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	<title>Zisterzienser der strengeren Observanz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Zisterzienser_der_strengeren_Observanz&amp;diff=8492&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gge: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2025-08-22T08:45:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Heilig Bloed-Clerici-Monialen.jpg|hochkant=1.1|mini|Trappisten (Bildmitte) in [[Westvleteren]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zisterzienser der strengeren Observanz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, umgangssprachlich auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trappisten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt (nach dem französischen Kloster [[La Trappe]]), sind ein [[Orden (Religion)|Orden]] in der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]]. Der Orden (lat. &amp;#039;&amp;#039;Ordo Cisterciensis strictioris observantiae&amp;#039;&amp;#039;, [[Ordenskürzel (katholisch)|Ordenskürzel]] &amp;#039;&amp;#039;OCSO, zuvor&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Ordo Cisterciensium reformatorum Beatae Virginis Mariae de Trappa&amp;#039;&amp;#039;, Ordenskürzel &amp;#039;&amp;#039;OCR&amp;#039;&amp;#039;) entstand 1892 durch Teilung des [[Zisterzienser]]ordens und steht Frauen und Männern offen. Die Schwestern des Ordens bezeichnet man auch als [[Trappistinnen]]. Bekannt sind die Trappisten für ihre Abgeschiedenheit, ihre [[monastisch]]e [[Askese]] und ihre Vorliebe für körperliche Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Generalabt]] der Trappisten ist seit 11. Februar 2022 [[Bernardus Peeters]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Armand jean le bouthillier de rancé.jpg|miniatur|hochkant|Armand Jean Le Bouthillier de Rancé]]&lt;br /&gt;
[[Armand Jean Le&amp;amp;nbsp;Bouthillier de&amp;amp;nbsp;Rancé]] kann nicht als Gründer der Trappisten gelten, aber er führte Reformbestrebungen fort und verbreitete sie. Er war bereits 1637 einer von fünf [[Kommendatarabt|Kommendataräbten]] im Zisterzienserkloster La Trappe. Es handelte sich um eine vom Hof an den jungen Adligen verliehene Pfründe, die nicht mit [[Residenzpflicht]] verbunden war. Er bereitete sich auf eine kirchliche Karriere als Bischof vor; das Jahr 1657 bedeutete einen Wendepunkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rance&amp;quot;&amp;gt;{{LThK|Karl Suso Frank|Rancé, Armand-Jean|3|8|825f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einerseits wurde er nicht zum Koadjutor seines Onkels, des [[Liste der Erzbischöfe von Tours|Erzbischofs von Tours]], bestimmt. Andererseits starb seine Geliebte, die [[Herzog von Montbazon|Herzogin von Montbazon]]. De Rancé entsagte dem Hofleben und zog sich nach La Trappe zurück. Er studierte Texte der [[Wüstenväter]] ([[Johannes Klimakos]]), die [[Regula Benedicti|Benediktsregel]], Schriften der frühen Zisterzienser, aber auch [[Teresa von Ávila]] und [[Franz von Sales]]. Reformierte Zisterzienser (&amp;#039;&amp;#039;étroite observance&amp;#039;&amp;#039;) leiteten nun diese Abtei, und Rancé schloss sich ihnen an. 1664 wurde er Regularabt von La Trappe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rance&amp;quot; /&amp;gt; – zu diesem Zeitpunkt „eine feuchte, verfallene Abtei mit sieben Mönchen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE&amp;quot;&amp;gt;{{TRE|34|1|3|Trappisten/Trappistinnen|[[Ellen Rozanne Elder]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Reformprogramm ging über die &amp;#039;&amp;#039;étroite observance&amp;#039;&amp;#039; hinaus und machte La Trappe zum bewunderten Vorbild: Grundlegend für seine Reformen war de&amp;amp;nbsp;Rancés Bewusstsein der Notwendigkeit von [[Buße (Religion)|Buße]]. Im Vordergrund der Reform standen Selbstverleugnung, [[Demut]] und [[Askese]]. Die äußere Askese der Trappisten umfasste strenge Schweigeregeln, harte Handarbeit, insbesondere in der Landwirtschaft, und strenge Abstinenzregeln. Dieses harte Leben, dazu auch die hohe Sterblichkeit, waren ein Gegenentwurf zum Luxus der damaligen französischen Oberschicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE&amp;quot; /&amp;gt; De Rancé lehnte jegliche wissenschaftlichen Studien im Kloster ab, da sie der klösterlichen Lebensform widersprächen. Dies löste eine literarische Kontroverse mit dem gelehrten Benediktiner [[Jean Mabillon]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rance&amp;quot; /&amp;gt; De Rancés Reformprogramm wurde auf mehreren Generalkapiteln des Zisterzienserordens widersprochen, aber 1677/78 erhielten seine &amp;#039;&amp;#039;Règlements&amp;#039;&amp;#039; die [[päpstliche Approbation]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{RGG|7|34|35|Rancé, Armand-Jean Le Bouthillier de|[[Manfred Weitlauff]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reformen de&amp;amp;nbsp;Rancés wurden von vier Männerklöstern ([[Kloster Sept-Fons|Sept-Fons]], [[Abtei Orval|Orval]], [[Kloster Tamié|Tamié]], [[Kloster San Bartolomeo di Buonsollazzo|Buonsollazzo]]) und einem Frauenkloster ([[Zisterzienserinnenabtei Les Clairets|Les Clairets]]) übernommen. Eine organisatorische Einheit bildeten sie nicht. Nach dem Tod de&amp;amp;nbsp;Rancés führten die Mönche von La&amp;amp;nbsp;Trappe sein Reformwerk fort. 1790 wurde La&amp;amp;nbsp;Trappe im Zuge der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] aufgehoben. [[Augustin de&amp;amp;nbsp;Lestrange]], seit 1785 Novizenmeister von La&amp;amp;nbsp;Trappe, lehnte den Eid auf die Revolutionsregierung und die ihm angebotene Pension ab. Er flüchtete mit 21&amp;amp;nbsp;Mönchen in die [[Schweiz]]. Am 1.&amp;amp;nbsp;Juni 1791 besiedelten die aus Frankreich geflohenen Mönche das verlassene [[Kartause La Valsainte|Kartäuserkloster La&amp;amp;nbsp;Valsainte]]. 1794 veröffentlichte de&amp;amp;nbsp;Lestrange die &amp;#039;&amp;#039;Règlements de&amp;amp;nbsp;La&amp;amp;nbsp;Valsainte&amp;#039;&amp;#039;, als [[Consuetudo|Lebensgewohnheiten]] der Mönche von Valsainte. Im gleichen Jahr bildete sich eine [[Kongregation (Klosterverband)|Kongregation]] von Klöstern, die die Reformen für sich übernommen hatten. So entstand der &amp;#039;&amp;#039;Ordo et&amp;amp;nbsp;congregatio Beatae Mariae de&amp;amp;nbsp;La&amp;amp;nbsp;Trappe&amp;#039;&amp;#039;. Abweichend von der bisherigen zisterziensischen Tradition, gründete de Lestrange einen „Dritten Orden“, bestehend aus Lehrern, Schulkindern und nach Valsainte geflohenen Nonnen verschiedener Klöster.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als französische Truppen 1798 in die Schweiz einfielen, musste de Lestrange mit seinen Anhängern La&amp;amp;nbsp;Valsainte verlassen. Die zweijährige Reise von 542&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE&amp;quot; /&amp;gt; Mönchen, Nonnen und Schulkindern quer durch Europa wird als „monastische Odyssee“ (&amp;#039;&amp;#039;Odyssée monastique&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Sie durchwanderten [[Deutschland]], [[Österreich]], [[Böhmen]] und [[Polen]] bis nach [[Russland]]. Von dort wurden sie 1800 ausgewiesen. Die Mönche teilten sich in verschiedene Gruppen auf und gelangten nach [[Westfalen]], [[Flandern]], [[England]] und [[Amerika]]. Auf diesem Wege breitete sich die Reformkongregation weltweit aus. Nach dem Sturz [[Napoleon Bonaparte|Napoleons]] wurde La&amp;amp;nbsp;Trappe 1814 wiederbesiedelt. In [[Frankreich]] gründeten die Reformierten Zisterzienser außerdem mehrere Klöster neu und besiedelten alte Zisterzienserabteien wieder. 1830 gehörten zehn Männer- und vier Frauenklöster zur Kongregation, die damals noch keinen selbständigen Orden bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1847 teilte [[Papst]] [[Pius IX.]] die Trappisten in zwei Kongregationen mit je eigenem Generalvikar unter dem Generalabt der Zisterzienser auf:&amp;lt;ref name=&amp;quot;LThK Trappisten&amp;quot;&amp;gt;{{LThK|[[Karl Suso Frank]]|Trappisten|3|109|193–195}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Alte Reform“ unter dem Abt von Sept-Fons, zuvor bezeichnet als Rancéaner;&lt;br /&gt;
