord- an das Südufer sind regelmäßig im 5-, 20- bzw. 30-Minuten-Takt. Weiterführende Strecken können mit Fähren an den jeweiligen Knotenpunkten der Stadtgrenzen genutzt werden. Diverse Ausflugsziele werden mit Tourschiffen angefahren. Touristisch attraktiv ist eine Fahrt bei Nacht dank der farbenfrohen und üppigen Beleuchtung der Brücken und an die Ufer angrenzenden Häuser und Straßen bzw. Geh- und Fahrradwege. Weitere Fährverbindungen erschließen Guangzhou mit Hongkong oder Foshan.

Luftverkehr

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Datei:Newbaiyunairport.jpg
New Baiyun Airport

2004 wurde der neue Flughafen Guangzhou Baiyun International Airport eröffnet. Er ist etwa 28 km vom Stadtzentrum entfernt und ersetzt den ehemals im Stadtgebiet liegenden, abgerissenen und überbauten Flughafen Guangzhou-Baiyun (alt). Die Kapazität beträgt im Jahr 2010 über 40 Millionen Passagiere.<ref>Vorlage:Webarchiv In: ACI – Airport Council International; abgerufen am 5. Dezember 2022 (englisch).</ref>

2014 stand der Baiyun International Airport mit fast 55 Millionen Passagieren an 15. Stelle auf der vom Airports International Council erstellen Liste, die Flughäfen nach deren jährlichem Passagieraufkommen untersucht.

Nach der Fertigstellung des zweiten Terminals im Jahr 2018 und der bereits 2014 erfolgten Inbetriebnahme der dritten Start- und Landebahn sollte die Passagierkapazität des Flughafens auf 80 Millionen, das Frachtaufkommen auf 2,5 Millionen Tonnen steigen.

Bildungsinstitutionen

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Wissenschaft

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Seit Ende 2013 befindet sich mit „Tianhe-2“ einer der leistungsstärksten Superrechner der Welt in Guangzhou, bis 2016 der leistungsstärkste der Welt. Sein Standort ist die Sun Yat-sen University. Mit einer Leistung von 30,65 Petaflops erreicht der Rechner fast die doppelte Leistung des bisherigen Spitzenreiters, „Titan“ vom Oak Ridge National Laboratory in Tennessee, USA. Nach einer Testphase mit weiteren Optimierungen soll der Rechner eine Leistung von 54,90 Petaflops erreichen.

Datei:Zhongda auditorium.jpg
Sun-Yat-sen-Universität
Datei:Guangzhou Library 2013.11.15 18-30-36.jpg
Moderne Bibliothek

Im Juni 2016 wurde Tianhe-2 von der fast dreimal schnelleren chinesischen Eigenentwicklung Sunway TaihuLight mit 93 PFLOPS abgelöst.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Universitäten

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Kultur

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Lebensqualität

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In der Rangliste des US-Beratungsunternehmens Mercer zur städtischen Lebensqualität belegte Guangzhou 2019 den 122. Platz unter 231 untersuchten Städten weltweit. Im Vergleich mit anderen chinesischen Städten lag es hinter Shanghai (Platz 103) gleichauf mit Peking (Platz 120) und noch vor Shenzhen (Platz 132), Nanjing (Platz 140), Chongqing (Platz 148) und Shenyang (Platz 158).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Küche

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In China heißt es: „Die Kantonesen essen alles, was schwimmt, fliegt oder vier Beine hat, außer U-Boote, Flugzeuge und Tische.“ Die kantonesische Küche ist sehr vielfältig mit zum Teil sehr wohlschmeckenden, für Europäer teilweise gewöhnungsbedürftigen, Gerichten. Unter anderem werden Katzen, Hunde und Schlangen verzehrt, sie sind allerdings auf dem Speiseplan der meisten Kantonesen nicht oder nur selten zu finden.

Kantonesisches Essen ist im Allgemeinen nicht scharf. Typische Gerichte sind traditionale kantonesische Suppe (Vorlage:Zh), Brei (Vorlage:Zh) und Dim Sum (Vorlage:Zh).

Die chinesische Küche in Europa und Nordamerika ist historisch bedingt meist stark kantonesisch geprägt (v. a. durch Auslandschinesen aus Hongkong), allerdings meist in abgewandelter Form. In der Tat findet man eine authentische Kanton-Küche meist in Gebieten mit größeren chinesischen bzw. kantonesischen Gemeinden, beispielsweise in Städten mit „Chinatowns“ oder Hafenstädten mit einer langen Handelsbeziehung zu China.

Theater

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2010 wurde das von Zaha Hadid entworfene Opernhaus Guangzhou am Perlfluss eröffnet. Im selben Jahr eröffnete auch der gegenüberliegende Neubau des Guangdong Museums.

