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	<title>Zuse Z3 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Zuse_Z3&amp;diff=13376&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-09-22T17:10:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Z3 Deutsches Museum.JPG|mini|Nachbau der Zuse Z3 im [[Deutsches Museum|Deutschen Museum]] in München]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zuse3.MuseumVerkehrTechnik.Berlin.P1000212.jpg|mini|Eingabe-Terminal vom Zuse Z3 im [[Deutsches Technikmuseum|Deutschen Technikmuseum]] in [[Berlin]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Z3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war einer der ersten funktionsfähigen [[Digitalrechner]] weltweit und wurde am 12. Mai 1941 von [[Konrad Zuse]] in seiner Werkstatt in der Methfesselstraße 7 in Berlin-Kreuzberg vorgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Detlef Stoller |url=https://www.ingenieur.de/technik/produkte/konrad-zuses-z3-computer-welt-80/ |titel=Der erste Computer der Welt: Z3 von Konrad Zuse fand damals kaum Beachtung |datum=2021-05-12 |sprache=de-DE |abruf=2024-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuse hatte ihn ab 1938 in Zusammenarbeit mit [[Helmut Schreyer]] in Berlin konstruiert. Die Z3 wurde in elektromagnetischer Relaistechnik mit 600 [[Relais]] für das [[Rechenwerk]] und 1400 Relais für das Speicherwerk ausgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[#LIT Zuse 2010|Zuse 2010]] S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Z3 verwendete (wie auch bereits die [[Zuse Z1|Z1]]) die von Konrad Zuse in die Rechnertechnik eingeführte [[Dualsystem|binäre]] [[Gleitkommazahl|Gleitkommaarithmetik]]. Im Gegensatz zum Entwurf und der Benutzung des [[ENIAC]] genügte der Entwurf der Z3 nicht der späteren Definition eines [[Turing-Vollständigkeit|turingmächtigen]] [[Computer]]s und wurde auch nie so genutzt. Erst nach dem Tod des Erfinders Konrad Zuse am 18. Dezember 1995&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Detlef Stoller |url=https://www.ingenieur.de/technik/produkte/konrad-zuses-z3-computer-welt-80/ |titel=Der erste Computer der Welt: Z3 von Konrad Zuse fand damals kaum Beachtung |datum=2021-05-12 |sprache=de-DE |abruf=2024-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; fand man 1998 heraus, dass sie rein theoretisch gesehen durch trickreiche Nutzung aufwendiger Umwege dennoch diese Eigenschaft hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://bmu-verlag.de/konrad-zuse-pionier-der-computertechnik-bedeutende-informatiker-teil-2/ |titel=Konrad Zuse – Pionier der Computertechnik – Bedeutende Informatiker Teil 2 |abruf=2024-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.konstruktionspraxis.vogel.de/die-entwicklung-der-zuse-z3-a-737292/ |titel=Die Entwicklung der Zuse Z3 |abruf=2024-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Z3 gilt als erster funktionsfähiger [[Universalrechner]] der Welt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/newsticker/meldung/Vor-70-Jahren-Amerika-lernt-den-ersten-elektronischen-Universalrechner-ENIAC-kennen-3102001.html Vor 70 Jahren: Amerika lernt den ersten elektronischen Universalrechner ENIAC kennen], &amp;#039;&amp;#039;[[Heise online]]&amp;#039;&amp;#039; am 14. Februar 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist auch der erste Rechner, der [[umgekehrte polnische Notation]] (UPN) nutzte (allerdings noch nicht so benannt). Die Maschine wurde am 21. Dezember 1943 bei einem [[Luftangriffe der Alliierten auf Berlin|Bombenangriff]] zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2007-01-20 Gedenktafel Zuse Z3.jpg|mini|[[Berliner Gedenktafel]] für die Zuse Z3 in der Methfesselstraße 7 in Berlin-Kreuzberg]]&lt;br /&gt;