* „Neue Reform“ unter dem Abt von La Trappe, zuvor bezeichnet als Lestrangianer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als drittes kam 1836 die Kongregation von [[Trappistenabtei Westmalle|Westmalle]] hinzu, ursprünglich ein Kloster der Alten Reform. Die Unterstellung unter den Generalabt der Zisterzienser war konfliktträchtig, da die drei trappistischen Kongregationen etwa zwei Drittel der Mitglieder des gesamten Zisterzienserordens stellten und beanspruchten, die ursprüngliche zisterziensische Lebensweise zu praktizieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LThK Trappisten&amp;quot; /&amp;gt; Während die übrigen Zisterzienser eine rege Tätigkeit in Schulen und Pfarreien entfalteten und in der monastisch-[[Via activa#Katholische Kirche|apostolischen]] Lebensweise eine legitime Entwicklung sahen, forderten die Trappisten ein streng [[Kontemplation|kontemplatives]] Klosterleben unter Berufung auf die Ordensgründer. Papst [[Leo XIII.]] vereinigte diese drei Kongregationen von [[La Trappe]], [[Kloster Sept-Fons|Sept Fons]] und [[Trappistenabtei Westmalle|Westmalle]] 1892 zu einem eigenständigen &amp;#039;&amp;#039;Orden der reformierten Zisterzienser Unserer Lieben Frau von La Trappe&amp;#039;&amp;#039;. Seine Grundlagen waren die Benediktsregel, die zisterziensische Charta caritatis, interpretiert durch die Regeln de Rancés und die Gewohnheiten ([[Consuetudo|Consuetudines]]) des [[Kloster Cîteaux|Klosters Cîteaux]], welches seit seiner Wiederbesiedlung 1898 Ort des trappistischen Generalkapitels war,&amp;lt;ref&amp;gt;{{RGG|8|554|554|Trappisten, Reformierte Zisterzienser|[[Manfred Eder]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das heute an wechselnden Orten, bevorzugt in [[Assisi]], tagt. 1898 bestätigte der Vatikan dem Trappistenorden, ein legitimer Nachfolger des Zisterzienserordens zu sein. Die ebenfalls trappistisch geprägte Kongregation von [[Kloster Casamari|Casamari]] blieb selbständig (&amp;#039;&amp;#039;trappisti mitigati&amp;#039;&amp;#039;, „gemäßigte Trappisten“) und schloss sich 1928 dem Zisterzienserorden an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LThK Trappisten&amp;quot; /&amp;gt; 1902 bekam der Orden die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Orden der Zisterzienser von der strengeren [[Ordensregel#Observanz|Observanz]]&amp;#039;&amp;#039;, woraus sich die gültige Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Zisterzienserorden der strengeren Observanz&amp;#039;&amp;#039; entwickelte. Im Laufe des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gründete der Orden auch Niederlassungen in [[Australien]], [[Afrika]], [[Palästina (Region)|Palästina]], im [[Kaiserreich China]] und [[Japan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzils]] wurden Buße und Askese im Orden gemindert. Die Grundsätze von Subsidiarität in der Leitung und Pluralismus in der Observanz der Klöster wurden in die Konstitutionen aufgenommen. Der Orden verlor dadurch seine starre Uniformität. Die bis dahin mit einem braunen Habit bekleideten [[Konverse]]n wurden zu Chormönchen mit feierlicher Profess und Stimmrecht im Kapitel. Seit 2016 versammeln sich die Äbte und Äbtissinnen des Zisterzienserordens strengerer Observanz in einem gemeinsamen Generalkapitel als oberster Leitungsinstanz innerhalb des Ordens. Ein typisches Kennzeichen der Trappisten ist das altzisterziensische [[Filiation (Zisterzienser)|Filiationssystem]], wo jeweils ein rangälteres Kloster Verantwortung für seine (Adoptiv-)Tochtergründungen übernimmt. Zur Institution des [[Pater Immediat]] als Abt eines Mutterklosters gibt es inzwischen auch die Mater Immediata als weibliches Pendant, im Zuge einer weitestgehenden Gleichstellung von Männern und Frauen innerhalb des Ordens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliederentwicklung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Jahr&lt;br /&gt;