Musik

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Datei:Guangzhou Opera House(Near).JPG
Opernhaus von Guangzhou

Seit 1957 hat Guangzhou ein Sinfonieorchester, das Symphonieorchester Guangzhou (Guangzhou Symphony Orchestra, Abk.: GSO, Vorlage:Zh).

Ausstellungen

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Seit 2002 veranstaltet das Guangdong Museum of Art die Guangzhou-Triennale für moderne und zeitgenössische Kunst. Auf der 55. Biennale von Venedig organisierte das Museum mit 'Voice of the unseen' die bisher größte außerhalb Chinas gezeigte Schau unabhängiger chinesischer Kunst.

Museen

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Die Stadt besitzt über 30 öffentliche Museen mit zum Teil internationaler Bedeutung, wie zum Beispiel das Museum des Mausoleums des Königs von Nanyue, welches zugleich eines der offiziellen Denkmäler der Volksrepublik China ist, oder das Guangzhou Museum of Art.

Sport

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Datei:Aerial View, Tianhe Stadium 20230520-B.jpg
Tianhe-Stadion

Guangzhou ist Austragungsort des erstmals 1998 und dann seit 2002 jährlich im Januar ausgetragenen Vier-Nationen-Turniers für Frauen-Fußballnationalmannschaften. 1991 fanden hier Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen statt, so ein Viertel- und Halbfinale und das Spiel um Platz 3.

Guangzhou war 2010 Gastgeber der XVI. Asienspiele, sowie Austragungsort der Gedächtnisweltmeisterschaft.

Guangzhou Evergrande, (Vorlage:Zh) wurde 1954 gegründet. Der Verein wurde 2011 erstmals Chinesischer Meister und gewann 2012 das Double aus Meisterschaft und Pokal. 2013 wurde der Verein abermals Landesmeister und zugleich AFC-Champions-League-Sieger. Am 17. Dezember 2013 trat er im Halbfinale der Club-Weltmeisterschaft in Marokko gegen den FC Bayern München an, der das Spiel 3:0 gewann.

Mitte der 1990er Jahre gründete sich der Rugby Club Guangzhou Rams. Sie spielen gegen Teams aus Macau und Hongkong.

Galerie

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Panoramen

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Vorlage:Panorama Vorlage:Panorama

Söhne und Töchter der Stadt

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Ebenso:

Partnerstädte

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Datei:Guangzhou Tower.jpg
Canton Tower, 17. Juni 2009

Guangzhou unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

Stadt Land seit
Ahmedabad Vorlage:Indien 2014
Arequipa Vorlage:Peru 2004
Auckland Vorlage:NZL 1989
Bangkok Vorlage:Thailand 2009
Bari Vorlage:ITA 1986
Birmingham Vorlage:GBR 2006
Bristol Vorlage:GBR 2001
Buenos Aires Vorlage:Argentinien 2012
Dubai Vorlage:ARE 2012
Durban Vorlage:Südafrika 2000
Ecatepec Vorlage:Mexiko 2016
Frankfurt am Main Vorlage:DEU 1988
Fukuoka Vorlage:JPN 1979
Genua Vorlage:ITA 2016
Gwangju Vorlage:KOR 1996
Hambantota Vorlage:Sri Lanka 2007
Harare Vorlage:Simbabwe 2012
Istanbul Vorlage:Türkei 2012
Jekaterinburg Vorlage:RUS 2002
Kasan Vorlage:RUS 2012
Kota Kinabalu Vorlage:Malaysia 2011
Kuwait Vorlage:Kuwait 2012
Linköping Vorlage:SWE 1997
Łódź Vorlage:POL 2014
Los Angeles Vorlage:USA 1981
Lyon Vorlage:FRA 1988
Manila Vorlage:PHL 1982
Mombasa Vorlage:KEN 2018
Noboribetsu Vorlage:JPN 2012
Petaling Jaya Vorlage:Malaysia 2012
Pokhara Vorlage:Nepal 2014
Quito Vorlage:Ecuador 2014
Rabat Vorlage:Marokko 2013
Recife Vorlage:BRA 2007
San José Vorlage:Costa Rica 2012
Santiago Vorlage:Chile 2017
Surabaya Vorlage:Indonesien 2005
Sydney Vorlage:AUS 1986
Tampere Vorlage:FIN 2008
Valencia Vorlage:ESP 2012
Vancouver Vorlage:CAN 1985
Vilnius Vorlage:LTU 2006

Eponym

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Der am 8. Oktober 1964 entdeckte Asteroid (3048) Guangzhou trägt seit 1989 den Namen der Stadt.<ref>Minor Planet Circ. 15089. (PDF; 294 KB), In: Minorplanetcenter.net, Minor Planet Center, abgerufen am 5. Dezember 2022 (englisch).</ref>

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Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

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<references />

Vorlage:NaviBlock

Vorlage:Normdaten