Der Entwicklung der Z3 ging die Entwicklung der noch vollständig mechanischen [[Zuse Z1|Z1]] und des Übergangsmodells [[Zuse Z2|Z2]] voraus. Die [[Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt]] hatte sich die Z2 angeschaut und gab Zuse 25.000&amp;amp;nbsp;[[Reichsmark|RM]] (entspricht heute etwa {{Inflation|DE|25000|1941|r=-4}}&amp;amp;nbsp;[[Euro|EUR]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Inflation-4&amp;quot;&amp;gt;Diese Zahl wurde mit der [[Vorlage:Inflation]] ermittelt, ist auf volle 10.000&amp;amp;nbsp;EUR gerundet und vergleicht 1941 mit Januar {{JETZIGES_JAHR}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;), damit er die Z3 bauen konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;alumni&amp;quot; /&amp;gt; Am 12. Mai 1941 wurde die Z3 schließlich einer Gruppe von Wissenschaftlern (darunter [[Alfred Teichmann (Bauingenieur)|Alfred Teichmann]] und [[Curt Schmieden]]) vorgestellt. Als Zuse 1941 kurzzeitig in den Krieg eingezogen wurde, schrieb er einem Freund: {{&amp;quot; |Andere lassen die Familie zurück, ich die Z3. |Autor=Konrad Zuse |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Berühmte Alumni der Technischen Universität Berlin&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;alumni&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die originale Z3-Rechenmaschine wurde im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] durch Bombenangriffe auf Berlin am 21. Dezember 1943 zerstört. Für Zuse war das ein tragischer Moment, da er keinen Beweis mehr hatte, dass es wirklich eine funktionsfähige Z3 gegeben hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;alumni&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kristina R. Zerges, Stefanie Terp |Hrsg=Presse- und Informationsreferat der Technischen Universität Berlin |Titel=Konrad Zuse |TitelErg=Der Vater des Computers |Reihe=Berühmte Alumni der Technischen Universität Berlin |Verlag=omnisatz GmbH |Ort=Berlin |Datum=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein funktionsfähiger Nachbau, der 1961 von der [[Zuse KG]] zu Ausstellungszwecken angefertigt wurde, befindet sich im [[Deutsches Museum|Deutschen Museum]] in München. Am ehemaligen Standort, an der Ruine des Hauses in der Methfesselstraße im Berliner Stadtteil [[Berlin-Kreuzberg|Kreuzberg]], erinnert eine Gedenktafel an Zuses Wirkungsstätte. Seit Konrad Zuses 100. Geburtstag am 22. Juni 2010 ist zudem ein Nachbau der Z3 im [[Konrad-Zuse-Museum Hünfeld|Konrad-Zuse-Museum]] in [[Hünfeld]] ausgestellt. Ebenfalls hat der Schweizer Informatiker Christof Traber die Z3 basierend auf Zuses Patentschrift von 1941 nachgebaut. Sein Nachbau steht heute in der „[[Enter Technikwelt Solothurn]]“ in [[Derendingen SO]] (Schweiz) und wird monatlich öffentlich vorgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://enter.ch/de/events/Z3/ |titel=Öffentliche Führung Enter Technikwelt Solothurn {{!}} Enter Technikwelt Solothurn |sprache=de |abruf=2024-01-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Merkmale ===&lt;br /&gt;
[[File: Zuse archive Z3.jpg|thumb|Zeichnung des Z3-Computers aus Zuses Patent von 1941.]]&lt;br /&gt;
Neben der Tatsache, dass die Z3 der erste voll funktionsfähige programmierbare Digitalrechner war, enthielt sie auch bereits sehr viele Merkmale, die in modernen Rechnern zu finden sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwendung des binären Zahlensystems&lt;br /&gt;
* [[Gleitkommazahl]]enberechnung&lt;br /&gt;
* [[Eingabegerät|Ein-]] und [[Ausgabegerät]]e&lt;br /&gt;
* Möglichkeit der [[Benutzerschnittstelle|Benutzerinteraktion]] während des Rechenvorgangs&lt;br /&gt;
* [[Mikroprogramm]]e&lt;br /&gt;
* [[Pipeline (Prozessor)|Pipelining]] von Instruktionsfolgen&lt;br /&gt;
* Numerische Sonderwerte&lt;br /&gt;
* Parallele Ausführung von Operationen so weit wie möglich&lt;br /&gt;
Die Z1 verfügte zwar bereits ebenfalls über fast alle der oben angeführten Merkmale der Z3, außerdem waren das grundlegende Design und speziell das Rechenwerk von beiden Rechnern sehr ähnlich, allerdings erregte die Z1 deutlich weniger Aufsehen, weil ihr Rechenwerk aufgrund des mechanischen Aufbaus nicht sehr zuverlässig arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Aufbau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektromagnetischerspeicher zuse relais.jpg|mini|Relais der Computer vom Typ Z3, Z5, Z11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Z3 bestand aus&lt;br /&gt;
* einer [[Relais]]-[[Gleitkommaarithmetik]]einheit (600 Relais) für Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division, Quadratwurzel, Dezimal-Dual- und Dual-Dezimal-Umwandlung. Das Rechenwerk hat zwei [[Register (Computer)|Register]] R1 und R2.&lt;br /&gt;
* einem Relais-Speicher (1400 Relais) mit einer Speicherkapazität von 64 Worten, je 22 [[Bit]] (1 [[Vorzeichenbit]], 7 Bit Exponent, 14 Bit [[Mantisse]])&lt;br /&gt;