!Mönche&lt;br /&gt;
!Männerklöster&lt;br /&gt;
!Nonnen&lt;br /&gt;
!Frauenklöster&lt;br /&gt;
!Quelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1977&lt;br /&gt;
|4800&lt;br /&gt;
|84&lt;br /&gt;
|1900&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref&amp;gt;Meyers Enz. Lexikon Bd. 23, 1978, S. 662&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2009&lt;br /&gt;
|2132&lt;br /&gt;
|102&lt;br /&gt;
|1799&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|&amp;lt;ref name=&amp;quot;OCSOStatistikNonnen&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.ocso.org/HTM/net/statsJan1st09-Nuns.htm |text=Statistik der Frauenklöster |wayback=20090827001947}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;OCSOStatistikMoenche&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.ocso.org/HTM/net/statsJan1st09-Monks.htm |text=Cistercian Order of the Strict Observance (Trappists) |wayback=20090828113915}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2020&lt;br /&gt;
|1353&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1297&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte Männerkloster in Deutschland, die [[Abtei Mariawald]] in [[Heimbach (Eifel)]], wurde 2018 aufgehoben. Mit dem [[Stift Engelszell]] im österreichischen [[Engelhartszell]] steht 2023 auch das letzte Männerkloster im deutschsprachigen Raum vor der Schließung. Indes gibt es in Deutschland noch zwei Frauenklöster, nämlich die [[Abtei Maria Frieden (Steinfeld)|Abtei Maria Frieden]] in [[Steinfeld (Kall)|Steinfeld (Eifel)]] und das [[Kloster Gethsemani]] in [[Dannenfels]] (Pfalz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spiritualität und Lebensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:trappist praying 2007-08-20 dti.jpg|mini|Trappist (Novize) beim privaten Gebet in seiner Zelle]]&lt;br /&gt;
Die Trappisten führen ein [[Kontemplation|kontemplatives Leben]] mit strenger [[Klausur (Kloster)|Klausur]]. In der Regel nehmen sie außerhalb des Ordens keine [[Seelsorge]]aufgaben wahr, Gäste werden im Einzelfall aufgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LThK Trappisten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kennzeichnend für den Orden war neben der strengen Askese und Enthaltsamkeit über Jahrhunderte hinweg das absolute Stillschweigen und die ersatzweise Verwendung einer [[Zeichensprache im Zisterzienserorden|Zeichensprache]], außer in Gesprächen mit den Oberen oder dem Beichtvater. Im Zuge der Veränderungen nach dem Erscheinen des Dekrets über die zeitgemäße Erneuerung des Ordenslebens, &amp;#039;&amp;#039;[[Perfectae caritatis]]&amp;#039;&amp;#039;, wurden hier teilweise die entsprechenden Bestimmungen gestrichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell bestimmen Gebet, Lesung und körperliche Arbeit den Tagesrhythmus. Siebenmal am Tag versammeln sich die Mönche und Nonnen zum [[Stundengebet]] in der Klosterkirche oder im [[Oratorium (Architektur)|Oratorium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wichtigen Platz im Leben der Trappisten nimmt die [[Marienverehrung]] ein. So beginnen oder enden in den meisten Häusern die einzelnen Gebetszeiten mit der [[Marianische Antiphon|marianischen Antiphon]] aus dem [[Marientiden#offizium maria|marianischen Offizium]]. Jedes Kloster, jeder Mönch und jede Nonne des Ordens ist der Gottesmutter Maria geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaft oder die Verfertigung von Klosterprodukten sind typisch für Trappistenabteien. Manche Trappistenklöster sind durch ihre Produkte bekannt geworden, beispielsweise [[Konfitüre]], [[Weihrauch]], [[Parament]]e, [[Likör]]e, [[Trappistenkäse]] oder das [[Trappistenbier]]. Der Verkauf dieser jeweiligen Produkte trägt oft wesentlich zum Unterhalt des Klosters bei. Die ursprünglich abgelehnte wissenschaftliche bzw. schriftstellerische Tätigkeit wird als Aufgabe einzelner Mönche anerkannt. Trappisten arbeiten besonders zu Themen der Ordensgeschichte und der christlichen Mystik; eine Reihe bekannter religiöser Autoren des 20. Jahrhunderts waren Trappisten: [[Thomas Merton]], [[Vital Lehodey]], [[Jean-Baptiste Chautard]], [[Bernardin Schellenberger]] und [[André Louf]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;LThK Trappisten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordenskleid ==&lt;br /&gt;
Der [[Habit]] der Trappisten ist vergleichbar mit jenem der Zisterzienser: weißer Habit, schwarzer Schulterüberwurf ([[Skapulier]]), im Chor tragen die [[Profess]]en zusätzlich die weiße [[Kukulle]]. Trappisten tragen einen ledernen Gürtel als [[Zingulum]]. Das Ordenskleid wird auf eine Marienerscheinung des hl. [[Alberich von Cîteaux|Alberich von Citeaux]] zurückgeführt, wobei das Weiß für die unbefleckte Reinheit Mariens steht. Die Kukulle ist das hauptsächliche Ordenskleid. Es symbolisiert die gänzliche Weihe an Gott und die Einheit des Ordens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Trappistenkäse]]&lt;br /&gt;
* [[Trappistenbier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Generaläbte der Zisterzienser strengerer Observanz ==&lt;br /&gt;
Bis zur juristischen Neuordnung des [[Zisterzienser]]ordens von 1892 unterstanden die Kongregationen der Reform von La&amp;amp;nbsp;Trappe dem Generalabt&amp;amp;nbsp;OCist. Der Generalabt ist oberster Leiter des Gesamtordens und führt als historische Reminiszenz seit 1962 den Ehrentitel [[Erzabt]] von [[Kloster Cîteaux|Citeaux]]. Das Generalat des Ordens mit Sitz des Generalabtes und seines Rates sowie des Generalprokurators befindet sich in der Viale Africa 33 in Rom.&lt;br /&gt;
* 1892–1904 [[Sébastien Wyart]] ([[Kloster Mont des Cats|Mont-des-Cats]]/[[Kloster Sept-Fons|Sept-Fons]]; Frankreich)&lt;br /&gt;
* 1904–1922 [[Augustin Marre]] ([[Kloster Igny|Igny]]; Frankreich)&lt;br /&gt;
* 1922–1929 [[Jean-Baptiste Ollitrault de Kéryvallan|Jean-Baptiste Ollitraut de Kéryvallan]] ([[Kloster Melleray|Melleray]]; Frankreich)&lt;br /&gt;
* 1929–1943 [[Herman-Joseph Smets]] ([[Trappistenabtei Westmalle|Westmalle]]; Belgien)&lt;br /&gt;
* 1946–1951 [[Dominique Nogues]] ([[Kloster Timadeuc|Timadeuc]]; Frankreich)&lt;br /&gt;
* 1951–1963 [[Gabriel Sortais]] ([[Kloster Bellefontaine|Bellefontaine]]; Frankreich)&lt;br /&gt;
* 1964–1974 [[Ignace Gillet]] ([[Abtei Notre-Dame des Dombes|Dombes]]/[[Kloster Aiguebelle|Aiguebelle]]; Frankreich)&lt;br /&gt;
* 1974–1990 [[Ambrose Southey]] ([[Kloster Mount Saint Bernard|Mount Saint Bernard]]; Großbritannien)&lt;br /&gt;
* 1990–2008 [[Bernardo Olivera]] ([[Trappistenabtei Azul|Azul]]; Argentinien)&lt;br /&gt;
* 2008–2022 [[Eamon Fitzgerald]] (Mount Melleray; Irland)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.orden-online.de/news/2008/09/09/eamon-fitzgerald-neuer-generalabt-der-trappisten/ |titel=Eamon Fitzgerald neuer Generalabt der Trappisten |werk=Orden online |datum=2008-09-09 |abruf=2023-05-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2022–{{0|0000}} [[Bernardus Peeters]] ([[Trappistenabtei Tilburg|Tilburg]]; Niederlande)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: orden-online.de&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.orden-online.de/lexikon/index.php?title=Liste:General%C3%A4bte_der_Trappisten |titel=Liste:Generaläbte der Trappisten |werk=orden-online.de |abruf=2008-11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Generalprokuratoren der Zisterzienser strengerer Observanz ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Generalprokurator}}&lt;br /&gt;