* einem [[Lochstreifen]]leser für Filmstreifen, um Programme einzulesen (nicht aber Daten)&lt;br /&gt;
* 30.000 Kabeln&amp;lt;ref name=&amp;quot;alumni&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* einer Tastatur mit Lampenfeld für Ein- und Ausgabe von Zahlen und manuelle Steuerung von Berechnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rechner sah aus wie eine Schrankwand und füllte einen ganzen Raum. Er wog ca. eine Tonne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;alumni&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktionsweise ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Z3 ist eine getaktete Maschine. Die Taktung wird von einem Elektromotor übernommen, der eine Taktwalze antreibt, eine Trommel, die sich ca. 5,3 Mal pro Sekunde dreht und während einer Drehung die Steuerung der einzelnen Relaisgruppen übernimmt. Die Drehgeschwindigkeit der Trommel entspricht dabei dem Verarbeitungstakt moderner [[Hauptprozessor]]en, womit bei diesem Rechner eine Geschwindigkeit von 5,3&amp;amp;nbsp;Hz gegeben ist. Der Arbeitsspeicher der Z3 umfasst 176 Byte (64 Worte mit je 22 Bit).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arbeitsspeicher Z3&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Horst Zuse |url=http://www.horst-zuse.homepage.t-online.de/Konrad_Zuse_index_english_html/rechner_z3.html |titel=Z3 |werk=zuse.de |datum=2013-01-21 |abruf=2021-09-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Maschinensprache]] der Z3 umfasste neun Befehle&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Raúl Rojas |Titel=Konrad Zuse’s Legacy: The Architecture of the Z1 and Z3 |Sammelwerk=IEEE Annals of the History of Computing |Band=Vol. 19 |Nummer=2 |Datum=1997 |Seiten=5-16 |Sprache=en |Online=https://ed-thelen.org/comp-hist/Zuse_Z1_and_Z3.pdf |Format=PDF |KBytes=305 |Abruf=2018-10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Befehl || Beschreibung || Dauer (Zyklen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Pr z || Speicherzelle z in Register R1/R2 laden || 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ps z || R1 in Speicherzelle z schreiben || 0–1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| La || Addition: R1 ← R1 + R2 || 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ls || Subtraktion: R1 ← R1 – R2 || 4–5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lm || Multiplikation: R1 ← R1 × R2 || 16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Li || Division: R1 ← R1 / R2 || 18&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lw || Quadratwurzel: R1 ← √(R1) || 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lu || Dezimalzahl einlesen in R1/R2 || 9–41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ld || R1 als Binärzahl ausgeben || 9–41&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eingabe numerischer Daten muss über die Tastatur erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lochstreifen kann nur Befehle enthalten (diese sind darauf mit 8 Bit kodiert), aber keine Zahlen. Daher müssen numerische Daten über die Tastatur eingegeben werden, weiters ist über die Tastatur auch die direkte Ausführung aller Operationen bis auf Speicherzugriffe (&amp;#039;&amp;#039;„Pr z“&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;„Ps z“&amp;#039;&amp;#039;) möglich. Die genaue Kodierung auf Lochstreifen findet sich im Artikel [[Opcode#Der Relaisrechner Zuse Z3|Opcode]].&lt;br /&gt;
Die Z3 kennt keine [[Sprungbefehl]]e, ist jedoch mit Hilfe geschickter Ausnutzung der endlichen Rechengenauigkeit [[turingmächtig]], wie [[Raúl Rojas]] 1998 zeigte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Raúl Rojas]] |Titel=How to make Zuse’s Z3 a universal computer |Sammelwerk=Annals of the History of Computing |Band=20 |Nummer=3 |Verlag=IEEE |Datum=1998 |ISSN=1058-6180 |Online=[https://www.inf.fu-berlin.de/inst/ag-ki/rojas_home/documents/1997/Universal_Computer.pdf PDF]|DOI=10.1109/85.707574}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings ist dieses Resultat nur von theoretischer Bedeutung, da Programme mit Sprunganweisungen umständlich transformiert werden müssen und die Programmlaufzeit steigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Speicherung von Konstanten ===&lt;br /&gt;
Angenommen, wir möchten die Konstanten a4, a3, a2 und a1 in den Speicheradressen 4, 3, 2 und 1 speichern, und den Wert x an Adresse 5. Das Programm, das die gewünschte Berechnung durchführt, sieht wie folgt aus:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Befehl&lt;br /&gt;
!Beschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pr 4&lt;br /&gt;
|Laden von a4 in R1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pr 5&lt;br /&gt;
|Laden von x in R2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lm&lt;br /&gt;
|Multiplikation von R1 und R2, Ergebnis in R1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pr 3&lt;br /&gt;
|Laden von a3 in R2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ls₁&lt;br /&gt;
|Addition R1 und R2, Ergebnis in R1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pr 5&lt;br /&gt;
|Laden von x in R2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lm&lt;br /&gt;
|Multiplikation von R1 und R2, Ergebnis in R1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pr 2&lt;br /&gt;
|Laden von a2 in R2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ls₁&lt;br /&gt;
|Addition von R1 und R2, Ergebnis in R1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pr 5&lt;br /&gt;
|Laden von x in R2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lm&lt;br /&gt;
|Multiplikation von R1 und R2, Ergebnis in R1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pr 1&lt;br /&gt;
|Laden von a1 in R2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ls₁&lt;br /&gt;
|R1 und R2 addieren, ergibt R1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ld&lt;br /&gt;
|Ergebnis anzeigen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Nachdem die letzte Anweisung ausgeführt wurde, wird der Prozessor auf seinen ursprünglichen Zustand zurückgesetzt. Ein neuer Programmablauf kann gestartet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Raúl Rojas |Titel=Konrad Zuse&amp;#039;s Early Computers |Verlag=Springer |Datum=2023-10-13 |ISBN=978-3-031-39876-6 |Seiten=229}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechenwerk ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Rechenoperation der Z3 basiert auf der Addition zweier natürlicher Zahlen. Diese Basisoperation der Addition wird durch XOR(XOR(x, y), CARRY(x, y)) berechnet, wobei CARRY(x, y) die Übertragsfunktion ist, zum Beispiel CARRY(0011011, 1010110) = 0111100.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine Addition zweier Gleitkommazahlen ist realisiert durch Berechnung der Differenz der [[Potenz (Mathematik)|Exponenten]], anschließend entsprechendem Angleichen der [[Mantisse]] einer Zahl und schließlich Addition der Mantissen.&lt;br /&gt;
* Eine Subtraktion entspricht einer Addition, bei der das [[Zweierkomplement]] der zweiten Mantisse verwendet wird, und der [[Übertrag]] entfällt.&lt;br /&gt;
* Eine Multiplikation entspricht einer Addition der Exponenten und anschließender Multiplikation der Mantissen. Die Multiplikation der Mantissen wird dabei durch eine [[Iteration|iterative]] Addition realisiert: 1011×0101 = 1011 + 10110×010 = 1011 + 101100×01 = 110111 + 1011000×0 = 110111.&lt;br /&gt;
* Eine Division entspricht einer Multiplikation, jedoch werden die Exponenten subtrahiert und eine iterative Subtraktion für die Division der Mantissen verwendet.&lt;br /&gt;
* Der Algorithmus zum Ziehen einer Wurzel ist durch eine iterative Division realisiert (siehe Patentschrift).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein besteht das Rechenwerk aus zwei Teilen, einem Werk für die Rechnung mit Exponenten und ein Werk für die Rechnung mit Mantissen. Für Befehle, bei denen iterative Methoden zum Einsatz kommen (Lm, Li, Lw, Lu, Ld), wird ein [[Mikroprogrammsteuerwerk|Sequenzer]] benutzt, um einzelne Teile des Rechenwerks anzusteuern. Dies entspricht grob modernen Mikroprogrammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Anwendung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betrieb ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Z3 wurden einige Prüfprogramme und ein &amp;#039;&amp;#039;Programm für die Berechnung einer komplexen Matrix&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, das entsprechend einer Lösung von [[Hans Georg Küssner]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Dieter Hellige (Hrsg.): Geschichten der Informatik. Visionen, Paradigmen, Leitmotive. Springer, Berlin 2004, ISBN 3-540-00217-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Berechnung von kritischen [[Flattern (Luftfahrt)|Flatterfrequenzen]] bei Tragfügeln verwendet wurde. Der Einsatz des Rechners wurde aber damals nicht als &amp;#039;&amp;#039;dringlich&amp;#039;&amp;#039; eingestuft, so dass es nie zu einem Routinebetrieb kam.