* Augustin Collins (Mount St. Bernard, UK), 1892&lt;br /&gt;
* Basile Sheil (Mount St. Bernard), 1893&lt;br /&gt;
* Tiburce Benoist (Sept-Fons), 1893–1894&lt;br /&gt;
* Benoît Chambon (Aiguebelle), 1894–1908&lt;br /&gt;
* [[Bonaventura Stürzer]] (La Trappe), 1908–1913&lt;br /&gt;
* Norbert Sauvage (Chimay), 1913–1923&lt;br /&gt;
* Robert Lescand (Cîteaux), 1923–1932&lt;br /&gt;
* Fabien Dutter (Cîteaux), 1932–1933&lt;br /&gt;
* Bernard Barbaroux (Maguzzano-Aiguebelle), 1933–1947&lt;br /&gt;
* Thomas d’Aquin Gondal (Tamié-Sept-Fons), 1948–1959&lt;br /&gt;
* Déodat De Wilde (Westmalle), 1959–1967&lt;br /&gt;
* Vincent Hermans (Achel), 1967–1977&lt;br /&gt;
* Bernard Johnson (Holy Spirit/Vina), 1977–1990&lt;br /&gt;
* Armand Veilleux (Mistassini/Holy Spirit), 1990–1998&lt;br /&gt;
* Augustine Roberts (Spencer/Azul), 1998–2002&lt;br /&gt;
* Timothy Kelly (Gethsemani), seit 2002&lt;br /&gt;
* Anastasius Li (Lantao), seit 2022&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Trappisten ==&lt;br /&gt;
* [[Armand Jean Le Bouthillier de Rancé]]&lt;br /&gt;
* [[Augustin de Lestrange]]&lt;br /&gt;
* [[Charles de Foucauld]]&lt;br /&gt;
* [[Christian de Chergé]] und sechs weitere Märtyrer von [[Kloster Notre-Dame de l’Atlas|Tibhirine]]&lt;br /&gt;
* [[Jean-Baptiste Chautard]]&lt;br /&gt;
* [[Hubert Bony]]&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand von Geramb]]&lt;br /&gt;
* [[Petrus Klausener]]&lt;br /&gt;
* [[Marie-Joseph Cassant]]&lt;br /&gt;
* [[Franz Pfanner]]&lt;br /&gt;
* [[André Malet]]&lt;br /&gt;
* 19 Märtyrer der [[Abtei Santa María de Viaceli|Abtei Santa Maria de Viaceli]]&lt;br /&gt;
* [[Vital Lehodey]]&lt;br /&gt;
* [[Gregor Eisvogel]]&lt;br /&gt;
* [[Cyprian Tansi]]&lt;br /&gt;
* [[Thomas Keating]]&lt;br /&gt;
* [[Rafael Arnáiz Barón]]&lt;br /&gt;
* [[Thomas Merton]]&lt;br /&gt;
* [[Maria Gabriella Sagheddu|Maria Gabriela Sagheddu]]&lt;br /&gt;
* [[André Louf]]&lt;br /&gt;
* [[Blandina Paschalis Schlömer]]&lt;br /&gt;
* [[Edouard Mununu Kasiala]]&lt;br /&gt;
* [[Josef Vollberg]]&lt;br /&gt;
* [[Erik Varden]]&lt;br /&gt;
* [[Lode Van Hecke]]&lt;br /&gt;
* [[Lorenzo Voltolini Esti]]&lt;br /&gt;
* [[Michael Casey]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klöster ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stiftskirche Engelszell.jpg|mini|Stift Engelszell]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Trappistenklöster}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte Trappistenkloster im deutschsprachigen Raum war das [[Stift Engelszell]] in [[Engelhartszell]] in Österreich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.stift-engelszell.at/ |titel=Stift Engelszell |abruf=2023-05-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2023 wurde seine anstehende Auflösung bekanntgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Benedikt Heider |url=https://katholisch.de/artikel/44996-oesterreich-aus-fuer-letztes-deutschsprachiges-trappistenkloster |titel=Österreich: Aus für letztes deutschsprachiges Trappistenkloster |werk=[[katholisch.de]] |datum=2023-05-11 |abruf=2023-05-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland und der Schweiz bestehen die Trappistinnenkonvente Abtei Maria Frieden in Steinfeld, Kloster Gethsemani in Dannenfels, Géronde in Siders und die Abtei La Fille-Dieu in Romont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Fachlexika ===&lt;br /&gt;
* {{LThK|[[Karl Suso Frank]]|Trappisten|3|10|193–195}}&lt;br /&gt;
* {{RGG|8|554|554|Trappisten, Reformierte Zisterzienser|[[Manfred Eder]]}}&lt;br /&gt;