&amp;lt;ref&amp;gt;[[#LIT Zuse 2010|Zuse 2010]] S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleich mit ENIAC ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Glen Beck and Betty Snyder program the ENIAC in building 328 at the Ballistic Research Laboratory.jpg|mini|Der ENIAC (im Vordergrund [[Betty Snyder]], im Hintergrund [[Glen Beck]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Vereinigte Staaten|USA]] und weiten Teilen der Welt wird anstelle der Z3 der 1944 gebaute [[ENIAC|ENIAC (Electronical Numerical Nuberical Integrator and Computer)]] als der erste Computer angesehen. Jahrzehntelang galt dieser bahnbrechende Rechner als das Spitzenmodell seiner Zeit und wurde von der Presse als der erste Computer der Welt gefeiert. Andere bedeutende Beiträge zur Entwicklung der Computertechnologie, wie die Arbeiten von [[John Atanasoff]] in den USA oder die Innovationen von [[Konrad Zuse]], wurden dagegen weitgehend übersehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/magazin/konrad-zuses-rechenmaschine-sechzig-jahre-computergeschichte/824351 |titel=Konrad Zuses Rechenmaschine: sechzig Jahre Computergeschichte |sprache=de |abruf=2024-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies wird damit begründet, dass die beiden Rechner unterschiedliche Eigenschaften haben und bei beiden Maschinen jeweils unterschiedliche Kriterien herangezogen werden, um sie als „Computer“ zu definieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Z3 war der erste Digitalrechner und gleichzeitig der erste binäre, programmierbare und [[Turing-Vollständigkeit|turingmächtige]]. Allerdings war sie im Gegensatz zum ENIAC, bei dem Röhren anstatt Relais eingesetzt wurden, nicht &amp;#039;&amp;#039;elektronisch&amp;#039;&amp;#039; (ein von [[Helmut Schreyer]] gestellter Förderantrag für die Konstruktion eines elektronischen Nachfolgemodells der Z3 wurde von der Reichsregierung abgelehnt, da diese das Projekt als nicht kriegswichtig einstufte)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hans-Willy Hohn]] |Titel=Kognitive Strukturen und Steuerungsprobleme der Forschung. Kernphysik und Informatik im Vergleich |Reihe=Schriften des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung Köln |BandReihe=36 |Ort=Frankfurt am Main/New York |Datum=1998 |ISBN=3-593-36102-7 |Seiten=148 |Online=[http://www.mpi-fg-koeln.mpg.de/pu/mpifg_book/mpifg_bd_36.pdf Online] |Format=PDF |KBytes=1300}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; außerdem ist die Turingmächtigkeit der Z3 nur dank eines vom Konstrukteur nicht vorhergesehenen Tricks möglich. Der ENIAC war der fünfte Digitalrechner der Geschichte und der erste, der die Kriterien „elektronisch“, „programmierbar“ und „turingmächtig“ &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; erfüllte. Er arbeitete mit dem Dezimalsystem, das heißt, er war kein Binärcomputer wie die Z3 und wie alle modernen Computer. In Deutschland wird hingegen eher die Z3 als erster Digitalrechner betrachtet – erstens aufgrund ihres höheren Alters, und zweitens wegen ihrer binären Arbeitsweise, mit der auch heute noch alle Computer arbeiten, zusätzlich wird dem Aspekt der Hardware, aus der die Rechner jeweils bestehen, eine geringere Bedeutung beigemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Präferenz für den ENIAC kann auch darin begründet liegen, dass diesem nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] in den USA eine ungleich größere Aufmerksamkeit zuteilwerden konnte als der Z3, weil diese 1943 bei einem Bombenangriff auf Berlin zerstört wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Tabelle der ersten Computer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Finder Relais Zuse Z3.jpg|mini|Z3-Nachbau mit modernen Relais (Horst Zuse 2010, [[Konrad-Zuse-Museum]] [[Hünfeld]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Alex, [[Hermann Flessner]], Wilhelm Mons, [[Horst Zuse]]: &amp;#039;&amp;#039;Konrad Zuse: Der Vater des Computers&amp;#039;&amp;#039;. Parzeller, Fulda 2000, ISBN 3-7900-0317-4.&lt;br /&gt;