* {{TRE|34|1|3|Trappisten/Trappistinnen|[[Ellen Rozanne Elder]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zur Ordensgeschichte ===&lt;br /&gt;
* [[Immo Eberl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Zisterzienser. Geschichte eines europäischen Ordens&amp;#039;&amp;#039;. Lizenzausgabe. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2002, ISBN 3-534-16487-3.&lt;br /&gt;
* Karl Suso Frank: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des christlichen Mönchtums&amp;#039;&amp;#039;. 5. verbesserte und ergänzte Auflage. Primus-Verlag, Darmstadt 1996, ISBN 3-89678-500-1.&lt;br /&gt;
* [[David Knowles]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des christlichen Mönchtums. Benediktiner, Zisterzienser, Kartäuser&amp;#039;&amp;#039;. Kindler, München 1969, (&amp;#039;&amp;#039;Kindlers Universitätsbibliothek&amp;#039;&amp;#039; 45, {{ZDB|2387449-1}}).&lt;br /&gt;
* [[Louis Julius Lekai|Louis J. Lekai]]: &amp;#039;&amp;#039;The Cistercians. Ideals and Reality&amp;#039;&amp;#039;. Kent State University Press, Kent OH 1977, ISBN 0-87338-201-3.&lt;br /&gt;
* Ernst Ludwig Ritsert: &amp;#039;&amp;#039;Der Orden der Trappisten&amp;#039;&amp;#039;. Heyer, Darmstadt 1833 {{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-499625}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zur Ordensspiritualität ===&lt;br /&gt;
* Maria Magdalena Aust: &amp;#039;&amp;#039;La Trappe: Last und Inspiration einer Legende. Die Spiritualität der Trappisten in ihrer geschichtlichen Entwicklung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Edith-Stein-Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039; 9, 2003, {{ISSN|0948-3063}}, S. 92–111.&lt;br /&gt;
* David N. Bell: &amp;#039;&amp;#039;Understanding Rancé. The Spirituality of the Abbot of La Trappe in Context&amp;#039;&amp;#039;. Cistercian Publications, Kalamazoo MI 2005, ISBN 0-87907-105-2, (&amp;#039;&amp;#039;Cistercian studies series&amp;#039;&amp;#039; 205).&lt;br /&gt;
* [[Henri J. M. Nouwen]]: &amp;#039;&amp;#039;Ich hörte auf die Stille. Sieben Monate im Trappistenkloster&amp;#039;&amp;#039;. 18. Auflage. Herder, Freiburg (Breisgau) u.&amp;amp;nbsp;a. 1999, ISBN 3-451-18023-5.&lt;br /&gt;
* [[Bernardin Schellenberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Stille atmen. Leben als Zisterzienser&amp;#039;&amp;#039;. Kreuzverlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-7831-2605-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelles ===&lt;br /&gt;
* [[Bernardus Peeters]] [[OCSO]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Herausforderungen der Zisterzienser der Strengen Observanz (Trappisten) im Jahr 2024&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Erbe und Auftrag]]&amp;#039;&amp;#039; 101 Jg. (2025), S. 40–47.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Trappist}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Trappists}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ocso.org/ ocso.org] – Seite des Trappistenordens (englisch, französisch und spanisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.ordensgemeinschaften.at/orden/ordensgeschichte/275-zisterzienser-der-strengeren-observanz-trappisten-ocso ordensgemeinschaften.at: Stift Engelszell]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1008454-X|LCCN=n81070669|VIAF=127431364|REMARK=Weiterer Datensatz unter {{GND|16298818-7}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trappisten| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benediktinischer Orden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männerorden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christliche Organisation (Rom)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gründung einer religiösen Organisation 1892]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gge</name></author>
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