* Jürgen Alex: [https://www.spektrum.de/artikel/823599 &amp;#039;&amp;#039;Wege und Irrwege des Konrad Zuse.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Spektrum der Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1/1997, {{ISSN|0170-2971}}. (dt. Ausgabe von &amp;#039;&amp;#039;Scientific American&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Jürgen Alex: &amp;#039;&amp;#039;Zum Einfluß elementarer Sätze der mathematischen Logik bei Alfred Tarski auf die drei Computerkonzepte des Konrad Zuse.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation TU Chemnitz 2006. [http://d-nb.info/98092328x/34 online] (PDF; 22,1 MB)&lt;br /&gt;
* Jürgen Alex: &amp;#039;&amp;#039;Zur Entstehung des Computers – von Alfred Tarski zu Konrad Zuse. Zum Einfluß elementarer Sätze der mathematischen Logik bei Alfred Tarski auf die Entstehung der drei Computerkonzepte des Konrad Zuse.&amp;#039;&amp;#039; VDI Verlag, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-18-150051-4, {{ISSN|0082-2361}}. [http://www.juergenalex.de/docs/Entstehung.pdf online] (PDF; 22,3 MB)&lt;br /&gt;
* [[Raúl Rojas]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Rechenmaschinen von Konrad Zuse&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin 1998, ISBN 3-540-63461-4.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Czauderna: &amp;#039;&amp;#039;Konrad Zuse, der Weg zu seinem Computer Z3.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München/Wien 1979 (Ausgabe 120 von Berichte der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung, Bonn), ISBN 3-486-23141-3.&lt;br /&gt;
* [[Hasso Spode]]: Der Computer – eine Erfindung aus Kreuzberg, in: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtslandschaft Berlin&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, Nicolai, Berlin 1994, ISBN 3-87584-474-2.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Raúl Rojas]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Konrad Zuse’s Legacy: The Architecture of the Z1 and Z3&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=IEEE Annals of the History of Computing&lt;br /&gt;
   |Band=19&lt;br /&gt;
   |Nummer=2&lt;br /&gt;
   |Datum=1997&lt;br /&gt;
   |ISSN=1058-6180&lt;br /&gt;
   |Seiten=5–16&lt;br /&gt;
   |Online=https://ed-thelen.org/comp-hist/Zuse_Z1_and_Z3.pdf&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=312}}&lt;br /&gt;
* {{Anker|LIT Zuse 2010}}{{Literatur |Autor=Konrad Zuse |Titel=[[Der Computer – Mein Lebenswerk]] |Auflage=5., unveränd. |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin Heidelberg |Datum=2010 |ISBN=978-3-642-12095-4 |Kommentar=100 Jahre Zuse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Zuse Z3}}&lt;br /&gt;
* [http://zuse.zib.de/ Das Konrad Zuse Internet Archive] (enthält fast alle von Zuse veröffentlichten Papiere und Patentschriften sowie Java-Applets und Fotografien)&lt;br /&gt;
* [http://gymoberwil.educanet2.ch/a.hu/projektarbeit/zuse/simu.htm Interaktive Simulation des Z3-Addierers]&lt;br /&gt;
* [http://www.konrad-zuse.de/ Zuse-Informationsseite von Horst Zuse] (Einführungen und detaillierte Besprechungen der Z-Serie)&lt;br /&gt;
* [http://www.konrad-zuse.net/konrad-zuse/erfindungen/der-rechner-z3/seite01.html Der Rechner Z3]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* [http://www.activeart.de/dim-shops/demo/0500LM/index.html Rechnen am Urcomputer] (verwendet [[Shockwave]])--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://www.zuse-museum-huenfeld.de/ Konrad-Zuse-Museum]&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=TbW-qNxD1lE |titel=Die letzte Rechnung der Zuse Z3 |uploader=Deutsches Museum |upload=2022-01-21 |kommentar=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Zuse-Rechner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zuse z03}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechnerarchitektur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Computer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelner Computer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konrad Zuse als Namensgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Replik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsbestand (Deutsches Museum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technischer Rekord]]&lt;/div&gt;</summary>
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